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1. FC Nürnberg 

  FC Schalke 04

Sonntag, 3. Dezember 2006 – 17:00 Uhr ::: Nürnberg Frankenstadion

(offiziell: easyCredit-Stadion) SR: Michael Weiner ::: 43.242 Zuschauer

 

Endstand 0:0

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::: Bericht :::

Es war bereits der 1. Adventsonntag in diesem Jahr, doch weil das Wetter ohnehin noch nicht sonderlich weihnachtlich anmutet, konnten wir auch auf die Besinnlichkeit noch etwas warten. So machten wir uns auf nach Nürnberg, gut 3 Stunden schnelle Fahrt für das Bundesliga-Spiel 1. FC Nürnberg gegen Schalke 04. Schon 5 Stunden vor Spielbeginn waren wir angekommen, aber der Christkindlmarkt reizte uns nicht. Also lungerten wir bis Ankick um 17:00 Uhr herum, es wurde allmählich recht kalt. Wir holten uns gleich mal die Tickets. Für einen recht unattraktiven Sitzplatz musste man bei diesem Spiel 30 Euro hinlegen. Im Stadion kostet ein Cola 3 Euro, eine Leberkässemmel 2,50 Euro – da wird man beim Preis schon satt. Angesichts des Gebotenen – sogar abgesehen von einem grottenschlechten Schweinskick – muss man feststellen: Der „Club“ ist ganz ordentlich überteuert. Das einstige Frankenstadion ist mittlerweile auch Opfer der Werbung geworden, die Außenansicht des Stadions prägt farblich nicht der „Club“ sondern dessen Stadion-Sponsor. Alles in allem haut einem das gut 46.000 Zuschauer fassende Stadion nicht vom Hocker, die Laufbahn tut ihr übriges dazu. Auch das Geläuf rund ums Stadion ist sehr fad, eine alte Rennbahn mit historischer Tribüne, ein ehemaliger militärischer Exerzierplatz – das war’s. Die Arena neben dem Stadion ist auch keiner sonderlichen Rede wert. Eher schon ein leckeres Wiener Schnitzel, dass wir bei einem Lokal am Bahnhof zu uns genommen haben. Einige eher kranke Gestalten der Nürnberger hatten ein Problem mit einem dezenten Austria-Logo in violett auf dem weißen Polo meines Mitfahrers, die Fanfreundschaft zu den Grünen aus Wien scheint also sehr weitreichend zu sein – da haben sich ja zwei gefunden.  Eine Freundschaft mit einem aus unserer Sicht sympathischeren Verein pflegen die Franken auch noch, das Spiel an diesem Adventsonntag war aus Fansicht ein Freundschaftsspiel, mit den „Knappen“ aus dem Revier können die Nürnberger ganz gut. So gut, dass im Stadion kurz vor Spielbeginn sogar ein Vereinslied der Schalker aus den Boxen erklang. Auch für diese Freundschaft gilt: Es scheint eine sehr weitreichende Beziehung zu sein. Im Stadion kamen wir leider überhaupt nicht auf die Rechung. Die Stimmung war gelinde gesagt beschissen, eigentlich war sie nicht vorhanden. Wenn, dann ohnehin nur die typisch Deutsche, fade „Ole-Ole-Atmosphäre“. Das Spiel selbst war auch katastrophal, selbst wenn man sich schon auf wenig eingestellt hat als man wusste, dass der kleinliche Schiri Weiner pfeifen würde. Es wurde ein müdes 0:0. Kein Elfer, kein Stangenschuss, kein Ausschluss – einfach nichts. So machten wir uns im Anschluss gleich bereit zur Rückfahrt, wenigstens waren wir wieder bald gesund daheim – das wichtigste, wenn man momentan an Deutschland-Trips von Austrianern denkt.