Groundhopping : NRW-Tour 2008

Werkself –vs.- Borussen

Fohlen –vs.- Schwaben

Bayer 04 Leverkusen – Borussia Dortmund

VfL Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart

Ø       Samstag, 16. August 2008 um 15:30 Uhr

Ø       Leverkusen (BayArena)

Ø       21.000 Zuschauer (ausverkauft)

Ø       1. Deutsche Bundesliga 2008/09 – 1. Spieltag

Ø      Ergebnis: 2:3 (1:2) – Schiedsrichter: Gagelmann

Ø       Sonntag, 17. August 2008 um 17:00 Uhr

Ø       Mönchengladbach (Borussia-Park)

Ø       47.028 Zuschauer

Ø       1. Deutsche Bundesliga 2008/09 – 1. Spieltag

Ø      Ergebnis: 1:3 (0:3) – Schiedsrichter: Fandel

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Die schon traditionelle Reise Mitte August nach Deutschland blieb auch heuer nicht aus, wieder lockte das Bundesland NRW. Es war der erste Spieltag der Saison 2008/09 und wir wählten zwei sehr interessante Begegnungen. Am Samstag den NRW-Schlager Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund und am Sonntag die Rückkehr von Aufsteiger Borussia Mönchengladbach in die 1. Bundesliga mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart.

 

Angereist wurde mit dem Zug, also trafen wir uns am späten Freitagabend am Salzburger Hauptbahnhof. Neben mir (Chris) waren diesmal drei Leute vom Austria-Salzburg-Fanklub „Violette Teufel“ dabei – Michael, Simon und Schurl. Am Bahnhof ergab sich noch ein kurzer Smalltalk mit Austria-Stürmer Mario Lenz, der uns über den Weg gelaufen ist – dann ging es ab in unser gemütliches Schlafabteil und um 23:42 Uhr auf nach Köln. Die Domstadt war sozusagen das Basislager unserer Reise. Dort angekommen brachten wir unser kleines Gepäck gleich zu unserer bewährten Schlaf-Herberge (Hotel Good Sleep) und gaben für die Übernachtung und das Frühstück am Sonntagmorgen gleich die ersten exakt EUR 35,50 / Person aus. Dann flanierten wir durch die Straßen Kölns, wo am Samstagvormittag gegen 10:00 Uhr schon sehr viel los war. Gegen Mittag fuhren wir das kleine Stück weiter nach Leverkusen. Wir begaben uns gleich zum Stadion, die BayArena wird derzeit ausgebaut – somit war bei diesem Spiel kein Dach über den Rängen was aber kein Problem war, schließlich strahlte die Sonne über Leverkusen an diesem Tag. Nach gemütlichem Einstimmen auf das Spiel bei Essen und Trinken vor dem Stadion marschierten wir dann früh schon in unseren Sektor, Michael und ich hinter einem Tor – Simon und Schurl bei den Dortmunder Fans. Ordner usw. begegnen einem überaus freundlich in diesem Stadion, eine sehr angenehme Atmosphäre. Auch ohne Dach hatte alles sein Flair bei diesem Spiel, Sonne sei Dank. Überrascht waren wir davon, wie sehr in Leverkusen der Begriff „Werkself“ kommuniziert wird – das ist also ein nicht nur von den Medien gern gebrauchter Begriff. Der Stadionsprecher präsentiert die Mannschaft stolz als solche, auf vielen Fanartikel steht „Werkself“ und sogar am aktuellen Trikot ist der Begriff präsent. Das Spiel brachte uns durchaus auf die Kosten. Dortmund ging früh in Führung, Torschütze war Nelson Valdez, von dem man ja letzte Saison alles andere als viele Tore sah. Nach dem verdienten Ausgleich durch Helmes und Chancen auf die Führung für Leverkusen waren es noch vor der Pause wieder die Dortmunder, denen ein Tor gelang – Kringe traf zum 1:2. Kurz nach Seitenwechsel erhöhte Dortmund per Kopf nach einem Eckball auf 1:3. Die Nr. 1 im Tor von Dortmund, Roman Weidenfeller, war da schon verletzt ausgeschieden – ohne Einwirkung anderer Spieler schnitt er sich selbst eine tiefe Fleischwunde in die Kniegegend. Auf den Rängen wurde es jetzt hitzig, ein Fan war vom Leverkusen-Block auf das Spielfeld gerannt. Der Stadionsprecher mahnte zur Vernunft und richtete vom Schiedsrichter die Drohung eines Spielabbruchs aus. Die letzten Minuten waren auch noch total spannend, als der starke Kießling noch auf 2:3 verkürzen konnte. Die BVB-Fans zitterten sich mit ihrer Mannschaft zu einem verdienten Auswärtssieg. Die vielen Gästefans feierten ihre Mannschaft und vor dem Stadion blieb dann alles ruhig nach dem Spiel. Wir fuhren wieder nach Köln zurück und gingen gleich zum Hotel, wo wir die „Sportschau“ sehen konnten. Nachher machten wir uns frisch, um den lauen Sommerabend in Köln zu genießen. Wir gingen zum Essen in einen gemütlichen Gastgarten, danach marschierten wir noch eine Runde im nächtlich noch sehr belebten Köln. Wir wechselten ans andere Ufer des Rheins, wo perfekter Blick auf den Dom bei Nacht zu genießen war, gingen weiter zur nächsten großen Brücke, dort wieder zurück und dann war uns allen nach schlafen.

 

Am Sonntag konnten wir zunächst im Hotel ausgiebig frühstücken. Bevor wir uns dann allmählich auf den Weg nach Mönchengladbach machten, suchten wir noch ein Internetcafé auf um uns über die aktuellen Ereignisse bei Austria Salzburg zu informieren. Eine Stunde von Köln entfernt, mussten wir sehen, dass Mönchengladbach weniger Glanz zu bieten hat. Schon ca. 3 Stunden vor Spielbeginn, gegen 14:00 Uhr, waren wir beim Stadion. Wir besuchten noch den Fanshop und kauften uns zu Essen und zu Trinken, bevor um 15:00 Uhr die Stadiontore öffneten. Der Borussia-Park, ein Paradebeispiel der vielen neuen Arenen Deutschlands der letzten Jahre, wusste aber zu gefallen. Von außen schlicht, umgeben von so gut wie nichts – von innen ein absolutes Schmuckkästchen. Liebevoller „Borussia“-Schriftzug, der sogar noch schattiert ist, sowie die gute Akustik wissen zu gefallen. Weil das Stadion nicht ganz voll wurde, konnten wir uns in die Mitte der Haupttribüne setzen und hatten somit Top-Sicht und Überblick. Leider verabsäumten es die Borussen zu Beginn, die Chancen zu verwerten. Stuttgart war sofort effektiv, erzielte Tor um Tor, was auch Gladbach immer nervöser machte. Halbzeitstand war schon 0:3, Stuttgart war auf dem Weg zu einem souveränen Sieg. Nach Seitenwechsel taten sich die Gastgeber weiter schwer, ihre Chancen zu verwerten, bis es nach ca. einer Stunde dann endlich klappte und Rob Friend auf 1:3 stellte. Die schon etwas eingeschlafenen Fans waren sofort wieder wach und machten sofort wieder mächtig Lärm. Borussia Mönchengladbach hatte jetzt die beste Phase, angetrieben von den Fans hatten sie Chancen zum 2:3, was ihnen aber nicht mehr gelang. In der Schlussphase war die größte Drangperiode dann wieder verblasst, eher hatte man das Gefühl, dass Stuttgart noch einen Treffer machen könnte. Es blieb beim klaren 1:3 für die Stuttgarter. Nach dem Spiel musste man noch warten, bis man endlich einen Platz in einem der Shuttlebusse zum Bahnhof fand – etwas mühsam. Zurück in Köln gönnten wir uns noch ein gemütliches Abendessen und bei abermals lauem Abendwetter das eine oder andere Kölsch-Bier und Eis im Gastgarten direkt am Dom. Kurz vor Mitternacht, um 23:46 Uhr startete unser Zug in Richtung Heimat – wir waren froh, uns im Schlafabteil niederlegen zu können. Am Montag mussten wir in der Früh in München noch umsteigen, um ca. 9:00 Uhr waren wir dann wieder zurück im strahlend sonnigen Salzburg.

 

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