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Archiv – SV Austria
Salzburg 2011 ... mit viola33.com
bei der Salzburger Austria immer am Ball bleiben!
Die Erfassung der eintreffenden Mitglieder
wurde sorgfältig betrieben, somit startete Obmann Walter Windischbauer um
16:20 Uhr etwas verspätet seine Rede zum Beginn der diesjährigen
Mitgliederversammlung. Den knapp 150 anwesenden Mitgliedern schilderte er
seine arbeitsintensive Funktion im Verein und rechtfertigte damit einigen
Kritikern, warum es die Beiräte braucht. Dabei gab er auch zu erkennen, dass
er sein Amt nach wie vor mit Freude führt. Er erklärte die Schwierigkeiten,
die es rund um die Stadionfrage zu bewältigen gilt. Konkretes gibt es derzeit
nicht zu vermelden, immerhin sollen weitere Architektenpläne in den nächsten
Monaten entstehen. Ob Maxglan dann auch im Profibetrieb eine Option ist,
bleibt weiter abzuwarten bzw. ist es auch unklar, wie realistisch eine
Alternative wie etwa Liefering wäre. Jedenfalls scheint Windischbauer äußerst
aktiv an einer schönen violetten Zukunft zu arbeiten. Darauf folgte die Rede des
sportlichen Leiters Gerhard Stöger, die natürlich wieder deutlich mehr Zeit
in Anspruch nahm. Er kaschierte die verkorkste Herbstsaison in seinem Resümee
recht geschickt mit dem Jahr im Gesamten, dazu mit Erfolgen der
Nachwuchsmannschaften. Die nicht zufriedenstellende Herbstsaison wurde aber
doch angeschnitten und es wurde auch den Gründen auf die Spur gegangen. Der in
diesen schwierigen Wochen verschlissene Trainer Didi Emich war anwesend und
wurde vor der Vorstellung seines Nachfolgers auch zum Rednerpult gebeten. Er
erntete Standing Ovations, seine Zeit im Verein war ja immerhin eine sehr
erfolgreiche. Dann bestätigte Stöger die Gerüchte, die in den Tagen zuvor aus
den Medien zu entnehmen waren: Thomas Hofer vom USK Anif wird neuer Trainer.
Hofer grüßte die Mitglieder per Videobotschaft, er weilt im Urlaub in
Ägypten. Kann mit den Anifern eine Einigung zur vorzeitigen Freigabe erreicht
werden, dann tritt er sein Amt mit dem „Trainingsauftakt light“ am 6.
Dezember 2011 an. Dann präsentierten sich einige neue
Gesichter, die für den Vorstand kandidieren. Am Eingang lag eine
Sonderausgabe des „Violetter“ für die Mitgliederversammlung auf, mit
Vereins-Organigramm und kurzen Portraits der Herren. Alle kandidierenden
Herren wurden mit recht überzeugender Mehrheit in den Vorstand gewählt,
allesamt recht profilierte Leute. Wilhelm Ortmayr, Werner Kubis, Heinrich
Giglmayr und Peter Mayer heißen die Neuen. Letzterer ist der Vater der
Mayer-Brüder in unserer Mannschaft und ein sehr profunder Kenner der
Wirtschaft (Unternehmensberater) und auch Insider im Geschäft Profifußball,
da sein Sohn Patrick ja bereits einige Profistationen absolviert hat, auch im
Ausland. Die Veranstaltung bzw. der
offizielle Teil dauerte bis etwa 19:00 Uhr, immerhin gab’s auch die eine oder
andere Ungereimtheit auszuräumen. Danach waren die Mitglieder noch zum
Schnitzelessen eingeladen.
Bevor wir uns zurücklehnen und
zurückblicken auf eine enttäuschende Herbstsaison, die nach holprigem Start tatsächlich
immer noch schlechter wurde, wollen wir beim heutigen Abschluss des violetten
Jahres 2011 zumindest noch verhindern, dass sich die Schlinge im
Abstiegskampf noch verengt. Dass es ohnehin schon mindestens „5 vor 12“ ist,
sollte jeder begriffen haben, hoffentlich ist die Mannschaft heute in der
Lage, darauf richtig zu reagieren. Hard sollten wir nun wirklich noch das
Wasser reichen können, aber falls nicht, dann siehts pünktlich vor der langen
Pause so richtig düster aus. Von wegen versöhnlicher Ausklang
gegen einen Aufbaugegner. So etwas gibt es dann nicht mehr, wenn eine Truppe
derart verunsichert ist wie unsere derzeit. Durch Verletzungen und Sperren
fehlte der Austria wieder sehr viel Personal, aber auch die 11 Leute auf dem
Platz sollten jederzeit in der Lage sein, besseren Fußball zu bieten als das
derzeit der Fall ist. Ein niveauarmes Spiel sah lange keine Tore, je länger
die Partie dauerte, umso mehr kam einem der Gedanke, dass es anstatt eines
0:0 wieder ein 0:1 werden könnte. Immerhin, mit Fortdauer der 2. Halbzeit
kamen auch die schwachen Vorarlberger zu teils ganz brauchbaren Chancen
während sie vom Austria-Angriff nicht viel zu befürchten hatten. Die größte
Chance setzte Vujic zu Beginn der 2. Halbzeit an die Stange. Doch diesmal kam
das Glück zu uns zurück. In der Schlussphase, just in den Minuten wo das
ohnehin schon verkrampfte Spiel der Austria immer schlechter anzusehen war,
zog Hirsch einen Verzweiflungsschuss aufs Tor. Der Schuss war eigentlich auch
alles andere als gelungen, aber immerhin – er kam aufs Tor und der
Hard-Keeper patzte, ließ den Ball unter sich durchflutschen ins Netz. Ein
Herz genommen, geschossen und vom schwachen Gegner profitiert – so holt man
sich das Glück und verschafft sich ein tiefes Durchatmen im letzten Spiel vor
der langen Winterpause. Für die 1.200 Zuschauer zählte an
diesem Nachmittag nur das Ergebnis, vergessen war das miserable Spiel
angesichts des glücklichen Treffers kurz vor Schluss. Jetzt ist ohnehin lange
Winterpause und mit dem neuen Trainer, der in einer Woche bei der
Generalversammlung präsentiert wird, soll dann im Frühjahr 2012 alles besser
werden. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Das kleine Westderby bei Wacker Innsbruck
II war für unsere Mannschaft die Gelegenheit, im vorletzten Spiel 2011
Wiedergutmachung für einen enttäuschenden Herbst zu bieten. 1500 Zuschauer
waren es diesmal im Tivoli Stadion, das wieder mit großem Aufwand von den
Sicherheitskräften überwacht wurde. Etliche Fanbusse rollten wieder nach
Tirol, unter anderem kam auch nach längerer Zeit wieder ein
„Heimat-für-die-Austria“-Fanbus zustande. Nach einer ausgeglichenen ersten
Halbzeit zeichnete sich nach Seitenwechsel bald ab, wer dieses Derby gewinnen
würde. Der Rauch einer sehenswerten Pyro-Einlage unseres Gästeblocks war kaum
verraucht, da sah Märzendorfer glatt Rot (Tätlichkeit). Eine Minute später
dann ein dummes Foul von Winkler, der Routinier war bereits verwarnt und sah
Gelb-Rot. Mit zwei Mann in Unterzahl fast eine ganze Spielhälfte lang ein 0:0
verteidigen zu müssen, war natürlich nicht amüsant anzusehen und zu spielen.
Der Neffe eines gewissen Hansi Hinterseer, Lukas Hinterseer, netzte uns dann
bald das 1:0 ein. Ganz bitter für die mitgereisten Fans war, als dann kurz
vor Schluss noch eine hochkarätige Ausgleichschance ausgelassen wurde. Unter
den Umständen den Ausgleich zu schaffen hätte den Tag absolut gerettet. So geht’s wie auch schon im Vorjahr
mit einer Niederlage zurück vom Innsbrucker Tivoli. Medial wurde dieser
Nachmittag übrigens nicht mehr derart negativ aufgeblasen wie im Vorjahr,
wenn man noch etwas Positives mitnehmen möchte. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Nur allzu leicht hätte man in
Versuchung kommen können, die Schlagzeile „Austria Salzburg schießt sich aus
der Krise“ über das tolle Spiel in Neumarkt zu setzen. Ich habe es hier
abgeschwächt („lindert die Krise“) – in weiser Voraussicht wie sich
herausstellen sollte. Denn die Leidenschaft der Mannschaft
pendelte sich wieder auf dem Niveau vom Wattens-Spiel ein, die Szenerie war
wieder genau die selbe. Man spricht über die nächste unglückliche Niederlage,
wieder ein 0:1 in der einstigen Festung Maxglan. Die Mannschaft ist nicht so
homogen, wie es notwendig wäre und dazu fehlt in vielen Situationen auch die
letzte Spritzigkeit. Der Gegentreffer kurz nach der Pause war ein individueller
Fehler des sonst gewohnt starken Alexander Trappl im Tor. Dabei war die
Austria durchaus spielbestimmend, die signifikanten Spielszenen einer
Mannschaft, die verzweifelt den Weg aus der Krise sucht, bei denen dann
gelegentlich auch das nötige Glück fehlt, sie waren wieder da: Reifeltshammer
hatte einige Optionen, entschied sich eigentlich richtig für einen
unwiderstehlichen Alleingang, einen super Schuss – Aluminium war im Weg.
Wenig später vergab der sonst immer noch zuverlässige Vujic einen absoluten
Sitzer. In Rückstand hätte die Austria freilich auch geraten können, in der
Anfangsphase verpassten die Dornbirner nach grobem Schnitzer von Kircher den
trockenen Abschluss. Kircher war es dann auch, der es in der 2. Halbzeit auf
dem Fuß gehabt hätte, auszugleichen. Auch sein Schuss aus kurzer Distanz
verfehlte das Tor. Der kurz zuvor eingewechselte Märzendorfer scheiterte mit
der letzten Aktion im Spiel am Gäste-Keeper. Man hatte das Gefühl, dass die
vergebene Großchance von Vujic dem violetten Offensivspiel den Nerv zog und
der Gegentreffer uns einfach noch den Punkt für ein sicheres torloses Remis
raubte. Nach der Hälfte der Spiele liegt die Austria auf dem enttäuschenden
10. Platz, in Schlagdistanz für die Mannschaften hinter uns übrigens und
somit im Abstiegskampf. Zwei vorgezogene Spiele der Rückrunde gilt es jetzt
noch unbeschadet zu überstehen, ohne jemanden, der wirklich die Fäden zieht
bei dieser Mannschaft. Hoffen wir für diese beiden Runden einfach trotzdem
das Beste, damit der neue Trainer nicht ganz so stark unter Druck steht in
seinen ersten Spielen. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Bei Erscheinen des neuen Spielplans
im Sommer dachte man im Hinblick auf die 14. Runde auf ein Fernduell mit
Wattens / RB Juniors / Anif an der Tabellenspitze und einen Pflichtsieg am
Wallersee. Tatsächlich müssen wir jetzt heilfroh sein, wenn dieses Spiel bei
Neumarkt einfach nicht verloren wird, damit sich die Situation im
Abstiegskampf (!) nicht erheblich dramatischer darstellt nach diesen 90
Minuten. Die Hoffnung auf die Wende und einen vollen Erfolg war natürlich bei
Fans wie Spielern trotzdem im Gepäck, schließlich würde uns auch ein Remis
nur wenig weiterhelfen, es würde nur den freien Fall etwas bremsen. Der Ausfall einer fast kompletten
Mannschaft macht die Sache natürlich nicht leichter, etliche Stammspieler
fehlen wegen Verletzungen und Sperren. Bei Gegner Neumarkt dagegen lief es
zuletzt prächtig, vor einer Woche schickte man mit Dornbirn ein Spitzenteam
mit 3:0 zurück hinter den Arlberg. Mit dem Motto „Hoffe das Beste aber
erwarte das Schlimmste“ nahmen dann doch sehr viele mitgereiste Austrianer
ihre Plätze im Gästeblock ein. An dieser Stelle gleich ein Lob für den
Gastgeber-Verein: Am Wallersee werden die Gastspiele der Austria unaufgeregt
organisiert und durchgeführt, die Polizei ist quasi unsichtbar und es sind
keine Lippenbekenntnisse, wenn man im Vorfeld davon spricht, ein Fußballfest
haben zu wollen. Dementsprechend gesittet ging alles über die Bühne, das
Spiel stand im Mittelpunkt – so macht man das unter Sportsfreunden in der
Regionalliga West. Es war saukalt an diesem Nachmittag, aber die Sonne schien
vom wolkenlosen Himmel. Sinnbildlich für das Gemüt der Violetten an diesem
Nachmittag, alles lief unverhofft gut diesmal: Von der ersten Sekunde an bekamen
wir eine hochmotivierte Austria zu sehen, die endlich zu alten Tugenden
zurückgefunden hat. Elf violette Kämpfer waren von Beginn an die spritzigere
Truppe und die Präzision im Zusammenspiel passte bis einschließlich des
letzten Passes bzw. des Abschlusses perfekt – als hätte es nie eine Krise
gegeben. So dauerte es nur bis zur 8. Minute, bis die Führung hergestellt
war. Marko Vujic setzte seinen Torinstinkt ein und visierte in perfekter
Torjägermanier die linke Ecke an – 0:1. Ein weiter Unterschied zu den letzten
Spielen: Es wurde nachgesetzt. Die Austria war überlegen und verpasste kaum
eine Gelegenheit, dies auf der Anzeigetafel dokumentieren zu lassen. Bernd
Winkler, diesmal wieder in der Offensive aufgestellt, erhöhte sehenswert auf
0:2, Vujic machte mit dem 0:3 in der 22. Minute im Prinzip alles klar. Bernd
Winkler wollte aber im internen Scorer-Rennen nicht nachstehen und erhöhte
noch vor der Pause auf 0:4 was zu dem Zeitpunkt bereits überfällig war. Der
Pausentee stillt bei Marko Vujic den Torhunger nicht, er legte nach
Seitenwechsel noch zwei – natürlich sehenswerte – Treffer nach und
komplettierte das Sechsertragerl. Der zwischenzeitliche Ehentreffer Neumarkts
durch Christoph Hübl lindert das Debakel der Hausherren nur marginal. Ein
Wahnsinns-Spiel unserer Mannschaft, wie zu besten 2.-Klasse-Nord-A Zeiten
gab’s ein Königreich für eine Anzeigetafel, weil man geistig voll da sein
musste, um beim Mitzählen der Tore nachzukommen. Damit konnte wahrlich keiner
rechnen, aber das Spiel hat eindrucksvoll gezeigt, wozu die Austria in der
Lage ist, wenn konsequent die im Verein verwurzelten Tugenden verfolgt
werden. Schnörkelloses Spiel, voller Einsatz, schnelles Spiel nach vorne und
das immer mit dem Zug zum Tor – so geht es. Heute war das ein Zeichen, dass
man den Abstiegskampf angenommen hat und sich voll dagegen stemmt. Schon bald
kann so auch unsere Meister-Philosophie aussehen. Es hat sich gezeigt, dass
es nicht nötig ist, sich das ultimative taktische RLW-Meistersystem
auszudenken. Besser würde es uns wohl auch mit diesem Ziel tun, wenn die
Intensität und der Elan dieses Spiels einfach jede Woche abgerufen wird und
man sich so Stück für Stück zum großen Ziel hinarbeitet. Abschließend noch
eine Randnotiz zum Schiedsrichter: Auch dieser 22. Oktober 2011 war nicht der
beste Tag von Sebastian Gishammer. Allein die Erwähnung des Unparteiischen
angesichts des klaren Resultats sollte alles über dessen Leistung aussagen. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Inmitten der tiefsten Krise in der
neuen Austria-Ära, man könnte auch sagen die erste wirkliche Krise in der
jüngeren Vergangenheit, steht ein schwieriges Heimspiel an. Beim Krisengipfel
vor einer Woche in Kufstein blieb man zwar ungeschlagen, was angesichts
unseres späten Ausgleichs gar nicht selbstverständlich war, der Sieg wäre
aber durchaus drin gewesen und so überwiegt bei vielen immer noch der Ärger
über zwei Punkte, die eben nicht auf dem Konto der Austria sind. Die Festung
Maxglan ist längst gefallen, die starken Wattener sind zwar nicht der ideale
Gegner für dringend benötigte drei Punke, aber der Spielplan kennt keine
Gnade. Eine weitere Niederlage würde die Austria noch stärker unter Zugzwang
bringen. Nervosität war der Austria diesmal
trotz der angespannten Lage wenig anzumerken, man sah eine engagierte Truppe.
Dabei hatte man aber phasenweise den Eindruck, dass selbst in Sachen Einsatz
und Leidenschaft noch ein kleines Stück Luft nach oben vorhanden ist. Nach
einer halben Stunde guter Hoffnung, ereignete sich binnen einer guten Minute
das bezeichnende Szenario dieses Nachmittags: Patrick Mayer fand nach einigen
kleineren Möglichkeiten die erste Hundertprozentige vor, er überspielte noch
den Torwart bevor er dann an den eigenen Nerven beim Schuss scheiterte. Im
Gegenzug bekam Wattens einen fragwürdigen Eckball, der wurde unglücklich
verlängert und so erreichte der Ball einen inzwischen nicht mehr gedeckten
Spieler der Gäste, für den es ein Leichtes war, den Ball zum 0:1 über die
Linie zu rollen. Der Rest der 1. Spielhälfte und auch
die gesamte zweite Spielhälfte verliefen ziemlich ereignisarm. Eine bemühte
Austria hätte noch eine Brise mehr an Austria-Geist und absoluter Leidenschaft
gebraucht, um dieses Spiel allein durch den Kampf an sich zu reissen. So
fehlten die Ideen und die Mittel gegen das Abwehrbollwerk der Tiroler, die
ihrerseits nach vorne gar nichts mehr zu bieten hatten. Jetzt gilt es, jede
Lässigkeit abzulegen und sich auf 100 Prozent Abstiegskampf zu programmieren.
In einer Woche steht dazu ein Sechspunkte-Spiel gegen Neumarkt an, geht da
auch noch was schief, dann sieht es ganz düster aus. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Die sofortige Wiederherstellung des
Begriffs „Festung Maxglan“ im Spiel gegen Anif ist fehlgeschlagen, über
glücklich / unglücklich spricht keiner mehr und somit ist „Krisengipfel“ die
richtige Schlagzeile für das Match in Kufstein. Die Gastgeber befinden sich
auch inmitten eines verkorksten Herbsts. Man hat sich auf beiden Seiten
bereits darauf eingestellt, den Anschluss eben verloren zu haben – jetzt muss
alles dafür getan werden, nicht in den Abstiegssumpf zu rutschen. Bei kühlem, oft regnerischem Herbstwetter
stellten sich alle auf eine Kampfpartie ein und die bekamen wir auch zu
sehen. Die Austria war hochmotiviert, nicht alles gelang gleich, aber kurz
vor der Halbzeit hatte es den Anschein, als würde es sich wieder mal nach
längerer Zeit zu unseren Gunsten wenden: Marko Vujic zirkelte einen
sehenswerten Freistoß in die Maschen. Nach der Halbzeit passierte zunächst
nicht viel, der Ausgleich von Kufstein kam aus heiterem Himmel. Unverhofft
rasch hatte die Austria aber die passende Antwort parat, Patrick Mayer
schloss ein schönes Zusammenspiel trocken mit dem 1:2 ab. Dann kam aber
wieder das, was man „typisch“ nennt. Auch der 2:2-Ausgleich kam vom heiteren
Himmel und gleich darauf sogar das 3:2 für die Hausherren, die sich als
Krisenteam wohl selbst kurz gewundert haben, wie der Fußballgott plötzlich so
gnädig sein kann. Wir konnten noch durchatmen, da uns der Austria-Knipser vom
Dienst, Marko Vujic mit seinem zweiten Treffer kurz vor Spielende noch das
3:3 und einen Punkt gebracht hat. Der Ärger, dass es eben nur ein Remis
wurde, bestätigte sich dann noch, als Kletzl eine Top-Möglichkeit zum 3:4 mit
der letzten Aktion des Spiels versemmelt hat. Ganz allgemein weiß man nicht so
recht, das man von Gastgeber Kufstein halten soll. Faire 7 EUR Eintritt, eine
super Bewirtung und freundliche Ordner waren die eine Seite. Ein provokanter
FCK-Präsident Gartner, der es zu Beginn der 2. Halbzeit gar etwas auf
Spielabbruch angelegt haben dürfte war die andere Seite, der hat wohl
kurzerhand den Tiroler in sich entdeckt. Bleibt zu hoffen, dass die Aktion
eher davon hervorging, dass die Kufsteiner eben auch tief in der Krise
stecken und die Nerven teils blank liegen. Die Austria mit ihren Fans hat
sich in Kufstein einmal mehr als faire und angenehme Sportgesellschaft präsentiert,
die den Behördenwahnsinn in keinster Weise bestätigt. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Neuer Monat, neues Glück? Kommt ein
starker Gegner jetzt gerade recht oder verlieren wir jetzt endgültig den
Anschluss in die oberen Tabellenregionen? Wichtige Fragen, die am Samstag
recht deutlich beantwortet wurden. Dabei bekamen wir eine sehr
engagierte Austria-Mannschaft zu sehen, die sichtlich bemüht war, endlich
wieder Fuß zu fassen in der bislang so verkorksten Saison. Doch abgebrühter
war Anif, was sich mit dem Treffer zum 0:1 in der 36. Minute bemerkbar
machte. Perlak schoss ein und nutzte die erste wirkliche Chance aus, während
sich die Austria nicht für den starken Auftritt belohnte. Der Gegentreffer
brachte die Violetten aber nicht allzu sehr aus dem Konzept, so durften wir
zur Pause noch auf eine gute Wende hoffen. Doch prompt nach Wiederanpfiff gab
es auf diese Hoffnung einen starken Dämpfer, als Sommer in der 47. Minute auf
0:2 erhöhte. Doch die Violetten ließen sich weiterhin nicht entmutigen. In
der 53. Minute brachte Federer in Bedrängnis aus der Drehung einen Schuss an,
der genau ins Kreuzeck passte – 1:2 und schon war wieder alles offen. Wenig
später zeigte Federer dann die ganz feine Klinge, narrte einen Anifer nach
dem anderen, spitzelte jedem Abwehrspieler den Ball weg – wieder eine Drehung
und ... Tor – aberkannt. Wahrlich, diese Aktion hätte sich auf jeden Fall den
Ausgleich verdient und im Sinne des Fußballs hätte man das Tor einfach gelten
lassen müssen. Der Schiedsrichter hingegen nutzte die Grauzone, um striktes
Regelwerk anzuwenden, ließ kein Fingerspitzengefühl einfließen und
verweigerte wegen gefährlichen Spiels die Anerkennung. Wenn einem das Pech
auf den Füßen klebt, läuft es halt genau so. In der Nachspielzeit musste
Anif-Keeper Ebner noch einen sensationellen Reflex zeigen, er kratzte einen
scharfen Kopfball gerade noch weg und im Gegenzug mussten die Anifer nur mehr
den Ball zum 1:3 ins Tor tragen, Trappl war mit nach vorne gekommen. Wieder keine Punkte, aber es ist
doch Besserung in Sicht. Nächste Woche geht’s nach Kufstein. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Ihre B-Mannschaft nennen sie
„Juniors“, der Matchball kommt aus der Luft und auf den Traditionsverein aus
der Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslands reagieren sie gereizt und
negativ aufgeregt. Die Parallelen mit den Vorstädtern sind dem FC Pinzgau
bestens anzusehen, man sucht eben recht forsch nach Ideen für den eigenen
Klub, wenn man selbst kein Original ist. Umso ärgerlicher ist es für uns, im
ersten Spiel nach der Emich-Ära auf der Trainerbank dort in Saalfelden wieder
nichts geholt zu haben. Wie schon im Landesliga-Auswärtsspiel vor ziemlich
genau 2 Jahren, gewannen die Pinzgauer mit 2:0. Die plötzliche totale Abkehr
vom ungeliebten neuen System, das Emich seit Sommer ins Spiel gebracht hat,
war das nicht. Das Weiterwurschteln hatte die gewohnten Konsequenzen. Für den Schiedsrichter war es ein
Fest der Karten, beide Farben wurden fleißig ins Spiel gebracht. Unverändert
provokant präsentierte sich auch das Rottenspacher-Duo wieder, in der
Hauptrolle diesmal Rottenspacher Vater: Ganz beschwingt gestikulierte er mit,
als die verstörte Haupttribüne sinnfreie Provokationen in Richtung
Austria-Anhang stöhnte. Nicht jedes menschliche Handeln hat seinen Ursprung
im Hirn, auch das plötzliche Stellung beziehen der vollkommen unnötig
bestellten Polizei, die eine gewisse Unruhe erst ausgelöst hat, lässt einem
nur den Kopf schütteln. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k Groundhopping VfB Stuttgart
– Hamburger SV (1:2) / 23. September 2011
Einen Tag vor dem schwierigen
Auswärtsspiel unserer Salzburger Austria beim FC Pinzgau in Saalfelden,
machten wir uns zu viert noch auf den Weg nach Stuttgart um dort beim
Freitagabend-Spiel zwischen dem VfB und dem Hamburger SV dabei zu sein. Das
Stadion in Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt erstrahlt ja seit Saisonbeginn
in neuem Glanz, nach gründlicher Renovierung ist es jetzt ein reines
Fußballstadion wo man deutlich näher am Spielfeld ist als zuvor. Bereits zu Mittag sind wir am
Hauptbahnhof angekommen, wir hatten also noch sehr viel Zeit bis Spielbeginn
und so machten wir das Rahmenprogramm zum Hauptprogramm dieses
Fußball-Ausflugs. Heute war Eröffnung zum 166. Cannstatter Wasen, einem
riesigen Volksfest im Neckarpark, ganz in Stadionnähe. Die „Wiesen“ des
Schwabenlandes quasi, Tracht wohin das Auge reicht. Bevor es dort so richtig
losging, marschierten wir aber noch durch die Stadt, um an ein leckeres Essen
zu kommen – die Spätzle durften natürlich nicht fehlen. Danach ging es aber
endgültig ab zum Wasen, wo wir reichlich gute Unterhaltung hatten –
unterstützt durch das eine oder andere Getränk. Dennoch haben wir dann nicht auf das
Match vergessen, um 20:30 Uhr ging es los, ein lauer Spätsommerabend war das
noch mal zum kalendarischen Herbstbeginn. Die Hausherren waren Favorit gegen
die verunsicherten Hamburger, die noch auf den ersten Saisonsieg warten und
bei denen Interimstrainer Cardoso auf der Bank saß. Harnik drohte, die
Hanseaten noch tiefer in die Krise zu schießen – 1:0 für Stuttgart. Nach
Seitenwechsel drehte der HSV das Spiel aber, 1:2 war der Endstand und der
treue Gästeblock war in Feierlaune. Weils so schön war gleich noch mal,
dachten wir uns nach Spielende und starteten erneut auf den Wasen. Bevor um
halb fünf Uhr morgens bereits unser Zug heimwärts ging, bummelten wir die
Nacht weiter durch Stuttgart und besuchten noch die eine oder andere
Bar(Bee). So endete ein recht kurzweiliger Ausflug nach Stuttgart.
Ein weiteres mal muss ich beim
Spielberichts-Schema die bewährte Fassung nehmen: „Nachdem das letzte
Auswärtsspiel leider verloren ging...“ Und wie: Statt 1:5 ging man diesmal mit
0:4 in Bregenz unter. Trotzdem ist diesmal etwas anders.
In aller Kürze: Unsere Heimserie ist gerissen. Und wie: Wie in Bregenz hieß
es auch heute 0:4 aus unserer Sicht. Die Altach-Amateure, die wir in der
Vorsaison hier noch mit 5:0 weggefegt haben, konnten vor den Augen von Adi
Hütter mit einfachen Mitteln einen hohen Auswärtssieg einfahren und die
Austria endgültig ins Jammertal ballern. Alle violetten Tugenden waren
verblasst, kein Kampfgeist, kein Aufbäumen, keine Idee, kein Antrieb – unsere
Mannschaft hatte einfach nichts zu bieten. Die Niederlage führte am Montag zur
Konsequenz, die unser Trainer Didi Emich selbst gezogen hat: Er ist mit
sofortiger Wirkung zurückgetreten. Bei einer kurzfristig einberufenen
Pressekonferenz erklärte er der Öffentlichkeit den Tränen nahe, dass er das
Austria-Boot nicht mehr auf Kurs halten kann. Emich ist auch abseits des
Fußballs berufstätig und wollte vom Weg in Richtung Burn-Out vorzeitig
abzweigen. Emich hat der Mannschaft im Sommer
auch in taktischen Belangen einiges auferlegt, wo nicht jeder mitkonnte /
wollte. In dieser zerfahrenen Situation ist es wohl nicht ganz verkehrt,
frischen Wind in die Mannschaft zu bringen und unter einem neuen Coach einen
Neuanfang zu versuchen. Dennoch ist es natürlich sehr schade um den Menschen
und den Trainer Didi Emich, der mit der Austria-Kampfmannschaft seit 2009
durch dick und dünn gegangen ist und der uns tolle Momente auf unserem Weg
zurück beschert hat. Mit ihm sind wir souverän durch die Landesliga
marschiert und haben uns sofort in der Regionalliga West etabliert. Auch
seine grandiose Jubelpose im eigens fürs Derby gekaufen Anzug mit Krawatte
beim „2:2-Sieg“ vor 5.500 Zuschauern in Kleßheim gegen die RB Juniors wird
uns allen in Erinnerung bleiben. Die Austria verdankt Didi Emich auch ein
Stück öffentliches Selbstbewusstsein und hat in seiner Zeit auf jeden Fall
einen deutlichen Aufstieg in allen Belangen mitgemacht. Interimsmäßig übernimmt der
sportliche Leiter Gerhard Stöger, ein Nachfolger wird gründlich ausgewählt. Hoffen
wir auf einen Mann mit Profil, der unsere Austria weiter ein großes Stück
weiterbringt. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Die Wiedergutmachung für die deftige
3:6-Niederlage bei der Wasserschlacht im Pongau läuft ja bereits auf
Hochtouren, ausgerechnet St. Johann selbst hat es schon am Dienstag im
SFV-Cup knüppeldick zurückbekommen. Das komplette Sechsertragerl ist es zwar
nicht geworden, aber mit 5:1 ist doch reichlich eingeschenkt worden und die
Revanche an St. Johann ist gelungen. Jetzt gilt es aber, sich auch bei der
Tabellenspitze der Regionalliga für den kuriosen Nachmittag von vergangener
Woche quasi zu entschuldigen und dort Anschluss zu halten. Wattens hat im
Heimspiel am Freitag gegen Altach II nur ein Remis geholt, so wäre die
Austria mit einem Sieg wieder auf zwei Punkte an den Tirolern dran. Nach wiederholt schweren Patzern ist
Martin Eisl das Einserleiberl fürs erste los, ein perfektes Timing für die
Rückkehr von Alexander Trappl ins Austria-Tor: Der Mann, der für uns 2006 den
steinigen Weg zurück aus der 2. Klasse Nord A über die ganzen Ligen im
Unterhaus bis ans Tor zum Profifußball gegangen uns uns dabei immer treu
geblieben ist, bekommt heute einen speziellen Dank: Unermüdlich wurde er von
den Austria-Fans per Online-Voting in den letzten Tagen zum beliebtesten
Amateurspieler Österreichs gewählt, was ihm einen „Bruno“ in dieser Kategorie
einbringt – eine Auszeichnung im Rahmen einer jährlichen Gala im Gedenken an
den viel zu früh verstorbenen österreichischen Fußballer Bruno Pezzey. Das heutige Spiel passte auch ganz
zum Festtag für den geehrten Austria-Torhüter. Ein Zu-Null wurde es
standesgemäß und auch vorne ging so einiges in die Maschen. Bereits in der 4.
Minute köpfelte der starke Reifeltshammer eine scharfe Ecke von Borozni zum
1:0 ein. In der 8. Minute erhöhte Patrick Mayer nach Assist des bärenstarken
Klaus Märzendorfer auf 2:0. Nach vielen Toren im SFV-Cup war es jetzt auch
der erste Meisterschaftstreffer von P. Mayer, der erstmals von Beginn an
zusammen mit Marko Vujic auf Torjagd ging und dabei wie auch sein kongenialer
Sturmpartner eine saustarke Partie ablieferte. Marko traf dann in der 26.
Minute per Kopf zum 3:0. Mit diesem Pausenstand waren die Jungs vom Wallersee
noch bestens bedient, bereits das dritte Tor war überfällig und eine Minute
nach diesem Treffer vergab Borozni eine Riesenchance zum vierten Treffer. Tor
Nummer vier ließ auch nach Seitenwechsel lange auf sich warten, allerdings
war es stets nur eine Frage der Zeit, denn die Austria hatte das Heft immer
in der Hand. In der 77. Minute war es dann soweit, Dusan Pavlovic staubte ab,
nachdem der Seekirchen-Keeper einen scharfen Schuss von Kletzl nur nach vorne
abwehren konnte. Den Schlusspunkt zum violetten Schützenfest setzte der
Torschütze vom Dienst selbst, Marko Vujic narrte die Seekirchner und schloss
seine starke Aktion in absoluter Knipsermanier zum 5:0 in der 83. Minute ab. Anif siegte und ist neuer
Tabellenführer, der Rückstand der Austria beträgt weiterhin drei Punkte. Nur
noch zwei Punkte Rückstand hat man eben jetzt auf Wattens, die violetten sind
also bestens in Lauerstellung an der Tabellenspitze der Regionalliga West.
Nachdem ein Heimsieg, insbesondere ein 5:0 gegen Seekirchen (siehe Vorjahr)
sich bereits Standard anfühlen, hoffen wir jetzt eben ein weiteres mal, dass
auswärts nachgelegt werden kann – am besten schon in einer Woche in Bregenz.
Ein trüber, regnerischer
Spätnachmittag war gewissermaßen das passende Wetter zur Darbietung unserer Mannschaft.
Natürlich ging in der Vorsaison das Auswärtsmatch in der Pongauer
Bezirkshauptstadt auch verloren, inzwischen ist der Auswärtsfluch leider
immer noch nicht abgelegt. Im Gegenteil: Es prolongiert sich weiter und
weiter, auch das erste Auswärtsspiel der laufenden Spielzeit wurde beim
machbaren Gegner Hard mit 2:3 verloren. Einige Parallelen zum Hard-Match
sollte es heute leider geben. Also nehmen wir es vorweg: Es war wieder nichts
zu holen, die 3 Punkte blieben in St. Johann. Die schnörkellosen Gastgeber
spielten den einfacheren Fußball, spielten mit voller Leidenschaft und damit
ist der Unterschied auch schon erklärt. Die Aufgabe war es nämlich, in einer
echten Wasserschlacht die Oberhand zu behalten. Eigentlich irreguläre
Bedingungen waren das. Kein Ball sprang auf, ein Flankenlauf würde garantiert
gebremst werden. Dabei dürfen wir uns am wenigsten beklagen, uns blieb ein
Gegentor erspart, weil der Ball vor der Linie hängen geblieben ist. Trotzdem
hat es oft genug geklingelt, wer hätte bei diesen Bedingungen mit 9 (!) Toren
bei diesem Match gerechnet?! Sechs (!) davon wurden uns eingeschenkt, gleich
mit dem ersten Eckball begann der St. Johanner Torreigen. Bald folgte das
2:0, worauf die Austria bereits in der 11. Minute mit dem Anschlusstreffer durch
Urbanek antworten konnten. Dann aber kam die Parallele schlechthin zum
Hard-Match, ein desaströser Tormannfehler von Martin Eisl und schon war der
2-Tore-Vorsprung für die Pongauer wiederhergestellt. Nach Seitenwechsel muss
man unserer Mannschaft ein gewisses Aufbäumen zugute halten, aber in dieser
Phase war das Glück auch nicht auf unserer Seite. So folgten die Tore zum 4:1
und 5:1 für die Gastgeber. Vujic per Elfmeter und Reifeltshammer stellen zwar
noch auf 5:3, aber der Schlusspunkt blieb dann noch den Hausherren
vorbehalten, das 6:3 in der 91. Minute markierte den Endstand. Damit ist Martin Eisl, gerade frisch
aus dem Profifußball verpflichtet, sein Einserleiberl im Tor fürs erste los
und die Titelambitionen werden bald überdacht werden müssen, wenn sich nicht
bald vieles ändert im Spiel der Austria. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Am vergangenen langen Wochenende hat
die Austria mit dem Derbysieg und mit den drei Punkten gegen Hall endlich richtig
in die Spur gefunden in der neuen Westliga-Saison. Dies gilt es jetzt gegen
Union Innsbruck zu bestätigen, die drei Punkte gegen diesen außergewöhnlich
unsympathischen Verein würden natürlich besonders süß schmecken, auch wenn
wir ohnehin klarer Favorit sind. Nachdem die schöne Cindy Zeferino de
Oliveira jetzt bereits mehrmals auf der Linie als Schiedsrichter-Assistentin
in Maxglan im Einsatz war (zuletzt am Montag gegen Hall), ist heute der große
Tag der hübschen Blondine aus Vorarlberg: Die Einkaufsleiterin aus Lauterach
ist Schiedsrichterin, die beiden Herren dieses sympathischen Gespanns
assistieren heute an den Linien. Vorweg: Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Es war kaum angepfiffen an diesem
heißen Sommertag, da gab es auch schon die kalte Dusche für die Austria. Die
Abwehr riss gleich eine große Lücke auf und die Innsbrucker Stürmer hatten
keine Mühe, auf 0:1 zu stellen. Unser Top-Scorer Vujic drehte mit seinen
Treffern aber die Partie noch in der ersten Halbzeit – Pausenstand war 2:1. In
der 82. Minute war es wieder Vujic, der mit dem 3:1 alles klar machte.
Garniert wurde der Heimsieg noch vom Treffer von Florian Hirsch, der Kapitän
fixierte in der 85. Minute den 4:1-Endstand. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Nachdem das lange Wochenende mit dem
Derbysieg erfolgreich begonnen wurde, möchte man es heute Montag ebenso gut
ausklingen lassen. Zu Gast in Maxglan ist der SV Hall, Tirols Aufsteiger in
die Regionalliga West. Und das, obwohl eigentlich wir im Innsbrucker Vorort
zu Gast sein müssten. Ja klar, dank Tiroler Behörden hat auch die noch so
junge neue RLW-Saison bereits wieder ihre Groteske. Diese schrieben dem
Verein horrende Sicherheitsauflagen vor, die finanziell niemals gestemmt
werden können. Im Gegensatz zu Union Innsbruck scheinen bei Hall allerdings
sportliche Leute am Werk zu sein, denen eine möglichst tolle Austragung
dieses Spiels auch wirklich am Herzen liegt. Weniger eifrig bemüht sich der
Tiroler Fußballverband um das Spiel, erst am Freitag, also 3 Tage vor dem
Spiel, kam die Entscheidung, dass doch zähneknirschend zugestimmt wird, das
Spiel fürs erste in Maxglan auszutragen. Unser Verein hat mit einem Tausch
des Heimrechts keine Freude, da in diesem Fall gleich drei Auswärtsspiele
Anfang 2012 anstehen würden. Im Sinne des Sports streckte man aber von
violetter Seite alle Hände, nahm das Match als Heimspiel zur Kenntnis – wie
es derzeit aussieht, wird das Spiel in der Rückrunde auf neutralem Boden
irgendwo zwischen Hall und Salzburg formell als Heimspiel von Hall
ausgetragen werden. Diese Erkenntnis erlange man während des Spieltags an
diesem Feiertag. Tatsächlich war bei Ankick keinem wirklich klar, ob das
jetzt ein echtes Heimspiel ist oder nicht. Die Austria war überlegen, aus den
ersten Chancen konnte aber noch kein Kapital geschlagen werden. Die erste
Halbzeit hatte aber auch ihre Längen und so konnte Hall zur Pause noch ein
torloses Remis halten. In der Halbzeit gab es über die Lautsprecher ein
Interview mit einem Funktionär der Tiroler zu hören und es war schön,
erfahren zu können, dass es Hall ganz anders treibt, als Union Innsbruck.
Keine mediale Hetze, es geht ihnen um das Spiel – Tiroler können also doch
auch anders. Im Sinne des guten Einvernehmens zeigte man sich auch
unsererseits erkenntlich und spendierte den angereisten Gästen ein Fass
Salzburger Bier. Am Platz gab’s dann nach Seitenwechsel keine Geschenke mehr
für die Tiroler. In der 55. Minute war der Bann gebrochen, als Urbanek eine
scharfe Flanke in die Maschen knallte. Alles klar machte Dominik Borozni in
der 70. Minute mit einem Sonntagsschuss an diesem Montags-Feiertag, sein
Strich aus großer Distanz war unhaltbar und schlug genau im Kreuzeck ein.
Abgerundet wurde die Sache mit dem 3:0 durch Bernhard Kletzl in der
Schlussminute. Alles in allem also ein sehr
erfolgreiches langes Wochenende für unsere Austria. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Ebenso schnell, wie sich die Austria
in der Regionalliga West etabliert hat, steigt auch die Erwartungshaltung und
die Lust auf mehr – vor allem bei den Fans. Aufstieg hin oder her, jedenfalls
würde es dem Verein enorm gut tun, wenn die Spannung bis zum Saisonende hin
gehalten werden kann. Allein schon des öffentlichen Interesses wegen, vor
allem aber, um uns bedeutungslose Spiele im Saisonfinish zu ersparen. Was man
dabei überhaupt nicht gebrauchen kann, ist ein verkorkster Start. Dieser
droht aber: Nicht nur, dass man beim ersten Auswärtsspiel in Hard leer
ausging, lässt grübeln – auch beim Heimsieg in der 1. Runde bekamen die Fans
einen alles andere als souveränen Auftritt geboten. Auch am Erfolgserlebnis
aus der Vorrunde zum ÖFB-Cup können wir uns nicht länger erfreuen, in der 1.
Hauptrunde verlor man im Burgenland bei Ostliga-Meister Parndorf mit 0:3 und
ist bereits aus dem Bewerb ausgeschieden. Noch ist nicht all zu viel verloren,
ein holpriger Start ist es allemal, aber wenn wir jetzt in Fahrt kommen,
sollte es nicht zu spät sein. Jetzt steht am Freitagabend das Derby gegen die
RB Juniors auf dem Programm und man kann dieses Spiel als Weichensteller für
den weiteren Saisonverlauf betrachten. Es geht wie immer um 3 Punkte,
zusätzlich aber auch um viel Prestige und mit einem Derbysieg könnte die
Saison wohl in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Einfach sollte es der
Austria nicht gemacht werden, die Juniors aktivierten den von der U-20-WM aus
Kolumbien zurückgekehrten Marco Meilinger, der auf den Weg zu den Profis bei
RB ist. Maxglan verwandelte sich wieder in
einen absoluten Hexenkessel, der den bestens ausgebildeten Kickern von RB
psychisch durchaus etwas Stress machen konnte und so einen Heimvorteil für
die Austria besorgte. An diesem schönen Sommerabend bekamen die Zuschauer ein
intensives Spiel geboten, die Abwehrreihen waren aber sehr gut formiert
sodass die großen Torraumszenen über weite Strecken ausgeblieben sind.
Effektivität war daher das Gebot der Stunde und dabei waren wir wiedereinmal
die Besseren: Kapitän Florian Hirsch überlegte kurz vor der Pause nicht lange
wohin mit dem Ball, zog einfach mal aus etwas seitlicher Position scharf ab
und traf ins Kreuzeck zur 1:0-Führung. Auch nach der Pause sah man ein
ausgeglichenes Spiel auf gutem Niveau, das lange spannend blieb, da die Austria
den Sack nicht rasch zumachen konnte. Große Chancen für die Juniors wurden
aber keine zugelassen und so setzte eben Nico Mayer dem Zittern ein Ende, als
er sich in der 85. Minute ein Herz nahm und aus zentraler Position einfach
mal abzog – 2:0. Wenige Minuten zuvor verabschiedete sich ein Jungbulle mit
Gelb-Rot vom Platz, die Schlüsselszene war das aber nicht. Bei diesem vielumjubelten Sieg blieb
es dann, es siegte die reifere Mannschaft. Wir hoffen alle, dass wir jetzt in
der Spur sind. Den nächsten Formcheck gibt’s dann bereits am Montag, wenn zu
Maria Himmelfahrt Hall in Maxglan gastiert. Die Vorgeschichte ist wieder
einmal ein recht trauriges Kapitel, die Behörden verhinderten eine Austragung
in Hall indem sie horrende Sicherheitsmaßnahmen vorgeschrieben hatten. Wie
sehr das alles zum Kopfschütteln ist, zeigt am besten dieses
„Hochsicherheits“-Derby, das Austria Salzburg bestens organisiert und ohne
jeden Zwischenfall über die Bühne bringen konnte. Für uns alle, die mit der Austria zittern
wie beispielsweise bei Ausflügen des Torhüters heute beim Derby... Für alle,
die Bauchweh haben beim Anblick unserer Verteidigung. Die Statistik spricht –
zumindest für die Heimspiele – eine ganz andere Sprache. Damit wollen wir
eine Lanze für unseren Abwehrverbund brechen, statistisch gesehen haben wir
in Maxglan sehr wenig zu befürchten...
Deine Meinung zu
diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Ein attraktives Heimspiel hatte der Westliga-Spielplan
für uns zu bieten an diesem Sonntagnachmittag. Eine Luftballon-Choreographie
mit einem Transparent in Anlehnung an unsere Heimstärke und die laufenden
Salzburger Festspiele („In Maxglan geht’s Jedermann an den Kragen“) zeigte
den Hunger der Fans auf diese neue Saison. Das vermeintlich attraktive
Heimspiel wurde aber leider zu einer matten Nummer. Die Innsbrucker schickten
eine extrem junge Truppe aufs Feld und wie unsere Mannschaft gegen diese
Burschen ankämpfe, war nicht schön anzusehen. In der ersten Halbzeit vom
Anif-Spiel bekam man ja bereits einen Vorgeschmack auf diese „neue Taktik“
serviert, diesmal bekam es die 1.500 Zuschauer pur aufgetischt. Mit
Ballbesitz und sicherem Kurzpassspiel einen vernünftigen Spielaufbau zu
machen, das ist der Vorsatz. Die Realität war ein unnötiges hin und her
Geschiebe des Balles in der eigenen Spielhälfte beim Stand von 0:0. Hätten
die Innsbrucker auch nur ein bisschen mehr Lust auf Vorchecking gehabt, wären
wieder so brenzlige Situationen wie im Anif-Spiel entstanden. Die Verbindung
zum Angriffsspiel fehlte komplett und so konnte man keinen Druck erzeugen.
Kurz vor der Pause sah man dann einen Spielzug wie ein Ausreisser aus diesem
Spielsystem, eine Flanke und ein abgezockter Vujic, der sich geschickt drehte
und früh genug abzog bevor ein Bein dazwischen gehen konnte – 1:0 und man
hatte das Gefühl, es könnte das letzte Tor der Austria an diesem Nachmittag
gewesen sein. Nach Seitenwechsel wurde nichts
besser. Dank der harmlosen Innsbrucker blieb das große Zittern lange Zeit
aus, allerdings kamen sie gerade gegen Ende des Spiels noch zu brauchbaren
Chancen. Viel mehr als die 90 Minuten hätten selbst diese unerfahrenen
Nachwuchskräfte nicht mehr gebraucht um zu erkennen, dass man sich gegen so
eine schwache Austria einfach nur ordentlich zupacken trauen muss. Damit haben wir den Kopf gerade noch
aus der Schlinge bekommen, zwei Punkte gegen diesen Gegner abzugeben wäre ein
Rückschlag für den Titelkampf gleich am ersten Spieltag gewesen. Dieser
Sommerkick konnte aber niemanden begeistern und man wird hinterfragen müssen,
wie aussichtsreich es ist, mit derlei Taktik die hartnäckigen Gegner in der
Westliga zu besiegen. Kurzpassspiel ohne Bindeglied in die Offensive, ein
Spielaufbau, der bei der Mittellinie an seine Grenzen stößt und dabei stets
die Gefahr birgt, dass ein Gegner dazwischenspritzt und leichtes Spiel hat.
Drei Punkte, aber jede Menge Arbeit für den Trainer. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
An einem trüben und immer wieder
regnerischen Samstagnachmittag im Juli fand die Sommerpause endlich ein Ende.
Eine kurze für den Trainer, der neue Elemente in die Mannschaft einbauen will
aber eine gefühlt lange für die Fans, die jetzt endlich wieder Fußball unter
Wettkampfbedingungen sehen wollen nachdem ja bereits im Frühjahr zeitig
Klarheit darüber herrschte, dass es eigentlich nur noch um die goldene Ananas
geht. Tatsächlich soll es jetzt wieder richtig ernsthaft zur Sache gehen, das
Los für die Vorrunde zum ÖFB-Cup bescherte unserer Mannschaft alles andere
als einen Aufbaugegner unter Pflichtspielbedingungen. Als Außenseiter gelang
am Karfreitag ja ein vielumjubelter Auswärtssieg in Anif. Diesen Sieg jetzt
in Maxglan zu bestätigen wird ein hartes Stück Arbeit, das ist allen klar. In der ersten Halbzeit sah man das
Spiel dahinplätschern und als Austrianer, der in der Woche von der „neuen
Taktik“, die unserer Mannschaft eingeimpft werden soll, gelesen hat, der hat
sich das wohl ein bisschen anders vorgestellt. Man will sich eine Scheibe vom
Spielsystem des FC Barcelona abschneiden. Für’s erste sei es mal so
zusammengefasst: Es steckt alles noch in den Kinderschuhen und wir müssen
hoffen, dass nicht noch viel ins Auge geht, bevor da einmal die Früchte
geerntet werden können. Die Geschichte des Spiels war diesmal doch eine
andere, nachdem wie schon vor einem Jahr bei der Vorrunde zum ÖFB-Cup Florian
Hirsch früh (18.) mit Gelb-Rot vom Platz musste. Auch deshalb mussten die
Violetten ihre altbekannten Tugenden auspacken und mit noch mehr Kampf und
Wille ins Spiel zu kommen. Bereits wenige Minuten zuvor hätten unsere Jungs
in Rückstand geraten können, doch unser neuer Torhüter Martin Eisl parierte
einen Elfmeter, verschuldet durch Sonko Pa. Nachdem das 0:0 in die Pause
gerettet wurde, konnte man nur hoffen, dass sich einiges im Spiel der Austria
ändert. So kam es auch, die Austria spielte zu zehnt kampfbetont, dabei aber
überlegt und ließ nicht erkennen, dass man in Unterzahl war. Spätestens als
Reifeltshammer in der 58. Minute eine Freistoßflanke von Sonko unter
Bedrängnis unwiderstehlich ins Kreuzeck köpfelte, war jedem klar, dass die
Austria zurück im Spiel ist und jetzt selbst in Unterzahl die besten Karten
hat, sich für die 1. Hauptrunde im ÖFB-Cup zu qualifizieren. Anif hatte kaum
noch etwas entgegenzusetzen. Alles klar machte dann Vujic in der 87. Minute
mit einem einfachen trockenen Schuss ins Eck. Wie schon im Vorjahr nimmt die
Austria damit am ÖFB-Cup teil. Parallelen zur Vorrunde im Juli 2010 gibt es einige,
neben dem Hirsch-Ausschluss scheinen auch wieder die selben Torschützen auf
und das Ergebnis ist wieder das selbe – 2:0. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k
Das Testspiel-Highlight in der diesjährigen
Sommervorbereitung ist natürlich das Match gegen Besiktas Istanbul. Der
13-fache Türkische Meister hat neben den drei „Österreichern“ Dag, Kavlak und
Kayhan bekanntlich noch ganz andere Kaliber unter Vertrag. Die Madrider
Legende Guti etwa kickt jetzt und auch heute beim Testspiel für die Türken,
ebenso Millionenmänner wie Simao oder Quaresma – um nur einige zu nennen –
sind im teuren Kader von Besiktas. Im Tor haben sie mit Rüstü einen, der sich
in Europa einen Namen gemacht hat. Auch ehemalige Kicker aus der Deutschen
Bundesliga spielen jetzt für die Türken, neben Ex-Schalker Fabian Ernst auch
Hugo Almeida, der Portugiese schoss vor kurzem noch für Werder Bremen seine
Tore. Vergesst all die Namen, nicht nur in
Wals-Siezenheim, auch in Istanbul spielt Geld nicht direkt Fußball. Die
Salzburger Austria, nach einer harten und intensiven Vorbereitungsphase nicht
auf den Punkt für dieses Spiel fit gemacht, sondern im Hinblick auf den
Westliga-Auftakt am 31. Juli ausgerichtet, machte taktisch so einiges richtig
und verhinderte so das vom Papier her eigentlich angesagte Debakel. Die
Marschroute war klar, Ballbesitz war angesagt und zwar so viel wie möglich.
Das Konzept wurde perfekt umgesetzt, die Türken liefen dem Ball öfter
hinterher als ihnen lieb sein dürfte beim Klassenunterschied des Kaders. Dem
nicht genug, narrte man sie auch gelegentlich in der Defensive und unserer
Austria gelang gar der Führungstreffer zum 1:0 nach einer schönen Kombination
abgeschlossen durch Dusan Pavlovic. Die violette Abwehr scheint ausgezeichnet
zu funktionieren, nur so kann man abgebrühte Angreifer wie die von Besiktas
dermaßen oft ins Abseits laufen lassen wie in diesen 90 Minuten. Der
Ausgleich wenige Augenblicke vor der Halbzeit war ein Eigentor nach einem
Gestocher, das ein Freistoß ausgelöst hat. Auch das 2:1 für die Türken war
eine Standardsituation, eine scharfe Guti-Ecke fand nach mehreren Stationen
den Weg ins Tor. Auch der dritte Treffer fiel nur kurz nach der Pause.
Bemerkenswert war dann noch, wie souverän die Austria sich daraufhin in der
noch langen Zeit bis Spielende ohne Gegentor wehrte, sogar vorne hin und
wieder kurz aufblitzte. Nico Mayer erntete für eine tolle Offensivszene gar
spontan im Spiel ehrlichen, anerkennenden Applaus vom Besiktas-Kapitän, dem Abwehrchef.
Es blieb beim absolut respektablen 1:3 gegen die Startruppe vom Bosporus. So selbstbewusst die Austria
aufgetreten ist an diesem Abend, so selbstbewusst war auch der Veranstalter
hinsichtlich der Eintrittspreise. Satte 14 EUR musste man hinlegen für dieses
Match. Auf die staatlichen Aufpasser in diesem Ausmaß hätten die Fans getrost
verzichten können, dafür ist den Behörden zu danken. Aus dem Umfeld der
Organisatoren war eine gewisse Enttäuschung zu vernehmen, sie hätten sich
mehr Violette erwartet. Aufwände hin oder her, unterm Strich sind die 14 Euro
für ein Testspiel auf diesem Ground einfach übergeschnappt. Dazu war im
Vorfeld auch von 12 EUR die Rede, man entschloss sich letztlich doch auf eine
ganz üppige Preisgestaltung. So gesehen ist der magere Besuch aus Salzburg
die gerechte Quittung und ein Beleg dafür, dass sich der Austria-Anhang nicht
verarschen lässt – auch wenn das Zuckerl ein internationaler Top-Gegner zum
Testspiel ist. Deine Meinung zu diesem Spiel? viola33.com @ f a c e b o o k S A I S O N 2011/12 - AUFSTIEG JETZT!!!
Es ist schon ein paar Jahre her, als
zum letzten mal eine Saison zu Ende gegangen ist, wo unsere Salzburger
Austria nicht Meistertitel und Aufstieg feiern konnte. Ständig wurde man in den
letzten Jahren den hohen Ansprüchen gerecht, die Mannschaft hielt einem für
die Verhältnisse von Amateurfußball wirklich teils enormen Druck immer wieder
stand. Am Ende der ersten Saison in der Regionalliga wird tatsächlich wieder
gefeiert: Kein Aufstieg diesmal, aber dieser Liga gleich im ersten Jahr
dermaßen den Stempel aufzudrücken ist ein toller Anlass, auf 30 Runden
Westliga stolz zurückzublicken. Ziemlich weit oben auf der Liste der
diesjährigen Superlative steht dabei die Heimbilanz. Bleibt man auch gegen
Union Innsbruck ungeschlagen, dann hat es keine Mannschaft geschafft, einen
Sieg in Maxglan einzufahren. Das Ziel für den Saisonausklang kann aber nur
sein, Union zu schlagen und es bei nur 3 Remis zu belassen. Anif (1:1),
Neumarkt (2:2) und Wattens (0:0) sind die Mannschaften, die ungeschlagen aus
der Festung Maxglan abreisen konnten. Man hätte sich einen gemütlichen
Nachmittag machen können, besonders bei diesem unattraktiven Gegner. Doch die
Motivation war doch riesig, zum Abschluss ein Zeichen zu setzen – genau gegen
diesen Verein. Die kleinen Innsbrucker waren es, die eine miese
Schmutzkübelkampagne über unseren Verein gestartet haben. Hintergrundloser
Blödsinn konnte mithilfe der lokalen Medien bestens verbreitet werden um
Stimmung gegen unsere geliebte Austria zu machen. Im Endeffekt haben es die
Tiroler als einziger Verein nicht geschafft, vernünftig ein Heimspiel gegen
Austria Salzburg zu organisieren. Dran glauben mussten die Fans uns das Image
unseres Vereins. Eine eindrucksvolle Choreographie zeigte das violette Fazit
dieser Story, kein Wunder, dass die Eiszeit zu Tirol auf einem neuen
Höhepunkt angelangt ist. Die beiden Mannschaften waren
dennoch fair zueinander, beiderseits war viel Wille und Einsatz erkennbar.
Ein schöner, aber windiger Nachmittag in Salzburg brachte alles andere als
Sommerfußball, zeigte aber gewisse Ermüdungserscheinungen nach einer langen
Saison auf. Unsere Männer hatten immer wieder Glück in diesem Spiel, die
Innsbrucker hätten in Führung gehen müssen – eine Chance der dicksten Sorte
wurde ausgelassen. Das wichtige 1:0 gelang dann unserer motivierten aber oft
zu wenig zielgerichteten Mannschaft. Diesmal aus einer Standardsituation –
Eckball Hirsch und Sonko Pa köpfelte seinen zweiten Treffer für die Austria.
Sein Spiel dauerte leider nur eine halbe Stunde, kurz nach seinem Tor sah er
wegen eines übermotivierten Einsteigens zurecht gelb-rot. Nach der Halbzeit
wurde es tatsächlich immer mehr zur Zitterpartie, weil nach vorne kaum noch
was ging. Die Unterzahl stoppte das Werkl bei der Austria, während Union
immer wieder zu gefährlichen Aktionen kam. Am gnädigsten war der Fußballgott
bei einem Stangenschuss der Tiroler kurz nach der Pause. Wären die Gäste auch
nur ein bisschen kaltschnäuziger gewesen, dann hätten sie uns in die Suppe
spucken können. So blieb es bei einem für den fairen
Regionalliga-Fußball symbolisch wertvollen Sieg der Austria, das Ungemach aus
dem Westen konnte abgefertigt werden und die Heimmacht der Regionalliga
beendet die Saison mit sensationellen 12 Siegen und 3 Unentschieden. Die neue
Saison beginnt am 30. Juli, die erfolgreiche Mannschaft kann zusammengehalten
werden um noch ein Stück zuzulegen. Mit der einen oder anderen Verstärkung im
Sommer kann man sich sogar den Angriff auf die Spitze erhoffen – es wäre der
letzte Schritt in Richtung erstes Ziel des violetten Erfolgsprojekts:
Profifußball mit der Salzburger Austria.
Die erste Saison für Austria Salzburg in der Regionalliga
West neigt sich dem Ende zu und hält trotz entschärftem sportlichen Wert noch
einen Leckerbissen für die Fans bereit. Wenn Wacker Innsbruck gastiert, dann
geht es in Sachen Prestige um sehr viel. Es geht ja mittlerweile auch gegen
Fußball Tirol im Allgemeinen, gegen Geschmacklosigkeiten von föhn-geplagten
Funktionären und eigens dazu kooperierender Presse. Die beiden Defensivreihen erwischten nicht den besten
Tag, übertrafen sich gegenseitig mit schweren Fehlern. So entwickelte sich
ein Spiel mit einigen Großen Torchancen, das Niveau war eher gering. Auf
unserer Seite hatte Vujic die größte Chance, verpasste den Ball aber knapp um
ihn über die Linie zu drücken. Die dicksten Möglichkeiten gehörten in der 1.
Halbzeit aber den Gästen, unfassbare Fehler unserer Defensive vermochten die
Tiroler aber nicht zu nützen. In der zweiten Spielhälfte wandte sich das Spiel dann in
die richtige Richtung, die Austria übernahm das Kommando, so wie man es aus
all den guten Heimspielen dieser Saison ja schon gewohnt ist in Maxglan. Eine
offensive Drangperiode gab den Fans das Gefühl, dass das violette Führungstor
in der Luft liegt und man täuschte sich nicht: Dominik Borozni zirkelte
gefühlvoll eine zentimetergenaue Flanke auf Marko Vujic, der relativ
unbedrängt zum 1:0 einköpfeln konnte. Mit der nächsten Aktion verpasste es
Urbanek, den Doppelschlag zu machen – er knallte einen Meter vor dem leeren
Tor eine scharfe Hereingabe über die Querlatte. Fünf Minuten nach dem 1:0 war
das 2:0 und somit die Vorentscheidung dann aber doch geschafft, als Florian
Hirsch einen Freistoß wunderschön ins Netz hämmerte. In Maxglan blieb es dann beim 2:0. Was dem Fußballfest
hier noch die Würze verpasste war, was eine Autobahnabfahrt weiter zeitgleich
passierte: Nachdem der Bruder unseres Reifeltshammer den ersten Ausgleich für
Ried im Lichterpuff der Roten erzielte, glichen die Rieder kurz vor Schluss
erneut aus und nahmen die Dosen aus dem Meisterschaftsrennen in der
Bundesliga. So konnte also auch die Nicht-Meisterschaft des ungeliebten
Finanzkrösus im Österreichischen Fußball gefeiert werden, unser Platzsprecher
hatte seine Freude, mit gekonnten Seitenhieben die Zwischenstände aus
Kleßheim zu verlesen. Nächste Woche muss die Austria noch nach Hard, um einen
versöhnlichen Abschluss einer im Vergleich zu den Heimspielen doch recht durchwachsenen
Auswärtssaison hinzulegen. In zwei Wochen schließt sich dann der Kreis einer
Saison gegen Fußball Tirol, Union Innsbruck kommt (nach derzeitigem Stand der
Dinge) nach Maxglan. Es gilt, zu zeigen, wie man ein Heimspiel auf die Beine
stellt. Mit dem Bereitstellen der Grundlagen eines Fußballspiels wird man es
bereits geschafft haben, besser zu sein als die Innsbrucker.
Nach zuletzt drei Remis in Serie und
einer nicht ganz zufriedenstellenden Punkteausbeute aus den beiden Spielen am
Wallersee, war es wieder höchst an der Zeit für einen Sieg. Es sollte machbar
sein, Gegner ist Tabellen-Schlusslicht und Fixabsteiger FC Höchst. Gewarnt
ist man trotzdem, gerade zuletzt machten die Vorarlberger auf sich
aufmerksam, ein Remis gegen Anif ist als kräftiges Lebenszeichen zu werten. Das Spiel ging von Anfang an in eine
Richtung, man hat schon spritzigere Auftritte der Violetten gesehen aber das
Gefühl täuschte nicht, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis die Führung
geschafft ist. In der 19. Minute ist der starke Urbanek nach einer Maßflanke
von Florian Hirsch per Kopf zur Stelle. Bereits zwei Minuten zuvor zirkelte
Märzendorfer eine tolle Flanke auf Urbanek, da konnte er gerade noch
abgedrängt werden. In der 32. Minute konnte der Gäste-Keeper einen scharfen
Freistoß von Hirsch nur nach vorne abwehren, Knipser Vujic war zur Stelle und
staubte zum 2:0 ab. Nach Seitenwechsel plätscherte das Match dahin, die
Austria hatte ja schon und Höchst konnte einfach nicht. Die Gäste verloren
dann aber einen Mann durch Gelb-Rot, Vujic legte noch einen Treffer nach zum
3:0. Ein Pflichtsieg, souverän eingefahren.
Sportlich läuft ja seit Wochen alles
wie am Schnürchen bei der Austria, entsprechend groß war das Selbstvertrauen
der Mannschaft und auch die Erwartungshaltung der Fans vor dem Schlager gegen
Wattens. Der Aufstiegsaspirant aus Tirol konnte sich zuletzt über violette
Schützenhilfe freuen, da Kontrahent Anif auswärts geschlagen wurde. Doch
RB-Partner Anif hin und her, der Stachel der Niederlage vom Karfreitag wird
tief genug gesessen haben – diesmal wird nichts abgeschenkt, auch Wattens
soll unserer Serie zum Opfer fallen. Die Mannschaften neutralisierten
sich in der 1. Halbzeit auf passablem Niveau, allerdings blieben auch
gefährliche Torszenen aus wodurch es für die Zuseher nicht allzu attraktiv
war. Nach etwa einer halben Stunde gab’s das Highlight der ersten 45 Minuten,
ein toller Fernschuss von Vujic landete nur am unteren Ende der Querlatte.
Viel Pech also für die Austria, dennoch ging das torlose Remis zur Pause noch
einigermaßen in Ordnung. Nach der Pause kam von den ohnehin schon harmlosen
Tirolern gar nichts mehr, es spielte nur noch die Austria. Die violetten
kamen zwar auch nur zaghaft zu Chancen, einige gute Möglichkeiten fanden sich
dann aber doch – so traf auch Märzendorfer nur die Querlatte. Es blieb am
Ende bei einem für die Gäste schmeichelhaften Remis, weshalb sie auch spontane
Freude nach dem Schlusspfiff zeigten – obwohl es im Titelrennen für Wattens
doch eher zwei verlorene Zähler sein müssten. In Erinnerung bleibt vielleicht
die hübsche blonde Schiedsrichter-Assistentin an der Seitenlinie vor Sektor
B, Cindy blieb an diesem Nachmittag fehlerlos.
Der Karfreitag ist normalerweise frei
von Fußballspielen – in Österreich und auch in unseren Nachbarländern.
Tatsächlich gab es eine Ausnahme für diesen Salzburger Schlager in der
Regionalliga West, abgesegnet auch vom Anifer Pfarrer, der sich gnädig zeigte
in dieser Sache. Grund für den ungewöhnlichen Termin ist primär das
Nachtragsspiel Anifs gegen Dornbirn am Ostermontag. Die Anstoßzeit wurde dann
noch ungewöhnlicher als sie schon war, wegen des großen Andrangs wurde 10
Minuten später angepfiffen, um 17:55 Uhr war es dann soweit. Eine herrliche
Kulisse von etwa 2.000 Zuschauern (die Medien berichteten gar durchwegs von
2.500) war diesem Spiel wirklich würdig, das „Verbotene“ an diesem Termin
hatte offenbar seinen Reiz, so schön kann man „sündigen“, wenn man ein
Fußballmatch besucht. Bei herrlichem Osterwetter
neutralisierten sich die Mannschaften in der ersten Halbzeit. Die Austria war
der Führung einmal ganz nah, als ein Federer-Hammer an die Latte ging. In der
zweiten Halbzeit wurden die favorisierten Anifer dann gefährlicher, ließen sich
allmählich Siegeswillen anmerken – schließlich wollen die heutigen Gastgeber
ja als RB-Kooperationspartner aufsteigen um den von uns so ungeliebten
Konzern in der kommenden Saison im Profifußball zu vertreten. Die dennoch
wenigen ganz gefährlichen Momente überstand die Austria mit dem nötigen
Glück, zweimal rettete auch uns die Latte vor einem Gegentreffer. Mit Toren
fastete aber an diesem Karfreitag nur Anif, die Austria glaubte lieber fest
an den Sieg und schließlich war es unser Goalgetter Marko Vujic, der die
Anifer Verteidiger im Strafraum narrte, den richtigen Moment für den
Torschuss fand und Anif-Keeper Ebner keine Chance gab (73.). Zehn Minuten
später gelang der starken Austria-Mannschaft dann die Entscheidung, Peter
Urbanek nahm eine genaue Winkler-Flanke direkt an, traf das Leder perfekt und
es hieß 0:2. Mit enormer Willenskraft, starken
Offensivspielern und dem nötigen Glück in einigen brenzligen Situationen ist
also gelungen, was sich jeder Violette zu Ostern gewünscht hat – ein
Auswärtssieg in Anif. Abgesehen davon, dass unsere Auswärtssiege trotz der
tollen Saison eher rar sind, schmeckt dieser Erfolg natürlich noch etwas
besser, da man den großen Plänen eines RB-Partners damit für’s erste einen
Strich durch die Rechnung gemacht hat und den verkäuflichen Anifern eins
ausgewischt hat. Weiter geht’s in einer Woche gegen Anifs Titelkonkurrent
Wattens. Freilich wird auch dabei nicht locker gelassen, der violette
Siegeswille kennt keine Grenzen und auch die WSG hat in dieser Saison schon
genug für unsere Extraportion Motivation getan.
Zwei Wochen nachdem man sich an den
Bregenzern für die Blamage aus der Hinrunde revanchiert hat, soll das jetzt
auch gegen Dornbirn gelingen. Eine (sportliche) Rechnung hat man mit den
finanziell gebeutelten Vorarlbergern jedenfalls offen, 2:5 ging das Match auf
der Dornbirner Birkenwiese verloren. Die sportliche Klatsche war damals aber
alles, worüber man sich ärgern musste. Denn ganz entgegen dem allgemeinen
Trend wurde die Austria damals von angenehmer Atmosphäre seitens der
Gastgeber empfangen. Austria-Präsident Walter Windischbauer quittierte das mit
einer netten Geste bei unserem Heimspiel: Jeder Dornbirn-Fan war herzlich auf
ein Bier eingeladen, der Mann an der violetten Vereinsspitze spendierte es
höchstpersönlich. Auf dem Rasen sollte dann Schluss
sein mit Freundlichkeiten und Gastgeschenken, diesbezüglich machte
schließlich auch Dornbirn in der Hinrunde keine Anstalten. Die Austria zeigte
wieder einmal gleich, wer hier Chef am Platz ist und begann druckvoll.
Haderte man zu Beginn bei einigen kleineren Situationen mit dem
Schiedsrichter, blieb ihm in der 34. Minute schließlich wirklich nichts
anderes mehr übrig, als einen Torraub entsprechend zu ahnen: Dornbirn geriet
in Unterzahl und für die Austria gab’s einen Elfmeter. Man mag über diese Art
der Doppelbestrafung denken wie man möchte, endlich profitieren wir mal
davon. Vujic versenkte den Elfer mit etwas Bauchweh aber doch zum 1:0. Viel
abgebrühter war dann sein Treffer zum 2:0 nur zehn Minuten später, als er
eine tolle Urbanek-Flanke blitzsauber gegen die Laufrichtung des Torhüters
einköpfelte. Nach Seitenwechsel erinnerte so manches ans Match gegen Bregenz
vor zwei Wochen, die klare Führung wurde recht geschickt verwaltet. Doch
diesmal kam es doch etwas anders, weil Dornbirn durch einen Elfmeter in der
65. Minute den Anschlusstreffer schaffte. Die Austria machte daraufhin aber
alles richtig, genoss quazi weiter die – wenn auch knappe – Führung und
versuchte immer wieder, einen Konter zum Abschluss zu bringen. Die Violetten
wirkten stets gefährlicher und es täuschte nicht, denn in der 84. Minute
besserte Vujic auch noch sein Assist-Konto auf, bediente Dusan Pavlovic
perfekt – dieser schob den Ball vorbei am Vorarlberger Torhüter zum
entscheidenden 3:1. Am Dienstag soll jetzt das
Geisterspiel bei Union Innsbruck stattfinden, dann muss die Austria am
Karfreitag nach Anif, bevor in zwei Wochen Wattens Gast in Maxglan ist.
Spannende Wochen in denen die Austria – wenn ganz viel zusammenpasst – sogar
ganz an die Tabellenspitze klettern kann.
Nachdem der Auswärtsfluch, der sich
wie ein roter Faden durch die sonst tadellose Saison der Austria zieht, auch
in St. Johann nicht abgelegt werden konnte, steht das nächste Heimspiel an.
Die 2:0-Schlappe im Pongau sollte abgehakt sein, allerdings stehen jetzt auch
und vor allem bei den Heimspielen schwere Gegner ins Haus. Die heutigen Gäste
werden ein echter Prüfstein, Ende August schicken uns die Bregenzer mit einer
1:5-Klatsche heim vom Bodensee. Strahlender Sonnenschein und sehr
milde Temperaturen, traumhaftes Frühlingswetter, machte beste Voraussetzungen
für das Match und immerhin 1. 350 Zuschauer fanden den Weg zur Austria nach
Maxglan. Sie sollten ihr Kommen nicht bereuen, tatsächlich lief es wieder
ganz nach Wunsch – Heimspiel eben. Die Austria begann druckvoll, spiele
präzise Pässe und zog ein sehr ansehnliches Offensivspiel auf. Sehr
gefährliche Schüsse von Urbanek und Winkler gingen jeweils knapp an der
Stange vorbei. Es war unserem Neuzugang Sonko Pa gegönnt, für das wichtige
1:0 zu sorgen. In der 18. Minute senkte sich ein – wohl absichtlich so
getretener – lang gezogener Freistoß genau ins lange Kreuzeck, ein absolutes
Traumtor für die vielen Zuschauer. 19. Minute, nächster Angriff – Nico Mayer
behält im Gestocher den Durchblick und Drückt den Ball schon wieder über die
Linie zum 2:0. Beinahe wäre gar noch ein dritter Treffer in der selben Minute
gefallen, aber es reichte dieser Doppelpack, um den Vorarlbergern den Nerv zu
ziehen. Die Gäste hatten immerhin noch viel Zeit, brachten aber weder vor
noch nach der Halbzeit etwas Nennenswertes zustande. Was für eine Revanche für diese
peinliche Niederlage im Spätsommer, ähnliche Vorzeichen sind dann auch beim
nächsten Heimspiel gegeben: Auch beim FC Dornbirn kassierte die Austria 5
Gegentore, vielleicht kann man sich für die 2:5-Schlappe dann in zwei Wochen
beim Heimspiel ähnlich gut für die Hinrunde revanchieren.
Aus den letzten Jahren sind wir ja
elendslange Winterpausen gewohnt, tatsächlich verkürzt sich diese
Durststrecke jetzt in der Regionalliga mit ihren 30 Spieltagen minimal
gegenüber den Unterhaus-Spieljahren mit jeweils 26 Spieltagen. Dazu stand man
nach dem furiosen Abschluss der Herbstsaison noch wochenlang im Eindruck vom
genialen Derby gegen die RB Juniors in Kleßheim. Dennoch ist es jetzt wieder
höchst an der Zeit, das runde Leder über die Fußballplätze zu jagen. Scheinbar fußballfreundlich
entwickelte sich auch das Wetter, der Winter verabschiedete sich rasch und
ohne größere Rückfälle. Es wäre aber zu schön gewesen, ohne Hoffen und
Bangen, ohne jegliche Ungewissheit ob der Wetterverhältnisse, einfach
problemlos in die Frühjahrssaison starten zu können. So stellte sich in der
zweiten Wochenhälfte Dauerregen ein, der die Frage der planmäßigen
Durchführung des Auftaktspiels gegen Kufstein nochmals richtig spannend
machte. Schließlich gab’s ein Happy End bei der Begehung am Samstagvormittag,
der bundesliga-erprobte Referee Thomas Gangl gab grünes Licht für den Ankick
um 15:30 Uhr. Kühl aber nicht mehr regnerisch war
es dann beim Spiel, es entwickelte sich ein intensiver Fight mit leichten
Vorteilen für die Gäste aus Tirol. Mitte der ersten Halbzeit führte dieses
Übergewicht der Kufsteiner zu einigen großen Chancen, welche die Austria –
auch mit etwas Glück und Querlatte – ohne Gegentor überstand. So konnte sich
in Reihen der Violetten über das torlose Remis zur Pause keiner beklagen. Nach Seitenwechsel kam unsere
Austria besser ins Spiel und man konnte auch offensiv Akzente setzen. Anders
als Kufstein vor der Pause, belohnte sich die Austria für eine gute Phase:
Nach Maßflanke vom starken Urbanek köpfelte Top-Goalgetter Marko Vujic zum
vielumjubelten Führungstreffer ein. Damit war die Sache natürlich noch lange
nicht erledigt. Kufstein bot an diesem Nachmittag eine recht ansprechende
Leistung und die Austria durfte sich keine Unkonzentriertheit erlauben. Das
passierte zwar ganz vereinzelt, doch das Glück war uns auch in der zweiten
Halbzeit hold, als ein toller Distanzschuss der Gäste an die Querlatte
krachte. Die Gäste mussten dann mit einem Mann weniger auskommen, eine
Gelb-Rote Karte brachte die Violetten in Überzahl. Ein, zwei Chancen auf das
2:0 hatte man aufseiten Salzburgs zwar, machte sie nicht – doch das
Hauptaugenmerk galt dem Halten der Führung. Stefan Federer holte sich mit
einer völlig unnötigen Attacke eine Rote Karte, was unser Überzahlspiel vor
der heiklen Schlussphase beendete und das Zittern auf den Höhepunkt brachte.
Bei neun gegen neun Feldspielern konnte die Devise nur lauten, die Räume so
eng wie möglich zu halten und nur ja nichts mehr zuzulassen. Gottlob, die
Austria brachte es über die Zeit und feierte einen Heimsieg der Effizienz. Zu
Hause sind wir damit weiterhin eine Macht, Ligaspitze in der Regionalliga
West. Bei toller Atmosphäre vor 1.300
fußballhungrigen Leuten und toller Choreographie, war neben Goldtorschützen
Vujic der Winter-Neuzugang unserer Austria, Abwehrchef Sonko Pa,
herausragend. Er besticht durch Ruhe und Souveränität in der Abwehr. In
diesem Spiel war er immer wieder in der Lage, den gefährlichen Angreifern von
Kufstein fair den Ball von den Füßen zu holen. Die schwarze Perle in der
neuen Austria-Abwehr ist eine vielversprechende Verstärkung, hoffen wir auf
weitere tolle Spiele von Sonko und seinen Kameraden. Hat sich jemand
gewundert, warum das Wort „Schiedsrichter“ in diesem Bericht noch nicht
gefallen ist? Weil er sehr gut gepfiffen hat, in seinen Entscheidungen
konsequent war und eine gar nicht so einfach zu leitende Partie (immerhin 1 x
Rot, 1 x Gelb-Rot bei hitziger Atmosphäre) völlig unaufgeregt über die Bühne
gebracht hat. So wird es gemacht, Respekt und Gratulation an Thomas Gangl.
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