Archiv – SV Austria Salzburg 2011

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Mitgliederversammlung 2011

TriBühne Lehen (Lehener Stadion) – Samstag, 19. November 2011 – 16:00 Uhr

 

Die Erfassung der eintreffenden Mitglieder wurde sorgfältig betrieben, somit startete Obmann Walter Windischbauer um 16:20 Uhr etwas verspätet seine Rede zum Beginn der diesjährigen Mitgliederversammlung. Den knapp 150 anwesenden Mitgliedern schilderte er seine arbeitsintensive Funktion im Verein und rechtfertigte damit einigen Kritikern, warum es die Beiräte braucht. Dabei gab er auch zu erkennen, dass er sein Amt nach wie vor mit Freude führt. Er erklärte die Schwierigkeiten, die es rund um die Stadionfrage zu bewältigen gilt. Konkretes gibt es derzeit nicht zu vermelden, immerhin sollen weitere Architektenpläne in den nächsten Monaten entstehen. Ob Maxglan dann auch im Profibetrieb eine Option ist, bleibt weiter abzuwarten bzw. ist es auch unklar, wie realistisch eine Alternative wie etwa Liefering wäre. Jedenfalls scheint Windischbauer äußerst aktiv an einer schönen violetten Zukunft zu arbeiten.

Darauf folgte die Rede des sportlichen Leiters Gerhard Stöger, die natürlich wieder deutlich mehr Zeit in Anspruch nahm. Er kaschierte die verkorkste Herbstsaison in seinem Resümee recht geschickt mit dem Jahr im Gesamten, dazu mit Erfolgen der Nachwuchsmannschaften. Die nicht zufriedenstellende Herbstsaison wurde aber doch angeschnitten und es wurde auch den Gründen auf die Spur gegangen. Der in diesen schwierigen Wochen verschlissene Trainer Didi Emich war anwesend und wurde vor der Vorstellung seines Nachfolgers auch zum Rednerpult gebeten. Er erntete Standing Ovations, seine Zeit im Verein war ja immerhin eine sehr erfolgreiche. Dann bestätigte Stöger die Gerüchte, die in den Tagen zuvor aus den Medien zu entnehmen waren: Thomas Hofer vom USK Anif wird neuer Trainer. Hofer grüßte die Mitglieder per Videobotschaft, er weilt im Urlaub in Ägypten. Kann mit den Anifern eine Einigung zur vorzeitigen Freigabe erreicht werden, dann tritt er sein Amt mit dem „Trainingsauftakt light“ am 6. Dezember 2011 an.

Dann präsentierten sich einige neue Gesichter, die für den Vorstand kandidieren. Am Eingang lag eine Sonderausgabe des „Violetter“ für die Mitgliederversammlung auf, mit Vereins-Organigramm und kurzen Portraits der Herren. Alle kandidierenden Herren wurden mit recht überzeugender Mehrheit in den Vorstand gewählt, allesamt recht profilierte Leute. Wilhelm Ortmayr, Werner Kubis, Heinrich Giglmayr und Peter Mayer heißen die Neuen. Letzterer ist der Vater der Mayer-Brüder in unserer Mannschaft und ein sehr profunder Kenner der Wirtschaft (Unternehmensberater) und auch Insider im Geschäft Profifußball, da sein Sohn Patrick ja bereits einige Profistationen absolviert hat, auch im Ausland.

Die Veranstaltung bzw. der offizielle Teil dauerte bis etwa 19:00 Uhr, immerhin gab’s auch die eine oder andere Ungereimtheit auszuräumen. Danach waren die Mitglieder noch zum Schnitzelessen eingeladen.

 

 

Regionalliga West – 2011 / 12 – 17. Runde

SV Austria Salzburg – FC Hard   1:0 (0:0)

Maxglan, 12. November 2011 – 14:00 Uhr ::: 1.200 Zuschauer (offiziell)

 

Bevor wir uns zurücklehnen und zurückblicken auf eine enttäuschende Herbstsaison, die nach holprigem Start tatsächlich immer noch schlechter wurde, wollen wir beim heutigen Abschluss des violetten Jahres 2011 zumindest noch verhindern, dass sich die Schlinge im Abstiegskampf noch verengt. Dass es ohnehin schon mindestens „5 vor 12“ ist, sollte jeder begriffen haben, hoffentlich ist die Mannschaft heute in der Lage, darauf richtig zu reagieren. Hard sollten wir nun wirklich noch das Wasser reichen können, aber falls nicht, dann siehts pünktlich vor der langen Pause so richtig düster aus.

 

Von wegen versöhnlicher Ausklang gegen einen Aufbaugegner. So etwas gibt es dann nicht mehr, wenn eine Truppe derart verunsichert ist wie unsere derzeit. Durch Verletzungen und Sperren fehlte der Austria wieder sehr viel Personal, aber auch die 11 Leute auf dem Platz sollten jederzeit in der Lage sein, besseren Fußball zu bieten als das derzeit der Fall ist. Ein niveauarmes Spiel sah lange keine Tore, je länger die Partie dauerte, umso mehr kam einem der Gedanke, dass es anstatt eines 0:0 wieder ein 0:1 werden könnte. Immerhin, mit Fortdauer der 2. Halbzeit kamen auch die schwachen Vorarlberger zu teils ganz brauchbaren Chancen während sie vom Austria-Angriff nicht viel zu befürchten hatten. Die größte Chance setzte Vujic zu Beginn der 2. Halbzeit an die Stange. Doch diesmal kam das Glück zu uns zurück. In der Schlussphase, just in den Minuten wo das ohnehin schon verkrampfte Spiel der Austria immer schlechter anzusehen war, zog Hirsch einen Verzweiflungsschuss aufs Tor. Der Schuss war eigentlich auch alles andere als gelungen, aber immerhin – er kam aufs Tor und der Hard-Keeper patzte, ließ den Ball unter sich durchflutschen ins Netz. Ein Herz genommen, geschossen und vom schwachen Gegner profitiert – so holt man sich das Glück und verschafft sich ein tiefes Durchatmen im letzten Spiel vor der langen Winterpause.

 

Für die 1.200 Zuschauer zählte an diesem Nachmittag nur das Ergebnis, vergessen war das miserable Spiel angesichts des glücklichen Treffers kurz vor Schluss. Jetzt ist ohnehin lange Winterpause und mit dem neuen Trainer, der in einer Woche bei der Generalversammlung präsentiert wird, soll dann im Frühjahr 2012 alles besser werden.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 16. Runde

FC Wacker Innsbruck II – SV Austria Salzburg   1:0 (0:0)

Tivoli Neu, 6. November 2011 – 14:00 Uhr ::: 1.500 Zuschauer (offiziell)

 

 

Das kleine Westderby bei Wacker Innsbruck II war für unsere Mannschaft die Gelegenheit, im vorletzten Spiel 2011 Wiedergutmachung für einen enttäuschenden Herbst zu bieten. 1500 Zuschauer waren es diesmal im Tivoli Stadion, das wieder mit großem Aufwand von den Sicherheitskräften überwacht wurde. Etliche Fanbusse rollten wieder nach Tirol, unter anderem kam auch nach längerer Zeit wieder ein „Heimat-für-die-Austria“-Fanbus zustande.

 

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit zeichnete sich nach Seitenwechsel bald ab, wer dieses Derby gewinnen würde. Der Rauch einer sehenswerten Pyro-Einlage unseres Gästeblocks war kaum verraucht, da sah Märzendorfer glatt Rot (Tätlichkeit). Eine Minute später dann ein dummes Foul von Winkler, der Routinier war bereits verwarnt und sah Gelb-Rot. Mit zwei Mann in Unterzahl fast eine ganze Spielhälfte lang ein 0:0 verteidigen zu müssen, war natürlich nicht amüsant anzusehen und zu spielen. Der Neffe eines gewissen Hansi Hinterseer, Lukas Hinterseer, netzte uns dann bald das 1:0 ein. Ganz bitter für die mitgereisten Fans war, als dann kurz vor Schluss noch eine hochkarätige Ausgleichschance ausgelassen wurde. Unter den Umständen den Ausgleich zu schaffen hätte den Tag absolut gerettet.

 

So geht’s wie auch schon im Vorjahr mit einer Niederlage zurück vom Innsbrucker Tivoli. Medial wurde dieser Nachmittag übrigens nicht mehr derart negativ aufgeblasen wie im Vorjahr, wenn man noch etwas Positives mitnehmen möchte.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 15. Runde

SV Austria Salzburg – FC Dornbirn   0:1 (0:0)

Maxglan, 29. Oktober 2011 – 14:00 Uhr ::: 1.040 Zuschauer (SVAS-Homepage)

 

Nur allzu leicht hätte man in Versuchung kommen können, die Schlagzeile „Austria Salzburg schießt sich aus der Krise“ über das tolle Spiel in Neumarkt zu setzen. Ich habe es hier abgeschwächt („lindert die Krise“) – in weiser Voraussicht wie sich herausstellen sollte.

 

Denn die Leidenschaft der Mannschaft pendelte sich wieder auf dem Niveau vom Wattens-Spiel ein, die Szenerie war wieder genau die selbe. Man spricht über die nächste unglückliche Niederlage, wieder ein 0:1 in der einstigen Festung Maxglan. Die Mannschaft ist nicht so homogen, wie es notwendig wäre und dazu fehlt in vielen Situationen auch die letzte Spritzigkeit. Der Gegentreffer kurz nach der Pause war ein individueller Fehler des sonst gewohnt starken Alexander Trappl im Tor. Dabei war die Austria durchaus spielbestimmend, die signifikanten Spielszenen einer Mannschaft, die verzweifelt den Weg aus der Krise sucht, bei denen dann gelegentlich auch das nötige Glück fehlt, sie waren wieder da: Reifeltshammer hatte einige Optionen, entschied sich eigentlich richtig für einen unwiderstehlichen Alleingang, einen super Schuss – Aluminium war im Weg. Wenig später vergab der sonst immer noch zuverlässige Vujic einen absoluten Sitzer. In Rückstand hätte die Austria freilich auch geraten können, in der Anfangsphase verpassten die Dornbirner nach grobem Schnitzer von Kircher den trockenen Abschluss. Kircher war es dann auch, der es in der 2. Halbzeit auf dem Fuß gehabt hätte, auszugleichen. Auch sein Schuss aus kurzer Distanz verfehlte das Tor. Der kurz zuvor eingewechselte Märzendorfer scheiterte mit der letzten Aktion im Spiel am Gäste-Keeper.

 

Man hatte das Gefühl, dass die vergebene Großchance von Vujic dem violetten Offensivspiel den Nerv zog und der Gegentreffer uns einfach noch den Punkt für ein sicheres torloses Remis raubte. Nach der Hälfte der Spiele liegt die Austria auf dem enttäuschenden 10. Platz, in Schlagdistanz für die Mannschaften hinter uns übrigens und somit im Abstiegskampf. Zwei vorgezogene Spiele der Rückrunde gilt es jetzt noch unbeschadet zu überstehen, ohne jemanden, der wirklich die Fäden zieht bei dieser Mannschaft. Hoffen wir für diese beiden Runden einfach trotzdem das Beste, damit der neue Trainer nicht ganz so stark unter Druck steht in seinen ersten Spielen.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 14. Runde

TSV Neumarkt – SV Austria Salzburg   1:6 (0:4)

Neumarkt (Kunstrasen), 22. Oktober 2011 – 15:00 Uhr ::: 800 Zuschauer (offiziell)

 

Bei Erscheinen des neuen Spielplans im Sommer dachte man im Hinblick auf die 14. Runde auf ein Fernduell mit Wattens / RB Juniors / Anif an der Tabellenspitze und einen Pflichtsieg am Wallersee. Tatsächlich müssen wir jetzt heilfroh sein, wenn dieses Spiel bei Neumarkt einfach nicht verloren wird, damit sich die Situation im Abstiegskampf (!) nicht erheblich dramatischer darstellt nach diesen 90 Minuten. Die Hoffnung auf die Wende und einen vollen Erfolg war natürlich bei Fans wie Spielern trotzdem im Gepäck, schließlich würde uns auch ein Remis nur wenig weiterhelfen, es würde nur den freien Fall etwas bremsen.

 

Der Ausfall einer fast kompletten Mannschaft macht die Sache natürlich nicht leichter, etliche Stammspieler fehlen wegen Verletzungen und Sperren. Bei Gegner Neumarkt dagegen lief es zuletzt prächtig, vor einer Woche schickte man mit Dornbirn ein Spitzenteam mit 3:0 zurück hinter den Arlberg. Mit dem Motto „Hoffe das Beste aber erwarte das Schlimmste“ nahmen dann doch sehr viele mitgereiste Austrianer ihre Plätze im Gästeblock ein. An dieser Stelle gleich ein Lob für den Gastgeber-Verein: Am Wallersee werden die Gastspiele der Austria unaufgeregt organisiert und durchgeführt, die Polizei ist quasi unsichtbar und es sind keine Lippenbekenntnisse, wenn man im Vorfeld davon spricht, ein Fußballfest haben zu wollen. Dementsprechend gesittet ging alles über die Bühne, das Spiel stand im Mittelpunkt – so macht man das unter Sportsfreunden in der Regionalliga West. Es war saukalt an diesem Nachmittag, aber die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel. Sinnbildlich für das Gemüt der Violetten an diesem Nachmittag, alles lief unverhofft gut diesmal:

 

Von der ersten Sekunde an bekamen wir eine hochmotivierte Austria zu sehen, die endlich zu alten Tugenden zurückgefunden hat. Elf violette Kämpfer waren von Beginn an die spritzigere Truppe und die Präzision im Zusammenspiel passte bis einschließlich des letzten Passes bzw. des Abschlusses perfekt – als hätte es nie eine Krise gegeben. So dauerte es nur bis zur 8. Minute, bis die Führung hergestellt war. Marko Vujic setzte seinen Torinstinkt ein und visierte in perfekter Torjägermanier die linke Ecke an – 0:1. Ein weiter Unterschied zu den letzten Spielen: Es wurde nachgesetzt. Die Austria war überlegen und verpasste kaum eine Gelegenheit, dies auf der Anzeigetafel dokumentieren zu lassen. Bernd Winkler, diesmal wieder in der Offensive aufgestellt, erhöhte sehenswert auf 0:2, Vujic machte mit dem 0:3 in der 22. Minute im Prinzip alles klar. Bernd Winkler wollte aber im internen Scorer-Rennen nicht nachstehen und erhöhte noch vor der Pause auf 0:4 was zu dem Zeitpunkt bereits überfällig war. Der Pausentee stillt bei Marko Vujic den Torhunger nicht, er legte nach Seitenwechsel noch zwei – natürlich sehenswerte – Treffer nach und komplettierte das Sechsertragerl. Der zwischenzeitliche Ehentreffer Neumarkts durch Christoph Hübl lindert das Debakel der Hausherren nur marginal. Ein Wahnsinns-Spiel unserer Mannschaft, wie zu besten 2.-Klasse-Nord-A Zeiten gab’s ein Königreich für eine Anzeigetafel, weil man geistig voll da sein musste, um beim Mitzählen der Tore nachzukommen.

 

Damit konnte wahrlich keiner rechnen, aber das Spiel hat eindrucksvoll gezeigt, wozu die Austria in der Lage ist, wenn konsequent die im Verein verwurzelten Tugenden verfolgt werden. Schnörkelloses Spiel, voller Einsatz, schnelles Spiel nach vorne und das immer mit dem Zug zum Tor – so geht es. Heute war das ein Zeichen, dass man den Abstiegskampf angenommen hat und sich voll dagegen stemmt. Schon bald kann so auch unsere Meister-Philosophie aussehen. Es hat sich gezeigt, dass es nicht nötig ist, sich das ultimative taktische RLW-Meistersystem auszudenken. Besser würde es uns wohl auch mit diesem Ziel tun, wenn die Intensität und der Elan dieses Spiels einfach jede Woche abgerufen wird und man sich so Stück für Stück zum großen Ziel hinarbeitet. Abschließend noch eine Randnotiz zum Schiedsrichter: Auch dieser 22. Oktober 2011 war nicht der beste Tag von Sebastian Gishammer. Allein die Erwähnung des Unparteiischen angesichts des klaren Resultats sollte alles über dessen Leistung aussagen.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 13. Runde

SV Austria Salzburg – WSG Wattens   0:1 (0:1)

Maxglan, 16. Oktober 2011 – 15:30 Uhr ::: 1.400 Zuschauer (offiziell)

 

 

Inmitten der tiefsten Krise in der neuen Austria-Ära, man könnte auch sagen die erste wirkliche Krise in der jüngeren Vergangenheit, steht ein schwieriges Heimspiel an. Beim Krisengipfel vor einer Woche in Kufstein blieb man zwar ungeschlagen, was angesichts unseres späten Ausgleichs gar nicht selbstverständlich war, der Sieg wäre aber durchaus drin gewesen und so überwiegt bei vielen immer noch der Ärger über zwei Punkte, die eben nicht auf dem Konto der Austria sind. Die Festung Maxglan ist längst gefallen, die starken Wattener sind zwar nicht der ideale Gegner für dringend benötigte drei Punke, aber der Spielplan kennt keine Gnade. Eine weitere Niederlage würde die Austria noch stärker unter Zugzwang bringen.

 

Nervosität war der Austria diesmal trotz der angespannten Lage wenig anzumerken, man sah eine engagierte Truppe. Dabei hatte man aber phasenweise den Eindruck, dass selbst in Sachen Einsatz und Leidenschaft noch ein kleines Stück Luft nach oben vorhanden ist. Nach einer halben Stunde guter Hoffnung, ereignete sich binnen einer guten Minute das bezeichnende Szenario dieses Nachmittags: Patrick Mayer fand nach einigen kleineren Möglichkeiten die erste Hundertprozentige vor, er überspielte noch den Torwart bevor er dann an den eigenen Nerven beim Schuss scheiterte. Im Gegenzug bekam Wattens einen fragwürdigen Eckball, der wurde unglücklich verlängert und so erreichte der Ball einen inzwischen nicht mehr gedeckten Spieler der Gäste, für den es ein Leichtes war, den Ball zum 0:1 über die Linie zu rollen.

 

Der Rest der 1. Spielhälfte und auch die gesamte zweite Spielhälfte verliefen ziemlich ereignisarm. Eine bemühte Austria hätte noch eine Brise mehr an Austria-Geist und absoluter Leidenschaft gebraucht, um dieses Spiel allein durch den Kampf an sich zu reissen. So fehlten die Ideen und die Mittel gegen das Abwehrbollwerk der Tiroler, die ihrerseits nach vorne gar nichts mehr zu bieten hatten. Jetzt gilt es, jede Lässigkeit abzulegen und sich auf 100 Prozent Abstiegskampf zu programmieren. In einer Woche steht dazu ein Sechspunkte-Spiel gegen Neumarkt an, geht da auch noch was schief, dann sieht es ganz düster aus.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 12. Runde

FC Kufstein – SV Austria Salzburg   3:3 (0:1)

Grenzlandstadion, 8. Oktober 2011 – 15:30 Uhr ::: 600 Zuschauer (offiziell)

 

 

Die sofortige Wiederherstellung des Begriffs „Festung Maxglan“ im Spiel gegen Anif ist fehlgeschlagen, über glücklich / unglücklich spricht keiner mehr und somit ist „Krisengipfel“ die richtige Schlagzeile für das Match in Kufstein. Die Gastgeber befinden sich auch inmitten eines verkorksten Herbsts. Man hat sich auf beiden Seiten bereits darauf eingestellt, den Anschluss eben verloren zu haben – jetzt muss alles dafür getan werden, nicht in den Abstiegssumpf zu rutschen.

 

Bei kühlem, oft regnerischem Herbstwetter stellten sich alle auf eine Kampfpartie ein und die bekamen wir auch zu sehen. Die Austria war hochmotiviert, nicht alles gelang gleich, aber kurz vor der Halbzeit hatte es den Anschein, als würde es sich wieder mal nach längerer Zeit zu unseren Gunsten wenden: Marko Vujic zirkelte einen sehenswerten Freistoß in die Maschen. Nach der Halbzeit passierte zunächst nicht viel, der Ausgleich von Kufstein kam aus heiterem Himmel. Unverhofft rasch hatte die Austria aber die passende Antwort parat, Patrick Mayer schloss ein schönes Zusammenspiel trocken mit dem 1:2 ab. Dann kam aber wieder das, was man „typisch“ nennt. Auch der 2:2-Ausgleich kam vom heiteren Himmel und gleich darauf sogar das 3:2 für die Hausherren, die sich als Krisenteam wohl selbst kurz gewundert haben, wie der Fußballgott plötzlich so gnädig sein kann. Wir konnten noch durchatmen, da uns der Austria-Knipser vom Dienst, Marko Vujic mit seinem zweiten Treffer kurz vor Spielende noch das 3:3 und einen Punkt gebracht hat. Der Ärger, dass es eben nur ein Remis wurde, bestätigte sich dann noch, als Kletzl eine Top-Möglichkeit zum 3:4 mit der letzten Aktion des Spiels versemmelt hat.

 

Ganz allgemein weiß man nicht so recht, das man von Gastgeber Kufstein halten soll. Faire 7 EUR Eintritt, eine super Bewirtung und freundliche Ordner waren die eine Seite. Ein provokanter FCK-Präsident Gartner, der es zu Beginn der 2. Halbzeit gar etwas auf Spielabbruch angelegt haben dürfte war die andere Seite, der hat wohl kurzerhand den Tiroler in sich entdeckt. Bleibt zu hoffen, dass die Aktion eher davon hervorging, dass die Kufsteiner eben auch tief in der Krise stecken und die Nerven teils blank liegen. Die Austria mit ihren Fans hat sich in Kufstein einmal mehr als faire und angenehme Sportgesellschaft präsentiert, die den Behördenwahnsinn in keinster Weise bestätigt.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 11. Runde

SV Austria Salzburg – USK Anif   1:3 (0:1)

Maxglan, 1. Oktober 2011 – 15:30 Uhr ::: 1.300 Zuschauer (offiziell)

 

 

Neuer Monat, neues Glück? Kommt ein starker Gegner jetzt gerade recht oder verlieren wir jetzt endgültig den Anschluss in die oberen Tabellenregionen? Wichtige Fragen, die am Samstag recht deutlich beantwortet wurden.

 

Dabei bekamen wir eine sehr engagierte Austria-Mannschaft zu sehen, die sichtlich bemüht war, endlich wieder Fuß zu fassen in der bislang so verkorksten Saison. Doch abgebrühter war Anif, was sich mit dem Treffer zum 0:1 in der 36. Minute bemerkbar machte. Perlak schoss ein und nutzte die erste wirkliche Chance aus, während sich die Austria nicht für den starken Auftritt belohnte. Der Gegentreffer brachte die Violetten aber nicht allzu sehr aus dem Konzept, so durften wir zur Pause noch auf eine gute Wende hoffen.

Doch prompt nach Wiederanpfiff gab es auf diese Hoffnung einen starken Dämpfer, als Sommer in der 47. Minute auf 0:2 erhöhte. Doch die Violetten ließen sich weiterhin nicht entmutigen. In der 53. Minute brachte Federer in Bedrängnis aus der Drehung einen Schuss an, der genau ins Kreuzeck passte – 1:2 und schon war wieder alles offen. Wenig später zeigte Federer dann die ganz feine Klinge, narrte einen Anifer nach dem anderen, spitzelte jedem Abwehrspieler den Ball weg – wieder eine Drehung und ... Tor – aberkannt. Wahrlich, diese Aktion hätte sich auf jeden Fall den Ausgleich verdient und im Sinne des Fußballs hätte man das Tor einfach gelten lassen müssen. Der Schiedsrichter hingegen nutzte die Grauzone, um striktes Regelwerk anzuwenden, ließ kein Fingerspitzengefühl einfließen und verweigerte wegen gefährlichen Spiels die Anerkennung. Wenn einem das Pech auf den Füßen klebt, läuft es halt genau so. In der Nachspielzeit musste Anif-Keeper Ebner noch einen sensationellen Reflex zeigen, er kratzte einen scharfen Kopfball gerade noch weg und im Gegenzug mussten die Anifer nur mehr den Ball zum 1:3 ins Tor tragen, Trappl war mit nach vorne gekommen.

 

Wieder keine Punkte, aber es ist doch Besserung in Sicht. Nächste Woche geht’s nach Kufstein.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 10. Runde

FC Pinzgau Saalfelden – SV Austria Salzburg   2:0 (0:0)

Bürgerau, 24. September 2011 – 16:00 Uhr ::: 1.250 Zuschauer (offiziell)

 

Ihre B-Mannschaft nennen sie „Juniors“, der Matchball kommt aus der Luft und auf den Traditionsverein aus der Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslands reagieren sie gereizt und negativ aufgeregt. Die Parallelen mit den Vorstädtern sind dem FC Pinzgau bestens anzusehen, man sucht eben recht forsch nach Ideen für den eigenen Klub, wenn man selbst kein Original ist.

 

Umso ärgerlicher ist es für uns, im ersten Spiel nach der Emich-Ära auf der Trainerbank dort in Saalfelden wieder nichts geholt zu haben. Wie schon im Landesliga-Auswärtsspiel vor ziemlich genau 2 Jahren, gewannen die Pinzgauer mit 2:0. Die plötzliche totale Abkehr vom ungeliebten neuen System, das Emich seit Sommer ins Spiel gebracht hat, war das nicht. Das Weiterwurschteln hatte die gewohnten Konsequenzen.

 

Für den Schiedsrichter war es ein Fest der Karten, beide Farben wurden fleißig ins Spiel gebracht. Unverändert provokant präsentierte sich auch das Rottenspacher-Duo wieder, in der Hauptrolle diesmal Rottenspacher Vater: Ganz beschwingt gestikulierte er mit, als die verstörte Haupttribüne sinnfreie Provokationen in Richtung Austria-Anhang stöhnte. Nicht jedes menschliche Handeln hat seinen Ursprung im Hirn, auch das plötzliche Stellung beziehen der vollkommen unnötig bestellten Polizei, die eine gewisse Unruhe erst ausgelöst hat, lässt einem nur den Kopf schütteln.

 

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Groundhopping

VfB Stuttgart – Hamburger SV (1:2) / 23. September 2011

 

Einen Tag vor dem schwierigen Auswärtsspiel unserer Salzburger Austria beim FC Pinzgau in Saalfelden, machten wir uns zu viert noch auf den Weg nach Stuttgart um dort beim Freitagabend-Spiel zwischen dem VfB und dem Hamburger SV dabei zu sein. Das Stadion in Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt erstrahlt ja seit Saisonbeginn in neuem Glanz, nach gründlicher Renovierung ist es jetzt ein reines Fußballstadion wo man deutlich näher am Spielfeld ist als zuvor.

 

Bereits zu Mittag sind wir am Hauptbahnhof angekommen, wir hatten also noch sehr viel Zeit bis Spielbeginn und so machten wir das Rahmenprogramm zum Hauptprogramm dieses Fußball-Ausflugs. Heute war Eröffnung zum 166. Cannstatter Wasen, einem riesigen Volksfest im Neckarpark, ganz in Stadionnähe. Die „Wiesen“ des Schwabenlandes quasi, Tracht wohin das Auge reicht. Bevor es dort so richtig losging, marschierten wir aber noch durch die Stadt, um an ein leckeres Essen zu kommen – die Spätzle durften natürlich nicht fehlen. Danach ging es aber endgültig ab zum Wasen, wo wir reichlich gute Unterhaltung hatten – unterstützt durch das eine oder andere Getränk.

 

Dennoch haben wir dann nicht auf das Match vergessen, um 20:30 Uhr ging es los, ein lauer Spätsommerabend war das noch mal zum kalendarischen Herbstbeginn. Die Hausherren waren Favorit gegen die verunsicherten Hamburger, die noch auf den ersten Saisonsieg warten und bei denen Interimstrainer Cardoso auf der Bank saß. Harnik drohte, die Hanseaten noch tiefer in die Krise zu schießen – 1:0 für Stuttgart. Nach Seitenwechsel drehte der HSV das Spiel aber, 1:2 war der Endstand und der treue Gästeblock war in Feierlaune.

 

Weils so schön war gleich noch mal, dachten wir uns nach Spielende und starteten erneut auf den Wasen. Bevor um halb fünf Uhr morgens bereits unser Zug heimwärts ging, bummelten wir die Nacht weiter durch Stuttgart und besuchten noch die eine oder andere Bar(Bee). So endete ein recht kurzweiliger Ausflug nach Stuttgart.

 

Regionalliga West – 2011 / 12 – 9. Runde

SV Austria Salzburg – SCR Altach II   0:4 (0:1)

Maxglan, 17. September 2011 – 15:30 Uhr ::: 1.040 Zuschauer (offiziell)

 

Ein weiteres mal muss ich beim Spielberichts-Schema die bewährte Fassung nehmen: „Nachdem das letzte Auswärtsspiel leider verloren ging...“ Und wie: Statt 1:5 ging man diesmal mit 0:4 in Bregenz unter.

 

Trotzdem ist diesmal etwas anders. In aller Kürze: Unsere Heimserie ist gerissen. Und wie: Wie in Bregenz hieß es auch heute 0:4 aus unserer Sicht. Die Altach-Amateure, die wir in der Vorsaison hier noch mit 5:0 weggefegt haben, konnten vor den Augen von Adi Hütter mit einfachen Mitteln einen hohen Auswärtssieg einfahren und die Austria endgültig ins Jammertal ballern. Alle violetten Tugenden waren verblasst, kein Kampfgeist, kein Aufbäumen, keine Idee, kein Antrieb – unsere Mannschaft hatte einfach nichts zu bieten.

 

Die Niederlage führte am Montag zur Konsequenz, die unser Trainer Didi Emich selbst gezogen hat: Er ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz erklärte er der Öffentlichkeit den Tränen nahe, dass er das Austria-Boot nicht mehr auf Kurs halten kann. Emich ist auch abseits des Fußballs berufstätig und wollte vom Weg in Richtung Burn-Out vorzeitig abzweigen.

 

Emich hat der Mannschaft im Sommer auch in taktischen Belangen einiges auferlegt, wo nicht jeder mitkonnte / wollte. In dieser zerfahrenen Situation ist es wohl nicht ganz verkehrt, frischen Wind in die Mannschaft zu bringen und unter einem neuen Coach einen Neuanfang zu versuchen. Dennoch ist es natürlich sehr schade um den Menschen und den Trainer Didi Emich, der mit der Austria-Kampfmannschaft seit 2009 durch dick und dünn gegangen ist und der uns tolle Momente auf unserem Weg zurück beschert hat. Mit ihm sind wir souverän durch die Landesliga marschiert und haben uns sofort in der Regionalliga West etabliert. Auch seine grandiose Jubelpose im eigens fürs Derby gekaufen Anzug mit Krawatte beim „2:2-Sieg“ vor 5.500 Zuschauern in Kleßheim gegen die RB Juniors wird uns allen in Erinnerung bleiben. Die Austria verdankt Didi Emich auch ein Stück öffentliches Selbstbewusstsein und hat in seiner Zeit auf jeden Fall einen deutlichen Aufstieg in allen Belangen mitgemacht.

 

Interimsmäßig übernimmt der sportliche Leiter Gerhard Stöger, ein Nachfolger wird gründlich ausgewählt. Hoffen wir auf einen Mann mit Profil, der unsere Austria weiter ein großes Stück weiterbringt.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 7. Runde

SV Austria Salzburg – SV Seekirchen   5:0 (3:0)

Maxglan, 3. September 2011 – 17:00 Uhr ::: 1.050 Zuschauer (offiziell)

 

Die Wiedergutmachung für die deftige 3:6-Niederlage bei der Wasserschlacht im Pongau läuft ja bereits auf Hochtouren, ausgerechnet St. Johann selbst hat es schon am Dienstag im SFV-Cup knüppeldick zurückbekommen. Das komplette Sechsertragerl ist es zwar nicht geworden, aber mit 5:1 ist doch reichlich eingeschenkt worden und die Revanche an St. Johann ist gelungen. Jetzt gilt es aber, sich auch bei der Tabellenspitze der Regionalliga für den kuriosen Nachmittag von vergangener Woche quasi zu entschuldigen und dort Anschluss zu halten. Wattens hat im Heimspiel am Freitag gegen Altach II nur ein Remis geholt, so wäre die Austria mit einem Sieg wieder auf zwei Punkte an den Tirolern dran.

 

Nach wiederholt schweren Patzern ist Martin Eisl das Einserleiberl fürs erste los, ein perfektes Timing für die Rückkehr von Alexander Trappl ins Austria-Tor: Der Mann, der für uns 2006 den steinigen Weg zurück aus der 2. Klasse Nord A über die ganzen Ligen im Unterhaus bis ans Tor zum Profifußball gegangen uns uns dabei immer treu geblieben ist, bekommt heute einen speziellen Dank: Unermüdlich wurde er von den Austria-Fans per Online-Voting in den letzten Tagen zum beliebtesten Amateurspieler Österreichs gewählt, was ihm einen „Bruno“ in dieser Kategorie einbringt – eine Auszeichnung im Rahmen einer jährlichen Gala im Gedenken an den viel zu früh verstorbenen österreichischen Fußballer Bruno Pezzey.

 

Das heutige Spiel passte auch ganz zum Festtag für den geehrten Austria-Torhüter. Ein Zu-Null wurde es standesgemäß und auch vorne ging so einiges in die Maschen. Bereits in der 4. Minute köpfelte der starke Reifeltshammer eine scharfe Ecke von Borozni zum 1:0 ein. In der 8. Minute erhöhte Patrick Mayer nach Assist des bärenstarken Klaus Märzendorfer auf 2:0. Nach vielen Toren im SFV-Cup war es jetzt auch der erste Meisterschaftstreffer von P. Mayer, der erstmals von Beginn an zusammen mit Marko Vujic auf Torjagd ging und dabei wie auch sein kongenialer Sturmpartner eine saustarke Partie ablieferte. Marko traf dann in der 26. Minute per Kopf zum 3:0. Mit diesem Pausenstand waren die Jungs vom Wallersee noch bestens bedient, bereits das dritte Tor war überfällig und eine Minute nach diesem Treffer vergab Borozni eine Riesenchance zum vierten Treffer. Tor Nummer vier ließ auch nach Seitenwechsel lange auf sich warten, allerdings war es stets nur eine Frage der Zeit, denn die Austria hatte das Heft immer in der Hand. In der 77. Minute war es dann soweit, Dusan Pavlovic staubte ab, nachdem der Seekirchen-Keeper einen scharfen Schuss von Kletzl nur nach vorne abwehren konnte. Den Schlusspunkt zum violetten Schützenfest setzte der Torschütze vom Dienst selbst, Marko Vujic narrte die Seekirchner und schloss seine starke Aktion in absoluter Knipsermanier zum 5:0 in der 83. Minute ab.

 

Anif siegte und ist neuer Tabellenführer, der Rückstand der Austria beträgt weiterhin drei Punkte. Nur noch zwei Punkte Rückstand hat man eben jetzt auf Wattens, die violetten sind also bestens in Lauerstellung an der Tabellenspitze der Regionalliga West. Nachdem ein Heimsieg, insbesondere ein 5:0 gegen Seekirchen (siehe Vorjahr) sich bereits Standard anfühlen, hoffen wir jetzt eben ein weiteres mal, dass auswärts nachgelegt werden kann – am besten schon in einer Woche in Bregenz.

 

Regionalliga West – 2011 / 12 – 6. Runde

TSV St. Johann – SV Austria Salzburg   6:3 (3:1)

St. Johann, 27. August 2011 – 17:00 Uhr ::: 600 Zuschauer (offiziell)

 

Ein trüber, regnerischer Spätnachmittag war gewissermaßen das passende Wetter zur Darbietung unserer Mannschaft. Natürlich ging in der Vorsaison das Auswärtsmatch in der Pongauer Bezirkshauptstadt auch verloren, inzwischen ist der Auswärtsfluch leider immer noch nicht abgelegt. Im Gegenteil: Es prolongiert sich weiter und weiter, auch das erste Auswärtsspiel der laufenden Spielzeit wurde beim machbaren Gegner Hard mit 2:3 verloren.

 

Einige Parallelen zum Hard-Match sollte es heute leider geben. Also nehmen wir es vorweg: Es war wieder nichts zu holen, die 3 Punkte blieben in St. Johann. Die schnörkellosen Gastgeber spielten den einfacheren Fußball, spielten mit voller Leidenschaft und damit ist der Unterschied auch schon erklärt. Die Aufgabe war es nämlich, in einer echten Wasserschlacht die Oberhand zu behalten. Eigentlich irreguläre Bedingungen waren das. Kein Ball sprang auf, ein Flankenlauf würde garantiert gebremst werden. Dabei dürfen wir uns am wenigsten beklagen, uns blieb ein Gegentor erspart, weil der Ball vor der Linie hängen geblieben ist. Trotzdem hat es oft genug geklingelt, wer hätte bei diesen Bedingungen mit 9 (!) Toren bei diesem Match gerechnet?! Sechs (!) davon wurden uns eingeschenkt, gleich mit dem ersten Eckball begann der St. Johanner Torreigen. Bald folgte das 2:0, worauf die Austria bereits in der 11. Minute mit dem Anschlusstreffer durch Urbanek antworten konnten. Dann aber kam die Parallele schlechthin zum Hard-Match, ein desaströser Tormannfehler von Martin Eisl und schon war der 2-Tore-Vorsprung für die Pongauer wiederhergestellt. Nach Seitenwechsel muss man unserer Mannschaft ein gewisses Aufbäumen zugute halten, aber in dieser Phase war das Glück auch nicht auf unserer Seite. So folgten die Tore zum 4:1 und 5:1 für die Gastgeber. Vujic per Elfmeter und Reifeltshammer stellen zwar noch auf 5:3, aber der Schlusspunkt blieb dann noch den Hausherren vorbehalten, das 6:3 in der 91. Minute markierte den Endstand.

 

Damit ist Martin Eisl, gerade frisch aus dem Profifußball verpflichtet, sein Einserleiberl im Tor fürs erste los und die Titelambitionen werden bald überdacht werden müssen, wenn sich nicht bald vieles ändert im Spiel der Austria.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 5. Runde

SV Austria Salzburg – Union Innsbruck   4:1 (2:1)

Maxglan, 20. August 2011 – 17:00 Uhr ::: 1.010 Zuschauer (offiziell)

 

Am vergangenen langen Wochenende hat die Austria mit dem Derbysieg und mit den drei Punkten gegen Hall endlich richtig in die Spur gefunden in der neuen Westliga-Saison. Dies gilt es jetzt gegen Union Innsbruck zu bestätigen, die drei Punkte gegen diesen außergewöhnlich unsympathischen Verein würden natürlich besonders süß schmecken, auch wenn wir ohnehin klarer Favorit sind.

 

Nachdem die schöne Cindy Zeferino de Oliveira jetzt bereits mehrmals auf der Linie als Schiedsrichter-Assistentin in Maxglan im Einsatz war (zuletzt am Montag gegen Hall), ist heute der große Tag der hübschen Blondine aus Vorarlberg: Die Einkaufsleiterin aus Lauterach ist Schiedsrichterin, die beiden Herren dieses sympathischen Gespanns assistieren heute an den Linien. Vorweg: Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht.

 

Es war kaum angepfiffen an diesem heißen Sommertag, da gab es auch schon die kalte Dusche für die Austria. Die Abwehr riss gleich eine große Lücke auf und die Innsbrucker Stürmer hatten keine Mühe, auf 0:1 zu stellen. Unser Top-Scorer Vujic drehte mit seinen Treffern aber die Partie noch in der ersten Halbzeit – Pausenstand war 2:1. In der 82. Minute war es wieder Vujic, der mit dem 3:1 alles klar machte. Garniert wurde der Heimsieg noch vom Treffer von Florian Hirsch, der Kapitän fixierte in der 85. Minute den 4:1-Endstand.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 4. Runde

SV Austria Salzburg – SV Hall   3:0 (0:0)

Maxglan, 15. August 2011 – 16:00 Uhr ::: 1.021 Zuschauer (offiziell)

 

Nachdem das lange Wochenende mit dem Derbysieg erfolgreich begonnen wurde, möchte man es heute Montag ebenso gut ausklingen lassen. Zu Gast in Maxglan ist der SV Hall, Tirols Aufsteiger in die Regionalliga West. Und das, obwohl eigentlich wir im Innsbrucker Vorort zu Gast sein müssten. Ja klar, dank Tiroler Behörden hat auch die noch so junge neue RLW-Saison bereits wieder ihre Groteske. Diese schrieben dem Verein horrende Sicherheitsauflagen vor, die finanziell niemals gestemmt werden können. Im Gegensatz zu Union Innsbruck scheinen bei Hall allerdings sportliche Leute am Werk zu sein, denen eine möglichst tolle Austragung dieses Spiels auch wirklich am Herzen liegt. Weniger eifrig bemüht sich der Tiroler Fußballverband um das Spiel, erst am Freitag, also 3 Tage vor dem Spiel, kam die Entscheidung, dass doch zähneknirschend zugestimmt wird, das Spiel fürs erste in Maxglan auszutragen. Unser Verein hat mit einem Tausch des Heimrechts keine Freude, da in diesem Fall gleich drei Auswärtsspiele Anfang 2012 anstehen würden. Im Sinne des Sports streckte man aber von violetter Seite alle Hände, nahm das Match als Heimspiel zur Kenntnis – wie es derzeit aussieht, wird das Spiel in der Rückrunde auf neutralem Boden irgendwo zwischen Hall und Salzburg formell als Heimspiel von Hall ausgetragen werden. Diese Erkenntnis erlange man während des Spieltags an diesem Feiertag. Tatsächlich war bei Ankick keinem wirklich klar, ob das jetzt ein echtes Heimspiel ist oder nicht.

 

Die Austria war überlegen, aus den ersten Chancen konnte aber noch kein Kapital geschlagen werden. Die erste Halbzeit hatte aber auch ihre Längen und so konnte Hall zur Pause noch ein torloses Remis halten. In der Halbzeit gab es über die Lautsprecher ein Interview mit einem Funktionär der Tiroler zu hören und es war schön, erfahren zu können, dass es Hall ganz anders treibt, als Union Innsbruck. Keine mediale Hetze, es geht ihnen um das Spiel – Tiroler können also doch auch anders. Im Sinne des guten Einvernehmens zeigte man sich auch unsererseits erkenntlich und spendierte den angereisten Gästen ein Fass Salzburger Bier. Am Platz gab’s dann nach Seitenwechsel keine Geschenke mehr für die Tiroler. In der 55. Minute war der Bann gebrochen, als Urbanek eine scharfe Flanke in die Maschen knallte. Alles klar machte Dominik Borozni in der 70. Minute mit einem Sonntagsschuss an diesem Montags-Feiertag, sein Strich aus großer Distanz war unhaltbar und schlug genau im Kreuzeck ein. Abgerundet wurde die Sache mit dem 3:0 durch Bernhard Kletzl in der Schlussminute.

 

Alles in allem also ein sehr erfolgreiches langes Wochenende für unsere Austria.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 3. Runde

SV Austria Salzburg – RB Juniors   2:0 (1:0)

Maxglan, 12. August 2011 – 18:30 Uhr ::: 2.000 Zuschauer (SVAS-Homepage)

 

 

Ebenso schnell, wie sich die Austria in der Regionalliga West etabliert hat, steigt auch die Erwartungshaltung und die Lust auf mehr – vor allem bei den Fans. Aufstieg hin oder her, jedenfalls würde es dem Verein enorm gut tun, wenn die Spannung bis zum Saisonende hin gehalten werden kann. Allein schon des öffentlichen Interesses wegen, vor allem aber, um uns bedeutungslose Spiele im Saisonfinish zu ersparen. Was man dabei überhaupt nicht gebrauchen kann, ist ein verkorkster Start. Dieser droht aber: Nicht nur, dass man beim ersten Auswärtsspiel in Hard leer ausging, lässt grübeln – auch beim Heimsieg in der 1. Runde bekamen die Fans einen alles andere als souveränen Auftritt geboten. Auch am Erfolgserlebnis aus der Vorrunde zum ÖFB-Cup können wir uns nicht länger erfreuen, in der 1. Hauptrunde verlor man im Burgenland bei Ostliga-Meister Parndorf mit 0:3 und ist bereits aus dem Bewerb ausgeschieden.

 

Noch ist nicht all zu viel verloren, ein holpriger Start ist es allemal, aber wenn wir jetzt in Fahrt kommen, sollte es nicht zu spät sein. Jetzt steht am Freitagabend das Derby gegen die RB Juniors auf dem Programm und man kann dieses Spiel als Weichensteller für den weiteren Saisonverlauf betrachten. Es geht wie immer um 3 Punkte, zusätzlich aber auch um viel Prestige und mit einem Derbysieg könnte die Saison wohl in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Einfach sollte es der Austria nicht gemacht werden, die Juniors aktivierten den von der U-20-WM aus Kolumbien zurückgekehrten Marco Meilinger, der auf den Weg zu den Profis bei RB ist.

 

Maxglan verwandelte sich wieder in einen absoluten Hexenkessel, der den bestens ausgebildeten Kickern von RB psychisch durchaus etwas Stress machen konnte und so einen Heimvorteil für die Austria besorgte. An diesem schönen Sommerabend bekamen die Zuschauer ein intensives Spiel geboten, die Abwehrreihen waren aber sehr gut formiert sodass die großen Torraumszenen über weite Strecken ausgeblieben sind. Effektivität war daher das Gebot der Stunde und dabei waren wir wiedereinmal die Besseren: Kapitän Florian Hirsch überlegte kurz vor der Pause nicht lange wohin mit dem Ball, zog einfach mal aus etwas seitlicher Position scharf ab und traf ins Kreuzeck zur 1:0-Führung. Auch nach der Pause sah man ein ausgeglichenes Spiel auf gutem Niveau, das lange spannend blieb, da die Austria den Sack nicht rasch zumachen konnte. Große Chancen für die Juniors wurden aber keine zugelassen und so setzte eben Nico Mayer dem Zittern ein Ende, als er sich in der 85. Minute ein Herz nahm und aus zentraler Position einfach mal abzog – 2:0. Wenige Minuten zuvor verabschiedete sich ein Jungbulle mit Gelb-Rot vom Platz, die Schlüsselszene war das aber nicht.

 

Bei diesem vielumjubelten Sieg blieb es dann, es siegte die reifere Mannschaft. Wir hoffen alle, dass wir jetzt in der Spur sind. Den nächsten Formcheck gibt’s dann bereits am Montag, wenn zu Maria Himmelfahrt Hall in Maxglan gastiert. Die Vorgeschichte ist wieder einmal ein recht trauriges Kapitel, die Behörden verhinderten eine Austragung in Hall indem sie horrende Sicherheitsmaßnahmen vorgeschrieben hatten. Wie sehr das alles zum Kopfschütteln ist, zeigt am besten dieses „Hochsicherheits“-Derby, das Austria Salzburg bestens organisiert und ohne jeden Zwischenfall über die Bühne bringen konnte.

 

Für uns alle, die mit der Austria zittern wie beispielsweise bei Ausflügen des Torhüters heute beim Derby... Für alle, die Bauchweh haben beim Anblick unserer Verteidigung. Die Statistik spricht – zumindest für die Heimspiele – eine ganz andere Sprache. Damit wollen wir eine Lanze für unseren Abwehrverbund brechen, statistisch gesehen haben wir in Maxglan sehr wenig zu befürchten...

 

Aus der Statistik ...

Das Derby war das siebente Pflichtspiel in Serie, das die Austria in Maxglan ohne Gegentor geblieben ist – zuletzt gelang Dornbirn im April beim 3:1-Sieg der Austria der Ehrentreffer durch einen Elfmeter ...

... dieses Tor von Dornbirn war der einzige Gegentreffer in Maxglan seit dem 2. Oktober 2010 (Neumarkt erreichte damals ein 2:2). Seither stand in Maxglan einschließlich heute 11 mal die Null, davon wurden 10 Spiele auch gewonnen – Wattens erreichte ein torloses Remis.

 

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Regionalliga West – 2011 / 12 – 1. Runde

SV Austria Salzburg – FC Wacker Innsbruck II   1:0 (1:0)

Maxglan, 31. Juli 2011 – 16:00 Uhr ::: 1.500 Zuschauer (offiziell)

 

 

Ein attraktives Heimspiel hatte der Westliga-Spielplan für uns zu bieten an diesem Sonntagnachmittag. Eine Luftballon-Choreographie mit einem Transparent in Anlehnung an unsere Heimstärke und die laufenden Salzburger Festspiele („In Maxglan geht’s Jedermann an den Kragen“) zeigte den Hunger der Fans auf diese neue Saison.

 

Das vermeintlich attraktive Heimspiel wurde aber leider zu einer matten Nummer. Die Innsbrucker schickten eine extrem junge Truppe aufs Feld und wie unsere Mannschaft gegen diese Burschen ankämpfe, war nicht schön anzusehen. In der ersten Halbzeit vom Anif-Spiel bekam man ja bereits einen Vorgeschmack auf diese „neue Taktik“ serviert, diesmal bekam es die 1.500 Zuschauer pur aufgetischt. Mit Ballbesitz und sicherem Kurzpassspiel einen vernünftigen Spielaufbau zu machen, das ist der Vorsatz. Die Realität war ein unnötiges hin und her Geschiebe des Balles in der eigenen Spielhälfte beim Stand von 0:0. Hätten die Innsbrucker auch nur ein bisschen mehr Lust auf Vorchecking gehabt, wären wieder so brenzlige Situationen wie im Anif-Spiel entstanden. Die Verbindung zum Angriffsspiel fehlte komplett und so konnte man keinen Druck erzeugen. Kurz vor der Pause sah man dann einen Spielzug wie ein Ausreisser aus diesem Spielsystem, eine Flanke und ein abgezockter Vujic, der sich geschickt drehte und früh genug abzog bevor ein Bein dazwischen gehen konnte – 1:0 und man hatte das Gefühl, es könnte das letzte Tor der Austria an diesem Nachmittag gewesen sein.

 

Nach Seitenwechsel wurde nichts besser. Dank der harmlosen Innsbrucker blieb das große Zittern lange Zeit aus, allerdings kamen sie gerade gegen Ende des Spiels noch zu brauchbaren Chancen. Viel mehr als die 90 Minuten hätten selbst diese unerfahrenen Nachwuchskräfte nicht mehr gebraucht um zu erkennen, dass man sich gegen so eine schwache Austria einfach nur ordentlich zupacken trauen muss.

 

Damit haben wir den Kopf gerade noch aus der Schlinge bekommen, zwei Punkte gegen diesen Gegner abzugeben wäre ein Rückschlag für den Titelkampf gleich am ersten Spieltag gewesen. Dieser Sommerkick konnte aber niemanden begeistern und man wird hinterfragen müssen, wie aussichtsreich es ist, mit derlei Taktik die hartnäckigen Gegner in der Westliga zu besiegen. Kurzpassspiel ohne Bindeglied in die Offensive, ein Spielaufbau, der bei der Mittellinie an seine Grenzen stößt und dabei stets die Gefahr birgt, dass ein Gegner dazwischenspritzt und leichtes Spiel hat. Drei Punkte, aber jede Menge Arbeit für den Trainer.

 

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Vorrunde zum ÖFB-Cup 2011 / 12

SV Austria Salzburg – USK Anif   2:0 (0:0)

Maxglan, 23. Juli 2011 – 17:30 Uhr ::: 1.200 Zuschauer (offiziell)

 

 

An einem trüben und immer wieder regnerischen Samstagnachmittag im Juli fand die Sommerpause endlich ein Ende. Eine kurze für den Trainer, der neue Elemente in die Mannschaft einbauen will aber eine gefühlt lange für die Fans, die jetzt endlich wieder Fußball unter Wettkampfbedingungen sehen wollen nachdem ja bereits im Frühjahr zeitig Klarheit darüber herrschte, dass es eigentlich nur noch um die goldene Ananas geht. Tatsächlich soll es jetzt wieder richtig ernsthaft zur Sache gehen, das Los für die Vorrunde zum ÖFB-Cup bescherte unserer Mannschaft alles andere als einen Aufbaugegner unter Pflichtspielbedingungen. Als Außenseiter gelang am Karfreitag ja ein vielumjubelter Auswärtssieg in Anif. Diesen Sieg jetzt in Maxglan zu bestätigen wird ein hartes Stück Arbeit, das ist allen klar.

 

In der ersten Halbzeit sah man das Spiel dahinplätschern und als Austrianer, der in der Woche von der „neuen Taktik“, die unserer Mannschaft eingeimpft werden soll, gelesen hat, der hat sich das wohl ein bisschen anders vorgestellt. Man will sich eine Scheibe vom Spielsystem des FC Barcelona abschneiden. Für’s erste sei es mal so zusammengefasst: Es steckt alles noch in den Kinderschuhen und wir müssen hoffen, dass nicht noch viel ins Auge geht, bevor da einmal die Früchte geerntet werden können. Die Geschichte des Spiels war diesmal doch eine andere, nachdem wie schon vor einem Jahr bei der Vorrunde zum ÖFB-Cup Florian Hirsch früh (18.) mit Gelb-Rot vom Platz musste. Auch deshalb mussten die Violetten ihre altbekannten Tugenden auspacken und mit noch mehr Kampf und Wille ins Spiel zu kommen. Bereits wenige Minuten zuvor hätten unsere Jungs in Rückstand geraten können, doch unser neuer Torhüter Martin Eisl parierte einen Elfmeter, verschuldet durch Sonko Pa.

Nachdem das 0:0 in die Pause gerettet wurde, konnte man nur hoffen, dass sich einiges im Spiel der Austria ändert. So kam es auch, die Austria spielte zu zehnt kampfbetont, dabei aber überlegt und ließ nicht erkennen, dass man in Unterzahl war. Spätestens als Reifeltshammer in der 58. Minute eine Freistoßflanke von Sonko unter Bedrängnis unwiderstehlich ins Kreuzeck köpfelte, war jedem klar, dass die Austria zurück im Spiel ist und jetzt selbst in Unterzahl die besten Karten hat, sich für die 1. Hauptrunde im ÖFB-Cup zu qualifizieren. Anif hatte kaum noch etwas entgegenzusetzen. Alles klar machte dann Vujic in der 87. Minute mit einem einfachen trockenen Schuss ins Eck.

 

Wie schon im Vorjahr nimmt die Austria damit am ÖFB-Cup teil. Parallelen zur Vorrunde im Juli 2010 gibt es einige, neben dem Hirsch-Ausschluss scheinen auch wieder die selben Torschützen auf und das Ergebnis ist wieder das selbe – 2:0.

 

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Internationales Freundschaftsspiel – Saison 2011/12

Besiktas Istanbul – SV Austria Salzburg   3:1 (1:1)

Zell am See, 12. Juli 2011 – 19:00 Uhr ::: 1.000 Zuschauer (offiziell)

 

 

Das Testspiel-Highlight in der diesjährigen Sommervorbereitung ist natürlich das Match gegen Besiktas Istanbul. Der 13-fache Türkische Meister hat neben den drei „Österreichern“ Dag, Kavlak und Kayhan bekanntlich noch ganz andere Kaliber unter Vertrag. Die Madrider Legende Guti etwa kickt jetzt und auch heute beim Testspiel für die Türken, ebenso Millionenmänner wie Simao oder Quaresma – um nur einige zu nennen – sind im teuren Kader von Besiktas. Im Tor haben sie mit Rüstü einen, der sich in Europa einen Namen gemacht hat. Auch ehemalige Kicker aus der Deutschen Bundesliga spielen jetzt für die Türken, neben Ex-Schalker Fabian Ernst auch Hugo Almeida, der Portugiese schoss vor kurzem noch für Werder Bremen seine Tore.

 

Vergesst all die Namen, nicht nur in Wals-Siezenheim, auch in Istanbul spielt Geld nicht direkt Fußball. Die Salzburger Austria, nach einer harten und intensiven Vorbereitungsphase nicht auf den Punkt für dieses Spiel fit gemacht, sondern im Hinblick auf den Westliga-Auftakt am 31. Juli ausgerichtet, machte taktisch so einiges richtig und verhinderte so das vom Papier her eigentlich angesagte Debakel. Die Marschroute war klar, Ballbesitz war angesagt und zwar so viel wie möglich. Das Konzept wurde perfekt umgesetzt, die Türken liefen dem Ball öfter hinterher als ihnen lieb sein dürfte beim Klassenunterschied des Kaders. Dem nicht genug, narrte man sie auch gelegentlich in der Defensive und unserer Austria gelang gar der Führungstreffer zum 1:0 nach einer schönen Kombination abgeschlossen durch Dusan Pavlovic. Die violette Abwehr scheint ausgezeichnet zu funktionieren, nur so kann man abgebrühte Angreifer wie die von Besiktas dermaßen oft ins Abseits laufen lassen wie in diesen 90 Minuten. Der Ausgleich wenige Augenblicke vor der Halbzeit war ein Eigentor nach einem Gestocher, das ein Freistoß ausgelöst hat. Auch das 2:1 für die Türken war eine Standardsituation, eine scharfe Guti-Ecke fand nach mehreren Stationen den Weg ins Tor. Auch der dritte Treffer fiel nur kurz nach der Pause. Bemerkenswert war dann noch, wie souverän die Austria sich daraufhin in der noch langen Zeit bis Spielende ohne Gegentor wehrte, sogar vorne hin und wieder kurz aufblitzte. Nico Mayer erntete für eine tolle Offensivszene gar spontan im Spiel ehrlichen, anerkennenden Applaus vom Besiktas-Kapitän, dem Abwehrchef. Es blieb beim absolut respektablen 1:3 gegen die Startruppe vom Bosporus.

 

So selbstbewusst die Austria aufgetreten ist an diesem Abend, so selbstbewusst war auch der Veranstalter hinsichtlich der Eintrittspreise. Satte 14 EUR musste man hinlegen für dieses Match. Auf die staatlichen Aufpasser in diesem Ausmaß hätten die Fans getrost verzichten können, dafür ist den Behörden zu danken. Aus dem Umfeld der Organisatoren war eine gewisse Enttäuschung zu vernehmen, sie hätten sich mehr Violette erwartet. Aufwände hin oder her, unterm Strich sind die 14 Euro für ein Testspiel auf diesem Ground einfach übergeschnappt. Dazu war im Vorfeld auch von 12 EUR die Rede, man entschloss sich letztlich doch auf eine ganz üppige Preisgestaltung. So gesehen ist der magere Besuch aus Salzburg die gerechte Quittung und ein Beleg dafür, dass sich der Austria-Anhang nicht verarschen lässt – auch wenn das Zuckerl ein internationaler Top-Gegner zum Testspiel ist.

 

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S A I S O N  2011/12 - AUFSTIEG JETZT!!!

 

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 30. Runde

SV Austria Salzburg – Union Innsbruck   1:0 (1:0)

Maxglan, 4. Juni 2011 – 16:00 Uhr ::: 2.000 Zuschauer (offiziell)

 

 

Es ist schon ein paar Jahre her, als zum letzten mal eine Saison zu Ende gegangen ist, wo unsere Salzburger Austria nicht Meistertitel und Aufstieg feiern konnte. Ständig wurde man in den letzten Jahren den hohen Ansprüchen gerecht, die Mannschaft hielt einem für die Verhältnisse von Amateurfußball wirklich teils enormen Druck immer wieder stand. Am Ende der ersten Saison in der Regionalliga wird tatsächlich wieder gefeiert: Kein Aufstieg diesmal, aber dieser Liga gleich im ersten Jahr dermaßen den Stempel aufzudrücken ist ein toller Anlass, auf 30 Runden Westliga stolz zurückzublicken.

 

Ziemlich weit oben auf der Liste der diesjährigen Superlative steht dabei die Heimbilanz. Bleibt man auch gegen Union Innsbruck ungeschlagen, dann hat es keine Mannschaft geschafft, einen Sieg in Maxglan einzufahren. Das Ziel für den Saisonausklang kann aber nur sein, Union zu schlagen und es bei nur 3 Remis zu belassen. Anif (1:1), Neumarkt (2:2) und Wattens (0:0) sind die Mannschaften, die ungeschlagen aus der Festung Maxglan abreisen konnten.

 

Man hätte sich einen gemütlichen Nachmittag machen können, besonders bei diesem unattraktiven Gegner. Doch die Motivation war doch riesig, zum Abschluss ein Zeichen zu setzen – genau gegen diesen Verein. Die kleinen Innsbrucker waren es, die eine miese Schmutzkübelkampagne über unseren Verein gestartet haben. Hintergrundloser Blödsinn konnte mithilfe der lokalen Medien bestens verbreitet werden um Stimmung gegen unsere geliebte Austria zu machen. Im Endeffekt haben es die Tiroler als einziger Verein nicht geschafft, vernünftig ein Heimspiel gegen Austria Salzburg zu organisieren. Dran glauben mussten die Fans uns das Image unseres Vereins. Eine eindrucksvolle Choreographie zeigte das violette Fazit dieser Story, kein Wunder, dass die Eiszeit zu Tirol auf einem neuen Höhepunkt angelangt ist.

 

Die beiden Mannschaften waren dennoch fair zueinander, beiderseits war viel Wille und Einsatz erkennbar. Ein schöner, aber windiger Nachmittag in Salzburg brachte alles andere als Sommerfußball, zeigte aber gewisse Ermüdungserscheinungen nach einer langen Saison auf. Unsere Männer hatten immer wieder Glück in diesem Spiel, die Innsbrucker hätten in Führung gehen müssen – eine Chance der dicksten Sorte wurde ausgelassen. Das wichtige 1:0 gelang dann unserer motivierten aber oft zu wenig zielgerichteten Mannschaft. Diesmal aus einer Standardsituation – Eckball Hirsch und Sonko Pa köpfelte seinen zweiten Treffer für die Austria. Sein Spiel dauerte leider nur eine halbe Stunde, kurz nach seinem Tor sah er wegen eines übermotivierten Einsteigens zurecht gelb-rot. Nach der Halbzeit wurde es tatsächlich immer mehr zur Zitterpartie, weil nach vorne kaum noch was ging. Die Unterzahl stoppte das Werkl bei der Austria, während Union immer wieder zu gefährlichen Aktionen kam. Am gnädigsten war der Fußballgott bei einem Stangenschuss der Tiroler kurz nach der Pause. Wären die Gäste auch nur ein bisschen kaltschnäuziger gewesen, dann hätten sie uns in die Suppe spucken können.

 

So blieb es bei einem für den fairen Regionalliga-Fußball symbolisch wertvollen Sieg der Austria, das Ungemach aus dem Westen konnte abgefertigt werden und die Heimmacht der Regionalliga beendet die Saison mit sensationellen 12 Siegen und 3 Unentschieden. Die neue Saison beginnt am 30. Juli, die erfolgreiche Mannschaft kann zusammengehalten werden um noch ein Stück zuzulegen. Mit der einen oder anderen Verstärkung im Sommer kann man sich sogar den Angriff auf die Spitze erhoffen – es wäre der letzte Schritt in Richtung erstes Ziel des violetten Erfolgsprojekts: Profifußball mit der Salzburger Austria.

 

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 28. Runde

SV Austria Salzburg – FC Wacker Innsbruck II   2:0 (0:0)

Maxglan, 22. Mai 2011 – 16:00 Uhr ::: 1.350 Zuschauer (offiziell)

 

 

Die erste Saison für Austria Salzburg in der Regionalliga West neigt sich dem Ende zu und hält trotz entschärftem sportlichen Wert noch einen Leckerbissen für die Fans bereit. Wenn Wacker Innsbruck gastiert, dann geht es in Sachen Prestige um sehr viel. Es geht ja mittlerweile auch gegen Fußball Tirol im Allgemeinen, gegen Geschmacklosigkeiten von föhn-geplagten Funktionären und eigens dazu kooperierender Presse.

 

Die beiden Defensivreihen erwischten nicht den besten Tag, übertrafen sich gegenseitig mit schweren Fehlern. So entwickelte sich ein Spiel mit einigen Großen Torchancen, das Niveau war eher gering. Auf unserer Seite hatte Vujic die größte Chance, verpasste den Ball aber knapp um ihn über die Linie zu drücken. Die dicksten Möglichkeiten gehörten in der 1. Halbzeit aber den Gästen, unfassbare Fehler unserer Defensive vermochten die Tiroler aber nicht zu nützen.

In der zweiten Spielhälfte wandte sich das Spiel dann in die richtige Richtung, die Austria übernahm das Kommando, so wie man es aus all den guten Heimspielen dieser Saison ja schon gewohnt ist in Maxglan. Eine offensive Drangperiode gab den Fans das Gefühl, dass das violette Führungstor in der Luft liegt und man täuschte sich nicht: Dominik Borozni zirkelte gefühlvoll eine zentimetergenaue Flanke auf Marko Vujic, der relativ unbedrängt zum 1:0 einköpfeln konnte. Mit der nächsten Aktion verpasste es Urbanek, den Doppelschlag zu machen – er knallte einen Meter vor dem leeren Tor eine scharfe Hereingabe über die Querlatte. Fünf Minuten nach dem 1:0 war das 2:0 und somit die Vorentscheidung dann aber doch geschafft, als Florian Hirsch einen Freistoß wunderschön ins Netz hämmerte.

 

In Maxglan blieb es dann beim 2:0. Was dem Fußballfest hier noch die Würze verpasste war, was eine Autobahnabfahrt weiter zeitgleich passierte: Nachdem der Bruder unseres Reifeltshammer den ersten Ausgleich für Ried im Lichterpuff der Roten erzielte, glichen die Rieder kurz vor Schluss erneut aus und nahmen die Dosen aus dem Meisterschaftsrennen in der Bundesliga. So konnte also auch die Nicht-Meisterschaft des ungeliebten Finanzkrösus im Österreichischen Fußball gefeiert werden, unser Platzsprecher hatte seine Freude, mit gekonnten Seitenhieben die Zwischenstände aus Kleßheim zu verlesen.

                                                         

Nächste Woche muss die Austria noch nach Hard, um einen versöhnlichen Abschluss einer im Vergleich zu den Heimspielen doch recht durchwachsenen Auswärtssaison hinzulegen. In zwei Wochen schließt sich dann der Kreis einer Saison gegen Fußball Tirol, Union Innsbruck kommt (nach derzeitigem Stand der Dinge) nach Maxglan. Es gilt, zu zeigen, wie man ein Heimspiel auf die Beine stellt. Mit dem Bereitstellen der Grundlagen eines Fußballspiels wird man es bereits geschafft haben, besser zu sein als die Innsbrucker.

 

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 27. Runde

SV Austria Salzburg – FC Höchst   3:0 (2:0)

Maxglan, 14. Mai 2011 – 17:00 Uhr ::: 1.000 Zuschauer (offiziell)

 

Nach zuletzt drei Remis in Serie und einer nicht ganz zufriedenstellenden Punkteausbeute aus den beiden Spielen am Wallersee, war es wieder höchst an der Zeit für einen Sieg. Es sollte machbar sein, Gegner ist Tabellen-Schlusslicht und Fixabsteiger FC Höchst. Gewarnt ist man trotzdem, gerade zuletzt machten die Vorarlberger auf sich aufmerksam, ein Remis gegen Anif ist als kräftiges Lebenszeichen zu werten.

 

Das Spiel ging von Anfang an in eine Richtung, man hat schon spritzigere Auftritte der Violetten gesehen aber das Gefühl täuschte nicht, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis die Führung geschafft ist. In der 19. Minute ist der starke Urbanek nach einer Maßflanke von Florian Hirsch per Kopf zur Stelle. Bereits zwei Minuten zuvor zirkelte Märzendorfer eine tolle Flanke auf Urbanek, da konnte er gerade noch abgedrängt werden. In der 32. Minute konnte der Gäste-Keeper einen scharfen Freistoß von Hirsch nur nach vorne abwehren, Knipser Vujic war zur Stelle und staubte zum 2:0 ab. Nach Seitenwechsel plätscherte das Match dahin, die Austria hatte ja schon und Höchst konnte einfach nicht. Die Gäste verloren dann aber einen Mann durch Gelb-Rot, Vujic legte noch einen Treffer nach zum 3:0. Ein Pflichtsieg, souverän eingefahren.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 24. Runde

SV Austria Salzburg – WSG Wattens   0:0

Maxglan, 30. April 2011 – 17:00 Uhr ::: 1.300 Zuschauer (offiziell)

 

Sportlich läuft ja seit Wochen alles wie am Schnürchen bei der Austria, entsprechend groß war das Selbstvertrauen der Mannschaft und auch die Erwartungshaltung der Fans vor dem Schlager gegen Wattens. Der Aufstiegsaspirant aus Tirol konnte sich zuletzt über violette Schützenhilfe freuen, da Kontrahent Anif auswärts geschlagen wurde. Doch RB-Partner Anif hin und her, der Stachel der Niederlage vom Karfreitag wird tief genug gesessen haben – diesmal wird nichts abgeschenkt, auch Wattens soll unserer Serie zum Opfer fallen.

 

Die Mannschaften neutralisierten sich in der 1. Halbzeit auf passablem Niveau, allerdings blieben auch gefährliche Torszenen aus wodurch es für die Zuseher nicht allzu attraktiv war. Nach etwa einer halben Stunde gab’s das Highlight der ersten 45 Minuten, ein toller Fernschuss von Vujic landete nur am unteren Ende der Querlatte. Viel Pech also für die Austria, dennoch ging das torlose Remis zur Pause noch einigermaßen in Ordnung. Nach der Pause kam von den ohnehin schon harmlosen Tirolern gar nichts mehr, es spielte nur noch die Austria. Die violetten kamen zwar auch nur zaghaft zu Chancen, einige gute Möglichkeiten fanden sich dann aber doch – so traf auch Märzendorfer nur die Querlatte. Es blieb am Ende bei einem für die Gäste schmeichelhaften Remis, weshalb sie auch spontane Freude nach dem Schlusspfiff zeigten – obwohl es im Titelrennen für Wattens doch eher zwei verlorene Zähler sein müssten. In Erinnerung bleibt vielleicht die hübsche blonde Schiedsrichter-Assistentin an der Seitenlinie vor Sektor B, Cindy blieb an diesem Nachmittag fehlerlos.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 23. Runde

USK Anif – SV Austria Salzburg   0:2 (0:0)

Anif, 22. April 2011 – 17:45 Uhr ::: 2.000 Zuschauer (Spielbericht)

 

Der Karfreitag ist normalerweise frei von Fußballspielen – in Österreich und auch in unseren Nachbarländern. Tatsächlich gab es eine Ausnahme für diesen Salzburger Schlager in der Regionalliga West, abgesegnet auch vom Anifer Pfarrer, der sich gnädig zeigte in dieser Sache. Grund für den ungewöhnlichen Termin ist primär das Nachtragsspiel Anifs gegen Dornbirn am Ostermontag. Die Anstoßzeit wurde dann noch ungewöhnlicher als sie schon war, wegen des großen Andrangs wurde 10 Minuten später angepfiffen, um 17:55 Uhr war es dann soweit. Eine herrliche Kulisse von etwa 2.000 Zuschauern (die Medien berichteten gar durchwegs von 2.500) war diesem Spiel wirklich würdig, das „Verbotene“ an diesem Termin hatte offenbar seinen Reiz, so schön kann man „sündigen“, wenn man ein Fußballmatch besucht.

 

Bei herrlichem Osterwetter neutralisierten sich die Mannschaften in der ersten Halbzeit. Die Austria war der Führung einmal ganz nah, als ein Federer-Hammer an die Latte ging. In der zweiten Halbzeit wurden die favorisierten Anifer dann gefährlicher, ließen sich allmählich Siegeswillen anmerken – schließlich wollen die heutigen Gastgeber ja als RB-Kooperationspartner aufsteigen um den von uns so ungeliebten Konzern in der kommenden Saison im Profifußball zu vertreten. Die dennoch wenigen ganz gefährlichen Momente überstand die Austria mit dem nötigen Glück, zweimal rettete auch uns die Latte vor einem Gegentreffer. Mit Toren fastete aber an diesem Karfreitag nur Anif, die Austria glaubte lieber fest an den Sieg und schließlich war es unser Goalgetter Marko Vujic, der die Anifer Verteidiger im Strafraum narrte, den richtigen Moment für den Torschuss fand und Anif-Keeper Ebner keine Chance gab (73.). Zehn Minuten später gelang der starken Austria-Mannschaft dann die Entscheidung, Peter Urbanek nahm eine genaue Winkler-Flanke direkt an, traf das Leder perfekt und es hieß 0:2.

 

Mit enormer Willenskraft, starken Offensivspielern und dem nötigen Glück in einigen brenzligen Situationen ist also gelungen, was sich jeder Violette zu Ostern gewünscht hat – ein Auswärtssieg in Anif. Abgesehen davon, dass unsere Auswärtssiege trotz der tollen Saison eher rar sind, schmeckt dieser Erfolg natürlich noch etwas besser, da man den großen Plänen eines RB-Partners damit für’s erste einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und den verkäuflichen Anifern eins ausgewischt hat. Weiter geht’s in einer Woche gegen Anifs Titelkonkurrent Wattens. Freilich wird auch dabei nicht locker gelassen, der violette Siegeswille kennt keine Grenzen und auch die WSG hat in dieser Saison schon genug für unsere Extraportion Motivation getan.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 22. Runde

SV Austria Salzburg – FC Dornbirn   3:1 (2:0)

Maxglan, 16. April 2011 – 17:00 Uhr ::: 1.370 Zuschauer (offiziell)

 

Zwei Wochen nachdem man sich an den Bregenzern für die Blamage aus der Hinrunde revanchiert hat, soll das jetzt auch gegen Dornbirn gelingen. Eine (sportliche) Rechnung hat man mit den finanziell gebeutelten Vorarlbergern jedenfalls offen, 2:5 ging das Match auf der Dornbirner Birkenwiese verloren. Die sportliche Klatsche war damals aber alles, worüber man sich ärgern musste. Denn ganz entgegen dem allgemeinen Trend wurde die Austria damals von angenehmer Atmosphäre seitens der Gastgeber empfangen. Austria-Präsident Walter Windischbauer quittierte das mit einer netten Geste bei unserem Heimspiel: Jeder Dornbirn-Fan war herzlich auf ein Bier eingeladen, der Mann an der violetten Vereinsspitze spendierte es höchstpersönlich.

 

Auf dem Rasen sollte dann Schluss sein mit Freundlichkeiten und Gastgeschenken, diesbezüglich machte schließlich auch Dornbirn in der Hinrunde keine Anstalten. Die Austria zeigte wieder einmal gleich, wer hier Chef am Platz ist und begann druckvoll. Haderte man zu Beginn bei einigen kleineren Situationen mit dem Schiedsrichter, blieb ihm in der 34. Minute schließlich wirklich nichts anderes mehr übrig, als einen Torraub entsprechend zu ahnen: Dornbirn geriet in Unterzahl und für die Austria gab’s einen Elfmeter. Man mag über diese Art der Doppelbestrafung denken wie man möchte, endlich profitieren wir mal davon. Vujic versenkte den Elfer mit etwas Bauchweh aber doch zum 1:0. Viel abgebrühter war dann sein Treffer zum 2:0 nur zehn Minuten später, als er eine tolle Urbanek-Flanke blitzsauber gegen die Laufrichtung des Torhüters einköpfelte. Nach Seitenwechsel erinnerte so manches ans Match gegen Bregenz vor zwei Wochen, die klare Führung wurde recht geschickt verwaltet. Doch diesmal kam es doch etwas anders, weil Dornbirn durch einen Elfmeter in der 65. Minute den Anschlusstreffer schaffte. Die Austria machte daraufhin aber alles richtig, genoss quazi weiter die – wenn auch knappe – Führung und versuchte immer wieder, einen Konter zum Abschluss zu bringen. Die Violetten wirkten stets gefährlicher und es täuschte nicht, denn in der 84. Minute besserte Vujic auch noch sein Assist-Konto auf, bediente Dusan Pavlovic perfekt – dieser schob den Ball vorbei am Vorarlberger Torhüter zum entscheidenden 3:1.

 

Am Dienstag soll jetzt das Geisterspiel bei Union Innsbruck stattfinden, dann muss die Austria am Karfreitag nach Anif, bevor in zwei Wochen Wattens Gast in Maxglan ist. Spannende Wochen in denen die Austria – wenn ganz viel zusammenpasst – sogar ganz an die Tabellenspitze klettern kann.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 20. Runde

SV Austria Salzburg – SC Bregenz   2:0 (2:0)

Maxglan, 2. April 2011 – 17:00 Uhr ::: 1.350 Zuschauer (offiziell)

 

Nachdem der Auswärtsfluch, der sich wie ein roter Faden durch die sonst tadellose Saison der Austria zieht, auch in St. Johann nicht abgelegt werden konnte, steht das nächste Heimspiel an. Die 2:0-Schlappe im Pongau sollte abgehakt sein, allerdings stehen jetzt auch und vor allem bei den Heimspielen schwere Gegner ins Haus. Die heutigen Gäste werden ein echter Prüfstein, Ende August schicken uns die Bregenzer mit einer 1:5-Klatsche heim vom Bodensee.

 

Strahlender Sonnenschein und sehr milde Temperaturen, traumhaftes Frühlingswetter, machte beste Voraussetzungen für das Match und immerhin 1. 350 Zuschauer fanden den Weg zur Austria nach Maxglan. Sie sollten ihr Kommen nicht bereuen, tatsächlich lief es wieder ganz nach Wunsch – Heimspiel eben.

 

Die Austria begann druckvoll, spiele präzise Pässe und zog ein sehr ansehnliches Offensivspiel auf. Sehr gefährliche Schüsse von Urbanek und Winkler gingen jeweils knapp an der Stange vorbei. Es war unserem Neuzugang Sonko Pa gegönnt, für das wichtige 1:0 zu sorgen. In der 18. Minute senkte sich ein – wohl absichtlich so getretener – lang gezogener Freistoß genau ins lange Kreuzeck, ein absolutes Traumtor für die vielen Zuschauer. 19. Minute, nächster Angriff – Nico Mayer behält im Gestocher den Durchblick und Drückt den Ball schon wieder über die Linie zum 2:0. Beinahe wäre gar noch ein dritter Treffer in der selben Minute gefallen, aber es reichte dieser Doppelpack, um den Vorarlbergern den Nerv zu ziehen. Die Gäste hatten immerhin noch viel Zeit, brachten aber weder vor noch nach der Halbzeit etwas Nennenswertes zustande.

 

Was für eine Revanche für diese peinliche Niederlage im Spätsommer, ähnliche Vorzeichen sind dann auch beim nächsten Heimspiel gegeben: Auch beim FC Dornbirn kassierte die Austria 5 Gegentore, vielleicht kann man sich für die 2:5-Schlappe dann in zwei Wochen beim Heimspiel ähnlich gut für die Hinrunde revanchieren.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 18. Runde

SV Austria Salzburg – FC Kufstein   1:0 (0:0)

Maxglan, 19. März 2011 – 15:30 Uhr ::: 1.300 Zuschauer (offiziell)

 

Aus den letzten Jahren sind wir ja elendslange Winterpausen gewohnt, tatsächlich verkürzt sich diese Durststrecke jetzt in der Regionalliga mit ihren 30 Spieltagen minimal gegenüber den Unterhaus-Spieljahren mit jeweils 26 Spieltagen. Dazu stand man nach dem furiosen Abschluss der Herbstsaison noch wochenlang im Eindruck vom genialen Derby gegen die RB Juniors in Kleßheim. Dennoch ist es jetzt wieder höchst an der Zeit, das runde Leder über die Fußballplätze zu jagen.

 

Scheinbar fußballfreundlich entwickelte sich auch das Wetter, der Winter verabschiedete sich rasch und ohne größere Rückfälle. Es wäre aber zu schön gewesen, ohne Hoffen und Bangen, ohne jegliche Ungewissheit ob der Wetterverhältnisse, einfach problemlos in die Frühjahrssaison starten zu können. So stellte sich in der zweiten Wochenhälfte Dauerregen ein, der die Frage der planmäßigen Durchführung des Auftaktspiels gegen Kufstein nochmals richtig spannend machte. Schließlich gab’s ein Happy End bei der Begehung am Samstagvormittag, der bundesliga-erprobte Referee Thomas Gangl gab grünes Licht für den Ankick um 15:30 Uhr.

 

Kühl aber nicht mehr regnerisch war es dann beim Spiel, es entwickelte sich ein intensiver Fight mit leichten Vorteilen für die Gäste aus Tirol. Mitte der ersten Halbzeit führte dieses Übergewicht der Kufsteiner zu einigen großen Chancen, welche die Austria – auch mit etwas Glück und Querlatte – ohne Gegentor überstand. So konnte sich in Reihen der Violetten über das torlose Remis zur Pause keiner beklagen.

Nach Seitenwechsel kam unsere Austria besser ins Spiel und man konnte auch offensiv Akzente setzen. Anders als Kufstein vor der Pause, belohnte sich die Austria für eine gute Phase: Nach Maßflanke vom starken Urbanek köpfelte Top-Goalgetter Marko Vujic zum vielumjubelten Führungstreffer ein. Damit war die Sache natürlich noch lange nicht erledigt. Kufstein bot an diesem Nachmittag eine recht ansprechende Leistung und die Austria durfte sich keine Unkonzentriertheit erlauben. Das passierte zwar ganz vereinzelt, doch das Glück war uns auch in der zweiten Halbzeit hold, als ein toller Distanzschuss der Gäste an die Querlatte krachte. Die Gäste mussten dann mit einem Mann weniger auskommen, eine Gelb-Rote Karte brachte die Violetten in Überzahl. Ein, zwei Chancen auf das 2:0 hatte man aufseiten Salzburgs zwar, machte sie nicht – doch das Hauptaugenmerk galt dem Halten der Führung. Stefan Federer holte sich mit einer völlig unnötigen Attacke eine Rote Karte, was unser Überzahlspiel vor der heiklen Schlussphase beendete und das Zittern auf den Höhepunkt brachte. Bei neun gegen neun Feldspielern konnte die Devise nur lauten, die Räume so eng wie möglich zu halten und nur ja nichts mehr zuzulassen. Gottlob, die Austria brachte es über die Zeit und feierte einen Heimsieg der Effizienz. Zu Hause sind wir damit weiterhin eine Macht, Ligaspitze in der Regionalliga West.

 

Bei toller Atmosphäre vor 1.300 fußballhungrigen Leuten und toller Choreographie, war neben Goldtorschützen Vujic der Winter-Neuzugang unserer Austria, Abwehrchef Sonko Pa, herausragend. Er besticht durch Ruhe und Souveränität in der Abwehr. In diesem Spiel war er immer wieder in der Lage, den gefährlichen Angreifern von Kufstein fair den Ball von den Füßen zu holen. Die schwarze Perle in der neuen Austria-Abwehr ist eine vielversprechende Verstärkung, hoffen wir auf weitere tolle Spiele von Sonko und seinen Kameraden. Hat sich jemand gewundert, warum das Wort „Schiedsrichter“ in diesem Bericht noch nicht gefallen ist? Weil er sehr gut gepfiffen hat, in seinen Entscheidungen konsequent war und eine gar nicht so einfach zu leitende Partie (immerhin 1 x Rot, 1 x Gelb-Rot bei hitziger Atmosphäre) völlig unaufgeregt über die Bühne gebracht hat. So wird es gemacht, Respekt und Gratulation an Thomas Gangl.

 

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