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Frühjahr
2008 (Saison 2007/08, 1. Klasse Nord)
F O T O S F R Ü H J A H R 2 0 0 8
8.
Juni 2008: Österreich – Kroatien 0:1
(0:1)
Obwohl ich angesichts
meiner kritischen Ansicht der UEFA nicht gerade intensiv um Tickets für die EM
bemüht war, bin ich durch unser Fanforum auf ein verhältnismäßig günstiges
Angebot gekommen und so kaufte ich zwei Karten für Österreichs Auftakt in
dieses Turnier gegen Kroatien. Es ist ohnehin an der Zeit, einmal ein
Länderspiel zu sehen, bei dem es richtig um etwas geht – noch dazu, wenn
Österreich als Gastgeber gegen Kroatien in die EM startet und das fesche Wiener
Ernst-Happel-Stadion der Austragungsort ist.
Die Nacht der
Meisterfeier hatte keine allzu großen Erscheinungen von Müdigkeit zur Folge an
diesem Sonntag, so machte ich mich gemeinsam mit Michael von den VT auf in die
Bundeshauptstadt. Die Eltern unseren Niederösterreichischen Stürmers Mario Lenz
nahmen uns im noblen Auto bis Niederösterreich mit, in der Nähe von St. Pölten
machten wir uns zunächst noch in Michaels Wohnung frisch, bevor uns seine
Eltern noch zu einem gegrillten Mittagessen eingeladen haben. Gestärkt von der
köstlichen Mahlzeit machten wir uns auf den Weg zum St. Pöltener Bahnhof, von
dort reisten wir mit dem Zug weiter nach Wien. Dort konnte auch ich mich nicht
gegen die eine oder andere rot-weiß-rote Bemalung wehren, eigentlich findet man
als Fan dieses nach Kinderfasching anmutende Style ja zum Kotzen. Am
Westbahnhof angekommen wurde uns bald klar, dass viele Kroaten sich einem
Heimvorteil der Österreicher entgegenstellen werden. In der U-Bahn, vor dem
Stadion und auch auf den Rängen sah man rot-weiß-rot vor allem im karierten
Muster, also im Design Kroatiens. Wir hatten unser Motto für unseren EM-Besuch:
„Für unser Land, nicht für euer Event – Patrioten, keine Konsumenten!“
In Wien war herrliches
Wetter, blauer Himmel, ein paar Wolken und recht angenehme Temperaturen waren
wie geschaffen für ein tolles Fußballspiel. Wir waren recht zeitig im Stadion,
nahmen bald auf unseren Sitzen der Kategorie 1 Platz und konnten das
Vorprogramm der UEFA beobachten. Recht sympathisch fand ich die Sprecher: Ein
neutraler in der Mitte, sowie Kroate Zlatko vor dem Block der Kroatien-Fans und
ÖFB-Stimme Andi Marek vor dem Support-Block der Österreicher. Das Turnier war
noch jung und so waren auch die Werbe-Botschaften der Euro-Hauptsponsoren auf
der Anzeigetafel anfangs noch halbwegs erträglich. Mit zunehmender Häufigkeit
fühlte man sich jedoch bald auch im Stadion schon immer mehr als Konsument.
Damit kann ich fließend zu einem weiteren Kritikpunkt an der UEFA übergehen:
Das schicke Turnier-Design, das dem Stadion verpasst wurde (unter anderem sehr
ansprechend ist die blau überdeckte Leichtathletik-Bahn), wird von hässlichen
schwarzen Tornetzen getrübt, die uns über die gesamte Vorrunde dieser EM hin
verfolgen sollten. Warum erst ab dem Viertelfinale auf die viel schöneren
weißen umgestellt wurde, weiß kaum einer.
Es folgte noch eine
kurze tänzerische Vorstellung, ehe endlich die Mannschaften einmarschierten und
zur Bundeshymne standen. Dabei gab’s faires Verhalten beider Lager, es mischten
sich keinerlei Pfiffe in die Hymne des Gegners – wunderbare Momente. Auf den
Rängen fand sich alles ein, was Rang und Namen hat – von UEFA-Präsident Platini
bis zu unseren Ministern, dem Kanzler und Bundespräsidenten – alle waren sie im
Stadion.
Pünktlich um 18:00 Uhr
wurde angepfiffen, keine 3 Minuten dauerte es bis zum Aufreger des Spiels:
Aufhauser begeht ein ungeschicktes Foul im eigenen Strafraum und so beginnt die
EM für Österreich denkbar schlecht mit einem Elfmeter für Kroatien. Superstar
Modric verwandelte ihn in der 4. Minute ganz sicher zum 0:1, die ohnehin schon
akustisch dominierenden kroatischen Fans waren nun total aus dem Häuschen,
gleich gesellte sich auch das eine oder andere Bengalische Feuer zum lautstarken
Support. Erwähnenswert ist dabei auch, dass die Kroaten ihr Nationalteam viel
kreativer und mit einer größeren Vielfalt an Fanchören unterstützen als das die
Österreicher tun – der Heimvorteil für unser Team war damit relativ gering.
Dieser frühe Gegentreffer war natürlich alles andere als ein gutes Mittel, um
die Anfangsnervosität abzuschütteln. Die Kroaten kontrollierten daraufhin das
Spiel, Österreich hingegen kam erst in den letzten Minuten der 1. Halbzeit
vereinzelt zu guten Aktionen. Diese waren aber ein Fingerzeig für eine starke
2. Halbzeit unserer Burschen. Da verloren die Kroaten allmählich ihren
Spielfluss, kamen immer seltener gefährlich vor das Tor von Jürgen Macho und
überließen Österreich die Spielanteile. Ivanschitz & Co. spielten gefällig
nach vorne, allein die Chancenauswertung wäre ausbaufähig. Gegen Ende des
Spiels kamen die Kroaten durch die offenen Räume noch zur einen oder andren
Konterchance, die sich nicht nutzen, mehr kam von den Gegnern aber nicht in
dieser 2. Halbzeit. So müssen wir dem Ausgleich nachweinen, der auch in der 93.
Minute bei einem gefährlichen Kienast-Kopfball denkbar knapp verfehlt wurde.
Was bleibt ist außer
einem phasenweise ziemlich guten Eindruck des Spiels unserer Nationalmannschaft
nichts, weil bei so einem Spiel eben nur das Ergebnis zählt. Da sind wir jetzt
einfach nur froh, dass wir ohne große Erwartungen ins Stadion gekommen sind –
immerhin haben wir ein gutes und interessantes Spiel bei dieser
Europameisterschaft gesehen. Für den Zuschauer geht es rein ums Dabeisein,
nicht mal der auf dem Ticket abgedruckte offizielle Preis steht in einer fairen
Relation zum Gebotenen – ganz abgesehen vom Schwarzmarkt. Immerhin waren wir
aber wohl bei einem der stimmungsvolleren Spiele dieser EM und im wohl
schönsten Stadion, das gute alte Ernst-Happel-Stadion ist nämlich eines der
wenigen bei dieser EM, welches nicht einen lieblosen, für das Turnier
maßgeschneiderten Zweckbau, ausstrahlt.
Ein Detail noch am
Rande: Einen Flitzer gab’s auch zu bestaunen. Wundert euch nicht, wenn der euch
vorenthalten wurde, liebe Zuseher an den Fernsehgeräten. Die Übertragung
gestaltet die UEFA nämlich selbst, sie sendet das Signal an die Sender, die
ausstrahlen. Da wird so etwas natürlich nicht gezeigt, ebenso wie euphorischer
Torjubel, wenn sich eine Gefahrenquelle wie radioaktive Strahlung zeigt, ein
Bengalisches Feuer etwa. Der europäische Fußballverband will also ein
Fußballfest, aber genau nach seinen Vorstellungen – auch wenn sie teilweise
noch so absurd sind. Skandalös ja auch die Ticketvergabe. Da geht ein großer
Teil ohnehin schon an Sponsoren, damit die ja noch effizienter werben können.
Ein oft überschüssiger Teil geht an Verbände, die ihr Kontingent dann nicht
vollständig an den Mann bringen. Viele Tickets werden vielfach verkauft, bis
sie an denjenigen gelangen, der für einen horrenden Preis das Spiel im Stadion
sieht. Der Schwarzmarkt blüht dadurch und der echte Fan bleibt auf der Strecke.
Höhepunkt des ganzen sind Bilder von vielen leeren Rängen beim Viertelfinale
(!) der Holländer in Basel gegen Russland (nicht das einzige Spiel wo das
Stadion nicht voll war). Klar, dass die UEFA ihre eigenen Fehler nicht ins Bild
rücken will.
Angesichts solcher
Erkenntnisse freut sich der wahre Fußballfan, wenn dieses „Event“ endlich
wieder vorbei ist. Fahnenkostüme powered by einer Tageszeitung, Fan-Schals mit
Firmenlogo als Beigabe eines Menüs bei einer Restaurant-Kette oder schreckliche
Fan-Hüte in allen Landesfarben geziert mit dem Logo des offiziellen
EM-Bierlieferanten sind Sachen, die wir am modernen Fußball hassen. Die
Bierpreise von belämmerten Standlern in den Fanzonen sowie die ewige
Sicherheits-Berichterstattung und Panikmache tun ihr Übrigens, in diesem Sinne
liebe wahren Fußballfans – ertragen wir es und dann geht’s in die neue Saison.
FANKURVE STATT FANZONE – SCHEISS EM
2008!!!
7.
Juni 2008: SV Austria Salzburg – USV Elixhausen 4:1 (2:0)
Die zweite Saison
eines SV Austria Salzburg, bei dem sämtliche Geschicke im Vereins den Fans
obliegen, geht jetzt zu Ende. Der Spielplan meinte es wieder gut mit uns und
bescherte der Austria in dieser letzten Runde erneut ein Heimspiel. Das ist
deswegen so nett, weil so nach dem Schlusspfiff elegant zur Meisterfeier im
Festzelt übergegangen werden kann und eine Saison der Superlativen an einem
richtigen Festtag gebührend gefeiert werden kann. Jaja, der Start des
Vorhabens, diesen liebenswerten Klub wieder zurückzuführen, hat bestens
geklappt – kaum einer außer die Fans und Sympathisanten selbst hätte es sich so
vorgestellt.
Trotz unglücklicher
Terminkollision mit dem Auftakt zur Fußball-EM fanden wie schon im Vorjahr beim
Saisonausklang weit über 2.000 Zuschauer den Weg zur Austria. Unter ihnen waren
auch wieder Freunde der Austria aus ganz Europa, unter anderem gaben sich auch
die Treusten der Treuen von Borussia Dortmund wieder bei uns ein Stelldichein.
Die Gäste aus Elixhausen, die ohnehin nicht in der Lage gewesen wären, den
Feierlichkeiten einen Dämpfer zu versetzen, fanden bald in den Takt des
violetten Festes und überließen unserer Mannschaft das Spiel. Nach dem 2:0 zur
Pause konnten sie zwar noch verkürzen, zwei weitere Treffer unserer Jungs
ließen die Saison würdig ausklingen – Endstand war 4:1.
Die „Ultras“ brachten
zu Spielbeginn eine wunderbare Choreographie mit einem Meisterteller, dazu ein
Spruchband. Zu Beginn der 2. Halbzeit setzte sich die Pyro-Abteilung der Kurve
noch ein letztes Mal in dieser Saison kräftig ins Zeug. Je näher es dem
Schlusspfiff entgegenging, umso ausgelassener wurde die Stimmung auf den
Rängen. „10 Minuten noch in dieser Arschloch-Liga“, motivierte Vorsänger Salva
die Supporter dazu, bis zur letzten Sekunde unsere Jungs in die nächsthöhere
Spielklasse zu schreien. Der Fangesang schlechthin zum Meistertitel war heuer
wie auch schon 2007 „Cavese“ – welch stimmungsvolles Meisterlied, minutenlang
wurde durchgehalten, auf der Kurve und auch später im Festzelt. Nach dem
Schlusspfiff kam es zu den typischen Szenen, wenn ein ruhmreicher Klub Meister
wird: Fans auf dem Spielfeld, ein Kult-Objekt eines Papp-Meistertellers,
Bengalische Feuer, Bier-Duschen, ...
Im Festzelt unmittelbar vor dem Platz
versammelten sich die feierhungrigen Fans, bis es zum Höhepunkt im Festzelt
kam, hatte man einen mehr als netten Zeitvertreib: Sehr positiv ist nämlich
auch die Nachwuchsarbeit in unserem Verein. So wurden in dieser Saison ALLE
unsere (4) eigenen Nachwuchsmannschaften Meister, eine Ehrung jagte die nächste.
Die Austria stellt mit ihren schon jetzt mehr als 150 aktiven Kindern aber noch
mehr Nachwuchsteams, die hier nicht miteinbezogenen treten in
Spielgemeinschaften mit dem Lieferinger SV an. Schließlich kam es dann zum
ultimativen Hauptakt dieser Meisterfeier, als das Salzburger Stadtoberhaupt,
Bürgermeister Heinz Schaden unserem Kapitän Ivan Pecaranin die offiziell
angefertigte Meisterschale übergeben hat. Getrübt wurde eine sonst tolle Feier
zum einen von einigen labilen Geschöpfen, bei denen etwas Alkohol statt guter
Laune nur Aggression auslöst einerseits und zum anderen von einer Abordnung
Deutscher (!) Polizisten, die eigentlich wegen der EM im Lande sind und das
feuchtfröhliche Fest mit ihrem unangemessenen Handeln quasi beendeten. Damit
erreichte die heurige Meister-Fete nicht ganz den Wert jener von 2007, es war
aber einmal mehr eine tolle Sache.
24.
Mai 2008: SV Austria Salzburg – ASV Salzburg
1:0 (1:0)
In der Vorwoche wurde amtlich, was eigentlich längst klar ist: Mit dem
Meistertitel in der 1. Klasse Nord steigt die Austria in die 2. Landesliga Nord
auf. Ein klarer Auswärtssieg in Hof lässt nun auch rechnerisch schon vorzeitig
keinen anderen Meister mehr zu. Damit ist die ohnehin schon geringe Brisanz nun
auch weg – für den Erfolg können wir es verkraften. Jetzt gibt’s noch Details,
die für die Liste der Saison-Superlativen in Frage kommen – etwa ein
Torschützenkönig Mario Lenz.
Immerhin, trotz der sportlichen Bedeutungslosigkeit konnte auch bei diesem
Heimspiel die 1000er-Marke an Zusehern geknackt werden. Wenn der Meister nach
Hause kommt, darf er auch edel auftreten – heller waren die Austria-Trikots
nie: Als weißes Ballett durften unsere Meisterkicker nach dem Titelgewinn
diesmal spielen. Die wunderschönen weißen Ausweichtrikots signalisierten die
Leichtigkeit des Seins bei einem souveränen Meister.
Weil wir aber nicht in Madrid, sondern in Salzburg sind, musste man aber
doch feststellen: Galaktisch spielte unsere Meistermannschaft mit der seltenen
Spielkleidung nicht auf. Wohl bemüht, aber oft unkonzentriert agierten die
Jungs – der ASV hätte durchaus treffen können diesmal. Dieses Erfolgserlebnis
verwehrten sich die Itzlinger aber vor allem auch selbst und so war der frühe
Treffer unseres Xandi Seywald diesmal das Goldtor – 1:0 der Sieg des Meisters.
In der Halbzeit wurde den Zuschauern der neue Trainer präsentiert. Es ist
der mazedonische Ex-UEFA-Cup-Spieler Miroslav Bojceski von Grödig. Er schwingt
ab 26. Juni das Zepter bei der Austria, Interimscoach Gerhard Stöger kann damit
wieder im Hintergrund die Fäden ziehen. Das Ziel vom neuen Coach ist
selbstverständlich in der neuen Saison der Aufstieg in die 1. Landesliga (4.
Spielklasse). Das erste Spiel mit unserem neuen Trainer, der auch die UEFA
A-Lizenz besitzt, steigt dann gleich am Tag nach seinem Arbeitsantritt Ende
Juni beim Jubiläums-Spiel des SK Bischofshofen, zu dem uns die Pongauer
eingeladen haben – auch der BSK wird heuer 75 Jahre alt.
Unsere Truppe müht
sich jetzt freilich über die Runden, das Heimspiel in zwei Wochen wird mit
Sicherheit viel mehr Spaß machen: In der letzten Runde empfangen wir Elixhausen
– anschließend ist Maxglan im Ausnahmezustand (soll natürlich jetzt jährlich
die Regel werden) wenn tausende Mitglieder, Fans und Sympathisanten des
Violetten Salzburgs aus ganz Europa am Tag des EM-Auftakts unsere Austria
hochleben lassen und im Festzelt die abgelaufene Erfolgs-Saison gebührend
feiern.
7.
Mai 2008: SV Austria Salzburg – FC Hallein 04
1:2 (1:1)
Mittwoch, 7. Mai 2008 – Ein wunderschöner Frühlingstag in Salzburg: Sonne, Sonne und nochmal Sonne. Dazu ein passabler Rasen auf unserer Sportanlage in Maxglan, der richtig Appetit auf ein Fußballspiel macht. Weiters ein Gegner, der zwei Spielklassen höher spielt uns unsere Truppe intensiv fordern wird. Für Spannung ist also in jedem Fall gesorgt. Vor allem auch deshalb, weil es richtig um etwas geht heute: Mit dem Finaleinzug im SFV-Cup könnte man nämlich auch direkt das Ticket für den ÖFB-Cup 2008/09 lösen und auf einen namhaften Gegner treffen. Einen Sieg ist unsere Austria davon also nur noch entfernt – und der soll heute her.
Damit das alles klappt, sind heute mehr als 1.500 Fans nach Maxglan gekommen – die offizielle Homepage der Austria berichtet gar von 1.700 Besuchern. Unter ihnen war eine Stürmerlegende der Salzburger Austria aus vergangenen Tagen: Hans-Gerd Schildt entzückte einst die Leute im Lehener Stadion und in ganz Österreich mit seinen Treffern. Heute ist der Deutsche extra mit dem Zug aus Kiel – quasi durch die ganze Bundesrepublik gereist – nach Salzburg gekommen, um „seine“ Austria zu sehen. Gemeinsam mit David Brenner, dem aufstrebenden Salzburger SPÖ-Politiker, nahm Schildt den Ehrenanstoß vor. In der Halbzeit kam er zum Interview mit dem Stadionsprecher auf das Spielfeld, dabei lag es ihm am Herzen, einige Worte an die Fans zu richten. Er lobte die Art und Weise, wie wir das ewige Feuer der Austria brennen lassen und motivierte uns dazu, unsere Tradition stets weiter zu bewahren und immer voll zu unseren Farben zu stehen. Die Ikone vergangener Tage erinnert sich gerne zurück an seine vielen schönen Jahre in der Mozartstadt, sie haben ihn geprägt. Heute informiert er sich regelmäßig über Internet über die Entwicklungen in unserem Verein und beobachtet mit Freude den aufstrebenden Trend. Schön, dass immer wieder Violette aus der großen Vergangenheit den Weg zu uns finden und zeigen, dass es ihnen auch nach ihrem eigenen Vertragsende nicht egal ist, wohin der geliebte Verein geht – große Moral!
Große Moral erwarteten die vielen
Anhänger auch von den 11 Helden, die heute das violette Trikot überstreifen
durften. Gänsehautstimmung wie immer bei unseren Heimspielen schon beim
Einmarsch der Mannschaften, umrahmt von einer sehenswerten Choreographie musste
es jedem Spieler eine Freude sein, hier auflaufen zu dürfen. Auf einem großen
Transparent stand geschrieben: „Gestern Europa, heute Salzburg, morgen
Österreich“ Wie wahr auch, gibt es uns mit einem Sieg heute in der kommenden
Saison ja schon wieder österreichweit. Während des Spiels wurde es nur einmal
kurz ruhig, als die Fanclubs mit Transparenten ihre Verbundenheit zu den
Fan-Freunden aus dem süditalienischen Barletta zeigten – zwei junge Barlettani
verunglückten vor wenigen Tagen tödlich bei einem Verkehrsunfall, leider hat so
ein Unglück ja auch das Leben eines unserer Ultras gekostet.
Die geniale Atmosphäre entpuppte sich
gleich als großer Heimvorteil für die Austria, ein höllischer Lärm setzte die
Halleiner voll unter Druck. Unseren Spielern wurden die letzten
Motivationsnerven angekitzelt und so machten die Violetten von Beginn an Druck.
Völlig verdient kamen die Austrianer dann in der 18. Minute zur Führung, Oliver
Trappl spielte auf für Mario Lenz und der Goalgetter musste nur noch
einschießen zum 1:0. Der Weg der Torschützen war ein Sprint zur Fankurve, die
ihn und die Mannschaft euphorisch bejubelte – ein einzigartiger Torjubel, den
man nicht weiter beschreiben kann, der absolute Wahnsinn nahm seinen Lauf. Mit
etwas Fortune wäre die Führung längst höher gewesen. Allmählich schafften es
die Halleiner dann doch, sich etwas aus der Umklammerung zu befreien. Schneller
als vielleicht verdient, ernteten sie dafür ihre Früchte – noch dazu durch ein
unglückliches Eigentor. Ein Ball, der lange in der Luft war, hinaufgeköpfelt
von einem Violetten, senkte sich allmählich über den Torwart hinweg genau ins
Eck des Tores. Unsere Mannschaft reagierte doch recht geschockt, die Abwehr
wirkte plötzlich unsicher. Der Zustand änderte sich dann aber wieder
rechtzeitig und noch vor der Pause war unsere Offensivabteilung mehrere Male
kräftig am Drücker. Vor allem Oliver Trappl hatte die neuerliche Führung am
Fuß. Pausenstand war 1:1. Nach Seitenwechsel bekam man von den Gästen zunächst
lange Zeit gar nichts mehr zu sehen, die waren in ihrer eigenen Defensive mehr
als beschäftigt. Unsere Jungs wirbelten mit unglaublicher Willenskraft, doch
Tor gelang keines. Je länger die 2. Halbzeit dauerte, umso dicker wurden die
Chancen für die Austria. Immer mehr wurde klar, wer da jetzt ein Tor schießt,
der gewinnt. Hallein kam dann doch nochmal etwas besser ins Spiel, allmählich
entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Den Matchball schlechthin hatte
kurz vor Schluss Mario Schleindl am Fuß, leider vergab unser Goalgetter seine
hundertprozentige Chance ganz knapp – der Ball hätte drin sein müssen, streifte
aber nur die Latte und verfehlte das Tor. Einmal war höchste Gefahr vor unserem
Tor, doch Trappl verkürzte gekonnt den Winkel. Wenig später hatte unser
Torhüter großes Glück, als er weit seitlich vom Tor einen verunglückten
Abschlag produzierte – ein Hallein-Spieler konnte aufs leere Tor schießen und
traf dabei die Querlatte. Tja, und was dann noch kam war die Vervollständigung
einer abgedroschenen, aber stets richtigen Fußball-Weisheit: „Wenn du sie vorne
nicht machst, ...“ In der 91. Minute träumte der Schiedsrichter von einem Foul
an Halleins Spielmacher und Top-Torjäger Jasmin Jahic. Ein Foul hat wirklich
nur der Schiedsrichter gesehen, es gab nochmal Freistoß – wenngleich aus recht
großer Distanz. Jahic trat selbst an, sein Ball wurde von der Mauer abgefälscht
und sprang unhaltbar ins Tor – 1:2, unglücklicher kann es nicht zugehen. Als
wäre dem Schiedsrichter klar, welch gravierende Fehlentscheidung er eben
getroffen hat, ließ er recht lange nachspielen. Es kam noch der eine oder
andere lange Ball nach vorne, weit hat es auch dann nicht gefehlt, dann wäre
der Ball noch einem unserer Spieler optimal vor die Füße gefallen – doch
leider, es wurde nichts mehr mit dem Ausgleich, die paar Minuten Nachspielzeit
waren eben zu wenig.
Damit verpassen wir mit der Austria den
Einzug in den ÖFB-Cup denkbar knapp und unglücklich. Unseren Spielern war nach
dem Abpfiff die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, den Fans genauso. Der
schöne Tag und Abend nahm ein ganz schmerzvolles Ende, um ein Haar hätte die
Sache ganz anders ausgesehen. Nichts desto trotz und wenn Jasmin Jahic sich
noch so gerne fallen lässt und die Halleiner sich wahrscheinlich selbst nicht
erklären können, wie sie hier zu zwei Toren gekommen sind: Man kann es Jasmin
Jahic nicht nehmen, dass er ein Spiel entscheiden kann. War es fußballerisch
heute nur Glück, schauspielerisch war es auf jeden Fall können. Der
Schiedsrichter wollte von Karten heute absehen, hätte es aber besser anders
gemacht. Jahic verfügt nicht nur über Gefühl im Fuß, sondern auch über das
Geschick, zu Tricksten wo immer es geht – und auch so was kann ein Spiel
entscheiden.
Die beste Fankurve weit und breit nahm
das bittere Ausscheiden mit Fassung, sofort tröstete man sich wieder mit „Wir
werden Meister!“. Gänsehaut pur auch nach dem Spiel, die 11 violett-weißen
Krieger wurden gefeiert, als hätten sie das große Ziel erreicht – einzig die
Welle und die lachenden Gesichter fehlten natürlich. Bengalische Feuer, das
Vereinslied aus ganzem Herzen gesungen und den Spielern allen Respekt und anerkennenden
Applaus nach dem Spiel für einen super angenommenen Kampf im bitteren
Cup-Drama. So grausam das Ausscheiden auch war, wir Fans wissen genau: Das ist
Fußball – und dafür hassen wir ihn nicht, dafür lieben wir ihn!
Auf zum Meistertitel, Austrianer – You’ll
never walk alone!
3.
Mai 2008: SV Austria Salzburg – USK Obertrum
3:0 (1:0)
Man hätte sich als Fan der Salzburger Austria diesen 3. Mai 2008 ja
durchaus dick im Kalender angestrichen, das Heimspiel gegen Obertrum könnte ja
noch der Kracher des Frühjahrs werden. Doch jetzt ist dieses vermeintliche
Schlagerspiel doch ohne jede Würze, zu groß ist mittlerweile schon der
Vorsprung der Violetten in der Tabelle. Vielmehr ist es heute die Generalprobe
für das brisante Cup-Halbfinale am Mittwoch gegen den FC Hallein 04.
Die Fans, 1.200 waren es heute, zelebrierten das Spiel trotzdem und gaben
ihm mit einer sehenswerten Choreographie zu Spielbeginn auch den Rahmen eines
Spitzenspiels. Auch die Obertrumer waren mit einer Dorf-Abordnung hier, die
eine oder andere grüne Rauchbombe haben sie mitgebracht. Schon in der 4. Minute
änderte sich etwas am Spielstand: Der starke Diaz tankt sich robust auf der
linken Seite durch, flankt präzise in die Mitte wo Goalgetter Mario Lenz den
Ball schön zur Salzburger Führung einköpfeln kann. Es entwickelte sich ein
interessantes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, die Stange verhinderte den
Ausgleich der Gäste. In der 2. Halbzeit machte Seywald mit dem 2:0 den Sack zu,
für den Endstand von 3:0 sorgte 20 Minuten vor Schluss erneut Mario Lenz.
Nach dem Spiel
beschäftigte man sich kaum mit dem Spiel, alle Gedanken und Blicke sind bereits
auf Mittwoch gerichtet. Man spürte, wie die Fankurve den 7. Mai herbeisehnt –
mit dem FC Hallein soll ein Top-Landesligist an die magische Kraft von
Violett-Weiß glauben müssen.
1.
Mai 2008: ASV Taxham – SV Austria Salzburg
0:4 (0:2)
Der Staatsfeiertag, genannt „Tag der Arbeit“, musste heuer wieder einmal
als Termin für ein Nachtragsspiel herhalten, nachdem am Ostermontag das Spiel
in Taxham noch dem schlecht getimten Winter zum Opfer gefallen ist. Schade für
den Gastgeber-Verein, hatten sie doch schon schöne Matchplakate und ein
Spieltagsheft mit dem Datum des 24. März drucken lassen. Immerhin, die kleine
feine Matchzeitschrift gab’s trotzdem für die Besucher – und generell wusste
das Layout der Taxhamer zu gefallen, auch schöne Eintrittskarten wurden extra
für dieses Spiel gedruckt.
Die Sportanlage Bolaring am Rande der gleichnamigen Siedlung und direkt
gegenüber dem großen Shopping-Center „Europark“ füllte sich zwar, aber der
Andrang war doch überschaubar: 750 Zuschauer kamen bei wechselhaftem
Feiertagswetter. Auch die akustische Darbietung der Austria-Fans war auf
Schongang eingestellt, ältere Bewohner der Bolaring-Siedlung konnten einen
verhältnismäßig ruhigen Nachmittag genießen. Der Sportplatz ist durchaus okay,
wenngleich natürlich wenig attraktiv – durch das ganze Rundherum mit großem
Siedlungsbau und der S-Bahn nebenan erinnert alles etwas an einen Ghetto-Bezirk.
Doch allzu viel Schrecken jagten die Taxhamer Gangster unserer Mannschaft
nicht ein, einzig ein Lattenknaller beim Stand von 0:0 war richtig
erwähnenswert. Unsere Jungs machten das Nötigste, trafen in beiden Spielhälften
jeweils zweimal. Neubauer und Seywald machten in der 1. Halbzeit alles klar, in
der 2. Spielhälfte garnierten Schleindl und Ebner den Sieg auf ein klares 4:0.
Fazit: Ein
gemütlicher, nie spannender Nachmittag am Stadtrand von Salzburg – ein
Pflichtsieg. Nicht mehr und nicht weniger.
24. April 2008: SV Austria
Salzburg – USV Hüttschlag 4:0 (3:0)
Nicht, dass wir es nicht genießen würden, aber: Eine Liga kann fad werden,
wenn eine Mannschaft zu stark dominiert. Was Ribery und Toni der Deutschen
Bundesliga antun, machen Trappl und Schleindl in der 1. Klasse Nord des
Salzburger Unterhauses. Nie fad werden kann allerdings ein Cup-Bewerb, denn da
ist die Saison bei der ersten Niederlage zu Ende. Weil aber die Austria äußerst
selten verliert, tanzt unsere Mannschaft immer noch auf zwei Hochzeiten. Der
Meistertitel in der Liga wird uns in die 5. Leistungsstufe befördern und auch
der Cup hat seine speziellen Reize: Schlägt man heute Hüttschlag und setzt sich
in zwei Wochen im Halbfinale durch, dann ist man als Finalist des Landescups
fix für die erste Hauptrunde des ÖFB-Cups 2008/09 qualifiziert. Und diese
Cup-Saison soll es in sich haben, erstmals müssen auch die Top-Teams allesamt
ab Runde 1 ans Werk – es winkt also ein enges Kuscheln der Loskugeln in einem
Topf etwa mit Rapid Wien, Wacker Innsbruck oder den ganz besonderen roten
Herrschaften von der Autobahn-Böschung.
Da das Flutlicht noch nicht ganz den Tauglichkeitskriterien des SFV
entspricht, musste um 18:00 Uhr angepfiffen werden, was die 1000er-Marke
diesmal knapp verhinderte. Großer Andrang herrschte trotzdem, wegen des
anhaltenden Zuschauer-Zustroms um 18:00 Uhr verlegte sich der Anstoß wie schon
beim Cup-Spiel gegen Wagrain um 20 Minuten nach hinten. 900 Zuschauer waren es
schließlich zu dieser für Werktag etwas zu frühen Anstoßzeit bei teils
regnerischem Wetter. Tags zuvor fiel das Match bekanntlich dem Regen noch zum
Opfer, das Spiel hätte ja bereits gestern Mittwoch gespielt werden sollen.
Hüttschlag wollte sich sichtlich nach Kräften wehren, doch angetrieben von
einer überwältigenden Fankurve übernahm die Austria die Initiative und stellte
die wahre Rangordnung her – die auf dem Papier klassenhöheren Pongauer hatten
keine Chance. Ein Doppelpack von Mario Schleindl nach gut 20 Minuten versetzte
den Gästen bereits den Todesschlag. Das Sahnehäubchen für eine exzellente
Mannschaftsleistung setzte noch in der ersten Halbzeit Oliver Trappl mit dem
3:0 drauf. Nach der ganz starken 1. Halbzeit war alles klar. Vor dem Spiel ließ
Interimstrainer Gerhard Stöger sogar in der Presse die für dieses Spiel groß
angekündigte „totale Offensive“ kommunizieren, weit aus dem Fenster gelehnt und
dabei alles gehalten, was versprochen wurde – Gratulation. Obwohl in der 2.
Halbzeit alles eher auf Ergebnisverwaltung ausgelegt war, wurde gefällig weiter
nach vorne gespielt. Ein Treffer resultierte auch daraus dann noch –
wunderschön knallte Alexander Seywald die Kugel zum 4:0-Endstand ins Netz. Die
Stimmung kochte unterdessen, ein weiterer sensationeller Pokalabend mit
fantastischer Stimmung – jeder auf der Kurve brüllte sich mit seinem Verein ins
Halbfinale.
Die
Semifinal-Partien finden in 2 Wochen, am 7. Mai statt – die Austria darf wieder
Gastgeber sein. Ausgelost wird am Montag und im Topf sind keine Westligisten
mehr. Nachdem Grödig schon im Herbst ausgeschieden ist, erwischte es in dieser
Runde auch Anif und Seekirchen. Mögliche Gegner fürs Halbfinale sind somit Zell
am See, FC Hallein und der Sieger aus ASV – FC Puch, höchstwahrscheinlich also
ein Klub aus der 1. Landesliga. Also: Einmal gewinnen noch, dann sind wir zum
einen im Landescup-Finale in Grödig am 21. Mai mit dabei und zum anderen für
den ÖFB-Cup qualifiziert. Kein Wunder, dass es bereits bei diesem Match von der
Kurve ertönte: „Innsbruck wir kommen!“
19. April 2008: SV Austria
Salzburg – USC Abersee 4:0 (1:0)
Nach dem geglückten Start ins Frühjahr 2008 geht es für unsere Austria
jetzt Schritt für Schritt in Richtung Meistertitel in der 1. Klasse Nord, es
gibt keine Zweifler mehr und mit jedem Sieg wird es auch mathematisch immer
eindeutiger. Die Spiele sind ob dieser Dominanz zwar nicht mehr so richtig
spannend, dem guten Besuch tut dies aber keinen Abbruch – mehr als 1.200 waren
es diesmal. Dieses Heimspiel stand unter der Patenschaft einer politischen
Partei: Die Salzburger SPÖ trat als Matchsponsor auf, es gab einen roten
Ehrenanstoß und reichlich Heinz-Schaden-Gummibärli – wenn das dann doch bitte
einmal bei diversen Genehmigungen rund um die Heimstätte weiterhilft.
Dass bei der Austria jedem geholfen wird, zeigt ein Transparent des
Vereins, dass die Spieler den Rängen vor dem Spiel präsentierten: „Jubel,
Meistertitel und Oberhaus statt Böller, Punkteabzug und Krankenhaus“ Damit
dürften auch die letzten pubertierenden Jungs darüber Bescheid wissen, welche
negative Tragweite gewisse Aussetzer erreichen.
Das Spiel wurde in der 1. Halbzeit zu einer recht zähen Angelegenheit, die
starke Serie der Aberseer zu beenden, war anfangs kein leichtes Unterfangen.
Erst kurz vor der Pause erlöste Mario Lenz die Zuschauer mit dem
Führungstreffer. Nach der Pause legten die Violetten nach, was Abersee immer
mehr unter Druck kommen ließ. Ein erzwungenes Eigentor brachte das 2:0 und
damit die Vorentscheidung. Lubo Neubauer blieb sein Treffer verwehrt, er
knallte das Leder an die Latte. Dafür netzte der wiedererstarkte Goalgetter
Mario Lenz noch zweimal, Endstand war dann ein auch in der Höhe verdientes 4:0.
In der Woche steht
das Cup-Viertelfinale an, ein Sieg gegen Hüttschlag und man darf weiter von der
Teilnahme am ÖFB-Cup 2008/09 hoffen.
5. April 2008: SV Austria
Salzburg – Union Hallein 4:0 (0:0)
Vor einer Woche kam die Austria mit
einem Auswärtssieg im Schlagerspiel gegen Bergheim optimal aus den
Startlöchern, nun soll auch der Heimauftakt drei Punkte bringen. Als Schlager –
soweit es bei dieser Dominanz der Bezeichnung gerecht wird – kann man auch
dieses erste Heimspiel im Jahr 2008 durchaus bezeichnen, hat doch Union Hallein
im August mit einem 1:0 als einzige Mannschaft der Austria in dieser Saison Punkte
abgeknöpft. Nun wollen die Herren aus der Salzstadt auch aus Maxglan zählbares
mitnehmen.
1.400 auf Austria-Sieg gestimmte
Zuschauer und eine motivierte Heimmannschaft wollten die Halleiner so
eindrucksvoll wie möglich aus solchen Träumen reissen. Verzichten musste unsere
Truppe auf Stammtorwart Alexander Trappl sowie auf dessen Bruder Oliver Trappl,
immerhin zwei absolute Fixpunkte in der Austria-Startelf. Zu den allgemeinen
Voraussetzungen noch eine Anmerkung: Der Rasen war in schlechtem Zustand, verhindern
und reagieren war also leichter als gestalten und agieren.
Begünstigt davon, dass die Austria nur schwer zu ihrem Spiel fand, begannen die Halleiner recht stark. Eine Riesenchance vergaben die in rosa US-Palermo-Style aufgelaufenen Gäste stümperhaft, als ein allein auf Ersatzkeeper Schörghofer zulaufender Spieler den Ball sehr billig unserem Schlussmann für eine leichte Parade überlassen hat – lobenswert dabei natürlich dennoch das tolle Stellungsspiel von Schörghofer. Weniger leicht war unser Mario Schleindl zu stoppen, als er nach einer halben Stunde allein auf dem Weg zum Tor war – Halleins Torwart half sich mit der Notbremse, Torraub und klare rote Karte. Damit rettete er zwar das 0:0 zur Pause, für die zweite Halbzeit verhieß es den Gästen natürlich nichts Gutes. Da dauerte es nicht lang, bis Würnstl zum 1:0 traf. Wenig später erhöhte Lubomir Neubauer mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für die Austria auf 2:0. Dann gab es nach einem Foul an Schleindl Elfmeter, Mario Lenz soll antreten und seine Torsperre beenden – gelungen, 3:0. Wenig später zeigte sich auch sofort die Wirkung vom neuen Selbstvertrauen und Lenz traf zum 4:0-Endstand.
Die Fans zeigten sich diesmal auch aber
nicht nur von der Schokoladenseite. Zu Spielbeginn gab es eine schöne
Choreographie der Viennola, zu Beginn der zweiten Halbzeit eine sehenswerte
bunte Pyro. Rauch und Bengalisches Feuer verzauberten die Fankurve, leider
konnten gewisse Ausläufer dieser Einlage nicht unter Kontrolle gehalten werden
– das sollte nicht mehr vorkommen. Dank viel Glück und fleißiger Ordner (bei
uns ja alles ausschließlich Fans selbst) ging nochmal alles gut und die
Unparteiischen haben keine Notiz davon genommen.
Nächste Woche geht’s nach Abtenau, zum
nächsten Heimspiel empfangen wir in zwei Wochen dann Abersee. Bis dahin kann
fleißig über den neuen Trainer spekuliert werden, der im Sommer Interimscoach
Gerhard Stöger ablösen wird. Die Kandidaten stehen angeblich Schlange, 18 (!)
sollen es in die engere Auswahl geschafft haben und Gespräche mit dem Verein
führen. Nicht nur die Spieler tragen sich dem Verein so gut wie täglich an,
jetzt geht das auch bei den Trainern los – die Austria als Top-Adresse im
Salzburger Fußball. Für Ende April können wir Klarheit erwarten, die Medien
lassen Namen wie Leo Lainer oder Miroslav Polak verlauten (Tageszeitung
Österreich, Salzburger Nachrichten, ...). Wenn schon die Tabelle eine klare
Sprache spricht, in gewissen Fragen gibt’s also immer noch Spannung.
29. März 2008: FC Bergheim –
SV Austria Salzburg 1:2 (0:1)
Eine lange, wenngleich
durch Hallen-Highlights und turbulenter Generalversammlung nicht
ununterhaltsame Winterpause, geht für die vielen Fans von Austria Salzburg nun
zu Ende. Ausgerechnet, als alle schon auf Frühling programmiert waren, gab sich
zu Ostern der Winter ein hoffentlich letztes Stelldichein – nach der Absage des
für Ostermontag angesetzten Spiels in Taxham, klappte es diesmal und es konnte
endlich losgelegt werden.
Durch die Absage in
Taxham, muss man auf den gesperrten Ivan Pecaranin ausgerechnet bei diesem
Schlagerspiel in Bergheim verzichten. Ein weiteres Plus für die Hausherren
könnte sein, dass sie bereits wieder ein Meisterschaftsspiel bestritten und
gewonnen haben. Mit einem Heimsieg könnten die Bergheimer vorübergehend bis auf
zwei Punkte an uns herankommen. Die Blau-Weißen sind zudem heiß auf Revanche,
im August mussten sie sich bei uns in Maxglan nur knapp mit 0:1 geschlagen
geben. Match-Winner mit seinem Tor war damals ein gewisser Mario Schleindl,
dieser Name sollte in diesem Bericht noch öfter fallen.
Die Bergheimer haben
sich auf das Spiel des Jahres auf ihrem Sportplatz gewissenhaft vorbereitet,
für die vielen Austria-Anhänger wurden Paletten aufgestellt, um für möglichst
viele eine passable Sicht zu gewährleisten. Die Mühen sollten sich lohnen,
1.800 Zuschauer fanden sich bei Traumwetter in Bergheim ein – man konnte
kräftig am Frühling schnuppern.
Der Bergheimer
Torhüter erklärte sich gleich freiwillig zum Buhmann der Runde, als er sich mit
einer R** B***-Kappe ins Tor stellte – der Austria-Anhang hinter ihm tobte.
Seine Provokation fiel ihm selbst auf den Kopf, denn das Kapperl sollte die
erste Halbzeit nicht überleben. Als er sie bei einer Aktion im Spiel verlor,
war sofort jemand vom Austria-Fanblock zur Stelle und schnappte sie vom Boden
weg. Das Sündenstück wurde dann feierlich zum Opfer der Flammen. Als der
Torwart die Kappe wieder aufsetzen wollte, sie nicht mehr fand und deshalb mit
Ordnern diskutierte während das Spiel weitergelaufen war, hätte er beinahe ein
Tor kassiert. Den Deckel seiner dummen Aktion setzte dem Keeper dann sein
Verein selbst auf, als sich der Platzsprecher in der Pause bei den Violetten
für die Sache entschuldigte.
Um Stimmung waren an
diesem Nachmittag auch die Gastgeber bemüht, zu Beginn übten sie sich an einer
Zettelchoreographie und während des Spiels versuchten sie sich auch ab und zu
mit einzubringen. Alle Dämme sind dann aber nicht gebrochen, dazu versaute
ihnen unsere Mannschaft die Laune. Unsere Jungs kamen gut ins Spiel, mit seiner
zweiten großen Chance machte Mario Schleindl in der 13. Minute den
Führungstreffer. 0:1 – dabei blieb es auch zur Pause, ein Stangenschuss
verhinderte eine höhere Führung. Nach Seitenwechsel gelang den Bergheimern bald
der Ausgleich (49.). Allmählich fanden die Violetten dann wieder zu ihrem
Spiel, eigentlich agierte über weite Strecken des Spiels nur die Austria. In
der 70. Minute war es erneut Mario Schleindl, der mit seinem zweiten Treffer
die Früchte der Arbeit für die Mannschaft ernten konnte – 1:2. Bei seinem
ersten Treffer blieb er cool, als er allein auf den Torhüter zulaufen konnte –
bei seinem zweiten Treffer setzte sich Mario sich im Zweikampf durch und schoss
gekonnt ein. Dann ließen die Austrianer die Partie dahinplätschern, Bergheim
schien nicht im Stande zu sein, noch eine größere Schlussoffensive einzuleiten.
Was noch kam, waren ein paar hohe Bälle in den Strafraum und die eine oder
andere Standardsituation. Insgesamt war es für die Hausherren zu wenig, gottlob
fiel auch keinem mehr zufällig der Ball glücklich vor die Füße und so konnten
wir einen ganz wichtigen und verdienten Auswärtssieg feiern.
In Sachen Aufstieg
führt an uns wohl kein Weg vorbei – spätestens nach dieser Runde ist eine
Vorentscheidung gefallen. Neben den Bergheimern verloren auch Obertrum und
Hallein ihre Heimspiele. Die Austria kann sich jetzt auf Phrasen aus München
stützen und ihre Verfolger mit dem Fernglas suchen. Mit einem fetten Polster
grüßt violett-weiß mittlerweile von der Tabellenspitze, 9 Punkte Vorsprung auf
Obertrum und 8 Punkte Vorsprung auf Bergheim, das zudem ein Spiel mehr
bestritten hat als wir, stehen zu Buche. Da brennt heuer nichts mehr an.
Vielmehr können wir uns die tolle Saison noch mit dem Landescup krönen und uns
für den ÖFB-Cup qualifizieren. Wir stellen fest: Der Weg zum Derby gegen die
Vorstadt könnte kürzer sein, als es den Roten recht ist. Salzburg sind wir!
Am kommenden Samstag freuen wir uns beim
Heimspiel gegen Union Hallein auf eine tolle Atmosphäre in Maxglan. Es wird
wohl wieder viele zur Austria locken, schließlich hat unsere Mannschaft mit den
Halleinern noch eine Rechnung offen – die Niederlage von Ende August ist bis
heute der einzige Fleck auf der weißen Weste unserer Jungs.
Februar 2008 –
Generalversammlung und die jüngsten Entwicklungen
Am 9. Februar 2008
wurde die zweite ordentliche Generalversammlung des SV Austria Salzburg
abgehalten. Im Obertrumer Braugewölbe ging es an diesem Samstagabend ungleich
heißer zur Sache wie im Vorjahr, als viel Zufriedenheit und wenig Zündstoff
gegeben waren.
Zufriedenheit über das
abgelaufene Vereinsjahr war natürlich in großem Maße da, der Zündstoff war
diesmal jedoch auch mit drin. Als der Verein per nächtlicher E-Mail wenige Tage
vor der Generalversammlung seine Mitglieder samt Wahlempfehlung darüber
informierte, dass mit Gernot Blaikner ein neuer Mann für die Vereinsspitze anti
portas steht, war über die Bedeutung dieser Mitgliederversammlung alles gesagt
– für den Amtsantritt benötigt Blaikner bei der Abstimmung eine 2/3-Mehrheit.
Ein weiteres brisantes Thema stand schon länger fest: Der Verein hat um
Absegnung für die Gründung einer vereinseigenen GmbH geworben, welche die
Geschäfte in den Bereichen Fanartikelverkauf und Gastro führen soll. Grund
dafür: Umsatzgrenzen werden überschritten und so könne der Verein steuerlichen
Nachteilen nur mit dieser GmbH entgegenwirken.
Um 19:45 Uhr eröffnete
Moderator Thomas Witosek den interessanten Abend, nach einigen allgemeinen
Worten zum abgelaufenen Vereinsjahr durch Vorstandsvorsitzenden Mag. Moritz
Grobovschek, setzte dieser gleich noch den Paukenschlag zum Auftakt hinterher:
GmbH, Blaikner usw. widerstreben ihm und so gab er zur Überraschung aller (auch
des restlichen Vorstands) seinen Rücktritt bekannt. Damit steht er nicht wie
vorgesehen als Vize-Obmann zur Verfügung, Dr. Thomas Karl wird diese Funktion
damit alleine ausfüllen. Sehr interessant auch die Tätigkeitsberichte der
weiteren Vorstandsmitglieder, besonders liebevoll und umfangreich war die
sportliche Rückschau von Gerhard Stöger. Bei den nackten Zahlen konnte man
einen vermeintlichen Schwachpunkt (man kann ihn auch als Pluspunkt für die Fans
ansehen) orten: Etwa 3 / 4 der Einnahmen kassiert die Austria von den Fans –
etwa durch Mitgliedsbeiträge, Eintrittskarten oder den Erlösen aus
Fanartikelverkauf und Gastro. Ohne den Fanverein seiner Besonderheit berauben
zu wollen sind sich fast alle einig: Der Fan-Anteil bei den Vereinseinnahmen
muss gesenkt werden.
Dem erkrankten Gernot
Blaikner war es offenbar sehr wichtig, sich trotz allen Umständen an diesem
Abend hier einzufinden – er mühte sich durch einen langen Teil der Versammlung.
Sein Erscheinen könnte sehr wichtig gewesen sein, immerhin war Blaikners
Beförderung an die Vereinsspitze ein mühsamer Schritt. Unzählige Fragen hatte
er zu beantworten, die meisten waren sehr kritisch. Als grundlegendes Argument
für seine Wahl stellte Blaikner die Notwendigkeit einer besseren Vermarktung
der Austria dar. Mit seinen Kontakten will er dem Klub Sponsoren an Land
ziehen, die dabei helfen können, bald wieder in höchstmöglichen Sphären spielen
zu können. Das Statut steht zwar, aber den Mitgliedern war die Erklärung von
Blaikner zum Respekt der Vereinsfarben und des Vereinsnamens immens wichtig –
dadurch entstand ein heißes Diskussions-Klima. Einige haben auch die Verdienste
Blaikners zu Austrias Bundesliga-Zeiten nochmal sehr kritisch hinterfragt.
Letztlich hat er mit 144 von 169 Stimmen die notwendige 2/3-Mehrheit deutlich
erreicht, die Wahl angenommen und festgestellt: „Wir müssen die Ärmel
hochkrempeln, es gibt viel Arbeit!“
Nach einer kurzen
Pause wurde das zweite große Thema, die Gründung der „Austria Salzburg Goal!
GmbH“ behandelt. Kassier Spannberger wurde mit kritischen Fragen dazu
konfrontiert und man staunte nicht schlecht, wie viele Steuerrechts-Experten im
Braugewölbe waren. Der Verein SV Austria Salzburg und die vereinseigene Austria
Salzburg Goal! GmbH werden künftig Geld hin und her fließen lassen, die
Mitglieder haben die Notwendigkeit der GmbH erkannt und deren Gründung
abgesegnet.
Nachdem noch die
Mitgliedsbeiträge 2009 festgelegt wurden, nahm der intensive Abend um 23:30 Uhr
dann ein Ende. Die 169 anwesenden Vollmitglieder (Stimmberechtigung) erwiesen
sich also visionär und gaben dem Verein grünes Licht für die angestrebten
Strukturen. Etwas faden Beigeschmack gabs aber: Zum einen gibt’s doch welche,
die Zweifel an diesen Entwicklungen haben und zum anderen bleibt die Tatsache,
dass die patentrechtlichen Werte (Logo, Name) immer noch auf den Namen der
Privatperson Mag. Moritz Grobovschek geschützt sind.
>>> Am 22. Februar 2008 wurde
bekannt, dass Gustl Kofler als Trainer der Kampfmannschaft zurücktritt. Der
Schritt kam zu diesem Zeitpunkt überraschend, allerdings hat es sich
abgezeichnet, wie Insider wissen. Die Zahl der Trainings sowie deren Intensität
haben über längere Zeit zu einem immer größer werdenden Bruch zwischen Gustl
Kofler und der Mannschaft geführt. In einem 45-minütigen Gespräch am
Donnerstagabend (21. Februar 2008) stellte man fest, dass der Bruch
mittlerweile irreparabel geworden ist und Gustl zog die Konsequenz mit seinem
Rücktritt. Aus einem engen Kreis an Kandidaten wird jetzt in aller Ruhe ein
Nachfolger gesucht, der ab Sommer im Amt sein soll. Als Anforderungskriterien
gilt neben absoluter Fachkompetenz auch ein hohes Maß an Identifikation für den
Traditionsklub, violettes Blut fördert den Willen zur Zusammenarbeit. Bis dahin
soll der sportliche Leiter, Gerhard Stöger, die Mannschaft interimistisch
übernehmen und in die 2. Landesliga Nord führen. Von Seiten der Fans und aller
Beteiligten gab’s für Gustl Kofler völlig verdient Dank und Anerkennung für die
wertvolle Arbeit und den Erfolg.
8./9. Jänner 2008 – 1.
Salzburger Hallencup
TAG 1
Mit etwa 2.000
Zuschauern waren die Veranstalter dieses 1. Salzburger Hallencups doch
enttäuscht. Sinnbildlich etwa, dass auch die meisten 6-Mann-Logen am
Spielfeldrand leer geblieben sind wobei sich unsere Truppe die Personen in
einer der gefüllten Logen als Freikarten-Gäste ausmachen konnte. Wir Fans der
Salzburger Austria waren jedenfalls nicht Schuld an den vielen leeren Rängen,
das Violette Lager stelle den Löwenanteil des Zuschauerzuspruchs. Kann man die
wenigen mitgereisten Innsbrucker noch als „kleine Abordnung“ bezeichnen, so
muss man den Besuch aus Ried und Linz als „eine Hand voll“ einstufen.
Mehr als diese 2.000
hätte sich dieser erste Turniertag allerdings auch nicht verdient. Wer seine
Karte wie die meisten Austrianer schon im Vorverkauf bestellt und längst
bezahlt hat, konnte die 22 EUR vielleicht ja schon vergessen. In der Halle ging
es dann weiter mit den horrenden Preisen, aber alles der Reihe nach: Auf der
Karte stand „Einlass: 17 Uhr“. Die Austrianer wurden um das ganze Oval zum
Sektoreneingang geleitet, nichts von den angesprochenen Parkplätzen vor dem
Sektor – jedenfalls nicht übersichtlich angeschrieben. Was folgte war eine
Stunde Wartezeit in der Kälte vor den Eingängen, etwa um 18:00 Uhr – also eine
Stunde nach der versprochenen Eintrittszeit – wurden die Türen für uns
geöffnet. Völlig überforderter Sicherheitsdienst, planlose Ordner und ideenlose
Polizei ließen Erinnerungen an Auswärtsspiele zu Bundesligazeiten aufkommen.
Grund soll angeblich gewesen sein, dass keine Leute für den Karten-Abriss zur
Stelle waren. Ein schlampiger Riss, als es dann doch soweit war, steht als
Deckel zur ganzen Sache. Da dürften gewisse Herrschaften wohl vergessen haben,
welches Lager der Anhängerschaft diesen Veranstaltungstag noch aus dem ärgsten
Schlammassel gerissen hat. Jetzt schließt sich der Kreis mit den hohen Preisen
wieder: Wer dann nach der kalten Wartezeit endlich drinnen angekommen Lust auf
ein Paar warme Frankfurter hatte, musste EUR 3,40 locker machen – das macht
durstig, eine Halbe Bier / Radler aus dem Becher gab’s für EUR 3,60. Prost,
Mahlzeit! In vielen Punkten sollten sich die Veranstalter also noch Gedanken
machen, wobei abschließend dennoch eine Lanze für die Organisatoren gebrochen
werden muss: In diese Halle gehört ein Fußball-Turnier, endlich hat es jemand
in die Hand genommen zu organisieren. Das ganze Projekt könnte durchaus reifen
und zu einem tollen Fixpunkt im Fußballjahr werden – hoffentlich noch öfters
mit unserer Salzburger Austria.
In der Halle gab’s
dann aber allmählich auch erfreuliche Sachen zu sehen und zu hören. Toll, dass
die Stimme der Austria – Didi Ziesel – die Moderation inne hatte. Seine Stimme
ist immer noch wie Musik in violetten Ohren. Er konnte es auch nicht lassen,
immer wieder von seiner „Herzenssache“ zu sprechen, wenn er die Austria am Wort
hatte – schön, dass Violett ist, was immer schon violett war.
Das Highlight
schlechthin hatte dieses Turnier dann gleich zum Auftakt: „Nur schwarz-grün
gegen violett-weiß macht unser Derby heiß“, mit voller Solidarität für unsere
Tradition begegneten uns unsere speziellen „Freunde“ bei Austrias letztem Derby
im Mai 2005 am Tivoli. Umgekehrt finden es auch wir gut, dass bei Wacker jetzt
alles in Ordnung ist und der Vereinsname wieder mit „Innsbruck“ endet. Die
Farben passen also, die Namen passen – damit ist alles angerichtet für das
nächste brisante Westderby, es heißt wieder SV Austria Salzburg gegen FC Wacker
Innsbruck. Die Basis stimmt also und weil der Zusammenhalt dieser verfeindeten
Lager natürlich keinen Millimeter weiter reicht, gab’s Rivalität pur. Die
üblichen Hasstiraden waren voller Emotion, die Leidenschaft nimmt man auch in
die Halle mit – vor allem wenn es gegen den Erzfeind geht. Die Innsbrucker
schreckten auch vor dem Böllerknall indoor nicht zurück, von unserer Seite
gab’s eine wunderschöne Choreographie, die uns mit Sicherheit mehr Sympathien
bringt als Pyrotechnik indoor. Eine Erfüllung, wenn man die Mannschaften beim
Einmarsch in den Traditions-Trikots sah, die kräftigen Farben ... alles wie
früher, nur dass wir diesmal als „David“ gegen „Goliath“ Wacker ins Spiel
gingen. Die erste Spielminute versprach keine Sensation, die Innsbrucker kamen
per Siebenmeter gleich zur Führung. Doch was dann kam, war genau das, was wir
von unseren Underdogs verlangten: Enormer Kampfgeist, alle Kräfte mobilisieren
um den Erzfeind vielleicht doch in die Knie zu zwingen. Was wir natürlich nicht
verlangen konnten war, dass die Austrianer dabei zu Zählbarem kommen. Doch dazu
kam es, Ivan Pecaranin gelang ein schönes Tor zum 1:1-Ausgleich –
unbeschreiblicher Torjubel in der violetten Fankurve, die während dem Derby
pausenlos Support am Limit geboten hat. Es kam noch besser, als Neuzugang Lubo
Neubauer auch den zweiten Rückstand zum 2:2 ausgleichen konnte – ein Tor gegen
Innsbruck, so stellt man sich den Leuten in der Mozartstadt vor. In der Folge
hatte die Austria die große Chance auf die Führung. Leider gelang der
Siegestreffer aber den Innsbruckern, begünstigt durch einen Torwart-Fehler – es
sei ihm verziehen. Einen Klassenunterschied hätte man beim Westderby mit der
Lupe suchen müssen. Ein bisschen ärgern, dass es nicht zumindest zum
Unentschieden gereicht hat, ist also trotz der klaren Vorzeichen durchaus
erlaubt.
Bis zum Ankick des
zweiten Spiels der Austria an diesem Abend waren es dann gut zwei Stunden. Der
Unterhaltungswert war durchaus geboten. Innsbrucker und Rieder liefen
aufeinander zu, ein sehenswertes Handgemenge war die Folge. Damit war ja am
allerwenigsten zu rechnen, dass die Innsbrucker statt in unsere Richtung
plötzlich in Richtung der Rieder losstürmen würden. Damit uns und den LASK-Fans
derweil nicht fad wird, wurden wir auch etwas mit eingebunden. Kurz vor unserem
zweiten Spiel kamen uns die Freunde aus dem Westen dann doch besuchen,
vermutlich aus Frust weil sich in der Zwischenzeit die gesamte Halle gegen sie
aufgebracht hat: Ried-Fans, LASK-Fans und natürlich wir Violetten unisono
„Innsbrucker Arschlöcher“ – Wahnsinn. Traurig dabei, dass es so ungeordnet
abgelaufen ist, dass Kinder aus den Brandherden gebracht werden mussten. Später
krachte es auch noch zwischen Riedern und Linzern, wobei besonders die Jungs
aus dem Innviertel scheinbar die weihnachtliche Besinnlichkeit bereits zur
Gänze abgebaut haben dürften. Natürlich konnte es nicht gänzlich ruhig bleiben,
wenn sich solche Fanlager gegenüberstehen. Gottlob stehen am Tag danach eher
die anderen als Radaubrüder da – das Image der Austria behält medial gottlob
die weiße Weste, die es sich auch verdient hat.
Dann war da noch unser
„Freund“ Heimo Pfeifenberger. Der hat vor 30 Monaten genug Unfug mit dem
Violetten Stolz getrieben, dass er die Nachwirkungen wohl immer merken wird –
Jahrhundert-Fußballer hin oder her. Alle anderen Ex-Austrianer wurden zum
Prominenten-Spiel sehr freundlich begrüßt, sogar die Eintracht im Umgang mit
Edi Glieder scheint wieder hergestellt – mit seinem mysteriösen Wechsel zu
Innsbruck entstand natürlich ein gewisses Misstrauen. Vor allem Otto Konrad
wird nach wie vor verehrt, er ist stolz, für die Austria gespielt zu haben –
und die Austria ist stolz, solche Persönlichkeiten in den Reihen gehabt zu
haben.
Auf die
Golden-Goal-Verlängerung der Prominenten-Partie hätten wir verzichten können,
„Wir wollen die Austria sehen“, äußerten sich die Fans. Im Anschluss war es
dann endlich soweit, leider hatte man gegen Wacker Burghausen weniger
Spielanteile als gegen Innsbruck – 0:4 hieß es am Ende, Lubo Neubauer war gegen
seinen Ex-Klub kein Treffer vergönnt.
Fazit: Ein sehr interessanter Abend, ein
positives Ereignis für unseren Verein, der Hass auf Innsbruck ist ganz der
Alte, Austria-Salzburg-Fans als totale Bereicherung eines Turniers von medialem
Interesse mit Bundesliga-Luft, die gute Idee hinter dem Hallencup können die
Veranstalter noch durch einige Nachbesserungen reifen lassen.
TAG 2
Trotz ausführlichem
Live-Bericht gestern im ORF („Salzburg heute“), wo Pichler beim Interview
bestens Gelegenheit hatte, noch einmal die Werbetrommel zu rühren um zumindest
am zweiten Turniertag mehr Leute in die Halle zu kriegen, war auch am Mittwoch
der Besuch sehr enttäuschend. Gar noch weniger als am Dienstag waren es, die
Innsbrucker und die Rieder Fans haben sich bei den Sicherheitskräften nicht für
den zweiten Turniertag qualifiziert.
Da tut es dann schon
gut, wenn man Austrianer ist. Das violette Salzburg nahm es wieder selbst in
die Hand, sich einen schönen Hallenfußball-Abend zu machen. Im letzten
Gruppenspiel verkauften sich unsere Jungs gegen Bundesligist Altach auch gut,
Schleindl gelang der zwischenzeitliche Anschlusstreffer und letztlich stand
eine 1:3-Niederlage zu Buche. Überraschenderweise belegte in der anderen Gruppe
ein Bundesligist Platz 4, was uns im Platzierungsspiel ein weiteres Match gegen
einen Klub von ganz oben bescherte. Bei diesem Spiel gegen SV Ried war unsere
Anhängerschaft bis in die Haarspitzen motiviert, unsere Mannschaft lautstark zu
unterstützen – ORF Sport Plus war live auf Sendung. Dass wir 1:5 verloren
haben, tut den positiven Ereignissen der beiden Turniertage aus unserer Sicht
keinen Abbruch. Der hochverdiente Ehrentreffer gelang Hallen-König Ivan
Pecaranin, der von Didi Ziesel dann richtiggehend zelebriert wurde: Der Mann
hat ein violettes und ein weißes Stimmband und versteht es, die Austria zu
würdigen. Dreimal beantworteten wir „IIIVAN“ mit „Pecaranin“. Damit hat die
Austria ihr Turnier ehrenvoll zu Ende gespielt, es waren zwei großartige Tage
für unseren Verein. Einige Austria-Fans ließen den Finaltag dann noch gemütlich
ausklingen, indem sie gemeinsam mit den Linzer Freunden im Finale den LASK zum
Turniersieg anfeuerten. Zum Glück wurden die Sicherheitskräfte angesichts der
tollen Vorstellung der Violetten Fankurve allmählich locker genug, um uns in
den Sektor der schwarz-weißen rüberzulassen.
Leider dürften die beiden Tage den
Veranstaltern ein Defizit beschert haben. Jedenfalls sind die Besucherzahlen
enttäuschend, obwohl die violett-weiße Fanschar beste Voraussetzungen
geschafften hätte. Man kann sich angesichts des Termins nicht über mangelnden
Zustrom aus Linz oder Innsbruck beklagen. Vielmehr ist es bedauernswert, dass
der neutrale Salzburger Fußballinteressierte daheim geblieben ist. Natürlich
jammert man jetzt, dass keine Mannschaft der Dosen angetreten ist – weder die
Kleinen noch die Großen. Ein Armutszeugnis für den Fußball in Salzburg, wenn er
mit dem Kommerzklub endet. Für die Gänsehautstimmung wird in Salzburg ohnehin
immer nur ein Klub sorgen können, insofern haben die Kasperln in Rot überhaupt
nicht gefehlt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Veranstalter nicht entmutigen
lassen und dieses Turnier auch im nächsten Jahr stattfinden lassen – mit
unserer Salzburger Austria. Ohne Violett-Weiß wäre das Turnier nächstes Jahr
ohnehin zum Scheitern verurteilt - man darf gespannt sein, ob es eine
Konstellation mit den Vorstädtern geben wird.
F O T O S F R Ü H J A H R 2 0 0 8
Herbst
2007 (Saison 2007/08, 1. Klasse Nord)
>>> 28. Oktober
2007: UFC Salzburg – SV Austria Salzburg
0:2 (0:0)
Nur zwei Tage nach dem faden Auswärtssieg bei Elixhausen, mussten die Austria-Kicker wieder in der fremde antreten. Trappl, Lenz & Co. mühen sich über die Runden, das war ihnen auch in diesem Spiel wieder anzusehen. Glanzvollen Unterhausfußball konnten uns unsere Jungs auch beim letzten Auswärtsspiel der Herbstsaison nicht mehr bieten. Man tat sich schwer in Itzling, der UFC rührte mächtig Beton in der Abwehr an und hielt die Null lange genug, um die Fans der Austria zum beißen der Fingernägel zu bringen. Klar hätte viel früher ein Tor fallen können, nicht zuletzt war auch die Stange im Weg – aber mit der Zeit taten sich die Austrianer dann auch immer schwerer, wenn es darum ging, Chancen herauszuspielen. Dieser Umstand machte Kopfzerbrechen, zumal die Minuten immer schneller heruntertickten. So musste ein Eckball herhalten, um den Bann in der 75. Minute endlich zu brechen – Oliver Trappl war per Kopf zur Stelle und konnte damit auch seine Torsperre brechen. Dem Kraftlackel war damit offensichtlich leichter, er rannte zu den Fans und tobte sich mit seiner Freude vor den Leuten aus, die sich so sehr mit ihm über sein Tor freuen. Kurz darauf gab’s Elfmeter für die Austria, Oliver Trappl tat an und ... vergeben. Die totale Rückkehr des Selbstbewusstseins war’s also noch nicht. Dadurch hieß es noch einige Minuten weiterzittern für die Austria-Fans. Erst ehe Seywald mit der letzten Aktion das zweite Tor aus einem Konterangriff machte, war diese Sache durch.
Ein unerwartet spannender
Fußballnachmittag also an diesem Sonntag. War der Auswärtssieg mit selben
Resultat vor zwei Tagen bei einem ebenso schwachen Spiel der Austria noch
souverän und nie gefährdet, so musste man diesmal schon bessere Nerven
aufbringen. 550 zahlende Zuschauer waren bei diesem Spiel, insgesamt dürften es
doch um einige mehr gewesen sein. Die Fans der Austria peitschten die
Mannschaft speziell in der 2. Halbzeit noch einmal gehörig nach vorne, umrahmt
von einer kleinen, feinen Choreographie brachte man Stimmung auf den Platz in
Itzling. Nächste Woche steht noch das abschließende Heimspiel gegen den HSV
Wals auf dem Programm, ehe Spieler, Betreuer und Fans in die wohlverdiente
Winterpause gehen können. Gut, dass in den beiden müden Spielen dieses
Wochenendes keine Punkte liegen gelassen wurden.
>>> 26. Oktober
2007: USV Elixhausen – SV Austria Salzburg
0:2 (0:1)
Eine Woche nach der Spielabsage erinnern
jetzt beim Nachtragsspiel, eine Woche später, nur noch die weiß angezuckerten
Berge an den ersten Schnee – der Platz ist einstweilen wieder in saftigem Grün.
770 Zuschauer fanden sich ein, die meisten davon wollten, dass der Nationalfeiertag auch zum violetten Volksfest wird. Die Austria ging durch einen Pecaranin-Treffer auch bald in Führung, hatte somit das Nötigste schon getan, ehe die Beine immer müder wurden. Man kann in diesem Spiel eigentlich nur die Qualität des Angriffs analysieren, da Elixhausen eigentlich keine Akzente setzen konnte. Was mittlerweile auffällt ist, dass die Spritzigkeit in den Aktionen nachlässt – es werden dadurch nicht mehr ganz so viele Chancen herausgespielt, wie wir das schon hatten in dieser Herbstsaison. Ergeben sich gute Gelegenheiten, wird oft auch vergeben – die Köpfe scheinen auch zunehmend ausgebrannt. Allzu sehr musste man sich aber nie vor dem Ausgleich fürchten, Elixhausen war sehr harmlos. In der 2. Halbzeit brachte Mario Schleindl dann mit dem zweiten Treffer alles unter Dach und Fach.
Dass der Sieg nicht höher ausgefallen
ist, wird uns wohl nicht zum Verhängnis werden. Auch ohne die gewünschte
Spritzigkeit in den Aktionen kamen die Violetten hier souverän zu einem
ungefährdeten Auswärtssieg, es wird aber immer mehr Zeit für die Winterpause.
>>> 13. Oktober
2007: SV Austria Salzburg – ASVÖ SK Liefering
4:0 (3:0)
Seit dem missglückten
Antreten auswärts bei Hallein Ende August, läuft alles bestens bei Austria
Salzburg. Überstande Cup-Runden gegen höherklassige Gegner, Auswärtssieg gegen
den hartnäckigsten Verfolger in der Tabelle und alle weiteren zu holenden
Meisterschaftspunkte stehen zu Buche – alles souverän eingefahren. Vier Spiele
stehen jetzt noch aus, die Austria muss noch nach Elixhausen und zum UFC – dazu
2 Heimspiele, beim Herbst-Ausklang gegen den HSV Wals und eben heute gegen den
SK Liefering. Die Jungs um Gustl Kofler wollen natürlich alles daran setzen,
auch in den verbleibenden Runden bis zur Winterpause alles mögliche an Punkten
mitzunehmen.
Dass der SK Liefering
diesem Bestreben keinen Abbruch machen würde, war bald klar – schon nach acht
Minuten stand es 2:0. Das schönste Tor des Spiels ging auf das Konto eines
Spielers, der es sich mehr als verdient hat – aber ganz so gedacht war es wohl
nicht: Von der Seite schlug Martin Ebner einen hohen Ball in die Mitte, der
nicht auf die Spieleransammlung im Strafraum, sondern auf das Tor zusteuerte
und auch genau hineinpasste. Längst wurde einen Gang zurückgeschalten, trotzdem
dominierte die Austria beim Stand von 3:0 nach Belieben. Das 4:0 war jedenfalls
fällig, natürlich kam zunächst ein nicht anerkannter Treffer dazwischen – kurz
vor Schluss klappte es aber doch noch, Mario Schleindl drückte den Ball nur
noch über die Linie zum 4:0-Endstand.
In den höheren
Spielklassen ist Länderspielpause, was wieder einige Sympathisanten aus der
Ferne anlockte. Neben einer Abordnung der befreundeten Dortmunder, fanden auch
Rostocker und einige LASK-Fans den Weg zur Austria. Erwähnenswert auch, dass
die Austria in Wirtschaftskreisen zunehmend interessant wird. So stimmte sich
ein großes Pongauer Skigebiet als heutiger Matchsponsor auf den Winter ein –
tolle Sache, die Violett-Weiß sehr profitieren lässt.
Auf nach Elixhausen, die Austria lebt!
>>> 29. September
2007: SV Austria Salzburg – USK Hof
3:0 (1:0)
Eine Woche nach dem
wichtigen Auswärtssieg im Spitzenspiel in Obertrum, war heute von Anfang an
wieder alles auf 3 Punkte eingestellt – Hof sollte im Heimspiel überhaupt kein
Problem sein. Wie schon beim letzten Heimspiel gegen Lamprechtshausen, hatte
heute der Nachwuchs seinen großen Tag – vor und nach dem Spiel der
Kampfmannschaft fanden etliche Spiele der Mini’s statt. Wieder nutzte die
Gastro das umfangreiche Programm des Tages für eine kulinarische Reise –
diesmal wurde Mexikanisches angeboten.
Es wurde an diesem
Samstag schärfer gegessen, als geschossen. Der Chili in Trappl & Co. war
diesmal nicht ganz so scharf, vielleicht haben sie einfach keinen ganz so guten
Tag erwischt oder es war jetzt erstmals auch eine gewisse Müdigkeit nach den
vielen Spielen der letzten Wochen inklusive Cup.
Toll eigentlich, dass
unsere Jungs dennoch einen 3:0-Heimsieg einfahren konnten. War das Ergebnis
letzte Woche noch zu knapp, so war dieses 3:0 diesmal ein gefühltes – maximal –
2:0. Viel mehr als die Treffer, die gefallen sind, brachte unsere Austria
diesmal auch nicht zustande. Beim 1:0 nach knapp einer halben Stunde musste
Mario Schleindl nach gutem Angriff nur noch abstauben, wenn man oft an der
richtigen Stelle ist, kommt man zu einfachen Toren und schießt sich locker aus
der Ladehemmung – Gratulation unserem wiedererstarkten Goalgetter. Bis zur
Pause und lange darüber hinaus blieb es bei der knappen Führung, was ob
vereinzelten guten Chancen für die Gäste auf den Rängen etwas Skepsis ans
Tageslicht brachte. Schließlich machte Abwehrchef und Kapitän Würnstl aber doch
alles klar, aus kurzer Distanz zur Entscheidung – 2:0. Die letzte Aktion des
Spiels war nochmal ein Tor für die Austria, was wäre ein Sieg ohne Treffer von
Mario Lenz. Endstand 3:0, 3 Punkte – passt.
Nächste Woche steht wieder ein kleines
Stadtderby an, die Austria ist zu Gast beim ASV – kommt alle hin, unsere Farben
verdienen nicht nur den hundertprozentigen Einsatz jedes Spiels, sondern auch
die Ausdauer der Fans!
>>> 22. September
2007: USK Obertrum – SV Austria Salzburg
2:3 (0:1)
Perfektes Ausflugswetter
ließ die letzte Ausrede verschwinden, diesem Kracher in der 1. Klasse Nord an
diesem Samstagnachmittag fernzubleiben. Der USK Obertrum war bestens
vorbereitet auf einen Massenansturm der Austria-Fans, der einfache Sportplatz
wurde wo es ging noch liebevoll im Detail aufgewertet und man organisierte
extra Ordner für die Parkplätze. Der Aufwand sollte sich finanziell mehr als
bezahlt machen, 1.500 Zahlende brachten den Sportplatz zum beben – wie gesagt:
Finanziell für die Gastgeber bestimmt eine tolle Sache, die Stimmung wird den
Obertrumern wohl auch als einzigartig in Erinnerung bleiben.
Alles war dann aber
doch nicht perfekt für die Gastgeber an diesem Tag, denn das Spiel haben sie
verloren. Die drei Punkte und damit die Tabellenführung gehen an Austria
Salzburg, hochverdient durch einen 3:2-Auswärtssieg.
Dabei klingt es im
Ergebnis knapper als es war, lange Zeit war es eine klare Angelegenheit für
unsere Austria. In der ersten Halbzeit wurde Obertrum nie gefährlich, die
Violetten spielten konzentriert und warteten geduldig auf Chancen. Nicht
unverdient schoss Lenz nach präziser Hereingabe von Trappl nach etwa einer
halben Stunde zur Salzburger Führung ein. In der 2. Halbzeit bestimmte auch die
Austria das Spiel und kam dann auch bald zur Vorentscheidung, als Lenz
gemeinsam mit zwei weiteren Austrianern auf den Obertrumer Torhüter zulief und
das Tor ganz cool selbst machte. Mario Schleindl setzte endgültig den Deckel
drauf, als er wenig später von einer Unzulänglichkeit der Obertrumer Hintermannschaft
samt Türhüter profitierte und locker einrollte. Obertrum kam zwar noch zu zwei
Treffern, einmal etwas glücklich und beim zweiten Mal mit einem schönen
Angriff. Der 2:3-Anschlusstreffer bescherte uns noch eine nicht mehr erwartete,
nervenzerreisende Nachspielzeit. Eine weitere Torchance wurde dann aber nicht
mehr zugelassen und so konnte unsere Mannschaft diesen hochverdienten Sieg auch
einfahren.
Es deutet vieles auf eine schöne Saison
hin, während auf Obertrum in den nächsten Runden echte Bewährungsproben warten,
könnte sich die Austria mit Siegen gegen vermeintlich leichtere Gegner gleich
mal einen Punkte-Polster verschaffen.
>>> 16. September
2007: SV Austria Salzburg – Lamprechtshausen
6:0 (2:0)
Keine
andere Bezeichnung als „Pflichtsieg“ ist zu finden, wenn man sich über die
Erwartungshaltung der Austria vor dem Heimspiel gegen Lamprechtshausen Gedanken
macht. Sechs Tage vor dem großen Schlager um die Tabellenführung, auswärts bei
Obertrum, sind die drei Punkte heute fix eingeplant. Eine klare Sache scheint
also vorprogrammiert, wem da der Anreiz für einen Matchbesuch abhanden kommt,
der wird vom Verein auf eine andere, sehr schmackhafte Weise dazu motiviert: Es
gibt ein Frühschoppen, eine Woche vor der Eröffnung des Oktoberfestes in
München schon heute in Salzburg ganz passend mit Weißbier, Weißwurst & Co.
Organisiert wurde diese Spezialität für das lange Rahmenprogramm an diesem
violetten Sonntag in Maxglan, vor und nach dem Spiel der Kampfmannschaft
liefern sich diverse Teams des Austria-Nachwuchses interessante Turnier-Spiele.
Bei wunderschönem
Wetter dauerte es etwas, bis der erste Treffer fiel – Nach einem Eckball
köpfelte Oliver Trappl in der 22. Minute zum 1:0 ein und alles nahm den
vorhergesehenen Verlauf. Spätestens als sich Mario Schleindl in der letzten
Aktion vor der Pause mit seinem Treffer zum 2:0 ein Stück weiter aus seiner
kleinen Krise geschossen hat, war eigentlich alles klar. Die beiden Torschützen
der ersten Halbzeit trafen auch nach Seitenwechsel, dazu netzten auch Würnstl
und – mit dem Schlusspunkt in der 91. Minute – Mario Lenz. Endstand war 6:0, dass der Sieg ohne
weiteres auch zweistellig sein hätte können, muss eigentlich nicht extra
erwähnt werden.
Das etwas schlechtere Torverhältnis
verhindert für unseren Verein derzeit noch den Platz an der Sonne – heute wäre
Platz 1 eigentlich schon drin gewesen. Jetzt müssen wir uns eben noch eine
Woche gedulden, dann haben wir mit unserer Austria die große Chance, mit einem
Auswärtssieg in Obertrum wieder zurück an die Tabellenspitze zu kommen – und
dann hoffentlich endgültig in dieser Saison!
>>>
12. September 2007: SV Austria Salzburg – Wagrain 8:3 (2:1)
Für viele, die nach
Dienstschluss noch zur Austria eilten und eigentlich zu spät gekommen wären, ging
sich der Anstoß doch noch aus: Mit 20 Minuten Verspätung wurde der
Landescup-Schlager gegen Wagrain um 18:20 Uhr angepfiffen. Die Gäste aus dem
Pongau kamen in Begleitung von ca. 50 Fans nach Salzburg-Maxglan. Wagrain hat
so einiges gemeinsam mit dem Werdegang unserer Austria: So gelang auch ihnen
der Aufstieg in die 1. Klasse zu dieser Saison, in der Liga dominiert Wagrain
ebenfalls schon nach Belieben – Platz 1 müsste ihnen für dieses schwierige
Spiel bei der Austria im Cup Mut machen. Noch mehr Selbstvertrauen bringen die
Pongauer aber wahrscheinlich durch das Weiterkommen in der 3. Runde gegen
Westliga-Klub Grödig (3. Liga) mit. Über die Favoritenrolle in diesem Spiel war
man sich im Vorfeld dennoch einig, die ist bei den Violetten.
Nach vielen Tagen
Schlechtwetter wurde ausgerechnet dieser Mittwoch wieder schön, somit begann
dieses Spiel mit den letzten Sonnenstrahlen dieses Tages bei wunderschöner
Abendstimmung über der Mozartstadt. Die in der heutigen Ausgabe der „Kronen
Zeitung“ als „Drachentöter“ titulierten Wagrainer hatten die ganz breite
Brust bereits nach drei Spielminuten verloren, da köpfelte Mario Lenz nach
Maßflanke von Ivan Pecaranin schon zum 1:0-Führungstreffer der Austria ein.
Zwar kam Wagrain per Elfmeter zum Ausgleich, bereits in der 25. Minute war das
Köpfchen von Lenz aber schon wieder zur Stelle – 2:1. Mit dem knappen Vorsprung
ging es in die Kabine, eine hochverdiente Führung.
Zu Beginn der 2.
Halbzeit entflammte erstmals auf der neuen Heimstätte Bengalisches Feuer, mit
einer Pyro-Einlage wurde der ohnehin sehr guten Stimmung noch zusätzlich Schub
gegeben. Die Spannung wich aber nicht ganz so schnell aus diesem Spiel, da
Wagrain nochmals zum Ausgleich kam – 2:2 nach wenigen Minuten in der 2.
Halbzeit. Doch dann drehten die Violetten auf. In der 60. Minute ein
vielversprechender Angriff der Austria, auf kuriose Weise kam der Ball
schließlich zu Mario Schleindl – der hatte keine Mühe um die Führung für die
Austria zurückzuerobern, aus kürzester Distanz drückte er das Leder über die Linie.
Ein ganz wichtiges Tor für den Top-Goalgetter der vergangenen Saison, denn
trotz des Siegtreffers im Spiel gegen Bergheim hat er in dieser Saison ganz
offensichtlich noch nicht zu seiner Form gefunden. Für ihn sollte es an diesem
Abend noch besser kommen, doch alles der Reihe nach. Spätestens in der 65.-
bzw. 69. Minute wurde dieses Spiel dann entschieden, Mario Lenz gelang der
Hattrick und auch Oliver Trappl wollte die Anlage nicht ohne Treffer verlassen.
Letzterer hatte bei einem wunderschön getretenen Freistoß noch Pech, dieser
ging ans Lattenkreuz. In der 71. Minute wurde uns auch noch ein Elfer
zugesprochen, Schleindl nützte die Gelegenheit um noch weiter aus seiner
Formkrise herauszukommen – souverän verwertete er zum 6:2. Kurz nach seiner
Einwechslung traf auch der Sohn unserer lebenden Fan-Legende „Schützei“ – 7:2
und für den Vater wird’s wohl eine durchzechte Nacht wenn der Sohnemann genetzt
hat ... In der 87. Minute dann erneut Elfmeter für die Austria – wieder tritt
Mario Schleindl an, fast noch cooler als zuvor hat er auch jetzt wieder
verwertet – 8:2. Den Gästen gelang dann noch Ergebniskosmetik, 8:3 war der
Endstand. Ob mit etwas besserem Zuspruch der Unparteiischen ein zweistelliger
Sieg drin gewesen wäre, wollen wir mal nicht hinterfragen – viele von uns
vermuteten ganz zum Schluss einen Ball hinter der Torlinie, wenngleich er noch
nicht im Netz gezappelt hat.
Letztlich ein klarer und verdienter Sieg,
somit sind wir jetzt „Westligaklub-Besieger-Besieger“ – aber gut, wir sind ja
nicht am Millerntor ;-) Das Viertelfinalspiel findet im April 2008 statt, noch
zwei Siege zum Einzug ins Landescup-Finale und somit zur Qualifikation für den
ÖFB-Cup 2008/09. Zunächst gilt es aber jetzt, die volle Konzentration auf die
Liga zu richten. Am Sonntag muss der Pflichtsieg gegen Lamprechtshausen her,
dann geht es nach Obertrum zum so wichtigen Spiel um die Tabellenführung.
>>>
9. September 2007: USC Abersee – SV Austria Salzburg 0:1 (0:1)
An diesem Sonntag
stand das erste Auswärtsspiel nach dem violett-weißen Betriebsunfall in Hallein
auf dem Programm. Mit dem USC Abersee erwartet uns dabei ein Gegner, der alles
andere als dafür geschaffen ist, uns bei Auswärtsspielen wieder zu alter
3-Punkte-Sicherheit zurückzuführen. Nichts anderes als die volle Ausbeute
konnte jedoch das Ziel sein und so taten auch die Fans ihr Übriges: Eine
Schifffahrt über den Wolfgangsee wurde als doch etwas außergewöhnliche
Anreise-Methode bei der Wolfgangsee-Schifffahrt gebucht. Trotz des trüben
Wetters war es ein großer Spaß auf der „MS Salzkammergut“, es wurde bereits
fleißig eingesungen – die Leute am Ufer von St. Wolfgang nahmen es auch mit
Begeisterung zur Kenntnis ;-)
Die Besatzung vom
Seeweg in der Stärke von etwa 200 Mann marschierte nach der einstündigen
Schifffahrt geschlossen zum bescheidenen Fußballplatz des USC Abersee. Man
stärke sich noch beim hervorragenden Angebot der Gastgeber mit Leberkässemmeln,
Wurstsemmeln, Würstel, trank ein paar Bier oder Radler – und schon ging’s los
mit diesem schwierigen Match. 1100 Zuschauer fanden sich ein, das kriegt man
als USC Abersee mit diesem Sportplatz und bei diesem trüben Wetter wohl nur
hin, wenn der Gegner interessant genug ist.
Dass es beim Spiel
selbst nicht regnete, änderte nichts an den Nasswetter-Bedingungen – extrem
glitschiger und tiefer Rasen forderten auch dementsprechende Kampfbereitschaft.
Den Kampf haben beide Mannschaften angenommen, Abersee mit Fortdauer des Spiels
zunehmend auch in übertriebenem Ausmaß – wobei der Schiedsrichter nur sehr
beliebig und inkonsequent gewisse Vergehen ahndete. Die Austria ging in der 9.
Minute in Führung: Nachdem ein Abstauber von Trappl noch geblockt wurde, konnte
Mario Lenz den Ball per Kopf noch erreichen und auf 1:0 für die Austria
stellen. Ein weiteres Tor der Austria fand keine Anerkennung und so blieb es
zur Pause bei der knappen Austria-Führung. Der Unparteiische dieser Partie,
immerhin bundesliga-erfahren, war offenbar der Auffassung: „Ein guter
Schiedsrichter zeichnet sich dadurch aus, dass er das Spiel sehr lange spannend
halten kann“. Demnach ist er tatsächlich eine Klasse für sich, gemeinsam mit
seinen Assistenten war es dazu aber unter anderem auch nötig, Oliver Trappl in
der 2. Halbzeit aus nahezu einschuss-sicherer Position fälschlich wegen
vermeintlichem Abseits zurückzupfeifen. Dann war auch noch Aluminium im Weg,
folgerichtig blieben der Austria weitere Treffer verwehrt. Gottlob ging diesmal
nicht alles ins Auge und es blieb wenigstens beim 1:0 und somit bei weiteren
sehr wichtigen 3 Punkten im Aufstiegsrennen.
Bevor es im Kampf um die uneingeschränkte
Herrschaft an der Tabellenspitze weitergeht, steht am Mittwoch das Cup-Spiel
gegen Wagrain an. Wagrain inklusive wären es 3 Siege bis ins Landescup-Finale,
wobei man sich mit dem Finaleinzug für den ÖFB-Cup qualifiziert – Motivation
genug, auch in diesem Bewerb Gas zu geben. Am Samstag sind dann im
Meisterschafts-Heimspiel gegen Lamprechtshausen 3 Punkte Pflicht, ehe es sich
in 2 Wochen an der Tabellenspitze so richtig zuspitzt: Dann gastiert unsere
Austria bei den derzeit punktegleichen Obertrumern, dieser Schlager ist schon
jetzt als Pflichttermin für alle Violetten vorzumerken.
>>> 1. September
2007: SV Austria Salzburg – SU Abtenau
5:2 (5:0)
Die Niederlage aus der
Vorwoche konnte man bereits beim Cup-Match verdauen, so ging es schon diesmal
wieder mit breiter Brust ins nächste wichtige Meisterschaftsspiel. Der Gegner
ist wieder einer der stärker einzuschätzenderen Sorte, wenngleich auch Abtenau
erst zu dieser Saison in diese Klasse aufgestiegen ist. Nach Taxham und Bürmoos
grüßt in dieser Saison bei einem Heimspiel schon zum dritten mal ein trüber
Horizont mit reichlich Regen. Vermutlich hat das miese Wetter den einen oder
anderen Zuschauer gekostet, laut SFV-Bericht waren es diesmal gar „nur“ 890 –
die offizielle Homepage der Austria spricht von gut 1.000.
Wie auch immer,
passable Stimmung auf den Rängen. Die allerletzte Emotion raubte uns eine
sensationell aufspielende Austria – das Spiel war schnell entschieden, somit
war die ganz heiße Luft auf der Tribüne bald draußen. Schon in der 2. Minute
gelang O. Trappl der Führungstreffer, nach 37 Minuten stand auf der
Anzeigetafel ein 5:0 – wobei die Gäste noch gut bedient waren. Zwei Doppelpacks
durch Trappl und Lenz garnierte Xandi Seywald mit dem 5:0 – Halbzeit.
Nach der Pause schalteten
die Violetten zurück – soweit sogar, dass Abtenau zu zwei Ehrentreffern kam.
Ergebniskosmetik gelungen, denn trotz Bemühungen im Finish kam die Austria
nicht mehr dazu, doch noch einen krönenden Schlusspunkt zu setzen. Egal – 5:2
der Endstand, durch die anderen Ergebnisse begünstigt konnte die Austria damit
sogar schon an diesem Wochenende die Tabellenführung zurückerobern.
Vom Jäger zum Gejagten – In einer Woche
gilt es in Abersee, den Platz an der Sonne zu verteidigen. Ein besonders
reizvolles Auswärtsspiel steht bevor, die Austria-Fangemeinde reist per Schiff
an.
>>> 29. August
2007: SV Austria Salzburg – Bürmoos
5:0 (2:0)
Nachdem sich das
seltene Ereignis einer Austria-Salzburg-Niederlage, nämlich jener vom
Auswärtsspiel in Michaelbeuern von August 2006, am vergangenen Wochenende in
Hallein ausgerechnet mit der nächsten Auswärtsniederlage (wieder 0:1) feierlich
gejährt hat, war gleich vier Tage später Gelegenheit zur Rehabilitation da:
Cup-Spiel gegen Bürmoos, die eine Liga höher kicken als die Austria – Bürmoss
spielt in der 2. Landesliga Nord.
Um 18:30 Uhr war
Anstoß, trotz dieses Termins und nicht sehr einladenden Wetters schafften es
etwa 660 Besucher zu diesem Match. Der typische Schnürlregen sorgte von Minute
zu Minute auch für typische Pokalspiel-Stimmung: Es wurde immer dunkler, das
Flutlicht kam immer stärker zur Geltung und unsere Mannschaft nahm wunderbar
den Kampf an.
Erstaunlich, wie die
Violetten den „höherklassigen“ Gegner sofort an die Wand spielten –
hochverdient die Pausenführung von 2:0, beide Tore in der ersten Halbzeit durch
Mario Lenz. Er war es später auch, der den Schlusspunkt – das sensationelle 5:0
– auf dieses Spiel setzte. Die Tore 3 und 4 erzielten Oliver Trappl und ein
sehr starker Mario Messner.
Die Stimmung passte
sich ganz dem tollen Spiel der Austria an, so eine Atmosphäre bringt den ganzen
Stolz in einem hervor, Austrianer zu sein. An diesem Abend inkludierte dieser
Stolz auch die Freude, nicht zum Dosenfutter aus der Vorstadt zu gehören. Eine
Herzensfreude, Luftsprünge als der Platzsprecher das Scheitern der Roten in der
Champions-League-Qualifikation verkündete. Der violett-weiße Fußballgott war
aber an diesem Abend nicht nur in Salzburg und Donetsk anwesend, auch aus
Wagrain konnte unser Platzsprecher erstaunliche Neuigkeiten vermelden: Dort
scheiterte Grödig in der 3. Landescup-Runde, womit uns in der nächsten Runde
der Westligist erspart bleibt.
Die Niederlage von Samstag sitzt unserem
Team also nicht mehr allzu schwer im Magen, ein zauberhafter Fußballabend an
diesem Mittwoch, der dem Gemüt des Austria-Fans sehr gut tut – auch wenn die
Tabellenführung in der Liga deswegen natürlich noch nicht wieder zurückerobert
ist. Aber eine toll aufspielende Austria-Mannschaft und eine bitter
gescheiterte Bullen-Truppe an nur einem Abend, da stellt sich einfach
Zufriedenheit ein.
>>> 15. August
2007: SV Austria Salzburg – SC Tamsweg
3:0 (2:0)
In dieser Saison
spielt die Austria in einer Liga, wo es sehr oft die Vormachtstellung in der
Stadt unter Beweis zu stellen gilt. ASV, UFC & Co. können die Violetten
diesmal vergessen, den Liga-Alltag auch – diesmal sind Lungauer zu Gast, der SC
Tamsweg soll aus dem Landescup gekickt werden. Ob die Jungs aus der 2.
Landesliga Süd trotz der einen Liga höher eine echte Bewährungsprobe für Trappl
& Co. sein können, war im Vorhinein nicht so leicht zu sagen. Am Mittwoch
stellte sich dann folgendes heraus:
Austria Salzburg wird
in die 3. Runde aufsteigen. Bald war klar, dass dieses Duell nur einen Sieger
kennen kann. Unser Mannschaft spielte die Lungauer völlig an die Wand, schon
nach wenigen Minuten waren die Gäste so tief drin in der eigenen Abwehr, wie
Taxham vergangenen Samstag erst mitte der 2. Halbzeit. Die Austria spielte
solange Tempo-Fußball, bis vom Ergebnis her alles klar war und schaltete dann
einige Gänge zurück – bestimmt war das wichtige Meisterschaftsspiel am Samstag
gegen Bergheim dabei schon in den Köpfen. Selbst gegen eine mit angezogener
Handbremse spielende Austria-Truppe machten die Lungauer keinen Stich, die
kamen zu keiner nennenswerten Entlastung. Die Tore waren sehenswert, Ivan
Pecaranin eröffnete mit einem gefühlvollen Kopfball über den Torwart aus
kürzester Distanz – das 2:0 wenig später durch einen trockenen Abstauber von
Mario Lenz, ebenfalls aus kurzer Distanz, war dann schon die Entscheidung. Nach
der Pause war dann noch ein Tor überfällig, denn der groß aufspielende Oliver
Trappl hatte noch nicht getroffen. Er machte es eindrucksvoll und ganz in
seinem Stil: Er fischt sich im Zweikampf an der Strafraumgrenze den Ball, der
eigentlich ganz unter Kontrolle des Lungauer Spielers war, kurzer Blick, Schuss
– und genau flach ins Eck zum 3:0-Endstand.
Trotz hoher
Temperaturen bot der Fanblock eine grandiose Stimmung. In den letzten Minuten
hielt es auch die Sitzplatz-Hälfte der Tribüne nicht mehr auf den Schalen –
alle standen auf für diese geil aufspielende Salzburger Austria, Vorsänger
Salva agierte in den letzten Minuten in der Tribünenmitte und alle gaben Gas,
alle Hände waren weit oben. Auch der legendäre Schützei lebt mit seinen
Stimmungseinlagen in der Tribünenmitte nun voll auf. Die Austria lebt
bescheiden aber glücklich wie kaum zuvor. Schon in Liga 7 war das
Stimmungsbarometer teilweise auf Wolke 7, jetzt wird’s sogar noch besser.
Die nächste Runde im Landescup findet am
Mittwoch, den 29. August statt – mal sehen, was das Los uns beschert.
>>>
11. August 2007: SV Austria Salzburg – ASV Taxham 5:0 (2:0)
Drei Heimspiele am
Stück stehen jetzt für die Austria auf dem Programm, zu den beiden
Meisterschaftsspielen kommt am Mittwoch die Cup-Partie gegen Tamsweg. Dieses
Spiel wird dann vermutlich etwas schwieriger als das heute, aber dennoch war
zunächst das ganze Augenmerk auf dieses Match zu richten. Gegner Taxham gehört
zu den schlechter eingeschätzten Teams in dieser Liga.
Der trübe Tag konnte
dem Ansturm auf die Tribüne der ASKÖ-Anlage nichts anhaben, der attraktive
Mieter reizt bei jedem Wetter. Es entwickelte sich eine großartige Stimmung auf
den Rängen, einfach wieder mal ein Samstagnachmittag Austria Salzburg pur. Die
Gesänge waren viel abwechslungsreicher als in gewissen Spiel zuvor, es machte
Spaß, die Austria über 90 Minuten nach vorne zu schreien.
Bemerkenswert ist,
dass die Taxhamer ihre Null sogar fast eine Viertelstunde länger halten konnten
als vor zwei Wochen der UFC, erst nach einer guten halben Stunde wurde es
Oliver Trappl zu blöd – er lief alleine auf den gegnerischen Torwart zu, machte
es souverän und stellte auf 1:0. Wenig später kam auch unser Top-Stürmer aus
Niederösterreich zu seinem ersten Tor, eine Traumflanke nutzte Mario Lenz per
Kopf zum sehenswerten 2:0. Noch vor der Pause krachte ein Freistoßhammer an die
Stange, nicht desto trotz war natürlich schon alles klar nach den ersten 45
Minuten.
Zum Pausenvergnügen tanze ein Hase in ros