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Herbst 2009 (Saison 2009/10, 1. Salzburger Landesliga)
// Fotos aus dem Herbst 2009 //
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1. Runde // USC Eugendorf – SV Austria
Salzburg 1:3 (1:0) |
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Eugendorf, 1.
August 2009 – 19:00 Uhr ::: 1.500 Zuschauer (offiziell) |
Ligastart am Monatsersten, eine nochmals stark verstärkte Austria-Mannschaft
und ein attraktiver Gegner auswärts zum Auftakt – klar, dass hier auch das
Wetter mitspielen musste und so war alles angerichtet für ein gelungenes
Wochenende als Beginn der Mission Landesliga. Trotz schlechter Ergebnisse in
den Vorbereitungsspielen startet die neu formierte Truppe voller
Selbstvertrauen in die Meisterschaft, immerhin hat man sich vor einer Woche mit
einem überzeugenden 18:0 im Cup bereits warm geschossen.
Bei Volksfeststimmung an diesem wunderbaren Sommerabend entwickelte sich
bald ein Landesligaspiel auf hohem Niveau, Respekt an beide Mannschaften für
das hohe Tempo – immerhin war es trotz der zwei Stunden zurückverlegten
Anstoßzeit speziell in Hälfte 1 noch ordentlich heiß. Die Austria war bei
diesem sehr ansehnlichen Schlagabtausch leicht feldüberlegen und hatte auch die
eine oder andere sehr gute Möglichkeit. Eugendorf war aber stets gefährlich,
spielte ebenfalls gefällig nach vorne. So kam es, dass für einmal die
Abseitsfalle nicht zuschnappte und Suppan trocken zum 1:0 einschieben konnte.
Wenig später hatte man großes Glück, aus einer ganz ähnlichen Situation nicht
noch höher in Rückstand zu geraten. Fazit nach 45 Minuten: Dumm gelaufen.
Nach Seitenwechsel sah man gleich wieder eine spritzige Austria, die
schnellstmöglich den Ausgleich erzielen wollte um dann auch noch möglichst viel
Zeit zu haben, das Spiel eventuell noch komplett zu drehen. Eugendorf blieb
zunächst aber gefährlich, hatte auch zu Beginn der 2. Halbzeit noch Chancen,
die Führung auszubauen. Es war aber doch die Austria, die das Spiel immer mehr
an sich reißen konnte. Herausragender Akteur bei der Spielgestaltung war dabei
Stefan Federer, der einige Aktionen zum Zunge schnalzen aufs Feld zauberte.
Zunächst war da eine Aktion, wo er dem Gegner mit viel Ballgefühl den
Ballkontakt verwehrte, eine schnelle Kombination einleitete, die er selbst mit
einem überragenden Weitschuss abschließen konnte – der Eugendorfer Torhüter
rettete in höchster Not. Wenig später war auch für ihn nichts mehr zu machen,
als abermals Federer einen Traumpass auf Bernd Winkler spielte und dieser mit
einem sehenswerten Schuss genau ins linke Kreuzeck den Ausgleich erzielte. Ein
absolutes Traumtor war das und ein überfälliger Ausgleichstreffer. Während die
Austria immer mehr Dominanz erlangte, mussten sich die Hausherren teilweise
auch mit Fouls helfen. Bei einem viel zu rüden Einsteigen sah ein Eugendorfer
völlig zurecht glatt Rot, schon verwunderlich, warum selbst so etwas bei
Analysen der Medien noch als „zu harte Entscheidung“ ausgelegt wird. Die
Austria-Familie freut sich über ein fleißiges Video-Team, das jede Szene
einfängt – in dem Fall macht es uns sicher: Rot war absolut richtig. Jetzt
zählte natürlich nur der Sieg, man hatte in Überzahl noch genügend Zeit. Lange
dauerte es daraufhin auch nicht, bis die Führung geschafft war – Bernd Winkler
gewann in ausgefuchster Art und Weise einen Zweikampf im Strafraum und schaffte
es abschließend noch, den Torhüter zu überheben – 1:2. Zittern musste dann auch
keiner mehr so richtig an diesem lauen Sommerabend, spätestens nach dem 1:3
wenig später war alles klar. Nach einem Eckball war es abermals Bernd Winkler,
der einnetzte – diesmal brachte er aus der Bedrängnis einen super Kopfball
zustande, dem der Torhüter nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Ein lupenreiner
Hattrick drehte das Match also, toller Einstand für Bernd Winkler bei seinem
Comeback zur Austria in einer neuen Ära.
Ein verdienter
Auswärtssieg einer absolut überzeugenden Austria, immerhin ging es auch gegen
einen wie erwartet starken Gegner, den man erst mal in den Griff bekommen
musste. Man freut sich dadurch so richtig auf das erste Heimspiel in einer
Woche gegen Henndorf und hofft auf ein ähnlich schönes Spiel.
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2. Runde // SV Austria Salzburg –
Henndorf 4:2 (2:1) |
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Maxglan, 8.
August 2009 – 17:00 Uhr ::: 1.550 Zuschauer (offiziell) |
Nach dem glanzvollen Start in die neue Saison beim Auswärtssieg in
Eugendorf war man bei Verein und Umfeld guter Dinge, dass man ein ähnliches
sehenswertes erstes Heimspiel hinlegen kann. Zusätzliche Sicherheit gab den
Optimisten, dass Henndorf auf deren vermeintlich gefährlichsten Spieler wegen
einer Sperre verzichten musste.
Doch weit gefehlt: Das Spiel hatte kaum begonnen und sofort wurde klar,
dass es eine sehr mühsame Angelegenheit wird und ein steiniger Weg zu vollem
Punktezuwachs zu gehen ist. Unter anderem hatten die Gäste einen sehr
spielfreudigen und somit brandgefährlichen Ex-Austrianer in ihren Reihen –
Milan Pavlovic. Doch das schon nach wenigen Minuten hochverdiente Führungstor
für die Henndorfer erzielte noch einer seiner Kollegen. Die Austria war
kämpferisch voll bei der Sache, versuchte Druck aufzubauen und wurde doch auch
relativ rasch belohnt – 1:1. Anstatt sich selbst mit einem guten Pausen-Ergebnis
zu belohnen, schenkten uns die Henndorfer sogar die Führung. Ein sehenswertes
Eigentor haben sie uns mitgebracht, der Torhüter rannte raus – doch der
Verteidiger wäre so höflich gewesen und hätte ihm den Ball zurückgeköpfelt.
Ohne jegliche Bedrängnis überlisteten sich die Gäste so selbst. Zur Pause eine
glückliche 2:1-Führung der Austria.
Nach Seitenwechsel war Henndorf dann bemüht, doch noch die Früchte der
Arbeit zu ernten. Engagiert aufspielende Gäste wollten jetzt den Ausgleich.
Auch weil die Entlastungsangriffe der Violetten phasenweise recht ungefährlich
waren, schaffte es Henndorf, dem Treffer näher zu kommen. Mitte der 2. Halbzeit
war es dann auch soweit: Es musste natürlich ausgerechnet Pavlovic sein, der
viel zu lange Zeit hatte, nicht attackiert wurde und einen super Schuss ins Tor
losgelassen hat. Augleich – 2:2 und 25 Minuten Zeit für die Austria, den fix
eingeplanten 3er einzufahren. Sofort wurde ein Schäuflein zugelegt, was sich
bereits eine Viertelstunde vor Schluss bezahlt machte, als Cavic zur
3:2-Führung einnetzte. Zum Zittern war es trotzdem bis zum Schluss, denn in der
Schlussphase war meist Henndorf am Drücker und man wusste, dass ein Patzer der
diesmal anfälligen Abwehr reichen könnte, um 2 wichtige Punkte zu verlieren.
Erst mit der letzten Aktion des Spiels, einem Konter nach 5 Minuten
Nachspielzeit, konnte Bernd Winkler zum 4:2 einschießen und die Punkte ins
Trockene bringen.
Auch solche Spiele
gibt es also, in der Landesliga werden wir uns ohnehin wieder an mehr Spannung
gewöhnen müssen. An eine andere Neuigkeit dürfen wir uns gewöhnen: Der
„vioLETTER“ ist das neue kostenlose Stadionmagazin der Austria. Informativ,
tolles Layout und voll in Farbe ist das kleine Heft eine absolute Bereicherung
für unsere Heimspiele.
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4. Runde // SV Austria Salzburg –
Hallwang 5:2 (3:2) |
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Maxglan, 22.
August 2009 – 17:00 Uhr ::: 1.900 Zuschauer (offiziell) |
Drei Siege zum Auftakt
in Ehren, doch ernst wird es heute. Die Hallwanger kommen nicht nur mit weißen
Trikots sondern auch mit einer blütenweißen Weste nach Maxglan. Allen ist klar,
dass ein „6-Punkte-Spiel“ um den Aufstieg ansteht. Besondere Spiele finden in
letzter Zeit bei der Austria häufig bei Sauwetter statt – wie auch bei der
Meisterfeier Anfang Juni standen die Akteure im Regen. Fast 2.000 Zuschauer
trotzten den unwirtlichen Bedingungen und machten eine magische
Fußballstimmung.
Ausgerechnet der sonst
so zuverlässige Tormann Alex Trappl erwischte einen schlechten Tag, was bereits
in der 3. Minute ein Gegentor verursachte: Einen schlechten Abschlag stoppte
sich Gimpl, der dann allein auf Trappl zulaufen konnte und die Nerven behielt –
0:1. Wenig später eine weitere 100-prozentige Chance für die Gäste, doch das
unterste Ende der Querlatte rettete. Mit dem 0:1 war die Austria mehr als gut
bedient, das wusste man dann auszunutzen: In der 13. Minute reichte es Lubo
Neubauer. Kurz wurde er nicht attackiert, worauf er sich ein Herz nahm und aus
großer Distanz voll abzog – wunderschönes Tor zum 1:1-Ausgleich. Es folgte ein
gigantischer Torjubel, spätestens jetzt war hier die Hölle los und der
Hexenkessel Maxglan nahm volle Fahrt auf. Unvorstellbare Zustände waren es
dann, als 2 Minuten später das Spiel komplett gedreht war. Eine flotte und ganz
präzise Angriffsaktion mit Traumflanke schloss wieder Lubo Neubauer ab – ein
Kopfball zum 2:1 in der 15. Minute und dann „explodierte“ die Fankurve
förmlich. Wer eine Viertelstunde zu spät gekommen ist, der darf sich getrost in
den Hintern beissen. Was da in der Anfangsphase abging, war der Wahnsinn. Aber
der Wahnsinn ging weiter. Die Abwehr der Austria kam in der 1. Halbzeit einfach
nicht zur Ruhe, es war nur eine von vielen weiteren Chancen, die wieder Gimpl
für die Hallwanger zum 2:2 nutzte. So präzise die Angriffe gefahren werden, so
schlampig war teilweise das Pass-Spiel der Abwehr. Einer kam dann aber noch in
der 1. Halbzeit, Bernd Winkler packte einen scharfen und perfekt platzierten
Schluss aus – 3:2 für die Austria zur Pause. Es waren irre 45 Minuten und die
Führung ist überaus glücklich.
Nach Seitenwechsel kam
dann mehr Ruhe ins Spiel der Austria, die Abwehr agierte viel sicherer und ließ
nur noch wenig zu. Das Highlight war das 4:2 von Cavic, ganz überlegt und in
aller Ruhe schloss er mit seiner Klasse ab. Eine 100-prozentige Chance für
Hallwang wurde daraufhin noch zugelassen, doch erneut hatten wir das nötige
Glück und es wurde nicht mehr spannend. Stattdessen gelang Bernd Winkler in der
Schlussphase mit einem tollen Freistoß noch das 5:2. In den letzten Minuten
hatte man dann sogar Chancen auf einen noch höheren Sieg, das 5:2 klingt am
Ende aber eindrucksvoll genug – es hätte auch viel knapper laufen können. In
einem hochklassigen Landesliga-Match hat es die Austria geschafft, Hallwang
gleich fünf Tore zu schießen, wobei die Gäste in den ersten drei Saisonspielen
ohne jeden Gegentreffer geblieben ist.
Viele Zufriedene Zuschauer, ein packendes
und höchstklassiges Landesliga-Spiel und am Ende ein 3-Punkte-Vorsprung an der
Tabellenspitze mit weit besserem Torverhältnis – das lässt sich sehen, weiter
so!
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3. Runde Landescup
// SV Austria Salzburg (1. LL) – TSV St. Johann im Pongau (RLW)
1:3 (0:1) |
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Maxglan, 25.
August 2009 – 18:30 Uhr ::: 1.200 Zuschauer (offiziell) |
Ein wunderschöner Sommerabend und eine tolle Kulisse in Maxglan machten
Lust auf die 3. Runde im Landescup, der Gegner war der härteste Brocken im
Topf. Mit St. Johann kommt eine Mannschaft von der Westliga-Spitze mach
Maxglan. Trainer dort ist einer der 94er-Austrianer, Franz Aigner. Dass er es
nicht so besonders mit unserem Verein hält, ließ er über ein Zeitungsinterview
verlauten. Immerhin antwortete er mit entsprechender Geste bei „Franzi wink
amoi“, vielleicht lässt sich da ja noch jemand überzeugen nachdem seine Arbeit
beim Konzern ja auch bereits wieder Vergangenheit ist.
Kurios war, dass Emich für die Austria quazi eine B-Mannschaft auf’s Feld
schickte. Leistungsträger wie Bernd Winkler und Lubo Neubauer kamen erst in der
2. Halbzeit, im Tor war Ersatzmann Huber. In Wahrheit will man es natürlich
nicht als B-Mannschaft bezeichnen, der breite Kader der Austria soll eine
Qualität zeigen können. Im Prinzip hat es auch ganz gut geklappt, man hätte
durchaus in Führung gehen können. Der Pausenstand von 0:1 durch ein Eigentor
von Schleindl war ziemlich unglücklich. Nach Seitenwechsel fing man sich das
0:2. Nach dem Anschlusstreffer kam noch mal richtige Cup-Stimmung auf, leider
wehrte die Hoffnung auf den Ausgleich nur kurz – bald folgte das 1:3. In der
Schlussphase ließ auch die Konzentration nach, man hätte höher verlieren
können. Es hätte aber mit einer Führung auch ganz anders laufen können.
Fazit: Man wäre wohl reif für die Westliga, wenn auch nicht für die Spitze. Bis
es soweit sein kann, ist aber ohnehin noch genügend Zeit und nachdem es auch
bisher geklappt hat, sich auf jede Liga einzustellen, dürfen wir guter Dinge
sein, dass wir im Falle eines Aufstiegs in die Westliga auch dort eine gute
Figur machen. Das Aus im Landescup schmerzt kaum, der tolle Saisonstart
überstrahlt alles und nur in der Meisterschaft können wir das Saisonziel
erreichen: Aufstieg!
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Generalversammlung,
28. August 2009 – Salzburg, Neue Mitte Lehen |
Neuer Wochentag, neue Location: Am Freitagabend, 28. August 2009 um 18:00
Uhr begann die 3. ordentliche Mitgliederversammlung der Salzburger Austria seit
der Neugründung 2005 bzw. Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der untersten
Leistungsstufe im Sommer 2006. Anders als bei den beiden vorangegangenen
Terminen versammelte man sich nicht mehr im Obertrumer Braugewölbe sondern
dort, wo man als Austrianer ganz tief verwurzelt ist – in Lehen. Das bestens
gelungene Nachfolgeprojekt auf dem Areal des ehemaligen Lehener Stadions bietet
einen tollen Seminarraum und ganz allgemein ein besonderes Flair für eine
derartige Veranstaltung.
Die wesentlichsten
Sachen waren, dass der Vorstand unverändert bleibt und großen Zuspruch von den
Mitgliedern genießen kann. Er bleibt somit wie gehabt bestehen, mit Obmann
Gernot Blaikner an der Spitze. Viele – teils kuriose – Anträge machten alles zu
einem langen Abend, der ob der Themen allerdings weit weniger spannend war als
im Februar 2008. Der Verein samt anhängiger GmbH wirtschaftet solide und
schuldenfrei. Der Leitsatz um die Entwicklung ist nicht nur ein Motto, sondern
wird so auch umgesetzt: „Gemeinsam wachsen!“ drückt in 2 Worten die
tatsächliche Entwicklung aus: Die Kampfmannschaft schießt uns ungebremst nach
oben, die Einnahmen werden ebenso größer wie die Ausgaben, Sponsoren- und
Zuschauereinnahmen werden größer und nicht zuletzt stoßen auch immer mehr
Nachwuchsspieler zu uns. Nur weiter so!
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6. Runde // SV Austria Salzburg – Zell am
See 3:1 (2:1) |
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Maxglan, 5.
September 2009 – 17:00 Uhr ::: 1.525 Zuschauer (offiziell) |
Mehr als beachtlich startete die Austria in die Landesliga – 5 Spiele, 5
Siege stehen bereits zu Buche. Dahinter verbirgt sich nicht etwa eine leichte
Auslosung für den Saisonstart, im Gegenteil: Bereits zum Auftakt musste man bei
Vizemeister Eugendorf auswärts bestehen und auch den vermeintlich härtesten
Konkurrenten an der Tabellenspitze hatte man zu knacken. Weil Hallwang aber
abgesehen vom Aufeinandertreffen in Maxglan vor 2 Wochen auch noch alles
gewonnen hat, gilt es für die Violetten, nicht locker zu lassen. Der heutige
Gegner Zell am See würde das wahrscheinlich auch sofort bestrafen, die
Pinzgauer freuen sich ebenfalls über einen gelungenen Saisonstart. Einzig
Hallwang musste man sich in der Vorwoche auswärts mit 3:4 geschlagen geben.
Die mehr als 1.500 Zuschauer konnten sich rasch davon überzeugen, dass die
Austria auch in dieser Woche nicht locker lassen würde. Sofort zwang man den
Gästen das eigene Spiel auf, verlagerte die Partie in die gegnerische Hälfte
und machte immer mehr Druck. Ein starker Keeper hielt für Zell einige Zeit das
0:0, bei einem Weltklasse-Freistoß von Lubomir Neubauer genau ins Kreuzeck war
er aber absolut machtlos. Lubo spielt ohnehin eine Wahnsinns-Saison, ständiger
Aktivposten in der Offensive und immer für wunderschöne Tore gut. Für das
obligate Gegentor sorgte man diesmal auch selbst, Peter Urbanek war der
Pechvogel – 1:1. Wenig später war der Fehler bereits wieder korrigiert. Ein
wunderschöner Angriff hätte ein erneut starker Cavic bereits fast
abgeschlossen, der Zeller Torwart konnte gerade noch abwehren ehe jedoch Oliver
Schmidt für den Abstauber bereit stand – 2:1 war dann auch der verdiente
Pausenstand. Nach Seitenwechsel plätscherte das Spiel etwas dahin, die Zeller
versuchten viel, wurden aber nicht allzu gefährlich. Ohne sich allzu sehr zu
verausgaben, war die Austria bemüht, durch ein weiteres Tor den Zuschauern ein
Zittern in der Schlussphase zu ersparen. Zunächst scheiterte man mit einem
Superschuss noch an der Querlatte, wenig später wurde Stefan Federer im Strafraum
alleine gelassen. Das nutzte er zum 3:1, die entgültige Entscheidung in diesem
Spiel. Ein souveräner Auftritt einer Austria mit dem logischen Selbstvertrauen
der vielen Siege.
Erstaunlich diszipliniert verhielt sich größtenteils die Fankurve, man
steht unter besonderer Beobachtung. Einzig darüber, ob sich Uzo Uba über die
Anfeuerungen mit seinen Initialen „U-U“ gefreut hat, sollte man sich Gedanken
machen. Magistrat und Fußballverband warten förmlich auf Fehler, so geht man
nicht mit dem Aushängeschild des Salzburger Fußballs um. Mit dem Erfolg kommt
offenbar der Neid, statt Rückendeckung gibt’s Drohungen der Platzkapazität
betreffend und Schikanen wo es nur auszudenken ist. Österreichische Diplomatie
ist ganz was anderes.
Nächste Woche geht’s
nach Saalfelden, statt „7 Tage, 7 Nächte“ könnte man dort vielleicht „7 Runden,
7 Siege“ singen. Skeptikern sei noch gesagt, dass der Top-Goalgetter der
Pinzgauer gesperrt ist. Herr Fekete war schlau genug, sich bei 2:0-Führung in
Piesendorf die Rote Karte abzuholen. Immerhin hat er mit Schoder, der selbiges
Kunststück auch fertig brachte, jemanden zur Unterhaltung auf der Tribüne.
Damit dürfte alles angerichtet sein für Sieg Nummer 7 beim Klub mit dem etwas
präpotenten Namen „FC Pinzgau“.
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7. Runde // FC Pinzgau Saalfelden – SV
Austria Salzburg 2:0 (0:0) |
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Bürgerau, 12.
September 2009 – 17:00 Uhr ::: 1.600 Zuschauer (offiziell) |
Dass in dieser Saison von Anfang an alles wie am Schnürchen läuft für die
Austria ist das Eine. Dazu kommt aber auch noch, dass sich jetzt der schwierige
Gegner in der 7. Runde schon vorab selbst geschwächt hat: Mit Robert Fekete
fehlt Saalfelden der Knipser schlechthin durch eine Rot-Sperre, selbiges
Schicksal teilt er mit einem weiteren sehr wichtigen Stammspieler, Rudi
Schoder. Spätestens dadurch wurde die Favoritenrolle von der allgemeinen
Öffentlichkeit klar der Austria zugetragen.
1.600 Zuschauer gaben dem Match auf der in die Jahre gekommenen Anlage in
der Saalfeldener Bürgerau eine schöne Kulisse, etwa 800 Austria-Fans waren es
an diesem Nachmittag.
Zu sehen war zwar eine feldüberlegene Austria, deren Offensivspiel aber
diesmal irgendwie nicht so recht ins Rollen kommen wollte. Die Dominanz führte
selten zu Chancen, immer öfter war dann ein Saalfeldener Bein im Weg und je
länger das Spiel dauerte, je besser schaffte es Saalfelden, die
Angriffsbemühungen der Austria bereits im Keim zu ersticken. Die beste Chance
in der 1. Halbzeit vergab Cavic, sein Ball landete auf der Querlatte. Inzwischen
hatte aber auch Saalfelden bereits große Torchancen mit dem Charakter von
Konterangriffen.
Nach Seitenwechsel schöpfte man vor allem durch die Einwechslung von Bernd
Winkler Hoffnung, aber am Spiel änderte sich nichts. Saalfelden hatte
inzwischen den letzten Respekt abgelegt, konterte noch entschlossener und kam
so auch zur bereits nicht unverdienten 1:0-Führung. Zu allem Überdruss
verletzte sich dann noch Spielgestalter Lubo Neubauer bei einem
aussichtsreichen Angriff ohne Fremdeinwirkung. Er fällt jetzt etwa einen Monat
aus. Obwohl das gewohnte Offensivspiel weiterhin nicht stattfand, kam man
vereinzelt zu Chancen. Spätestens als auch Rottensteiner an der Latte
scheiterte, musste man darauf gefasst sein, dass es wohl so sein könnte, dass
dies nicht unser Tag ist. Die endgültige Bestätigung gab’s in der
Schlussminute, Benedek besiegelte mit seinem Treffer zum 2:0 die erste
Saisonniederlage.
Was dann noch folgte, beschreibt man am besten mit einem Wort – unnötig.
Anstatt sich vom eigenen Publikum feiern zu lassen, rannten die Saalfeldener
beim Torjubel vor den Austria-Anhang – mit allem was (nicht) dazugehört,
provokanten Gesten usw. Speziell Rottenspacher als Sohn des Trainers agierte
dabei völlig daneben, ganz spezielle Grüße an dieser Stelle an einen sonst sehr
ausbaufähigen Provinzkicker. Ebenso unnötig leider auch die Reaktion darauf,
einige waren völlig durchgeknallt und rannten auf’s Feld. Umgehaut wurde dabei
leider nicht nur der Zaun, sondern auch Vereinspersonal der Austria, das
Verantwortung trägt und schlichten wollte. Die Folgen wären beinahe
weitreichend gewesen, schließlich kam man aber zur Vernunft und so gibt’s keine
Rücktritte im Vorstand – laut angedacht wurde bereits. Am Ende stehen einzelne
Hausverbote, die wenn wohl gerecht, so doch recht unoriginell sind. Aber wie
sollte eine Lösung sonst schon aussehen.
Beim FC Pinzgau ging
also alles schief. Wunden lecken und dann bleibt zu hoffen, dass in einer Woche
beim Heimspiel gegen Maria Alm wieder alles besser wird. Wer denkt, Maria Alm ist
jetzt der Jausengegner zur richtigen Zeit: Kann sein, nur: Mit Robert Fekete
... ähm ... Dalibor Radic fehlt ihnen jetzt sogar ein Stammspieler ...
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8. Runde // SV Austria Salzburg – UFC
Maria Alm 4:0 (3:0) |
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Maxglan, 19.
September 2009 – 17:00 Uhr ::: 1.200 Zuschauer (offiziell) |
Der erwartete leichte Gegner war es, der mit Maria Alm am Samstag in
Maxglan gastierte. Der Aufsteiger aus dem Pinzgau gab im Sommer ihre schärfste
Waffe Gerhard Fabian an Seekirchen ab, ohne ihn zu ersetzen – kein Wunder,
steigt doch in dieser Saison mit ziemlicher Sicherheit niemand aus der
Landesliga ab. Für die Austria kam die Schießbude der Liga genau zum richtigen
Zeitpunkt: Es galt, sich für die Niederlage in Saalfelden zu rehabilitieren.
Nico Mayer schmeckte der Jausengegner besonders, ihm gelang das wichtige
1:0 und in der 2. Halbzeit stellte er den 4:0-Endstand her. Die beiden weiteren
Treffer gelangen Winkler und Cavic noch vor der Pause.
An einem Hexenkessel ist es jedenfalls nicht gelegen, warum Maria Alm hier
keine Chance hatte. „Nur“ 1.200 Zuschauer waren es diesmal, ob der unsicheren
Situation um den Vorstand war den Fans auch nicht zum singen zumute. Freilich
war es kein Protest irgendwelcher Art, schon gar nicht gegen die Mannschaft.
In den Tagen nach dem Spiel kam die Meldung, dass es keine Rücktritte im
Vorstand gibt und alle geschlossen weiterarbeiten. Damit dürfte gesichert sein,
dass beim nächsten Heimspiel im Derby gegen den SAK eine ganz andere Stimmung
herrscht. Den Blau-Gelben will man natürlich einen Hexenkessel bereiten, aus
dem sie in jedem Fall ohne Punkt herauskommen. Zuvor geht’s auswärts ran – in
Anterhing am Samstag hoffentlich erfolgreicher als zuletzt in Saalfelden.
Bis dahin ist die
Tabellenführung mit diesem klaren Sieg nicht nur verteidigt, mehr noch: Platz 1
ist wieder einzementiert, da sich Hallwang bei 3:2-Führung in Hallein in den
Schlussminuten noch die Butter vom Brot nehmen ließ und gar noch eine
4:3-Niederlage einstecken musste.
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9. Runde // Anthering – SV Austria
Salzburg 1:3 (0:2) |
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Anthering, 26.
September 2009 – 16:00 Uhr ::: 1.500 Zuschauer (offiziell) |
Bei herrlichem Wetter machte sich die Austria-Gemeinde auf den Weg nach
Anterhing, um endlich wieder die Stimmung zu machen, für die sie bekannt ist.
Man durfte zuversichtlich sein, dass die Austria diesmal den Gegner nicht
unterschätzt – immerhin hat Anterhing in vor einer Woche einen Punkt aus
Saalfelden entführt.
Die Violetten begannen sehr stark, der Anfangsdruck führte gleich zu
Chancen – auch bis zum ersten Tor dauerte es nicht lange: Bernd Winkler
verwertete einen klaren Elfmeter bereits in der 7. Minute. Die Austria hatte
stets alles im Griff, kurz vor der Pause gelang das wichtige 0:2. Nach
Seitenwechsel sah man ein unverändertes Bild, eine souveräne Austria spiele
sich im Schongang zum Sieg. Wenige Minuten der Spannung erlebte man aber doch
noch, als Anterhing noch der Anschlusstreffer gelang. Doch wenige Minuten
später stellte Stefan Federer mit seinem Treffer zum 1:3-Endstand auch die ganz
Nervösen wieder ruhig.
Ein ungefährdeter,
souveräner wenn auch glanzloser Sieg bringt wichtige Punkte und eine gelungene
Generalprobe für das prestigeträchtige Derby in einer Woche gegen den SAK.
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10. Runde // SV Austria Salzburg – SAK
1914 0:2 (0:2) |
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Maxglan, 3.
Oktober 2009 – 16:00 Uhr ::: 1.600 Zuschauer (offiziell, damit ausverkauft
wegen behördlicher Auflagen) |
Nach 22 Jahren standen sich die beiden traditionsreichsten Vereine Salzburgs
wieder bei einem Pflichtspiel im Derby gegenüber. Was sich damals noch in der
zweithöchsten Spielklasse abspielte, passiert diesmal in der Landesliga. Das
hat viele Gründe, nicht zuletzt aber auch die Bedingungen, die seitens der
Politik aufgestellt werden und mit
denen die Stadtvereine eben zurechtkommen müssen. Den SAK plagen nach wenigen
Monaten auf der neuen Anlage in Nonntal gleich Lärm-Beschwerden der Anrainer
(typisch Salzburg, der Flughafen lässt grüßen), während die Austria bei
horrender Platzmiete an den ASKÖ auch noch mit einer Zuschauerbeschränkung
seitens des Magistrats bei knapp 1.600 klar kommen muss. Hier werden den
leidenschaftlich am Leben gehaltenen Stadtvereinen Steine in den Weg gelegt,
auf der anderen Seite zahlt die Stadt ohne dass sie es müsste Zig-Tausend Euro
Förderung an R** B*** (Standort der Dosen ist Wals-Siezenheim und nicht die
Stadt) – tja, die klebrige Limonadenfirma hat es offenbar verdient weil sie gar
so sozial ist und den jungen Salzburger Sportlern gar optimale Aussichten
verschafft. Zum Kopfschütteln.
Also waren es dann eben diese knapp 1.600 Glücklichen, die das Stadtderby
live in Maxglan miterleben durften. Stimmung, die auf die höchste Spielklasse
schließen lässt, kam trotzdem auf. Doch etwas stimmte an diesem Tag nicht. Das
Spiel verlief entgegen aller Erwartungen. Schon in der 1. Minute wurde Winkler
sehr fragwürdig wegen vermeintlichen Abseits zurückgepfiffen, er wäre allein
auf den SAK-Schlussmann zugerannt. Ein frühes Tor fiel dann 3 Minuten später, der
SAK nutzte gleich die erste Chance – es war aber auch eine hundertprozentige –
zur Führung. Wieder einmal ein unglaublicher Schnitzer in der Abwehr, aber
immerhin ist es daheim noch immer gelungen, einen Rückstand aufzuholen. Diesmal
lief aber gar nichts zusammen und per Elfmeter konnte der SAK sogar nachlegen –
0:2, damit hätte niemand gerechnet. Nur in den letzten Minuten vor der Halbzeit
kam die Austria noch mal etwas auf. Zunächst verschoss Winkler einen Elfmeter,
danach entschärften der SAK-Keeper und die Stange mit viel Glück seinen
Fallrückzieher. Wer darauf hoffte, dass sich in der 2. Halbzeit noch alles zum
Positiven wenden könnte, der wurde bitter enttäuscht. Die Violetten wirkten
alles andere als spritzig, kamen zu spät in die Zweikämpfe und machten nichts
aus ihrem Ballbesitz. Kein Schuss aus der 2. Reihe, über die Flanke kam nichts.
Die Bälle wurden verschenkt und so sah man, wie die anfangs zu lässigen
Austrianer immer mehr unsicher wurden. Ein Spiel ohne jeden Austria-Geist
ausgerechnet im Stadtderby, man könnte die Mannschaft total an den Pranger
stellen – nur ihre sehr gute Punkteausbeute in den bisherigen Spielen schützt
sie davor noch. Auch der Trainer muss sich einige Kritik gefallen lassen, im
Vorfeld spuckte er noch große Töne und nach dem unansehnlichen Spiel beklagte
er mangelndes Spielglück, anstatt schonungslos anzusprechen, welchen Schmarrn
die leidenschaftslosen Kicker in Violett heute ablieferten. Schade auch, dass
Emich einen Mario Schleindl vollkommen ignoriert – beim Mini-Testspiel gegen
den SAK im Sommer traf er zweimal, einen Versuch wäre seine Einwechslung
allemal wert gewesen. Aber vielleicht ist Mario ja einfach schon zu lange der
Austria treu ...
Ganz nach dem Motto
„Verlieren kann man, aber nicht auf diese Art und Weise“ müssen wir auch dieses
Spiel abhaken und darauf hoffen, dass nächste Woche in Puch wieder alles ganz
anders aussieht. Immerhin können wir uns über unerwartete Schützenhilfe von
Maria Alm freuen, sie besiegten vollkommen überraschend den FC Hallein auswärts.
Erster Verfolger ist nun wieder Hallwang, 2 Punkte beträgt der Vorsprung der
Austria.
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11. Runde // FC Puch – SV Austria
Salzburg 2:2 (1:1) |
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Waldstadion
Puch, 10. Oktober 2009 – 16:00 Uhr ::: 1.200 Zuschauer (offiziell) |
Eine Woche nach der peinlichen Heimschlappe gegen den SAK hatte die Austria
mit dem FC Puch auswärts eine scheinbar lösbare Aufgabe zu bewältigen. Die
Zuversicht vor den Spielen ist den Violetten jedenfalls nicht vergangen, Heli
Rottensteiner hat im Interview einen Sieg in Puch versprochen – eine mutige
Ansage in Krisenzeiten.
Ein trüber, herbstlicher und auch regnerischer Nachmittag wurde es dann in
Puch – in der 2. Halbzeit strahlten die groß dimensionierten Flutlichtmaßen bei
voller Energie. Richtiges Austria-Fußballwetter eigentlich, eine Einladung zum
Kämpfen einfach. Tatsächlich schaute es schon ganz anders aus, als noch in der
Vorwoche gegen den SAK. Puch war zwar immer wieder gefährlich, speziell in der
1. Halbzeit, aber die Austria war die überlegene Mannschaft. Folgerichtig ging
man durch eine schöne Aktion von Bernd Winkler auch in Führung. Bereits zuvor
traf Nico Mayer mit einem Schuss aus der zweiten Reihe nur die Stange. Wenig
später patze allerdings Torhüter Alexander Trappl, ließ einen eigentlich
bereits locker gefangenen Ball aus den Händen und ein Pucher drückte das Leder
über die Linie. Über die Anerkennung des Treffers als reguläres Tor beschweren
wir uns nicht, immerhin war es ein Tormannfehler und wir sollten noch ganz
andere Gründe zum Meckern haben an diesem Nachmittag. Dennoch sei angemerkt,
dass es schon bitter ist, dass Trappl daraufhin schwer verletzt ausscheiden
musste, weil der Pucher Spieler beim Tor auch Torhüter Trappl förmlich
weggeräumt hat. Er wurde u.a. mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus
eingeliefert, wo er bis in die Woche hinein liegen musste. Noch in der ersten
Halbzeit verletzte sich auch der eingewechselte Ersatzgoalie Stefan Huber am
Schienbein. Er biss mangels Alternative bis zum Schluss auf die Zähne. 1:1 war
dann das unbefriedigende Resultat zur Halbzeit.
In der 2. Halbzeit wurde die Austria immer überlegener, schon nach wenigen
Minuten holte Heli Rottensteiner mit einem Traumtor die Führung zurück – 1:2
und die Sicherheit für Heli, dass ihm sein Versprechen im Vorfeld keiner mehr
wirklich übel nehmen kann. Es wurde nachgesetzt und so sah alles nach einem
Auswärtssieg aus. Doch wie aus dem nichts konterten die Pucher noch einmal
gefährlich und netzten sofort zum 2:2 ein * a). Der Austria blieben noch etwa 20
Minuten, die Puch jetzt nur noch über die Zeit bringen wollte. Gut 5 Minuten
vor dem Ende der regulären Spielzeit wurde ein Pucher ausgeschlossen * b).
Quazi mit dem Ende der regulären Spielzeit traf Urbanek per Kopf zum
vermeintlichen 2:3, doch das Tor wurde für irregulär befunden und nicht
anerkannt * c). In der Halbzeit hätte sich der Pucher Torwart wegen Zeitspiels
beinahe noch eine gelbe Karte abgeholt *d). So blieb es auch am Ende bei einem
höchst unbefriedigendem Resultat – 2:2.
Die Sternchen sind Schiedsrichter Wagenhofer gewidmet, der SFV präsentierte
sich durch seine Person wieder einmal von seiner urtypischsten Seite:
a)
Dem Konter der
Pucher zum 2:2 ging ein lupenreiner Rückpass der Hausherren voraus. Der
Schiedsrichter hatte freien Blick, schaltete aber offenbar nicht und ließ trotz
heftiger Proteste weiterlaufen.
b)
Die Siegchancen der
Austria wären ohne den Ausschluss wohl größer gewesen, da mehr Zeit geblieben
wäre. Unfassbar langsam bewegte sich der Spieler nach langen Diskussionen vom
Platz, bis er an der Seitenlinie draufkam, dass er seine Kapitänsschleife ja
noch übergeben muss und noch mal langsamsten Schrittes zurück und wieder hinaus
ging. Dem nicht genug hielt er sich dann auf der Bank auf. Laut Reglement muss
er weg vom Platz, der Schiedsrichter erklärte alles bei totaler Gelassenheit
und nach minutelanger Fußball-Pause ging es dann irgendwann auch noch mal
weiter.
c)
Außer Urbanek war
noch ein weiterer Austrianer in Ballnähe, ansonsten hielt sich nicht ein
einziger Spieler im näheren Umkreis der Kopfball-Flanke auf, der Schiedsrichter
ist trotzdem sicher genug etwas gesehen zu haben, dass er meint er kann den
Siegtreffer aberkennen. Eine Fehlentscheidung der extremsten Sorte, noch dazu
spielentscheidend.
d)
Anstatt den Pucher
Keeper für sein elendiges Zeitspiel wenigstens mit Gelb zu bestrafen (uns hätte
es ohnehin nichts gebracht), unterstützt ihn der Schiedsrichter sogar dabei.
Halbwegs schnell wurde ihm in der Nachspielzeit in Ball zum Abstoß zugeworfen,
doch er wollte die andere Kugel haben. Jene, frisch aus dem Wald mit der
extralangen Lieferzeit und dafür warf er den anderen Ball auch gleich wieder
weg. Der Schiri pfiff in die Pfeife, mahnte ihn mit einer Geste aber nur,
anstatt Gelb zu zücken. Das, obwohl er schon beim Ausschluss wie bei vielen
anderen Aktionen zusehen konnte, wie sehr es die Pucher auf die Uhr angelegt
haben. Außerdem ist eine Ermahnung nach dem Motto „noch einmal und dann kriegst
...“ nicht gerade nachvollziehbar, wenn dann eh gleich Schluss ist.
Man kann es drehen
und wenden wie man will, aber dieser Punkteverlust geht auf die Kappe des
Schiedsrichters. Es waren auch nicht nur die ausführlicher beschriebenen 4
Fehlentscheidungen, sondern generell ein Spiel, indem der vermeintlich
Unparteiische mit zweierlei Maß gemessen hat. Puch durfte eine Blutgrätsche
nach der anderen anbringen, ohne Rot oder auch nur Gelb zu sehen. Unsere
Spieler mussten sich schon vor einer Berührung des Gegenspielers hüten, um
nicht Gelb zu bekommen. Der Verband hat leider zu wenige Kandidaten, die den aktuellen
Schiedsrichtern seriöse Konkurrenz machen. Im Übrigen erstreckt sich das
skandalöse Agieren des SFV in Sachen falsch interpretierter Verhältnismäßigkeit
in weiterer Folge ja auch vom grünen Rasen auf den grünen Tisch. Während die
Austria für die Vorfälle am Rande der Partie in Saalfelden satte 2.000 EUR
Strafe ausfasste, muss etwa der Lieferinger SV für einen Betrugsversuch an den
Verband nur ein Zehntel dieser Summe bezahlen – 200 EUR dafür, dass Spieler
Wressnig mit falschem Spielerpass eingelaufen ist und so etwas beim Lieferinger
SV bereits zum wiederholten male vorkommt. Der Strafrahmen reicht bis 5.000
EUR, unverständlich, warum die Austria als Melkkuh genommen wird, während man
sich von anderen Klubs betrügen lässt. Am grünen Tisch hätte man die Zeit,
überlegte und seriöse Entscheidungen zu treffen. Doch wie am Spielfeld verliert
man auch hier jede Relation und macht sich so zu einem Fußball-Verband, wie man
ihn sich schlechter nicht vorstellen könnte.
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14. Runde // SV Austria Salzburg – USC
Eugendorf 2:0 (1:0) |
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Maxglan, 31.
Oktober 2009 – 14:00 Uhr ::: 1.150 Zuschauer (offiziell) |
Exakt drei Monate ist es her, als mit dem Auswärtsspiel in Eugendorf für
Austria Salzburg die Mission Landesliga begann. Als überaus ehrgeizig wurde das
vom Verein definierte Ziel Aufstieg von den meisten angesehen. Viel mehr als in
den letzten drei Spielzeiten stand man vor dieser 1. Runde in der Ungewissheit,
ob es die Violetten denn auch schaffen würden. Alles andere als zuversichtlich
stimmte einem als Fan die Vorbereitung, die namhafteste Verstärkung Bernd
Winkler auf der Stürmerposition war für viele ein Fragezeichen. Mit dem
Auswärtsspiel zum Auftakt bei Vizemeister Eugendorf hat auch der Spielplan der
Austria gleich eine große Aufgabe vor die Brust gesetzt. Mehr denn je seit dem
Neubeginn im Sommer 2006 war man auf eine Niederlage gefasst, als die beiden
Mannschaften bei abendlicher Sommerhitze zum Anstoß um 19:00 Uhr auf das
Spielfeld kamen. Zur Pause lag man noch zurück, ehe ausgerechnet der zum Stürmer
umfunktionierte Bernd Winkler zum Mann des Spiels wurde: Mit einem lupenreinen
Hattrick drehte er das Spiel zum 1:3-Auswärtssieg, schenkte den Fans an diesem
wunderschönen Sommerabend auch ein Spiel nach ihrem Geschmack und schickte die
Austria auf die Reise in eine sehr erfolgreiche Hinrunde.
Weil zwei Spiele der Rückrunde noch in diesem Kalenderjahr stattfinden,
kommt es schon jetzt zum Wiedersehen mit den Eugendorfern in Maxglan. Im
Gegensatz zum Spiel am 1. August ist die Austria diesmal haushoher Favorit. Man
hat sich bestens zurechtgefunden in der Landesliga und will als Herbstmeister
den 5-Punkte-Vorsprung in den letzten beiden Spielen vor der langen Winterpause
natürlich nicht schmelzen lassen. Ein sehr unangenehmer Gegner ist Eugendorf
auch jetzt noch, die Grün-Weißen haben zuletzt eine gute Figur abgegeben und
finden sich mit Saalfelden und Hallwang auf den Verfolgerplätzen der vorderen
Tabellenregion.
Vor 1.150 Zuschauern bei kaltem aber freundlichen Wetter in Maxglan begünstigte
der Mann des Hinspiels auch das zweite Aufeinandertreffen mit Eugendorf
zugunsten der Austria: Schon in der 8. Minute setzte sich Bernd Winkler schön
durch und drückte den Ball zur 1:0-Führung über die Linie. Die Violetten
dominierten das Spiel, Eugendorf blieb aber gefährlich. Nach einem Eckball war
ein Eugendorfer per Kopf zur Stelle und setzte den Ball an die Querlatte. Nach
Seitenwechsel war die Austria weiterhin feldüberlegen, Eugendorf war nicht mehr
allzu gefährlich. Trotzdem galt es jetzt natürlich, den zweiten Treffer
nachzulegen, um sich ein Zittern in der Schlussphase zu ersparen. Das gelang
dann auch, in der 65. Minute war es Mario Schleindl, der für klare Verhältnisse
auch beim Resultat sorgte. Der wiedererstarkte Mario Schleindl krönte damit
auch eine tolle persönliche Leistung, schon in der 1. Halbzeit wirbelte er im
Angriff gehörig und holte einige Top-Chancen heraus. Schön, dass Mario
Schleindl als Mann der ersten Stunde seit Neugründung auch in Salzburgs
höchster Spielklasse der Austria noch viel Freude machen kann. Das 2:0 war zu
diesem Zeitpunkt bereits überfällig, Nico Mayer traf wenige Minuten zuvor nur
die Unterkante der Querlatte und ließ klar erkennen, dass auch er wieder voll
zu seiner Form gefunden hat.
Ein souveränes 2:0
war dann auch der Endstand, so marschiert die Austria mit dem 5-Punkte-Polster
weiterhin zielgerichtet in Richtung Westliga. Eine Woche muss die Konzentration
jetzt noch hochgehalten werden in diesem Jahr, denn in Henndorf sollen auf
keinen Fall Punkte liegen gelassen werden.
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15. Runde // Henndorf – SV Austria
Salzburg 1:4 (0:2) |
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Henndorf, 7.
November 2009 – 14:00 Uhr ::: 700 Zuschauer (offiziell) |
Das von der Saison bereits ziemlich mitgenommene Grün des Rasens in Maxglan
erholt sich bereits seit einer Woche, während es für die Mannschaft der Austria
noch ein Auswärtsspiel zu bestreiten gilt, bevor man sich in die lange
Winterpause verabschiedet. Es geht ganz tief in den Tabellenkeller zu
Schlusslicht Henndorf, die Wallersee-Gemeinde ist bereits seit Mitte September
in der Landesliga ohne jeden Punkt. Umso peinlicher und ärgerlicher wäre es,
ausgerechnet dort unmittelbar vor der langen Pause noch Punkte liegen zu
lassen. Gewarnt ist man ohnehin, schließlich war es schon im Heimspiel Anfang
August nur ein Zittersieg gegen Milan Pavlovic & Co.
Im Spiel stellten die Violetten ihre Favoritenrolle gleich unter Beweis und
dominierten sofort. Ein Eckentrick von Rottensteiner und Mayer war das erste
Highlight, als Mayer den angespielten Ball schnappte und in den Strafraum zog,
wurde er gefoult – Bernd Winkler erledigte den Rest mit seinem Elfmeter
souverän. Nachdem Schleindl eine große Chance auf die komfortablere 2:0-Führung
zunächst noch liegen gelassen hatte, machte er es eine Minute später besser und
traf. 2:0-Führung also zur Pause, da sollte nichts mehr passieren.
Nach Seitenwechsel hatten die Mozartstädter keine Probleme, die Bengalen
und der Rauch der Anti-Fekter-Choreographie von den Fans (Protest gegen das
strikte gesetzliche Verbot von Feuerwerkskörpern in den Fankurven Österreichs)
als Intro zur 2. Halbzeit waren noch nicht erloschen, da erhöhte Lubo Neubauer
bereits auf 3:0. Rechtzeitig vor der langen Pause meldete sich also einer jener
Spieler zurück, die uns im Herbst am meisten Freude gemacht haben. Winkler
setzte den violetten Schlusspunkt mit dem 4:0 aus Sicht der Austria. Dass den
Gastgebern wenig später noch der Ehrentreffer gelang störte dann keinen mehr,
Mannschaft und Fans freuten sich über einen nie gefährdeten Auswärtserfolg vor
700 Zuschauern.
Die Konkurrenz hat voll gepunktet, wird aber an der Souveränität der
Austria verzweifeln – am 5-Punkte-Polster wird in den nächsten Monaten ohnehin
nicht gerüttelt und wir alle sind zuversichtlich, dass auch im Frühjahr nichts
davon schwinden wird. Damit geht ein sehr erfolgreicher Herbst zu Ende, die
Überlegenheit der Austria ist dabei in dieser Deutlichkeit für viele von uns
sogar eine Überraschung. Anders als in den vorangegangenen Spielzeiten, aber
lange hat es nicht gedauert, bis man sich auch in Salzburgs höchster
Spielklasse an die dominante Rolle gewöhnt hat.
In diesem Sinne eine
erholsame Winterpause, mit neuer Motivation ins Frühjahr – den Zuschauerzahlen
wird es gut tun.
R** B*** Salzburg – SK Rapid Wien, 29. November
2009 – 0:0
// Fotos aus dem Herbst 2009 //
Frühjahr 2009 (Saison 2008/09, 2. Landesliga
Nord)

Die Frühjahrssaison startete ob des
langen Winters und damit notwendig gewordener Spielabsagen für die Austria erst
am ersten April-Wochenende. Mühsam besiegte man dabei Thalgau mit 2:1. Doch
schon vor diesem Spiel – die Mitstreiter um den Titel konnten die Winterpause
bereits früher beenden – entwickelte sich die Frühjahrssaison 2009 für Austria
Salzburg zu einem großen Wunschkonzert. Kuchl nahm Grünau auf deren Anlage 2
Punkte im Aufstiegsrennen weg, die im Herbst so hartnäckigen Tennengauer selbst
sollten sich daraufhin Woche für Woche mehr von der Tabellenspitze zurückziehen
und die grün-weißen aus Wals zum ersten Verfolger der Austria machen. Unter dem
neuen Trainer Didi Emich formte sich eine homogene Truppe, die viele ihrer
Schwächen vom Herbst ablegen konnte. Besonders erfreulich war, dass man sich
immer mehr auf das spielerische besinnte und bei unverändert starkem Kampfgeist
auf kleinkarierte Nörgeleien auf dem Spielfeld größtenteils verzichtete. So
konnte die Mannschaft ihr Potential abrufen und feierte Sieg um Sieg, immer
öfter waren auch echte Gala-Auftritte dabei wie etwa beim 9:0-Heimsieg über
Oberhofen am 18. April. Das vor Monaten schon zum Spitzenspiel erklärte Match
beim SV Kuchl am 26. April war dann in Sachen Brisanz bereits stark entschärft,
souverän siegten die Violetten auch dort mit 2:0. Auch der übrig gebliebene
Verfolger Grünau konnte keinen Austria-Fan mehr nervös machen, einen Showdown
beim Heimspiel gegen die Walser am letzten Spieltag musste man nicht befürchten
und man war am 6. Juni dann auch tatsächlich meilenweit von ungewollter
Dramatik entfernt. Trotzdem nahmen die Jungs ihre Aufgabe noch mal ernst und
verabschiedeten sich wahrlich meisterlich mit einem 3:0-Heimsieg über den
Zweiten Wals-Grünau aus der Liga, was in der Abschlusstabelle stolze 13 Punkte
Vorsprung auf die Herren aus Wals bedeutet. Dass solch eine anständige
Vorstellung eines feststehenden Meisters zum Saisonausklang vor den eigenen
Fans zwar wünschenswert, aber nicht selbstverständlich ist, verdeutlichte ein
Spiel der 1. Bundesliga genau 6 Tage zuvor in – na klar – Wals. Die
Meisterfeier wäre vollkommen gewesen, wenn auch das Wetter gepasst hätte. Immer
wieder regnete es an diesem wirklich unwirtlichen Juni-Samstag, vielleicht hat
der Wettergott ja schon in einem Jahr wieder Gelegenheit, es bei der nächsten
Auflage dieses fast schon zur Gewohnheit gewordenen Anlasses Meisterfeier
besser zu machen. Mit Saisonende ist es bekanntlich „Business as usual“, wenn
Spieler kommen und gehen – so wie auch heuer bei der Austria der Fall.
Besonders zwei Abgänge der Austria sind jedoch hervorzuheben, weil die beiden
Männer von Stunde Null bei Austria Salzburg waren und seit Sommer 2006 dafür
gesorgt haben, dass unser Verein wieder in die Spur kommen konnte – unvergessen
werden uns deshalb Oliver Trappl und Wolfgang Würnstl bleiben. An dieser Stelle
der Wehrmutstropfen an der sonst tollen Arbeit des neuen Trainers Emich:
Stillos, dass die beiden verdienten Austrianer im bedeutungslosen Saisonfinish
gegen Grünau vom Trainer nicht berücksichtigt wurden und bei ihrem Abschied
keinen Einsatz mehr bekamen. Alle Blicke sind jetzt nach vorne gerichtet, denn
auch in der Landesliga setzt man sich den Meistertitel und damit verbundenen
Aufstieg in die Westliga als Ziel. 4 Verstärkungen standen bereits zum
Saisonausklang 2008/09 fest, weitere werden folgen. Wir freuen uns auf August,
wenn die Austria in der höchsten Salzburger Spielklasse um den Titel kämpft.
Herbst 2008 (Saison 2008/09, 2. Landesliga Nord)
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SV Austria Salzburg – St. Georgen 5:1 (3:1) |
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Maxglan, 2.
November 2008 – 14:00 Uhr ::: 1.100 Zuschauer (offiziell) |
Mitte der Woche wurde offiziell die großartige DVD „75 Jahre Austria
Salzburg – Die unglaubliche Geschichte des violetten Kultklubs“ präsentiert.
Positive Presse und die Vorfreude, sich das neue Highlight im Fanshop beim
Spiel gegen St. Georgen am Allerseelentag für EUR 19,33 zu kaufen, machten so
richtig Laune auf den Saisonausklang. Tatsächlich alles angerichtet war aber
erst am Freitagabend: Da hat der SV Kuchl bereits sein Heimspiel gegen
Köstendorf ausgetragen und völlig überraschend mit 1:2 verloren. Damit hat die
Austria unverhofft sogar die große Chance, noch vor der langen Winterpause die
Tabellenspitze zu erobern. Ein Unentschieden gegen das abgeschlagene
Schlusslicht St. Georgen würde dazu schon reichen, natürlich wäre aber alles
andere als ein (hoher) Sieg eine ordentliche Blamage.
Zu Beginn des Spiels galt es aber anscheinend gleich mal wieder, das Ritual
dieses Herbstes zu pflegen und sich ein dummes Gegentor einzufangen.
Tatsächlich ist es jetzt also in diesen 15 Meisterschaftsrunden nur einmal
gelungen, den eigenen Kasten sauber zu halten – ausgerechnet beim 2:0 über die
hartnäckigen Kuchler im Rahmen des stimmungsvollen Vereinsjubiläums am 13.
September. Daraufhin zog sich die Mannschaft allerdings gut aus der Affäre,
Mersi Jukic leitete den Umschwung ein, bereits zur Pause stand es 3:1. Nach
Seitenwechsel gelangen einer souveränen Austria noch zwei Treffer, zunächst ein
Traumtor durch Hammer-Weitschuss vom wiedererstarkten Oliver Trappl, dann ein
gekonnter Abschluss von Xandi Seywald kurz vor dem Ende zum klaren
5:1-Heimsieg.
Über die Wintermonate steht die Salzburger Austria somit am 1.
Tabellenplatz in der 2. Landesliga Nord mit 2 Punkten Vorsprung auf Kuchl sowie
dem klar besten Torverhältnis der Liga. Spannend wird’s auf alle Fälle schon in
der 1. Frühjahrsrunde, während die Austria dort bei Golling gastiert, treffen
sich die beiden Verfolger Grünau und Kuchl im direkten Duell in
Wals-Siezenheim.
Als etwas enttäuschend kann man die Zuschauerzahlen im Herbst betrachten,
selbstverständlich mit einer extremen Ausnahme im Heimspiel gegen Kuchl. Bei
diesem Heimspiel vor der so langen Winterpause lockte es gerade mal 1.100 auf
die Maxglaner Sportanlage. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es am 1.
Novemberwochenende eine Spielklasse tiefer gegen Tabellennachzügler HSV Wals
beim Herbstausklang immerhin 1.400 Zuschauer. Eine Offensive seitens des
Vereins und viel Mundpropaganda der Fans ist auf jeden Fall wichtig und
wünschenswert. Anders als zig Vollidioten, die sich in Grödig vor der
kritischen Salzburger Presse beim 2.-Liga-Match der Grödiger auf einem Feld vor
deren Anlage sehen lassen, um sich dort mit Fans von Wacker Innsbruck in die
Quere zu kommen.
Immerhin können wir
die Tabellenführung aus einem gefühlt durchwachsenen Herbst mitnehmen. Allen Fans
eine möglichst kurzweilige Winterpause, bis wir gemeinsam Ende März wieder voll
durchstarten – unbeirrt in Richtung 1. Landesliga.
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SK Strobl – SV Austria Salzburg 1:1 (0:1) |
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Sportanlage Strobl, 25. Oktober 2008 – 14:00 Uhr ::: 850
Zuschauer (offiziell) |
Anstatt als Gejagter geht man nun als Jäger in die Rückrunde, die mit
diesem Spiel in Strobl beginnt. Zwei Punkte Rückstand auf Kuchl gilt es
aufzuholen wobei uns das direkte Duell im April auswärts bevorsteht. Ein wunderschöner
Herbstnachmittag am Wolfgangsee und eine schöne Kulisse vor 850 Zuschauern auf
der bescheidenen Anlage machten gute Laune, sie sollte uns aber wie schon vor
einer Woche wieder abhanden kommen.
Schon vor dem Anstoß zeichnete sich ab, wie es um die Laune der
Unparteiischen steht: Assistent Feldbacher fühlte sich von den Fahnen der
Austria-Anhänger hinter ihm bedroht, zusammen mit dem Hauptschiedsrichter
mahnte er die Fans zur Disziplin – netterweise ohne dass etwas passiert wäre
gleich mit einer Drohung. Dass es um den Linienrichter psychisch, nervlich und
auch körperlich nicht gut bestellt ist, war gleich klar – leider passte sich
auch der Schiedsrichter dem an, aber der Reihe nach:
Die Austria begann hochmotiviert und hatte gleich in den ersten Minuten
gute Chancen zur Führung. Doch noch bevor man auf die Idee gekommen wäre, sich
auf eine einseitige Partie einzustellen, kamen die Gastgeber ins Spiel. Ein zu
langsamer Pecaranin hätte eine Top-Chance für Strobl zugelassen, wenn nicht
(wohl irrtümlich) auf Abseits erkannt wurde. Man hätte sich über das eine oder
andere Gegentor nicht beklagen dürfen. Dann war es aber doch Mersudin Jukic,
der den Unterschied ausmachte und die Führung für die Austria erzielte,
durchaus verdient stand es auch zur Pause 0:1.
Die zweite Halbzeit hätte dann schlechter nicht beginnen können. Ein
Strobler setzt sich gleich in der ersten Aktion nach Seitenwechsel mit einer
Mischung aus Boxen, Ringen und Wrestling an der Seitenlinie gegen Peter Weiss
durch, darf die Aktion weiterspielen, legt zur Mitte – Ausgleich. Wirklich
unglaublich, dass die Aktion an der Seitenlinie nicht abgepfiffen wurde: Der
Linienrichter sah es nicht, weil er schon davongelaufen ist um ein mögliches
Abseits zu erkennen – der Schiedsrichter hätte es auf jeden Fall sehen müssen.
Zudem müsste man so ein Foul neben sehen auch spüren, hören, fühlen, riechen
können – das war von übelster Sorte und überreif für eine Karte. Peter Weiss
musste daraufhin ausgewechselt werden. Alles was dann noch folgte, kann man schon
unter „Schlussphase des Spiels“ zusammenfassen, vielleicht waren es noch 10
Minuten Nettospielzeit, die man zu sehen bekam. Einerseits zeichnet es schon
die Schweinstruppe von Strobl aus, dass man sofort nur noch auf Zeit spielt und
das dermaßen augenscheinlich. Andererseits ist es eine Frechheit, dass der
Schiedsrichter dies nicht nur nicht unterbindet, sondern wahrlich noch
unterstützt. Es war noch keine Stunde gespielt, da lag jeder Strobler bei jeder
Aktion minutenlang wie vom Blitz getroffen am Boden, wurde auf dem Spielfeld
behandelt. Jeder Einwurf, jede Ecke, jeder Freistoß sowieso, dauerte 3 bis 5
Minuten und wurde gleich von der nächsten Verzögerung gefolgt. Augenscheinlich
etwa, wie sich ein Un-Fußballer in Person, der Glatzkopf von Strobl, einfach so
hinlegte auf den Rasen, in einem Umkreis von 10 m hatte er keine weiteren
Spieler. Der Schiedsrichter ließ ihm die nötige Zeit um den Schlaf nachzuholen,
ehe das Spiel irgendwann weiterging. Höhepunkt war die Einwechslung von Lenz.
Der war schon im Spiel, alles klar – doch dem immer älter werdenden Herrn
Assistenten Feldbacher ging alles zu schnell: Lenz musste nochmal hinaus zu
ihm, zeigte ihm seine Nummer. Auch dann ging es nicht zügig weiter, nein – Lenz
musste ja noch gründlich ermahnt werden. Gelbe Karten wegen Zeitverzögerung
blieben völlig stecken, gab es dann eine, waren natürlich die Violetten die,
die zu unfairen Mitteln zu greifen hatten, während auf das Tor gedrängt wurde.
Das Schiedsrichtertrio pflegt offenbar eine wunderschöne Handschrift, eine
Minute nahm das Notieren einer Karte jedenfalls locker in Anspruch. Seine
inferiore Leistung krönte der Schiedsrichter dann noch mit einer Nachspielzeit
von 3 Minuten anstatt der fälligen halben Stunde, wie die 3 Minuten verlaufen
sind, muss sich wohl nicht mehr erklären.
Nach dem
Schlusspfiff entstand dann noch ein Gerangel zwischen Spielern beider
Mannschaften, dem Ordnerdienst, ... Fazit: Unter schwierigen Umständen hat es
die Austria nicht geschafft, den Sieg einzufahren – für Strobl ist der Punkt
nicht besonders verdient, als Gastgeber war die Wolfgangseegemeinde vollkommen
überfordert. Einen Punkt auf Kuchl hat man dennoch gut gemacht, im Tennengauer
Derby hieß der Sieger nämlich Adnet. Gut für uns, denn wir täten gut daran,
aufzusteigen – auch um diese unsympathische Truppe eine Liga tiefer liegen zu
lassen.
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SV Wals Grünau – SV Austria Salzburg
1:1 (0:1) |
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Sportanlage
Grünau, 18. Oktober 2008 – 16:00 Uhr ::: 1.550 Zuschauer (offiziell) |
Spannung pur ist garantiert in dieser letzten Herbstrunde, das war uns
allen klar. Während Kuchl auswärts beim FC Bergheim ran muss und wir uns
hierbei durchaus einen Punkteverlust der Tennengauer erhoffen dürfen, hat
unsere Austria selbst eine schwierige Auswärtspartie zu bei SV Grünau zu
absolvieren. Gewinnen wir nicht, ist unser Herbstmeistertitel in Gefahr –
andererseits können wir uns schon einmal von unserem punktegleichen Verfolger
verabschieden, wenn Kuchl denn Punkte lassen sollte.
Vorweg: Die Austria hat es wirklich geschafft, Kuchl als unangenehmen
Verfolger auf den Fersen wegzubekommen. Doch leider insofern, als dass die
Tennengauer an uns vorbeigezogen sind, neuer Tabellenführer sind uns sich
Herbstmeister nennen dürfen – na Prost! Die Kunde vom 4:1-Auswärtssieg der
Kuchler in Bergheim (nach Rückstand zur Pause) erreichte uns noch vor dem
Spiel, die Austria war also im Zugzwang und so sah das Ganze dann aus:
Vor mehr als 1.500 Zuschauern am kleinen, feinen Platz in Grünau konnte
sich unsere Mannschaft auf eine großartige Unterstützung seitens der Fans
freuen, eine Fahnenchoreographie zu beginn rundete das ab. Die Tribüne in
Wals-Grünau war fest in violetter Hand – genauso wie das Spiel. Das entwickelte
sich zu einer Demonstration von Einbahnstraßenfußball, sodass es nur eine Frage
der Zeit war, bis unsere Mannschaft in Führung ging. Nach etwa einer halben
Stunde war es dann soweit, ein direkter Freistoß aus schwierigem Winkel, von
Mersudin Jukic unerwartet in die Tormannecke gezirkelt, überraschte den
Grünauer Schlussmann und es stand 0:1 – auch der Pausenstand. Nach
Seitenwechsel nahm das Unheil seinen Lauf, Schuld war unsere Mannschaft selbst.
Statt Agieren stand nun Reagieren auf dem Programm, es wurden keine Akzente
mehr gesetzt und man ließ Grünau das Heft in die Hand nehmen. 20 Minuten vor
Schluss dann die beiden entscheidenden Aktionen unmittelbar nacheinander: Der
souveräne Schiedsrichter Bernd Hirschbichler entschied erst auf Elfmeter für
die Gastgeber – der starke Ti Hoang verwandelte mit einem scharfen Schuss,
wobei Trappl die Ecke erraten hätte. Postwendend dann die Chance zur erneuten
Führung für die Austria, Elfmeter: Nico Mayer war leider nicht die richtige
Wahl des Schützen – ihm versagten die Nerven, er setzte den Ball neben die Stange.
Die Schlussoffensive der Austria kam kaum in die Gänge, die eine oder andere
Chance gab es noch – Tor leider keines mehr. Endstand 1:1.
Zum Ende der
Hinrunde überholt uns Kuchl somit und ist zur Halbzeit der Meisterschaft 2
Punkte voran. In den beiden vorgezogenen Frühjahrsrunden wird es auch schwierig
werden, sich die Winterkrone doch noch zu holen. Kuchl muss noch nach Adnet und
empfängt abschließend Köstendorf. Ähnlich schwierig scheint auch unser Programm
mit dem Auswärtsspiel in Strobl und dem Ausklang daheim gegen St. Georgen.
Trotz des unglücklich verlaufenen Spieltags, fand das ganze dann noch einen
gemütlichen ausklang im wunderschönen Grünauer Hof in unmittelbarer Nähe des
Platzes in der Gemeinde Wals-Siezenheim.
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Länderspiel
zur WM-Qualifikation 2010 – 4. Spieltag |
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Österreich – Serbien 1:3 (0:3) |
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Wien, Ernst-Happel-Stadion – 15. Oktober 2008, 20:30
Uhr – 48.000 Zuschauer |
Nach dem glücklichen aber
bemerkenswerten Sieg Österreichs gegen Frankreich Anfang September, brach der
große Run auf die Tickets für das nächste Heimspiel in der WM-Qualifikation aus
– bald war auch dieses Heimspiel gegen Serbien ausverkauft. Wäre es nicht
schnell gegangen, hätte es gar nicht funktioniert mit einer vollen Hütte: Denn
eine sang- und klanglose 0:2-Niederlage in Litauen und ein enttäuschendes 1:1
auf den Färöer hätten wohl kaum noch jemanden motiviert, an diesem
Mittwochabend ins Ernst-Happel-Stadion zu kommen. Die Nationalmannschaft kann
heute also vor ausverkauftem Haus gegen Serbien antreten, obwohl sie es sich
kaum verdient hat – schnell geht’s hierzulande immer mit dem „Hype“.
Doch ein echtes
Heimspiel war es nicht, ca. 15.000 Serben waren unter den Zuschauern und die
machten kräftig Stimmung. Optimismus noch vor dem Spiel, eine stimmungsvolle
Einlage einer Abba-Coverband mit zwei bildhübschen Damen und zu Spielbeginn
eine kleine Choreographie sorgten für einen tollen Rahmen.
Doch mit Anpfiff des
Spiels verschlechterte sich die Stimmung in rot-weiß-rot zusehends. Die Serben
wurden viel zu wenig attackiert, aus einem schönen Weitschuss resultierte das
0:1. Beim zweiten Gegentreffer marschierte der bei Hertha BSC tätige Marko
Pantelic ungehindert durch die Abwehr, traf die Stange und Jovanovic versenkte
den Abpraller im Netz. Das 0:3 war wieder die Folge von inkonsequentem
Attackieren in der Defensive, der Torschütze der Serben war nach wie vor
hungrig, setzte sich entschlossen durch und erzielte das 0:3. Das alles nach
gut 20 Minuten, das Spiel war mehr oder weniger gelaufen. Von wegen da hätte
einfach alles den Weg ins Tor gefunden bei Serbien, die Unterkante der
Querlatte verhinderte Tor Nummer 4. Verständlich, dass sich bald ein heftiges
Pfeifkonzert ergab. Nach Seitenwechsel sah man weiterhin vollkommen unbeholfene
Österreicher, die keinen Drang danach hatten, nach vorne Druck auszuüben. Die
Gäste haben inzwischen mehrere Gänge zurückgeschalten, das Verwalten ihres
Vorsprunges war aber sehr einfach – eine ganz müde 2. Halbzeit über weite
Strecken. Einzig Janko kam noch zu einem kleinen persönlichen Lichtblick, als
ihm noch der Ehrentreffer zum 1:3 gelang.
Als Fußballfan konnte
man bei den Serben in der 1. Halbzeit mehrmals Zunge schnalzen, für Fußball
Österreich war es wieder einmal ein katastrophaler Abend. Die Spieler haben
nicht nur keine individuelle Klasse, die eine WM rechtfertigen würde – sie
vermitteln auch teilweise sehr wenig Lust zum Einsatz,
Verantwortungsbewusstsein und vor allem Kreativität im Spiel fehlt total.
Negativ bleibt noch zu erwähnen, dass sich bei den Hymnen einige Pfiffe dazwischen mischten – Fairness und Anstand sind den meisten Fans selbstverständlich, wenige aber zu viele, sehen diese Ehrensache nicht als solche. Für die Serben war es ein genialer Abend in Wien, sie machten tolle Stimmung, feierten die Tore mit Bengalischen Feuern und sahen eine tolle Leistung ihrer Mannschaft unter Kapitän Dejan Stankovic. Für Österreich endete 40 Tage nach der Eintagsfliege gegen Frankreich also die Fastenzeit der Euphorie nicht, im Gegenteil – die WM 2010 wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zurecht ohne uns stattfinden und es bleibt wieder die Erkenntnis, dass trotz jahrelangem Blablabla von Entwicklungsprozess usw. immer noch nichts weitergeht und die Siegermentalität einfach total fehlt. Für das Verkehrskonzept rund um das Stadion ist so ein Spielverlauf traumhaft, vor der U-Bahn-Station ging es schnell weiter, weil sich die Abwanderung der Massen sehr gut verteilte, ab Mitte der 2. Halbzeit setzte die Massenabwanderung bereits ein sodass nach Spielende nicht mehr so viele Leute abzufertigen waren.
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SV Austria Salzburg – Köstendorf
3:1 (2:0) |
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Maxglan, 11.
Oktober 2008 – 16:00 Uhr ::: 1.100 Zuschauer (Durchsage) |
Wenig Reiz für die Fans, für die Spieler gibt es eher viel zu verlieren –
so undankbar sind Runden, wo ein Pflichtsieg ansteht. Nächste Woche geht es zum
Schlager nach Wals, doch weil die Punkte auch heute gleich viel Wert sind gilt
es, die volle Aufmerksamkeit auf diese 90 Minuten zu richten.
1.100 Zuschauer waren es laut Platzsprecher, der offizielle Spielbericht
spricht von weniger – es ist momentan vieles unklar bei uns. Eine recht
ansehnliche Fähnchenchoreographie zu Beginn war das Highlight der Hingabe der
Fans bei diesem Spiel, viel gute Laune kam ob des am Rasen gebotenen nicht auf.
Dabei war der Sieg nicht so richtig in Gefahr, ein frühes 1:0 von Rehrl ? /
Lenz ?, das trotz intensiver Abseits-Proteste der Köstendorfer anerkannt wurde,
gab die Richtung vor. Die Möglichkeiten der Gäste waren doch sehr beschränkt,
umso mehr ist es traurig, dass sie doch weitgehend verschont blieben von
violett-weißen Angriffen. Jukic bewies dann doch nochmal starken Willen, setzte
in einem Strafraum-Gestocher mehrmals nach, ehe der Ball homorlos ins Tor
kullerte – 2:0, der Pausenstand. Nach Seitenwechsel fing sich unsere Mannschaft
das obligate Gegentor, schließlich ist ja heute nicht 75-Jahr-Feier – nur gegen
Kuchl wurde die Kiste sauber gehalten. Eine schöne Kombination der Gäste war
es, die bis zum Abschluss funktioniert hat. Generell ist bei diesem Spiel aber
eher ein sehr inaktives Mittelfeld zu bemängeln, dabei sah es nicht nach
Schongang aus, sondern viel mehr nach Verkrampfung. Am Ausgleich waren die
Gäste aber nicht dran, man hatte eigentlich nichts zu befürchten. Alles klar
war aber erst nach dem 3:1: Ein kurz abgespielter Eckball drohte sich schon an
der Abwehrmauer festzulaufen, ehe Jukic einfach ein paar Haken ansetzte,
ansatzlos draufknallte und das Leder unhaltbar ins Eck donnerte – Extraklasse.
Das wars dann aber auch, ein wichtiger Pflichtsieg ohne zu glänzen.
Nächste Woche
erwartet uns ein ganz heißer Tanz bei Wals-Grünau. Die recht unterschiedlichen
Ergebnisse machen sie unberechenbar, zuletzt zeigte deren Formkurve wieder nach
oben und gegen die Austria wird es ihnen an Motivation nicht mangeln. Es wird
also eine deutliche Steigerung unsererseits nötig sein, um den
Herbstmeistertitel sicherzustellen.
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SV Austria Salzburg – FC Bergheim 5:2 (2:2) |
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Maxglan, 27. September 2008 – 17:00 Uhr ::: 1.100
Zuschauer (offiziell) |
Zwei Wochen nach dem glorreichen Jubiläums-Samstag ist leider nichts mehr übrig
vom Punktepolster auf Kuchl, weil man sich in Bürmoos die Butter schon wieder
vom Brot nehmen hat lassen. Diesmal ist Wiedergutmachung für die 0:1-Niederlage
angesagt, doch auf ein leichtes Spiel durften sich die Violetten dabei nicht
einstellen. Gegner Bergheim, im Sommer mit der Austria gemeinsam in die 2.
Landesliga Nord aufgestiegen, hat einen guten Saisonstart hingelegt und ist
voll in der Liga angekommen. Der Austria ist das auch gelungen, im Gegensatz zu
Bergheim aber mit hochkarätigen Verstärkungen, die eine ungleich höhere
Erwartungshaltung zur Folge haben. Für das Verteidigen der Tabellenführung muss
unbedingt ein weiterer Heimsieg her.
1.100 Zuschauer sahen, wie sich dieses Unternehmen bald noch schwieriger
als angenommen gestaltete: Schon in der 2. Minute bekam man den Ball nicht aus
dem Strafraum, stattdessen endete das Gestocher mit dem frühen 0:1-Rückstand.
Das Angriffsspiel der Hausherren kam nur schwer in die Gänge, während ein
höherer Rückstand ob der sehr unsicheren Abwehr nie ganz auszuschließen schien.
Allmählich schaffte man es dann aber, etwas mehr Druck auf Bergheim auszuüben.
Dass es relativ bald mit dem Ausgleich klappte, verdanken wir auch den
Argusaugen des Linienrichters: Ein Kopfball von Jukic fand zwar nicht den Weg
ins Netz, nach Ansicht des Assistenten aber immerhin den Weg hinter die
Torlinie. Die endgültige Klarheit wird uns verwehrt bleiben, kein Kameraauge
hat es eingefangen. Eine strittige Szene, die zur Abwechslung endlich mal zu
unseren Gunsten entschieden wurde – 1:1. Als alles schon mit dem Unentschieden
zur Pause rechnete, wurde Xandi Seywald mustergültig freigespielt, dieser
netzte ganz trocken zum 2:1. Wer auf ein x zur Halbzeit gewettet hat, musste
sich nur kurz ärgern. Denn der Schiedsrichter ließ noch eine Aktion zu, unsere
Abwehr war schnell ausgespielt und spätestens nach dem 2:2 unmittelbar vor dem
Pausenpfiff wissen wir, dass sich in unserer Hintermannschaft vieles ändern
muss. Gut, dass die Verteidiger in der 2. Halbzeit nicht allzu viel beschäftigt
wurden – das Offensivspiel kam jetzt ins Rollen. Ein starker Oliver Trappl
spielte im Angriff wieder eine wichtige Rolle. Seine Qualitäten als
Freistoßschütze zeigte er auch, kurz nach Seitenwechsel knallte er einen
scharfen Schuss an der Mauer vorbei an die Stange. Wenig später dann aber doch
die verdiente 3:2-Führung für die Austria durch Peter Weiss, diesmal war die
Stange gnädiger und leitete via Innenseite den Ball ins Tor. Beim 4:2 hatte
Trappl seine Beine wieder im Spiel, gemeinsam mit Jukic war er plötzlich vor
dem Tor, bewies viel Übersicht und spielte noch quer zu Mersi, dessen Winkel
noch besser war – Tor, es sollte entschieden sein. Jukic bedankte sich für den
Assist Trappls dann noch mit einem ebensolchen, seine Traumflanke verwertete
Leitner per Kopf zum 5:2. Es verblieben noch ein paar Minuten, in denen die
Austria das Ergebnis verwaltete – wäre der Vorsprung ein oder vielleicht zwei
Tore dünner gewesen, wäre das große Zittern ausgebrochen, die Abwehr strahlte
in keiner Phase des Spiels Ruhe aus.
Nichts desto trotz,
offensiv passte es und allein das reichte diesmal zu einem klaren Heimsieg –
die Baustellen in der Mannschaft sind aber weiterhin vorhanden und wir müssen
hoffen, dass in Adnet wieder genügend Tore erzielt werden. Die Befürchtung von
weiteren Gegentoren besteht zurecht.
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SV Austria Salzburg – SV Kuchl
2:0 (1:0) |
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Maxglan, 13.
September 2008 – 17:00 Uhr ::: 1.600 Zuschauer (offiziell) |
Samstag, 13. September 1933: Was zuvor geheim mitten in der Salzburger Altstadt
beschlossen wurde, verkündete man an diesem historischen Tag: Das bürgerliche
Hertha Salzburg fusionierte mit dem Arbeiterklub Rapid Salzburg. Als Farbe
wählte man in diesen schwierigen Zeiten eine politisch nicht belegte, violett
in Kombination mit friedlichem weiß. Der SV Austria Salzburg war geboren, mit
gebündelten Kräften ist man angetreten, um dem SAK von 1914 die
Vormachtstellung in der Stadt streitig zu machen und sich selbst als
Aushängeschild der Mozartstadt zu etablieren.
Samstag, 13. September 2008: 75 Jahre nach der Gründung findet sich der SAK
wieder vor der Austria, die Aussichten für unsere Violetten stehen aber sehr
gut, dies bald wieder zu ändern. Von der Ausgangsposition 1933 bis zum heutigen
Status stehen natürlich viele, viele Geschichten. Die allerschönsten von ihnen
haben die meisten von uns in den 90er-Jahren erlebt, für ein Beispiel einer
traurigen Geschichte blickt man am besten ins Jahr 2005 zurück. Von glorreichen
Europacupnächten bis Missbrach am Fußball zum Schaden unseres Traditionsklubs
ist wirklich alles passiert in diesem Dreiviertel-Jahrhundert.
Klar, dass der runde Geburtstag unseres Vereins ein ganz besonderer Tag
werden soll. Der Zufall stand uns im Vorfeld schon mal sehr günstig zur Seite:
Zum einen, dass dieses Jubiläum auf einen Samstag fällt und zum anderen, dass
die Auslosung im Sommer uns für diesen Samstag ein attraktives Heimspiel gegen
den SV Kuchl bescherte. Dass es jetzt in dieser 8. Runde auch noch zum
absoluten Top-Schlager, zum Gipfeltreffen in der 2. Landesliga Nord kommt,
verdanken wir dem guten Saisonstart der beiden Mannschaften. Punktegleich
stehen wir mit den Tennengauern an der Tabellenspitze, von Platz 1 lacht dank
des besseren Torverhältnisses jetzt schon die Austria. Ein medial ordentlich gepushtes
Spiel und ein attraktiv organisiertes Rahmenprogramm ohne jeglichen unpassenden
Event-Charakter ließen einen regen Besucheransturm erwarten. Dass offiziell
1.600 Zuschauer stehen, ist auf Behördenauflagen zurückzuführen – die „Kronen
Zeitung“ bereichtete Tags darauf von 2.000, hat damit das wahre Ausmaß der
Begeisterung um den Traditionsverein an diesem Tag allerdings auch noch um ca.
500 Fans kleiner verkündet. Lange vor dem Spiel musste das „Tribüne
ausverkauft!“-Schild aufgehängt werden, auch hinter dem Tor und auf der
Gegenseite hinter den Banden herrschte Massenandrang.
Eine dem Jubiläum würdige Choreographie begleitete die Mannschaften auf das
Spielfeld, pikanterweise leitete das Spiel Schiedsrichter Vitzkotter, ein
SAK-Mann. Eine zum Bersten gefüllte Tribüne, volle Ränge wohin man blickt auch
auf der Gegengeraden und hinter dem Tor und 11 Jungs in violett und weiß
längsgestreiften Traditionsdressen mit dem verehrten Wappen auf der Brust und
goldenen Rückennummern bei einem Top-Spiel an einem kühlen und herbstlichen
Samstagnachmittag im städtischen Salzburg – genau das ist, wofür Austria
Salzburg steht und warum es sicht lohnt, sich mit dem Klub der Herzen zu
identifizieren. Gänsehaut pur einfach.
Das Spiel wurde den Erwartungen voll und ganz gerecht, aus der
violett-weißen Brille gesehen erst recht. Kuchl spielte anfangs gut mit,
allmählich zeigte sich aber, dass es sich doch besser Spielt, wenn diese
Zuschauermassen hinter einem stehen und dich nicht verlieren, sondern siegen
sehen wollen. Unsere Mannschaft übernahm immer mehr das Kommando und nach einer
halben Stunde führte eine schöne Aktion zum 1:0, womit dann alle Dämme
gebrochen sind und Maxglan endgültig zur Partyzone wurde. Kurz nach der Pause
wurde durch wunderbares Kurzpassspiel Nico Mayer (er machte auch das 1:0)
erneut perfekt freigespielt, dieser vollstreckte eiskalt zum 2:0. Die Tribüne
leuchtete, die vielen Bengalen und deren Rauch irritierten Schiedsrichter
Vitzkotter so sehr, dass er sogar mit Spielabbruch drohte und dies über den Stadionsprecher
ausrichten ließ – SAK wir kommen ;-) Ansonsten sei aber erwähnt, dass der
Unparteiische seiner Bezeichnung diesmal doch gerecht wurde, fehlerfrei war er
nicht aber es wurde nicht entscheidend und die Entscheidungen waren auch nicht
so ausgelegt, dass man ihm irgendetwas unterstellen könnte – passt schon. Die
überlegene Austria ersparte sich daraufhin weitere Tore, der Sieg zum Jubiläum
war mit dem 2:0 ausreichend einzementiert. Weil auch dieses Spiel die ganz
besondere Geschichte braucht, feiert der Doppeltorschütze Nico Mayer an diesem
Tag auch selbst Geburtstag, die Austria wird 75 und ihr aktueller Youngstar
Nico Mayer 19. Totale Euphorie nach Spielende, die Mannschaft schmiss sich ins
Jubelbad und genoss den weiteren Abend.
Gefeiert wurden am Abend aber auch noch Leute aus längst vergangenen Tagen.
Während auf der Großbildleinwand vor der Abends immer noch zum Bersten
gefüllten Tribüne die Ende Oktober erscheinende DVD „75 Jahre Austria Salzburg“
mit Ausschnitten präsentiert wurde, erzählten violett-weiße Legenden über ihre
Erlebnisse mit dem Verein. Karl Kodat, Hans Gegenhuber, Herbert Rettensteiner
& Co., alle waren sie da, um zum Geburtstag dem Klub die Ehre zu erweisen,
der sie einst zum Star gemacht hat. Auch der langjährige Nachwuchsleiter Hans
Ecker ist gekommen, obwohl der alte Mann nicht bei vollen gesundheitlichen
Kräften war. Sie sind Austria-Ikonen von damals, graue Haare haben sie
mittlerweile gemeinsam und noch etwas: Die Liebe zu ihrer Salzburger Austria,
der sie auch heute noch und für immer die Daumen drücken – mehr denn je
schätzen sie jetzt unseren Klub und die Leute, die ihn tragen und die das
Mitwirken aller Spieler in Form einer gelebten Geschichte Woche für Woche
unvergessen machen. Violette Helden aus den 90er-Jahren wie Otto Konrad, der
auf der DVD ein ausführliches Interview gibt und sich auch schon sehen hat
lassen bei der Austria in ihrer Ära nach 2005, stehen auch zum schillerndsten
Verein Salzburgs.
Gefeiert wurde in
Salzburg die ganze Nacht, ein perfekter Tag zum Jubiläum von Salzburgs
Fußball-Aushängeschild Austria – ohne groß aufgezogenes Event und dafür mit
viel Fußballtradition, ohne fade Allstar-Kickerei sondern mit gegenseitigem
respektvollen Austausch von Geschichten zwischen Verein, Mannschaft und Fans von
heute und den ewigen Helden der Austria von damals.
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Länderspiel
zur WM-Qualifikation 2010 – 1. Spieltag |
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Österreich – Frankreich 3:1 (2:0) |
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Wien, Ernst-Happel-Stadion – 6. September 2008, 20:45
Uhr – 48.000 Zuschauer |
Nach der durchaus nicht
überragenden Europameisterschaft und der Verpflichtung eines namhaften
internationalen Trainers beginnt für unsere Nationalmannschaft jetzt das
Projekt WM 2010 in Südafrika. Um dort hinzukommen, muss man sich gegen teils
starke Gegner durchsetzen und mehr Siegermentalität als zuletzt zeigen. Der
Glaube an Besserung ist durchaus da, die Stimmung rund ums Team ist recht gut.
Es wird der Mannschaft durchaus zugetraut, weiter zusammenzuwachen und unter
dem neuen Trainer endlich den nötigen Schliff zu bekommen. Indiz für die
Aufbruchsstimmung ist das rege Zuschauerinteresse, das Spiel gegen Frankreich
war vorzeitig ausverkauft, während auch der Vorverkauf fürs nächste Heimspiel
gegen Serbien im Oktober bereits gut angelaufen ist.
Die Rahmenbedingungen
für diesen Auftakt in die WM-Qualifikation könnten besser kaum sein. Ein
wunderschöner, sonniger und heißer Spätsommertag, ein ausverkauftes
Ernst-Happel-Stadion bei diesem Schlagerspiel und das größte Open-Air-Fest
Europas an diesem Wochenende in Wien, das Donauinselfest. Für ergiebige
Feierlichkeiten nach einem Sensationssieg wäre also alles angerichtet.
Das Stadion füllte
sich allmählich und bald zeigte sich, welch tolle Atmosphäre an diesem Abend zu
erwarten ist. Man wurde perfekt eingestimmt und spätestens bei den Hymnen
herrschte absolutes Gänsehautgefühl. Daraufhin begann ein sehr munteres Spiel
mit einer defensiven, aber nach vorne nicht abgemeldeten Österreichischen
Mannschaft. So kam man in der 8. Minute zu einem Freistoß, den Ivanschitz in
den Strafraum brachte und Janko mit guter Präsenz im 16er-Raum und dem nötigen
Glück (abgefälscht) unhaltbar ins Netz drücken konnte. Mit Disziplin in der
Defensive und dem nötigen Glück (Latte rettete vor einem Eigentor) hielt man
den Vorsprung, um ihn in der 41. Minute auf 2:0 auszubauen. Das Tor war fast
eine Kopie des ersten Treffers, wieder fand ein Ivanschitz-Freistoß den Weg in
den Strafraum, Aufhauser kam irgendwie zum Schuss aus kurzer Distanz – auch der
wurde noch abgefälscht und fiel unhaltbar ins Netz. 2:0 war auch der
Pausenstand, es roch schon zur Pause nach einer Sensation.
Die klare Führung
schrumpfte in der 2. Halbzeit wie befürchtet dann noch in einer Phase, wo
Frankreich genug Zeit (30 Minuten) für den Ausgleich hatte – einmal
verdribbelt, dann war der Anschluss für Frankreich hergestellt. Mitten in einer
kritischen Phase des Spiels führte ein wichtiger Entlastungsangriff zunächst zu
einem Eckball für Österreich. Marc Janko wurde vor den Augen des
Schiedsrichters im Strafraum sehr ungeschickt niedergerissen, worauf es zurecht
Elfmeter gab. Ganz trocken täuschte Kapitän Ivanschitz den Torwart und
verwandelte zum so wichtigen 3:1. Damit hat Österreich den Franzosen ihre
letzte Moral weggeschossen, je länger das Spiel dann noch dauerte, umso mehr
ergab sich die „Equipe Tricolore“ ihrem Schicksal. Unsere Mannschaft hatte
nicht mehr viel zu befürchten von Henry, Benzema & Co. In der kritischen
Phase hatten wir auch in der 2. Halbzeit Glück, so verhinderte Manninger unter
erneuter Mithilfe der Latte einen weiteren Treffer der Franzosen. Die
Kombination aus dem nötigen Glück und vor allem der wiedergefundenen
Siegermentalität und des Vertrauens auf eigene Stärken anstatt des bloßen
Reagierens bei so einem namhaften Gegner haben es an diesem märchenhaften Spätsommerabend
tatsächlich möglich gemacht, den Weltmeister von 1998, den Europameister von
2000 und zuletzt den Vizeweltmeister von 2006 zu besiegen.
Am Donauinselfest war dann im Anschluss die Stimmung so ausgelassen, wie man sich das vorstellen kann – bei der 25. Auflage dieser Mega-Veranstaltung noch dazu mit Rekordbesuch. „So geht Österreich, Österreich geht so ...“, jubelte eine Fan-Schlange in Rot-Weiß-Rot und machte die Nacht in Wien zum Tag. Teamchef Karel Brückner bremste angesichts des Auswärtsspiels am Mittwoch in Litauen, wo weitere 3 Punkte genau so wichtig sind wie heute gegen Frankreich, wieder auf ein normales Maß. Seine weisen Worte: „Ein Vogel macht nicht den Frühling“. Wir verfolgen unser Nationalteam weiter und hoffen, dass der unverkennbare Aufwärtstrend weiter anhält und Punkte weiterhin nicht ausbleiben.
Fotos vom zauberhaften Spätsommerabend im Wiener
Prater
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Saison 2008 / 09
– Landescup – 3. Runde |
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SV Austria Salzburg – SV Hallwang
2:2 (0:0) ..... Elfmeterschießen 3:4 |
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Maxglan, 27.
August 2008 – 18:30 Uhr ::: 1.200 Zuschauer (offiziell) |
Der Landescup geht in
seine 3. Runde und früher als in der letzten Saison beschert uns die Auslosung schon
jetzt einen Klub aus der 1. Landesliga. Nachdem man Anfang Mai gegen den FC
Hallein überaus unglücklich am Finaleinzug gescheitert ist, ist unsere
Mannschaft topmotiviert, diesmal einen Landesliga-Klub aus dem Bewerb zu
werfen. Helfen soll dabei der Heimvorteil, den die Austria erstmals in dieser
Cup-Saison genießt. 1200 Zuschauer – für den frühen Mittwochabend sehr
beachtlich – sorgen dafür, dass die Violetten auf den 12. Mann setzen können.
Nach einer
ausgeglichenen, torlosen ersten Halbzeit, wurde der Abend so richtig
interessant. Die Austrianer legten einen Zahn zu, Lenz vergab zunächst noch
eine große Möglichkeit auf die Führung. Wenig später legte er auf den starken
Rehrl ab, der den Ball schön traf und zur völlig verdienten Führung einschoss. Bundesliga-Schiedsrichter
Brugger war für Hallwang das, was für uns der Heimvorteil war: Er pfiff einen
sehr schmeichelhaften Elfmeter für die Gäste – erst im Nachschuss haben sie
verwertet, 1:1. Doch die Austria kam wieder zurück und wiederum völlig verdient
netzte Diaz zum 2:1. Die eine oder andere Chance wurde noch vergeben und je
länger das Spiel dauerte, je mehr verlagerte sich alles in unsere Hälfte. Dass
es für Hallwang in der 91. Minute doch noch zum 2:2-Ausgleich klappte war
einerseits eine Folge des Ganzen, andererseits aber auch ein Tormannfehler –
ausgerechnet so kurz vor Schluss rutschte der Ball Alex Trappl unglücklich
durch und kullerte ins Eck. Der psychologische Vorteil dieses
Last-Minute-Treffers war für Hallwang auch der Schlüssel zum Erfolg im
Elfmeterschießen, bei der Austria vergab Nico Mayer gleich den ersten Elfmeter
– als auch Pecaranin vergab, war das unglückliche Ausscheiden besiegelt.
Die Austria wäre verdienter Sieger
gewesen, so bleibt nur die Erkenntnis, dass man auf jeden Fall jetzt schon mit
den Landesliga-Klubs mithalten kann. Dass die Abwehrleistung jedoch ausbaufähig
ist und bei manchen Spielern etwas mehr Spritzigkeit nötig wäre, wurde aber
ebenso ans Tageslicht gebracht.
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SV Austria Salzburg – SC Golling 5:1 (3:1) |
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Maxglan, 9. August 2008 – 17:00 Uhr ::: 1.200 Zuschauer
(offiziell) |
Nachdem es die über den Sommer vermeintlich enorm Verstärkte Austria in der
1. Runde beim Heimspiel gegen eher mäßig eingeschätzte Strobler nicht schaffe, die
ersten 3 Punkte einzufahren, gastiert jetzt gleich ein Titelkandidat in
Maxglan. 1.200 Zuschauer wollten sehen, ob es schon diesmal besser läuft. Nach
dem Auswärtsspiel bei St. Georgen läuft die Austria auch noch bei diesem
Heimspiel in Trauerflor auf, Fan-Legende Ossi, wie die Austria selbst ein
1933er-Jahrgang, ist leider verstorben.
Tatsächlich bekamen die Zuschauer einiges geboten. In der Offensive läuft
alles viel besser zusammen, es wird variantenreich gespielt und die Laufwege
stimmen sich bereits sehr gut ab. Ein erster Beleg dafür war das frühe 1:0, ein
Traumpass vom entfesselt aufspielenden Mersi Jukic wird von Mario Schleindl
angenommen und eiskalt verwertet. Damit kommen wir zum noch nicht so sicher
wirkenden Mannschaftsteil, der Abwehr: Urplötzlich lief ein Gollinger auf das
Tor von Alex Trappl zu, er war nicht weniger cool als Schleindl und glich aus.
Ein weiterer schöner Austria-Angriff mit selbem Personal wie schon beim 1:0
führte wenig später bereits zum 2:1, eine präzise Hereingabe von Jukic mit
souveränem Abschluss von Schleindl. Mersudin Jukic scheiterte kurz vor Schluss
an der Querlatte, somit war ihm selbst heute kein Treffer vergönnt, doch dass
der Junge bei diesem Spiel herausragend agiert und gleich bei allen 5 Treffern
als direkter Vorbereiter in Erscheinung getreten ist, rechnen wir ihm hoch an –
zum Pauschallob für die Mannschaft gehört bei diesem Spiel einfach noch eine
Erwähnung des tollen Spiels von Jukic gesondert dazu. Gemeinsam mit Mario
Schleindl, der mit seiner Schnelligkeit ein idealer Abnehmer für die genialen
Pässe von Jukic ist, hat die Offensive eine enorme Gefährlichkeit, die den
Gegnern in dieser Liga noch sehr viel Kopfzerbrechen bereiten wird.
Generell zeigte sich
die Mannschaft gegenüber dem Heimspiel gegen Strobl stark verbessert, es wurde
geschossen, man lief sich nicht mehr fest, ... – einzig die Abwehr muss noch
Sicherheit gewinnen.
R.I.P.
Oswald „Ossi“ Starzinger
Da ist die Träne auf
dem Mozartkopf der Ultras nach dem tragischen Unfalltod des jungen Gerli noch
nicht einmal getrocknet, da ereilt die nächste erschütternde Nachricht unsere
Austria-Familie: Ossi ist 75-jährig gestorben.
Ossi war der Inbegriff
eines Vollblut-Austrianers. Mit seinem vollen Namen Oswald Starzinger kannten
ihn bis vor seinem Tod nicht alle, unter seinem kurzen Spitznamen und als
legendärer „Opa-Viola“ war er aber so gut wie jedem ein Begriff. Ein Begriff?
Nein! Mehr als das! Mit seinen witzigen Kommentaren, seinem unverwechselbaren
Gesicht und mit seiner Tröte erregte er im positivsten Sinn die Aufmerksamkeit
der Fangemeinde. Als eine gewisse Dosenfirma vor 3 Jahren im Begriff war, ihm
ein Stück vom Sinn des Lebens zu entziehen, leistete er leidenschaftlich
Widerstand: So mussten ihn im September 2005, als sich die violette Fangemeinde
endgültig mit Hass aus der Dosen-Vorstadt verabschiedet hat, vier Polizisten
vom Stadion wegschaffen. In den letzten Jahren seines Lebens bestärkte er die
Moral des Violett-Weißen Weges. Seine Anwesenheit hat uns stets bewiesen, dass
wir Fans den Verein in die richtige Richtung führen. Spätestens der Blick auf
das Austria-Urgestein zeigt uns allen, dass es sich bei uns immer noch um den
Arbeiterverein von 1933 handelt, den wir Woche für Woche mit Liebe unterstützen
und für dessen Farben wir gekämpft haben. Ossi hat uns die neue Ära unseres
Klubs mit seiner Leidenschaft an die lange Geschichte des Traditionsklubs
gebunden und zusammengeschweißt.
Die Austria war sein Leben, mit ihr teilt
er sogar das Geburtsjahr. Während er seinen 75er im April noch feiern konnte,
bleibt ihm die 75-Jahr-Feier von Austria Salzburg im September leider verwehrt.
Wahrhaftig: Ossi, wir werden dich sehr vermissen!
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SV Austria Salzburg – SK Strobl
1:1 (0:1) |
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Maxglan, 26.
Juli 2008 – 17:00 Uhr ::: 905 Zuschauer (offiziell) |
Einige neue Sponsoren, hochkarätige Neuzugänge und jede Menge Motivation,
den Aufstieg in die 1. Landesliga zu schaffen – die perfekten Voraussetzungen
für den Saisonstart. Wer aber jetzt glaubt, alles sei angerichtet, der irrt:
Die Veranstaltungsbehörde des Magistrats hat sich ausgerechnet die Woche vor
diesem Auftaktspiel ausgesucht, um uns ihre bürokratische Seite näher zu
bringen. Eine Begehung der Anlage endete mit sehr undankbaren Ergebnissen: So
muss der Stehplatz-Bereich der Tribüne wieder mit Sitzschalen bestückt werden,
was die Gesamtkapazität der Tribüne auf 604 und die der gesamten Anlage auf
1.004 senkt. Was für jeden anderen Verein im Salzburger Unterhaus völlig
ausreichend wäre, ist für uns eine enorme Einschränkung – der Vorstand arbeitet
bereits an Lösungen, um Auflagen zu erfüllen, welche die Anlage für eine
Kapazität von mindestens 2.000 Personen genehmigt. Thema dabei sind Fluchtwege
bzw. Treppenabstand und Statik der Tribüne sowie sanitäre Anlagen.
Wer jetzt aber dachte, das Auftaktspiel würde ausverkauft sein, der irrte
gewaltig. Es kamen nämlich ohnehin nur 900, was eine enttäuschende Zahl ist.
Trotz der hochkarätigen Neuerwerbungen. Trotz der wieder höheren Spielklasse.
Trotz passablen Wetters. Zum Vergleich: Beim Auftaktspiel in der 1. Runde der
Saison 2007/08 kamen gegen den UFC in der 1. Klasse Nord 1.200 Zuschauer nach
Maxglan. Urlaubszeit war damals übrigens auch. Hoffentlich geht der Trend
künftig doch in die richtige Richtung.
Nichts desto trotz wurde wieder kräftig Stimmung gemacht. Sehr engagiert
ging unsere Mannschaft ins Spiel, von Beginn an wurde versucht, die
kampfstarken Strobler in die Defensive zu drängen. Doch in der 16. Minute wurde
ein Freistoß der Gäste schön in unseren Strafraum gezirkelt und ein Kopf war
zur Stelle und verlängerte den Ball unhaltbar via Innenstange ins Netz zum
überraschenden 0:1. Die Violetten übernahmen gleich wieder das Kommando, hatten
ein enormes Übergewicht an Spielanteilen. Was sich aber nach dem Gegentreffer
bald abzeichnete war, dass es ein schwieriges Unterfangen werden würde, dieses
Spiel zu drehen. Zur Pause blieb es beim 0:1. Nach Seitenwechsel ein
unverändertes Bild: Die Spielanteile bei der Austria, dennoch kaum größere
Chancen. Der im Vorfeld hoch eingeschätzte Neuzugang Mersudin Jukic konnte zwar
seine Klasse aufblitzen lassen, er fand aber nie den Weg durch die vielen Beine
der Strobler Abwehr. Immer wieder rannte er sich an der Abwehr fest, nachdem er
bereits 1, 2 Spieler ausgespielt hat. Die verletzten Geier und Ebner fehlten an
allen Ecken und Enden, somit hatte Lenz aus den Flanken kein Futter . Somit
musste sich Lenz die Bälle selbst holen, wobei er bei den Zweikämpfen oft zu
spät dran war und nicht viel zu bestellen hatte. So musste ein Eigentor für
unseren Ausgleich herhalten, in der 67. Minute verlängerte ein Strobler Spieler
mit dem Kopf im Strafraum einen Ball unhaltbar ins eigene Tor zum
1:1-Ausgleich. Kurz darauf schrammten 2 Violette knapp am Ball und an der
Führung vorbei. Trotz intensiver Bemühungen fand unsere Mannschaft aber auch in
der Schlussphase nicht mehr das richtige Rezept, um das zweite Tor zu erzielen.
Was leider verabsäumt wurde, waren Schüsse aus der 2. Reihe. Stets lief man
sich stattdessen in der Abwehr fest und musste immer wieder neu aufbauen.
Davon, dass die
Mannschaft noch nicht zu einer homogenen Truppe zusammengewachsen ist, konnte
man sich bereits in den Vorbereitungsspielen ein Bild machen. Dass es aber
gegen den 12. der vergangenen Saison im Heimspiel nur zu einem Unentschieden
reicht, hätte kaum jemand gedacht. Man darf aber dennoch guter Dinge sein, denn
die Klasse von Heli Rottensteiner, Mersudin Jukic & Co. ist allemal da –
wenn die Mannschaft bald zu sich findet, dann wird es in dieser Liga keine
Ehrenrunde geben. Nächste Woche geht’s für die Austria in den nördlichen
Flachgau zu St. Georgen, ehe in 2 Wochen das erste richtige Spitzenspiel der
Saison in Maxglan stattfindet: Der SC Golling kommt und bis dahin haben wir
hoffentlich auch die behördlichen Genehmigungen, denn dieses Spiel wollen dann bestimmt
wieder weit mehr als 1.000 Leute sehen.
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Saison 2008/09 –
Landescup – 1. Runde |
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USV Leopoldskron / Moos – SV Austria Salzburg 0:5 (0:3) |
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Sportplatz an der Moosstraße, 19. Juli 2008 – 17:00 Uhr
::: ca. 350 Zuschauer |
Zur erwartet klaren Sache
wurde die 1. Runde im Landescup. Wie schon im Vorjahr ging es dabei
ausgerechnet zu den Gelsen an die Moosstraße. Die etwa 350 Zuschauer sahen ein
total einseitiges Spiel, das spätestens zur Halbzeit entschieden war. Zwar ist
unsere Mannschaft noch keineswegs so eingespielt, wie sich das der violette
Feinschmecker vorstellt – für einen klaren Sieg in diesem Spiel hat es
erwartungsgemäß gereicht. Man könnte behaupten, die Neuzugänge haben sich
perfekt eingefügt – eher spricht es jedoch für deren individuelle Klasse, dass
etwa 2 x Mayer und 1 x Jukic dafür gesorgt haben, dass bereits nach 45 Minuten
alles klar war. Die beiden und Heli Rottensteiner dürften uns in dieser Saison
wohl noch viel Freude bereiten. In der 2. Halbzeit traf noch der starke Rehrl,
ehe ein Eigentor das vorprogrammierte Debakel der Gelsen abrundete.
So richtig ernst wird es dann in einer
Woche, wenn am Samstag um 17:00 Uhr Maxglan wieder zum Hexenkessel wird und im
Heimspiel gegen den SK Strobl die ersten drei Punkte in der neuen Liga
eingefahren werden sollen – schließlich gibt es erneut nur eine Mission:
Aufstieg!
Wallersee-Cup 2008: Blasse Austria und
Turnier-Abbruch
Enttäuschend verlief am Freitagabend, 11.
Juli 2008, der diesjährige Wallersee-Cup – aus Sicht der Austria ebenso wie für
den Veranstalter. Das Blitzturnier musste nämlich wegen eines Gewitters, ferner
wegen eines Stromausfalles, noch vor den Platzierungsspielen abgebrochen
werden. Somit war auch die Austria nur in zwei Mini-Spielen zu sehen. In den 45
Minuten gegen Landesliga-Meisterkandidat Neumarkt war man die deutlich
schlechtere Mannschaft und verlor das Spiel mit 0:1. Außer einer guten Chance
bleibt nur der Eindruck einer Mannschaft, die sich wahrlich erst finden muss.
Besser erging es uns im Spiel gegen den zukünftigen Liga-Konkurrenten
Köstendorf, etwas weniger Stress in den Zweikämpfen erleichtere der Austria den
Spielaufbau. Tor wollte trotzdem keines gelingen, der Stromausfall bei der
Flutlichtanlage setzte dem Spiel bei 0:0 ein Ende – der Wind und das im Anzug
befindliche Gewitter machten dieses Match ohnehin nicht gerade zu einem
erkenntnisreichen Testspiel. Der letzte freundschaftliche Aufbau-Kick findet am
Mittwoch gegen den USK Hof statt, ehe es am Samstag mit dem Cup-Spiel in den
Ernst der Saison 2008/09 geht – standesgemäß gastieren wir in der 1. Cup-Runde
bekanntlich wieder bei den „Gelsen“ an der Moosstraße.
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Vorbereitungsphase für die Saison
2008/09; 1. Testspiel |
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SV Strasswalchen
(1. LL) – SV Austria
Salzburg (2. LL Nord)
1:0 (1:0) |
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Sportplatz Strasswalchen, 5. Juli 2008 – 18:00 Uhr :::
ca. 180 Zuschauer |
Neue Saison, neuer
Trainer und einige neue Spieler. Doch eines soll gleich bleiben: Der Erfolg.
Klares Ziel für die Saison 2008/09 in der 2. Landesliga Nord ist der 3.
Meistertitel in Folge, was den Aufstieg in die 1. Salzburger Landesliga
bedeuten und unser Projekt Neugründung an ein gewisses Etappenziel bringen
würde. Dann wären wir 3 Jahre nach dem Zerwürfnis mit dem PSV schon wieder dort
angekommen, wo uns einst der letzte Ast einer Hoffnung auf die Rettung vorm
Totalabstieg abgebrochen wurde.
Die Luft wird dünner,
doch die Austria weiß damit umzugehen und damit man den Titelhattrick schafft,
überlässt man im violetten Salzburg nichts dem Zufall. So wurde die Mannschaft
weiter verstärkt, die namhaftesten Neuzugänge sind Helmut Rottensteiner (von
Landesligist Neumarkt) sowie Ex-Austrianer Gerhard Struber – er war zuletzt bei
Landesliga-Absteiger SC Leogang aktiv. Sportlicher Verantwortungsträger für die
Mission Meistertitel ist ebenfalls ein neuer Mann, der ehemalige mazedonische
Nationalspieler Miroslav Bojceski (39) kam von Grödig, wo er seine aktive
Karriere beendete – jetzt hat er bei seiner ersten Trainerstation gleich die
ganz große Herausforderung gefunden.
Landesligist Strasswalchen
als von der Papierform her höherklassiges Team kommt der Austria als
Testspielgegner natürlich genau recht. Auf Strasswalchens kleiner Sportanlage
hatte die Austria viele Spielanteile, ein zunächst ausgeglichenes Match
bestimmten spätestens ab der 2. Halbzeit ausschließlich die Mozartstädter. Der
Unterschied: Die kurze gefährliche Phase nutzten die Gastgeber zu einem Tor,
während bei den neu formierten Austrianern im Abschluss wenig klappte. Die
knappe 0:1-Niederlage schmerzt aber kaum, es bleibt die Erkenntnis, dass System
ins Spiel unserer Mannschaft einkehrt. Coach Miro gab das ganze Spiel über
lautstark Anweisungen, der sympathische kleine Mazedonier fordert von der
Truppe Disziplin (keine unnötigen Fouls) und überlegtes Kurzpass-Spiel. Als Glücksgriff
könnte sich Neuzugang Nicholas Mayer erweisen, ihm sah man seine technische
Klasse an – dazu kommt, dass er körperlich auch größer ist als einige andere
„Zaubermäuse“. Defensiv stark präsentierte sich auch Neuzugang Mario Milic, der
Blondschopf arbeitete fleißig, räumte fast alles ab, setzte auch offensiv
Akzente und wurde speziell bei Distanzschüssen gefährlich. Die Niederlage in
diesem Vorbereitungsmatch ist kein Wehrmutstropfen, es gab aber doch einen an
diesem Tag: In der 2. Halbzeit verletzte sich Flankenspezialist Michael Geier,
er muss voraussichtlich 5 Wochen pausieren. Bis er also eventuell mit Helmut
Rottensteiner gemeinsam die gefährlichste Flügelzange im Salzburger Fußball
bilden kann, wird es noch eine Weile dauern.
Ein edles Auftreten legt
unser Verein ja stets hin, neu in dieser Saison sind wunderschöne violett-weiße
Ringelstutzen – bei diesem Testspiel wurden sie erstmals getragen, sie sind ein
sehr stilvoller Teil der Spielkleidung.
Weiter geht die Testspiel-Serie am
kommenden Freitag bei einem Blitzturnier am Wallersee, das erste Pflichtspiel
der neuen Saison steigt dann am 19. Juli in der 1. Runde des Landescups –
Gegner dabei ist, so hat es das Los wollen, wieder Leopoldskron / Moos. Der 1.
Spieltag der Meisterschaft steht am 26. Juli auf dem Programm, um 17:00 Uhr
empfängt die Austria den SK Strobl.
Frühjahr
2008 (Saison 2007/08, 1. Klasse Nord)
F O T O S F R Ü H J A H R 2 0 0 8
8.
Juni 2008: Österreich – Kroatien 0:1
(0:1)
Obwohl ich angesichts
meiner kritischen Ansicht der UEFA nicht gerade intensiv um Tickets für die EM
bemüht war, bin ich durch unser Fanforum auf ein verhältnismäßig günstiges
Angebot gekommen und so kaufte ich zwei Karten für Österreichs Auftakt in dieses
Turnier gegen Kroatien. Es ist ohnehin an der Zeit, einmal ein Länderspiel zu
sehen, bei dem es richtig um etwas geht – noch dazu, wenn Österreich als
Gastgeber gegen Kroatien in die EM startet und das fesche Wiener
Ernst-Happel-Stadion der Austragungsort ist.
Die Nacht der
Meisterfeier hatte keine allzu großen Erscheinungen von Müdigkeit zur Folge an
diesem Sonntag, so machte ich mich gemeinsam mit Michael von den VT auf in die
Bundeshauptstadt. Die Eltern unseren Niederösterreichischen Stürmers Mario Lenz
nahmen uns im noblen Auto bis Niederösterreich mit, in der Nähe von St. Pölten
machten wir uns zunächst noch in Michaels Wohnung frisch, bevor uns seine
Eltern noch zu einem gegrillten Mittagessen eingeladen haben. Gestärkt von der
köstlichen Mahlzeit machten wir uns auf den Weg zum St. Pöltener Bahnhof, von
dort reisten wir mit dem Zug weiter nach Wien. Dort konnte auch ich mich nicht
gegen die eine oder andere rot-weiß-rote Bemalung wehren, eigentlich findet man
als Fan dieses nach Kinderfasching anmutende Style ja zum Kotzen. Am
Westbahnhof angekommen wurde uns bald klar, dass viele Kroaten sich einem
Heimvorteil der Österreicher entgegenstellen werden. In der U-Bahn, vor dem
Stadion und auch auf den Rängen sah man rot-weiß-rot vor allem im karierten Muster,
also im Design Kroatiens. Wir hatten unser Motto für unseren EM-Besuch: „Für
unser Land, nicht für euer Event – Patrioten, keine Konsumenten!“
In Wien war herrliches
Wetter, blauer Himmel, ein paar Wolken und recht angenehme Temperaturen waren
wie geschaffen für ein tolles Fußballspiel. Wir waren recht zeitig im Stadion,
nahmen bald auf unseren Sitzen der Kategorie 1 Platz und konnten das
Vorprogramm der UEFA beobachten. Recht sympathisch fand ich die Sprecher: Ein
neutraler in der Mitte, sowie Kroate Zlatko vor dem Block der Kroatien-Fans und
ÖFB-Stimme Andi Marek vor dem Support-Block der Österreicher. Das Turnier war
noch jung und so waren auch die Werbe-Botschaften der Euro-Hauptsponsoren auf
der Anzeigetafel anfangs noch halbwegs erträglich. Mit zunehmender Häufigkeit
fühlte man sich jedoch bald auch im Stadion schon immer mehr als Konsument.
Damit kann ich fließend zu einem weiteren Kritikpunkt an der UEFA übergehen:
Das schicke Turnier-Design, das dem Stadion verpasst wurde (unter anderem sehr ansprechend
ist die blau überdeckte Leichtathletik-Bahn), wird von hässlichen schwarzen
Tornetzen getrübt, die uns über die gesamte Vorrunde dieser EM hin verfolgen
sollten. Warum erst ab dem Viertelfinale auf die viel schöneren weißen
umgestellt wurde, weiß kaum einer.
Es folgte noch eine
kurze tänzerische Vorstellung, ehe endlich die Mannschaften einmarschierten und
zur Bundeshymne standen. Dabei gab’s faires Verhalten beider Lager, es mischten
sich keinerlei Pfiffe in die Hymne des Gegners – wunderbare Momente. Auf den
Rängen fand sich alles ein, was Rang und Namen hat – von UEFA-Präsident Platini
bis zu unseren Ministern, dem Kanzler und Bundespräsidenten – alle waren sie im
Stadion.
Pünktlich um 18:00 Uhr
wurde angepfiffen, keine 3 Minuten dauerte es bis zum Aufreger des Spiels:
Aufhauser begeht ein ungeschicktes Foul im eigenen Strafraum und so beginnt die
EM für Österreich denkbar schlecht mit einem Elfmeter für Kroatien. Superstar
Modric verwandelte ihn in der 4. Minute ganz sicher zum 0:1, die ohnehin schon
akustisch dominierenden kroatischen Fans waren nun total aus dem Häuschen,
gleich gesellte sich auch das eine oder andere Bengalische Feuer zum
lautstarken Support. Erwähnenswert ist dabei auch, dass die Kroaten ihr
Nationalteam viel kreativer und mit einer größeren Vielfalt an Fanchören
unterstützen als das die Österreicher tun – der Heimvorteil für unser Team war
damit relativ gering. Dieser frühe Gegentreffer war natürlich alles andere als
ein gutes Mittel, um die Anfangsnervosität abzuschütteln. Die Kroaten
kontrollierten daraufhin das Spiel, Österreich hingegen kam erst in den letzten
Minuten der 1. Halbzeit vereinzelt zu guten Aktionen. Diese waren aber ein
Fingerzeig für eine starke 2. Halbzeit unserer Burschen. Da verloren die
Kroaten allmählich ihren Spielfluss, kamen immer seltener gefährlich vor das
Tor von Jürgen Macho und überließen Österreich die Spielanteile. Ivanschitz
& Co. spielten gefällig nach vorne, allein die Chancenauswertung wäre
ausbaufähig. Gegen Ende des Spiels kamen die Kroaten durch die offenen Räume
noch zur einen oder andren Konterchance, die sich nicht nutzen, mehr kam von
den Gegnern aber nicht in dieser 2. Halbzeit. So müssen wir dem Ausgleich
nachweinen, der auch in der 93. Minute bei einem gefährlichen Kienast-Kopfball
denkbar knapp verfehlt wurde.
Was bleibt ist außer
einem phasenweise ziemlich guten Eindruck des Spiels unserer Nationalmannschaft
nichts, weil bei so einem Spiel eben nur das Ergebnis zählt. Da sind wir jetzt
einfach nur froh, dass wir ohne große Erwartungen ins Stadion gekommen sind –
immerhin haben wir ein gutes und interessantes Spiel bei dieser
Europameisterschaft gesehen. Für den Zuschauer geht es rein ums Dabeisein,
nicht mal der auf dem Ticket abgedruckte offizielle Preis steht in einer fairen
Relation zum Gebotenen – ganz abgesehen vom Schwarzmarkt. Immerhin waren wir
aber wohl bei einem der stimmungsvolleren Spiele dieser EM und im wohl
schönsten Stadion, das gute alte Ernst-Happel-Stadion ist nämlich eines der
wenigen bei dieser EM, welches nicht einen lieblosen, für das Turnier
maßgeschneiderten Zweckbau, ausstrahlt.
Ein Detail noch am
Rande: Einen Flitzer gab’s auch zu bestaunen. Wundert euch nicht, wenn der euch
vorenthalten wurde, liebe Zuseher an den Fernsehgeräten. Die Übertragung
gestaltet die UEFA nämlich selbst, sie sendet das Signal an die Sender, die
ausstrahlen. Da wird so etwas natürlich nicht gezeigt, ebenso wie euphorischer
Torjubel, wenn sich eine Gefahrenquelle wie radioaktive Strahlung zeigt, ein
Bengalisches Feuer etwa. Der europäische Fußballverband will also ein
Fußballfest, aber genau nach seinen Vorstellungen – auch wenn sie teilweise
noch so absurd sind. Skandalös ja auch die Ticketvergabe. Da geht ein großer
Teil ohnehin schon an Sponsoren, damit die ja noch effizienter werben können.
Ein oft überschüssiger Teil geht an Verbände, die ihr Kontingent dann nicht
vollständig an den Mann bringen. Viele Tickets werden vielfach verkauft, bis
sie an denjenigen gelangen, der für einen horrenden Preis das Spiel im Stadion
sieht. Der Schwarzmarkt blüht dadurch und der echte Fan bleibt auf der Strecke.
Höhepunkt des ganzen sind Bilder von vielen leeren Rängen beim Viertelfinale
(!) der Holländer in Basel gegen Russland (nicht das einzige Spiel wo das
Stadion nicht voll war). Klar, dass die UEFA ihre eigenen Fehler nicht ins Bild
rücken will.
Angesichts solcher
Erkenntnisse freut sich der wahre Fußballfan, wenn dieses „Event“ endlich
wieder vorbei ist. Fahnenkostüme powered by einer Tageszeitung, Fan-Schals mit
Firmenlogo als Beigabe eines Menüs bei einer Restaurant-Kette oder schreckliche
Fan-Hüte in allen Landesfarben geziert mit dem Logo des offiziellen
EM-Bierlieferanten sind Sachen, die wir am modernen Fußball hassen. Die
Bierpreise von belämmerten Standlern in den Fanzonen sowie die ewige
Sicherheits-Berichterstattung und Panikmache tun ihr Übrigens, in diesem Sinne
liebe wahren Fußballfans – ertragen wir es und dann geht’s in die neue Saison.
FANKURVE STATT FANZONE – SCHEISS EM
2008!!!
7.
Juni 2008: SV Austria Salzburg – USV Elixhausen 4:1 (2:0)
Die zweite Saison
eines SV Austria Salzburg, bei dem sämtliche Geschicke im Vereins den Fans
obliegen, geht jetzt zu Ende. Der Spielplan meinte es wieder gut mit uns und
bescherte der Austria in dieser letzten Runde erneut ein Heimspiel. Das ist
deswegen so nett, weil so nach dem Schlusspfiff elegant zur Meisterfeier im
Festzelt übergegangen werden kann und eine Saison der Superlativen an einem
richtigen Festtag gebührend gefeiert werden kann. Jaja, der Start des
Vorhabens, diesen liebenswerten Klub wieder zurückzuführen, hat bestens
geklappt – kaum einer außer die Fans und Sympathisanten selbst hätte es sich so
vorgestellt.
Trotz unglücklicher
Terminkollision mit dem Auftakt zur Fußball-EM fanden wie schon im Vorjahr beim
Saisonausklang weit über 2.000 Zuschauer den Weg zur Austria. Unter ihnen waren
auch wieder Freunde der Austria aus ganz Europa, unter anderem gaben sich auch
die Treusten der Treuen von Borussia Dortmund wieder bei uns ein Stelldichein.
Die Gäste aus Elixhausen, die ohnehin nicht in der Lage gewesen wären, den
Feierlichkeiten einen Dämpfer zu versetzen, fanden bald in den Takt des violetten
Festes und überließen unserer Mannschaft das Spiel. Nach dem 2:0 zur Pause
konnten sie zwar noch verkürzen, zwei weitere Treffer unserer Jungs ließen die
Saison würdig ausklingen – Endstand war 4:1.
Die „Ultras“ brachten
zu Spielbeginn eine wunderbare Choreographie mit einem Meisterteller, dazu ein
Spruchband. Zu Beginn der 2. Halbzeit setzte sich die Pyro-Abteilung der Kurve
noch ein letztes Mal in dieser Saison kräftig ins Zeug. Je näher es dem
Schlusspfiff entgegenging, umso ausgelassener wurde die Stimmung auf den
Rängen. „10 Minuten noch in dieser Arschloch-Liga“, motivierte Vorsänger Salva
die Supporter dazu, bis zur letzten Sekunde unsere Jungs in die nächsthöhere
Spielklasse zu schreien. Der Fangesang schlechthin zum Meistertitel war heuer
wie auch schon 2007 „Cavese“ – welch stimmungsvolles Meisterlied, minutenlang
wurde durchgehalten, auf der Kurve und auch später im Festzelt. Nach dem
Schlusspfiff kam es zu den typischen Szenen, wenn ein ruhmreicher Klub Meister
wird: Fans auf dem Spielfeld, ein Kult-Objekt eines Papp-Meistertellers,
Bengalische Feuer, Bier-Duschen, ...
Im Festzelt unmittelbar vor dem Platz
versammelten sich die feierhungrigen Fans, bis es zum Höhepunkt im Festzelt
kam, hatte man einen mehr als netten Zeitvertreib: Sehr positiv ist nämlich
auch die Nachwuchsarbeit in unserem Verein. So wurden in dieser Saison ALLE
unsere (4) eigenen Nachwuchsmannschaften Meister, eine Ehrung jagte die
nächste. Die Austria stellt mit ihren schon jetzt mehr als 150 aktiven Kindern
aber noch mehr Nachwuchsteams, die hier nicht miteinbezogenen treten in
Spielgemeinschaften mit dem Lieferinger SV an. Schließlich kam es dann zum
ultimativen Hauptakt dieser Meisterfeier, als das Salzburger Stadtoberhaupt,
Bürgermeister Heinz Schaden unserem Kapitän Ivan Pecaranin die offiziell
angefertigte Meisterschale übergeben hat. Getrübt wurde eine sonst tolle Feier
zum einen von einigen labilen Geschöpfen, bei denen etwas Alkohol statt guter
Laune nur Aggression auslöst einerseits und zum anderen von einer Abordnung Deutscher
(!) Polizisten, die eigentlich wegen der EM im Lande sind und das
feuchtfröhliche Fest mit ihrem unangemessenen Handeln quasi beendeten. Damit
erreichte die heurige Meister-Fete nicht ganz den Wert jener von 2007, es war
aber einmal mehr eine tolle Sache.
24.
Mai 2008: SV Austria Salzburg – ASV Salzburg
1:0 (1:0)
In der Vorwoche wurde amtlich, was eigentlich längst klar ist: Mit dem
Meistertitel in der 1. Klasse Nord steigt die Austria in die 2. Landesliga Nord
auf. Ein klarer Auswärtssieg in Hof lässt nun auch rechnerisch schon vorzeitig
keinen anderen Meister mehr zu. Damit ist die ohnehin schon geringe Brisanz nun
auch weg – für den Erfolg können wir es verkraften. Jetzt gibt’s noch Details,
die für die Liste der Saison-Superlativen in Frage kommen – etwa ein
Torschützenkönig Mario Lenz.
Immerhin, trotz der sportlichen Bedeutungslosigkeit konnte auch bei diesem
Heimspiel die 1000er-Marke an Zusehern geknackt werden. Wenn der Meister nach
Hause kommt, darf er auch edel auftreten – heller waren die Austria-Trikots
nie: Als weißes Ballett durften unsere Meisterkicker nach dem Titelgewinn
diesmal spielen. Die wunderschönen weißen Ausweichtrikots signalisierten die
Leichtigkeit des Seins bei einem souveränen Meister.
Weil wir aber nicht in Madrid, sondern in Salzburg sind, musste man aber
doch feststellen: Galaktisch spielte unsere Meistermannschaft mit der seltenen
Spielkleidung nicht auf. Wohl bemüht, aber oft unkonzentriert agierten die
Jungs – der ASV hätte durchaus treffen können diesmal. Dieses Erfolgserlebnis
verwehrten sich die Itzlinger aber vor allem auch selbst und so war der frühe
Treffer unseres Xandi Seywald diesmal das Goldtor – 1:0 der Sieg des Meisters.
In der Halbzeit wurde den Zuschauern der neue Trainer präsentiert. Es ist
der mazedonische Ex-UEFA-Cup-Spieler Miroslav Bojceski von Grödig. Er schwingt
ab 26. Juni das Zepter bei der Austria, Interimscoach Gerhard Stöger kann damit
wieder im Hintergrund die Fäden ziehen. Das Ziel vom neuen Coach ist
selbstverständlich in der neuen Saison der Aufstieg in die 1. Landesliga (4.
Spielklasse). Das erste Spiel mit unserem neuen Trainer, der auch die UEFA
A-Lizenz besitzt, steigt dann gleich am Tag nach seinem Arbeitsantritt Ende
Juni beim Jubiläums-Spiel des SK Bischofshofen, zu dem uns die Pongauer
eingeladen haben – auch der BSK wird heuer 75 Jahre alt.
Unsere Truppe müht
sich jetzt freilich über die Runden, das Heimspiel in zwei Wochen wird mit
Sicherheit viel mehr Spaß machen: In der letzten Runde empfangen wir Elixhausen
– anschließend ist Maxglan im Ausnahmezustand (soll natürlich jetzt jährlich
die Regel werden) wenn tausende Mitglieder, Fans und Sympathisanten des
Violetten Salzburgs aus ganz Europa am Tag des EM-Auftakts unsere Austria
hochleben lassen und im Festzelt die abgelaufene Erfolgs-Saison gebührend
feiern.
7.
Mai 2008: SV Austria Salzburg – FC Hallein 04
1:2 (1:1)
Mittwoch, 7. Mai 2008 – Ein wunderschöner Frühlingstag in Salzburg: Sonne, Sonne und nochmal Sonne. Dazu ein passabler Rasen auf unserer Sportanlage in Maxglan, der richtig Appetit auf ein Fußballspiel macht. Weiters ein Gegner, der zwei Spielklassen höher spielt uns unsere Truppe intensiv fordern wird. Für Spannung ist also in jedem Fall gesorgt. Vor allem auch deshalb, weil es richtig um etwas geht heute: Mit dem Finaleinzug im SFV-Cup könnte man nämlich auch direkt das Ticket für den ÖFB-Cup 2008/09 lösen und auf einen namhaften Gegner treffen. Einen Sieg ist unsere Austria davon also nur noch entfernt – und der soll heute her.
Damit das alles klappt, sind heute mehr als 1.500 Fans nach Maxglan gekommen – die offizielle Homepage der Austria berichtet gar von 1.700 Besuchern. Unter ihnen war eine Stürmerlegende der Salzburger Austria aus vergangenen Tagen: Hans-Gerd Schildt entzückte einst die Leute im Lehener Stadion und in ganz Österreich mit seinen Treffern. Heute ist der Deutsche extra mit dem Zug aus Kiel – quasi durch die ganze Bundesrepublik gereist – nach Salzburg gekommen, um „seine“ Austria zu sehen. Gemeinsam mit David Brenner, dem aufstrebenden Salzburger SPÖ-Politiker, nahm Schildt den Ehrenanstoß vor. In der Halbzeit kam er zum Interview mit dem Stadionsprecher auf das Spielfeld, dabei lag es ihm am Herzen, einige Worte an die Fans zu richten. Er lobte die Art und Weise, wie wir das ewige Feuer der Austria brennen lassen und motivierte uns dazu, unsere Tradition stets weiter zu bewahren und immer voll zu unseren Farben zu stehen. Die Ikone vergangener Tage erinnert sich gerne zurück an seine vielen schönen Jahre in der Mozartstadt, sie haben ihn geprägt. Heute informiert er sich regelmäßig über Internet über die Entwicklungen in unserem Verein und beobachtet mit Freude den aufstrebenden Trend. Schön, dass immer wieder Violette aus der großen Vergangenheit den Weg zu uns finden und zeigen, dass es ihnen auch nach ihrem eigenen Vertragsende nicht egal ist, wohin der geliebte Verein geht – große Moral!
Große Moral erwarteten die vielen
Anhänger auch von den 11 Helden, die heute das violette Trikot überstreifen
durften. Gänsehautstimmung wie immer bei unseren Heimspielen schon beim
Einmarsch der Mannschaften, umrahmt von einer sehenswerten Choreographie musste
es jedem Spieler eine Freude sein, hier auflaufen zu dürfen. Auf einem großen
Transparent stand geschrieben: „Gestern Europa, heute Salzburg, morgen Österreich“
Wie wahr auch, gibt es uns mit einem Sieg heute in der kommenden Saison ja
schon wieder österreichweit. Während des Spiels wurde es nur einmal kurz ruhig,
als die Fanclubs mit Transparenten ihre Verbundenheit zu den Fan-Freunden aus
dem süditalienischen Barletta zeigten – zwei junge Barlettani verunglückten vor
wenigen Tagen tödlich bei einem Verkehrsunfall, leider hat so ein Unglück ja
auch das Leben eines unserer Ultras gekostet.
Die geniale Atmosphäre entpuppte sich
gleich als großer Heimvorteil für die Austria, ein höllischer Lärm setzte die
Halleiner voll unter Druck. Unseren Spielern wurden die letzten
Motivationsnerven angekitzelt und so machten die Violetten von Beginn an Druck.
Völlig verdient kamen die Austrianer dann in der 18. Minute zur Führung, Oliver
Trappl spielte auf für Mario Lenz und der Goalgetter musste nur noch
einschießen zum 1:0. Der Weg der Torschützen war ein Sprint zur Fankurve, die
ihn und die Mannschaft euphorisch bejubelte – ein einzigartiger Torjubel, den
man nicht weiter beschreiben kann, der absolute Wahnsinn nahm seinen Lauf. Mit
etwas Fortune wäre die Führung längst höher gewesen. Allmählich schafften es
die Halleiner dann doch, sich etwas aus der Umklammerung zu befreien. Schneller
als vielleicht verdient, ernteten sie dafür ihre Früchte – noch dazu durch ein
unglückliches Eigentor. Ein Ball, der lange in der Luft war, hinaufgeköpfelt
von einem Violetten, senkte sich allmählich über den Torwart hinweg genau ins
Eck des Tores. Unsere Mannschaft reagierte doch recht geschockt, die Abwehr
wirkte plötzlich unsicher. Der Zustand änderte sich dann aber wieder
rechtzeitig und noch vor der Pause war unsere Offensivabteilung mehrere Male
kräftig am Drücker. Vor allem Oliver Trappl hatte die neuerliche Führung am
Fuß. Pausenstand war 1:1. Nach Seitenwechsel bekam man von den Gästen zunächst
lange Zeit gar nichts mehr zu sehen, die waren in ihrer eigenen Defensive mehr
als beschäftigt. Unsere Jungs wirbelten mit unglaublicher Willenskraft, doch
Tor gelang keines. Je länger die 2. Halbzeit dauerte, umso dicker wurden die
Chancen für die Austria. Immer mehr wurde klar, wer da jetzt ein Tor schießt,
der gewinnt. Hallein kam dann doch nochmal etwas besser ins Spiel, allmählich
entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Den Matchball schlechthin hatte
kurz vor Schluss Mario Schleindl am Fuß, leider vergab unser Goalgetter seine
hundertprozentige Chance ganz knapp – der Ball hätte drin sein müssen, streifte
aber nur die Latte und verfehlte das Tor. Einmal war höchste Gefahr vor unserem
Tor, doch Trappl verkürzte gekonnt den Winkel. Wenig später hatte unser
Torhüter großes Glück, als er weit seitlich vom Tor einen verunglückten
Abschlag produzierte – ein Hallein-Spieler konnte aufs leere Tor schießen und
traf dabei die Querlatte. Tja, und was dann noch kam war die Vervollständigung
einer abgedroschenen, aber stets richtigen Fußball-Weisheit: „Wenn du sie vorne
nicht machst, ...“ In der 91. Minute träumte der Schiedsrichter von einem Foul
an Halleins Spielmacher und Top-Torjäger Jasmin Jahic. Ein Foul hat wirklich
nur der Schiedsrichter gesehen, es gab nochmal Freistoß – wenngleich aus recht
großer Distanz. Jahic trat selbst an, sein Ball wurde von der Mauer abgefälscht
und sprang unhaltbar ins Tor – 1:2, unglücklicher kann es nicht zugehen. Als
wäre dem Schiedsrichter klar, welch gravierende Fehlentscheidung er eben
getroffen hat, ließ er recht lange nachspielen. Es kam noch der eine oder
andere lange Ball nach vorne, weit hat es auch dann nicht gefehlt, dann wäre der
Ball noch einem unserer Spieler optimal vor die Füße gefallen – doch leider, es
wurde nichts mehr mit dem Ausgleich, die paar Minuten Nachspielzeit waren eben
zu wenig.
Damit verpassen wir mit der Austria den
Einzug in den ÖFB-Cup denkbar knapp und unglücklich. Unseren Spielern war nach
dem Abpfiff die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, den Fans genauso. Der
schöne Tag und Abend nahm ein ganz schmerzvolles Ende, um ein Haar hätte die
Sache ganz anders ausgesehen. Nichts desto trotz und wenn Jasmin Jahic sich
noch so gerne fallen lässt und die Halleiner sich wahrscheinlich selbst nicht
erklären können, wie sie hier zu zwei Toren gekommen sind: Man kann es Jasmin
Jahic nicht nehmen, dass er ein Spiel entscheiden kann. War es fußballerisch
heute nur Glück, schauspielerisch war es auf jeden Fall können. Der
Schiedsrichter wollte von Karten heute absehen, hätte es aber besser anders
gemacht. Jahic verfügt nicht nur über Gefühl im Fuß, sondern auch über das
Geschick, zu Tricksten wo immer es geht – und auch so was kann ein Spiel
entscheiden.
Die beste Fankurve weit und breit nahm
das bittere Ausscheiden mit Fassung, sofort tröstete man sich wieder mit „Wir
werden Meister!“. Gänsehaut pur auch nach dem Spiel, die 11 violett-weißen
Krieger wurden gefeiert, als hätten sie das große Ziel erreicht – einzig die
Welle und die lachenden Gesichter fehlten natürlich. Bengalische Feuer, das
Vereinslied aus ganzem Herzen gesungen und den Spielern allen Respekt und
anerkennenden Applaus nach dem Spiel für einen super angenommenen Kampf im
bitteren Cup-Drama. So grausam das Ausscheiden auch war, wir Fans wissen genau:
Das ist Fußball – und dafür hassen wir ihn nicht, dafür lieben wir ihn!
Auf zum Meistertitel, Austrianer – You’ll
never walk alone!
3.
Mai 2008: SV Austria Salzburg – USK Obertrum
3:0 (1:0)
Man hätte sich als Fan der Salzburger Austria diesen 3. Mai 2008 ja
durchaus dick im Kalender angestrichen, das Heimspiel gegen Obertrum könnte ja
noch der Kracher des Frühjahrs werden. Doch jetzt ist dieses vermeintliche Schlagerspiel
doch ohne jede Würze, zu groß ist mittlerweile schon der Vorsprung der
Violetten in der Tabelle. Vielmehr ist es heute die Generalprobe für das
brisante Cup-Halbfinale am Mittwoch gegen den FC Hallein 04.
Die Fans, 1.200 waren es heute, zelebrierten das Spiel trotzdem und gaben
ihm mit einer sehenswerten Choreographie zu Spielbeginn auch den Rahmen eines
Spitzenspiels. Auch die Obertrumer waren mit einer Dorf-Abordnung hier, die
eine oder andere grüne Rauchbombe haben sie mitgebracht. Schon in der 4. Minute
änderte sich etwas am Spielstand: Der starke Diaz tankt sich robust auf der
linken Seite durch, flankt präzise in die Mitte wo Goalgetter Mario Lenz den
Ball schön zur Salzburger Führung einköpfeln kann. Es entwickelte sich ein
interessantes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, die Stange verhinderte den
Ausgleich der Gäste. In der 2. Halbzeit machte Seywald mit dem 2:0 den Sack zu,
für den Endstand von 3:0 sorgte 20 Minuten vor Schluss erneut Mario Lenz.
Nach dem Spiel
beschäftigte man sich kaum mit dem Spiel, alle Gedanken und Blicke sind bereits
auf Mittwoch gerichtet. Man spürte, wie die Fankurve den 7. Mai herbeisehnt –
mit dem FC Hallein soll ein Top-Landesligist an die magische Kraft von
Violett-Weiß glauben müssen.
1.
Mai 2008: ASV Taxham – SV Austria Salzburg
0:4 (0:2)
Der Staatsfeiertag, genannt „Tag der Arbeit“, musste heuer wieder einmal
als Termin für ein Nachtragsspiel herhalten, nachdem am Ostermontag das Spiel
in Taxham noch dem schlecht getimten Winter zum Opfer gefallen ist. Schade für
den Gastgeber-Verein, hatten sie doch schon schöne Matchplakate und ein
Spieltagsheft mit dem Datum des 24. März drucken lassen. Immerhin, die kleine
feine Matchzeitschrift gab’s trotzdem für die Besucher – und generell wusste
das Layout der Taxhamer zu gefallen, auch schöne Eintrittskarten wurden extra
für dieses Spiel gedruckt.
Die Sportanlage Bolaring am Rande der gleichnamigen Siedlung und direkt
gegenüber dem großen Shopping-Center „Europark“ füllte sich zwar, aber der
Andrang war doch überschaubar: 750 Zuschauer kamen bei wechselhaftem
Feiertagswetter. Auch die akustische Darbietung der Austria-Fans war auf
Schongang eingestellt, ältere Bewohner der Bolaring-Siedlung konnten einen
verhältnismäßig ruhigen Nachmittag genießen. Der Sportplatz ist durchaus okay,
wenngleich natürlich wenig attraktiv – durch das ganze Rundherum mit großem
Siedlungsbau und der S-Bahn nebenan erinnert alles etwas an einen
Ghetto-Bezirk.
Doch allzu viel Schrecken jagten die Taxhamer Gangster unserer Mannschaft
nicht ein, einzig ein Lattenknaller beim Stand von 0:0 war richtig
erwähnenswert. Unsere Jungs machten das Nötigste, trafen in beiden Spielhälften
jeweils zweimal. Neubauer und Seywald machten in der 1. Halbzeit alles klar, in
der 2. Spielhälfte garnierten Schleindl und Ebner den Sieg auf ein klares 4:0.
Fazit: Ein
gemütlicher, nie spannender Nachmittag am Stadtrand von Salzburg – ein
Pflichtsieg. Nicht mehr und nicht weniger.
24. April 2008: SV Austria
Salzburg – USV Hüttschlag 4:0 (3:0)
Nicht, dass wir es nicht genießen würden, aber: Eine Liga kann fad werden,
wenn eine Mannschaft zu stark dominiert. Was Ribery und Toni der Deutschen
Bundesliga antun, machen Trappl und Schleindl in der 1. Klasse Nord des
Salzburger Unterhauses. Nie fad werden kann allerdings ein Cup-Bewerb, denn da
ist die Saison bei der ersten Niederlage zu Ende. Weil aber die Austria äußerst
selten verliert, tanzt unsere Mannschaft immer noch auf zwei Hochzeiten. Der
Meistertitel in der Liga wird uns in die 5. Leistungsstufe befördern und auch der
Cup hat seine speziellen Reize: Schlägt man heute Hüttschlag und setzt sich in
zwei Wochen im Halbfinale durch, dann ist man als Finalist des Landescups fix
für die erste Hauptrunde des ÖFB-Cups 2008/09 qualifiziert. Und diese
Cup-Saison soll es in sich haben, erstmals müssen auch die Top-Teams allesamt
ab Runde 1 ans Werk – es winkt also ein enges Kuscheln der Loskugeln in einem
Topf etwa mit Rapid Wien, Wacker Innsbruck oder den ganz besonderen roten
Herrschaften von der Autobahn-Böschung.
Da das Flutlicht noch nicht ganz den Tauglichkeitskriterien des SFV
entspricht, musste um 18:00 Uhr angepfiffen werden, was die 1000er-Marke
diesmal knapp verhinderte. Großer Andrang herrschte trotzdem, wegen des
anhaltenden Zuschauer-Zustroms um 18:00 Uhr verlegte sich der Anstoß wie schon
beim Cup-Spiel gegen Wagrain um 20 Minuten nach hinten. 900 Zuschauer waren es
schließlich zu dieser für Werktag etwas zu frühen Anstoßzeit bei teils
regnerischem Wetter. Tags zuvor fiel das Match bekanntlich dem Regen noch zum
Opfer, das Spiel hätte ja bereits gestern Mittwoch gespielt werden sollen.
Hüttschlag wollte sich sichtlich nach Kräften wehren, doch angetrieben von
einer überwältigenden Fankurve übernahm die Austria die Initiative und stellte
die wahre Rangordnung her – die auf dem Papier klassenhöheren Pongauer hatten
keine Chance. Ein Doppelpack von Mario Schleindl nach gut 20 Minuten versetzte
den Gästen bereits den Todesschlag. Das Sahnehäubchen für eine exzellente
Mannschaftsleistung setzte noch in der ersten Halbzeit Oliver Trappl mit dem
3:0 drauf. Nach der ganz starken 1. Halbzeit war alles klar. Vor dem Spiel ließ
Interimstrainer Gerhard Stöger sogar in der Presse die für dieses Spiel groß
angekündigte „totale Offensive“ kommunizieren, weit aus dem Fenster gelehnt und
dabei alles gehalten, was versprochen wurde – Gratulation. Obwohl in der 2.
Halbzeit alles eher auf Ergebnisverwaltung ausgelegt war, wurde gefällig weiter
nach vorne gespielt. Ein Treffer resultierte auch daraus dann noch –
wunderschön knallte Alexander Seywald die Kugel zum 4:0-Endstand ins Netz. Die
Stimmung kochte unterdessen, ein weiterer sensationeller Pokalabend mit
fantastischer Stimmung – jeder auf der Kurve brüllte sich mit seinem Verein ins
Halbfinale.
Die
Semifinal-Partien finden in 2 Wochen, am 7. Mai statt – die Austria darf wieder
Gastgeber sein. Ausgelost wird am Montag und im Topf sind keine Westligisten
mehr. Nachdem Grödig schon im Herbst ausgeschieden ist, erwischte es in dieser
Runde auch Anif und Seekirchen. Mögliche Gegner fürs Halbfinale sind somit Zell
am See, FC Hallein und der Sieger aus ASV – FC Puch, höchstwahrscheinlich also
ein Klub aus der 1. Landesliga. Also: Einmal gewinnen noch, dann sind wir zum
einen im Landescup-Finale in Grödig am 21. Mai mit dabei und zum anderen für den
ÖFB-Cup qualifiziert. Kein Wunder, dass es bereits bei diesem Match von der
Kurve ertönte: „Innsbruck wir kommen!“
19. April 2008: SV Austria
Salzburg – USC Abersee 4:0 (1:0)
Nach dem geglückten Start ins Frühjahr 2008 geht es für unsere Austria jetzt
Schritt für Schritt in Richtung Meistertitel in der 1. Klasse Nord, es gibt
keine Zweifler mehr und mit jedem Sieg wird es auch mathematisch immer
eindeutiger. Die Spiele sind ob dieser Dominanz zwar nicht mehr so richtig
spannend, dem guten Besuch tut dies aber keinen Abbruch – mehr als 1.200 waren
es diesmal. Dieses Heimspiel stand unter der Patenschaft einer politischen
Partei: Die Salzburger SPÖ trat als Matchsponsor auf, es gab einen roten
Ehrenanstoß und reichlich Heinz-Schaden-Gummibärli – wenn das dann doch bitte
einmal bei diversen Genehmigungen rund um die Heimstätte weiterhilft.
Dass bei der Austria jedem geholfen wird, zeigt ein Transparent des
Vereins, dass die Spieler den Rängen vor dem Spiel präsentierten: „Jubel,
Meistertitel und Oberhaus statt Böller, Punkteabzug und Krankenhaus“ Damit
dürften auch die letzten pubertierenden Jungs darüber Bescheid wissen, welche
negative Tragweite gewisse Aussetzer erreichen.
Das Spiel wurde in der 1. Halbzeit zu einer recht zähen Angelegenheit, die
starke Serie der Aberseer zu beenden, war anfangs kein leichtes Unterfangen.
Erst kurz vor der Pause erlöste Mario Lenz die Zuschauer mit dem
Führungstreffer. Nach der Pause legten die Violetten nach, was Abersee immer
mehr unter Druck kommen ließ. Ein erzwungenes Eigentor brachte das 2:0 und
damit die Vorentscheidung. Lubo Neubauer blieb sein Treffer verwehrt, er
knallte das Leder an die Latte. Dafür netzte der wiedererstarkte Goalgetter
Mario Lenz noch zweimal, Endstand war dann ein auch in der Höhe verdientes 4:0.
In der Woche steht
das Cup-Viertelfinale an, ein Sieg gegen Hüttschlag und man darf weiter von der
Teilnahme am ÖFB-Cup 2008/09 hoffen.
5. April 2008: SV Austria
Salzburg – Union Hallein 4:0 (0:0)
Vor einer Woche kam die Austria mit
einem Auswärtssieg im Schlagerspiel gegen Bergheim optimal aus den
Startlöchern, nun soll auch der Heimauftakt drei Punkte bringen. Als Schlager –
soweit es bei dieser Dominanz der Bezeichnung gerecht wird – kann man auch
dieses erste Heimspiel im Jahr 2008 durchaus bezeichnen, hat doch Union Hallein
im August mit einem 1:0 als einzige Mannschaft der Austria in dieser Saison
Punkte abgeknöpft. Nun wollen die Herren aus der Salzstadt auch aus Maxglan
zählbares mitnehmen.
1.400 auf Austria-Sieg gestimmte
Zuschauer und eine motivierte Heimmannschaft wollten die Halleiner so
eindrucksvoll wie möglich aus solchen Träumen reissen. Verzichten musste unsere
Truppe auf Stammtorwart Alexander Trappl sowie auf dessen Bruder Oliver Trappl,
immerhin zwei absolute Fixpunkte in der Austria-Startelf. Zu den allgemeinen
Voraussetzungen noch eine Anmerkung: Der Rasen war in schlechtem Zustand,
verhindern und reagieren war also leichter als gestalten und agieren.
Begünstigt davon, dass die Austria nur schwer zu ihrem Spiel fand, begannen die Halleiner recht stark. Eine Riesenchance vergaben die in rosa US-Palermo-Style aufgelaufenen Gäste stümperhaft, als ein allein auf Ersatzkeeper Schörghofer zulaufender Spieler den Ball sehr billig unserem Schlussmann für eine leichte Parade überlassen hat – lobenswert dabei natürlich dennoch das tolle Stellungsspiel von Schörghofer. Weniger leicht war unser Mario Schleindl zu stoppen, als er nach einer halben Stunde allein auf dem Weg zum Tor war – Halleins Torwart half sich mit der Notbremse, Torraub und klare rote Karte. Damit rettete er zwar das 0:0 zur Pause, für die zweite Halbzeit verhieß es den Gästen natürlich nichts Gutes. Da dauerte es nicht lang, bis Würnstl zum 1:0 traf. Wenig später erhöhte Lubomir Neubauer mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für die Austria auf 2:0. Dann gab es nach einem Foul an Schleindl Elfmeter, Mario Lenz soll antreten und seine Torsperre beenden – gelungen, 3:0. Wenig später zeigte sich auch sofort die Wirkung vom neuen Selbstvertrauen und Lenz traf zum 4:0-Endstand.
Die Fans zeigten sich diesmal auch aber
nicht nur von der Schokoladenseite. Zu Spielbeginn gab es eine schöne
Choreographie der Viennola, zu Beginn der zweiten Halbzeit eine sehenswerte
bunte Pyro. Rauch und Bengalisches Feuer verzauberten die Fankurve, leider
konnten gewisse Ausläufer dieser Einlage nicht unter Kontrolle gehalten werden
– das sollte nicht mehr vorkommen. Dank viel Glück und fleißiger Ordner (bei
uns ja alles ausschließlich Fans selbst) ging nochmal alles gut und die
Unparteiischen haben keine Notiz davon genommen.
Nächste Woche geht’s nach Abtenau, zum
nächsten Heimspiel empfangen wir in zwei Wochen dann Abersee. Bis dahin kann
fleißig über den neuen Trainer spekuliert werden, der im Sommer Interimscoach
Gerhard Stöger ablösen wird. Die Kandidaten stehen angeblich Schlange, 18 (!)
sollen es in die engere Auswahl geschafft haben und Gespräche mit dem Verein
führen. Nicht nur die Spieler tragen sich dem Verein so gut wie täglich an,
jetzt geht das auch bei den Trainern los – die Austria als Top-Adresse im
Salzburger Fußball. Für Ende April können wir Klarheit erwarten, die Medien
lassen Namen wie Leo Lainer oder Miroslav Polak verlauten (Tageszeitung
Österreich, Salzburger Nachrichten, ...). Wenn schon die Tabelle eine klare
Sprache spricht, in gewissen Fragen gibt’s also immer noch Spannung.
29. März 2008: FC Bergheim –
SV Austria Salzburg 1:2 (0:1)
Eine lange, wenngleich
durch Hallen-Highlights und turbulenter Generalversammlung nicht
ununterhaltsame Winterpause, geht für die vielen Fans von Austria Salzburg nun
zu Ende. Ausgerechnet, als alle schon auf Frühling programmiert waren, gab sich
zu Ostern der Winter ein hoffentlich letztes Stelldichein – nach der Absage des
für Ostermontag angesetzten Spiels in Taxham, klappte es diesmal und es konnte
endlich losgelegt werden.
Durch die Absage in
Taxham, muss man auf den gesperrten Ivan Pecaranin ausgerechnet bei diesem
Schlagerspiel in Bergheim verzichten. Ein weiteres Plus für die Hausherren
könnte sein, dass sie bereits wieder ein Meisterschaftsspiel bestritten und
gewonnen haben. Mit einem Heimsieg könnten die Bergheimer vorübergehend bis auf
zwei Punkte an uns herankommen. Die Blau-Weißen sind zudem heiß auf Revanche,
im August mussten sie sich bei uns in Maxglan nur knapp mit 0:1 geschlagen
geben. Match-Winner mit seinem Tor war damals ein gewisser Mario Schleindl,
dieser Name sollte in diesem Bericht noch öfter fallen.
Die Bergheimer haben
sich auf das Spiel des Jahres auf ihrem Sportplatz gewissenhaft vorbereitet,
für die vielen Austria-Anhänger wurden Paletten aufgestellt, um für möglichst
viele eine passable Sicht zu gewährleisten. Die Mühen sollten sich lohnen,
1.800 Zuschauer fanden sich bei Traumwetter in Bergheim ein – man konnte
kräftig am Frühling schnuppern.
Der Bergheimer Torhüter
erklärte sich gleich freiwillig zum Buhmann der Runde, als er sich mit einer
R** B***-Kappe ins Tor stellte – der Austria-Anhang hinter ihm tobte. Seine
Provokation fiel ihm selbst auf den Kopf, denn das Kapperl sollte die erste
Halbzeit nicht überleben. Als er sie bei einer Aktion im Spiel verlor, war
sofort jemand vom Austria-Fanblock zur Stelle und schnappte sie vom Boden weg.
Das Sündenstück wurde dann feierlich zum Opfer der Flammen. Als der Torwart die
Kappe wieder aufsetzen wollte, sie nicht mehr fand und deshalb mit Ordnern
diskutierte während das Spiel weitergelaufen war, hätte er beinahe ein Tor
kassiert. Den Deckel seiner dummen Aktion setzte dem Keeper dann sein Verein
selbst auf, als sich der Platzsprecher in der Pause bei den Violetten für die
Sache entschuldigte.
Um Stimmung waren an
diesem Nachmittag auch die Gastgeber bemüht, zu Beginn übten sie sich an einer
Zettelchoreographie und während des Spiels versuchten sie sich auch ab und zu
mit einzubringen. Alle Dämme sind dann aber nicht gebrochen, dazu versaute
ihnen unsere Mannschaft die Laune. Unsere Jungs kamen gut ins Spiel, mit seiner
zweiten großen Chance machte Mario Schleindl in der 13. Minute den
Führungstreffer. 0:1 – dabei blieb es auch zur Pause, ein Stangenschuss
verhinderte eine höhere Führung. Nach Seitenwechsel gelang den Bergheimern bald
der Ausgleich (49.). Allmählich fanden die Violetten dann wieder zu ihrem
Spiel, eigentlich agierte über weite Strecken des Spiels nur die Austria. In
der 70. Minute war es erneut Mario Schleindl, der mit seinem zweiten Treffer
die Früchte der Arbeit für die Mannschaft ernten konnte – 1:2. Bei seinem
ersten Treffer blieb er cool, als er allein auf den Torhüter zulaufen konnte –
bei seinem zweiten Treffer setzte sich Mario sich im Zweikampf durch und schoss
gekonnt ein. Dann ließen die Austrianer die Partie dahinplätschern, Bergheim
schien nicht im Stande zu sein, noch eine größere Schlussoffensive einzuleiten.
Was noch kam, waren ein paar hohe Bälle in den Strafraum und die eine oder
andere Standardsituation. Insgesamt war es für die Hausherren zu wenig, gottlob
fiel auch keinem mehr zufällig der Ball glücklich vor die Füße und so konnten
wir einen ganz wichtigen und verdienten Auswärtssieg feiern.
In Sachen Aufstieg
führt an uns wohl kein Weg vorbei – spätestens nach dieser Runde ist eine
Vorentscheidung gefallen. Neben den Bergheimern verloren auch Obertrum und
Hallein ihre Heimspiele. Die Austria kann sich jetzt auf Phrasen aus München
stützen und ihre Verfolger mit dem Fernglas suchen. Mit einem fetten Polster
grüßt violett-weiß mittlerweile von der Tabellenspitze, 9 Punkte Vorsprung auf
Obertrum und 8 Punkte Vorsprung auf Bergheim, das zudem ein Spiel mehr
bestritten hat als wir, stehen zu Buche. Da brennt heuer nichts mehr an.
Vielmehr können wir uns die tolle Saison noch mit dem Landescup krönen und uns
für den ÖFB-Cup qualifizieren. Wir stellen fest: Der Weg zum Derby gegen die
Vorstadt könnte kürzer sein, als es den Roten recht ist. Salzburg sind wir!
Am kommenden Samstag freuen wir uns beim
Heimspiel gegen Union Hallein auf eine tolle Atmosphäre in Maxglan. Es wird
wohl wieder viele zur Austria locken, schließlich hat unsere Mannschaft mit den
Halleinern noch eine Rechnung offen – die Niederlage von Ende August ist bis
heute der einzige Fleck auf der weißen Weste unserer Jungs.
Februar 2008 –
Generalversammlung und die jüngsten Entwicklungen
Am 9. Februar 2008
wurde die zweite ordentliche Generalversammlung des SV Austria Salzburg abgehalten.
Im Obertrumer Braugewölbe ging es an diesem Samstagabend ungleich heißer zur
Sache wie im Vorjahr, als viel Zufriedenheit und wenig Zündstoff gegeben waren.
Zufriedenheit über das
abgelaufene Vereinsjahr war natürlich in großem Maße da, der Zündstoff war
diesmal jedoch auch mit drin. Als der Verein per nächtlicher E-Mail wenige Tage
vor der Generalversammlung seine Mitglieder samt Wahlempfehlung darüber
informierte, dass mit Gernot Blaikner ein neuer Mann für die Vereinsspitze anti
portas steht, war über die Bedeutung dieser Mitgliederversammlung alles gesagt
– für den Amtsantritt benötigt Blaikner bei der Abstimmung eine 2/3-Mehrheit.
Ein weiteres brisantes Thema stand schon länger fest: Der Verein hat um
Absegnung für die Gründung einer vereinseigenen GmbH geworben, welche die
Geschäfte in den Bereichen Fanartikelverkauf und Gastro führen soll. Grund
dafür: Umsatzgrenzen werden überschritten und so könne der Verein steuerlichen
Nachteilen nur mit dieser GmbH entgegenwirken.
Um 19:45 Uhr eröffnete
Moderator Thomas Witosek den interessanten Abend, nach einigen allgemeinen
Worten zum abgelaufenen Vereinsjahr durch Vorstandsvorsitzenden Mag. Moritz
Grobovschek, setzte dieser gleich noch den Paukenschlag zum Auftakt hinterher:
GmbH, Blaikner usw. widerstreben ihm und so gab er zur Überraschung aller (auch
des restlichen Vorstands) seinen Rücktritt bekannt. Damit steht er nicht wie
vorgesehen als Vize-Obmann zur Verfügung, Dr. Thomas Karl wird diese Funktion
damit alleine ausfüllen. Sehr interessant auch die Tätigkeitsberichte der
weiteren Vorstandsmitglieder, besonders liebevoll und umfangreich war die
sportliche Rückschau von Gerhard Stöger. Bei den nackten Zahlen konnte man
einen vermeintlichen Schwachpunkt (man kann ihn auch als Pluspunkt für die Fans
ansehen) orten: Etwa 3 / 4 der Einnahmen kassiert die Austria von den Fans –
etwa durch Mitgliedsbeiträge, Eintrittskarten oder den Erlösen aus
Fanartikelverkauf und Gastro. Ohne den Fanverein seiner Besonderheit berauben
zu wollen sind sich fast alle einig: Der Fan-Anteil bei den Vereinseinnahmen
muss gesenkt werden.
Dem erkrankten Gernot
Blaikner war es offenbar sehr wichtig, sich trotz allen Umständen an diesem
Abend hier einzufinden – er mühte sich durch einen langen Teil der Versammlung.
Sein Erscheinen könnte sehr wichtig gewesen sein, immerhin war Blaikners
Beförderung an die Vereinsspitze ein mühsamer Schritt. Unzählige Fragen hatte
er zu beantworten, die meisten waren sehr kritisch. Als grundlegendes Argument
für seine Wahl stellte Blaikner die Notwendigkeit einer besseren Vermarktung
der Austria dar. Mit seinen Kontakten will er dem Klub Sponsoren an Land
ziehen, die dabei helfen können, bald wieder in höchstmöglichen Sphären spielen
zu können. Das Statut steht zwar, aber den Mitgliedern war die Erklärung von
Blaikner zum Respekt der Vereinsfarben und des Vereinsnamens immens wichtig –
dadurch entstand ein heißes Diskussions-Klima. Einige haben auch die Verdienste
Blaikners zu Austrias Bundesliga-Zeiten nochmal sehr kritisch hinterfragt.
Letztlich hat er mit 144 von 169 Stimmen die notwendige 2/3-Mehrheit deutlich
erreicht, die Wahl angenommen und festgestellt: „Wir müssen die Ärmel
hochkrempeln, es gibt viel Arbeit!“
Nach einer kurzen
Pause wurde das zweite große Thema, die Gründung der „Austria Salzburg Goal!
GmbH“ behandelt. Kassier Spannberger wurde mit kritischen Fragen dazu
konfrontiert und man staunte nicht schlecht, wie viele Steuerrechts-Experten im
Braugewölbe waren. Der Verein SV Austria Salzburg und die vereinseigene Austria
Salzburg Goal! GmbH werden künftig Geld hin und her fließen lassen, die
Mitglieder haben die Notwendigkeit der GmbH erkannt und deren Gründung
abgesegnet.
Nachdem noch die
Mitgliedsbeiträge 2009 festgelegt wurden, nahm der intensive Abend um 23:30 Uhr
dann ein Ende. Die 169 anwesenden Vollmitglieder (Stimmberechtigung) erwiesen
sich also visionär und gaben dem Verein grünes Licht für die angestrebten
Strukturen. Etwas faden Beigeschmack gabs aber: Zum einen gibt’s doch welche,
die Zweifel an diesen Entwicklungen haben und zum anderen bleibt die Tatsache,
dass die patentrechtlichen Werte (Logo, Name) immer noch auf den Namen der
Privatperson Mag. Moritz Grobovschek geschützt sind.
>>> Am 22. Februar 2008 wurde
bekannt, dass Gustl Kofler als Trainer der Kampfmannschaft zurücktritt. Der
Schritt kam zu diesem Zeitpunkt überraschend, allerdings hat es sich
abgezeichnet, wie Insider wissen. Die Zahl der Trainings sowie deren Intensität
haben über längere Zeit zu einem immer größer werdenden Bruch zwischen Gustl
Kofler und der Mannschaft geführt. In einem 45-minütigen Gespräch am
Donnerstagabend (21. Februar 2008) stellte man fest, dass der Bruch
mittlerweile irreparabel geworden ist und Gustl zog die Konsequenz mit seinem
Rücktritt. Aus einem engen Kreis an Kandidaten wird jetzt in aller Ruhe ein
Nachfolger gesucht, der ab Sommer im Amt sein soll. Als Anforderungskriterien
gilt neben absoluter Fachkompetenz auch ein hohes Maß an Identifikation für den
Traditionsklub, violettes Blut fördert den Willen zur Zusammenarbeit. Bis dahin
soll der sportliche Leiter, Gerhard Stöger, die Mannschaft interimistisch
übernehmen und in die 2. Landesliga Nord führen. Von Seiten der Fans und aller
Beteiligten gab’s für Gustl Kofler völlig verdient Dank und Anerkennung für die
wertvolle Arbeit und den Erfolg.
8./9. Jänner 2008 – 1.
Salzburger Hallencup
TAG 1
Mit etwa 2.000
Zuschauern waren die Veranstalter dieses 1. Salzburger Hallencups doch
enttäuscht. Sinnbildlich etwa, dass auch die meisten 6-Mann-Logen am
Spielfeldrand leer geblieben sind wobei sich unsere Truppe die Personen in
einer der gefüllten Logen als Freikarten-Gäste ausmachen konnte. Wir Fans der
Salzburger Austria waren jedenfalls nicht Schuld an den vielen leeren Rängen,
das Violette Lager stelle den Löwenanteil des Zuschauerzuspruchs. Kann man die
wenigen mitgereisten Innsbrucker noch als „kleine Abordnung“ bezeichnen, so
muss man den Besuch aus Ried und Linz als „eine Hand voll“ einstufen.
Mehr als diese 2.000
hätte sich dieser erste Turniertag allerdings auch nicht verdient. Wer seine
Karte wie die meisten Austrianer schon im Vorverkauf bestellt und längst
bezahlt hat, konnte die 22 EUR vielleicht ja schon vergessen. In der Halle ging
es dann weiter mit den horrenden Preisen, aber alles der Reihe nach: Auf der
Karte stand „Einlass: 17 Uhr“. Die Austrianer wurden um das ganze Oval zum
Sektoreneingang geleitet, nichts von den angesprochenen Parkplätzen vor dem
Sektor – jedenfalls nicht übersichtlich angeschrieben. Was folgte war eine
Stunde Wartezeit in der Kälte vor den Eingängen, etwa um 18:00 Uhr – also eine
Stunde nach der versprochenen Eintrittszeit – wurden die Türen für uns
geöffnet. Völlig überforderter Sicherheitsdienst, planlose Ordner und ideenlose
Polizei ließen Erinnerungen an Auswärtsspiele zu Bundesligazeiten aufkommen. Grund
soll angeblich gewesen sein, dass keine Leute für den Karten-Abriss zur Stelle
waren. Ein schlampiger Riss, als es dann doch soweit war, steht als Deckel zur
ganzen Sache. Da dürften gewisse Herrschaften wohl vergessen haben, welches
Lager der Anhängerschaft diesen Veranstaltungstag noch aus dem ärgsten
Schlammassel gerissen hat. Jetzt schließt sich der Kreis mit den hohen Preisen
wieder: Wer dann nach der kalten Wartezeit endlich drinnen angekommen Lust auf
ein Paar warme Frankfurter hatte, musste EUR 3,40 locker machen – das macht
durstig, eine Halbe Bier / Radler aus dem Becher gab’s für EUR 3,60. Prost,
Mahlzeit! In vielen Punkten sollten sich die Veranstalter also noch Gedanken
machen, wobei abschließend dennoch eine Lanze für die Organisatoren gebrochen
werden muss: In diese Halle gehört ein Fußball-Turnier, endlich hat es jemand
in die Hand genommen zu organisieren. Das ganze Projekt könnte durchaus reifen
und zu einem tollen Fixpunkt im Fußballjahr werden – hoffentlich noch öfters
mit unserer Salzburger Austria.
In der Halle gab’s
dann aber allmählich auch erfreuliche Sachen zu sehen und zu hören. Toll, dass
die Stimme der Austria – Didi Ziesel – die Moderation inne hatte. Seine Stimme
ist immer noch wie Musik in violetten Ohren. Er konnte es auch nicht lassen,
immer wieder von seiner „Herzenssache“ zu sprechen, wenn er die Austria am Wort
hatte – schön, dass Violett ist, was immer schon violett war.
Das Highlight
schlechthin hatte dieses Turnier dann gleich zum Auftakt: „Nur schwarz-grün
gegen violett-weiß macht unser Derby heiß“, mit voller Solidarität für unsere
Tradition begegneten uns unsere speziellen „Freunde“ bei Austrias letztem Derby
im Mai 2005 am Tivoli. Umgekehrt finden es auch wir gut, dass bei Wacker jetzt
alles in Ordnung ist und der Vereinsname wieder mit „Innsbruck“ endet. Die
Farben passen also, die Namen passen – damit ist alles angerichtet für das
nächste brisante Westderby, es heißt wieder SV Austria Salzburg gegen FC Wacker
Innsbruck. Die Basis stimmt also und weil der Zusammenhalt dieser verfeindeten
Lager natürlich keinen Millimeter weiter reicht, gab’s Rivalität pur. Die
üblichen Hasstiraden waren voller Emotion, die Leidenschaft nimmt man auch in
die Halle mit – vor allem wenn es gegen den Erzfeind geht. Die Innsbrucker
schreckten auch vor dem Böllerknall indoor nicht zurück, von unserer Seite
gab’s eine wunderschöne Choreographie, die uns mit Sicherheit mehr Sympathien
bringt als Pyrotechnik indoor. Eine Erfüllung, wenn man die Mannschaften beim
Einmarsch in den Traditions-Trikots sah, die kräftigen Farben ... alles wie
früher, nur dass wir diesmal als „David“ gegen „Goliath“ Wacker ins Spiel
gingen. Die erste Spielminute versprach keine Sensation, die Innsbrucker kamen
per Siebenmeter gleich zur Führung. Doch was dann kam, war genau das, was wir
von unseren Underdogs verlangten: Enormer Kampfgeist, alle Kräfte mobilisieren
um den Erzfeind vielleicht doch in die Knie zu zwingen. Was wir natürlich nicht
verlangen konnten war, dass die Austrianer dabei zu Zählbarem kommen. Doch dazu
kam es, Ivan Pecaranin gelang ein schönes Tor zum 1:1-Ausgleich –
unbeschreiblicher Torjubel in der violetten Fankurve, die während dem Derby
pausenlos Support am Limit geboten hat. Es kam noch besser, als Neuzugang Lubo
Neubauer auch den zweiten Rückstand zum 2:2 ausgleichen konnte – ein Tor gegen
Innsbruck, so stellt man sich den Leuten in der Mozartstadt vor. In der Folge
hatte die Austria die große Chance auf die Führung. Leider gelang der Siegestreffer
aber den Innsbruckern, begünstigt durch einen Torwart-Fehler – es sei ihm
verziehen. Einen Klassenunterschied hätte man beim Westderby mit der Lupe
suchen müssen. Ein bisschen ärgern, dass es nicht zumindest zum Unentschieden
gereicht hat, ist also trotz der klaren Vorzeichen durchaus erlaubt.
Bis zum Ankick des
zweiten Spiels der Austria an diesem Abend waren es dann gut zwei Stunden. Der
Unterhaltungswert war durchaus geboten. Innsbrucker und Rieder liefen
aufeinander zu, ein sehenswertes Handgemenge war die Folge. Damit war ja am
allerwenigsten zu rechnen, dass die Innsbrucker statt in unsere Richtung
plötzlich in Richtung der Rieder losstürmen würden. Damit uns und den LASK-Fans
derweil nicht fad wird, wurden wir auch etwas mit eingebunden. Kurz vor unserem
zweiten Spiel kamen uns die Freunde aus dem Westen dann doch besuchen,
vermutlich aus Frust weil sich in der Zwischenzeit die gesamte Halle gegen sie
aufgebracht hat: Ried-Fans, LASK-Fans und natürlich wir Violetten unisono
„Innsbrucker Arschlöcher“ – Wahnsinn. Traurig dabei, dass es so ungeordnet
abgelaufen ist, dass Kinder aus den Brandherden gebracht werden mussten. Später
krachte es auch noch zwischen Riedern und Linzern, wobei besonders die Jungs
aus dem Innviertel scheinbar die weihnachtliche Besinnlichkeit bereits zur
Gänze abgebaut haben dürften. Natürlich konnte es nicht gänzlich ruhig bleiben,
wenn sich solche Fanlager gegenüberstehen. Gottlob stehen am Tag danach eher
die anderen als Radaubrüder da – das Image der Austria behält medial gottlob
die weiße Weste, die es sich auch verdient hat.
Dann war da noch unser
„Freund“ Heimo Pfeifenberger. Der hat vor 30 Monaten genug Unfug mit dem
Violetten Stolz getrieben, dass er die Nachwirkungen wohl immer merken wird –
Jahrhundert-Fußballer hin oder her. Alle anderen Ex-Austrianer wurden zum
Prominenten-Spiel sehr freundlich begrüßt, sogar die Eintracht im Umgang mit
Edi Glieder scheint wieder hergestellt – mit seinem mysteriösen Wechsel zu
Innsbruck entstand natürlich ein gewisses Misstrauen. Vor allem Otto Konrad
wird nach wie vor verehrt, er ist stolz, für die Austria gespielt zu haben –
und die Austria ist stolz, solche Persönlichkeiten in den Reihen gehabt zu
haben.
Auf die
Golden-Goal-Verlängerung der Prominenten-Partie hätten wir verzichten können,
„Wir wollen die Austria sehen“, äußerten sich die Fans. Im Anschluss war es
dann endlich soweit, leider hatte man gegen Wacker Burghausen weniger
Spielanteile als gegen Innsbruck – 0:4 hieß es am Ende, Lubo Neubauer war gegen
seinen Ex-Klub kein Treffer vergönnt.
Fazit: Ein sehr interessanter Abend, ein
positives Ereignis für unseren Verein, der Hass auf Innsbruck ist ganz der
Alte, Austria-Salzburg-Fans als totale Bereicherung eines Turniers von medialem
Interesse mit Bundesliga-Luft, die gute Idee hinter dem Hallencup können die
Veranstalter noch durch einige Nachbesserungen reifen lassen.
TAG 2
Trotz ausführlichem
Live-Bericht gestern im ORF („Salzburg heute“), wo Pichler beim Interview
bestens Gelegenheit hatte, noch einmal die Werbetrommel zu rühren um zumindest
am zweiten Turniertag mehr Leute in die Halle zu kriegen, war auch am Mittwoch
der Besuch sehr enttäuschend. Gar noch weniger als am Dienstag waren es, die
Innsbrucker und die Rieder Fans haben sich bei den Sicherheitskräften nicht für
den zweiten Turniertag qualifiziert.
Da tut es dann schon
gut, wenn man Austrianer ist. Das violette Salzburg nahm es wieder selbst in
die Hand, sich einen schönen Hallenfußball-Abend zu machen. Im letzten
Gruppenspiel verkauften sich unsere Jungs gegen Bundesligist Altach auch gut,
Schleindl gelang der zwischenzeitliche Anschlusstreffer und letztlich stand
eine 1:3-Niederlage zu Buche. Überraschenderweise belegte in der anderen Gruppe
ein Bundesligist Platz 4, was uns im Platzierungsspiel ein weiteres Match gegen
einen Klub von ganz oben bescherte. Bei diesem Spiel gegen SV Ried war unsere
Anhängerschaft bis in die Haarspitzen motiviert, unsere Mannschaft lautstark zu
unterstützen – ORF Sport Plus war live auf Sendung. Dass wir 1:5 verloren
haben, tut den positiven Ereignissen der beiden Turniertage aus unserer Sicht
keinen Abbruch. Der hochverdiente Ehrentreffer gelang Hallen-König Ivan
Pecaranin, der von Didi Ziesel dann richtiggehend zelebriert wurde: Der Mann
hat ein violettes und ein weißes Stimmband und versteht es, die Austria zu
würdigen. Dreimal beantworteten wir „IIIVAN“ mit „Pecaranin“. Damit hat die
Austria ihr Turnier ehrenvoll zu Ende gespielt, es waren zwei großartige Tage
für unseren Verein. Einige Austria-Fans ließen den Finaltag dann noch gemütlich
ausklingen, indem sie gemeinsam mit den Linzer Freunden im Finale den LASK zum
Turniersieg anfeuerten. Zum Glück wurden die Sicherheitskräfte angesichts der
tollen Vorstellung der Violetten Fankurve allmählich locker genug, um uns in
den Sektor der schwarz-weißen rüberzulassen.
Leider dürften die beiden Tage den
Veranstaltern ein Defizit beschert haben. Jedenfalls sind die Besucherzahlen
enttäuschend, obwohl die violett-weiße Fanschar beste Voraussetzungen
geschafften hätte. Man kann sich angesichts des Termins nicht über mangelnden
Zustrom aus Linz oder Innsbruck beklagen. Vielmehr ist es bedauernswert, dass
der neutrale Salzburger Fußballinteressierte daheim geblieben ist. Natürlich
jammert man jetzt, dass keine Mannschaft der Dosen angetreten ist – weder die
Kleinen noch die Großen. Ein Armutszeugnis für den Fußball in Salzburg, wenn er
mit dem Kommerzklub endet. Für die Gänsehautstimmung wird in Salzburg ohnehin
immer nur ein Klub sorgen können, insofern haben die Kasperln in Rot überhaupt nicht
gefehlt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Veranstalter nicht entmutigen lassen
und dieses Turnier auch im nächsten Jahr stattfinden lassen – mit unserer
Salzburger Austria. Ohne Violett-Weiß wäre das Turnier nächstes Jahr ohnehin
zum Scheitern verurteilt - man darf gespannt sein, ob es eine Konstellation mit
den Vorstädtern geben wird.
F O T O S F R Ü H
J A H R 2 0 0 8
Herbst 2007 (Saison 2007/08, 1. Klasse
Nord)
>>> 28. Oktober
2007: UFC Salzburg – SV Austria Salzburg
0:2 (0:0)
Nur zwei Tage nach dem faden Auswärtssieg bei Elixhausen, mussten die Austria-Kicker wieder in der fremde antreten. Trappl, Lenz & Co. mühen sich über die Runden, das war ihnen auch in diesem Spiel wieder anzusehen. Glanzvollen Unterhausfußball konnten uns unsere Jungs auch beim letzten Auswärtsspiel der Herbstsaison nicht mehr bieten. Man tat sich schwer in Itzling, der UFC rührte mächtig Beton in der Abwehr an und hielt die Null lange genug, um die Fans der Austria zum beißen der Fingernägel zu bringen. Klar hätte viel früher ein Tor fallen können, nicht zuletzt war auch die Stange im Weg – aber mit der Zeit taten sich die Austrianer dann auch immer schwerer, wenn es darum ging, Chancen herauszuspielen. Dieser Umstand machte Kopfzerbrechen, zumal die Minuten immer schneller heruntertickten. So musste ein Eckball herhalten, um den Bann in der 75. Minute endlich zu brechen – Oliver Trappl war per Kopf zur Stelle und konnte damit auch seine Torsperre brechen. Dem Kraftlackel war damit offensichtlich leichter, er rannte zu den Fans und tobte sich mit seiner Freude vor den Leuten aus, die sich so sehr mit ihm über sein Tor freuen. Kurz darauf gab’s Elfmeter für die Austria, Oliver Trappl tat an und ... vergeben. Die totale Rückkehr des Selbstbewusstseins war’s also noch nicht. Dadurch hieß es noch einige Minuten weiterzittern für die Austria-Fans. Erst ehe Seywald mit der letzten Aktion das zweite Tor aus einem Konterangriff machte, war diese Sache durch.
Ein unerwartet spannender
Fußballnachmittag also an diesem Sonntag. War der Auswärtssieg mit selben
Resultat vor zwei Tagen bei einem ebenso schwachen Spiel der Austria noch
souverän und nie gefährdet, so musste man diesmal schon bessere Nerven
aufbringen. 550 zahlende Zuschauer waren bei diesem Spiel, insgesamt dürften es
doch um einige mehr gewesen sein. Die Fans der Austria peitschten die
Mannschaft speziell in der 2. Halbzeit noch einmal gehörig nach vorne, umrahmt
von einer kleinen, feinen Choreographie brachte man Stimmung auf den Platz in
Itzling. Nächste Woche steht noch das abschließende Heimspiel gegen den HSV Wals
auf dem Programm, ehe Spieler, Betreuer und Fans in die wohlverdiente
Winterpause gehen können. Gut, dass in den beiden müden Spielen dieses
Wochenendes keine Punkte liegen gelassen wurden.
>>> 26. Oktober
2007: USV Elixhausen – SV Austria Salzburg
0:2 (0:1)
Eine Woche nach der Spielabsage erinnern
jetzt beim Nachtragsspiel, eine Woche später, nur noch die weiß angezuckerten
Berge an den ersten Schnee – der Platz ist einstweilen wieder in saftigem Grün.
770 Zuschauer fanden sich ein, die meisten davon wollten, dass der Nationalfeiertag auch zum violetten Volksfest wird. Die Austria ging durch einen Pecaranin-Treffer auch bald in Führung, hatte somit das Nötigste schon getan, ehe die Beine immer müder wurden. Man kann in diesem Spiel eigentlich nur die Qualität des Angriffs analysieren, da Elixhausen eigentlich keine Akzente setzen konnte. Was mittlerweile auffällt ist, dass die Spritzigkeit in den Aktionen nachlässt – es werden dadurch nicht mehr ganz so viele Chancen herausgespielt, wie wir das schon hatten in dieser Herbstsaison. Ergeben sich gute Gelegenheiten, wird oft auch vergeben – die Köpfe scheinen auch zunehmend ausgebrannt. Allzu sehr musste man sich aber nie vor dem Ausgleich fürchten, Elixhausen war sehr harmlos. In der 2. Halbzeit brachte Mario Schleindl dann mit dem zweiten Treffer alles unter Dach und Fach.
Dass der Sieg nicht höher ausgefallen
ist, wird uns wohl nicht zum Verhängnis werden. Auch ohne die gewünschte
Spritzigkeit in den Aktionen kamen die Violetten hier souverän zu einem ungefährdeten
Auswärtssieg, es wird aber immer mehr Zeit für die Winterpause.
>>> 20. Oktober
2007: (Ersatzprogramm) – FC R** B***
Salzburg – SK Sturm Graz 4:1 (2:0)
Auf der Reise nach Elixhausen zum
Auswärtsspiel der Austria erreichte uns die Nachricht, dass wegen des kleinen
Wintereinbruchs abgesagt werden musste. Auch das Spiel der Leoganger beim SAK
wurde abgesagt, so stellte ich mich mit Ebro zur Abwechslung mal in den
Gästesektor in der Vorstadt bei den Dosen. Tolle Stimmung im Sturm-Sektor bei sehr
kaltem Herbstwetter erlebten wir dabei, leider kamen die Dosen zu einem
sicheren Heimsieg, was uns auch dazu veranlasste, die Veranstaltung schon mitte
der 2. Halbzeit vorzeitig zu verlassen. Dass wir den Schlusspunkt, das 4:1 für
die Bullen nicht mehr gesehen haben, verkraften wir recht gut ;-)
>>> 13. Oktober
2007: SV Austria Salzburg – ASVÖ SK Liefering
4:0 (3:0)
Seit dem missglückten
Antreten auswärts bei Hallein Ende August, läuft alles bestens bei Austria Salzburg.
Überstande Cup-Runden gegen höherklassige Gegner, Auswärtssieg gegen den
hartnäckigsten Verfolger in der Tabelle und alle weiteren zu holenden
Meisterschaftspunkte stehen zu Buche – alles souverän eingefahren. Vier Spiele
stehen jetzt noch aus, die Austria muss noch nach Elixhausen und zum UFC – dazu
2 Heimspiele, beim Herbst-Ausklang gegen den HSV Wals und eben heute gegen den
SK Liefering. Die Jungs um Gustl Kofler wollen natürlich alles daran setzen,
auch in den verbleibenden Runden bis zur Winterpause alles mögliche an Punkten
mitzunehmen.
Dass der SK Liefering
diesem Bestreben keinen Abbruch machen würde, war bald klar – schon nach acht
Minuten stand es 2:0. Das schönste Tor des Spiels ging auf das Konto eines
Spielers, der es sich mehr als verdient hat – aber ganz so gedacht war es wohl
nicht: Von der Seite schlug Martin Ebner einen hohen Ball in die Mitte, der
nicht auf die Spieleransammlung im Strafraum, sondern auf das Tor zusteuerte
und auch genau hineinpasste. Längst wurde einen Gang zurückgeschalten, trotzdem
dominierte die Austria beim Stand von 3:0 nach Belieben. Das 4:0 war jedenfalls
fällig, natürlich kam zunächst ein nicht anerkannter Treffer dazwischen – kurz
vor Schluss klappte es aber doch noch, Mario Schleindl drückte den Ball nur
noch über die Linie zum 4:0-Endstand.
In den höheren
Spielklassen ist Länderspielpause, was wieder einige Sympathisanten aus der
Ferne anlockte. Neben einer Abordnung der befreundeten Dortmunder, fanden auch
Rostocker und einige LASK-Fans den Weg zur Austria. Erwähnenswert auch, dass
die Austria in Wirtschaftskreisen zunehmend interessant wird. So stimmte sich
ein großes Pongauer Skigebiet als heutiger Matchsponsor auf den Winter ein –
tolle Sache, die Violett-Weiß sehr profitieren lässt.
Auf nach Elixhausen, die Austria lebt!
>>> 29. September
2007: SV Austria Salzburg – USK Hof
3:0 (1:0)
Eine Woche nach dem
wichtigen Auswärtssieg im Spitzenspiel in Obertrum, war heute von Anfang an
wieder alles auf 3 Punkte eingestellt – Hof sollte im Heimspiel überhaupt kein
Problem sein. Wie schon beim letzten Heimspiel gegen Lamprechtshausen, hatte
heute der Nachwuchs seinen großen Tag – vor und nach dem Spiel der
Kampfmannschaft fanden etliche Spiele der Mini’s statt. Wieder nutzte die
Gastro das umfangreiche Programm des Tages für eine kulinarische Reise –
diesmal wurde Mexikanisches angeboten.
Es wurde an diesem
Samstag schärfer gegessen, als geschossen. Der Chili in Trappl & Co. war
diesmal nicht ganz so scharf, vielleicht haben sie einfach keinen ganz so guten
Tag erwischt oder es war jetzt erstmals auch eine gewisse Müdigkeit nach den
vielen Spielen der letzten Wochen inklusive Cup.
Toll eigentlich, dass
unsere Jungs dennoch einen 3:0-Heimsieg einfahren konnten. War das Ergebnis
letzte Woche noch zu knapp, so war dieses 3:0 diesmal ein gefühltes – maximal –
2:0. Viel mehr als die Treffer, die gefallen sind, brachte unsere Austria
diesmal auch nicht zustande. Beim 1:0 nach knapp einer halben Stunde musste
Mario Schleindl nach gutem Angriff nur noch abstauben, wenn man oft an der
richtigen Stelle ist, kommt man zu einfachen Toren und schießt sich locker aus
der Ladehemmung – Gratulation unserem wiedererstarkten Goalgetter. Bis zur
Pause und lange darüber hinaus blieb es bei der knappen Führung, was ob
vereinzelten guten Chancen für die Gäste auf den Rängen etwas Skepsis ans
Tageslicht brachte. Schließlich machte Abwehrchef und Kapitän Würnstl aber doch
alles klar, aus kurzer Distanz zur Entscheidung – 2:0. Die letzte Aktion des
Spiels war nochmal ein Tor für die Austria, was wäre ein Sieg ohne Treffer von
Mario Lenz. Endstand 3:0, 3 Punkte – passt.
Nächste Woche steht wieder ein kleines
Stadtderby an, die Austria ist zu Gast beim ASV – kommt alle hin, unsere Farben
verdienen nicht nur den hundertprozentigen Einsatz jedes Spiels, sondern auch
die Ausdauer der Fans!
>>> 22. September
2007: USK Obertrum – SV Austria Salzburg
2:3 (0:1)
Perfektes
Ausflugswetter ließ die letzte Ausrede verschwinden, diesem Kracher in der 1.
Klasse Nord an diesem Samstagnachmittag fernzubleiben. Der USK Obertrum war
bestens vorbereitet auf einen Massenansturm der Austria-Fans, der einfache
Sportplatz wurde wo es ging noch liebevoll im Detail aufgewertet und man
organisierte extra Ordner für die Parkplätze. Der Aufwand sollte sich
finanziell mehr als bezahlt machen, 1.500 Zahlende brachten den Sportplatz zum
beben – wie gesagt: Finanziell für die Gastgeber bestimmt eine tolle Sache, die
Stimmung wird den Obertrumern wohl auch als einzigartig in Erinnerung bleiben.
Alles war dann aber
doch nicht perfekt für die Gastgeber an diesem Tag, denn das Spiel haben sie
verloren. Die drei Punkte und damit die Tabellenführung gehen an Austria
Salzburg, hochverdient durch einen 3:2-Auswärtssieg.
Dabei klingt es im Ergebnis
knapper als es war, lange Zeit war es eine klare Angelegenheit für unsere
Austria. In der ersten Halbzeit wurde Obertrum nie gefährlich, die Violetten
spielten konzentriert und warteten geduldig auf Chancen. Nicht unverdient
schoss Lenz nach präziser Hereingabe von Trappl nach etwa einer halben Stunde
zur Salzburger Führung ein. In der 2. Halbzeit bestimmte auch die Austria das
Spiel und kam dann auch bald zur Vorentscheidung, als Lenz gemeinsam mit zwei
weiteren Austrianern auf den Obertrumer Torhüter zulief und das Tor ganz cool
selbst machte. Mario Schleindl setzte endgültig den Deckel drauf, als er wenig
später von einer Unzulänglichkeit der Obertrumer Hintermannschaft samt Türhüter
profitierte und locker einrollte. Obertrum kam zwar noch zu zwei Treffern,
einmal etwas glücklich und beim zweiten Mal mit einem schönen Angriff. Der
2:3-Anschlusstreffer bescherte uns noch eine nicht mehr erwartete,
nervenzerreisende Nachspielzeit. Eine weitere Torchance wurde dann aber nicht
mehr zugelassen und so konnte unsere Mannschaft diesen hochverdienten Sieg auch
einfahren.
Es deutet vieles auf eine schöne Saison
hin, während auf Obertrum in den nächsten Runden echte Bewährungsproben warten,
könnte sich die Austria mit Siegen gegen vermeintlich leichtere Gegner gleich
mal einen Punkte-Polster verschaffen.
>>> 16. September
2007: SV Austria Salzburg – Lamprechtshausen
6:0 (2:0)
Keine
andere Bezeichnung als „Pflichtsieg“ ist zu finden, wenn man sich über die
Erwartungshaltung der Austria vor dem Heimspiel gegen Lamprechtshausen Gedanken
macht. Sechs Tage vor dem großen Schlager um die Tabellenführung, auswärts bei
Obertrum, sind die drei Punkte heute fix eingeplant. Eine klare Sache scheint
also vorprogrammiert, wem da der Anreiz für einen Matchbesuch abhanden kommt,
der wird vom Verein auf eine andere, sehr schmackhafte Weise dazu motiviert: Es
gibt ein Frühschoppen, eine Woche vor der Eröffnung des Oktoberfestes in
München schon heute in Salzburg ganz passend mit Weißbier, Weißwurst & Co.
Organisiert wurde diese Spezialität für das lange Rahmenprogramm an diesem
violetten Sonntag in Maxglan, vor und nach dem Spiel der Kampfmannschaft
liefern sich diverse Teams des Austria-Nachwuchses interessante Turnier-Spiele.
Bei wunderschönem
Wetter dauerte es etwas, bis der erste Treffer fiel – Nach einem Eckball
köpfelte Oliver Trappl in der 22. Minute zum 1:0 ein und alles nahm den
vorhergesehenen Verlauf. Spätestens als sich Mario Schleindl in der letzten
Aktion vor der Pause mit seinem Treffer zum 2:0 ein Stück weiter aus seiner
kleinen Krise geschossen hat, war eigentlich alles klar. Die beiden Torschützen
der ersten Halbzeit trafen auch nach Seitenwechsel, dazu netzten auch Würnstl
und – mit dem Schlusspunkt in der 91. Minute – Mario Lenz. Endstand war 6:0, dass der Sieg ohne
weiteres auch zweistellig sein hätte können, muss eigentlich nicht extra
erwähnt werden.
Das etwas schlechtere Torverhältnis
verhindert für unseren Verein derzeit noch den Platz an der Sonne – heute wäre
Platz 1 eigentlich schon drin gewesen. Jetzt müssen wir uns eben noch eine
Woche gedulden, dann haben wir mit unserer Austria die große Chance, mit einem
Auswärtssieg in Obertrum wieder zurück an die Tabellenspitze zu kommen – und
dann hoffentlich endgültig in dieser Saison!
>>>
12. September 2007: SV Austria Salzburg – Wagrain 8:3 (2:1)
Für viele, die nach
Dienstschluss noch zur Austria eilten und eigentlich zu spät gekommen wären,
ging sich der Anstoß doch noch aus: Mit 20 Minuten Verspätung wurde der
Landescup-Schlager gegen Wagrain um 18:20 Uhr angepfiffen. Die Gäste aus dem
Pongau kamen in Begleitung von ca. 50 Fans nach Salzburg-Maxglan. Wagrain hat
so einiges gemeinsam mit dem Werdegang unserer Austria: So gelang auch ihnen
der Aufstieg in die 1. Klasse zu dieser Saison, in der Liga dominiert Wagrain
ebenfalls schon nach Belieben – Platz 1 müsste ihnen für dieses schwierige
Spiel bei der Austria im Cup Mut machen. Noch mehr Selbstvertrauen bringen die
Pongauer aber wahrscheinlich durch das Weiterkommen in der 3. Runde gegen
Westliga-Klub Grödig (3. Liga) mit. Über die Favoritenrolle in diesem Spiel war
man sich im Vorfeld dennoch einig, die ist bei den Violetten.
Nach vielen Tagen
Schlechtwetter wurde ausgerechnet dieser Mittwoch wieder schön, somit begann
dieses Spiel mit den letzten Sonnenstrahlen dieses Tages bei wunderschöner
Abendstimmung über der Mozartstadt. Die in der heutigen Ausgabe der „Kronen
Zeitung“ als „Drachentöter“ titulierten Wagrainer hatten die ganz breite
Brust bereits nach drei Spielminuten verloren, da köpfelte Mario Lenz nach
Maßflanke von Ivan Pecaranin schon zum 1:0-Führungstreffer der Austria ein.
Zwar kam Wagrain per Elfmeter zum Ausgleich, bereits in der 25. Minute war das
Köpfchen von Lenz aber schon wieder zur Stelle – 2:1. Mit dem knappen Vorsprung
ging es in die Kabine, eine hochverdiente Führung.
Zu Beginn der 2.
Halbzeit entflammte erstmals auf der neuen Heimstätte Bengalisches Feuer, mit
einer Pyro-Einlage wurde der ohnehin sehr guten Stimmung noch zusätzlich Schub
gegeben. Die Spannung wich aber nicht ganz so schnell aus diesem Spiel, da
Wagrain nochmals zum Ausgleich kam – 2:2 nach wenigen Minuten in der 2.
Halbzeit. Doch dann drehten die Violetten auf. In der 60. Minute ein
vielversprechender Angriff der Austria, auf kuriose Weise kam der Ball
schließlich zu Mario Schleindl – der hatte keine Mühe um die Führung für die
Austria zurückzuerobern, aus kürzester Distanz drückte er das Leder über die
Linie. Ein ganz wichtiges Tor für den Top-Goalgetter der vergangenen Saison,
denn trotz des Siegtreffers im Spiel gegen Bergheim hat er in dieser Saison
ganz offensichtlich noch nicht zu seiner Form gefunden. Für ihn sollte es an
diesem Abend noch besser kommen, doch alles der Reihe nach. Spätestens in der
65.- bzw. 69. Minute wurde dieses Spiel dann entschieden, Mario Lenz gelang der
Hattrick und auch Oliver Trappl wollte die Anlage nicht ohne Treffer verlassen.
Letzterer hatte bei einem wunderschön getretenen Freistoß noch Pech, dieser
ging ans Lattenkreuz. In der 71. Minute wurde uns auch noch ein Elfer
zugesprochen, Schleindl nützte die Gelegenheit um noch weiter aus seiner
Formkrise herauszukommen – souverän verwertete er zum 6:2. Kurz nach seiner
Einwechslung traf auch der Sohn unserer lebenden Fan-Legende „Schützei“ – 7:2
und für den Vater wird’s wohl eine durchzechte Nacht wenn der Sohnemann genetzt
hat ... In der 87. Minute dann erneut Elfmeter für die Austria – wieder tritt
Mario Schleindl an, fast noch cooler als zuvor hat er auch jetzt wieder
verwertet – 8:2. Den Gästen gelang dann noch Ergebniskosmetik, 8:3 war der
Endstand. Ob mit etwas besserem Zuspruch der Unparteiischen ein zweistelliger
Sieg drin gewesen wäre, wollen wir mal nicht hinterfragen – viele von uns
vermuteten ganz zum Schluss einen Ball hinter der Torlinie, wenngleich er noch
nicht im Netz gezappelt hat.
Letztlich ein klarer und verdienter Sieg,
somit sind wir jetzt „Westligaklub-Besieger-Besieger“ – aber gut, wir sind ja
nicht am Millerntor ;-) Das Viertelfinalspiel findet im April 2008 statt, noch
zwei Siege zum Einzug ins Landescup-Finale und somit zur Qualifikation für den
ÖFB-Cup 2008/09. Zunächst gilt es aber jetzt, die volle Konzentration auf die
Liga zu richten. Am Sonntag muss der Pflichtsieg gegen Lamprechtshausen her,
dann geht es nach Obertrum zum so wichtigen Spiel um die Tabellenführung.
>>>
9. September 2007: USC Abersee – SV Austria Salzburg 0:1 (0:1)
An diesem Sonntag
stand das erste Auswärtsspiel nach dem violett-weißen Betriebsunfall in Hallein
auf dem Programm. Mit dem USC Abersee erwartet uns dabei ein Gegner, der alles
andere als dafür geschaffen ist, uns bei Auswärtsspielen wieder zu alter
3-Punkte-Sicherheit zurückzuführen. Nichts anderes als die volle Ausbeute
konnte jedoch das Ziel sein und so taten auch die Fans ihr Übriges: Eine
Schifffahrt über den Wolfgangsee wurde als doch etwas außergewöhnliche
Anreise-Methode bei der Wolfgangsee-Schifffahrt gebucht. Trotz des trüben
Wetters war es ein großer Spaß auf der „MS Salzkammergut“, es wurde bereits
fleißig eingesungen – die Leute am Ufer von St. Wolfgang nahmen es auch mit Begeisterung
zur Kenntnis ;-)
Die Besatzung vom
Seeweg in der Stärke von etwa 200 Mann marschierte nach der einstündigen
Schifffahrt geschlossen zum bescheidenen Fußballplatz des USC Abersee. Man
stärke sich noch beim hervorragenden Angebot der Gastgeber mit Leberkässemmeln,
Wurstsemmeln, Würstel, trank ein paar Bier oder Radler – und schon ging’s los
mit diesem schwierigen Match. 1100 Zuschauer fanden sich ein, das kriegt man
als USC Abersee mit diesem Sportplatz und bei diesem trüben Wetter wohl nur
hin, wenn der Gegner interessant genug ist.
Dass es beim Spiel
selbst nicht regnete, änderte nichts an den Nasswetter-Bedingungen – extrem
glitschiger und tiefer Rasen forderten auch dementsprechende Kampfbereitschaft.
Den Kampf haben beide Mannschaften angenommen, Abersee mit Fortdauer des Spiels
zunehmend auch in übertriebenem Ausmaß – wobei der Schiedsrichter nur sehr
beliebig und inkonsequent gewisse Vergehen ahndete. Die Austria ging in der 9.
Minute in Führung: Nachdem ein Abstauber von Trappl noch geblockt wurde, konnte
Mario Lenz den Ball per Kopf noch erreichen und auf 1:0 für die Austria
stellen. Ein weiteres Tor der Austria fand keine Anerkennung und so blieb es
zur Pause bei der knappen Austria-Führung. Der Unparteiische dieser Partie,
immerhin bundesliga-erfahren, war offenbar der Auffassung: „Ein guter
Schiedsrichter zeichnet sich dadurch aus, dass er das Spiel sehr lange spannend
halten kann“. Demnach ist er tatsächlich eine Klasse für sich, gemeinsam mit
seinen Assistenten war es dazu aber unter anderem auch nötig, Oliver Trappl in
der 2. Halbzeit aus nahezu einschuss-sicherer Position fälschlich wegen
vermeintlichem Abseits zurückzupfeifen. Dann war auch noch Aluminium im Weg,
folgerichtig blieben der Austria weitere Treffer verwehrt. Gottlob ging diesmal
nicht alles ins Auge und es blieb wenigstens beim 1:0 und somit bei weiteren
sehr wichtigen 3 Punkten im Aufstiegsrennen.
Bevor es im Kampf um die uneingeschränkte
Herrschaft an der Tabellenspitze weitergeht, steht am Mittwoch das Cup-Spiel
gegen Wagrain an. Wagrain inklusive wären es 3 Siege bis ins Landescup-Finale,
wobei man sich mit dem Finaleinzug für den ÖFB-Cup qualifiziert – Motivation
genug, auch in diesem Bewerb Gas zu geben. Am Samstag sind dann im
Meisterschafts-Heimspiel gegen Lamprechtshausen 3 Punkte Pflicht, ehe es sich
in 2 Wochen an der Tabellenspitze so richtig zuspitzt: Dann gastiert unsere
Austria bei den derzeit punktegleichen Obertrumern, dieser Schlager ist schon
jetzt als Pflichttermin für alle Violetten vorzumerken.
>>> 1. September
2007: SV Austria Salzburg – SU Abtenau
5:2 (5:0)
Die Niederlage aus der
Vorwoche konnte man bereits beim Cup-Match verdauen, so ging es schon diesmal
wieder mit breiter Brust ins nächste wichtige Meisterschaftsspiel. Der Gegner
ist wieder einer der stärker einzuschätzenderen Sorte, wenngleich auch Abtenau
erst zu dieser Saison in diese Klasse aufgestiegen ist. Nach Taxham und Bürmoos
grüßt in dieser Saison bei einem Heimspiel schon zum dritten mal ein trüber
Horizont mit reichlich Regen. Vermutlich hat das miese Wetter den einen oder
anderen Zuschauer gekostet, laut SFV-Bericht waren es diesmal gar „nur“ 890 –
die offizielle Homepage der Austria spricht von gut 1.000.
Wie auch immer,
passable Stimmung auf den Rängen. Die allerletzte Emotion raubte uns eine
sensationell aufspielende Austria – das Spiel war schnell entschieden, somit
war die ganz heiße Luft auf der Tribüne bald draußen. Schon in der 2. Minute
gelang O. Trappl der Führungstreffer, nach 37 Minuten stand auf der
Anzeigetafel ein 5:0 – wobei die Gäste noch gut bedient waren. Zwei Doppelpacks
durch Trappl und Lenz garnierte Xandi Seywald mit dem 5:0 – Halbzeit.
Nach der Pause
schalteten die Violetten zurück – soweit sogar, dass Abtenau zu zwei
Ehrentreffern kam. Ergebniskosmetik gelungen, denn trotz Bemühungen im Finish
kam die Austria nicht mehr dazu, doch noch einen krönenden Schlusspunkt zu
setzen. Egal – 5:2 der Endstand, durch die anderen Ergebnisse begünstigt konnte
die Austria damit sogar schon an diesem Wochenende die Tabellenführung zurückerobern.
Vom Jäger zum Gejagten – In einer Woche
gilt es in Abersee, den Platz an der Sonne zu verteidigen. Ein besonders
reizvolles Auswärtsspiel steht bevor, die Austria-Fangemeinde reist per Schiff
an.
>>> 29. August
2007: SV Austria Salzburg – Bürmoos
5:0 (2:0)
Nachdem sich das
seltene Ereignis einer Austria-Salzburg-Niederlage, nämlich jener vom
Auswärtsspiel in Michaelbeuern von August 2006, am vergangenen Wochenende in
Hallein ausgerechnet mit der nächsten Auswärtsniederlage (wieder 0:1) feierlich
gejährt hat, war gleich vier Tage später Gelegenheit zur Rehabilitation da:
Cup-Spiel gegen Bürmoos, die eine Liga höher kicken als die Austria – Bürmoss
spielt in der 2. Landesliga Nord.
Um 18:30 Uhr war Anstoß,
trotz dieses Termins und nicht sehr einladenden Wetters schafften es etwa 660
Besucher zu diesem Match. Der typische Schnürlregen sorgte von Minute zu Minute
auch für typische Pokalspiel-Stimmung: Es wurde immer dunkler, das Flutlicht
kam immer stärker zur Geltung und unsere Mannschaft nahm wunderbar den Kampf
an.
Erstaunlich, wie die
Violetten den „höherklassigen“ Gegner sofort an die Wand spielten –
hochverdient die Pausenführung von 2:0, beide Tore in der ersten Halbzeit durch
Mario Lenz. Er war es später auch, der den Schlusspunkt – das sensationelle 5:0
– auf dieses Spiel setzte. Die Tore 3 und 4 erzielten Oliver Trappl und ein
sehr starker Mario Messner.
Die Stimmung passte
sich ganz dem tollen Spiel der Austria an, so eine Atmosphäre bringt den ganzen
Stolz in einem hervor, Austrianer zu sein. An diesem Abend inkludierte dieser
Stolz auch die Freude, nicht zum Dosenfutter aus der Vorstadt zu gehören. Eine
Herzensfreude, Luftsprünge als der Platzsprecher das Scheitern der Roten in der
Champions-League-Qualifikation verkündete. Der violett-weiße Fußballgott war
aber an diesem Abend nicht nur in Salzburg und Donetsk anwesend, auch aus
Wagrain konnte unser Platzsprecher erstaunliche Neuigkeiten vermelden: Dort
scheiterte Grödig in der 3. Landescup-Runde, womit uns in der nächsten Runde
der Westligist erspart bleibt.
Die Niederlage von Samstag sitzt unserem
Team also nicht mehr allzu schwer im Magen, ein zauberhafter Fußballabend an
diesem Mittwoch, der dem Gemüt des Austria-Fans sehr gut tut – auch wenn die
Tabellenführung in der Liga deswegen natürlich noch nicht wieder zurückerobert
ist. Aber eine toll aufspielende Austria-Mannschaft und eine bitter
gescheiterte Bullen-Truppe an nur einem Abend, da stellt sich einfach
Zufriedenheit ein.
>>> 15. August
2007: SV Austria Salzburg – SC Tamsweg
3:0 (2:0)
In dieser Saison
spielt die Austria in einer Liga, wo es sehr oft die Vormachtstellung in der
Stadt unter Beweis zu stellen gilt. ASV, UFC & Co. können die Violetten
diesmal vergessen, den Liga-Alltag auch – diesmal sind Lungauer zu Gast, der SC
Tamsweg soll aus dem Landescup gekickt werden. Ob die Jungs aus der 2.
Landesliga Süd trotz der einen Liga höher eine echte Bewährungsprobe für Trappl
& Co. sein können, war im Vorhinein nicht so leicht zu sagen. Am Mittwoch
stellte sich dann folgendes heraus:
Austria Salzburg wird
in die 3. Runde aufsteigen. Bald war klar, dass dieses Duell nur einen Sieger
kennen kann. Unser Mannschaft spielte die Lungauer völlig an die Wand, schon
nach wenigen Minuten waren die Gäste so tief drin in der eigenen Abwehr, wie
Taxham vergangenen Samstag erst mitte der 2. Halbzeit. Die Austria spielte
solange Tempo-Fußball, bis vom Ergebnis her alles klar war und schaltete dann
einige Gänge zurück – bestimmt war das wichtige Meisterschaftsspiel am Samstag
gegen Bergheim dabei schon in den Köpfen. Selbst gegen eine mit angezogener
Handbremse spielende Austria-Truppe machten die Lungauer keinen Stich, die
kamen zu keiner nennenswerten Entlastung. Die Tore waren sehenswert, Ivan
Pecaranin eröffnete mit einem gefühlvollen Kopfball über den Torwart aus
kürzester Distanz – das 2:0 wenig später durch einen trockenen Abstauber von
Mario Lenz, ebenfalls aus kurzer Distanz, war dann schon die Entscheidung. Nach
der Pause war dann noch ein Tor überfällig, denn der groß aufspielende Oliver
Trappl hatte noch nicht getroffen. Er machte es eindrucksvoll und ganz in
seinem Stil: Er fischt sich im Zweikampf an der Strafraumgrenze den Ball, der
eigentlich ganz unter Kontrolle des Lungauer Spielers war, kurzer Blick, Schuss
– und genau flach ins Eck zum 3:0-Endstand.
Trotz hoher
Temperaturen bot der Fanblock eine grandiose Stimmung. In den letzten Minuten
hielt es auch die Sitzplatz-Hälfte der Tribüne nicht mehr auf den Schalen –
alle standen auf für diese geil aufspielende Salzburger Austria, Vorsänger
Salva agierte in den letzten Minuten in der Tribünenmitte und alle gaben Gas,
alle Hände waren weit oben. Auch der legendäre Schützei lebt mit seinen
Stimmungseinlagen in der Tribünenmitte nun voll auf. Die Austria lebt
bescheiden aber glücklich wie kaum zuvor. Schon in Liga 7 war das
Stimmungsbarometer teilweise auf Wolke 7, jetzt wird’s sogar noch besser.
Die nächste Runde im Landescup findet am
Mittwoch, den 29. August statt – mal sehen, was das Los uns beschert.
>>>
11. August 2007: SV Austria Salzburg – ASV Taxham 5:0 (2:0)
Drei Heimspiele am
Stück stehen jetzt für die Austria auf dem Programm, zu den beiden
Meisterschaftsspielen kommt am Mittwoch die Cup-Partie gegen Tamsweg. Dieses
Spiel wird dann vermutlich etwas schwieriger als das heute, aber dennoch war
zunächst das ganze Augenmerk auf dieses Match zu richten. Gegner Taxham gehört
zu den schlechter eingeschätzten Teams in dieser Liga.
Der trübe Tag konnte
dem Ansturm auf die Tribüne der ASKÖ-Anlage nichts anhaben, der attraktive
Mieter reizt bei jedem Wetter. Es entwickelte sich eine großartige Stimmung auf
den Rängen, einfach wieder mal ein Samstagnachmittag Austria Salzburg pur. Die
Gesänge waren viel abwechslungsreicher als in gewissen Spiel zuvor, es machte
Spaß, die Austria über 90 Minuten nach vorne zu schreien.
Bemerkenswert ist,
dass die Taxhamer ihre Null sogar fast eine Viertelstunde länger halten konnten
als vor zwei Wochen der UFC, erst nach einer guten halben Stunde wurde es
Oliver Trappl zu blöd – er lief alleine auf den gegnerischen Torwart zu, machte
es souverän und stellte auf 1:0. Wenig später kam auch unser Top-Stürmer aus
Niederösterreich zu seinem ersten Tor, eine Traumflanke nutzte Mario Lenz per
Kopf zum sehenswerten 2:0. Noch vor der Pause krachte ein Freistoßhammer an die
Stange, nicht desto trotz war natürlich schon alles klar nach den ersten 45
Minuten.
Zum Pausenvergnügen
tanze ein Hase in rosarotem Kostüm an, netter Unterhaltungswert statt Event
& Show mit kommerziellem Hintergrund versteht sich. Der Schnürlregen wurde
dann in der 2. Halbzeit stärker, durch das trübe Wetter gingen sogar schon die
Flutlichter und die Lampen auf der Unterseite des Tribünendaches an – schön,
wenn man’s bei diesem Wetter jetzt so komfortabel hat auf den Rängen. Unsere
Kicker kämpften weiter und kamen wieder zu Toren, sein erstes erzielte der Sohn
vom Original aus der Fankurve – „Schützei“ heißt der Vater, Florian Groiss der
Sohn. Den Endstand von 5:0 fixierte kurz vor Schluss mit seinem zweiten Treffer
Mario Lenz, er verwandelte souverän einen Elfmeter und mutiert immer mehr zum
„Mario Doppelpack“ – nachdem „Super-Mario“ durch die letzte Saison ja schon
einem anderen gebührt bei uns ;-)
Nach dem Spiel – und das wird jetzt zum
Ritual werden – war es kaum einem zu kalt, um nicht noch oben auf der Tribüne
fleißig Bier, Würstel usw. zu konsumieren, bei gemütlichem Beisammensein wurde
über das Spiel und die Austria diskutiert. Das freute den Verein, denn der
kassiert dabei bei jedem Heimspiel wichtiges Geld. Zum nächsten mal dann am
Mittwoch, wo die 3. Runde im Landescup erreicht werden will – die Hürde Tamsweg
kickt eine Liga höher, die Favoritenrolle ist aber bei uns.
>>> 4. August 2007:
HSV Wals – SV Austria Salzburg 1:6
(1:3)
Das erste Auswärtsspiel
in der neuen Saison stand auf dem Programm, die „Reise“ führte unsere
Austria-Gemeinde nach Wals – nein, nicht zu den Unaussprechlichen, sondern beim
Heeressportverein Wals gab sich Violett-Weiß ein Stelldichein. Obwohl die
Militärischen in der Vorwochen mit einem 3:0-Heimsieg ins Spieljahr starteten,
konnte es nur einen Favoriten geben und alles andere als ein Auswärtssieg wäre
aus unserer Sicht eine bittere Sensation gewesen.
Dass es sich um den
Heeressportverein handelt, sah man gleich einmal beim Betreten der Anlage:
Bundesheer-Zelte ließen einem fast das Gefühl hineintreiben, dass man auf ein
Neues einberufen wurde. Ansonsten bleibt zu berichten, dass die Preise zwar
deutlich über dem Soldatenheim-Niveau lagen, mit EUR 2,50 für etwa Bier und
Radler ging es aber doch angenehm moderat zu bei den Walsern.
Nachdem die
1b-Mannschaft einen 2:0-Rückstand noch zu einem 3:2-Sieg drehen konnte, war man
über das Ausmaß der Überlegenheit unserer Kampfmannschaft gespannt. Die vielen
Fans der Austria (laut Angaben am offiziellen SFV-Spielbericht waren bei diesem
Match 1.000 Zuschauer) kamen auch ordentlich auf ihre Kosten. Bereits nach 10
Minuten zog Oliver Trappl entschlossen ab, damit war der Bann auch schon
gebrochen – 1:0 für die Austria. Die Tore 2 und 3 folgten zügig. Dann kamen die
Heeressportler durch einen Elfmeter noch vor der Pause auf 1:3 heran. Ansonsten
blieb die Zone um den Austria-Strafraum streng bewachtes militärisches
Sperrgebiet – eine deutliche Steigerung in der Abwehr war zu bemerken.
Überhaupt zeigte sich die ganze Mannschaft erfreulich engagiert, lief
unermüdlich weiter und kam folgerichtig auch noch zu weiteren Treffern in der
2. Halbzeit. Am Ende steht ein 6:1-Auswärtssieg, Mann des Spiels war der
violette Kraftlackel Oliver Trappl mit 4 Toren (das eine oder andere ist wohl
als Eigentor zu werten, tut aber nichts zur Sache). Den Rest der Treffer
besorgte Mario Lenz, der aus Niederösterreich geholte Spieler wird den
Austria-Fans noch viel Freude bereiten. Zu einem Kurzeinsatz kam auch Mario Schleindl
noch, er hat seine Verletzung überwunden und wird ab sofort wieder auf
Trefferjagd für die Austria gehen.
Die Fankurve legte
sich in der ersten Halbzeit einigermaßen ins Zeug, mit zunehmender Spieldauer
verflachte die Lautstärke aber doch allmählich etwas – Oberstleutnant Salvatore
war emotionell wie eh und je, die Gesänge werden aber immer einfallsloser.
Dauergesang ist ja ganz nett, wenn es nicht allzu sehr Überhand nimmt – viele
würden sich jetzt einmal mehr Abwechslung und wieder originelleres aus der
Kurve wünschen.
Sei’s drum, wie sagte Vereins-Oberhaupt
Grobovschek noch beim Saisonausklang im Anfang Juni: „Momentan greift alles
ineinander.“ Es sollte sich an diesem erfreulichen Zustand bis dato nichts
geändert haben. Nächste Woche empfängt die Austria mit Taxham einen „durchaus
schlagbaren“ Gegner – ein Ende der violett-weißen Dominanz ist also überhaupt
nicht in Sicht zur Zeit.
>>> 28. Juli 2007:
SV Austria Salzburg – UFC Salzburg 5:0
(2:0)
Lange hat es sich
hingezogen, doch als vor wenigen Wochen bekannt geworden ist, dass Austria
Salzburg die Heimspiele ab sofort auf der Maxglaner ASKÖ-Sportanlage austragen
wird, kam dann doch bei den meisten Violett-Weißen Freude auf. Immerhin kann
die neue Heimat der Austria mit einer passablen Tribüne für die treuen Fans
aufwarten. Der Rasen ist alles andere als gut, aber doch schon deutlich besser
als jener in Nonntal. Generell ist die ganze Infrastruktur besser. Ein ganz
wichtiger Punkt ist auch, dass jetzt die Gastro-Einnahmen zu 100 % in die
Tasche der Austria fließen – eine ganz entscheidende Verbesserung, wenn man
sich den Konsum von Bier, Würstel, Schnitzelsemmeln und Co. der vielen Fans vor
Augen führt.
Viele Fans waren es
jedenfalls gleich zum Auftakt in Maxglan, zum Spiel gegen den UFC kamen gleich
einmal 1200 (lt. regionalen Medien), um Austria Salzburg auch in der 1. Klasse
Nord siegen zu sehen. Unter den Zuschauern waren auch einige befreundete Fans
des LASK, ihr Klub spielte dann am Abend im leider nur wenige Kilometer
entfernten Kommerzlager der Roten. Mit einer Choreographie starteten die Fans
in die neue Saison, so schön das Spruchband „Seit über 74 Jahr’ schlägt
Salzburgs Herz für d’ Austria“ auch gewirkt hat, so schade ist es, dass die
Zettelchoreographie nicht im Ansatz „1933“ in weiß auf violett erkennen
ließ.
Unsere Mannschaft lief
erstmals in den neuen Heimtrikots auf, sie sind ganz nach dem Geschmack der
meisten – gut, dass wir hierbei wieder nur über das Design zu diskutieren
haben, die Farben haben natürlich Bestand. Für Mario Schleindl ist es sich zum
Saisonstart leider nicht ganz ausgegangen, der Top-Goalgetter war noch nicht zu
100 % fit und verfolgte das Geschehen auf dem Spielfeld als Fan von draußen.
Mit dabei sind dafür, wie schon letzte Woche im Cup, unsere Neuerwerbungen – speziell
auf den von Frenkie Schinkels empfohlenen Mario Lenz aus Niederösterreich ruhen
diesmal große Hoffnungen.
Mit etwas Glück und
mehr Killerinstinkt im Abschluss hätte der UFC zwar sogar in Führung gehen
können, ein Treffer der Gäste wäre aber nur frühe Ergebniskosmetik gewesen –
sofort nahm die Austria das Heft in die Hand. Tore waren eine Frage der Zeit,
immerhin 20 Minuten stand die Null bei den Nonntalern – dann kam Alexander
Seywald an den Ball und drückte ihn zum ersten Saisontor ins Netz. Der Treffer
des jungen Austrianers hat dann sofort auch unsere Neuerwerbung Lenz auf den
Plan gerufen, 2 Minuten später schrieb auch er auf seinem Trefferkonto erstmals
an – 2:0. Bis Spielende wurden noch zahlreiche gute Chancen ausgelassen,
dennoch wurden genug Akzente gesetzt um noch 3 Treffer nachzulegen. Am Ende
stand dann ein 5:0-Heimsieg zu Buche, das heißt die Austria knüpft nahtlos an
die Vorsaison an und ist standesgemäß auch schon nach dem ersten Spieltag
Tabellenführer. Ebenso standesgemäß darf auch diesmal noch angefügt werden,
dass der Schiedsrichter unter aller Sau gepfiffen hat – bei einer knappen
Entscheidung Abseits oder nicht beispielsweise, steht der Assistent sehr gut,
der Schiedsrichter hinter den Angreifern – unser Stürmer Trappl rennt alleine auf
das Tor zu, der Assistent hat kein Abseits angezeigt ... doch der
Schiedsrichter war es, der Trappl zurückgepfiffen hat und den UFC vor einen
noch früheren Rückstand bewahrt hat. Wie so oft kann im Bericht nur ein Auszug
dessen stehen, was so falsch entschieden wurde – für eine Sonderrubrik ist es
dann doch zu schade um die Nerven. Einen echten Wehrmutstropfen gibt’s aber
leider auch: Neuerwerbung Michael Geier musste mit Verdacht auf
Mittelfußknochenbruch aus dem Spiel, er fällt jetzt voraussichtlich für etwa
sechs Wochen aus – Alles Gute auf dem Weg zurück!
Obwohl die Austrianer mit Sicherheit bei
weitem nicht am Limit der Möglichkeiten agiert haben, konnte mit den Spielern
ein souveräner Heimsieg gefeiert werden – selbes Ritual wie gehabt: Welle und „Wer
nicht hüpft der ist ein Bulle“. Die Gastro-Einnahmen der Austria werden
sich jetzt auch nach den Spielen noch erhöhen, ganz oben auf der Tribüne lädt
ein großzügiger Raum zum Verbleiben ein. Nächste Woche sind wir beim Walser
Heeressportverein zu gast, „Habt Acht!“ ihr Austrianer und unterstützt die
Mannschaft wieder, damit der nächste Sieg eingefahren wird.
>>>
21. Juli 2007: USV Leopoldskron / Moos – SV Austria Salzburg 3:8 (2:5)
Obwohl man durch enorme
Fahrlässigkeit in der Abwehr in Rückstand ging, wurde bald klar, dass die
Austria den Jungs von der Moosstraße klar überlegen sein sollte. Schon zur
Pause stand ein klarer 3-Tore-Vorsprung. Die Abwehr stabilisierte sich jedoch
auch dann noch nicht, so kassierte man noch 2 weitere Treffer. Kein Problem bei
diesem Gegner, vielleicht aber irgendwann mal bei etwas stärkeren Teams.
Immerhin können wir uns über 8 erzielte Treffer freuen, getroffen hat u.a. auch
Neuzugang Mario Lenz, der sich stark eingefügt hat. Das schönste Tor erzielte
Ende der 1. Halbzeit ebenfalls ein Neuzugang, Michael Geier zirkelte
wunderschön einen Freistoß ins Netz. Zwei der acht Treffer erzielte die Austria
aus Elfmetern.
Dass es sich beim Landescup um keinen
Bewerb handelt, der dazu beitragen kann, Austria Salzburg in die höheren
Regionen des Fußballs zu führen, beweist die Zuschauerzahl: Gut 500 waren es,
Hitze und Ferienzeit taten natürlich auch ihr Übriges dazu. In der 2. Runde
trifft die Austria zu Hause in Maxglan auf Tamsweg, die Lungauer spielen in der
2. Landesliga Süd.
Frühjahr
2007 (Saison 2006/07, 2. Klasse Nord A)
::: Die schönsten
Bilder aus dem Frühjahr 2007 :::
::: 9. Juni 2007: SVAS – Nussdorf 6:0 (4:0)
Der seit Monaten in
den Kalendern angestrichene Tag ist endlich gekommen, ein letztes Mal kickt die
Mannschaft der Salzburger Austria in der 2. Klasse Nord A – hoffentlich ein
Abschied für immer, nie wieder wollen wir ganz in den Keller.
Der Rahmen zu diesem
besonderen Spiel ist dermaßen einzigartig, dass es einem eine Freude ist,
Violetter zu sein. Mit dem wunderschönen Festzelt und einem tollen
Rahmenprogramm steuerte der Verein seinen Teil zum unvergesslichen Tag bei, die
Salzburger Fans brachten sich mit unvergleichlicher Unterstützung der
Mannschaft sowie mit einer sehenswerten Choreographie ein und das ganz
spezielle Flair an diesem Tag kam uns geschenkt, Europa schenkte uns
unbezahlbare Aufmerksamkeit. Viele befreundete Fans von Borussia Dortmund
sammelten sich auf der Gegenseite unserer Fantribüne, zeigten eindruckvoll die
Verbundenheit von Ihnen zu Ihrem Weltklub, dem gigantischen BVB, und ihre
Fan-Freundschaft zur Salzburger Austria. Wie in ganz Europa haben wir
bekanntlich auch in Süditalien alle Sympathien, viele Jungs aus Barletta
erwiesen uns am Ende dieser Saison in der bitteren Liga die Ehre und besuchten
uns. Auch das Mutterland des Fußballs, England, weiß zu schätzen, wir sehr wir
Austrianer uns um die wichtigsten Werte ihres Spiels kümmern. So besuchten uns
auch Jungs aus Leeds, aus Liebe zu unserer Tradition, Mentalität und
Verbissenheit im Kampf um Identität unseres Fußball-Vereins. Die Medien waren auch
dicht vertreten, bei diesem Spiel war auch der ORF dabei um am Sonntag dann
einen guten Bericht zu senden.
Insgesamt fanden sich
dann mehr als 2.500 Zuschauer ein, um ein letztes Mal am Fuße der Festung Hohensalzburg
im Nonnal die Violett-Weißen siegen zu sehen. Es entstand ein internationales
Flair, großartige Stimmung – wie bestellt strahlte uns dazu die Sonne in die
glücklichen Gesichter. 90 Minuten und länger kein Gedanke an irgendwelche
Vorstadt-Jünger, in unseren Herzen wie immer nur zwei harmonierende Farben, ein
Wappen – ein Klub: SV Austria Salzburg.
Unsere Kicker hatten
noch ein Ziel vor Augen vor diesem letzten Spiel, natürlich wurde es erreicht:
Mit dem 6:0-Sieg konnte sogar noch mehr als +100 in der Tordifferenz
hergestellt werden, 109:8 macht dann +101. Mario Schleindl und Oliver Trappl
trafen mehrmals, zwei der wichtigsten Männer setzten sich also auch ganz zum
Schluss noch einmal voll ein Szene.
Zu Beginn der 2.
Halbzeit gab’s noch eine wunderschöne Choreographie mit dem Schriftzug
„Meister“ – dass es wunderbar wirkte muss man mittlerweile nicht mehr extra
erwähnen, der optische Auftritt der Ultras in Sachen Spruchbänder,
Choreographien, Banner, ... hat sich enorm verbessert. Was dann in der letzten
Halbzeit der Saison noch folgte, war fulminanter Dauersupport mit Gesängen, die
italienisches Flair und die totale Lust am Fußball ausdrückten. Kult-Fan
„Schützei“ gab sein Programm noch einmal zum Besten und in den letzten Minuten
des Spiels brachen endgültig alle Dämme: Feuerwerkskörper wurden in die Luft
geschossen, die Antwort von den Dortmundern auf der Gegenseite blieb nicht aus,
auch sie jagten leuchtendes Zeug in die Luft – so lief das Spiel fulminant
durch die letzen Minuten.
Nach dem Schlusspfiff
die erwarteten, aber doch irgendwie unbeschreiblichen Szenen: Von allen Seiten
rannten die Leute auf das Spielfeld, bis es randvoll wurde um die feiernden
Spieler – die Fantribüne blieb trotzdem auch gefüllt. Es sollte noch ordentlich
gefeiert werden, eine lange Nacht stand bevor.
Schnell füllte sich
dann das Festzelt, Bänke und Tische hatten die ganze Nacht lang die selbe
Funktion: Sie waren Stehplätze. Keiner setzte sich hin, alle standen die ganze
Nacht auf Tischen und Bänken, klatschten, brüllten laut Lieder, die einfach
jeder auswendig kann. Vom „Rainermarsch“ über „We are the Champions“, von
Austria-Liedern aus den 90er-Jahren bis „Sierra Madre“ ertönten viele bekannte
Lieder aus den Boxen und jeder gab Vollgas die ganze Nacht. Ein prächtiges Feuerwerk
mitten in der Nacht garnierte die ausgelassenen Feierlichkeiten. Soweit kann
man das Ganze also beschreiben, für jemanden der nicht dabei war, ist das
Ausmaß dieser euphorischen Nacht aber bestimmt auch nach jeder Erklärung nicht
vorstellbar.
Die neue Saison
beginnt Ende Juli, geht’s nach unserem Trainer, den Spielern und uns Fans, dann
kann wohl in einem Jahr die nächste Meisterfeier stattfinden.
::: 1. Juni 2007: SVAS – Seekirchen 1b 5:0 (3:0)
Donnerstag, 1. Juni
2006: Die Pläne des neu gegründeten SV Austria Salzburg, in Kooperation mit dem
Polizeisportverein den violetten Mythos bald wieder zurück in höhere Sphären
des Klubfußballs zu bringen, scheitern bei der Generalversammlung des PSV
Schwarz-Weiß Salzburg im Vereinsgebäude in der Alpenstraße. Das Scheitern
passierte auf kuriose und unverständliche Weise und ist letztlich nur durch die
Arroganz gewisser Personen zu erklären.
Damals hätte niemand
gedacht, dass bereits ein Jahr später pure Euphorie die violett-weiße
Fußballwelt bestimmt – trotz unterster Spielklasse. Die Austrianer haben in der
Zwischenzeit auch gezeigt, wie man eine Generalversammlung seriös abhalten
kann. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht, um eine ewig junge Phrase sprechen
zu lassen – im Nachhinein betrachtet ist es uns auch allen lieber, diese
wunderschöne Aufstiegssaison in purer Eigenständigkeit absolviert zu haben.
Soweit ein paar Sätze zu den erstaunlich rasanten Entwicklungen im
Vereinsgeschehen, für den finalen Saisonrückblick ist es aber noch zu früh – 2
Heimspiele stehen noch aus, eines davon heute, am ...
Freitag, 1. Juni 2007:
Gelassenheit vor dem vorletzten Saisonspiel der Salzburger Austria gegen
Seekirchen, der Aufstieg ist ja längst fixiert. Gegen die 1b-Mannschaft des
Westliga-Klubs ist Austria Salzburg haushoher Favorit, ein Sieg ist in dieser
Saison sowieso gegen jeden Gegner ein sehr wahrscheinlicher Ausgang. Dass
mittlerweile drei Punkte wie eine sportliche Selbstverständlichkeit wirken,
sehen alle – dass aber diese Dominanz alles in allem überhaupt nicht
selbstverständlich ist, das haben wir fast schon vergessen. Vor einem Jahr
hatten wir nichts für den Spielbetrieb und jetzt haben wir ein derartig
schlagkräftiges Gerüst am Werk, dass man die Sorgen automatisch weiter
zurückdrängen kann, wie sie eigentlich weg sind. Dafür an dieser Stelle ein
Dankeschön an den Verein mit allen seinen aktiven Organen und Mitgliedern.
Damit zum Spiel: Ein
anhaltender Schnürlregen, der niemanden trocken ließ, erforderte auch den Fans
zum Ende der Saison hin noch einmal eine gewisse Härte ab – teilweise schüttete
es auch aus allen Kübeln. Für die Spieler bedeutete das natürlich tiefen Boden,
schnell werdende Bälle und nicht nur nasser Rasen – sondern vor allem auch viel
Schlamm und Unebenheiten am Platz. Erstmals gingen für die Austria in Nonntal
auch die Flutlichter an, die ganze magische Wirkung war aber – etwa dem
Auswärtsspiel in Seekirchen vergangenen Oktober gegenübergestellt – doch
deutlich abgeschwächt, Anfang Juni ist es eben am Abend auch ohne Flutlicht
lange hell, selbst bei Schlechtwetter. Zu Spielbeginn eine kleine
Doppelhalter-Einlage, sie ergab „Viola per sempre“ (Für immer Violett). Dann
hatte ein sehr populärer Ex-Bundesligaspieler der Salzburger Austria seinen
Auftritt: Markus „Maxl“ Scharrer, zu Bundesliga-Zeiten bis zur feindlichen
Übernahme durch Red Bull stets mit vollem Herzen im Dienste für violett-weiß,
besuchte uns bei diesem Heimspiel und führte den Ehrenanstoß durch.
Es dauerte nicht
lange, bis unsere Kicker den Bann brechen konnten und in Führung gingen – 3.
Minute, 1:0 durch Oliver Trappls Freistoß. Jetzt konnten wir auf das 100.
Saisontor der Austria warten – und auch das ließ nicht lange auch sich warten:
In der 16. Minute ließ es sich unser Kapitän Wolfgang Würnstl nicht nehmen, das
Jubiläum persönlich zu zelebrieren. 2:0 also, dabei hatte unsere schärfste
Waffe noch gar nicht abgedrückt – Mario Schleindl wurde es dann aber auch bald
zu blöd, er erhöhe in der 41. Minute auf 3:0.
In der etwas
verkürzten Halbzeit-Pause hatte dann unser Platzsprecher einen weiteren
prominenten Gast am Mikrophon, der zu Bundesliga-Zeiten bei der Salzburger
Austria durch seine Liebe zum Verein, seinem Herzblut, seinem charmanten
Auftreten und durch seinen vorbildlichen Charakter erstaunliche Popularität
erlangen konne: Der smarte Däne Lars Söndergaard, einer der beliebtesten
Trainer unseres Vereins, besuchte uns und zeigte, dass seine Verbundenheit
anhaltend und beständig ist – auch in dieser Spielklasse hält Lars zu uns. Er
gab ein sympathisches Interview und gesellte sich bei Regen in der 2. Halbzeit
auch zu uns auf die Fantribüne. Diese eröffnete die 2. Halbzeit mit dem „Feuer
der Leidenschaft“, eine geniale Pyro-Show erhellte den Platz.
In der 2. Halbzeit
spiele die Austria souverän weiter und kam zu weiteren Treffern: In der 57.
Minute erhöhe Schleindl erneut sein Tor-Konto, diesmal per Elfmeter – gar keine
so leichte Aufgabe, denn der Elfmeterpunkt liegt nicht zufällig auf eine
Rasen-Insel, sondern auf schlammigen Festland ;-) Den Schlusspunkt setzte in
der 69. Minute mit dem Tor des Tages Fritz Oberascher – ein traumhafter
Weitschuss senkte sich zum Endstand von 5:0 ins Netz.
Auch als feststehender
Meister gewinnt unsere Mannschaft also alle Spiele in beeindruckender Art und
Weise. Die Jungs um Gustl Kofler können mit einem Torverhältnis von 103:8 ins
letzte Saisonspiel, daheim gegen Nussdorf gehen und sich vielleicht der
Motivation wegen noch ein Ziel setzen: Plus 100 in der Tordifferenz – mit einem
5:0 wie heute wäre auch das geschafft. Trainer Gustl Kofler war bei diesem
Spiel übrigens nicht auf der Bank, er erholt sich noch nach einer
Kreislaufschwäche. Von den Fans wurde er mit einem Spruchband gegrüßt, beim
Saison-Ausklang inklusive Meisterfeier nächste Woche ist auch Gustl wieder
dabei – wir freuen uns.
::: 19. Mai 2007: SVAS – Perwang 6:0 (3:0)
Vor einer Woche hat
Austria Salzburg in Mattsee in Sachen Aufstieg auch rechnerisch alles klar
gemacht, sodass es beim Heimspiel gegen Perwang zum Meisterempfang kommt.
Beste Voraussetzung
für die Jubiläums-Choreographie anlässlich des 10-jährigen Bestehens der
„Violetten Teufel“, Austria-Salzburg-Fanclub mit den Ursprüngen aus
Niederösterreich. Unter dem Motto „Per aspera ad astra“, was soviel bedeutet
wie „Von den schwierigen Anfängen zu den Sternen, gestaltete der etablierte
Fanclub eine schöne, wenn auch nicht restlos gelungene Einlage zu Spielbeginn.
Dass nämlich die geballte Ladung violett-weißer Luftballons als Ganzes den
Salzburger Horizont besteigt, war so nicht geplant.
Das Spiel hatte kaum
begonnen, schon zappelte der Ball im Netz. Mario Schleindl, der Top-Goalgetter
mit Ladehemmung beim letzten Heimspiel, traf diesmal sofort. Auf dem schwierig
zu bespielenden Geläuf entwickelte sich der erwartet einseitige Spielverlauf.
Obwohl die Perwanger recht bemüht wirkten, mussten unsere Austrianer bei weitem
nicht die letzte Spritzigkeit ausgraben, um die Gäste klar abzuschießen. Am
Ende wurde es ein 6:0, wobei die Hälfte der Treffer auf das Konto unseres
Top-Scorers Mario Schleindl ging. Diesem fehlen jetzt für die Führung in der
landesweiten Torschützenliste aller Ligen nur noch 2 Treffer – dann hat er
Mustac von Bad Vigaun eingeholt. In der Kategorie „Unbezwingbare“ führt nach
wie vor unsere Abwehr um Keeper Alex Trappl.
Weitere Spannung kann
man sich auch noch holen, wenn man sich für das Torverhältnis in der
Abschluss-Tabelle interessiert. Auf die 100er-Marke der geschossenen Tore
fehlen nur noch zwei Treffer, diese dürften in den noch ausstehenden beiden
Partien wohl fallen. Bei unseren bisher nur 8 Gegentreffern wäre sogar eine
Tordifferenz + 100 möglich, ob sich das noch ausgeht – dies bleibt wohl die
spannendste Frage, die uns die Saison 2006/07 noch beantworten wird.
::: 5. Mai 2007: SVAS – Blau-Weiß Salzburg 8:0 (4:0)
Den erwartet klaren
Sieg konnte die Austria im Derby gegen Blau-Weiß einfahren. Die Gegenwehr der
Lieferinger war ohnehin nur in deren Defensive vorhanden, aber selbst dort kaum
wahrzunehmen. Es waren doch deutlich weniger Zuschauer am Platz, als zuletzt
gegen Schleedorf und Michaelbeuern – sie bekamen aber mehr Treffer zu sehen.
Wenn Sie die Zahl 8 nicht mögen, sei Ihnen geraten, aufs Weiterlesen zu
verzichten. Das Spiel endete mit 8:0 für die Austria, der Sieg hätte durchaus
auch höher ausfallen können – zum Hinspielresultat fehlte den Violetten nur ein
Treffer. 4 Spiele vor Ende der Meisterschaft steht der Austria in der Tabelle
eine Tordifferenz von 88:8 zu Buche, nachdem der Meistertitel wohl nicht mehr
zu verspielen ist kann sich die Truppe um Gustl Kofler zum Saison-Finish noch
ein neues, interessantes Ziel stecken: 100 Tore zu erzielen. Ob sich vielleicht
sogar die Differenz +100 ausgeht ... ? Nächste Woche will die Austria
jedenfalls auch rechnerisch den Aufstieg fixieren und an den neuen kleinen
Detail-Zielen arbeiten – es geht nach Mattsee. Dort wird dann Mario Schleindl
wieder ganz heiß auf seinen nächsten Saison-Treffer sein, denn
erstaunlicherweise traf unser Top-Goalgetter bei diesem Spiel nicht – obwohl er
durchspielte und der Sieg nicht allzu knapp ausgefallen ist.
Rund um dieses Spiel
wurde die Fangemeinde auch auf die Neuaufnahme des Vereinsliedes unter dem
Titel „Go-Go-Goal 2007 – Wir singen nur für Violett“ eingestimmt. Es gab in
limitierter Auflage Schals zu kaufen, die Käufer konnten sich damit einen
namentlichen Eintrag im CD-Heft sichern. Erstmals wird dieses Lied beim letzten
Heimspiel der Saison und der anschließenden Meisterfeier zu hören sein.
::: 21. April 2007: SVAS – Schleedorf 2:1 (1:1)
Man sollte ja gewisse Superlative
nicht überstrapazieren, wenn sie aber jeweils aufs Neue ihre Rechtfertigung
haben – warum nicht. Es steht der nächste Top-Schlager auf dem Programm, wieder
kommt der Tabellenzweite nach Nonntal. Anders als noch vor zwei Wochen sind es
jetzt wieder die Schleedorfer, die Austria Salzburg am dichtesten auf den
Fersen sind. Auch der Gegner von heute gehört zum elitären Kreis der ganz
wenigen Mannschaften, die der Austria in dieser Saison Punkte kosteten – in
Schleedorf gab’s im September wegen vieler vergebener Chancen der Violetten ein
torloses Remis. Die Ausgangslage ist also praktisch die selbe wie vor zwei
Wochen im Spiel gegen Michaelbeuern, damals hat die Austria ja das Beste daraus
gemacht – hoffentlich auch diesmal.
Zu Spielbeginn zeigten
die Ultras eine sehr aufwändige Choreographie. Dabei wurde ein Jägersmann mit
Waffe in der Hand dargestellt, der sein Visier auf Austrias Hindernisse der
letzten Zeit richtete. Der Abschuss wurde durch lauten Böllerknall simuliert.
Als „Hindernisse“ präsentierte man das Wappen der Dosen aus der Vorstadt, das
PSV-Logo sowie abschließend passend zum Spiel die Ortstafel „Schleedorf“. Die
Choreographie wurde bis ins Detail geplant und ausgeführt, im Hintergrund wurde
eine riesige mit Landschaft (Himmel, Berge, Wolken, ...) bemalte Fläche
angebracht. Die Fans hielten mühevoll gebastelte Bäume hoch (dem Detail zuliebe
war auch ein kleiner Waldpilz, eine Blume, ... dabei). Ein Wegweiser im Wald
zeigte: „Bundesliga 1933 km“. Darunter der Spruch zur genialen Einlage: „PUNKTEJAGD
AUF DEM WEG NACH OBEN ... WIR SCHIESSEN ALLES IN GRUND UND BODEN“
Die Zuschauerzahl
genau zu ermitteln ist derzeit ja nicht möglich, auf jeden Fall waren es wieder
annähernd so viele wie gegen Michaelbeuern – im Vierstelligen Bereich müssen
wir uns in dieser Liga sowieso für nichts mehr schämen.
Wetter passt,
Zuschauerzahl passt, Choreographie passt – alles angerichtet für den nächsten
Schlager in Nonntal. Doch bei aller Kraft, die wir Fans den violett-weißen
Hauptakteuren auch einimpfen können – das Spiel muss erst gewonnen werden. Und
tatsächlich wurde Schleedorf zum erwartet schwierigen Gegner. Die Jungs aus dem
hohen Norden des Salzburger Landes traten unerschrocken auf und kamen auch zur
ersten großen Chance in der Anfangsphase. Wenig später hatte auch die Austria
die erste gute Gelegenheit, in Führung zu gehen – der Kopfball von Würnstl
sprang noch am Feld auf und dann leider knapp über die Querlatte. Praktisch im
Gegenzug wurden dann die Schleedorfer für ihre starke Leistung belohnt, nach einem
harmlosen Freistoß kam es im Salzburger Strafraum zu einem Gestocher wo am Ende
die Austrianer das Nachsehen hatten. Weil unsere Mannschaft schon vor dem
Rückstand erkennen ließ, dass sie sich der Bedeutung und des schwierigen
Gegners bewusst ist, musste auch kein Schalter mehr umgelegt werden – die
Austrianer spielten konsequent weiter, versuchten Druck zu machen. Unter Druck
kann der Gegner Fehler machen, davon profitierten unsere Männer dann auch: Nach
einem Einwurf für Salzburg und einigen Zuordnungsfehlern in der gefährlichen
Zone vor dem Schleedorfer Tor, querte der Ball durch den Strafraum bis er
schließlich bei Mario Schleindl landete – und wenn die Kugel mal unter der
Kontrolle unseres Top-Goalgetters ist, dann kann man sich schon vorstellen wie die
Situation ausgeht: Tor, Ausgleich – 1:1.
Nach Seitenwechsel sah
man zunächst ein ähnliches Spiel wie davor, bald kam dann aber der Knackpunkt:
Nach Foulspiel sah ein Schleedorfer direkt Rot. Im Überzahlspiel dauerte es
dann nur bis zur nächsten Aktion, bis die ersehnte Führung für die
Violett-Weißen da war. Nach einem Eckball schaltete Ivan Pecaranin am
schnellsten und netzte ein – 2:1 für Austria Salzburg. Ein dritter Treffer
gelang in der letzten halben Stunde dann zwar nicht mehr, der entschlossene Drang
dazu nahm mit zunehmender Spieldauer auch ab. Gegen Ende wurde das Ergebnis
auch etwas verwaltet, allerdings ohne dass die vielen Fans zittern mussten –
auch bei Schleedorf war die Luft draußen.
Das Spiel war also
wieder ähnlich schwierig wie schon im September in Schleedorf, wobei die
Dominanz der Austria vielleicht sogar im Auswärtsspiel etwas stärker war als
bei diesem Heimsieg. Am Wichtigsten ist aber, dass diesmal der
Michael-Konsel-Verschnitt im Tor der Schleedorfer bezwungen werden konnte – wohl
einer der stärksten Keeper im Salzburger Unterhaus.
Über den Aufsteiger in
unserer Liga dürfte es spätestens nach diesem Spiel keinen Zweifel mehr geben,
es gilt aber natürlich jetzt, den ersten Meilenstein auf dem Weg zurück sicher
einzumauern. Nächste Woche soll deshalb im nächsten schwierigen Spiel der
nächste Sieg her. Gegner wird auswärts Seeham sein, im Herbst war ein Kraftakt
erforderlich um diese Truppe knapp 2:1 zu besiegen. Wenn ihnen auch diesmal ein
ähnlich gutmütiger Schiedsrichter beiseite steht, wird es für die Austria enorm
schwierig, da etwas mitzunehmen.
::: 7. April 2007: SVAS – Michaelbeuern 2:0 (1:0)
Wenn auch mit einer
mäßigen Leistung, der Pflichtsieg in Unken wurde eingefahren – somit ist alles
angerichtet für das vorentscheidende Spiel im Hinblick auf den heiß ersehnten
ersten Aufstieg in der neuen Ära der Salzburger Austria.
Gegner Michaelbeuern
hat im Winter an Qualität in der Mannschaft verloren, ist aber nach wie vor
erster Verfolger unserer Violetten im Aufstiegsrennen. Die Jungs aus dem
Grenzland zwischen Salzburg und Oberösterreich waren es auch, die unserer
Mannschaft die bisher einzige Saisonniederlage zugefügt haben – am 26. August
2006 verlor die Austria dort mit 0:1.
Diesmal freilich soll
alles anders werden, die Bezeichnung „Schlagerspiel“ ist mit Sicherheit
berechtigt – selten jedoch bringt ein solches Top-Spiel einen derartig hohen
Favoriten mit sich wie in diesem Fall die Austria. Statistisch ist es nur der
eine Fleck auf Austrias weißer Weste, den Michaelbeuern vergangenen August
verpassen konnte, der für die Gäste spricht – vom den Ansprüchen, vom Umfeld
mit den vielen Fans sind es überhaupt nur Faktoren, die für die violett-weiße
Vorentscheidung sprechen.
In den Medien wurde
von 1.800 Zuschauern bei diesem Spiel berichtet. Weil ich hier die objektive
Darstellung auch beim tiefsten Bekenntnis zur violett-weißen Religion
beibehalte, muss man dabei aber doch von einer etwas überhöhten Zahl ausgehen.
Wie dem auch sei, der klare vierstellige Bereich sollte es auf jeden Fall
gewesen sein – und für diese Spielklasse ist das ohnehin schon einzigartig
genug.
Dass es sich bei
Michaelbeuern nicht um einen derartigen Jausengegner wie etwa Trimmelkam
handeln würde, konnten uns die Gäste bald klarmachen. Dass ein Punktegewinn für
den Tabellenzweiten an diesem Tag ausgeschlossen ist, konnte die Austria den
Gästen jedoch auch bald beibringen. Trotz der härteren Nuss verloren die Jungs
von Gustl Kofler nie das Konzept und die Geduld, die Mannschaft ließ nie
locker. Und weil nicht jedes Spiel so verläuft, wie Schleedorf auswärts, war
die logische Konsequenz die Führung für Austria Salzburg – in der 35. Minute
war der Bann gebrochen und unser Top-Goalgetter Mario Schleindl netzte
wunderschön zur Führung. Michaelbeuern konnte auch nach Seitenwechsel nie
Hoffnung schöpfen, schon gar nicht in der letzten halben Stunde, denn in der
60. Minute war es abermals Mario Schleindl der traf – ermachte frühzeitig alles
klar für diejenigen, die nicht ohnehin schon siegessicher genug waren. Am
Hattrick schrammte unser Matchwinner zwar knapp vorbei, das störte aber keinen
– ausgelassener Jubel nach dem Spiel, die Spieler feierten mit den Fans und
umgekehrt. Auch Trainer Kofler genoss kurz die Euphorie vor den Fans, keiner
zweifelt am Aufstieg.
Nächste Woche muss bei
Großgmain ein weiterer Pflichtsieg eingefahren werden, dann gastiert Schleedorf
in Salzburg – der Klub, der gegen uns in der Hinrunde trotz vieler Chancen der
violett-weißen ein 0:0 erringen konnte und mittlerweile auch wieder zum engsten
Austria-Verfolger in der Tabelle herangekommen ist.
::: 24. März 2007: SVAS – Trimmelkam 7:0 (4:0)
Bis zum Matchtag hin
war nicht ganz sicher, ob die ohnehin schon sehr lange Winterpause an diesem
Samstag ein Ende finden sollte. Und das trotz des so milden Winters, ja
ausgerechnet in der Woche vor dem planmäßigen Start unserer Liga feierte die
kalte Jahreszeit doch noch ein Comeback. Während gegenüber am SAK-Platz ein
Landesliga-Spiel abgesagt wurde, gab der Schiedsrichter am Union-Platz grünes
Licht – die Austria konnte also loslegen.
Die Entscheidung, dass
gespielt wird, dürfte auch zig Fans von Borussia Dortmund sehr gefallen haben.
Von den schwarz-gelben aus dem Ruhrgebiet machte sich eine satte Abordnung auf
den Weg in die Mozartstadt, die Südtribüne der Westfalen pflegt eine
Freundschaft zu den Fans der Salzburger Austria. Insgesamt lockte dieses Match
etwa 800 Zuseher an. Vom Drumherum ist noch anzumerken, dass das violett-weiße
Merchandising auch in der untersten Spielklasse optimal funktioniert. Vom Regenschirm
über Accessoires wie Wimpel, Kugelschreiber, Buttons gibt es in Sachen
Fanartikel nicht nur die Klassiker zu kaufen, sondern auch alle Kleinigkeiten,
mit denen man sich Tag für Tag zu seinem Verein bekennen kann.
Die Frühjahrssaison
begann mit einer imposanten Choreographie, bei der das einzig traurige das
Thema selbst ist: Vergangenen November verlor die violett-weiße Fankurve einen
ihrer treusten Bestandteile. Gerhard „Gerli“ Weiß verunglückte bei der
Rückfahrt einer Fanreise nach Dortmund tödlich. Weiß auf schwarz strahlte sein
Konterfei, umgeben von etlichen Bengalischen Feuern auf den Union-Platz – im
Hintergrund Salzburgs Festung. Eindrucksvoller und würdiger hätten seine
Freunde, die Fans der Salzburger Austria, diesen Nachruf für „Gerli“ nicht
gestalten können.
Auch das Spiel begann
mit einer Trauerminute für den Verstorbenen. Die Austria legte dann so los, wie
es den Farben violett und weiß gebührt. Ein echter Express rollte auf das Tor
der Gäste zu. Der erste Treffer fiel aus einem Elfmeter, es folgten einige
schöne Kombinationen und so stand es zur Pause schon 4:0 – alles klar also. In
der 2. Halbzeit begünstigte ein weiterer Elfmeter sowie ein kurioses Eigentor
das Ausmaß unseres Sieges, der mit 7:0 sogar noch recht knapp ausgefallen ist,
wenn man sich die vielen Chancen und Stangenschüsse zu Gemüte führt. Es war
eine Demonstration der Überlegenheit unserer Austria in dieser Liga, die Gäste
hatten keine Chance.
Für Spannung waren die
Herren aus Trimmelkam also nicht zu haben an diesem Nachmittag, den im
Eintrittsgeld erwarteten Unterhaltungswert musste man aber dank des Torhüters
der Gäste auch diesmal nicht missen. Gut schulterlange, blonde Haare bei einem
Fußballer rufen natürlich sofort die kreativen Adern der Fans auf den Plan: Die
Gesänge reichten von „Du hast die Haare schön“ über „Sex mit der Blonden“ bis
„17 Jahr, blondes Haar – so stand sie im Tor“.
Mit Spruchbändern
wurde wieder aktuelles Geschehen rund um König Fußball thematisiert. Unter
anderem präsentierte man die Meinung zum Vorschlag von Innenminister Platter,
der im Rahmen der EURO 2008 eine Präventivhaft für Fußballfans durchbringen
will.
Alles in allem ein netter
Fußballnachmittag, trotz kühlen Temperaturen und teils leichten Schnürlregens –
wir sind es ja gewohnt hier in Salzburg. Nächste Woche geht es nach Unken und
schon beim nächsten Heimspiel in zwei Wochen sollte dann der wichtige
Meilenstein für den ersten Aufstieg gesetzt werden, wenn Verfolger
Michaelbeuern auf den Union-Platz muss.
::: 20. Jänner 2007 – Generalversammlung
SVAS
Rund 200
Vereinsmitglieder der Salzburger Austria in ihrer neuen, noch jungen Ära haben
sich am Samstag, 20. Jänner 2007 im Braugewölbe der Privatbrauerei Josef Sigl
in Obertrum am See eingefunden. Darunter waren rund 150 Leute mit Stimmrecht.
Die stimmberechtigten Vollmitglieder bestätigten quasi einstimmig sämtliche
Vorstandsmitglieder und Rechnungsprüfer. Aufgrund der grandiosen Arbeit im
vergangenen Vereinsjahr wäre jedes andere Abstimmungsergebnis überraschend
gewesen. Dass neben der seit Monaten erfolgreichen Kampfmannschaft auch der
Nachwuchs ein immer festerer Bestandteil im Verein wird, ist allen ein großes
Anliegen und es unterstreicht das Motto des Klubs in seiner neuen Ära ganz
deutlich: „Gemeinsam wachsen!“
Die Funktionen im SV
Austria Salzburg:
Vorstandsvorsitzender:
Mag. Moritz Grobovschek, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Mag. Dr.
Thomas Karl, Kassier: Christoph Spannberger, Kassier-Stellvertreter: Christian
Neff, Schriftführer: Volker Rechberger, Schriftführer-Stellvertreter: Alexander
Hütter, Rechnungsprüfer: Bernhard Knoll, Peter Ager
::: Die
schönsten Bilder aus dem Frühjahr 2007 :::
::: Die besten Fotos aus der Herbstsaison 2006 :::
Völliger Neustart macht den SV Austria
Salzburg eigenständig
Über die Details vom Scheitern der Kooperation
mit dem PSV wird auf dieser Homepage nur noch ein Satz verloren: Es lag wieder
einmal an grenzenloser Arroganz auf der anderen Seite, die dazu geführt hat,
dass jetzt der noch steinigere Weg von der untersten Klasse an genommen werden
muss. Man kann sich vorstellen, wie schwierig es den Verantwortlichen –
immerhin alles Vollblut-Austrianer – gefallen ist, die Entscheidung zu treffen,
Austria Salzburg in der untersten Spielklasse antreten zu lassen. Das Argument
für den Wert des Risikos sind die tollen Fans, die Lebensversicherung für die
Salzburger Austria. Der Weg nach oben ist nun also ein noch steinigerer und vor
allem längerer. Dennoch ist es ein gutes Gefühl, dass der Verein nun absolut
eigenständig ist. So startet der SV Austria Salzburg ab der kommenden Saison
2006/07 völlig neu in der 2. Klasse Nord A. Heimstätte wird vorerst der
SAK-Platz in Nonntal sein.
22. Juli 2006: Klassenunterschied – Aus
im Landescup gegen Anif
Beim ersten Anziehen
rührte sich was, der violette Motor sprang aber noch nicht an – beim zweiten
Versuch sollte es jetzt klappen mit der Rückkehr unserer Salzburger Austria.
Nachdem bei den meisten der tiefste Schock über den notwendig gewordenen
Neustart in der untersten Spielklasse überwunden ist, wird es jetzt auch Zeit, dass
der Spielbetrieb anläuft. Zwar gibt es Jahreszeiten, wo Fußball noch viel mehr
schmeckt als jetzt im Hochsommer, aber ein Violett-Weißer trägt mittlerweile
schon derart Sehnsucht nach ehrlichem Fußball in sich, dass es schon jetzt kaum
zu erwarten war.
Eine neue Heimstätte
ist gefunden, der UFC-Platz wird ab sofort Austragungsort der Heimspiele sein.
Somit ist das Salzburger Kulturviertel Nonntal mit dem violett-weißen Kick um
eine Facette reicher, es kommt die Fußballkultur dazu – die Salzburger Festspiele
haben also immer mehr zu bieten. Der Platz selbst und sein bescheidener Name
sind dabei viel weniger einzigartig, als das wirklich phantastische Umfeld und
die geniale Lage dieser Grünfläche. Umgeben von markanten städtischen Gebäuden,
einen Steinwurf von den historischen Plätzen der Salzburger Altstadt entfernt
und garniert mit einem feinen Blick zu Salzburgs Wahrzeichen Nr. 1, der
Festung, ist dieser Platz für unsere Situation als Luxus zu betrachten. Auf
einer kleinen Holztribüne an der Längsseite des Spielfeldes nehmen die treusten
Fans Platz, bei Choreographien ist die Ansicht der Faneinlage so noch
zusätzlich durch die Festung im Hintergrund aufgeputzt. Es ist doch viel
schöner, wenn ein imposanter Blick über den Platz hinaus auf die Dächer der Stadt,
auf die Kirchen und die Festung Hohensalzburg mal ein schlechtes Spiel trotzdem
zum Erlebnis machen, als wenn dafür eine Show-Einlage zur Halbzeit sorgen muss.
Apropos schlechtes
Spiel: Leider wurde uns gleich beim ersten Spiel der neuen Ära wieder gezeigt,
dass es Spiele gibt, wo man am besten nicht zu genau hinsieht. Im Landescup
gegen Landesligist Anif war man zwar Außenseiter, auf ein 0:6-Debakel hätte
aber auch nicht bald jemand gesetzt. Jeweils 3 Tore in der 1.- und 2. Halbzeit,
kaum eigene Torchancen – es roch nie nach einem knappen Spiel. Die Saison wird
zeigen, wie weit das Potenzial der momentanen Mannschaft schon reicht.
Nichtsdestotrotz: Mit dem Aufstieg in dieser Saison, weg von der letzten Liga
rechnet nach wie vor der Großteil der Violetten.
Auftakt in die Meisterschaftssaison ist
jetzt am kommenden Samstag bei Liefering. Am Freitag gibt’s dank den TGS
(Fanclub) auch ein Saison-Eröffnungsfest für die violett-weiße Fangemeinde.
2. September 2006: SV Austria Salzburg – Großgmain 11:0 (6:0)
Welch geniale
Leistungsschau unserer Austria am Samstag inmitten unserer Stadt! Gut, wir
befinden uns ganz tief unten was die Ligen betrifft, wir befinden uns dort, wo
Austria Salzburg überhaupt nicht hingehört – aber die Art und Weise, wie unsere
Jungs die deutlich höheren Ansprüche auch auf dem Spielfeld klarstellen, ist
schon faszinierend, selbst gegen den Tabellenletzten einer Liga jenseits von
gut und böse.
Der SSC Großgmain
wurde von den Violett-Weißen vorgeführt, dass es eine Freude war. Es stand noch
0:0, als die Gäste ihre einzige gute Chance im Spiel vorfanden, als dieser
Angriff überstanden war, legten die Austrianer los mit einem fulminanten
Feuerwerk in 11 Teilen. Der Mann, der aus der Kurve kam, Andi Laner, eröffnete
mit 2 Treffern den Torreigen. Der Mann des Spiels ist wieder einmal Mario
Schleindl, der sich das Gefühl des Einnetzens diesmal gar 5 mal besorgte und
auch Geburtstagskind Damir Borozni – er wird 24 – ließ sich seine Position auf
der Torschützenliste an diesem Tag mehrfach ausfertigen. Besonders
erwähnenswert ist noch der traumhafte Einstand von Jürgen Zweimüller: In seinem
ersten Meisterschaftsspiel stand er keine halbe Minute auf dem Platz, schon
meldete er sich mit einem Tor. Am Ende hieß es 11:0 (in Worten: elf zu null),
damit waren die Gäste sogar noch ganz gut bedient.
Jubel, Trubel, Heiterkeit nach Spielende
– und natürlich auch schon Vorfreude auf das Match am kommenden Samstag. Dann
geht es gegen Schleedorf, diese Truppe steht bis Samstag noch an der
Tabellenspitze. Nächste Woche muss natürlich ein für alle mal die Ordnung
wieder hergestellt werden, SV Austria Salzburg muss rauf, sonst gar niemand!
Drum in einer Woche ALLE nach Schleedorf, volle Attacke!
10. September 2006: USV Schleedorf – SV Austria Salzburg 0:0
Was für ein
Kaiserwetter an diesem für die Austria so wichtigen Sonntag in der noch jungen
Saison. Einige Kilometer nördlich der Landeshauptstadt kam es zum ersten ganz
großen Schlager in der neuen violett-weißen Ära: Gastgeber Schleedorf führt die
Tabelle an, drei Punkte dahinter – derzeit auf Platz drei – rangiert mit
Austria Salzburg der Klub mit den wohl ehrgeizigsten Zielen im Salzburger
Unterhaus. Weil das Torverhältnis bereits eine klare Sprache für die Austria
spricht, wäre Schleedorf mit einem Auswärtssieg sogar von der Tabellenspitze
abzufangen.
Gut Tausend treue Fans
wollten sehen, wie ihre Austria die Fronten an der Tabellenspitze richtet.
Somit sah sich eine ansehnliche Schar in violett-weiß in Schleedorf wieder, als
alle aus den engen Waldstraßen wieder herausgefunden haben. Erwähnenswert an
dieser Stelle vielleicht, dass auch die Heimischen ein Häuflein am Platz
hatten, das versucht hat, etwas Fans zu spielen. Insgesamt kamen laut Angaben
immerhin ca. 1300 Leute zum bescheidenen Fußballplatz zwischen den vielen
landwirtschaftlichen Grünflächen in der Umgebung. Beim Stadioneingang gab’s für
4 EUR eine nicht sonderlich edle Eintrittskarte, 3 / 4 der bedruckten Fläche
gehören der Werbung für ein Haarstudio und der Rest ist mehr oder weniger
Abriss. Dafür konnten sich die Dorfklub-Fans am Eingang gleich mit einem
grün-weißen Fanschal ihres Vereins eindecken.
Es entwickelte sich
ein rassiges, mit Leidenschaft geführtes Fußballspiel – ganz nach dem Geschmack
der Fans. Ganz? Fast! Denn eines sollte sich wie ein roter (*kotz*) Faden durch
das Match ziehen: Die miserable Chancenverwertung unserer Austria. In der
Vorwoche noch elf (!) mal genetzt, vergab man diesmal Chancen, die für den Rest
der Herbstsaison reichen könnten. Besonders in der 2. Halbzeit hat man einen
durchaus möglichen Auswärtssieg dadurch verpasst – Höhepunkt war ein Schuss an
die Innenstange sowie ein Ball an die Querlatte (letzte Aktion). Es blieb beim
torlosen Remis und obwohl man darin 2 verlorene Punkte feststellen muss, bleibt
anzumerken, dass im Finish auch Schleedorf zu einer ganz großen Konterchance
kam. Ein Unentschieden tut ob der Überlegenheit über weite Strecken des Spiels
zwar weh, ein Heimsieg wäre aber katastrophal gewesen und hätte vielleicht die
Nerven unserer Spieler für Wochen belastet.
Alles ist weiterhin fest in violetter
Hand, den selbst zur Pflicht erklärten Aufstieg zu schaffen – das Spiel der
Mannschaft verspricht momentan eigentlich nur das Beste.
16. September 2006: SV Austria
Salzburg – Seeham 2:1 (1:0)
Rupertikirtag in der
Salzburger Altstadt, Residenz- Mozartplatz & Co. gehören für einige Tage
den „Standlern“. Die grüne Wiese in der Nonntaler Josef-Preis-Allee mietet noch
diesen Herbst – so auch zu diesem Heimspiel – Austria Salzburg.
Der Gegner ist der
Tabellennachbar, Seeham gastierte in Salzburg. Von der Tausendermarke dürfte
man etwas entfernt gewesen sein, dafür gab’s diesmal wieder Tore der Austria zu
sehen.
Dass es dem ein oder
anderen an diesem Wochenende zu bunt wurde, könnte nicht nur am Rupertikirtag
liegen: Wir erwischten wieder mal einen inferioren Schiedsrichter, der ganze
drei Treffer der Violetten aberkannte – gottlob fanden zwei Tore auch ihre
Anerkennung beim Referee. Grund für die aberkannten Treffer war immer der
selbe: Abseits. Dabei ist es schon kurios, dass es sich ein Schiedsrichter ohne
jeden Gehilfen an der Linie so klar zu behaupten wagt, es sei Abseits, wenn
überall sonst nicht mal ein Schiedsrichter-Assistent die sichere Übersicht
behält. Wir werden es nicht nachweislich klarstellen können, dass es
Fehlentscheidungen waren – aber drei wegen Abseits vom Schiedsrichter ohne
Assistenten aberkannte Treffer sind bestimmt kein ausgezeichnetes Zeugnis für
des Schiedsrichters Auge, sondern viel mehr ein ganz schlechtes für dessen
Selbsteinschätzung und Charakter. Ein Schiedsrichter hat das zu pfeifen, was er
sieht – und er kann keine drei Abseitspositionen gesehen haben bei diesen
Toren, schon gar nicht kann er sich darüber sicher sein – und im Zweifel ist
mittlerweile vorgegeben, für die Mannschaft im Angriff zu entscheiden.
Um ausschließlich von
den anerkannten Treffern zu reden: Salzburg führte zur Pause 1:0, erhöhte nach
Seitenwechsel bald auf 2:0. Zum Anschlusstreffer kamen die Gäste noch, ein
Elfmeter (über den man natürlich auch streiten kann) brachte ihnen dieses
Glück. Wirklich in Gefahr kam der knappe Sieg dann aber nicht mehr, es blieb
beim hochverdienten 2:1 für Austria Salzburg gegen Seeham und den
Schiedsrichter.
Positiv anzumerken sind noch zwei Sachen:
a) Punkteverluste der Verfolger, so erreichte etwa Schleedorf auswärts nur ein
2:2. b) Stimmung – Die nicht zuletzt durch die Schiedsrichterentscheidungen
begünstigte Adrenalin-Packung ließ die Emotionen kochen. Die Atmosphäre wirkte
sehr gut, besonders erfreulich, dass sich die Stimmung wieder mehr von selbst
ergibt. Der Vorsänger muss die Stimmung wieder eher koordinieren als überhaupt
erst entfachen und das ist gut so.
24. September 2006: Blau-Weiß Salzburg – SV Austria
Salzburg 0:9 (0:5)
Zur erwartet klaren Sache wurde das kleine
Stadtderby am Rupertitag bei den Blau-Weißen in Liefering. Die hoch
favorisierte Austria legte von der ersten Sekunde an gehörig los, ein hoher
Sieg zeichnete sich schon nach wenigen Minuten ab. So wurde der Schongang noch
früh in der 1. Halbzeit gefahren, in dem es auch die gesamte 2. Hälfte
weiterging. Dennoch kamen die Violett-Weißen zu einigen weiteren Treffern, am
Ende steht ein Ergebnis, bei dem Herbert Prohaska & Co. ein Magengeschwür
bekommen – 0:9. Der violette Support musste der unpassenden Infrastruktur des
erbärmlich langweiligen Sportplatzgeländes Tribut zollen, die typische Stimmung
kam nie auf. Optisch konnte man sich aber ordentlich aus der Affäre ziehen,
über die intensive Wirkung des Rauches staunten selbst Kenner ;-)
1. Oktober 2006: SV Austria Salzburg – Mattsee 3:0 (1:0)
Wahl-Sonntag in ganz
Österreich, auf unserer ganz persönlichen Liste 1 stand aber auch diesmal
Violett – gegen Mattsee musste der nächste Heimsieg her.
Borozni war diesmal
mit seinen beiden Treffern Mann des Spiels, insgesamt schaute ein 3:0 heraus –
es hätte durchaus auch öfter klingeln können im Kasten der Gäste.
Eine schöne Choreographie gab’s zu
Spielbeginn am Fuße des Mönchsbergs zu bestaunen, als die „Violetten Teufel“
den österreichischen Ausnahme-Musiker „Falco“ mit dem Titel eines seiner
größten Hits zitierten: „Out of the dark, into the light“, nach dieser Devise
arbeiten sich unsere Kicker jetzt und hoffentlich auch konstant in den
kommenden Jahren wieder zurück nach oben.
11. Oktober 2006: Länderspiel ::: Österreich – Schweiz 2:1 (2:0)
Erstmals gibt’s jetzt
hier also auch einen kleinen Bericht über ein Länderspiel. Die Österreichische
Fußball-Nationalmannschaft absolvierte am Mittwoch am Innsbrucker Tivoli Neu
ein freundschaftliches Länderspiel gegen die Eidgenossen aus der Schweiz. Somit
standen sich die beiden Gastgeberländer der EURO 2008 im direkten Duell
gegenüber. Dass die Schweizer im Hinblick auf das bevorstehende Großereignis
ungleich weiter sind, steht außer Zweifel und insofern waren sie als
WM-Teilnehmer 2006 bei diesem Spiel auch Favorit.
Österreich spielte
allerdings in der 1. Halbzeit guten Fußball, kam durch einen billigen Elfmeter
auch zur Führung. So war erst das schön herausgespielte Tor zum 2:0 der
verdiente Lohn eines guten Spiels. Nicht minder verdient war aber auch der
Anschlusstreffer der Schweiz in der 2. Halbzeit, Österreich hat genauso stark
nachgelassen wie begonnen. Im Finish hatten die Schweizer ihre besten Chancen,
dass es beim Heimsieg Österreichs blieb verdankt die Truppe um Hickersberger
doch auch einer großen Portion Glück. Im Zuge der Umbauarbeiten am Tivoli Neu
für die Europameisterschaft hatten bei diesem Spiel nur 11.000 Leute Platz.
Dennoch war es erstaunlich, dass tatsächlich alle Karten weggingen. In der Verfassung
der letzten Wochen hat das Nationalteam eigentlich nicht mal einen
ausverkauften Dorfplatz verdient. Als Patriot und stolzer Nationalbürger sollte
man immer für Österreich sein. Ob man gleichzeitig auch unbedingt für den ÖFB
sein muss, kann man aber durchaus hinterfragen. Die Stimmung hielt sich
jedenfalls trotz des 2:1-Sieges unter den wahren Fans in Grenzen.
Weil der ÖFB aber
stets selbst um die bestmögliche Stimmung nach außen hin bemüht ist und auch
die Medien dem Verband um Friedrich Stickler in dieser Hinsicht viel zu viel
entgegenkommen, ist die Österreichische Fußballwelt wieder voll in Ordnung.
Immerhin konnte eine nicht für möglich gehaltene Steigerung zum
Liechtenstein-Match bejubelt werden, wir werden Europameister beim Turnier mit
dem geilsten Maskottchen aller Zeiten.
Fazit: Selbst als nicht allzu großer Fan
der Volksmusik bleibt bei 12 Euro Eintritt für Grundwehrdiener der Auftritt des
Tiroler Echos als Highlight in Erinnerung.
13. Oktober 2006: Seekirchen 1b – SV Austria Salzburg 0:2 (0:1)
Am Tag des
Aberglaubens hatte unsere Salzburger Austria auswärts bei Seekirchen ein
prognostiziert richtungsweisendes Spiel zu bestreiten. Doch es war wohl weniger
der Freitag, der 13. als vielmehr ein sportlich ungutes Gefühl einiger
Salzburger Fans, das die gewisse Skepsis vor diesem Duell aufkommen ließ.
Gründe dafür: Mit Damir Borozni fehlt uns ein ganz starkes Glied in unseren
Reihen ab diesem Spiel leider für längere Zeit. Dazu war auch Mario Schleindl
zuletzt nicht mehr ganz so gut bei Schuss wie er es zu Beginn der Saison schon
war. Dazu drohte vom Gegner extra für dieses Spiel mehr Qualität
entgegenzukommen, da könnte doch die Seekirchner 1b gleich mal zu einer ersten
Mannschaft aufgewertet werden und die besten Kicker der Seekirchner sind einige
Ligen höher angesiedelt.
Schätzungsweise etwa
1000 Zuschauer waren bei einem äußerst sehenswerten Fußballspiel dabei.
Spielbeginn war 19:00 Uhr, das bedeutete endlich wieder einmal Flutlicht. Das
ist für die Salzburger Anhänger natürlich wie eine traumhafte Auflage, richtig
Gas zu geben. Vorweg: Die Auflage wurde perfekt ausgenützt. Als die Jungs auf
den Platz kamen mussten sie einfach wissen, welch Ehre es für sie ist, das
violett-weiße Trikot anhaben zu dürfen und nicht dieses rot-weiße der Gastgeber.
Eine Pyro-Show der Extraklasse zierte den Auftakt zu diesem Spiel – und sie war
nur für Austria Salzburg bestimmt. Tatsächlich taten die Spieler ihre
Schuldigkeit wieder einmal, sie kämpften was das Zeug hielt. Das war ob der
guten Einstellung der Heimischen und deren Kampfgeist auch nötig. Die Austria
ließ mit dem Kämpfen nie locker, die Mannschaft hat sich nie auf die
spielerischen Vorteile verlassen. Diese gingen trotz des Einsatzes nicht
verloren und so war es ausgerechnet Mario Schleindl, spielerisch einer der
stärksten, der nach einer guten halben Stunde die verdiente Führung für die
Salzburger besorgte – Pausenstand 0:1, die Austria war schon mal voran.
Pyro-Show der Extraklasse die Zweite machte den Auftakt zur 2. Halbzeit, jetzt
waren römische Lichter dran. Schön waren sie, stimmungsvoll – wenn auch von
einigen dann etwas übertrieben. Jedenfalls scheint das grundsätzliche
Verständnis für derartiges mal da zu sein, primär will ja jeder Stimmung haben.
Die Stimmbänder vieler auf der Tribüne von Violett-Weiß wurden bis ausgereizt
bis es nicht mehr ging, die Anfeuerungen waren lautstark wie lange nicht. Es
wurde eingeheizt wie es nur ging, eine orange Rauchbombe wollte minutenlang
nicht ausgehen. Spätestens nach dem Eigentor Seekirchens in der 50. Minute zur
2:0-Führung der Austria war die Euphorie nicht mehr zu überbieten. Bengalische
Feuer gemischt mit Wunderkerzen brannten weiter, die Gesänge blieben konstant
laut und die totale Emotion schwand einfach nie. Es gab noch einige Chancen auf
beiden Seiten, die größeren für Salzburg – Tore fielen keine mehr, wir waren
hochzufrieden mit diesem deutlichen und verdienten Auswärtssieg.
Nach dem Spiel wurden die Spieler noch
gefeiert, Ausgelassenheit pur am Spielfeld wie auf der Tribüne. Es sind
bestimmt viele gewesen, die Tags darauf vielleicht alles hatten – aber nicht
ihre Stimme. So ein glanzvoller Abend motiviert einfach, das ganze noch in eine
magische Nacht übergehen zu lassen. Allen, die nicht dabei waren kann an dieser
Stelle auf zynische Weise herzlich gratuliert werden, man könnte sich wohl in
den Allerwertesten beißen, oder? Die Statistik hat schon recht: An einem
Freitag, den 13. passiert tatsächlich nicht mehr, als an jedem anderen Tag
auch. Den nächsten Freitag den 13. gibt es übrigens im April 2007, vielleicht
kann man ja schon jetzt beim SSC Großgmain um eine Austragung an diesem
Wochenende schon am Freitagabend bitten. Abschließend noch eine weitere gute
Nachricht: Schleedorf kam in Unken über ein torloses Remis nicht hinaus. Die
Jungs ganz vom Norden unseres Bundeslandes finden sich somit endlich dort, wo
sie hingehören – hinter Austria Salzburg. Dazu haben sie nächste Woche noch die
dankbare Aufgabe, Michaelbeuern zu empfangen und mit einem Erfolg unserer
Austria den Weg an die Tabellenspitze zu ebnen. Richten es uns die Schleedorfer
nicht, dann richten wir es uns eben etwas später selbst.
22. Oktober 2006: Nussdorf – SV Austria Salzburg 0:1 (0:0)
Was für ein Herbsttag:
Traumhaftes Wetter und Austria Salzburg kann mit einem Sieg in Nussdorf endlich
und gerade rechtzeitig zum Herbstmeistertitel wieder Tabellenführer werden. Da
müsste man sich ja eigentlich auf einen extrem starken Nachmittag der violetten
Fangemeinde freuen können. Mehr noch, wenn man an das Spiel des vergangenen
Wochenendes in Seekirchen denkt. Leider weit gefehlt, die Stimmung war –
verglichen mit jener der Vorwoche wie Tag und Nacht, wobei selbstverständlich
das Spiel vom 13. Oktober unter dunklem Horizont das Gute war. Besonders
bedenklich dabei ist, dass nicht nur keine Stimmung aufkommen wollte, sondern
dann anfangs lange Zeit nicht mal versucht wurde, dass die Anhängerschaft
Vollgas gibt. Als man es später doch versuchte, haben viele das Spiel bereits
als stimmungsmäßigen Flop abgehakt und sich mit zusehen begnügt.
Auch das Spiel blieb
vieles schuldig, es war nicht schön anzusehen. Nussdorfs Angriff musste man
nicht fürchten, allerdings tat sich die Austria schon dabei schwer, überhaupt
in die Gefahrenzone zu kommen. War man dann doch mal tief in der gegnerischen
Hälfte angesiedelt, so fehlte die letzte Spritzigkeit und die entscheidende
Durchschlagskraft – auch Schusspositionen aus der 2. Reihe fanden sich selten
vor. Das 0:0 zur Pause konnte man gerade mal noch abhaken, aber als man
allmählich feststellen musste, dass sich auch in der 2. Halbzeit kaum etwas am
dahinplätschernden Spiel änderte, konnte man schon ganz schön nervös werden –
schließlich musste für die Tabellenführung und den Herbstmeister unbedingt ein
Sieg her. Erst in der 79. Minute erlöste uns Kapitän Wolfgang Würnstl mit
seinem goldenen Kopfballtor zur Führung und somit zum knappen Sieg. Das war zu
einem Zeitpunkt, als die Nussdorfer längst erkannt haben, dass sie gute Karten
haben, an diesem Tag ungeschlagen davonzukommen. Es war also ein extrem
kritisches Spiel, indem die Austria aufgrund des Spielverlaufs nicht unbedingt
mit einem vollen Erfolg aussteigen hätte müssen. Das Spiel gehört abgehakt und
es kann auch abgehakt werden, nachdem wir gewonnen haben hinterlässt uns diese
Partie keinerlei Probleme.
Die Spieler müssen ans nächste Match
denken, den Fans kann aber angeraten werden, noch einmal drüber nachzudenken:
Wie hätten wir uns alle in den Arsch gebissen, wäre das Tor kurz vor Schluss
nicht mehr gefallen? Hätten wir nicht das Gefühl gehabt, irgendwas unversucht
gelassen zu haben durch unseren fehlenden Support? Ich glaube, ein 0:0 hätte
uns in einer ähnlichen weise angezipft, wie einen Stürmer, der einige
hundertprozentige Torchancen auf den Sieg vergeben hat – und wir wären selbst
schuld gewesen. Auch im Wissen, dass kein halber LKW an Pyromaterial da ist,
könnte man der Austria und uns allen zuliebe versuchen, Vollgas zu geben. Das
Vergnügen ist dadurch noch immer gestiegen, schließlich sind wir ja nicht beim
Match um uns anderswo statt zu Hause zu fadisieren, sondern um dort was zu
erleben.
28. Oktober 2006: SV Austria Salzburg – Liefering 3:0 (1:0)
Vielleicht zum letzten
mal mobilisierten sich die wahren Fans von Austria Salzburg zu einem Heimspiel
in der Nonntaler UFC-Anlage. Eine andere Heimstätte ist zwar noch nicht
gefunden, vieles deutet aber derzeit auf ein Verlassen dieses Sportplatzes hin.
Falls es so wäre, dem Rasen und der Infrastruktur würde wohl kaum jemand
nachtrauern. Andererseits gibt man sich ja stolz als Stadtverein aus und dazu
ein so passendes Hintergrund-Panorama für Choreographien zu finden wie jenes
hier mit der Festung Hohensalzburg, das wird doch sehr schwierig.
Die Fans jedenfalls
legten sich noch einmal mächtig ins Zeug für dieses Spiel, nicht nur die
Choreographie zu Beginn, „Stadtclub“, wusste obwohl nicht perfekt zu gefallen,
auch akustisch hatte die Kurve zum Verein einiges drauf an diesem Tag. Das
Spiel passte sich dem an, es kam zum erwartet klaren Sieg. Dabei war das 3:0 ob
des Spielverlaufs noch bescheiden, Oliver Trappl, der mit dem letzten Treffer
das schönste Tor des Tages machte, hätte durchaus noch öfter zuschlagen können,
einmal scheiterte er etwa an der Stange. Ach ja, und ein Schmankerl noch: Die
Austria hat diesmal einen anerkannten Treffer mehr gemacht als wegen Abseits
nicht anerkannte Treffer. Zweimal wurde die Anerkennung verwehrt, 3 Treffer
zählten. Unglaublich, wie uns dieses Phänomen in diesem Herbst verfolgt.
Dieses Match war auch
das Spiel des Dankesagens: Danke von den Fans an die Mannschaft, die unseren
Plan erst umsetzten kann und dies hervorragend macht. Nicht nur das tolle Spiel
sondern auch die so wichtige Identifikation klappen ausgezeichnet, dafür gab es
super Stimmung. Verein und Mannschaft dankten ihrerseits zurück, die
angefertigten Spruchbänder unterstrichen das gemeinsame Denken auf unserem Weg.
Die Kinder, violett-weiße Fußballer jüngster Sorte, wurden wohlwollend und mit
dem ein oder anderen amüsierten Schmunzler wahrgenommen, dass aber der violette
Weg in Salzburg dadurch längerfristig gesichert sein dürfte, muss das
wichtigste sein und das sollten wir immer fördern.
Weil Michaelbeuern patzte, ist jetzt
Schleedorf wieder unser erster Verfolger – in den letzten Wochen ist aber doch
einiges für die Austria gelaufen, der Herbstmeister hat sehr gute Karten, den
Aufstieg bald klarzumachen.
::: Die besten Fotos aus der Herbstsaison 2006 :::
SV
Austria Salzburg im Frühjahr 2006
Foto-Gallery Frühjahr 2006 in Violett-Weiß
1. Juni 2006: Außerordentliche Generalversammlung des PSV
SW
Eine kuriose und
unerwartet wenig aufschlussreiche Angelegenheit war die außerordentliche Generalversammlung
des PSV Schwarz-Weiß am Donnerstagabend im Vereinsgebäude des PSV. Der SV
Austria Salzburg kündigte einen wichtigen Abend für die violette Zukunft an,
rief alle kräftig auf, zur Stimmabgabe zu erscheinen. Viele folgten dem Ruf,
viele weitere machten sich die Mühe und erteilten Vollmachten zur Stimmabgabe.
Vor Ort stellte sich
dann bald heraus, dass wohl alle Mühen umsonst gewesen sein dürften. Die
violette Stimmgewalt blieb ausgesperrt, man konnte nur durch ein kleines
Fenster zuschauen und sich dann informieren, wie es gelaufen ist. Die einzige
Vertretung für unser Anliegen waren die Spieler, sie wollten natürlich Violette
sein – aber das war doch entscheidend zu wenig. Den Violetten blieb nur eine
Diskussion mit einem Rechtsanwalt, am Abend schien es eine klare Sache für
einen Einspruch zu sein, offenbar leichtes Spiel am Rechtsweg. Der Verein wurde
in PSV Salzburg (ohne „Schwarz-Weiß“) umbenannt, es gibt nichts aufregendes aus
Violett-Weißer Sicht zu berichten. Über denn Sinn, jetzt auch noch den zeitlich
mühevollen Rechtsweg zu beschreiten wurde am Donnerstag noch bis zum Erbrechen
diskutiert, alle anderen Wege würden wohl über einen völligen Neustart in der
2. Klasse Nord führen. Mittlerweile wird aber auch schon diskutiert, ob denn Violett-Weiß
wirklich im Recht ist oder ob nicht etwa eine gewisse Einreichungsfrist für ein
Papier versäumt wurde. Wie auch immer, außenstehenden, seien sie auch noch so
interessiert, fehlt jegliche Klarheit. Diese wurde seitens der Austria für 10.
Juni versprochen. An diesem Tag soll ja bekanntlich das letzte Saisonspiel
gegen Schwarzach stattfinden. Ob dieses Spiel überhaupt stattfindet, ob es am
Frohnburgweg stattfindet und ob die Heimmannschaft aus unserer Sicht noch
unbedingt gewissen muss ... Wir wissen es selbst nicht.
26. Mai 2006: Anif – PSV / SV
Austria Salzburg 4:0 (1:0)
In kritische Gesichter
blickte man am Freitag in Anif, wenn man sich nach der Laune der Violett-Weißen
Fangemeinde umschauen wollte. Allen war klar, dass es mit einer Niederlage in
diesem Spiel schon so gut wie gelaufen sein könnte im Kampf gegen den Abstieg.
Noch dazu waren ja die Aussichten auf einen Punktezuwachs nicht die besten,
warum sollte auch ausgerechnet auswärts beim Spitzenteam Anif was erreicht
werden. Ob Abstieg oder Nicht-Abstieg, die Zukunft wird sich auch bei der
Generalversammlung am 1. Juni entscheiden – keine Klarheit also in den Seelen
der treuen Fans.
Die für den
Freitagtermin doch recht zahlreich angereisten Fans der Austria zeigten auf all
die ungewissen Umstände eine Trotzreaktion, machten gehörig Stimmung. Bei
Spielbeginn gab’s die erste Pyro-Aktion in der neuen Ära der Violetten, es kam
wunderschön rüber. Dann folgte die stimmungsmäßig beste 1. Halbzeit seit
langem, der Rest ist ein Produkt des Spielverlaufs.
Lange konnten die
Violetten am Spielfeld gut mithalten, hatten sogar selbst einige Chancen (u.a.
auch Lattenpech). Kurz vor der Pause nahm dann alles wieder seinen gewohnten
Lauf: Es gab Elfmeter für Anif, wie alle im Fußball natürlich umstritten – Tor,
1:0 für die Hausherren, die eigentlich keine Hausherren waren – am Feld nicht,
auf den Rängen nicht. Bei einer strittigen Situation im anderen Strafraum
ebenfalls noch vor der Pause hätten die Fans der Austria auch gerne Elfmeter
gehabt, den gab’s nicht und damit war es mit der Ruhe um den Unparteiischen
auch schon vorbei. Es war kein leichtes Unterfangen, beim Abtritt des
Schiedsrichters zur Halbzeit in die Kabinen, die erzürnten Fans zu beruhigen.
Nach der Pause war es dann die erwartet klare Sache für Anif, das 2:0 ließ
nicht lange auch sich warten. Dazu kam dann noch ein Ausschluss eines Violetten
und gegen zehn Austrianer war es für die heimischen dann leicht, ein weiteres
Tor zu machen. Dann vergaben die Favoriten noch etliche Großchancen, ehe ganz zum
Schluss mit dem 4:0 der Endstand hergestellt wurde.
Ganz düster sah die
Situation nach dem Spiel aus, alles rechnete mit dem Abstieg. Doch die anderen
Resultate machen jetzt noch mal Hoffnung. So hätte man jetzt mit einem Sieg
daheim gegen Schlusslicht Schwarzach doch noch gute Karten, in der Klasse zu
bleiben. Bevor es zu diesem Spiel kommt, wird aber schon mit großer Spannung
die außerordentliche Generalversammlung des PSV erwartet. Am Donnerstag, 1.
Juni 2006 werden wir wohl schlauer und können uns ein besseres Bild von der
Zukunft unseres Klubs machen. Wie auch immer, SV Austria Salzburg wollen wir
immer und überall bestens vertreten. Auf geht’s Violette!
20. Mai 2006: PSV / Austria Salzburg – Grödig 0:3 (0:0)
Leider gelang es vor
einer Woche nicht, sich vor den schwierigen Spielen gegen die Tabellenleader
etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Man war knapp dran, aus St. Johann
zählbares zu entführen, doch weil der Elfmeter kurz vor Schluss nur an die
Stange ging und weil dann sogar noch der späte Siegestreffer für die Pongauer
fiel, stehen die Violetten ausgerechnet jetzt unter Zugzwang. Normalerweise
kann man locker aufspielen, wenn es gegen hohe Favoriten geht, die Truppe um
Milan Pavlovic verspürt aber gerade jetzt einen immensen Druck.
Teil 1 der beiden
Monsterwochen konnte man wenigstens noch auf eigener Anlage austragen, wo sich
wieder gut 1000 Zuschauer die Partie ansehen wollten. Ganz erfreulich war, dass
Hans-Gerd Schildt, einst Idol in Reihen der Salzburger Austria trotz langer Anreise
den Weg fand, um als violette Legende den Ehrenanstoß für dieses Spiel
vorzunehmen. Otto Konrad ist bei weitem nicht der einzige frühere Aktive, der
„seine“ Austria für immer im Herzen behält.
Den Violetten gelang
es in der 1. Halbzeit gut, das Spiel ausgeglichen zu halten. Eigene Chancen
waren zwar rar, aber zugelassen wurde auch nicht viel. Pausenstand war torlos,
0:0. Dann kam es leider wieder zum Szenario wie gehabt: Die Kräfte ließen
allmählich nach und der Gegner kam besser ins Spiel. Natürlich lässt sich bei
so einer Einladung ein Spitzenteam der Tabelle nicht zweimal bitten – 1, 2 und
3 ... Gegentore in der 2. Halbzeit erhalten, Spiel doch verloren. Die Stimmung
war phasenweise sehr gut, erstmals gab’s Niederschlag bei einem Spiel am
Frohnburgweg – doch der Regen hat sich als stimmungsfördernd erwiesen. Mit den
Gegentoren sank der Lärmpegel immer mehr, bis nach dem 0:3 Friedhofsstille
einkehrte.
Fazit: Wieder nix, für
nächste Woche sind die Hoffnungen nicht größer.
13. Mai 2006: St. Johann – PSV /
Austria Salzburg 1:0 (0:0)
Bevor es in den
nächsten Wochen gegen die Mannschaften an der Tabellenspitze geht und
vielleicht eine zweiwöchige „Punkte-Sperre“ zu befürchten ist, muss die Austria
an diesem Wochenende in den Pongau zum Auswärtsspiel in St. Johann. Dass dort
Punkte eingefahren werden können, erscheint doch als wahrscheinlicher als ein
Zuwachs in den nächsten Wochen – über die Bedeutung dieses Spiels muss somit
kein Wort mehr verloren werden.
Es entwickelte sich
rasch ein intensives Fußballspiel, beide Mannschaften zeigten klaren
Siegeswillen. In der ersten Halbzeit war die Austria dem Torerfolg näher,
Aluminium rettete für die Pongauer ein gerechtes 0:0 zur Pause. Als in der 2.
Halbzeit regen einsetzte wurde das Geschehen am Feld auch immer
leidenschaftlicher, die offiziell 1020 Zuschauer gingen voll mit. Kurz vor
Schluss machte sich die überwiegende Mehrheit von ihnen schon mal bereit zum
ausgelassenen Tor- und Siegesjubel, 5 Minuten vor Schluss gab es Elfmeter für
Austria Salzburg. Doch leider knallte Kapitän Milan Pavlovic seinen Schuss nur
an die Stange. Echte Experten wissen, dass es da eigentlich nicht bei 0:0
bleiben kann. Ich erspare mir die ewige Weisheit des Fußballs, die ob
Auffrischungen auch nie abgedroschen sein wird, erwähne aber kurz, dass Saller
in der 88. Minute der Siegestreffer für St. Johann gelang.
Dem Schiedsrichter
wurde von den Violetten Fans spontan mal Schuld zugeschoben, wohl eine der
weniger rühmlichen Taten in dieser sonst tollen Frühjahrssaison. Ein Feuerzeug
flog ebenso von den Rängen, statt des Ziels Schiedsrichter fiel es einem
unserer eigenen Spieler auf den Kopf. Die Vorfälle seien nur erwähnt, es gehört
aber dazugesagt, dass dies Dinge sind, die einfach passieren in der Masse und
dass so Sachen auch im Zivilleben nicht derart hochgespult werden. Wenn einige
Neider meinen, sie müssen so etwas jetzt als „endgültiges Ende der Violetten“
anpreisen, dann haben wir mit dem nächsten Spiel auch schon das Gegenteil
bewiesen.
Ein Lob an die
Organisatoren, Verpflegung war super – sogar die Musikauswahl traf sehr den
Violetten Geschmack, es wurden Lieder aus den besten Zeiten der Salzburger
Austria gespielt, nicht förderlich für ein Auswärtsspiel-Gefühl, aber doch sehr
angenehm. Wir hätten allerdings auch nicht randaliert, wäre die Vereinshymne
von St. Johann gekommen ;-)
6. Mai 2006: PSV / Austria
Salzburg – Strasswalchen 1:0 (0:0)
Am Tag, als in
Österreich und Deutschland die endgültigen Meisterschafts-Entscheidungen
gefallen sind, sollte sich Austria Salzburg mit einem Heimsieg gegen
Strasswalchen wieder ein Stück aus dem Abstiegssumpf herausziehen. Mit einem
schwierigen Unterfangen musste man rechnen, immerhin haben die Gäste ein paar
Pünktchen mehr auf dem Konto als die Violetten.
Obwohl auch Spiel 4
der Salzburger Austria am Frohnburgweg nicht den ersten Regentropfen brachte,
sinkt die Zuseherzahl stetig weiter. Zwar spricht die offizielle Homepage
(sv-austria.at) immer noch von 1100, aber es ist offensichtlich, dass es doch
weniger werden. Sollte sich die Zahl in dieser Liga bei einem
1000er-Durchschnitt einpendeln, ist das ganze ja noch in Ordnung.
Das Spiel war dem
letzten Heimspiel gegen Saalfelden sehr ähnlich, vielleicht mit etwas weniger
Intensität und mit einer etwas entspannteren Ausgangslage des Gegners. Aber es
war wieder enorm kampfbetont. Tore ließen zunächst auf sich warten, die
Violetten hatten bei einem Freistoß in der 1. Halbzeit großes Glück, der
unterste Teil der Unterkante konnte gerade noch retten. Als gegen Ende alles
schon mit einem torlosen Remis rechnete, schrieb das Spiel erst das prägende
Kapitel seiner Geschichte: In der 90. Minute kam noch eine Flanke in den
Strafraum und ausgerechnet der eingewechselte und ganz junge (BJ 1988) Xandi
Seywald sorgte dafür, dass der Ball im Tor landete. Vom Sieg in letzter Sekunde
war allerdings nicht zu sprechen, der Referee kam erst jetzt so richtig in
Laune – Schluss war dann erst nach 5 Minuten Nachspielzeit. Ob das Spiel
annähernd so lange gedauert hätte, wenn das 1:0 nicht mehr gefallen wäre? Auf
die interessantesten Fragen ist es oft unmöglich, die Antwort zu bekommen.
Wäre die Situation zum
späten Siegestreffer nicht gewesen – immerhin war es ja nicht so zwingend, dass
es in der Luft gehangen wäre – so hätten die Leute wohl mit ganz anderen
Gesichtern den Platz am Frohnburgweg verlassen. So herrschte natürlich Jubel,
Trubel, Heiterkeit. Nach der Welle legte „Zacherl“ Jelecevic noch eine
Sonderschicht beim Feiern mit den Fans ein – sehenswert wie immer. Im
Abstiegskampf ist weiterhin alles möglich, der Sieg in diesem Spiel war
jedenfalls wieder absolute Notwendigkeit – man muss jetzt alles ernten, was es
irgendwie zu holen gibt. Nächste Gelegenheit dazu in einer Woche auswärts bei
St. Johann, einem angeblich total rot „verbullten“ Dorf im Pongau.
1. Mai 2006: PSV / Austria Salzburg – SG Saalfelden 1:1 (1:1)
Mit 37 Tagen
Verspätung fand am Montag das Match gegen die Spielgemeinschaft Saalfelden
statt. Was eigentlich am 25. März über die Bühne gehen hätte sollen, wurde
sinngemäß Inhalt vom Tag der Arbeit – Staatsfeiertag am 1. Mai. Die Lage im
Abstiegskampf hat sich in diesen 37 Tagen keineswegs entspannt, im Gegenteil:
Jetzt ist dieses Spiel gegen Saalfelden mehr denn je als Endspiel im Kampf um
den Klassenerhalt anzusehen. Einmal mehr verwöhnte uns am Frohnburgweg das
Wetter, warum hätte es auch ausgerechnet am Feiertag anders sein sollen.
Allmählich dürften solche Bedingungen allerdings notwendig werden, um die
1000er-Marke bei den Zuseherzahlen zu erreichen, bei diesem Heimspiel kam man nur
knapp auf die vierstellige Zahl.
Es war aber einiges
geboten. Zu Spielbeginn gab es eine umfassende Choreographie, der Tag der
Arbeit wollte wörtlich genommen werden – jeder sollte eingestellt werden, sein
bestes für unseren Verein zu geben. Die Devise war klar, voller Einsatz für 3
wichtige Punkte. Die Spieler haben den Kampf angenommen, weil auch die
Pinzgauer mitmachen wollten, entwickelte sich ein sehr intensives Fußballspiel.
Das Spiel der Saalfeldener am Samstag musste abgesagt werden, somit trafen die
Violetten auf eine bestens ausgeruhte Truppe. Der Wille unserer Austrianer war
aber größer, für uns alle den Sieg einzuspielen – das merkte man in allen
Phasen des Spiels. Am deutlichsten wurde das in der 31. Minute gezeigt,
Jelecevic besorgte die Führung. Verdient wie die Führung war dann kurz vor der
Pause aber auch der Ausgleich für Saalfelden, ein Freistoß-Hammer von Kapitän
Brüll brachte uns um die Führung. Nach Seitenwechsel nahm die Intensität des
Spiels noch weiter zu, durch sehr viel Einsatz neutralisierten sich beide
Mannschaften auf einem für Abstiegskampf der Landesliga recht hohen Niveau. Die
Fans am Erdwall gingen voll mit, es gab wieder vieles am Spielfeld, was nicht
so ganz nach dem Geschmack von Violett-Weiß abgelaufen ist. Obwohl es diesmal
keinen Elfmeter gegen uns gab bleibt festzustellen, dass wohl eher man ein
nervöser Ronaldinho am Frohnburgweg aufläuft, als dass irgendwann mal ein
Heim-Schiri bei uns antanzt. Um sich nichts nachsagen lassen zu müssen, pfeifen
die Herren wohl eher gegen uns. Möglich, dass bei gerechterer Auslegung von
kleinen Freistoßentscheidungen oder auch bei Abseits ein besserer Spielfluss
der Violetten im Angriff entstanden wäre. Es nagt doch an den Nerven der Jungen
Kicker, wenn sie bei jedem Kuschelansatz im Zweikampf zurückgepfiffen werden
oder wenn einfach alles Abseits ist. Die Emotionen gingen noch einmal
ordentlich hoch, als es zu einer strittigen Entscheidung vor dem Erdwall kam,
der schon in die violette Ungnade gefallene Saalfelden-Kapitän Robert Brüll sah
ein Feuerzeug neben sich, knallte dieses wuchtig zurück in den Fanblock. Da hat
sich der coole, starke und so tolle Robert, der bei Saalfelden alle Zepter in
der Hand hat aber ganz schön leicht provozieren lassen. Im Übrigen zeigten sich
die Pinzgauer durchwegs als eine eher unsympathische Truppe, für den ersten
Eindruck gibt es keine zweite Chance. Aber wollen wir uns darüber nicht
beklagen. Vor kurzem waren es noch Kollmann und Dospel, früher mal ein Ogris
oder ein Kühbauer – und irgendwie sind uns diese Typen ja richtig abgegangen in
den letzten Monaten. Kommerztypen wie die Fußball-Verräter in der Vorstadt sind
einfach nicht so kultige Hass-Objekte wie gestandene Fußballer, denen auch bald
mal was anzulasten ist. Es blieb beim 1:1 und sehr geehrter Herr Präsident
Strasser, das Feuerzeug am Spielfeld verzeihen sie uns – so was kann man schon
mal als Trinkgeld für grandiose Unterstützung der Mannschaft verkraften.
Im Abstiegskampf somit
nichts Neues, es bleibt spannend. Im Nachhinein noch eine sehr erfreuliche
Meldung: Saalfelden kam im Nachtrag gegen den abgeschlagen Letzten, Schwarzach,
über ein Remis nicht hinaus. Es dürfte also wenigstens das Spiel gegen uns die
Saalfeldner müde genug gemacht haben, dass sie den Pflichtsieg nicht einfahren.
So relativiert sich einiges im Leben und im Fußball. Am Samstag geht es weiter,
Strasswalchen kommt an den Frohnburgweg – und hoffentlich viele, viele
Violette.
29. April 2006: Oberndorfer SK – PSV / SV Austria
Salzburg 2:3 (2:1)
Was für ein schönes
Frühlinswochenende könnte das sein, was für ein langes noch dazu mit dem
Staatsfeiertag am Montag. Was für ein trostloses Wochenende könnte das aber
auch sein, bei so unwirtlichem Wetter am Samstag – Regen, in Gebirgsgauen sogar
Schnee bis ins Tal. Zwei Varianten für dieses Wochenende und schon am Sonntag
kann man sagen, dass Austria Salzburg wieder einmal der Faktor war, der alles
in die bessere Richtung gelenkt hat.
Für Samstag stand ein
sogenanntes Auswärtsspiel am Programm. Es ging aber nicht weit weg, Oberndorf
bei Salzburg war das Ziel. Grundsätzlich sind solche Trips bei Schönwetter
angenehmer, passt das Spiel, kann es aber gerade bei Regen zum unvergesslichen
Erlebnis werden. 750 Zuseher waren am Fußballplatz im Oberndorf, fast alle
wollten natürlich Zeugen eines Auswärtssieges werden.
Danach sah es aber
anfangs überhaupt nicht aus. Natürlich waren die Hausherren Favorit, aber dass
sie durch einen Angriff nach so einfachem Strickmuster wie beim 1:0 zur Führung
kommen, hätten sie sich wahrscheinlich selbst nicht gedacht – 6 Minuten waren
da gespielt. Im Lebensmittelhandel längst obligat gab’s auch unsererseits
diesmal eine Aktion „1 plus 1 gratis“, so unterlief Keeper „Sini“ einen
anspringenden Ball, der kullerte dann 4 Minuten nach dem Führungstreffer gleich
zum zweiten mal ins Netz – 2:0 nach nur 10 Minuten, war’s das? Man konnte
nichts anderes annehmen, zumal beinahe noch das 3:0 gefallen wäre. Aber Fußball
wäre nicht Fußball, würde alles nach vorgezeichnetem Muster ablaufen. So keimte
schon in der 18. Minute plötzlich wieder Hoffnung auf, als Luka Kovacic den
Anschlusstreffer erzielte. Zur Pause blieb es beim gottlob nur knappen
Rückstand. Nach Seitenwechsel waren die schnellen Biertrinker im Vorteil, da
gab’s nämlich schon nach wenigen Minuten das Highlight des Spiels zu sehen:
Milan Pavlovic, der Spielertrainer dessen Freistöße in letzter Zeit nicht den
gewünschten Erfolg brachten, nahm sich trotzdem wieder ein Herz. Wir sind nicht
mehr in Zeiten des Fernseh-Fußballs, daher kann keine zentimetergenaue Angabe
über die Distanz gemacht werden. Aber es müsste eigentlich reichen, die
Entfernung als extrem weit deutlich zu machen. Beim etwas kuriosen Anlauf von
Milan dachte man schon „der wird doch nicht, der ...“ – aber der wird doch!!!
Der donnerte die Kugel mit einer unfassbaren Wucht genau unter die Querlatte.
Die unwiderstehliche Flugbahn des Balles und die unendliche Kraft, die in
diesem Hammer-Schuss steckte, zeigte sich, als der Ball am Tor angekommen war –
sonst wäre die Kugel auch nicht von der Unterkante der Querlatte ins Tor
gesprungen. Der Jubel über diesen Ausgleich war ebenso sehenswert wie das Tor
selbst. Jetzt waren die Violetten am Drücker und sie wollten den Sieg, die
Spieler genauso wie die Fans. In der 73. Minute kam der Lohn für ganz viel
Einsatz am regennassen Platz, Luka Kovacic traf zur 3:2-Führung der Salzburger.
Der starke Neuzugang wird immer mehr zum wertvollen Stürmer und die Fans
zeigten, dass ein solch emotioneller Torjubel wie beim Traumtor zum Ausgleich
auch bei einem „normalen“ Treffer möglich ist. Ein gewisses Zittern um den Sieg
konnten uns unsere Jungs zwar nicht ersparen, aber es war doch auszuhalten. Der
Schiedsrichter hatte auch früher ein Einsehen als z.B. beim Spiel gegen Eugendorf
und so war nach Ablauf der regulären Spielzeit auch tatsächlich bald Schluss.
Eine wunderschöne Jubel-Traube in Violett-Weiß war das Bild des Tages.
Es war ein absolut
sehenswertes Spiel, toller Spielverlauf und viel Einsatz. Der Regen war nicht
nur egal, er war sogar förderlich für ausgelassene Stimmung auf den Rängen und
vor allem für viel Kämpferherz am Feld. Das gestärkte Selbstvertrauen aus
diesem Spiel soll jetzt für Montag unser Trumpf im Sechspunkte-Spiel gegen
Saalfelden sein, leider haben die Pinzgauer auch einen Trumpf: Ihr Spiel gegen
Schwarzach wurde abgesagt, daher sind sie für Montag besser ausgeruht. Es wird
sich zeigen, wer die wertvolleren Vorteile hat und wer diese besser ausnützen
kann.
22. April 2006: PSV / SV Austria Salzburg – Henndorf 2:3 (2:1)
Heimspiele: Der wohl
aussichtsreichste Schlüssel für eine Mannschaft im beinharten Abstiegskampf –
egal in welcher Liga. Hauptgrund: Heimvorteil. Im Vergleich zum ersten
Frühjahrsheimspiel gegen Eugendorf fiel dieser allerdings leider um 500 Leute
schwächer aus – es kamen 1200 Zuschauer an den Frohnburgweg. Unter dem Strich
natürlich immer noch eine überwältigende Landesliga-Kulisse, die für die
Spieler schon zu den Grundwerten des Fußballspiels (Einsatz, Kämpferherz)
verpflichten sollte. Noch dazu gab’s Beistand einer Legende: Otto Konrad,
Torhüter-Ikone aus den bisher besten Zeiten von Austria Salzburg in den
90er-Jahren, machte diesem Spiel den Ehrenanstoß.
Für die Führung in
diesem Spiel war von diesen Grundwerten gar nicht allzu viel nötig, schon in
der 4. Minute konnte Kapital aus einem Eckball geschlagen werden – 1:0 für
Salzburg. Das wieder wunderbare Wetter passte perfekt zum gelungenen Auftakt in
dieses Spiel. Schon in der 8. Minute allerdings ist der Henndorfer Helminger
für uns auf die Euphoriebremse getreten – Ausgleich, 1:1. Sollte es aber doch
unser Tag werden? In der 36. Minute bekam unser Berni Huber eine Torvorlage
edelst und von den Gästen selbst gastfreundlich serviert, dass man eigentlich
Trinkgeld hätte geben müssen. Eher bekommt man im Heißhunger eine
Leberkässemmel nicht in den Magen als diesen Ball nicht ins Tor. Der coole
Glatzkopf machte das Ding natürlich – 2:1, die Führung war zu diesem Zeitpunkt
nicht zwingend verdient, sie war billig und der Genuss versüßte die Pause.
So konnte Otto Konrad
ganz entspannt mit Didi Ziesel beim Halbzeit-Talk plaudern. Jetzt können wir
uns darüber im Klaren sein, dass bei den unvergessenen Europapokalspielen und
bei all den großartigen Meisterschaftsspielen in den 90er-Jahren mit Otto
Konrad hundertprozentige Überzeugung für einen verdienten Traditionsklub
zwischen den Pfosten gestanden ist.
Die 2. Halbzeit begann
gar nicht so schlecht – zumindest besser, als sie später enden sollte. Es wurde
versucht, Druck aufzubauen um die Führung auszubauen. Schließlich sollte noch
etwas Kraft in den Beinen sein, für die Pausenführung musste man nicht allzu
viel investieren. Doch richtig optimal kam kein Violetter mehr in
Schussposition, ein dritter Treffer wurde doch verabsäumt. Wie es beim Fußball
so ist, ging der Schuss nach hinten los – Henndorf glich aus. Dass man sich
dann nicht mehr aufrappeln konnte war die eigentliche Ernüchterung des Tages.
Dazu kam dann noch das Tüpfelchen auf dem i mit einem umstrittenen Elfmeter für
die Henndorfer. Sini’s Engel waren diesmal auch nicht dabei – 2:3, Henndorf in
Führung. Für eine Schluss-Offensive reichten die Kräfte unserer Spieler leider
nicht mehr – aus den besten Phasen des Spiels konnte man kein zählbares Kapital
schlagen und so verlor man ein „leichtes“ Spiel, falls es leichte Spiele gibt –
dieses wäre so eines gewesen.
Natürlich ist diese
Niederlage eine weitere Arschkarte im Abstiegskampf. Leider hilft aber auch
langes Nachtrauern nichts, schon am kommenden langen Wochenende gäbe es 6
Punkte abzuholen – auswärts in Oberndorf und am 1. Mai beim Heimspielen gegen
Abstiegskonkurrenten Saalfelden.
17. April 2006: FC Puch – PSV / SV Austria Salzburg 0:0
Dass sich ein echter
Salzburger am Karsamstag über einen Auswärtssieg bei Rapid gefreut hat ist so unwahrscheinlich,
wie dass an besagtem Tag die Kirchenglocken geläutet haben. Am Ostermontag
sollten die zurückgekehrten Glocken die Rückkehr der Austria in die Erfolgsspur
einläuten, nachdem es am Samstag beim 1:3 in Hallwang nicht nach Wunsch
gelaufen ist.
Was haben eigentlich
die „Violetten“, Fans der Salzburger Austria mit den Österreichischen
Bundesbahnen gemeinsam? Immer weniger! Bis vor kurzem war das ein schlechter
Ruf. Doch während die ÖBB immer mehr den Weg gehen, die eigenen Kunden zu
schikanieren und sich damit den Unmut selbst weiter herbeibeschwören, sind die
Fans von Austria Salzburg auf Image-Tournee. Wie auch der offizielle Verein
bereits mittels Newsletter bestätigt, gibt es bisher durchwegs positive Stimmen
zu Violett-Weiß in der Salzburger Landesliga. Auch wenn der Weg steinig und
kompliziert ist, aber so gehört es gemacht: Wir ziehen durch die Dörfer und
bessern unser ramponiertes Image auf. Immerhin, eine Gemeinsamkeit gab’s dann
doch am Ostermontag: Ein Großteil der violett-weißen Fangemeinde war mit einem
Regionalzug der Bahn vom Salzburger Hauptbahnhof zum Auswärtsspiel beim FC Puch angereist.
Vom Bahnhof zum
Stadion (oder doch bloß Fußballplatz?) war es ein kleiner Fußmarsch, der
geschlossen beschritten wurde – ein sehenswerter Aufmarsch der Fans für ihren
Traditions- und mittlerweile Kultklub. Auf der Anlage des FC Puch waren es dann
mehr als 1000 zahlende Besucher (lt. FC Puch 1100, lt. SV Austria Salzburg
1300). Fast alle wollten sich den Ostermontag versüßen und einen Sieg von Austria
Salzburg miterleben. Sogar der Platzsprecher war so angetan von Violett-Weiß,
dass er sich für dieses Spiel als Neutraler bekannte. Es ist halt auch Jahre
später nicht von der Hand zu weisen, dass unser Verein 1994 im UEFA-Cup-Finale
stand, sich hervorragend in der Champions League präsentierte, Meister wurde,
... Alle haben die Salzburger Austria gemocht, wir lieben sie und das heute
noch.
Eine wunderschöne
Luftballon-Choreographie in unseren Farben als Intro zum Spiel sollte die
Kicker motivieren. Tatsächlich fühlten sich die 11 Mann in Violett-Weiß auch
angesprochen. Favorit war natürlich der FC Puch, unsere Kicker ließen das
Papier aber nie durchblicken und zogen ein tolles Spiel auf. Besonders in der
1. Halbzeit wurde mächtig Druck aufgebaut, leider fehlte beim Abschluss das
entscheidende Schlitzohr. Einen Rückstand mussten wir nie richtig befürchten.
Das 0:0 zur Pause war ein Resultat von zu wenig Effizienz der Violetten,
dennoch natürlich ein gutes Ergebnis. Fans wie Spieler der Salzburger Austria wollten
in der 2. Halbzeit natürlich den Sieg, aber den Kickern ging
verständlicherweise allmählich die Luft aus. Dem Höllentempo aus der 1.
Halbzeit mussten die Jungs Tribut zollen, dazu steckte auch das Hallwang-Match
in den Beinen, das schließlich erst seit 48 Stunden Vergangenheit ist. Die
Partie plätscherte jetzt dahin, ein Tor lag nicht mehr so in der Luft wie noch
vor Seitenwechsel. Wenige Minuten vor Schluss hätte es aber doch noch klappen
können mit dem ersehnten „Dreier“: Ein Foul der Pucher sahen fast alle
innerhalb der Strafraumgrenze, der Schiedsrichter verlegte den Tatort
allerdings auf außerhalb und entschied nur auf Freistoß, der nichts einbrachte.
Dennoch wollen wir dem für die Linien verantwortlichen Platzwart des FC Puch
keinen allzu großen Vorwurf machen, Schiedsrichter-Fehlentscheidungen gab es
auch schon bei Bundesliga-Heimspielen der Austria in Kleßheim-Zeiten, dort
waren die Linien am Kunstrasen stets bestens sichtbar. Es blieb beim torlosen
Remis.
Das Ergebnis wurde
danach mit unseren Spielern gefeiert, dabei könnte man durchaus auch einem Sieg
nachtrauern. Weiter geht’s jetzt am Samstag mit dem Heimspiel gegen Henndorf.
Mit dem in Hallwang ausgeschlossenen Bulut Dönmez steht für das Henndorf-Match
ein starker Spieler wieder zur Verfügung. Kommt alle zu unserem Heimspiel am
Samstag, erlebt Fußball pur – Niemand siegt am Frohnburgweg!
8. April 2006: Fußball-Gottesdienst bei der Auferstehung
der Austria
Vor exakt 313 Tagen,
am 29. Mai 2005 fand zum vorläufig letzten mal ein Spiel von Austria Salzburg
statt. Es war ein wunderschöner Tag, im letzten Heimspiel der Bundesliga-Saison
2004/05 gab es gegen Bregenz einen 2:1-Heimsieg, der gefeiert wurde – mit einem
ganz schlechten Gefühl im Bauch wie wir wissen. Nach 10 Bundesliga-Runden mit dem
nunmehrigen Stadtrivalen R** B*** war es erstmal vorbei mit wöchentlichen
Reisen in die Bundesliga-Stadien. Es folgten heitere Videoabende und sonstige
Feiern, bei denen Stück für Stück allmählich Informationen durchgedrungen sind,
wie es mit Austria Salzburg weitergehen wird.
Wir schreiben Samstag,
den 8. April 2006 – und es soll jetzt wieder weitergehen mit Violett-Weißem
Fußball in der Stadt Salzburg. Drei Ligen hat die Übernahme des verdammten
Weltkonzerns den Verein SV Austria Salzburg gekostet. Statt Abstiegskampf in
der höchsten Spielklasse, gibt’s jetzt selbiges in der 1. Salzburger
Landesliga. Als Partner für die Zusammenarbeit ergab sich der PSV Schwarz-Weiß
(Polizeiverein). Das planmäßig erste Spiel im Frühjahr wäre am 25. März gegen
Saalfelden gewesen (Heimspiel). Dieses Match und das Auswärtsspiel in Puch
mussten aber gleich mal verschoben werden, der lange Winter macht zu schaffen.
Mit dem Heimspiel gegen Eugendorf (3. in der Tabelle) soll es jetzt also
endlich losgehen. Gespielt wird am PSV-Platz (Alpenstraße, Frohnburgweg). Vor
einer Woche wurden unter großem Jubel unter anderem die neuen violett-weißen
Trikots präsentiert. Mit dieser Bekleidung soll die Begeisterung endlich zurück
kommen zu den beseelten Fans dieses Traditionsklubs.
Der Fußball-Gott hatte
sich an diesem Tag zu Violett bekannt, das Wetter war eine Pracht. Keine Wolke
weit und breit, blauer Himmel und grüner Rasen – Fußball-Herz, aber du willst
noch soviel mehr. Bereits Stunden vor Spielbeginn wurde am PSV-Platz
geschuftet, Fans bauten Bier-Stände an den Spielfeld-Ecken auf, die Arbeit
beschränkt sich nicht mehr nur auf das Aufhängen von Transparenten. Am Eingang
wurden Info-Blätter verteilt. Diese soll es ab sofort bei jedem Heimspiel
geben, so sollen alle wissen, was sie rund ums Spiel erwartet. Als die Spieler
zum Aufwärmen auf den Platz kamen, hatten waren schon die wunderschönen
violett-weißen Stutzen zu sehen. Das Feeling kam Stück für Stück wieder in
unsere Welt zurück. Ein großes Stück auf dem Weg zurück zur Emotion von früher
war, als Didi Ziesel das Mikro in die Hand nahm und in seiner bewährten Art und
Weise die Minuten bis zum Anpfiff vergehen ließ. Er machte es unverkennbar, so
wie immer und vor allem von ganzem Herzen. Was immer nicht mehr so sein mag wie
früher, Stimmbruch hat die Austria keinen erlitten – wir haben unseren
Platzsprecher, eine treue Seele und ein Herz, das violettes Blut durch die
Adern pumpt. Dass die Namen der neuen Spieler nicht auf Anhieb so leicht von
den Lippen gehen würde, war ohnehin klar. Mystische Klänge beim Einmarsch,
Gänsehaut pur in den Momenten der Auferstehung unseres Fußballklubs, den wir
irgendwann in unserer Vergangenheit für uns entdeckt haben und dem wir ewige
Treue geschworen haben. Ein Spruchband der Freunde aus Udine war der perfekte
Untertitel zu diesen Momenten: „Willkommen Austria Salzburg – Der größte
Sieg über den modernen Fußball“ Die Fans zeigten sich von Beginn an von der
allerbesten Seite: Es gab eine wunderschöne Fähnchen- Choreographie in den
Klubfarben, Doppelhalter kamen dazu und das Bild der auferstandenen Salzburger
Austria war komplett. Alles war bereit für das Spiel und die Violetten hatten
auch gleich Anstoß.
Das Spiel fügte sich
dem erfreulichen Tag perfekt ein. Vom Publikumsliebling, Spielertrainer Milan
Pavlovic (für dieses Spiel gesperrt) waren die Jungs in Violett-Weiß perfekt
eingestellt. Milan gab sich ganz cool und entspannt in lässigem Outfit (weißes
Hemd mit Aufnäher des Austria-Logos) und er sollte diese Ruhe auch nicht
verlieren. Etwa 20 Minuten waren gespielt und schon gab’s auch wieder ein Tor
für Austria Salzburg nach wunderschönem Spielzug. Der Torjubel war wie früher –
zu den Klängen aus der Oper „Aida“ fielen sich die Violetten Kicker am Feld und
die euphorischen Fans auf den Rängen in die Arme. Die vielen treuen Anhänger
der Austria fanden auf einem unvergleichlichen Erdwall am Seitenrand des
Spielfelds Platz. Einen kurzzeitigen Dämpfer zur Festtagsstimmung gab’s kurz
vor der Pause, als Eugendorf per Kopfball ausgleichen konnte. Gleich nach Seitenwechsel
hatten die Gäste dann eine große Chance zur Führung – vergeben. Wenig später,
ebenfalls kurz nach der Pause, machte es Jelecevic besser, traf per Flachschuss
schön ins Eck zum 2:1. Den Eugendorfern blieb aber noch so gut wie eine ganze
Halbzeit, um hier Punkte mitzunehmen – und es wurde auch noch einmal spannend.
In der anbrechenden Schlussphase zeichnete sich unser Torwart „Sini“ aus, indem
er einen Elfmeter mit Fußabwehr parierte. Es ging noch einige Minuten hin und
her – es war ein kämpferisches Spiel und eine absolute Zitterpartie. Doch
beflügelt von 1.650 entfesselten Zuschauern, einer unglaublich lauten Fankurve
(mit Echo, vielen Dank dem Supermarkt-Gebäude nebenan) und mittlerweile von
eigenem Selbstvertrauen statt anfänglicher Nervosität spielten es unsere Jungs
über die Zeit. Ein Ball kullerte nach kurioser Aktion kurz vor Schluss noch
knapp am Tor vorbei – es wäre das 3:1 gewesen. In der langen Nachspielzeit
vergaben dann auch die Violetten noch einen Strafstoß, das Jubelbad konnte aber
niemand mehr verhindern.
313 Tage nach dem letzten Spiel gab’s
also wieder einen 2:1-Heimsieg bei Kaiserwetter zu feiern. Diesmal ohne
schlechtes Gefühl im Hinterkopf, R** B*** ist hinter uns, jetzt geht’s mit
voller Motivation Schritt für Schritt zurück in hoffentlich wieder höhere
Ligen.
Foto-Gallery Frühjahr 2006 in Violett-Weiß
Oktober
2005 bis März 2006 – Monate ohne die Salzburger Austria
Fotos aus den "Toten Monaten" der
Salzburger Austria
31.
März 2006: Violettes Vorspiel – Das
ist Austria Salzburg 2006
Jetzt ist es endgültig
besiegelt, der SV Austria Salzburg meldet sich zurück in der schönsten Sportart
der Welt, Fußball. Freitagabend gab es in der Itzlinger „Funhall“ einen
interessanten Abend, jede Menge Spannung und am Ende restlos glückliche
Gesichter. Von der Bühne aus sprachen unter anderem der aus der „Kronen
Zeitung“ bekannte Hannes Krawagna, der zukünftige Spielmacher der Austria,
Milan Pavlovic und die beiden Vize-Präsidenten der Salzburger Austria zu den
Fans. Beim Höhepunkt des Abends blieb es einer Fan-Legende in Violett-Weiß
vorbehalten, die Hauptrolle zu spielen: Als „Schützei“ die Puppe mit dem neuen
Austria-Salzburg-Trikot enthüllt hat, richteten sich die Blicke plötzlich nicht
mehr auf dessen originelle Lederhose und seinen sensationellen Strickpullover
auf Hausfrauenart. Vor Visionen nahmen sich die Herren auch kein Blatt vor den
Mund, zumindest bundesweit sollte unser Verein in einigen Jahren wieder kicken
können – mehr soll immer möglich sein. In den Minuten dieser Präsentation ging
auch die offizielle Vereinshomepage (sv-austria.at) online, auch diese wurde
vorgestellt. Für Speisen und Getränke war bestens gesorgt, der Renner waren aber
die neuen Vereins-Fanartikel. Vom Schal in groß und klein bis zum
Original-Trikot, von kleinen Aufnähern bis zum Fan-Shirt war für alles gesorgt.
Die vielen Mitglieder konnten sich bereits ihre (genial aussehenden)
Mitgliedskarten abholen, die Dauerkarten (ebenfalls in feinster Optik) fanden
auch reißenden Absatz. In einer Woche soll es jetzt dann tatsächlich losgehen,
wenn am Samstag (8. April 2006) die Jungs in Violett-Weiß zum Heimspiel gegen
Eugendorf einlaufen, dann werden wir wissen, warum wir so geduldig waren. Wer
immer noch nicht überzeugt ist möge den Verlauf verfolgen, Salzburg und Fußball
– das ist Violett-Weiß und nennt sich SV Austria Salzburg 1933.
„Violettes Vorspiel“ – 20 Fotos online
4.
Februar 2006: Glory Days IV – Unser
Weg mit Austria Salzburg
Mit Gerüchten aber
ohne Klarheit ist der erste Monat in „unserem Jahr 2006“ verstrichen. Tag 35 im
Mozartjahr sollte nun endgültig Klartext sprechen, wie der Weg der Austria jetzt
aussehen wird. Die Informationen verpackt im letzten Videoabend unter dem Motto
„Glory Days“ sollten nach mäßigem Besuch bei „GD 3“ wieder ganz viele
Interessierte ins Itzlinger „Testa Rossa Caffé“ locken.
Alle Erwartungen
wurden am 4. Februar dann erfüllt. Das UEFA-Cup Finalrückspiel der Austria 1994
bei Inter Mailand war auf der Videowand zu sehen, allerdings geriet dies am
Samstagabend völlig in den Hintergrund. Alle wollten wissen, wohin sie ihr Weg
mit Austria Salzburg führen wird. Die Herren Neugründer hatten ein Einsehen und
brachten die angekündigten Neuigkeiten gleich zu Beginn des Abends an die
lebendige Fangemeinde in violett-weiß.
Die Vizepräsidenten in
der neuen Ära der Salzburger Austria sind Moritz Grobovschek und Thomas Karl
(Bild, Vordergrund). Eine ansehnliche Schar von Violetten horchte den beiden
gespannt zu, als sie auspackten. Sie verkündeten, dass der Sportverein Austria
Salzburg als ersten Schritt der Wiederbelebung eine Kooperation mit der
Fußballabteilung des Salzburger Polizeisportvereins (PSV Schwarz-Weiß) angehen
wird. Ein ganz wichtiger Wunsch vieler konnte erfüllt werden, der Spielbetrieb
soll aller Voraussicht nach Ende März mit dem Heimspiel gegen die SG Saalfelden
starten. Heimstätte wird zunächst ein Platz auf der Sportanlage des PSV sein,
wobei das ein Problem aufwirft: Eine Tribüne für standesgemäßen Support gibt es
dort nicht, auf dem Weg zu einer solchen stehen große Hindernisse noch im Weg –
eine Menge Geld würde die Anschaffung auf jeden Fall verschlingen, dazu kommt
ein Kampf um die Bewilligung, die Sportanlage befindet sich in einem
Naturschutzgebiet. Die großen Medien beschäftigte dieser Abend noch nicht, vor
dem Schritt der endgültigen Vollzugsmeldung sind offenbar noch Details
abzuklären.
Während wir mit dem geduldigen
Warten auf den Spielbetrieb noch etwas durchhalten müssen, spüren wir aber
schon ganz deutlich, dass der Verein selbst längst wieder mit Leben angehaucht
wurde. So organisierten die Verantwortlichen der Austria im Rahmen dieses
Abends eine sehr nützliche Altkleidersammlung. Unter dem schlichten aber
ergreifenden Motto „Die Austria für Salzburger“ sammelten die Violetten
reichlich Textilien, damit den frierenden Salzburger Obdachlosen, die in der
„Wärmestube“ bei ihrer Herbergssuche fündig geworden sind, endlich einmal warm
wird in diesem harten Winter. Wie vermeldet wurde, konnte den armen Leuten eine
ganze Lieferwagen-Ladung – in Summe etwa 8 Kubikmeter – überbracht werden.
Damit sollte mal nachhaltig sichergestellt sein, dass künftig keiner in der
Wärmestube mehr frieren muss. Fazit: Mit Austria Salzburg wird einem warm ums
Herz!
Jetzt heißt es noch
einige Wochen eisern durchhalten, bis dann am 25. März unsere violett-weiße
Austria Salzburg einläuft und hoffentlich die Jungs von der SG Saalfelden gleich
mal mit einer Packung zurück in den Pinzgau schießt.
Gebt alles für unseren Verein! SV Austria
Salzburg, unsere Stadt braucht als „Bühne der Welt“ den Stolz, den sie sich
verdient!
Willkommen 2006 in unserem Jahr
Mozart jubiliert, Austria Salzburg agiert,
Red Bull krepiert – so wird 2006 zelebriert! Hoffentlich. Ersteres ist ohnehin
gewiss, das Wichtigste haben wir selbst in der Hand und über letzteres brauchen
wir uns gottlob nicht mehr den Kopf zerbrechen. Die Aussichten sind also
bestens für das neue Jahr, auch wenn wir natürlich nicht glücklich darüber
sind, von diesem gewissen Nullpunkt aus neu starten zu müssen. Aber nach
alldem, was Salzburg schon überstanden hat, sind wir ganz fest davon überzeugt,
dass wir auch diese Situation meistern können und ab jetzt wird kräftig
angepackt!
Ab sofort wird für salzburgfans.com durch gezielte Maßnahmen auch außerhalb des Internets etwas Werbung gemacht. So ist jetzt eine erste Auflage von Domain-Visitenkarten im praktischen Kreditkarten-Format fertig. Unter anderem sollen einige dieser Karten bei Spielen von Austria Salzburg oder sonstigen Zusammenkünften der Fan-Familie in Violett-Weiß verteilt werden. Dazu an dieser Stelle ein kleiner Hinweis: Wer im Dezember 2006 noch im Besitz einer solchen Karte ist, der hat die besten Voraussetzungen auf ein violett-weißes Weihnachtsgeschenk – Ende des Jahres kommen wir darauf zurück!
Auf also zu 365 Tagen in violett-weiß,
bald ist Austria Salzburg wieder startklar – 2006, unser Jahr!
3.
Dezember 2005: Glory Days III –
Hattrick für die violette Videoreihe
Noch in der Vorweihnachtszeit wollte die
Initiative Violett-Weiß die gemütliche Videoreihe „Glory Days“ mit der 3.
Auflage zwischenzeitlich erstmal abrunden. So geschehen am Samstagabend, 3.
Dezember – leider merklich auf Kosten der Gästezahl. War bei den ersten beiden
Abenden die Hütte randvoll, so hätte diesmal wohl auch noch etwa ein Rainer
Calmund platz gehabt im „Testa Rossa Caffé“ bei der „Funhall“ in
Salzburg-Itzling. Während das Rückspiel vom UEFA-Cup Semifinale 1994 der
Salzburger Austria im Karlsruher Wildparkstadion auf der Videowand zu sehen
war, gab’s Gemütlichkeit pur – Wiener Kaffeehäuser, wir stehen euch um nichts
nach ;-) Natürlich hätte man gerne noch einmal so viele Leute dabei gehabt wie
bei den Abenden davor, jedoch muss sich die violette Fangemeinde natürlich
keine Sorgen um ihre Anhänger machen – in der Zeit der Perchtenläufe,
Weihnachtsfeiern, Familienverpflichtungen usw. ist das durchaus ausschließlich
damit zu begründen. Der beste Beweis dafür ist wohl das rege Interesse an den
Mitgliedschaften beim SV Austria Salzburg. Die Helden, die ganz an der Front
sind wenn jetzt die Austria wiederbelebt wird, halten sich zwar vornehm zurück
mit offiziellen Meldungen, doch dass unsere Austria jetzt schon mehr Mitglieder
hat als noch vor dem R** B***-Einstieg, ist ein offenes Geheimnis. Dem
Vernehmen nach war’s der letzte Abend dieser „Glory Days“ vor Weihnachten und
in diesem Jahr, aber 2006 sollte die gute Idee Fortsetzung finden.
20.
November 2005: Good Bye Lehen – Die
letzte Ehre für DAS Stadion
Es ist zwar schon fast
wieder 3 Jahre her, als unsere Salzburger Austria das letzte Spiel im Lehener
Stadion bestritten hat, doch weil der Mythos nach wie vor aufrecht ist und das
Stadion erst jetzt abgerissen wird, sollte vorher noch einmal ein Fest
stattfinden. Die Stadt Salzburg tat damit vor allem den Fans von Austria
Salzburg einen Gefallen, konnte doch Werbung gemacht werden für Fußball – und
somit für Violett-Weiß in Salzburg, war immer so und soll immer so sein. Viele
waren gekommen um bewusst die letzten Schritte in diesem Stadion zu setzten,
das wir alle mit Sicherheit nie vergessen werden. Was besonders gut ist: Diese
vielen waren Violett-Weiße aller Altersschichten, Leute die zwar in die
Champions League wollen, aber eben mit Fußball statt Marketing, mit unserem
Verein Austria Salzburg. Irgendwie passte das Wetter zum Anlass: Ein Horizont
grau in grau, ein eisig kalter Novembernachmittag zwischen Spätherbst und
Winter. Beste Voraussetzungen für die letzte Gänsehaut in diesem Stadion – und
sie kam: Als nämlich in dieser schwierigen Zeit Persönlichkeiten aus
glorreichen Tagen und andere prominente Leute mehr oder weniger deutliche
Bekenntnisse zur Violett-Weißen Austria Salzburg und deren treuen Fans anklingen
ließen und die Menge der Besucher jeden Seitenhieb ganz sensibel bewertete, war
man stolz wie immer, Fan von Austria Salzburg zu sein. Einige der großen
Spieler der legendären „94er-Mannschaft“ kamen auf die Bühne und wurden – mit
einer Ausnahme (der Name wird nicht erwähnt) – noch einmal bejubelt. Im Stadion
gab’s schon vorweihnachtliche Gastronomie mit Glühwein und heißen Maroni. Die
Band „Straight up“, die immer schon tonangebend war, wenn die Austria zu
würdigen war, heizte auf der Bühne ein – Höhepunkt waren die Vereinssongs der
Salzburger Austria. Am Ende wäre es gar nicht mehr nötig gewesen, dass man auch
noch von der Niederlage der Dosen-Jünger aus der Vorstadt hören konnte. Was von
diesem Fest in Erinnerung bleiben wird ist die Besinnung der Veranstalter und
Besucher zu SV Austria Salzburg in Violett-Weiß und in der Stadt Salzburg und
damit verbunden: Gemeinsamkeit und Demokratie statt Diktatur, Tradition statt
Kommerz, Fußball statt Event, ... Die Stadt für Violett-Weiß, Austria Salzburg
für diese Stadt. Gegen 19:33 Uhr fand das letzte große Fest im Lehener Stadion
mit einem schlichten aber schönen Feuerwerk sein Ende. Die Abrissarbeiten
sollten bald vorbei sein, im Frühjahr 2008 sollte dann die „Neue Mitte Lehen“
fertig sein. Darunter versteht sich ein Seniorenheim, die Stadtbibliothek, ein
Einkaufszentrum, Café, Bar, ... Das Spielfeld des Lehener Stadions wird
Grünfläche bleiben, ein Park soll als Kern der „Neuen Mitte Lehen“ die
Verbindung zum alten Lehener Stadion zeigen.
Der immerwährende Stolz bröckelt nicht,
er wächst Tag für Tag! Eine Stadt, ein Fußballklub: Violett-Weiß seit eh und
je, das ist warum ich nur auf Austria Salzburg steh’!
Fotos vom Abrissfest für das Lehener Stadion
Video: „Good Bye Lehen! – Ein trauriges Fest”
12.
November 2005: Glory Days II –
Fortsetzung der violetten Videoreihe
Zwei Wochen nach dem grandiosen Auftakt der
Videoabende in Violett-Weiß unter dem Motto „Glory Days“, bat die Initiative
Violett-Weiß all ihre Mitglieder, Unterstützer, Freunde und Sympathisanten zum
zweiten Teil dieser Videoreihe. Das „Testa Rossa Caffè” bei der “Funhall” in
Salzburg-Itzling wurde erneut zur bullenfreien Zone erklärt und man sah ganz
deutlich, dass es in Salzburg sympathischere Charaktäre gibt als benebelte
Leute, die gegen Geld eine Schnitte Hirn von sich abschneiden und so in den
„Bullenstall“ in der Vorstadt pilgern. War es letztens noch ein Freitagabend,
wurde diesmal ein Samstag für’s gemütliche Beisammensein gewählt. Vielleicht
nicht zuletzt deshalb war die Hütte diesmal noch voller als noch vor zwei
Wochen – obwohl es ja auch damals schon eng war wie in den effektivsten Legebatterien.
Man schaute sich diesmal das Viertelfinal-Rückspiel im UEFA-Cup (März 1994) an.
Die Austria hatte einen 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel in Wien zu verteidigen,
verlor das Spiel auswärts bei Eintracht Frankfurt mit 0:1. Nachdem die
Verlängerung keine Entscheidung brachte, kam es zum Elfmeterschießen. Die Augen
der vielen Leute mit den violetten Herzen leuchteten auch jetzt noch, wenn man
noch einmal bei den Heldentaten von Otto Konrad im Elfmeterschießen zusehen
konnte. Wie fast alle noch wissen, der legendäre Torwart von Austria Salzburg
hat damals 2 Elfmeter pariert und den entscheidenden letzten Elfer selbst
verwandelt und so den Violetten den weiteren Weg ins Finale freigemacht. Im
Rahmen des Abends konnten die Besucher auch an den Verkaufsständen der Fanclubs
wieder zuschlagen, vor allem die neuen violetten Polo-Shirts mit Austria-Wappen
finden nach wie vor großen Anklang. Fortsetzung folgt!
28.
Oktober 2005: Glory Days – Videoabend
in Violett-Weiß
Die klare Niederlage der Dosentruppe am
Nationalfeiertag in Innsbruck war zwar eine kleine Freude für einige Violette,
weil allerdings hausgemachte Glücksgefühle auch sehr gut tun, lud die
Initiative Violett-Weiß Freitagabend zum gemütlichen Beisammensein im Rahmen
eines Videoabends. Schauplatz war ein Café im Stadtteil Itzling, zu sehen gab’s
den unglaublichen Fight im Rückspiel der 3. UEFA-Cup-Runde gegen Sporting
Lissabon im Lehener Stadion von Dezember 1993. Alle Erwartungen wurden erfüllt:
Volle Hütte, alle gut gelaunt und dass das Spiel an der Videowand den richtigen
Ausgang nehmen würde, war ja ohnehin schon klar. Es war hochinteressant, auch
12 Jahre danach dieses Spiel noch einmal in voller Länge genießen zu können.
Wer erinnert sich nicht noch an die Weitschusstore von Lainer und Hütter, welche
der Austria die Verlängerung ermöglichten und letztlich das Traumtor von Martin
Amerhauser als Schlüssel zum Viertelfinale. Nebenbei konnte man mit echten Fans
der Austria über Erinnerungen plaudern, die uns keine Kommerz-Fabrik dieser
Welt nehmen kann. Das Schöne daran ist, dass man sich schon mal selbst als
Kenner der damaligen Zeit sieht, aber dennoch ständig neue interessante Dinge
erfährt. Der Abend brachte richtige Gänsehautstimmung, 12 Jahre nachdem dieses
Spiel stattgefunden hat. Der Originalkommentar von Robert Seeger sprach den
Violetten besonders an Tagen wie diesen aus der Seele, das Spiel war äußerst
sehenswert und das Drumherum war perfekt an diesem Abend. Weil es allen so
gefallen hat, riecht es stark nach Fortsetzung – auf den nächsten Videoabend in
Violett-Weiß unter dem Motto „Glory Days“!
1.
Oktober 2005: Viola-Party
Anlässlich des 50.
Geburtstags einer ganz ehrenwerten Person in violett-weiß, wurde am Samstag,
den 1. Oktober 2005 bei Abersee eine Viola-Party veranstaltet. Für einen Unkostenbeitrag
konnte man nach Lust und Laune trinken und auch Kleinigkeiten speisen. Von der
Auswahl mehrerer Biersorten bis hin zum Cola war alles dabei. Für Autofahrer
gab’s reichlich „Dark Dog“. Als Location diente ein uriger Stadel, eine richtig
ländliche Kulisse also. Vor Ort gewesene konnten sich exklusiv Informationen zu
den Plänen der Wiederbelebung des Salzburger Fußballs einholen. Details dazu
gibt’s an dieser Stelle keine – viele die es etwas angeht, kennen die Pläne nun
ohnehin selbst, andere Violette haben bestimmt ihre Quellen. Was hier verraten
werden kann, da es ohnehin kein Geheimnis mehr ist: Das Mozartjahr 2006 wird
nicht ohne Austria Salzburg in violett-weiß verstreichen. Das Wichtigste an der
Sache war natürlich das Feiern des Jubilars und ferner klarerweise das
Bekenntnis zu uns Fans der Salzburger Austria.
Alles Gute auch an dieser Stelle nochmals
an „Schützei“ zu seinem 50. Geburtstag. Violett-Weiß seit 1955, das Leben des
Jubilars als Motto zur Viola-Party.
Saison
2005/06 (Runden 1–10; Der Kampf gegen den Kommerz)
Fotoalbum 2005 – Kampf gegen Kommerz
bzw. Red Bull
18. September
2005: Salzburg – Austria Wien 1:0 (1:0)
Während das von der
Fanszene der Mozartstadt organisierte Aktionswochenende gegen den modernen
Fußball an diesem Wochenende europaweit (und sogar darüber hinaus, ein
Dankeschön auch nach Übersee) seine Kreise gezogen hat, stellen sich die treuen
Violetten Fans der Salzburger Austria an diesem Sonntag letztmals in den noch
verbliebenen Stehplatz-Sektor Süd des Stadions in Kleßheim.
In den letzten
Wochen und Monaten hat sich natürlich eine gewaltige Menge Hass auf Red Bull
und auf alles, was diesem Unternehmen nahe steht, aufgebaut. Dass der Unmut nie
richtig ausgelassen wurde, ist ein Verdienst von allen Violetten für die
Initiative Violett-Weiß. Die Initiative war stets auf Sachlichkeit bedacht, hat
auf diesem Weg alles erdenkliche gemacht, um unsere Forderungen zu erfüllen.
Den Weg der Sachlichkeit wird die Initiative Violett-Weiß beibehalten,
allerdings nicht mehr darauf bedacht, mit Red Bull zu kooperieren. Weil der
ganze Hass auf Red Bull in unserem Gemüt aber besser wieder der Liebe zur
Austria weichen soll, wurde dieser natürlich beim Abschied von Kleßheim und den
kommerzialisierten Konsum-Nutten rund um Red Bull natürlich noch so richtig
herausgelassen.
Der
Kommerz-Tempel, inoffiziell schon bestens bekannt als „Bullen-Arena“, war
randvoll, zwei Fanszenen ergänzten ein sonst event-geiles Stadion-Publikum.
Beide Szenen waren Violett-Weiß, keine der beiden war für den Heimverein, beide
wollten Austria Wien siegen sehen. Der Gästeblock, weil es ihr Verein ist – der
letzte Rest der einstigen Südtribüne, weil Red Bull für sie so was von das
Allerletzte ist, dass sogar einer der größten Rivalen der einstigen Austria
Salzburg gegen sie siegen darf und soll. Die Wiener präsentierten ganz passend
ein Transparent: „Violett ist die Heimat!“ Wir luden die Hauptstädter
unsererseits zu Gesängen im Kanon zu pro Violett und anti Red Bull ein, die
Jungs aus Favoriten machten da gerne mit. Die neuen „Fans“ der roten Bullen
antworteten mit „Red-Bull“-Chören (!). Das Stadion wurde überflutet von
Hass-Tiraden gegen Red Bull. Jeder bekam seine Rechnung, ausgenommen wieder mal
der „Kaiser“, aber bei dem tun sich ja selbst die Deutschen Medien schwer, ihn
so in die Kritik zu nehmen, wie jeden anderen auch – verdient hätte es auch er.
Optisch garniert wurde unsere letzte Darbietung in Kleßheim natürlich zum einen
durch Spruchbänder. Zu denen aus der untersten Schublade (jene, die sich die
ganzen Vollidioten verdient haben!!!) gesellte sich auch das ein oder andere
recht originelle – schon ganz amüsant, wie etwa der dicke Klubsekretär die
Rechnung präsentiert bekam („R. Mirtl: Lieber Französisch im Puff als
Englisch im Büro), eine moralische Abfuhr für einen Verräter der Salzburger
Austria. Der optische Höhepunkt des Tages und zugleich Schlusspunkt für uns
Violette in Kleßheim war aber eine kongeniale Einlage knapp 20 Minuten vor
Spielende, wo weder Bengalische Feuer, noch mächtig Rauchtöpfe, noch purer Hass
fehlte – unter dem Motto: „Die Austria wird euch alle überleben!“ Daraufhin
gingen wir unter dem Applaus der von Red Bull angepassten Leute aus dem
Stadion. Doch das freche Klatschen kam zu früh: Außerhalb des Stadions ging
nochmal mächtig die Post ab, Bengalen flogen von außen noch ans Stadion, die
Exekutiv-Bullen waren von Violett mehr gefordert, als die roten Bullen von
Violett am Spielfeld. Es ging richtig die Angst um. Wenn es auch kein
Denkzettel gewesen sein mag für den modernen Fußball (diese Leute, die es zu
bekämpfen gilt, denken nicht!!!), so war es doch ein würdiger Abschied von all
den dummen Leuten hier und ein klares Bekenntnis zur VIOLETTEN Linie der
Tradition, Emotion und guter Fußball-Kultur.
Abschließende
Botschaft an die roten Bullen: Wir brauchen nichts von euch. Euer Geld nicht,
eure Leute noch weniger, euren Kommerz-Tempel nicht, ... Wir haben das
fundamentale Gut, das euch fehlt: Tradition, Emotion, Fußball-Kultur. F***T
EUCH!!!
11. September
2005: Austria Wien – Salzburg 2:0 (1:0)
Was für ein
herrliches Wetter an diesem Sonntagnachmittag. Was gibt’s da besseres, als ein Auswärtsspiel
bei Austria Wien. Doch was gibt’s da schlimmeres, als einen anderen Verein als
unsere Austria Salzburg dorthin zu begleiten?!?! Selbst Illusions-Fabriken von
Fußballfans wussten, dass sie kein Violettes Derby zu sehen bekommen werden.
Was man geboten bekam, war ein Spiel zweier Vereine mit reichen Onkels. Doch so
richtige „Böse Onkels“ sind nur in Salzburg am Werk. Austria Wien zeigt, wie es
auch geht: Dort der reiche Mäzen Frank Stronach, dort aber auch die Tradition
in Violett und Fans, die es ernst meinen mit ihrer Austria. Nicht ohne den
gewissen stolz verkündete der Stadionsprecher der „Veilchen“ in gepflegt
gemütlicher Sonntagnachmittags-Tonart mit Wiener Akzent: „Bei unserer
Austria-Familie hat Violett Tradition“, freilich als Anspielung auf die
entsetzlichen Vorkommnisse in Salzburg.
Im
Auswärtssektor des Horr-Stadions fanden sich noch einmal etwa 100 Violette ein,
die es immer noch nicht ganz glauben können oder vielmehr wollen, was in so
kurzer Zeit aus ihrem geliebten Traditions-Klub geworden ist. Insgesamt wollten
gut 7.200 Zuseher dieses Spiel sehen, in Zeiten von Austria in Violett gegen
Austria in Violett war der Rahmen und die entsprechende Stimmung dazu durchaus
schon mal würdiger. Realisiert haben wir Violette jetzt, wie uns geschehen ist.
Verstehen werden wir es nie, dagegen kämpfen immer. Trotzdem wird dieses Spiel
für viele der standhaftesten Fans der Salzburger Austria das letzte
Auswärtsspiel gewesen sein. Schließlich soll Fußball der Freizeit ja einen Sinn
geben und nicht den üblichen Sorgen des Lebens noch weitere Unannehmlichkeiten
hinzufügen. Da ist es bestimmt besser, intensiv an der Wiederbelebung der
Salzburger Austria zu arbeiten. Dass der Hass auf den Kommerzfußball,
insbesondere auf Red Bull und deren „Fans“ dabei natürlich tief in uns drinnen
bleibt, ist selbstverständlich und das haben auch die solidarischen Fans von
Austria Wien erkannt: „Nach Violett-Weiß streben, die Tradition muss
weiterleben, Red Bull müssen wir vertreiben, der Hass wird immer bleiben“, stand
auf einem der Spruchbänder der Westtribüne in Favoriten. Man merkt in Zeiten
wie diesen, welch feines Gespür Fußballfans für die existenziellen Probleme
anderer Szenen – selbst wenn sie große Rivalen sind – haben. Dies gilt für
Austria Wien ebenso, wie für etwa für deren Stadtrivalen Rapid, die
Innsbrucker, Grazer und für praktisch alle anderen Fangruppes unseres Landes.
Es natürlich eher ein Trost als eine Genugtuung sein, wenn am kommenden
Aktionswochenende ganz Europa seine Haltung zu Red Bull in Salzburg als
Inbegriff von völlig herzlosem Kommerzfußball kundtun wird, aber ein wird ein
starker Trost sein – Rückendeckung von den Kurven Europas ist bestimmt mehr
Wert als das Imperium Red Bull.
Abschließend noch kurz
zu den Geschehnissen am Spielfeld, die ob der Herrschaft von Red Bull leider
völlig ins Abseits gerückt sind: Austria Wien siegte zur Freude ALLER im
Stadion völlig verdient durch einen Roli-Linz-Doppelpack mit 2:0 (1:0). Red
Bull konnte auch im Ansatz kaum präsentieren, was sie sich schon wieder
vorgenommen haben. Damit stehen die Kommerz’ler nach dem ersten
Meisterschaftsviertel am vorletzten Tabellenplatz mit gerade mal einem Punkt
und einem Tor aus den bisherigen Auswärtsspielen. Weiter so ihr herzlosen
W*x*r!!!
27. August 2005:
Salzburg – Admira Wacker Mödling
3:2 (1:1)
Ach, was soll
man denn groß berichten zu so einem 0815-Event von Red Bull? Bei jedem noch so
unattraktiven Heimspiel der alten Salzburger Austria – sei es gegen die Admira
oder eine andere graue Maus gewesen – gab’s genug zu erzählen. Jetzt ist alles
anders, Fußball ist nicht nur nicht mehr das, was er einmal war in Salzburg –
Fußball gibt’s als solchen nicht mehr in Salzburg. Die unbefriedigende
„Demo-Version“ davon lässt das wichtigste Feature der Vollversion, die Tradition
nämlich – komplett vermissen. Besonders bitter spüren es wir Violette jetzt, wo
endgültig alle europäischen Ligen begonnen haben: Alle haben sie ihren Verein –
ob groß oder klein – den sie lieben, nur wir in Salzburg haben ihn nicht.
Sponsoren, Eigentümer usw. gibt es zur Genüge in ganz Europa, trotzdem können
sie überall von ihrem Verein sprechen, diesen anfeuern, ... In Salzburg geht
das einfach nicht.
Wieder war das
Stadion annähernd voll, die Invasion der Käuflichen hält weiter an – was die
meisten Stadionbesucher von Fußball verstehen im Vergleich mit den Violetten
sei dahingestellt. Traurig genug, dass so vielen die Farben immer noch egal
sind – noch trauriger sind einige Gestalten, die sich unter der wenig kreativen
Bezeichnung „Crazy Bulls“ einen neuen Sinn für ihr zweifelhaft
verstandslosen Leben besorgen wollen. Erstmals bekam man auch ihr neues
Transparent im „Mannerschnitten-Design“ zu Gesicht, viel erschütternder als
dieser Fetzen allerdings waren die Leute, die davor (!) standen. Im Leben voll
daneben, keinen Instinkt und kein Talent für Stimmungsmache, auf Provokation
der Violetten basierende Gründe des Stadionbesuchs, ... Rinderwahnsinn also
weiterhin in Salzburg, diese Gestalten sind BSE positiv!
Kurz zum
Spielverlauf: Durch Elfmeter ging die Admira schon in der 4. Minute in Führung,
Salzburg brachte es bis zur Pause auf ein 1:1. In der 2. Halbzeit machte Red
Bull mit dem 2:1 und dem 3:1 alles klar, das 3:2 der Admira in der
Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik.
Ergebnisorientierte
Akustik sowie exakt dem Spielverlauf zugeschnittene Lautstärke mit perfekter
Abstimmung gehören zweifelsohne zu den wenigen Stärken der so armen „Crazy
Bulls“. Nach dem frühen Rückstand war tote Hose (dabei bekamen wir
Violetten ja Solidarität durch die „Toten Hosen“). Zum 1:1 hin gab’s eine
Minute Lärm, ehe alles recht flott wieder verpuffte. Nach der Pause kamen die
roten Bullen am Kunstrasen auch nur langsam zu ihrem Spiel. Die roten Fans
warteten erst ab, dann als das 2:1 gefallen war, gab’s kurz Ekstase. Selbige
noch einmal nach dem 3:1. Dazwischen war jeweils nur die pure Armseeligkeit zu
spüren. Das 3:2 der Admira in der Nachspielzeit kam leider (!), ja LEIDER (!!!)
zu spät.
Wir Violetten beschränkten dem Vorgeschmack auf
Stimmung auf die Halbzeitpause, pünktlich zu Wiederanpfiff wurde wieder
geschwiegen. Unser Herz hat nur die Violette Austria! Solidarität gab’s bisher
von allen Fangruppen, so auch von der Admira bei Spielende mit dem Transparent:
„Kämpft weiter für eure Farben!“. Danke auch den wenigen, aber echten
Admira-Fans. Wir werden eurem Aufruf folgen!
21. August
2005: Mittersill – Salzburg
(Benefizspiel für Hochwasseropfer)
Ein Spiel für die gute Sache, wir waren dabei –
mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.
20. August
2005: Pasching – Salzburg 1:0 (0:0)
7. Runde in der
T-Mobile Bundesliga. Superfund empfängt Red Bull. Können die roten Bullen
Superfund ihre Anlagepapiere mit dem belebenden Energydrink überschütten oder
sind die Wertpapiere von Superfund diesmal mehr Wert als die 0,25-Liter-Dose?
Das Spiel war
eine relativ öde Angelegenheit – leichte Vorteile für die Anläger. Die Bullen
konnten sich nie wirklich aufputschen, vielleicht war doch zu wenig Taurin in
den Drinks. Eigentlich sollten rote Bullen auch auf fremden Weiden ihr Können
zeigen. Doch die Strategie der Bullenherde war nicht ausgeklügelt genug. Ein
Tor fiel dann doch noch: Michael Baur ließ den Kurs der Superfund-Aktie mit
seinem Treffer steigen, Red Bull verabsäumte es, sich weitere Marktanteile zu
sichern. Die geschäftlichen Usancen, sich nach Ende der Tagung bei den
mitgereisten Maklern und Kunden zu verabschieden, wurden teils verabsäumt,
überhaupt einzuhalten und teils total unterkühlt durchgeführt. Für Red Bull
gilt es jetzt, den Tag abzuhaken und sich in einer harten Vorbereitungswoche
auf die Gala am Samstag gegen Nordea zu freuen. Ein Event auf Kunstrasen macht
halt doch mehr Freude. Es ist hingegen wieder was wert, in Superfund zu
investieren – mal sehen, wie sich der Kurs weiterentwickelt.
Mal was anderes:
Habt ihr schon mal etwas von Fußball gehört?
JA! Bei aller
Verhöhnung von allem, was sich beim Kommerzderby abgespielt hat: Es waren Fans
mit Herz dabei, die wirklich alles andere als das Gebotene nach Pasching
getrieben hat. In den violetten Auswärtssektor der Salzburger mischte sich zum
erbitterten Kampf um die Tradition schon merklich Schwerfälligkeit – selbst im
Anstimmen violetter Gesänge. Die Motivation geben uns aber zum Glück immer
wieder auch die solidarischen Fans der eigentlichen Gegner. So auch die
Paschinger mit 2 mehrzeiligen Spruchbändern: DANKE.
Abschließend bleibt zu sagen: WIR SCHEISSEN AUF
ÖSTERREISCHISCHEN KOMMERZFUSSBALL ZUM EINEN, LASSEN EUCH DIESEN ABER NICHT OHNE
WEITERES AUFZIEHEN! WIDERSTAND WIRD EUCH DARAN HINDERN!!!
13. August 2005: Salzburg – Wacker Innsbruck 2:0 (2:0)
Auf der Homepage
der „Roten Bullen“ groß angekündigt, für die echten Fans aber wegen
Traditions-Ausverkauf längst gestorben, sollte ein weiteres „Westderby“
stattfinden. Die Basis eines Westderbys ist selbstverständlich das Städteduell
Salzburg gegen Innsbruck. Diese Komponente war gegeben. Dass die ganze Brisanz
dieses Duells aber eine ähnliche Tradition hat, wie sie bisher auch die
Klubfarben der beiden Teams hatten, wurde wohl vergessen. Das Duell Salzburg gegen
Innsbruck verstrich diesmal leider völlig ohne die Farbe Violett. Das ist
ungefähr so, wie wenn der Wetterbericht wolkenloses Wetter ansagt und am Himmel
keine noch so kleine Lücke blau erkennbar ist.
Die Salzburger
Fan-Initiative Violett-Weiß hat wieder einen Support-Vorschlag vorgegeben. Bis
zur 85. Minute sollen die Violetten Kehlen ruhen, dann soll richtig losgelegt
werden – freilich nur für Violett. Die Umsetzung gelang auch, erst wurde teils
tiefsten Provokationen von Red-Bull-Fans getrotzt, ehe kurz vor dem
Schlusspfiff der Kontrast zwischen feuriger Fußballstimmung und
Bullen-Langweile besser denn je zur Geltung kam. Auffällig dabei war, dass die
„Violetten“ mehr werden, die Pfiffe der neutralen Zuseher weniger. Viele
unverbesserliche Kaufobjekte von Menschen im Stadion gibt es dennoch, einigen
macht eine Strichcode-Etikette scheinbar gar nichts aus. Zur
Stadion-Auslastung: Das Spiel wurde als „ausverkauft“ gemeldet, war es aber mit
Sicherheit nicht – viele Plätze blieben frei. Ob es überhaupt 18.000 waren im
Stadion, bleibt fraglich. Der Innsbrucker Sektor war bestens gefüllt,
Solidarität blieb nicht aus: „Diktatur der Angepassten!“ stand auf ihrem
Transparent, die Nachricht der Tiroler trifft die Umstände in Salzburg exakt
auf den Punkt. Überdies haben die Innsbrucker die Gelegenheit des Salzburger
Fan-Aufstandes genutzt und das EM-Stadion in Grund und Boden gesungen – eben
bis zur 85. Minute. Zu Beginn brachten die Innsbrucker Fans eine imposante
Zettelchoreographie, auf der einen Seite was ihr altes, TRADITIONELLES
Wacker-Logo, als sie die Zettel umdrehten, dominierten ihre TRADITIONS-Farben,
schwarz-grün – garniert wurde das ganze von einem schlichten Transparent: „FC
Wacker Innsbruck“. Bei Beginn der 2. Halbzeit zeigten die Nachbarn aus dem
Westen dann den roten Bu****, wie Stimmung im Fußball aussieht, der
Stadionsprecher freilich fand prompt die unpassendsten Worte zur tollen
Pyro-Einlage im Auswärtsblock.
Das Spiel selbst
hatten die Salzburger ganz klar in der Hand, 2 Tore in der 1. Halbzeit und ein
trockenes Spiel über 90 Minuten brachten einen ungefährdeten 2:0-Sieg. Etwas
kurios kam dann die „Welle“ mit den Spielern der Bullen nach dem Spiel bei der
Südtribüne. Die Emotion war komplett weg, keine violette Seele konnte sich
freuen für diese Truppe.
Nach Spielende wurden
die Innsbrucker Fanbusse bei ihrer Abfahrt aus Salzburg von den Violetten noch
beklatscht, wo sonst die Stinkefinger Hochsaison haben war diesmal der Dank für
die Solidarität sehr angebracht. Möge es irgendwann wieder ein richtiges
Westderby geben – an Innsbruck wird es wohl nicht liegen, nur an Red Bull.
30. Juli
2005: Salzburg – Rapid Wien 0:2 (0:0)
Der SK Rapid
Wien zu Gast auf ein Fußballspiel in Salzburg. Bisher war es immer so, dass man
in der ganzen Woche hin zu diesem Samstag nichts außer das Spiel im Kopf hatte
– in der Hoffnung, dass die Salzburger siegreich bleiben. Jetzt ist alles
anders: Dem Spiel wird mit einer Gleichgültigkeit entgegengegangen, wie einem
Pferderennen, bei dem man keine Wette abgegeben hat. Und zu hoffen, dass
Salzburg das Spiel gewinnt, wäre auch sehr vermessen – es würde der
Retortenklub siegen, der es mit seinem Geld geschafft hat, unsere Austria
Salzburg und all die Identität zumindest vorerst mal auszulöschen. So kommt es,
dass viele eingefleischte Violette einen Sieg der Grün-Weißen aus Hütteldorf
geradezu herbei gesehnt haben. Der Umstand, dass nur bei einem Rapid-Sieg der
Fußball als Sieger hervorgeht, macht diese Überlegung verständlich. Alles
andere wäre nur die Krönung eines Mega-Events mit speziellen Show-Effekten.
Spätestens bei Kundgabe der Solidarität des einstigen Rivalen wurde dem
Violetten und somit echten Salzburgfan klar: Dieses Spiel soll Rapid gewinnen!
Vor dem Spiel
kam es zu einem von salzburgfans.com initiierten Treffen von Vertretern der
Initiative Violett-Weiß mit Bundesliga-Vorstand Georg Pangl. Wir deponierten
unsere wichtigsten Anliegen beim Burgenländer an der Spitze der
Österreichischen Fußball-Bundesliga. Pangl gab sich äußerst sympathisch,
signalisierte Verständnis für die Dinge, die uns am Herzen liegen. Er
informierte uns, dass sein Sitzplatz beim Spiel gegen Rapid jener neben
„Kaiser“ Franz Beckenbauer sein wird. Der Vorstand brachte seinen Wunsch nach
einem defensiven Verhalten der Fans im Bezug auf Proteste zum Ausdruck, nicht
ohne aber uns zu versichern: „Ich will als Mittelsmann agieren, eure Anliegen
an die von Red Bull weiterleiten und versuchen, auch Red Bull zu klärenden
Gesprächen zu ermutigen.“ Außerdem meinte er, er würde den Kaiser beim
Rapid-Spiel gleich persönlich auf uns Violette anreden und mit ihm darüber
diskutieren. Ob’s was bringt, man wird sehen... Kommentare der
Unterhaltungsmoderatoren im Stadion wie beim letzten Spiel gegen Mattersburg
wurden Red Bull laut Pangl von der Bundesliga schon untersagt.
Ohne jeglicher
Hilfe der treuen Violetten Fans versuchten einige Red Bull’er, doch so etwas
wie Stimmung in die Bude zu bringen. Man kann getrost sagen: Es blieb bei
Versuchen. Eine Trommel und der Wille und ein volles Stadion sind eben immer
noch zu wenig, wenn das Wichtigste fehlt: Das Herz. Und kein Bulle kann
behaupten, ein sonderliches Herz für diesen Klub zu haben. Bestenfalls haben
die ein Herz für den Kommerz oder eben die pure Sehnsucht nach der Champions
League, die alle anderen wesentlichen Elemente des Fußballs verdrängt. So waren
ausschließlich die Rapidfans am Drücker. Bei denen regierte die Solidarität mit
ihrem Gegenüber, den Violetten. Die Solidarität war beeindruckend, im
Minutentakt kamen neue Spruchbänder, die auf unsere bedenkliche Situation
aufmerksam machen sollten. Schön, dass selbst stark verfeindete Fankurven
zusammenhalten, wenn es Probleme gibt, die über den eigenen Klub hinausgehen
bzw. für die Sache des Fußballs wie wir ihn alle lieben schädlich ist. Auch die
Grünen haben erkannt, dass wir Violette als ihre Rivalen im Prinzip Leute sind
wie sie selbst – nur eben am Fußballplatz getrennt durch die Farben und etwa
130 Meter. „Guten Abend Red Bull – Gute Nacht Fussball“ war für mich das
beste – sprich originellste und aussagekräftigste aller Spruchbänder. Danke
Rapid für eure Solidarität!
Das Spiel
verlief nicht nach dem Geschmack der Dosen-Millionäre. Eine sehr starke 1.
Halbzeit der Bullen überschattete eine fragwürdige Rote Karte für Markus
Schopp. In numerischer Unterlegenheit kam Salzburg dann in der 2. Halbzeit
gegen den regierenden Meister in Schwierigkeiten. Rapid nutzte die Phase der
schwächelnden Bullen eiskalt aus, traf 2 Mal und stand sicher in der Abwehr.
Als in der 89. Minute (in Anlehnung an die Jahreszahl des einstigen
Wiederaufstiegs der Salzburger Austria in die 1. Bundesliga) die Violetten ihre
19:33 Minuten violettem Support starteten, Rapid 2:0 in Front war und das Spiel
bald vorüber war, kapitulierten schon die ersten Stadionbesucher in Red Bull
Trikots. Was folgte war ein Feiertag in Violett nach Rapid-Sieg in Salzburg.
Nach Verlassen des
Stadions marschierten wir noch vor den VIP-Club, um dort unsere Violette
Identität mit Sprechchören zum Ausdruck zu bringen. Bei Gesängen wie „Eins
kann uns keiner nehmen und das ist die Austria aus Lehen!“ war sogar den
Gesichtern einiger Exekutiv-Beamter ein Schmunzeln zu entnehmen. Von den
reichen Herren des Klubs ließ sich natürlich keiner blicken, wir akzeptierten
es mit den Tönen „Wir kommen wieder!“. Zum Abschluss dieser Violetten
Kundgebung gab’s noch einen geschlossenen Marsch der Violetten zum gemütlichen
Stüberl nahe vom Stadion. Ein gepflegtes Stiegl-Bier auf Violett krönte den Tag
für Violett.
24. Juli
2005: SV Ried – Salzburg 3:0 (1:0)
Das Heimspiel
der roten Bullen vergangenen Mittwoch gegen Mattersburg war wie ein Alptraum
für langjährige, treue Fans von Austria Salzburg. Eigentlich war es aber für
alle Fußballfans schlimm, sehen zu müssen, wie der Kommerz im Salzburger
Fußball eingeschlagen hat. Fans von Red Bull waren klar in der Überzahl, das
Häuflein Violetter war fast überflüssig wie Sand am Meer. Nachgeahmte
Fähnchenschwingerei und eine inszenierte Welle von bezahlten „Fans“, bei der so
gut wie jeder mitmachte – das war zu sehen. Gesichter waren rot-blau
geschminkt, die Red Bull Fantrikots waren schon bei diesem ersten Heimspiel
nicht zu übersehen. Red Bull siegte gegen Mattersburg 4:0. Damit Siege von
Kommerz gegen Herz nicht Überhand nehmen, legen wir Violette uns weiterhin dem
Weg quer.
Und tatsächlich:
Schon beim nächsten Auswärtsspiel in Ried sollte alles anders werden.
Erfolgsfans haben es eben so an sich, auswärts nicht präsent zu sein. Es waren
zwar einige H**** von Red Bull im Gästesektor, zu melden hatten die aber gar
nichts. Die Hosen hatten diesmal eindeutig die Violetten an. Weil wir Violette
natürlich ganz andere Interessen verfolgen, als uns dem Kommerz des roten
Bullen anzuschließen, gab’s selbstverständlich keinerlei Unterstützung für die
Kicker des Weltkonzerns. Im Gegenteil: Erstmals wurde der Kampf gegen die
Vorgehensweise von Red Bull in erbitterter Weise geführt. Die emotionellen
Violetten unter den 500 Leuten im Gästesektor machten einerseits Stimmung in
Violett, um Austria Salzburg nicht untergehen zu lassen. Andererseits wurden Red
Bull, speziell Kurt Jara (für saublöde Aussagen) und Kurt Wiebach
(verantwortlich für praktisch alles), Rechnungen ihrer Handlungsweise offen
gelegt. Den treffenden Spruchbändern (deren Aussage allein scheint den
arroganten Herrschaften ja nicht genug zu sein) halfen die Violetten diesmal
mit etlichen Bengalen nach, die vom Sektor auf das Spielfeld flogen. Erstmals
in der 1. Halbzeit und dann auch noch einmal nach Ende des Spiels. Auch die
Rieder hatten bei Spielbeginn ein Spruchband gegen Red Bull parat, danke Rieder
für eure Solidarität. Als Dankeschön dafür haben wir den Riedern ja schon beste
Unterstützung der Wikinger-Mannschaft geboten.
Das Spiel
verlief nach unserem Geschmack. Ein Warnschuss von Zickler nach wenigen
Sekunden blieb in der gesamten 1. Hälfte die einzige nennenswerte Salzburger
Aktion. Ried spielte mit viel Herz, belohnt erstmals kurz vor der Pause mit dem
1:0 – ein Traumtor, genau ins Kreuzeck von Sanel Kuljic. Nach Seitenwechsel
wurde Red Bull stärker – cleverer blieb Ried, nach einem allgemeinen
Abwehrfehler garniert mit Arzberger-Ausflug kam der Ball zu Angerschmid und der
besorgte das 2:0. Den Schlusspunkt setzte kurz vor Schluss noch ausgerechnet
ein Salzburger Austrianer, Thomas Eder. Erst machten die Rieder Spieler die
Siegeswelle mit den Fans ihres Fansektors, dann auf der Tribüne seitlich vom
Spielfeld und dann... Kein Sektor sehnte die Siegeswelle mit den Ried-Spielern
so sehr herbei wie der Gästeblock aus Salzburg. Tatsächlich spielten die Rieder
bei der Aktion mit, es gab eine äußerst enthusiastische Welle der Rieder
Spieler mit dem Gästesektor. Seo wurde von Violetter Seite mindestens ebenso
laut angefeuert wie von den Rieder Fans, er dankte es bereits während des
Spiels mehrmals mit Applaus in unsere Richtung. Als er nach Spielende noch
einen violetten Schal der Ultrás überreicht bekam, küsste er ihn – Jung Won
Seo, violett wie wir! Überhaupt wurde der Fall der Bullen nach Spielende noch
lange von den Violetten und damit echten Salzburgfans mit leidenschaftlicher
Hingebung für die Violette Austria Salzburg gefeiert. Nach dem 2:0 begann
übrigens schon der geschlossene Abmarsch der Bullen aus dem Gästesektor, die
H**** in den rot-weißen Kommerz-Trikots fühlten sich zum einen nicht wohl und
zum anderen sahen sie als Erfolgsfans ein unbefriedigendes Spiel. Am Ende also
waren wir Violetten unter uns, es war wie ein Zeichen: Am Ende kommt mit
Fußball plus Salzburg immer Austria Salzburg in Violett-Weiß heraus.
Das Auswärtsspiel in Ried
war eine Demonstration für Austria Salzburg in Violett-Weiß und gegen Red Bull
bzw. deren Handlungen und Vorstellungen von Fußball mit Kommerz. So kann es
weitergehen, vielleicht gibt’s ja schon beim Heimspiel der Bullen gegen Rapid
wieder mächtig Stress – Rapid bringt bekanntlich Solidarität für die Violetten
Fans mit.
20. Juli
2005: Salzburg – Mattersburg 4:0 (0:0)
Obwohl man es
vorher gewusst hat: Es war schon ein ungewohntes Gefühl, sich eine lange
Parkplatzsuche antun zu müssen. Die Zusehermassen sind zurück in Salzburg,
Fanansturm war es aus mehrerlei Gründen allerdings keiner. Salzburg ist für
Fans nämlich die Austria – und das ganze Spielchen soll für Fans in Violett
ablaufen. Vieles wurde versucht seitens der wahren Fans, Lohn für alle Mühen gab’s
keinen – der Supergau konnte nicht verhindert werden, eine Salzburger
Mannschaft lief beim Heimdebüt in der neuen Saison in rot-weißen Trikots auf’s
Spielfeld.
Dem Violetten
war an diesem Tag durchaus bewusst, dass viel mehr Leute einfach nur guten Fußball
sehen wollen. Als dieses Bewusstsein bestätigt wurde, kam der dicke Hals
gepaart mit Kopfschütteln gar noch deutlicher als man angenommen hätte. Beim
Stadion angekommen blickte man in rot-blau geschminkte Gesichter, sah man sehr
viele Leute bereits mit den neuen Trikots der Salzburger herumgehen.
Verständnis geschweige denn Respekt für die immertreuen Violetten gab’s nicht,
ganz im Gegenteil: Der Violette konnte noch froh sein, wenn er einer der
wenigen farbechten war, die nicht blöd angeredet oder angeblickt wurden.
Dennoch versuchte man, sich an diesem Tag durch nichts provozieren zu lassen.
Es gelang einigermaßen. Der einstige kreative Spielraum der Fans, die
Stehplatztribüne Süd wurde zur Hälfte mit Sitzen belegt, die Fankurve wurde
durch diesen Schritt als solche nicht bloß halbiert – sie wurde ausgelöscht.
Fast schon selbstverständlich, dass keinerlei Fan-Material in Violett erlaubt
war: Trommeln, Fahnen und Transparente mussten draußen bleiben. Die Stehplätze
für heimisches Publikum sind also auf die Hälfte reduziert worden. Umso
erstaunlicher, dass selbst in diesem kleinen Eck die letzten verbliebenen
Violetten nicht die Überhand haben. Selbst in diesem Sektor sind fast alle für
Red Bull in Salzburgs Fußball. Alle lassen sich vom Eigentümer blenden, keiner
deckt arrogante Aussagen, Lügen und Widersprüche – etwa von Manager Kurt
Wiebach auf. Keiner hat den Weitblick, um in der ganzen Sache den Anfang vom
Ende des Fußballs zu erkennen. Kurzum: Fast alle Stadionbesucher machen Red
Bull, um in der Sprache des dazu passenden Szene und Mentalität zu bleiben, die
Beine breit – fast alle sind käuflich. Wir Violette sind stolz, uns nicht dem
Kommerz hinzugeben und unsere Identität und den Charakter zu 100 % zu behalten.
Wir singen nur für Violett!
Das Stadion – ab
sofort eine Mischung aus Disco und Kindergarten (Lichteffekte und Graffiti) –
war ausverkauft, Neugier und Erfolgshunger käuflicher Identitäten war der
Grund. Selbstverständlich wollten viele einfach nur guten Fußball sehen –
verzeiht an dieser Stelle die Verallgemeinerung, aber denkt doch auch darüber
nach ob zum Fußball nicht auch das Drumherum gehört und dann weiter... ist
dieses Drumherum typisch Fußball oder doch nicht? Von Red Bull organisierte
„Stimmungsmacher“ waren stellvertretend für fast alle Stadionbesucher die
Veranschaulichung der Zuseher-Typen. Ein Kabarettist und ein Medien-Mann
machten die Unterhaltungsmoderatoren im Stadion, das Publikum war leicht zu
erheitern und schwenkte nach Aufforderung dicht weiße Fähnchen, welche auf die Sitze
verteilt wurden. Den Charakter des Erfolgsfans in den Leuten merkte man in der
2. Halbzeit. Kurz bevor das 1:0 für Red Bull fiel, war es doch einige Zeit
auffällig ruhig. Bunte Scheinwerferlichter zogen während des gesamten Spiels
auf den Tribünen ihre Kreise, an den Eingängen ging dauernd leichter Rauch
hoch. Der Matchball kam natürlich eingeflogen – ganz nach Red-Bull-Art aus der
Luft von Extremsportler Felix Baumgartner. Event, Show und Spektakel waren also
geboten. Obwohl man aber es sehr feines Fußballspiel geboten bekam, hatte alles
Drumherum mit Flair von Fußballspielen überhaupt nichts zu tun. Die
Mattersburger zeigten 2 Spruchbänder, der Sinn darin war Solidarität mit den
Violetten – Dankeschön dafür. „Stoppt den Rinderwahn“ stand auf einem der
beiden, Reaktion des käuflichen Publikums: Pfiffe (ob die überhaupt den Sinn
des Transparentes erkannt haben?), Reaktion der Violetten: Dankender Applaus.
Das Spiel
verlief nach dem Geschmack von Red Bull. Zur Pause stand es noch 0:0, obwohl
Salzburg bereits kräftig am Aluminium angeklopft hat. Nach Seitenwechsel kamen
allmählich auch die Tore, Zickler traf im Doppelpack – sein 2. Treffer war ein
Augenschmaus für den Fußballfan. Carboni traf per abgefälschtem Weitschuss zum
3:0 und Mayrleb köpfelte zum 4:0-Endstand. Fazit: Gutes Spiel zweier
Mannschaften, für die man keine positivem Gefühle hat. Auf den Sieger des
Abends kommt sogar immer mehr der Hass, besonders auf Eigentümer und das neue
Publikum.
Als Red Bull die
Show abgezogen hatte und die Bullen-Anhänger allmählich das Stadion verließen,
zeigten wir Violette, dass es uns auch noch gibt. Eine knappe halbe Stunde lang
gab’s angenehme Töne aus dem Violetten Liederarchiv – direkt aus den Kehlen von
einigen der letzten verbliebenen Herzblut-Fans der Salzburger Austria. Bei
Ohrwürmern wie „Go-Go-Goal“ und „You’ll never walk alone“ gab es
selbst in dieser Bullen-Disco mit Kindergarten-Graffiti Gänsehaut pur, man
besinnte sich unter den Violetten für einige Momente ganz auf sich selbst. Da
störten auch die dummen Pfiffe der Bullen an den Ausgängen nicht mehr.
Ich sehe es
persönlich so: Unsere Austria Salzburg schläft, tot ist sie nie – eine
Fußballmannschaft mit so einem Mythos kann schon der Geist am Leben erhalten.
Irgendwann wird es wieder violette Götter geben, die am Rasen Fußball bieten.
Bis dahin bleibt weiter die Erinnerung an glorreiche Zeiten in Violett, aber
auch an irgendwie schöne Jahre in der Bedeutungslosigkeit – die Tradition wurde
immer hochgehalten und im Nachhinein freut einem Violetten das gerade für
Spiele in der Bedeutungslosigkeit ganz besonders. Red Bull hat Austria Salzburg
vorerst ruhig gestellt – gefallen lassen muss man sich andere Sachen, daher:
Mit dem Geist von Austria Salzburg im Herzen gegen den Kommerz und damit gegen
Red Bull – zumindest solange dieses Unternehmen nicht ausreichend einlenkt.
Denn: WIR HABEN AUSTRIA SALZBURG IM HERZEN!!!
12. Juli
2005: GAK – Salzburg 3:1 (1:1)
„Das
Abstiegsgespenst könnte in dieser Saison dank der Ländle-Elf eher harmlos
bleiben, doch wie scharf sind dessen Zähne dann in einem Jahr...?“ – Dieser war
der letzte Satz meines Spielberichtes vom letzten Spiel gegen den GAK vom 2.
April. Wenn ich mir über eine meiner Ausführungen von damals sicher war, dann
über diese. Keiner konnte ahnen, was da am Abend des 6. April allmählich
durchsickerte. Doch wer anfangs gedacht hat, wir wären nach der Übernahme durch
Red Bull gleich alle Sorgen los, der irrte leider gewaltig. Die Sorgen sind
kaum oder gar nicht weniger geworden, es sind nur andere – aber ebenso echte –
Sorgen. Nachdem wir mit unseren Violetten dem Abstiegsgespenst noch dem A....
zeigen konnten, zeigt uns jetzt Red Bull die Zunge des Kommerzes im Salzburger
Fußball. Es ist weder nötig, noch auf A4-Format möglich, alle neuen Probleme
und Sorgen anzubringen, wir werden es noch oft genug in unsere Sinne geführt
bekommen.
Die
Auswärts-Sektion beim Auftakt der neuen Saison in Graz stellte allen Umständen
zum Trotz doch mehrheitlich jene violette Schar, die auch bisher immer zu
Auswärtsspielen der Austria gereist ist. Je weiter auswärts die Spiele sind,
umso weniger bloße Lokalpatrioten sind im Gästeblock anzutreffen. Gemischte
Gefühle gab’s nicht, es gab für viele der wahren Fans der Salzburger Austria in
Graz gar keine Gefühle. 2 „fremde“ Mannschaften spielten ein Erstliga-Spiel,
man könnte diesen Bericht auch unter „Groundhopping“ reinstellen. Knapp 300
Violetten war der Kampf um die Tradition die Reise zum Spiel in Graz aber doch
wert. Es gab ausschließlich Töne für Violett, zu Beginn wurden Fahnen in
Violett und Weiß geschwenkt. Beim Führungstor der Salzburger gab’s zum Teil gar
keinen Jubel und beim Rest nicht mehr als eine gewisse Reaktion, die aber bald
wieder verflachte.
Ganz anders die
Situation unter den Fans aus dem „roten Graz“. Diese demonstrierten in ihrem
bescheidenen Fansektor neue Einigkeit, „Red Firm“ ist das neue Dach und
Stichwort des treuen Grazer Anhangs in Rot. Quasi als Einweihung dieses neuen
Fan-Auftritts der GAK-Anhänger gab’s eine ansehnliche Choreographie zu
Spielbeginn. Angesichts der mehr als 10.000 Zuseher im Stadion war auch die
Stimmung recht gut, die Partie sollte ihr Übriges dazu tun.
Der GAK spielte
stark, die neue Truppe von Red Bull konnte gut von eigenen Tor fern gehalten
werden. Das starke Pressing der Grazer war den hochgelobten Red-Bull-Stars gar
nicht genehm. So war der Führungstreffer durch Abwehr-Bollwerk Knavs per Kopf
erstmal nicht mehr als Zufall. Alles andere als aus heiterem Himmel fiel in der
38. Minute allerdings der Ausgleich, Ballzauberer Bazina traf wunderschön und
akrobatisch zum Ausgleich. Nach Seitenwechsel gelang es dem GAK weiter,
dagegenzuhalten, die Grazer gingen mit 2:1 in Führung. Den sicher scheinenden
Sieg vermasselte ihnen in der 90. Minute noch beinahe der inferiore Schiri
Stuchlik, als er einen Witz-Elfer für Red Bull gab. Schopp traf, aber Stuchlik
hat angeblich oft beim Confederations-Cup zugeschaut – war doch klar, dass er
es ist, der sich von den kuriosen neuen Schiri-Anweisungen sein Ego verdeutlichen
lässt. Der Elfer wurde wiederholt, dann vergab Schopp. Der GAK blieb in
Führung, in der 95. Minute fixierte Bazina mit seinem 2. Treffer den
3:1-Endstand.
Ein Fehlstart also für Red Bull, vielen im
Auswärtssektor war es herzlich egal – einigen sogar ganz recht. Wer per Zug
angereist war, musste die Nacht in Graz verbringen, bevor es wieder
Verbindungen nach Hause gab. Erlebnis-Faktoren bleiben also...
7. Juli
2005: Salzburg – Wacker Burghausen 2:0 (2:0)
Donnerstag, 7. Juli
2005 – 18:30 Uhr: In Elixhausen beginnt bei Regen ein Fußballspiel bzw. eine
Halbzeit eines ebensolchen. Es war Salzburgs letzter Test vor Beginn der
Bundesliga am kommenden Dienstag auswärts im Graz beim GAK (dessen Trainer
Schachner war in Elixhausen auf Spionage).
Beginnen wir mit dem
Positiven aus diesem Tag: Salzburgs neue Mannschaft harmonierte fast perfekt,
spielte gegen den starken Zweitligisten aus Deutschland, Wacker Burghausen,
wirklich stark, offensiv und zielorientiert auf. Jezek und Mayrleb waren die
Torschützen zu einem verdienten 2:0-Sieg der Salzburger.
Damit zu den negativen
Sachen (der Text sollte noch lang werden):
-
Was denkt man sich dabei, für SO (man lese
weiter) ein Spiel dermaßen ungerechtfertigte Eintrittspreise zu kassieren?
Selbst die ermäßigte Karte kostete noch 5 Euro.
-
Keine Flutlichtanlage bei Spielbeginn 18:30 Uhr.
Obwohl Juli ist müsste man wissen, dass es bei Schlechtwetter bis zum
planmäßigen Spielende um etwa 20:15 Uhr ziemlich dunkel werden kann.
-
Äußerst unfähiges Ordner-Personal, total planlos.
Lächerliche Diskussionen, wo man sitzen und stehen darf und wo nicht –
irgendwas störte jeden, die Ordner sowieso...
-
Der Regen wurde immer stärker, der Boden tiefer
und der Horizont dunkler
-
Spielabbruch zur Halbzeit wegen des Regens und
der damit verbundenen Bodenverhältnisse sowie auch wegen fehlenden Flutlichts
bei einsetzender Dämmerung
-
Der arrogante Manager Kurt Wiebach – wieder im
legeren Outfit erschienen – zeigte sich so, wie man ihn kennt. Angesprochen auf
die Berichte nach dem Vorfall von zuletzt, als er sich nicht mit einem Fan in
violetter Klubjacke fotografieren ließ, machte er sehr blöde Aussagen. Auf die
Frage, wie er heute darüber denkt und ob er sein Vorgehen im Nachhinein okay
findet: „Ja!“. Er will nichts von „Wüstenrot“ wissen, meinte er – natürlich,
und das sagt er ja ebenso – ist ihm die Tradition eher ein Dorn im Auge als ein
Anliegen. Angesprochen auf die Proteste der Fans gab er eine für mich
überraschende Reaktion von sich, indem er gestikulierend und auch in Worten die
Proteste gar als Nichtigkeit darstellte. Natürlich meint er damit die eher
wenigen Leute, die auf Violett bestehen, aber vielleicht könnte man ihm ja
künftig deutlicher veranschaulichen, dass die Proteste keine Kleinigkeit sind.
Leute wie Wiebach machen mit ihrem Vorgehen den Fußball kaputt – kapiert es
doch endlich alle!
Ein überaus tolles
Gefühl war es für mich dann, Kurt Wiebach von Angesicht zu Angesicht einen
lupenreinen Stinkefinger ins Gesicht zu deuten.
Am Dienstag beginnt
die Bundesliga-Saison. Die Fans kämpfen jetzt für ihren Klub weiter, solange
bis Violett zurückkommt. Wie die Aktionen der Fans aussehen werden, wird man
sehen. Durch die Medienberichte nach dem Platzsturm von Mondsee wissen jetzt
fast alle darüber Bescheid worum es uns geht, verstehen tut uns trotzdem
keiner. Macht nichts, volle Kraft in den Kampf für unser traditionelles
Violett!
18. Juni
2005: Union Raiffeisen Mondsee –
Salzburg 1:5 (1:1)
Um 18:00 Uhr war es
soweit: Christian Mayrleb und Alexander Zickler standen an der Mittellinie des
Platzes an der Sportanlage in Mondsee und machten den Anstoß zur Zukunft vom
Salzburger Spitzenfußball. Die Salzburger taten sich bei diesem ersten Test
sehr schwer, nachdem Mayrleb doch das 1:0 gelang dauerte es nicht lange, da
kamen die Mondseer sogar zum Ausgleich. Zur Pause stand es 1:1. In der 2.
Halbzeit entgingen die Salzburger dann einer Blamage beim Auftakt doch noch
ziemlich deutlich, das Spiel endete mit einem 5:1-Sieg der Salzburger. Bester
Torschütze war Mayrleb mit insgesamt 3 Treffern.
Während der ersten
Halbzeit setzten die Salzburger Fans plötzlich zu einem Platzsturm an.
Hintergrund war die Farben-Debatte, die außer den treuen Anhängern leider
niemand führen will. Den Kampf um die violette Tradition unterstützen
erschreckend wenig Leute, die treusten und leidenschaftlichsten Fans werden
hier weitgehend alleine gelassen. Das Spiel wurde bekanntlich live auf
Salzburg-TV übertragen, auch sonst waren die Medien dicht vertreten –
vielleicht war der Protest ja medienwirksam genug, um zumindest einige bisher
blinde „Red Bull’er“ zum Nachdenken zu bewegen. Ob die Medien die Anliegen der
Fans dabei beachten, oder einfach den Platzsturm an sich thematisieren und als
dumm hinstellen werden, bleibt abzuwarten.
Ich versuchte zusammen
mit einem Kollegen etwas an die Spieler heranzugehen. Alexander Zickler hat am
meisten Verständnis für die Anliegen der Fans, er meinte, es wird auf jeden
Fall weitergeredet in dieser Sache. Knavs etwa sprach von einem schwierigen
Thema, er verstehe beide Seiten. Seiner Ansicht dürften die meisten Spieler
sein. Von den Akteuren selbst bedauert wohl Maynor Suazo den Abschied von
violett im Trikot am meisten. Richtig schwache Statements lieferte einer ab,
dem so etwas am allerwenigsten zusteht: Heimo Pfeifenberger. Jener Sunnyboy,
dem so lange die Fans zugejubelt haben, nimmt die Farben-Diskussion erst gar
nicht auf. Dafür thematisiert er den Platzsturm selbst umso mehr. Diesen
verurteilt Heimo, indem er sogar von Stadionverboten spricht. Jene Leute, die
ihn so lange unterstützt haben, stellt er jetzt als dumm hin. Wie würde denn so
etwas bei Rapid enden, wenn eine Farben-Änderung ansteht, fragten wir ihn –
worauf er meinte: „Bei Rapid würde es solche Aktionen nicht geben – das gibt es
nur bei Salzburg und Austria Wien!“ (Anm.: Mit „solche Aktionen“ war der
Platzsturm gemeint)
Auch wenn es keiner
versteht: SALZBURG IST KOMPLETT – WEISS-VIOLETT!!!
17. Juni
2005: Zaungast beim Training
Zum Abschluss der
ersten Trainingswoche war ich in Seekirchen bei einer 90-minütigen lockeren Einheit
dabei. Spieler und Trainer strahlten gute Laune aus. Der Kapitän steht nun mit
Markus Schopp fest, morgen kommt es zum ersten Testspiel in Mondsee.
Bemerkenswert war das
Verhalten von Kurt Wiebach. Als er während des Trainings ganz entspannt im legeren
Outfit und mit cooler Sonnenbrille aufkreuzte, war er sich nicht zu schade, uns
(2 Jungs im jungen Alter) zuerst freundlich zu grüßen. Eine äußerst
unsympathische Aktion lieferte er nach dem Training. Als mein Kollege auf ein
Foto mit Wiebach wollte, verweigerte der überaus arrogante Manager zunächst das
Bild, solange bis sich der gute Kollege von seiner violetten Jacke
verabschiedet hat. Dann erst klappte es mit dem Foto. Zitat: „Ich bin nicht
violett, ich bin Red Bull!“
13. Juni
2005: DIE ZUKUNFT HAT BEGONNEN!!!
Montag, Wochenende
vorbei – ab in die neue Arbeitswoche. Das ist Alltag, das ist Normalität. Nicht
jeder erlebte diesem Montag als gewöhnlichen Arbeitstag. Für viele jener Leute,
die an diesem Tag am Hangar 7 waren, brachte dieser Tag Spannung pur – es
fehlte einigen Leuten gar die Zeit, um an Alltag zu denken. Ja, für die Fans
des besten Salzburger Fußballklubs war dieser Tag ein ganz bedeutsamer. Heute
sollte Klartext gesprochen werden, keine Fragen sollten offen bleiben. Red Bull
Salzburg lud zur offiziellen Mannschaftspräsentation für die Saison 2005/06.
Der Rahmen dazu hätte eindrucksvoller nicht sein können. Beim Hangar 7 am Salzburger Flughafen, dort wo Red Bull sein Imperium eindrucksvoll präsentiert, ging es wahres Mega-Event von Mannschaftspräsentation über die Bühne. Diese Bühne stand vor dem imposanten Dach des futuristischen Hangar 7, umgeben von original Kunstrasen. Am Rasen waren viele Fußbälle von „Adidas“, dem neuen Ausstatter, verteilt. Das Herz dieser Bühne war lebendig, einige sehr hübsche Blondinen zierten dieses Spektakel. Kurz vor Beginn des offiziellen Teils sorgte ein RedBull-Flugzeug, das dem Hangar 7 zusteuerte, für Aufregung. Einige vermuteten darin einen ganz großen Superstar (Figo, Carlos, ...) – es geisterte ja viel durch die Medien zuletzt.
Um 11 Uhr eröffnete mit Dietrich
Mateschitz der Gastgeber höchstpersönlich diese „Show“. In seinen
Begrüßungsworten relativierte er gewisse von den Medien kolportierte
Geldbeträge. Außerdem versuchte er, den Sport in den Vordergrund zu rücken und
seine Person etwas aus dem heißesten Blickpunkt zu nehmen. Mateschitz selbst
wohnte der Veranstaltung übrigens nicht bis zum Ende bei. Auch der neue Manager
Kurt Wiebach kam beim Einstieg zu Wort, er liebäugelte in seinen Ausführungen
gar mit 10.000 verkauften Abo-Karten für die kommende Saison. In der Folge
führten Adi und Edi (Kult-Reporter vom Hitradio Ö3) die vielen Journalisten und
die neugierigen Fans durch das Geschehen. Zuerst wurde Kurt Jara auf die Bühne
gebeten. Dann kamen nach und nach alle Spieler (darunter 14 Neuzugänge, alle
Spieler im feinen Anzug mit Hemd) auf die Bühne, einige Neuzugänge wurden von
Adi interviewt. Edi Finger jun. war bereits zu Beginn
der Veranstaltung voll des Lobes über die professionelle Abwicklung. Ein Sprecher
von „Adidas“ präsentierte offiziell den neuen Matchball. Die treuen Fans
warteten am meisten auf die Präsentation der neuen Trikots, freilich in der
Hoffnung auf einen Hauch an Violett. Doch um 11:22 Uhr war es dann Gewissheit:
Als Thomas Winklhofer und Markus Schopp die neue Spielkleidung herzeigten,
kamen einigen fast die Tränen. Rot-Weiß bei Heimspielen und Blau-Weiß auswärts,
sich damit anzufreunden wird nicht einfach – selbst wenn im Statut die
Vereinsfarben Violett-Weiß lauten. Die Fanklubs geben sich in einer ersten
Reaktion kämpferisch, an Auflösungen sei nicht gedacht. Nach Ende des
offiziellen Teils um kurz vor Zwölf gab’s für die Anwesenden Fans noch eine
Freude, die Adidas-Bälle von der Bühne wurden an die Anwesenden verschenkt. Die
zufriedenen Anhänger verließen allmählich den Hangar, während die eingeflogenen
Journalisten noch zu einem Mittagessen eingeladen wurden.
Um ein Fazit zu ziehen: Es war sehr interessant, im Hangar 7 dabei zu sein.
Vieles von dem was vorgestellt wurde, macht so richtig Appetit auf die neue
Saison. Vor allem, dass man trotz des eigentlichen Saisonziels
(Europacup-Startplatz) doch vom Meistertitel 2006 träumt, macht hungrig auf
mehr. Der Wehrmutstropfen, dass Violett nur noch am Papier aufscheint, wird
vielen allerdings sehr fest im Nacken sitzen. Man kann gespannt darauf sein,
was die neue Saison am Spielfeld und auf den Rängen bieten wird.
Hier sehen Sie 2 Foto-Galerien. Die erste
Gallery befasst sich mit der Präsentation selbst, die zweite Gallery zeigt
Einblicke in den Hangar 7.
Fotoalbum – RedBull Salzburg 2005/06
– Die Präsentation
Fotoalbum – Hangar 7 – Das Imperium
RedBull um Dietrich Mateschitz
Foto-Album Austria Salzburg 2004 -
HERBST Foto-Album
Austria Salzburg 2005 - FRÜHJAHR
29. Mai 2005: Austria Salzburg – SW Bregenz 2:1 (2:0)
Nachdem noch vor
einer Woche Meister Rapid mit einem fast 4000 Mann starken Auswärts-Support zu
Gast war, erinnerte beim Saison-Kehraus gegen Bregenz fast gar nichts mehr an
das Gastspiel des Meisters. Der Gästesektor war zwar noch erweitert, aus den
4000 euphorischen Besuchern aus der Vorwoche wurden allerdings 20 Unentwegte –
mehr wollten nicht zum „Begräbnis“ ihres Klubs kommen.
In Salzburg
heißt es zum Saison-Kehraus 2004/05 auch Abschied nehmen. Die Medien berichten
da etwa von Neuzugängen, die im Winter geholt wurden oder von Hauptsponsor
Wüstenrot. Etwas emotioneller wohl der Abschied von Heiko Laessig, der Deutsche
war 9 Jahre ein Salzburger mit Herz, ein Kapitän der sich seiner Verantwortung
stets bewusst war, ein Kampfschwein sondergleichen und dabei ein ganz feiner
Mensch. Danke Heiko Laessig, wohl unser letztes großes Idol. Eigentlich gab es
beim Bregenz-Heimspiel aber einen Abschied ganz anderer Dimension zu begehen in
Salzburg, nämlich den vom eigenen Klub. Die treuen Fans haben den Kampf und die
Vereinsfarben wohl verloren, an eine positive Überraschung bei der
Generalversammlung am Freitag hofft kaum noch jemand. Ein großer Teil der
Stadionbesucher wird wohl weiterhin kommen – jene aber, die wirklich ein Herz
in violett-weiß haben/hatten, die müssen sich dem Geld von RedBull beugen. Es
deutet vieles darauf hin, dass sich die führenden Fanclubs auflösen oder
zumindest jegliche Stimmung boykottieren. Für einige war es vermutlich das
letzte Spiel für immer. Den besten Fans Salzburgs ist jetzt das ewige
Weiterleben der Erinnerung und des Geistes von SV Austria Salzburg im eigenen
Herzen wichtiger, als sich als Nutte von Fan einem Verein als Produkt moderner,
zeitgemäßer aber werteverachtender Wirtschaft anzuschließen. Fußball könnte auf
einen komplett falschen Weg geraten.
Exakt 4.762
Zuschauer kamen ins Stadion, auf der Südtribüne mischte sich einiges an Wehmut
in viele Gesänge. Allen war bewusst, dass es so etwas ähnliches in Zukunft
nicht mehr zu sehen geben wird. Das Spiel begann „komisch“, Salzburg führte
nach gut 10 Minuten schon mit 2:0. Dann gab’s allerdings anstatt eines
Schützenfestes nur Sommerfußball. Laessig blieb bei seinem Abschiedsspiel ein
Tor nur knapp verwehrt, kurz nach Seitenwechsel vergab er einen Elfmeter. Es
gab aber noch schöne Aktionen der Salzburger zu sehen, besonders hervorzuheben
dabei ist eine unbeschreiblich raffinierte Hereingabe von Laessig (mit der
Ferse aufgegabelt) auf Seo, dessen toller Abschluss ging ans Lattenkreuz. Zuvor
traf auch Öbster bereits die Querlatte. Ein Tor fiel dann noch, allerdings für
Bregenz – Krautberger erzielte noch das 2:1, der Endstand.
Schon in den
letzten Spielminuten standen viele Leute bereits am Rasen direkt an der
Out-Linie. Schiedsrichter Meßner stellte sich aber nicht in den Mittelpunkt, er
ließ weiterlaufen – obwohl einige schon einen Fuß im Spielfeld hatten. Dann
gab’s den obligaten Platzsturm beim letzten Saisonspiel, die letzten violetten
Helden wurden noch einmal gefeiert und die Spieler erfreuten Fans noch mit
etlichen Trikots, die in die Menge geworfen wurden. Heiko Laessig war die
Wehmut ins Gesicht geschrieben, der große Held verabschiedete sich auch noch
von Sachen, die Fans Freude bereiteten – vom Trikot bis zu den Schuhen, Heiko
wollte einfach nur Fans glücklich machen. Man kann nicht genug bekommen, diesem
großen Mann Danke zu sagen.
Es war
eigentlich ein perfekter Tag, nur: Wenn man in die Zukunft gedacht hat, blieb
einem selbst bei diesem Kaiserwetter so einiges im Hals stecken. Selten war ein
Saison-Abschluss so bitter wie diesmal. Da lenken keine sportlichen
Perspektiven mehr ab, schließlich gehören solche ja einem grundlegend anderen
Verein.
DANKE AN ALLE
VIOLETT-WEISSEN GÖTTER SEIT 1933!!!
DIE LETZTE
SCHLACHT IST GESCHLAGEN!!!
WIR HABEN
AUSTRIA SALZBURG IM HERZEN!!! BIS IN DIE EWIGKEIT!!!
22. Mai 2005: Austria Salzburg – Rapid Wien 4:1 (1:0)
Ein Sonntag,
Traumwetter, gut gefülltes Stadion, Rapid Wien als Gegner, Abstiegssorgen los –
aber etwas drückt da doch auf’s Herz... Es könnte das letzte Duell gegen den
großen Rivalen aus der Hauptstadt gewesen sein. Diesmal passte noch alles,
Salzburg spielte im knalligen Violett, die Rapid-Trikots waren schön
traditionell grün-weiß gestreift. Letzteres wird wohl bleiben, doch bei
Salzburgs Klubfarben deutet vieles auf einen Wechsel hin. Der harte Kern der
Fans kann sich ohne Violett mit keiner noch so geilen Welt-Elf in Salzburg
anfreunden. Violett muss bleiben – zumindest in irgendeiner erkennbaren Art und
Weise. Warum das so sein muss, sollte jedem klar sein – wer es jetzt noch nicht
kapiert hat, für den besteht wohl keine Hoffnung auf Besserung. Zu folgendem
Szenario kam es bei diesem Spiel:
Von jenen
Fangruppen, die IMMER für die Austria da sind bzw. waren, wurde zu einem
Sitzstreik aufgerufen. Nur alle 10 Minuten sollten sich die Leute auf der
Fankurve erheben, nur um „Salzburg ist komplett Weiß-Violett“ zu skandieren.
Der feststehende Meister Rapid Wien brachte einen Anhang von knapp 3000 Leuten
mit, die Wiener machten die erwartete Mega-Stimmung. Ein Streik der Südkurve
hätte beim Rapid-Match so richtig gut gewirkt. Hätte! Irgendwie suchte man sich
aufseiten von „Ultras“ & Co. aber doch das falsche Spiel dazu aus. Konnte
auch keiner wissen, wie das Spiel verläuft. Salzburg – gerade den Klassenerhalt
fixiert – deklassierte den Meister mit 4:1. Die gesamten Geschehnisse an diesem
Tag sind mit einem Wort zusammenzufassen: Komisch. Der Mehrheit (!) der „Curva
Sud“ war unter diesem Umständen das totale Auskosten des Sieges gegen Rapid
wichtiger, als dass der kleine Funken Chance erhalten bleibt, unsere Austria
auch in Zukunft in Violett zu sehen. Es entwickelte sich eine unfassbare
Stimmung, Streikbrecher waren in der Überzahl – allein schon auf der Südtribüne.
Zu allem Überdruss aber, gab’s dann eine unfassbare Premiere zu sehen: Man sah
die Osttribüne nicht nur aufstehen, sondern man sah auch, wie sie
Salzburg-Gesänge laut anstimmten, die Streik-Initiatoren sahen das ganze
Stadion gegen sich. Es ist ja äußerst positiv, wenn der Funke so schnell auf
alle überspringt – allein bei diesem Spiel hätten viele darauf verzichten
können. Es ist so schwierig, bei tollen Spielen die Osttribüne zum Aufstehen zu
animieren – diesmal standen sie ohne Aufforderung nicht nur auf, die sangen
auch noch in Eigeninitiative. Es sind die typischen Erfolgsfans, die plötzlich
groß aufkamen. Unfassbar, was sich in der 2. Halbzeit auf den Rängen abgespielt
hat. Sollten sich einflussreiche Fangruppen tatsächlich auflösen und die Streikbrecher
dieses Spiels die jetzige Fankurve einnehmen: Man muss sich fragen, ob man sich
dann als Erz-Violetter überhaupt noch ein Spiel in Salzburg ansehen soll – sei
es auf irgendeiner anderen Tribüne als der Fankurve. Es wird wohl vielen so
gegangen sein bei diesem Spiel: Irgendwie kann man nicht loslassen von Fußball
in Salzburg, der Anstand verlangt es aber... Hin- und hergerissen mit den
Gefühlen...
Um nochmal zum
Spiel zurückzukommen: Mrdakovic sorgte in der 1. Halbzeit für die Führung, in
der 2. Halbzeit gab’s Fußball pur. Jank machte das 2:0, Seo das 3:0 mit
anschließendem sehr ausgefallenen Torjubel (als Streik-Befürworter war einem so
was von schwer in Herz, man wollte irgendwie mitjubeln mit dem Jungen), der
eingewechselte Tomic machte das 4:0. Während der 2. Halbzeit machten sich die
vielen Rapid-Fans samt Freunden aus Athen, Nürnberg und Venedig bemerkbar,
Bengalen, Leuchtraketen, ... Nach einer Spielunterbrechung ging es dann doch
noch einmal weiter. Das ergab dann auch die Nachspielzeit von 7 Minuten, in der
96. Minute kam Rapid noch zum Anschluss-Tor – 4:1 der Endstand.
Wie sehr man sich über
den Sieg freuen soll, kann jeder selbst für sich bestimmen. Neben Rapid gibt es
bei diesem Spiel einen zweiten Verlierer: Die Salzburger Fanszene. Man könnte
auch sagen, „Ultras“, „TGS“ &. Co. sind die Verlierer, der Rest ist Sieger.
Mit welcher Berechtigung die jetzt führenden Fangruppen ihre Anliegen anbringen
und mit welcher Berechtigung die Streik-Brecher ihre Sache an diesem Tag
durchgezogen haben – das ist die Frage. Mieße Stimmung bei schlechten Spielen
kommt so oft eher von oben nach unten auf der „Curva Sud“, wie Gewitterwolken
von Westen nach Osten – und nicht umgekehrt. Aber in dieser Sache muss sich
ohnehin jeder selbst festlegen... Fazit: Ein Spiel mit einer ganz komischen
Stimmung – komisch wie schon in Innsbruck, aber ganz anders als dort...
Persönliche Meinung
zum großen Thema bei diesem Spiel:
Liebe
„Stierwascher“ und alle anderen Streikbrecher: Was bewegt euch dazu, den Kampf
um die Vereinsfarben zu vernachlässigen? Wenn Austria Salzburg die Farbe
Violett verliert, dann habt ihr mit eurer Stimmung diesen Violetten Klub heute
vielleicht beim vorletzten Spiel gesehen. Auswärts seit ihr eh’ nicht unbedingt
eine „Bank“, bleibt noch das Bregenz-Spiel... Bei „Oh’ wie ist das schön...“
könnte es so weitergehen: „... so was wird man nie mehr wieder sehn“.
Vielleicht geht es euch ja darum, die gesamte Südtribüne für euch einzunehmen –
das soll ja möglich sein, wenn es um Violett-Weiß geschehen ist. Kommt’s so,
dann fehlt Salzburgs Fans aber in Zukunft genau das, was sie bisher ausgemacht
hat: Der CHARAKTER und das VIOLETTE HERZ!!!
14. Mai 2005:
Wacker Innsbruck – Austria Salzburg
0:0
Nach dem
Heimsieg in der Vorwoche gegen Sturm Graz dürfte der Klassenerhalt gesichert
sein. Darauf, dass Bregenz schon aufgegeben hat, will man sich bei Salzburg
natürlich nicht verlassen – man will in den letzten Spielen noch einmal das
Letzte herausholen, was es aus dieser Mannschaft noch herauszuholen gibt. Etwas
leichter als in zwei Wochen auswärts bei der Admira in der Südstadt bei
vorprogrammierter Geisterkulisse sollte es den Spielern an diesem Wochenende
noch fallen, die letzten Kräfte zu mobilisierten – es steigt nämlich das
Westderby.
Natürlich haben
die Fans von Austria Salzburg in den letzten Wochen und Monaten mitgebangt um
den Klassenerhalt. Viel mehr bangen als um den Weiterverbleib in der höchsten
Spielklasse Österreichs müssen Salzburgs Fans jetzt leider in anderen –
vielleicht wichtigeren – Belangen. Je näher es dem sicheren Klassenerhalt
entgegengeht, umso kritischer wird die Lage in Sachen Tradition. Violett könnte
schon bald in seine Einzelteile zerlegt werden – vieles deutet etwa auf
rot-blaue Salzburger in der kommenden Saison hin. Auch von blau-weiß,
silber-blau usw. war bereits sehr konkret die Rede. Welche Personen und Dinge
derzeit bei Salzburg in Frage stehen, macht ganz schön nachdenklich – auch wenn
man sich das irgendwie so ähnlich gewünscht hätte, als gar nichts mehr nach
vorne weiterging. Die Art und Weise entspricht jetzt aber doch nicht so ganz
den Vorstellungen der treuen Fans. Diese bekommen Solidarität von (fast) allen
Seiten, beim Westderby zeigten sich sogar die Tiroler – sonst so verhasst – mit
mehreren Spruchbändern sehr solidarisch. Bei so grundlegenden Sachen wie
Tradition, der Basis von emotionellen Fußballspielen, halten auch äußerst
verfeindete Fan-Lager ganz fest zusammen.
Beim Spiel in
Innsbruck (insgesamt leider nur 5.100 Zuschauer), dem vielleicht/wahrscheinlich
letzten Westderby von Schwarz-Grün gegen Violett-Weiß, herrschte neben viel
Solidarität seitens der Innsbrucker eine ganz eigenartige Stimmung unter den
(etwa 500) Salzburgfans. Der Vorsänger versuchte, noch einmal das Letzte aus
den violetten Kehlen herauszukratzen. Es scheint so, als ob jetzt auch die
treusten Fans zunehmend die Hoffnung verlässt, dass unserem Klub die Basis
Tradition erhalten bleibt. Die Innsbrucker Nordtribüne präsentierte bei
Spielbeginn eine Choreographie mit einer Mischung aus Solidarität und Rivalität.
Von Salzburg kam währenddessen eine Fahnen-Intro, schlicht aber sehenswert –
passend zur aktuellen Problematik. Das Spiel war in der 1. Halbzeit äußerst
langweilig, es gab keine echten Torszenen. Im Auswärtsblock waren die ersten 45
Minuten auch eher zäh. Ganz anders die 2. Halbzeit: Mit einer Pyro-Aktion
setzten sich die Salzburgfans in Szene, die Stimmung war von nun an bis zum
Abpfiff großartig im Sektor der Salzburgfans. Das Spiel wurde etwas rassiger,
Salzburg war zu mindest ebenbürtig. Seo vergab die beste Möglichkeit des
Spiels, auch den Innsbruckern gelang kein Treffer. Es blieb beim 0:0 –
Klassenerhalt gesichert, Rapid fertigte Bregenz mit 4:1 ab (Rapid steht als
Meister fest).
Mit Fortdauer
der 2. Halbzeit und nach Spielende gab es eine ganz seltsame „Endzeitstimmung“.
Randale blieben bei allem Hass aus, die Salzburgfans plagen derzeit leider ganz
andere Probleme als die Nachbarn aus dem Westen. Noch ein Satz zum Spielfeld:
Der Geruch eines natürlichen Grüns macht auch ein Fußballspiel aus. Bei manchem
Auswärtsspiel (so wie diesmal in Innsbruck) kommt einem da auch als Fan schon
so ein gewisser Geist in sich hervor. Schade, dass unsere Mannschaft am
nächsten Wochenende schon wieder auf Kunstrasen spielen muss. Fazit: Vieles
könnte besser sein in Salzburg. Ob Sorgenfalten bei einer kritischen Lage in
einem noch offenen Abstiegskampf auch so tief wären, als jene, die wir jetzt
mit uns schleppen – wer weiß... SALZBURG IST KOMPLETT WEIß-VIOLETT!!!
7. Mai 2005: Austria Salzburg – Sturm Graz 1:0 (1:0)
Dass das
Nachtragsspiel bei Rapid verloren gehen könnte, war wohl jedem bewusst. Selbst
das Resultat von 0:5 überraschte am Mittwoch nicht besonders, man wusste ob
Rapids Stärke und der eigenen Außenseiterrolle war man sich auch bewusst. Eine
ganz andere Ausgangslage bietet sich vor dem Heimspiel gegen Sturm Graz. Die
Steirer sind dem Abstiegskampf zwar vorzeitig ausgewichen, ihre
Auswärtsschwäche allerdings hat sich auch schon bis in die letzten Ecken von
Lend & Co. herumgesprochen. Selten war ein Sieg so wichtig wie an diesem
Wochenende, Bregenz spielte zeitgleich am Bodensee gegen Tirol – ausgerechnet
unsere großen Rivalen gegen die wir uns in einer Woche beim Westderby anlegen
werden, sollen also diesmal für den Rest sorgen. Zunächst aber gilt es, endlich
selbst mal wieder zu siegen – der letzte Heimsieg datiert noch vom 3. Quartal
des Kalenderjahres 2004.
6.240 Zuschauer sind es immer noch, die der Austria die Ehre erweisen und ins Stadion kommen. Der Sturm-Anhang war wieder ähnlich stark vertreten wie im September,