|
Aktuell: Berichte, Fotos, ... Immer umfassend
informiert mit salzburgfans.com
Mitte Mai hat es Austria Salzburg verabsäumt, mit einem
Sieg beim SAK den Hallwang-Umfaller auszunutzen und die vehementesten
Skeptiker in Sachen Meisterschaft zu beruhigen. Dass der kühle Nachmittag im Nonntal
aber zum absoluten Tiefpunkt der Spielzeit 2009/10 wurde, dafür zeichnet
weder das Ergebnis noch das unwürdige Wetter verantwortlich. Entbehrliche
Szenen spielten sich nach Schlusspfiff ab, einige Leute suchten den Konflikt
mit dem SAK-Anhang und nicht zuletzt auch mit Austria-Verantwortlichen. Nie
waren die Kritiker von Trainer Emich so stark am Wort wie jetzt, das
verkorkste Frühjahr schien jetzt auch das große Ziel Aufstieg zu gefährden.
Mit dem Verpassen der Meisterschaft hätte man vor Saisonbeginn leben können,
doch nach dem sehr überzeugenden Herbst und dem entsprechenden Punktepolster
sind die Fans bereits voll darauf eingestellt, das Thema Unterhaus im Juni
abhaken zu können. Heute Samstag schreiben wir das lange erwartete Datum,
den 12. Juni 2010. Alles ist wie gewohnt in der letzten Runde. Auch in der
vierten Saison nach der Neugründung beschert uns der Spielplan zum Abschluss
ein Heimspiel, wieder ist ein Zelt aufgebaut und der Verkaufsschlager im
Fanshop sind die Meister-T-Shirts. Eine konzentrierte Leistung beim
2:0-Heimsieg gegen Puch und ein verdienter 2:1-Auswärtssieg in Hallein
machten die Feierstimmung möglich, Hallwangs neuerliche Heimniederlage
fixierte letztlich alles sodass in der letzten Runde niemand mehr
rechnerische Varianten durchdenken oder gar zittern muss. Nichts trübte an diesem Tag die Feierstimmung. Trainer
Emich hat aus dem Vorjahr gelernt und diesmal alles nach dem Geschmack der
Fans gemacht indem er alle Spieler aufstellte, die sich heute von der Austria
verabschieden. Wie intensiv die Abschiede der verdienten Spieler ausgefallen
sind, allen voran jene von Mario Schleindl und Kapitän Ivan Pecaranin, zeigte
sich daran, dass die planmäßige Anstoßzeit 15:30 Uhr eine halbe Stunde
verfehlt wurde. Kurz nach 16:00 Uhr ging’s erst los. Die angesprochenen
Spieler sind Männer von Stunde Null, sie haben 2006 in der tiefsten
Spielklasse ihre Knochen dafür hingehalten, dass die Austria nie untergeht
und verdienen totalen Respekt. Ebenso wie Thomas Karl, uns Violetten als
„Keiler“ bekannt, der nach vier erfolgreichen Jahren im Vorstand einen Strich
drunter macht. Mario Schleindl erreichte im Kampf gegen die Tränen ein
glückliches Unentschieden, während Ivan Pecaranin am Feld noch ein i-Tüpfchen
auf seine Austria-Zeit setzte. Die Spielgemeinschaft des ASK mit dem PSV spiele dem
violetten Festtag ins Konzept und gliederte sich hingabevoll in die
Festgesellschaft ein, ein dankbarer Gegner zum Abschluss. Bernd Winkler
eröffnete den Torreigen. Dann wunderten sich alle, warum ein Elfmeter von
Neubauer geschossen wurde. Für Winkler ging es noch um die Torjägerkrone, für
Schleindl und Pecaranin um das Sahnehäubchen zum Abschied. Egal, Lubo
Neubauer verwandelte sicher und wenig später traf er aus dem Spiel heraus
erneut – sehenswerter Doppelpack. Das Tor des Tages war das 4:0 noch vor der
Pause, ein Abschiedsgeschenk von Kapitän Ivan Pecaranin für sich und die Fans
– ein absolutes Traumtor, einfach abgezogen und der Tausendguldenschuss
senkte sich genau unter die Querlatte. Es gibt Tage, an denen einfach alles
gelingt. Da passte es kurz vor Schluss einfach noch dazu, dass ein weiterer
Elfmeter für die Austria gepfiffen wurde. Diesmal schnappte sich Bernd
Winkler den Ball, knallte ihn in die Maschen und holte sich mit seinem 23.
Saisontor noch die Torjägerkrone. Konnte man sich diesen Bernd Winkler vor
der Saison noch kaum als Stürmer vorstellen, so ist unsere Nummer 7
mittlerweile von da vorne nicht mehr wegzudenken. Die Zweifel begann er
bereits im ersten Landesliga-Match zu beseitigen, als er nach 1:0-Rückstand
zur Pause in Eugendorf mit seinem Hattrick in der 2. Halbzeit das Spiel
völlig drehte und eine wunderschöne Sommernacht mit einem tollen Einstand in
violett krönte. Mario Schleindl, Mario Lenz, Mersudin Jukic und Bernd Winkler
– 4 Jahre Salzburger Unterhaus, 4 Meistertitel bzw. Aufstiege, 4
Torschützenkönige in violett-weiß. 5:0 war der Endstand, wieder ein
Kantersieg vor eigenem Publikum zum Saisonabschluss – man gewöhnt sich so
schön daran. Diesmal war es zugleich der höchste Saisonsieg und im
Kalenderjahr 2010 auch der einzige Sieg ohne Zittern und mit wirklich klarem
Ergebnis. Die Stimmung war sensationell, das magische Extra kam mit
dem Gewitter mitte der 2. Halbzeit. Plötzlich schüttete es aus allen Kübeln
worauf der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen musste. Die violetten
Meisterkicker hielten die Stimmung auf den Rängen am Siedepunkt, versteckten
sich nicht vor dem Regen und tanzten auf dem Spielfeld der Fortsetzung des
Spiels entgegen. Im Fanblock war Oberkörper frei angesagt – mit einer selten
hohen Beteiligung. Nach dem Schlusspfiff füllte sich das Meisterzelt, wo die
Spieler (auch die 1B wurde wieder Meister, spielt kommende Saison in der 1.
Klasse Nord) geehrt wurden und Bürgermeister Heinz Schaden unserem Verein
erneut gratulierte. Um 22 Uhr wurde dann strikt dicht gemacht – Sperrstunde.
Das war die erfolgreiche Landesliga-Saison 2009/10, im Sommer geht’s dann in
die neue Saison – die Regionalliga West 2010/11. Neben hochkarätigen
Salzburger Derbys gegen Seekirchen, Neumarkt, Anif, St. Johann und natürlich
den RB-Juniors warten auch die 2. Mannschaften von Altach und Wacker
Innsbruck auf die Austria, ebenso weitere attraktive Gegner wie Bregenz,
Wattens oder Kufstein.
Nach den Vorfällen um das Spiel beim SAK verhängte die Austria
15 Hausverbote. Darüber hinaus wurde wegen des Rücktritts zweier
Vorstandsmitglieder, darunter auch Obmann Blaikner, diese außerordentliche
Mitgliederversammlung notwendig. Für die meisten unerwartet stellten sich als
Kandidaten wirklich vielversprechende, bedeutende Herren zur Wahl. Bei den
Mitgliedern machte sich Optimismus breit und die neuen Kandidaten wurden
wohlwollend in den Vorstand gewählt. Der neue Obmann ist jetzt Walter
Windischbauer, ein Mann mit guten Kontakten – kurioserweise beim Fußballverband
als Vorsitzender im Strafenausschuss tätig, welcher sich ja nicht unlängst
mit unserem Verein befassen musste. In seinem Team sind weitere neue Köpfe,
darunter mit Herrn Böhm ein Privatrechtsexperte, Christkindlmarkt-Chef
Wolfgang Haider als Draht zur Wirtschaft, ebenso wie Christian Schiefauer
(Sponsor mit der Rechnungsnummer 1, war bei Neugründung erster Sponsor) und
mit Hans Gegenhuber sitzt auch eine Austria-Legende im Beirat. Der 10-köpfige
Vorstand soll der Austria eine stabilere und breitere Basis bieten.
Immer spürbarer schlägt es sich jetzt auch in der Tabelle
nieder, dass bei Austria Salzburg seit geraumer Zeit der Wurm drinnen ist.
Vorige Woche halbierte sich der Vorsprung auf Hallwang, jetzt sind es noch 2
Punkte. Von Hallwanger Seite wird angesichts dessen bereits mit den üblichen
Psychotricks gearbeitet, so haben sie ihr Heimspiel in dieser Runde bereits
am Donnerstag ausgetragen um kurzzeitig die Austria vom Platz an der Sonne zu
verdrängen und den Druck der Violetten beim Stadtderby zu maximieren. Dieses
Vorhaben ist ihnen zum Glück in die Hose gegangen, Strasswalchen siegte zu
Christi Himmelfahrt überraschend auswärts mit 2:1. So hatte die Austria diesen Samstag quazi schon Matchball
zum Aufstieg in die Westliga, mit einem Sieg stünde ein 5-Punkte-Polster mit
besserem Torverhältnis bei noch 3 ausstehenden Runden – darunter 2 Heimspiele
– zu Buche. Ein eindrucksvoller Marsch der violetten Fanclubs sollte aber das
einzig positive an diesem sehr kühlen Mai-Machmittag bleiben. Nachdem die
Austria das frühe Führungstor wieder einmal verabsäumte, machte es der SAK um
Oldie Larionows – 1:0 für die Blau-Gelben. Spätestens jetzt war die totale
Verunsicherung in der Austria-Mannschaft. Die nervöse Hintermannschaft hatte
unglaubliches Glück, dass nicht kurz nach dem 1:0 der Rückstand auf 2:0
angewachsen ist, ein herrlicher Freistoß traf die Unterkante der Querlatte,
wenig später rettete die Stange bei einer Großchance der Nonntaler. Auch nach
Seitenwechsel kam die Austria einfach nicht in die Gänge, bald wurde
Stürmerhoffnung Vasily ins Spiel genommen. Nun die Knackpunkte des Spiels:
Erst verschießt Bernd Winkler einen Elfmeter. Dann netzt Cavic durch eine
Einzelaktion, wobei die Freude nur kurz wehrte: Denn postwendend stellte
Larionows die SAK-Führung wieder her, 2:1. Dann gab’s erneut Elfmeter für die
Austria – der gefoulte Vasily schoss selbst und wieder konnte der SAK-Keeper
parieren. Damit war die Geschichte des Spiels geschrieben, zwei Elfmeter
binnen ca. einer Viertelstunde zu verschießen spielt es nicht – es blieb beim
2:1. Jetzt muss die Austria also mit 2 Punkten Vorsprung über die letzen 3
Runden kommen. Das Restprogramm lässt kaum was befürchten, allein die
Formkurve der letzten Wochen und Monate macht große Sorgen. Leider spuckten einige unverbesserliche Leute dem Image
der Austria-Fans in die Suppe, es kam zu Tumulten nach dem Spiel. Die
SAK-Anhänger, die nie provoziert hatten, bekamen die Dummheit dieser Chaoten
ebenso zu spüren wie unser eigener Sportdirektor. Der Verein kündigte noch am
Sonntag darauf ein hartes Vorgehen an.
Wie schon gewohnt veranstaltet Maria Alm die Heimspiele
Sonntags, so auch diesmal. Eine für den Sonntagstermin beträchtliche Kulisse
von 1.450 Zuschauern machte viel Lust auf Landesliga-Fußball. Die Austria ist
auf eine schwierige Aufgabe eingestellt, denn anders als im Herbst ist Maria
Alm jetzt in der Liga angekommen und sammelt fleißig Punkte – besonders
eindrucksvoll vor einer Woche beim 4:0 über Zell am See. Die Austria gab ihren vielen mitgereisten Fans von Beginn
an ein gutes Gefühl für diese Partie, zeigte sich engagiert, kämpferisch und
absolut dominant. Bald wurden auch gute Chancen herausgespielt, es war eine
Frage der Zeit, wann das Führungstor fallen würde. Bevor es soweit war, stand
noch zweimal die Stange im Weg, besonders ein sehr starker Nico Mayer hätte
sich dabei sein Tor redlich verdient. Abwehrspieler Mario Milic war es dann,
der seine erneut tolle Leistung mit einem Tor krönte, ein herrlicher
Weitschuss aus der 2. Reihe schlug endlich im Netz ein. Bis weit in die
zweite Halbzeit hinein spielte die Austria weiter gut, verabsäumte es aber,
das zweite Tor nachzulegen und je länger das Spiel bei diesem knappen
Spielstand dauerte, umso nervöser wurde unsere Mannschaft. Mitte der 2.
Halbzeit hielt Trappl einen Elfmeter fest, nicht auszudenken, wie verzweifelt
man dann für die erneute Führung anrennen hätte müssen. Weitere zwei
Lattentreffer der Austria hielten die Partie spannend, es kam in der
Schlussphase noch zur einen oder anderen brenzligen Situation. Es passierte
aber nichts mehr und so blieb es bei einem Zittersieg, der aber vollkommen
verdient war. Die Maria Almer waren ein freundlicher Gastgeber und
guter Veranstalter, allein die komisch motivierten Einlasskontrollen waren
lächerlich. Man wurde abgegriffen wie am Flughafen, wobei man dann vor der
Tribüne faustgroße Steine vorfand. Sie flogen übrigens nicht auf’s Spielfeld,
Austria-Fans sind wohl doch keine Verbrecher.
Seit dem 12. September 2009 ist dieses Wochenende heiß ersehnt.
Nach der 0:2-Niederlage in Saalfelden gibt es offene Rechnungen. Erstens muss
der Mannschaft bewiesen werden, wie viel da noch fehlt zur Stärke der
Austria. Klar war der 2:0-Sieg der Pinzgauer im Herbst nicht unverdient, er
kam über eine Defensivtaktik mit erfolgreichen Nadelstichen nach vorne und
der nötigen Portion Glück in der Abwehr in einzelnen Situationen zustande.
Ein Bündel von Dingen, die in einem Spiel mal aufgehen können – über kurz
oder lang geht es natürlich nur mit hochwertigem Angriffsspiel auf Platz 1.
Die Pinzgauer Lokalpresse, für die jeder Punktgewinn gegen die Austria
natürlich mit einer „sensationellen Leistung“ verbunden werden würde, gilt es
mundtot zu halten. Und da ist dann auch noch ein gewisser Lukas
Rottenspacher, Sohn ......... seines Trainers Hannes Rottenspacher, der ihm
noch nicht lernen konnte, wie man vor einer guten Kulisse Tore professionell
feiern kann. Besagter L.R. agierte an diesem Samstag auffällig
zentral, dass er der Buhmann der Runde war, dürfte er dennoch vernommen
haben. Die Austria machte einen großen Schritt aus dem Formtief, spielte eine
sehr gute erste Halbzeit und krönte diese mit 2 Toren von Bernd Winkler.
Besonders sehenswert war das 2:0 nach einem sensationellen Freistoßtrick. Was
kam von den Pinzgauern? Nichts. Wenig anders präsentierten sich die beiden
Mannschaften in der 2. Halbzeit, doch während die Austria das dritte Tor
knapp verpasste, senkte sich der Ball nach einem Missgeschick in nach einem
Abschlag noch zum 2:1 was die Angelegenheit noch mal spannend machte.
Sonderlich zittern musste man nicht, wenn doch dann unbegründet evt. halt ob
des knappen Spielstands. Die Gäste brachten nichts mehr zustande, es blieb
beim hochverdienten Sieg der Austria. Falls irgendein Saalfeldner noch mit
Westliga-Hoffnungen angereist ist, wurden sie ihm hier eingezogen. Hallwang
siegt noch, der Vorsprung beträgt weiterhin 4 Punkte. Man weiß ja nicht, ob man bei einer Wahnsinnsportion
Dummheit eher lachen oder weinen soll, angesichts des positiven Ausgangs
nennen wir es halt Lachnummer des Spieltags. Jaja, der Schiedsrichter. Aber
nicht weil er das Spiel nicht im Griff gehabt hätte oder krasse
Fehlentscheidungen getroffen hätte. Der Mann war diesmal gänzlich gestört.
Genau gesagt hatte er etwas gegen das schöne Transparent, dass wir Lukas
Rottenspacher gemalt haben. Er meinte, es durch seine Intervention entfernen
lassen zu können, sonst würde er gegen uns pfeifen. Der gute Mann kann seinen
Kompetenzbereich scheinbar nicht eingrenzen, ein absoluter Versager der sich
von jedem vernünftigen Fußballverband disqualifizieren würde – der SFV und
generell das Schiri-Wesen in Österreich hat scheinbar keine Alternativen zu
solchen Kasperln.
Herrliches Wetter am Samstagnachmittag am Ufer des
Zellersees, blauer Himmel und ein spannendes Landesliga-Match. Die Zeller,
sonst ja alles andere als hohe Zuseherzahlen gewohnt, machten das
„Fußballfest“ allerdings weitgehend dadurch zunichte, indem man einen
arroganten und hirnlosen Sicherheitsdienst anstellte. Gastfreundschaft sieht
anders aus, als über den Platzsprecher „unsere Freunde aus Salzburg“ zu
begrüßen und auf der anderen Seite über den Ordnerdienst einer Mutter mit
Kinderwagen Schikanen am Einlass zu legen, der Kinderwagen könnte ja auf’s
Spielfeld fliegen – man weiß ja nie bei den bösen Violetten. Das zum Event
stilisierte Landesliga-Match erfreute sich passend dazu auch über einen
eingeflogenen Matchball. Das Dosenimperium als Ideengeber für das Entfremden
eines Fußballspiels und Zeller als folgsame Lehrbuben dessen, doch auch wegen
des Spiels kam einem beinahe das K..... . Die Formkurve zeigt auch eine Woche
nach der Piesendorf-Pleite kaum nach oben, vor dem Führungtreffer hatte man
in mehreren Situationen Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Wenn schon
die Form nicht zurückkam, so kam wenigstens das Glück wieder – denn auch in
der 2. Halbzeit, als man zwischenzeitlich in Unterzahl spielte (kurz vor
Schluss wurde auch ein Zeller ausgeschlossen), hätte Zell am See durchaus
ausgleichen können. Erst als Lubo Neubauer in der Nachspielzeit per Elfmeter
das 0:2 erzielte (Doppelpack, auch das 0:1 machte der Bayer) war alles klar.
Ein mühsamer Sieg, der uns den 4-Punkte-Vorsprung erhält und uns einen
Schritt weiter in Richtung Westliga bringt.
„Alles für Stadt, Land und Verein“ hieß es auf einem
Transparent der Fans bei einer kleinen Choreographie zu Spielbeginn. Alles für
den Verein sollten die 11 Violetten auf dem Platz geben, sei die Vorgabe auch
erfüllt worden – aber gelungen ist ihnen in dieser Woche leider gar nichts.
Die Druckphase zu Beginn verflachte bald, immer mehr kamen die krassen
Außenseiter aus Piesendorf zu Chancen. Zunächst hatte man noch Glück, als den
Gästen ein Treffer wegen Abseits aberkannt wurde, doch kurz vor der Pause
klappte es mit der Führung für Piesendorf. Nach Seitenwechsel plätscherte die
Partie dahin, die Austria fand kein Rezept gegen die Piesendorfer. Erst mit
der Einwechslung von Schleindl kam noch mal etwas Schwung ins Angriffsspiel,
besagter Schleindl traf kurz nach seiner Einwechslung mit dem Kopf die
Querlatte. Mit einem herrlichen Schuss traf auch Taboga wenig später nur die
Innenseite des Aluminiums – der Ball wollte einfach nicht hinein. Unterm
Strich reichte es diesmal also nicht mal zu einem Unentschieden im Heimspiel
gegen den krassen Außenseite aus dem Pinzgau, den man in der Hinrunde
auswärts noch mit 5:1 besiegen konnte. Der Wurm ist drin, die Kritik einiger
an Trainer Emich nimmt zu – Konkurrent Hallwang nutzte den Violetten
Ausrutscher mit einem Sieg in Zell am See. Einen solchen Auswärtssieg in der
Hauptstadt des Pinzgaus braucht die Austria nächste Woche jetzt unbedingt auch,
um nicht weiter an Boden zu verlieren. Dieser Punkteverlust war jedenfalls
nicht eingeplant.
Am Osterwochenende stand es echtes Spitzenspiel dieser
Landesliga-Saison auf dem Programm. „High Noon“ hieß es dazu in Hallwang, das
Spiel wurde auf 12:00 Uhr Mittags angesetzt an diesem wunderschönen Samstag.
Um 10 Minuten verspätete sich der Anstoß, als es soweit war, legte die
Austria dann kräftig los. Bereits in der 3. Minute verwertete Bernd Winkler
die erste Chance zum 0:1. Nach etwa einer Viertelstunde war man die Führung
wieder los und wiewohl sich die Austria-Abwehr gewisse Vorwürfe zum
Gegentreffer gefallen lassen muss, aber man wird den Eindruck nicht los, dass
der eigentliche Torschütze Schiedsrichter Gishammer war. Seine sonst so
kleinliche und strikte Linie setzte er kurzerhand außer Kraft. So konnte ein
Freistoß, der nahe der Seitenlinie ausgeführt werden sollte, plötzlich aus
viel zentralerer Position getreten werden – außerdem kam der Hallwanger
Freistoßschütze dem noch rollenden Ball beim Anlauf kaum nach, eigentlich
müsste das runde Leder ja ruhen bei Ausführung einer Standardsituation. Da
passt es einfach gar nicht dazu, dass ausgerechnet Herr Gishammer hier mal
beide Augen zudrückt. Wie auch immer, die hohe Flanke führte zum Ausgleich.
Daraufhin plätscherte das Spiel bis weit in die 2. Halbzeit hinein dahin, ehe
die Austria doch eine gewisse Schluss-Offensive startete. Leider führen
einige gute Chancen gegen Ende des Spiels nicht mehr zum vollen Erfolg und es
blieb beim 1:1. Komisch eigentlich, dass Hallwang kaum Offensivbemühungen
unternahm, eher drehte man beim Unentschieden an der Uhr – das bei einem in
der Vorwoche auf 7 Punkte angewachsenen Rückstand in der Tabelle und den
großen Worten, man wolle die Austria ärgern. Soviel dazu, es war dann ob der
Heimniederlage von Saalfelden gegen Eugendorf ein gewonnener Punkt.
Fünf Punkte Vorsprung auf zwei Verfolger, die ihre
Saisonziele bereits abgeschwächt haben – man wolle die Austria noch möglichst
lange ärgern – so gehen die Violetten in die 11 Frühjahrsrunden 2010. Die
Westliga ist fest im Visier von Fans und Verein, da bleibt dem Trainer kaum
noch Spielraum zu Understatement. Emich kann es dennoch und verwies in den
Interviews vor dem Spiel auf den zähen Frühjahrsauftakt vor einem Jahr, wo in
der 2. Landesliga daheim gegen Thalgau statt einem erhofften Schützenfest nur
ein glücklicher 2:1-Zittersieg herauskam. Nachdem man das Auswärtsspiel gegen
Strasswalchen im Herbst aber schon klar mit 5:1 gewinnen konnte, hatten die
wenigsten Fans Befürchtungen, dass es auch diesmal wieder eine Zitterpartie
werden könnte nach der langen Winterpause. Wir unbelehrbaren Optimisten: 1.300 Zuschauer in Maxglan
sahen eine feldüberlegene Austria – das war’s dann aber schon. Der Zug zum
Tor war kaum vorhanden, die großen Chancen und somit die Tore fehlten. Für
die Zuschauer war es schwere Kost, für gute Laune in der Halbzeit sorgte erst
in der Nachspielzeit der 1. Hälfte Bernd Winkler: Bezeichnend, dass er seinen
schwachen Elfmeter erst mit dem Nachschuss ins Netz stochern konnte – 1:0 zur
Pause. Wer auf Besserung in den zweiten 45 Minuten gehofft hat,
wurde enttäuscht. War das Spiel vor Seitenwechsel noch ein leichtes
Schlafmittel, so wurde es dann phasenweise zur Vollnarkose. Auf eine gewisse
Restspannung in den letzten 10 Minuten ob des knappen Spielstandes und sich
häufender gefährlicher Momente der Gäste hätten wir dann besser auch gleich
verzichten können. Kapitän Neubauer konnte mit seinem Tor zum 2:0 tief in der
Nachspielzeit nur noch erlösen, jedoch nicht mehr entschädigen für ein
unansehnliches Match zum Frühjahrsauftakt. Über kurz oder lang interessiert uns aber ohnehin nur
noch die Auswirkung dieses Nachmittags auf die Tabelle, die bleibt weiterhin
unsere liebste Liste. Hallwang verlor übrigens schon eine Woche vor dem
Schlagerspiel gegen uns Austrianer den Anschluss, spielte daheim nur 1:1
gegen Schlusslicht Henndorf. Mit einem Auswärtssieg am Karsamstag beim
direkten Duell würden wir sie schon mit fetten 10 Punkten auf Distanz halten
was in dann noch 9 ausstehenden Runden kaum aufzuholen sein würde. Saalfelden
bleibt einstweilen noch dran, gewann in Hallein mit 3:1 – die Pinzgauer
müssen sich aber den 24. April rot im Kalender anstreichen, wenn sie auswärts
in Maxglan eine heiße Austria erwartet. Noch ein Absatz zur Novelle im Pyrotechnikgesetz:
Bengalische Feuer und Co. gehören zu Austria Salzburg wie Fekter in die
Politiker-Pension. In Maxglan gehen die stimmungsvollen Lichter auch 2010
nicht aus, davon konnte man sich bereits diesen Samstag überzeugen.
Pyrotechnik ist kein Verbrechen!
Stier-Hallenturnier am 5./6.
Jänner 2010
Stark präsentierte
sich die Austria beim Hallen-Highlight dieses Winters. Nachdem die
Vorrunden-Gruppe zwar überstanden, aber nicht gewonnen wurde, mussten die
Violetten am Dreikönigstag schon am frühen Vormittag antreten. Diese
Zwischenrunde wurde erfolgreich absolviert und so wurde es dann am späten
Nachmittag spannend, als es der Entscheidung zuging. Gewonnen hat man den
Titel leider wieder nicht, das Scheitern im Halbfinale gegen
Landesliga-Konkurrent Hallwang hätte unglücklicher nicht verlaufen können:
Wirklich in der letzten Sekunde vor der Schluss-Sirene hat der Ball die Linie
zum 1:1-Ausgleich überschritten. Vorangegangen ist übrigens ein fragwürdiger
Feldverweis gegen die Austria wenige Sekunden vorher. In der
Golden-Goal-Verlängerung dauerte es dann wieder nur wenige Sekunden, bis
Hallwang der entscheidende Treffer gelang. Hallwang gewann dann später auch
das Finale gegen den SAK, der im Halbfinale nach Penaltyschießen die
Jungbullen ausschalten konnte. So bescherte uns das Spiel um Platz 3 das
Spiel gegen die Dosen, recht uninteressant war das Ganze – die Luft war
draußen. Die letzten Tropfen Bier verschüttete einer während dieses Spiels
auf das Spielfeld. Die nicht weiter dramatische Sache fand bei all der tollen
Stimmung, die die Austria-Fans dem Turnier in den beiden Tagen beschert
haben, zu einem faden Beigeschmack im Blätterwald. Der Veranstalter hätte
sich besser etwas Gedanken darüber gedacht, was die Austria dem Turnier
eigentlich bringt, anstallt eine Lappalie über alles zu stellen. Nicht wenige
würden einen Rückzieher der Austria vom Stier im nächsten Jahr deswegen
begrüßen. |
|
G R O U N D H O P P I N G 1899 Hoffenheim – Werder Bremen Eintracht Frankfurt – Borussia
Dortmund Bayern München
– Werder Bremen FC Bayern München – Bayer 04 Leverkusen 1. FC Nürnberg – FC Ingolstadt 04 Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund TSV 1860 München – 1. FC Nürnberg Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund FC Bayern München – TSV 1860
München 1. FC Köln –
TSV Alemannia Aachen FC Schalke 04 – Borussia Dortmund 1. FC Nürnberg – FC Schalke 04 Wacker
Burghausen – Erzgebirge Aue VfB Stuttgart – Borussia Dortmund 1. FC Köln – Wacker Burghausen Schalke 04 – Eintracht Frankfurt FC Bayern München – VfB Stuttgart FC Bayern München – FC Schalke 04 Udinese Calcio – AC Fiorentina 1. FC Kaiserslautern – SV Werder Bremen FC Bayern München – AFC Ajax Amsterdam Zu meiner Eintrittskarten-Sammlung
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||