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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 26. Runde

SV Austria Salzburg – SG ASK / PSV Salzburg   5:0 (4:0)

Maxglan, 12. Juni 2010 – 15:30 Uhr ::: 1.566 Zuschauer (offiziell)

 

 

Mitte Mai hat es Austria Salzburg verabsäumt, mit einem Sieg beim SAK den Hallwang-Umfaller auszunutzen und die vehementesten Skeptiker in Sachen Meisterschaft zu beruhigen. Dass der kühle Nachmittag im Nonntal aber zum absoluten Tiefpunkt der Spielzeit 2009/10 wurde, dafür zeichnet weder das Ergebnis noch das unwürdige Wetter verantwortlich. Entbehrliche Szenen spielten sich nach Schlusspfiff ab, einige Leute suchten den Konflikt mit dem SAK-Anhang und nicht zuletzt auch mit Austria-Verantwortlichen. Nie waren die Kritiker von Trainer Emich so stark am Wort wie jetzt, das verkorkste Frühjahr schien jetzt auch das große Ziel Aufstieg zu gefährden. Mit dem Verpassen der Meisterschaft hätte man vor Saisonbeginn leben können, doch nach dem sehr überzeugenden Herbst und dem entsprechenden Punktepolster sind die Fans bereits voll darauf eingestellt, das Thema Unterhaus im Juni abhaken zu können.

Heute Samstag schreiben wir das lange erwartete Datum, den 12. Juni 2010. Alles ist wie gewohnt in der letzten Runde. Auch in der vierten Saison nach der Neugründung beschert uns der Spielplan zum Abschluss ein Heimspiel, wieder ist ein Zelt aufgebaut und der Verkaufsschlager im Fanshop sind die Meister-T-Shirts. Eine konzentrierte Leistung beim 2:0-Heimsieg gegen Puch und ein verdienter 2:1-Auswärtssieg in Hallein machten die Feierstimmung möglich, Hallwangs neuerliche Heimniederlage fixierte letztlich alles sodass in der letzten Runde niemand mehr rechnerische Varianten durchdenken oder gar zittern muss.

 

Nichts trübte an diesem Tag die Feierstimmung. Trainer Emich hat aus dem Vorjahr gelernt und diesmal alles nach dem Geschmack der Fans gemacht indem er alle Spieler aufstellte, die sich heute von der Austria verabschieden. Wie intensiv die Abschiede der verdienten Spieler ausgefallen sind, allen voran jene von Mario Schleindl und Kapitän Ivan Pecaranin, zeigte sich daran, dass die planmäßige Anstoßzeit 15:30 Uhr eine halbe Stunde verfehlt wurde. Kurz nach 16:00 Uhr ging’s erst los. Die angesprochenen Spieler sind Männer von Stunde Null, sie haben 2006 in der tiefsten Spielklasse ihre Knochen dafür hingehalten, dass die Austria nie untergeht und verdienen totalen Respekt. Ebenso wie Thomas Karl, uns Violetten als „Keiler“ bekannt, der nach vier erfolgreichen Jahren im Vorstand einen Strich drunter macht. Mario Schleindl erreichte im Kampf gegen die Tränen ein glückliches Unentschieden, während Ivan Pecaranin am Feld noch ein i-Tüpfchen auf seine Austria-Zeit setzte.

 

Die Spielgemeinschaft des ASK mit dem PSV spiele dem violetten Festtag ins Konzept und gliederte sich hingabevoll in die Festgesellschaft ein, ein dankbarer Gegner zum Abschluss. Bernd Winkler eröffnete den Torreigen. Dann wunderten sich alle, warum ein Elfmeter von Neubauer geschossen wurde. Für Winkler ging es noch um die Torjägerkrone, für Schleindl und Pecaranin um das Sahnehäubchen zum Abschied. Egal, Lubo Neubauer verwandelte sicher und wenig später traf er aus dem Spiel heraus erneut – sehenswerter Doppelpack. Das Tor des Tages war das 4:0 noch vor der Pause, ein Abschiedsgeschenk von Kapitän Ivan Pecaranin für sich und die Fans – ein absolutes Traumtor, einfach abgezogen und der Tausendguldenschuss senkte sich genau unter die Querlatte. Es gibt Tage, an denen einfach alles gelingt. Da passte es kurz vor Schluss einfach noch dazu, dass ein weiterer Elfmeter für die Austria gepfiffen wurde. Diesmal schnappte sich Bernd Winkler den Ball, knallte ihn in die Maschen und holte sich mit seinem 23. Saisontor noch die Torjägerkrone. Konnte man sich diesen Bernd Winkler vor der Saison noch kaum als Stürmer vorstellen, so ist unsere Nummer 7 mittlerweile von da vorne nicht mehr wegzudenken. Die Zweifel begann er bereits im ersten Landesliga-Match zu beseitigen, als er nach 1:0-Rückstand zur Pause in Eugendorf mit seinem Hattrick in der 2. Halbzeit das Spiel völlig drehte und eine wunderschöne Sommernacht mit einem tollen Einstand in violett krönte. Mario Schleindl, Mario Lenz, Mersudin Jukic und Bernd Winkler – 4 Jahre Salzburger Unterhaus, 4 Meistertitel bzw. Aufstiege, 4 Torschützenkönige in violett-weiß. 5:0 war der Endstand, wieder ein Kantersieg vor eigenem Publikum zum Saisonabschluss – man gewöhnt sich so schön daran. Diesmal war es zugleich der höchste Saisonsieg und im Kalenderjahr 2010 auch der einzige Sieg ohne Zittern und mit wirklich klarem Ergebnis.

 

Die Stimmung war sensationell, das magische Extra kam mit dem Gewitter mitte der 2. Halbzeit. Plötzlich schüttete es aus allen Kübeln worauf der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen musste. Die violetten Meisterkicker hielten die Stimmung auf den Rängen am Siedepunkt, versteckten sich nicht vor dem Regen und tanzten auf dem Spielfeld der Fortsetzung des Spiels entgegen. Im Fanblock war Oberkörper frei angesagt – mit einer selten hohen Beteiligung. Nach dem Schlusspfiff füllte sich das Meisterzelt, wo die Spieler (auch die 1B wurde wieder Meister, spielt kommende Saison in der 1. Klasse Nord) geehrt wurden und Bürgermeister Heinz Schaden unserem Verein erneut gratulierte. Um 22 Uhr wurde dann strikt dicht gemacht – Sperrstunde. Das war die erfolgreiche Landesliga-Saison 2009/10, im Sommer geht’s dann in die neue Saison – die Regionalliga West 2010/11. Neben hochkarätigen Salzburger Derbys gegen Seekirchen, Neumarkt, Anif, St. Johann und natürlich den RB-Juniors warten auch die 2. Mannschaften von Altach und Wacker Innsbruck auf die Austria, ebenso weitere attraktive Gegner wie Bregenz, Wattens oder Kufstein.

 

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Außerordentliche Mitgliederversammlung am 3. Juni 2010, Salzburg Lehen

 

Nach den Vorfällen um das Spiel beim SAK verhängte die Austria 15 Hausverbote. Darüber hinaus wurde wegen des Rücktritts zweier Vorstandsmitglieder, darunter auch Obmann Blaikner, diese außerordentliche Mitgliederversammlung notwendig. Für die meisten unerwartet stellten sich als Kandidaten wirklich vielversprechende, bedeutende Herren zur Wahl. Bei den Mitgliedern machte sich Optimismus breit und die neuen Kandidaten wurden wohlwollend in den Vorstand gewählt. Der neue Obmann ist jetzt Walter Windischbauer, ein Mann mit guten Kontakten – kurioserweise beim Fußballverband als Vorsitzender im Strafenausschuss tätig, welcher sich ja nicht unlängst mit unserem Verein befassen musste. In seinem Team sind weitere neue Köpfe, darunter mit Herrn Böhm ein Privatrechtsexperte, Christkindlmarkt-Chef Wolfgang Haider als Draht zur Wirtschaft, ebenso wie Christian Schiefauer (Sponsor mit der Rechnungsnummer 1, war bei Neugründung erster Sponsor) und mit Hans Gegenhuber sitzt auch eine Austria-Legende im Beirat. Der 10-köpfige Vorstand soll der Austria eine stabilere und breitere Basis bieten.

 

 

1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 23. Runde

SAK 1914 – SV Austria Salzburg   2:1 (1:0)

Nonntal, 15. Mai 2010 – 17:00 Uhr ::: 1.500 Zuschauer (offiziell)

 

Immer spürbarer schlägt es sich jetzt auch in der Tabelle nieder, dass bei Austria Salzburg seit geraumer Zeit der Wurm drinnen ist. Vorige Woche halbierte sich der Vorsprung auf Hallwang, jetzt sind es noch 2 Punkte. Von Hallwanger Seite wird angesichts dessen bereits mit den üblichen Psychotricks gearbeitet, so haben sie ihr Heimspiel in dieser Runde bereits am Donnerstag ausgetragen um kurzzeitig die Austria vom Platz an der Sonne zu verdrängen und den Druck der Violetten beim Stadtderby zu maximieren. Dieses Vorhaben ist ihnen zum Glück in die Hose gegangen, Strasswalchen siegte zu Christi Himmelfahrt überraschend auswärts mit 2:1.

 

So hatte die Austria diesen Samstag quazi schon Matchball zum Aufstieg in die Westliga, mit einem Sieg stünde ein 5-Punkte-Polster mit besserem Torverhältnis bei noch 3 ausstehenden Runden – darunter 2 Heimspiele – zu Buche. Ein eindrucksvoller Marsch der violetten Fanclubs sollte aber das einzig positive an diesem sehr kühlen Mai-Machmittag bleiben. Nachdem die Austria das frühe Führungstor wieder einmal verabsäumte, machte es der SAK um Oldie Larionows – 1:0 für die Blau-Gelben. Spätestens jetzt war die totale Verunsicherung in der Austria-Mannschaft. Die nervöse Hintermannschaft hatte unglaubliches Glück, dass nicht kurz nach dem 1:0 der Rückstand auf 2:0 angewachsen ist, ein herrlicher Freistoß traf die Unterkante der Querlatte, wenig später rettete die Stange bei einer Großchance der Nonntaler. Auch nach Seitenwechsel kam die Austria einfach nicht in die Gänge, bald wurde Stürmerhoffnung Vasily ins Spiel genommen. Nun die Knackpunkte des Spiels: Erst verschießt Bernd Winkler einen Elfmeter. Dann netzt Cavic durch eine Einzelaktion, wobei die Freude nur kurz wehrte: Denn postwendend stellte Larionows die SAK-Führung wieder her, 2:1. Dann gab’s erneut Elfmeter für die Austria – der gefoulte Vasily schoss selbst und wieder konnte der SAK-Keeper parieren. Damit war die Geschichte des Spiels geschrieben, zwei Elfmeter binnen ca. einer Viertelstunde zu verschießen spielt es nicht – es blieb beim 2:1. Jetzt muss die Austria also mit 2 Punkten Vorsprung über die letzen 3 Runden kommen. Das Restprogramm lässt kaum was befürchten, allein die Formkurve der letzten Wochen und Monate macht große Sorgen.

 

Leider spuckten einige unverbesserliche Leute dem Image der Austria-Fans in die Suppe, es kam zu Tumulten nach dem Spiel. Die SAK-Anhänger, die nie provoziert hatten, bekamen die Dummheit dieser Chaoten ebenso zu spüren wie unser eigener Sportdirektor. Der Verein kündigte noch am Sonntag darauf ein hartes Vorgehen an.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 21. Runde

Maria Alm – SV Austria Salzburg   0:1 (0:1)

Maria Alm, 2. Mai 2010 – 17:00 Uhr ::: 1.450 Zuschauer (offiziell)

 

Wie schon gewohnt veranstaltet Maria Alm die Heimspiele Sonntags, so auch diesmal. Eine für den Sonntagstermin beträchtliche Kulisse von 1.450 Zuschauern machte viel Lust auf Landesliga-Fußball. Die Austria ist auf eine schwierige Aufgabe eingestellt, denn anders als im Herbst ist Maria Alm jetzt in der Liga angekommen und sammelt fleißig Punkte – besonders eindrucksvoll vor einer Woche beim 4:0 über Zell am See.

 

Die Austria gab ihren vielen mitgereisten Fans von Beginn an ein gutes Gefühl für diese Partie, zeigte sich engagiert, kämpferisch und absolut dominant. Bald wurden auch gute Chancen herausgespielt, es war eine Frage der Zeit, wann das Führungstor fallen würde. Bevor es soweit war, stand noch zweimal die Stange im Weg, besonders ein sehr starker Nico Mayer hätte sich dabei sein Tor redlich verdient. Abwehrspieler Mario Milic war es dann, der seine erneut tolle Leistung mit einem Tor krönte, ein herrlicher Weitschuss aus der 2. Reihe schlug endlich im Netz ein. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein spielte die Austria weiter gut, verabsäumte es aber, das zweite Tor nachzulegen und je länger das Spiel bei diesem knappen Spielstand dauerte, umso nervöser wurde unsere Mannschaft. Mitte der 2. Halbzeit hielt Trappl einen Elfmeter fest, nicht auszudenken, wie verzweifelt man dann für die erneute Führung anrennen hätte müssen. Weitere zwei Lattentreffer der Austria hielten die Partie spannend, es kam in der Schlussphase noch zur einen oder anderen brenzligen Situation. Es passierte aber nichts mehr und so blieb es bei einem Zittersieg, der aber vollkommen verdient war.

 

Die Maria Almer waren ein freundlicher Gastgeber und guter Veranstalter, allein die komisch motivierten Einlasskontrollen waren lächerlich. Man wurde abgegriffen wie am Flughafen, wobei man dann vor der Tribüne faustgroße Steine vorfand. Sie flogen übrigens nicht auf’s Spielfeld, Austria-Fans sind wohl doch keine Verbrecher.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 20. Runde

SV Austria Salzburg – FC Pinzgau Saalfelden   2:1 (2:0)

Maxglan, 24. April 2010 – 16:00 Uhr ::: 1.450 Zuschauer (offiziell)

 

Seit dem 12. September 2009 ist dieses Wochenende heiß ersehnt. Nach der 0:2-Niederlage in Saalfelden gibt es offene Rechnungen. Erstens muss der Mannschaft bewiesen werden, wie viel da noch fehlt zur Stärke der Austria. Klar war der 2:0-Sieg der Pinzgauer im Herbst nicht unverdient, er kam über eine Defensivtaktik mit erfolgreichen Nadelstichen nach vorne und der nötigen Portion Glück in der Abwehr in einzelnen Situationen zustande. Ein Bündel von Dingen, die in einem Spiel mal aufgehen können – über kurz oder lang geht es natürlich nur mit hochwertigem Angriffsspiel auf Platz 1. Die Pinzgauer Lokalpresse, für die jeder Punktgewinn gegen die Austria natürlich mit einer „sensationellen Leistung“ verbunden werden würde, gilt es mundtot zu halten. Und da ist dann auch noch ein gewisser Lukas Rottenspacher, Sohn ......... seines Trainers Hannes Rottenspacher, der ihm noch nicht lernen konnte, wie man vor einer guten Kulisse Tore professionell feiern kann.

 

Besagter L.R. agierte an diesem Samstag auffällig zentral, dass er der Buhmann der Runde war, dürfte er dennoch vernommen haben. Die Austria machte einen großen Schritt aus dem Formtief, spielte eine sehr gute erste Halbzeit und krönte diese mit 2 Toren von Bernd Winkler. Besonders sehenswert war das 2:0 nach einem sensationellen Freistoßtrick. Was kam von den Pinzgauern? Nichts. Wenig anders präsentierten sich die beiden Mannschaften in der 2. Halbzeit, doch während die Austria das dritte Tor knapp verpasste, senkte sich der Ball nach einem Missgeschick in nach einem Abschlag noch zum 2:1 was die Angelegenheit noch mal spannend machte. Sonderlich zittern musste man nicht, wenn doch dann unbegründet evt. halt ob des knappen Spielstands. Die Gäste brachten nichts mehr zustande, es blieb beim hochverdienten Sieg der Austria. Falls irgendein Saalfeldner noch mit Westliga-Hoffnungen angereist ist, wurden sie ihm hier eingezogen. Hallwang siegt noch, der Vorsprung beträgt weiterhin 4 Punkte.

 

Man weiß ja nicht, ob man bei einer Wahnsinnsportion Dummheit eher lachen oder weinen soll, angesichts des positiven Ausgangs nennen wir es halt Lachnummer des Spieltags. Jaja, der Schiedsrichter. Aber nicht weil er das Spiel nicht im Griff gehabt hätte oder krasse Fehlentscheidungen getroffen hätte. Der Mann war diesmal gänzlich gestört. Genau gesagt hatte er etwas gegen das schöne Transparent, dass wir Lukas Rottenspacher gemalt haben. Er meinte, es durch seine Intervention entfernen lassen zu können, sonst würde er gegen uns pfeifen. Der gute Mann kann seinen Kompetenzbereich scheinbar nicht eingrenzen, ein absoluter Versager der sich von jedem vernünftigen Fußballverband disqualifizieren würde – der SFV und generell das Schiri-Wesen in Österreich hat scheinbar keine Alternativen zu solchen Kasperln.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 19. Runde

FC Zell am See – SV Austria Salzburg   0:2 (0:1)

Seespitz-Stadion, 17. April 2010 – 16:00 Uhr ::: 1.100 Zuschauer (offiziell)

 

Herrliches Wetter am Samstagnachmittag am Ufer des Zellersees, blauer Himmel und ein spannendes Landesliga-Match. Die Zeller, sonst ja alles andere als hohe Zuseherzahlen gewohnt, machten das „Fußballfest“ allerdings weitgehend dadurch zunichte, indem man einen arroganten und hirnlosen Sicherheitsdienst anstellte. Gastfreundschaft sieht anders aus, als über den Platzsprecher „unsere Freunde aus Salzburg“ zu begrüßen und auf der anderen Seite über den Ordnerdienst einer Mutter mit Kinderwagen Schikanen am Einlass zu legen, der Kinderwagen könnte ja auf’s Spielfeld fliegen – man weiß ja nie bei den bösen Violetten. Das zum Event stilisierte Landesliga-Match erfreute sich passend dazu auch über einen eingeflogenen Matchball. Das Dosenimperium als Ideengeber für das Entfremden eines Fußballspiels und Zeller als folgsame Lehrbuben dessen, doch auch wegen des Spiels kam einem beinahe das K..... . Die Formkurve zeigt auch eine Woche nach der Piesendorf-Pleite kaum nach oben, vor dem Führungtreffer hatte man in mehreren Situationen Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Wenn schon die Form nicht zurückkam, so kam wenigstens das Glück wieder – denn auch in der 2. Halbzeit, als man zwischenzeitlich in Unterzahl spielte (kurz vor Schluss wurde auch ein Zeller ausgeschlossen), hätte Zell am See durchaus ausgleichen können. Erst als Lubo Neubauer in der Nachspielzeit per Elfmeter das 0:2 erzielte (Doppelpack, auch das 0:1 machte der Bayer) war alles klar. Ein mühsamer Sieg, der uns den 4-Punkte-Vorsprung erhält und uns einen Schritt weiter in Richtung Westliga bringt.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 18. Runde

SV Austria Salzburg – Piesendorf   0:1 (0:1)

Maxglan, 10. April 2010 – 16:00 Uhr ::: 1.100 Zuschauer (offiziell)

 

„Alles für Stadt, Land und Verein“ hieß es auf einem Transparent der Fans bei einer kleinen Choreographie zu Spielbeginn. Alles für den Verein sollten die 11 Violetten auf dem Platz geben, sei die Vorgabe auch erfüllt worden – aber gelungen ist ihnen in dieser Woche leider gar nichts. Die Druckphase zu Beginn verflachte bald, immer mehr kamen die krassen Außenseiter aus Piesendorf zu Chancen. Zunächst hatte man noch Glück, als den Gästen ein Treffer wegen Abseits aberkannt wurde, doch kurz vor der Pause klappte es mit der Führung für Piesendorf. Nach Seitenwechsel plätscherte die Partie dahin, die Austria fand kein Rezept gegen die Piesendorfer. Erst mit der Einwechslung von Schleindl kam noch mal etwas Schwung ins Angriffsspiel, besagter Schleindl traf kurz nach seiner Einwechslung mit dem Kopf die Querlatte. Mit einem herrlichen Schuss traf auch Taboga wenig später nur die Innenseite des Aluminiums – der Ball wollte einfach nicht hinein. Unterm Strich reichte es diesmal also nicht mal zu einem Unentschieden im Heimspiel gegen den krassen Außenseite aus dem Pinzgau, den man in der Hinrunde auswärts noch mit 5:1 besiegen konnte. Der Wurm ist drin, die Kritik einiger an Trainer Emich nimmt zu – Konkurrent Hallwang nutzte den Violetten Ausrutscher mit einem Sieg in Zell am See. Einen solchen Auswärtssieg in der Hauptstadt des Pinzgaus braucht die Austria nächste Woche jetzt unbedingt auch, um nicht weiter an Boden zu verlieren. Dieser Punkteverlust war jedenfalls nicht eingeplant.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 17. Runde

USV Hallwang – SV Austria Salzburg   1:1 (1:1)

Hallwang, 3. April 2010 – 12:00 Uhr ::: 1.500 Zuschauer (offiziell)

 

Am Osterwochenende stand es echtes Spitzenspiel dieser Landesliga-Saison auf dem Programm. „High Noon“ hieß es dazu in Hallwang, das Spiel wurde auf 12:00 Uhr Mittags angesetzt an diesem wunderschönen Samstag. Um 10 Minuten verspätete sich der Anstoß, als es soweit war, legte die Austria dann kräftig los. Bereits in der 3. Minute verwertete Bernd Winkler die erste Chance zum 0:1. Nach etwa einer Viertelstunde war man die Führung wieder los und wiewohl sich die Austria-Abwehr gewisse Vorwürfe zum Gegentreffer gefallen lassen muss, aber man wird den Eindruck nicht los, dass der eigentliche Torschütze Schiedsrichter Gishammer war. Seine sonst so kleinliche und strikte Linie setzte er kurzerhand außer Kraft. So konnte ein Freistoß, der nahe der Seitenlinie ausgeführt werden sollte, plötzlich aus viel zentralerer Position getreten werden – außerdem kam der Hallwanger Freistoßschütze dem noch rollenden Ball beim Anlauf kaum nach, eigentlich müsste das runde Leder ja ruhen bei Ausführung einer Standardsituation. Da passt es einfach gar nicht dazu, dass ausgerechnet Herr Gishammer hier mal beide Augen zudrückt. Wie auch immer, die hohe Flanke führte zum Ausgleich. Daraufhin plätscherte das Spiel bis weit in die 2. Halbzeit hinein dahin, ehe die Austria doch eine gewisse Schluss-Offensive startete. Leider führen einige gute Chancen gegen Ende des Spiels nicht mehr zum vollen Erfolg und es blieb beim 1:1. Komisch eigentlich, dass Hallwang kaum Offensivbemühungen unternahm, eher drehte man beim Unentschieden an der Uhr – das bei einem in der Vorwoche auf 7 Punkte angewachsenen Rückstand in der Tabelle und den großen Worten, man wolle die Austria ärgern. Soviel dazu, es war dann ob der Heimniederlage von Saalfelden gegen Eugendorf ein gewonnener Punkt.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 16. Runde

SV Austria Salzburg – Straßwalchen   2:0 (1:0)

Maxglan, 27. März 2010 – 15:00 Uhr ::: 1.300 Zuschauer (offiziell)

 

Fünf Punkte Vorsprung auf zwei Verfolger, die ihre Saisonziele bereits abgeschwächt haben – man wolle die Austria noch möglichst lange ärgern – so gehen die Violetten in die 11 Frühjahrsrunden 2010. Die Westliga ist fest im Visier von Fans und Verein, da bleibt dem Trainer kaum noch Spielraum zu Understatement. Emich kann es dennoch und verwies in den Interviews vor dem Spiel auf den zähen Frühjahrsauftakt vor einem Jahr, wo in der 2. Landesliga daheim gegen Thalgau statt einem erhofften Schützenfest nur ein glücklicher 2:1-Zittersieg herauskam. Nachdem man das Auswärtsspiel gegen Strasswalchen im Herbst aber schon klar mit 5:1 gewinnen konnte, hatten die wenigsten Fans Befürchtungen, dass es auch diesmal wieder eine Zitterpartie werden könnte nach der langen Winterpause.

 

Wir unbelehrbaren Optimisten: 1.300 Zuschauer in Maxglan sahen eine feldüberlegene Austria – das war’s dann aber schon. Der Zug zum Tor war kaum vorhanden, die großen Chancen und somit die Tore fehlten. Für die Zuschauer war es schwere Kost, für gute Laune in der Halbzeit sorgte erst in der Nachspielzeit der 1. Hälfte Bernd Winkler: Bezeichnend, dass er seinen schwachen Elfmeter erst mit dem Nachschuss ins Netz stochern konnte – 1:0 zur Pause.

Wer auf Besserung in den zweiten 45 Minuten gehofft hat, wurde enttäuscht. War das Spiel vor Seitenwechsel noch ein leichtes Schlafmittel, so wurde es dann phasenweise zur Vollnarkose. Auf eine gewisse Restspannung in den letzten 10 Minuten ob des knappen Spielstandes und sich häufender gefährlicher Momente der Gäste hätten wir dann besser auch gleich verzichten können. Kapitän Neubauer konnte mit seinem Tor zum 2:0 tief in der Nachspielzeit nur noch erlösen, jedoch nicht mehr entschädigen für ein unansehnliches Match zum Frühjahrsauftakt.

Über kurz oder lang interessiert uns aber ohnehin nur noch die Auswirkung dieses Nachmittags auf die Tabelle, die bleibt weiterhin unsere liebste Liste. Hallwang verlor übrigens schon eine Woche vor dem Schlagerspiel gegen uns Austrianer den Anschluss, spielte daheim nur 1:1 gegen Schlusslicht Henndorf. Mit einem Auswärtssieg am Karsamstag beim direkten Duell würden wir sie schon mit fetten 10 Punkten auf Distanz halten was in dann noch 9 ausstehenden Runden kaum aufzuholen sein würde. Saalfelden bleibt einstweilen noch dran, gewann in Hallein mit 3:1 – die Pinzgauer müssen sich aber den 24. April rot im Kalender anstreichen, wenn sie auswärts in Maxglan eine heiße Austria erwartet.

 

Noch ein Absatz zur Novelle im Pyrotechnikgesetz: Bengalische Feuer und Co. gehören zu Austria Salzburg wie Fekter in die Politiker-Pension. In Maxglan gehen die stimmungsvollen Lichter auch 2010 nicht aus, davon konnte man sich bereits diesen Samstag überzeugen. Pyrotechnik ist kein Verbrechen!

 

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Stier-Hallenturnier am 5./6. Jänner 2010

 

 

Stark präsentierte sich die Austria beim Hallen-Highlight dieses Winters. Nachdem die Vorrunden-Gruppe zwar überstanden, aber nicht gewonnen wurde, mussten die Violetten am Dreikönigstag schon am frühen Vormittag antreten. Diese Zwischenrunde wurde erfolgreich absolviert und so wurde es dann am späten Nachmittag spannend, als es der Entscheidung zuging. Gewonnen hat man den Titel leider wieder nicht, das Scheitern im Halbfinale gegen Landesliga-Konkurrent Hallwang hätte unglücklicher nicht verlaufen können: Wirklich in der letzten Sekunde vor der Schluss-Sirene hat der Ball die Linie zum 1:1-Ausgleich überschritten. Vorangegangen ist übrigens ein fragwürdiger Feldverweis gegen die Austria wenige Sekunden vorher. In der Golden-Goal-Verlängerung dauerte es dann wieder nur wenige Sekunden, bis Hallwang der entscheidende Treffer gelang. Hallwang gewann dann später auch das Finale gegen den SAK, der im Halbfinale nach Penaltyschießen die Jungbullen ausschalten konnte. So bescherte uns das Spiel um Platz 3 das Spiel gegen die Dosen, recht uninteressant war das Ganze – die Luft war draußen. Die letzten Tropfen Bier verschüttete einer während dieses Spiels auf das Spielfeld. Die nicht weiter dramatische Sache fand bei all der tollen Stimmung, die die Austria-Fans dem Turnier in den beiden Tagen beschert haben, zu einem faden Beigeschmack im Blätterwald. Der Veranstalter hätte sich besser etwas Gedanken darüber gedacht, was die Austria dem Turnier eigentlich bringt, anstallt eine Lappalie über alles zu stellen. Nicht wenige würden einen Rückzieher der Austria vom Stier im nächsten Jahr deswegen begrüßen.

 

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