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Regionalliga West – 2010 / 11 – 17. Runde

RB Juniors – SV Austria Salzburg   2:2 (1:1)

EM-Stadion Wals-Siezenheim, 13. November 2010 – 14:00 Uhr ::: 5.500 Zuschauer (offiziell)

 

 

Eine turbulente, aber recht erfolgreiche erste Herbstsaison in der Westliga neigt sich für Austria Salzburg just mit einem absoluten Highlight dem Ende zu. Nach mehr als 5 Jahren gibt’s die Rückkehr nach Kleßheim, freilich 120 Meter vom einstigen Revier entfernt – ab in den Gästesektor des zum Lichterpuff umfunktionierten Stadions. Damit schließt sich ein Kreis, der so viele Emotionen beinhaltet, unterschiedliche Anschauungen des Fußballs, kontroverse Diskussionen auf Stammtischen, immer frischer Gesprächsstoff und dabei geht’s nur um ein Thema: Was macht einen Fußballklub aus? Als Anstoß zu diesem Derby gab’s die Grundsatzdiskussion bereits am Mittwoch im Rahmen der Pressekonferenz mit RBS-Juniors-Trainer Nico Kovac und Austria-Obmann Walter Windischbauer. Die üblichen Giftpfeile flogen also klassisch zwischen Maxglan und Kleßheim umher. Die Truppe um Nico Kovac ist spätestens seit der Derby-Niederlage im August (2:1 für die Austria im ersten Aufeinandertreffen) reichlich angestachelt. Das mediale Interesse ist für Regionalliga-Verhältnisse ohnehin enorm, Regional-TV-Sender Salzburg Plus etwa überträgt das Spiel in voller Länge und wiederholt es noch mehrmals an diesem Wochenende.

 

Endlich konnte das violette Salzburg die Grundsatz-Frage um die Werte im Fußball wieder mit einem Spiel beantworten anstatt mit Diskussionen. Um 11:00 Uhr war für die Fans der Austria Derby-Treffpunkt beim Lehener Stadion. Die Neue Mitte Lehen hat nach dem Abriss des Stadions ja immer noch ihren Charakter behalten, nämlich den grünen Lehener Stadionrasen im Zentrum. Die bereits zahlreich versammelte „Curva Viola“ marschierte zur S-Bahn-Stadion und fuhr weiter bis zum Europark um von dort die letzte Etappe im Fußmarsch anzutreten. Lautstark und sehr zahlreich zog die Anhängerschar in Richtung Stadion nach Kleßheim um dort den Gästesektor so zu füllen, wie das dort noch nie zuvor der Fall war.

 

Um 14:00 Uhr war Anstoß, 5.500 (!) Zuschauer waren im Stadion. Etwa 3.500 wollten sehen, wie die Austria den Inbegriff des Kommerzfußballs bekämpft. Die RBS-Fans hatten für’s Derby natürlich keine Eier, sie hinterließen zwei Zeilen Spruchband – inhaltsleer wie deren Stadion inzwischen selbst bei Bundesligaspielen. Der Rest versammelte sich auf der Haupttribüne, wo der Unterrang auch voll wurde. Eine fantastische Zettel-Choreographie unter dem Motto „Never changed passion for glory“ in unseren wunderschönen Vereinsfarben zeigte dem ganzen Stadion schon vor der ersten Spielminute, wer in Salzburg die Nummer 1 ist.

 

Ein sehr warmer und sonniger Novembernachmittag sorgte für viel Schweiß im Gästesektor, wo fast jeder kurzärmlig unterwegs war und für heiße Gemüter auf dem Rasen. Das erste Highlight hatten leider die Roten für sich, Aschauer setzte einen Sonntagsschuss zur RBS-Führung in die Maschen. Die beherzten Austrianer wären durch Vujic eigentlich bald zum Ausgleich gekommen, hätte nicht der Linienrichter Tags zuvor zuviel gesoffen, wie sonst sah der den Ball als einziger im Stadion bereits vor der Hereingabe über der Toroutlinie?!?! Es sollte nicht der einzige Fehler der Un(?)parteiischen bleiben. Während Dosen-Abwehrchef Hiden für eine klare Tätlichkeit (Kopfstoß) nur Gelb sah und sich zwei unserer Spieler bei dieser Aktion auch Kritik-Gelbe abholten was die Verhältnismäßigkeit bereits abhanden kommen hat lassen, setzte der Schiri den Ungerechtigkeiten noch eine drauf und verabschiedete Nico Mayer mit ein Dutzendfoul nach 40 Minuten mit glatt Rot in die Dusche. Schön, dass noch etwas angenehmeres passierte, noch bevor viele der von der Sonne geblendeten Fans im Gästesektor den Ausschluss überhaupt registriert hatten: Denn in der letzten Aktion vor der Halbzeit machte unser Dominik Borozni bereits Lust auf die Ski-Saison, machte einen Slalomlauf um die RBS-Verteidigung, Hiden als Schlussmonster ließ er dastehen als wäre er doch ausgeschlossen worden vorhin und als krönenden Abschluss gab’s einen satten Schuss von der Strafraumgrenze aus volle Tube ins rot-weiße Tornetz. 1:1 zur Pause.

Rund um den Ausschluss von Nico Mayer nach 40 Minuten mussten auch Trainer Didi Emich und Sportdirektor Stöger praktisch für Nichts auf die Tribüne, so war es Co-Trainer Heli Rottensteiner, der die dezimierten violetten Krieger vor Beginn der 2. Halbzeit zum Kreis auf dem Spielfeld versammelte um sich einzuschwören. „Ihr könnt jetzt einige Tausend Leute glücklich machen, Ehre und Stärke für die Austria“ – so etwas aus dem Mund von jemanden, der es ernst meint. Das musste doch gut gehen. Die Juniors brachten trotz Überzahl wenig zustande, aber eine gefährliche Aktion reichte leider zur Führung: Aschauer nutzte einen Abwehrfehler in der 65. Minute zum 2:1. Es sah zum Ende hin wirklich nicht sonderlich gut aus, aber unsere Kämpfer und die vielen Fans die hinter ihnen standen, sie bekam was sie sich verdienten: In der 83. Minute war sich der Bullen-Keeper mit seinem Abwehr-Boss nicht ganz einig, der pfeilschnelle Lukas Wührer spritzte dazwischen und man hatte so das Gefühl, dass die Kugel vom Fußballgott beseelt schon von sich aus ins Tor wollte – durfte sie auch, 2:2 und späte Gerechtigkeit für die Austria.

 

Dieses Unentschieden fühlte sich an wie ein Sieg, am Ende feierte nur Violett und das lange nach Spielschluss noch im Gästesektor. Anscheinend ging es auch dem einen oder anderen auf der Westtribüne unter die Haut, die blieben fast alle noch da und sahen uns beim Feiern zu. Für unseren Didi Emich war es offenbar auch ein ganz besonderes Spiel, extra für diesen Tag machte er einen auf José Mourinho, kaufte er sich einen Anzug, darunter trug er ein weißes Hemd und eine edle violette Krawatte. Dass er damit nur etwa 40 Minuten in der Coachingzone verweilen durfte war ihm nach dem Spiel wohl egal, auch aus ihm brach die Emotion heraus, die Jubelpose der Extraklasse im edlen Zwirn wird uns in Erinnerung bleiben. So geht man in die Winterpause, wenn man die Nummer 1 in Stadt und Land Salzburg ist – Salzburg ist komplett weiß-violett!

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 16. Runde

SV Austria Salzburg – SCR Altach II   5:0 (3:0)

Maxglan, 6. November 2010 – 14:30 Uhr ::: 1.050 Zuschauer (offiziell)

 

 

Eine frühe Anstoß-Zeit, die Alpendorf Bergbahnen zu Gast in Maxglan – richtig, das letzte Heimspiel im Kalenderjahr steht an. Der SCR Altach ist zu Gast in dieser ersten Rückrunde der Saison und wie mit so vielen Klubs, die ab jetzt Gegner bei unseren Heimspielen sind, ist aus dem Hinspiel auswärts eine Rechnung offen. Diesmal besonders mit dem Torhüter der Vorarlberger, Martin Bischof. Schön, dass der „Eiergoalie“ seinem Namen auch zum Saisonausklang in Maxglan noch mal alle Ehre machte und als provokanter Looser fürs erste zu den Akten gelegt werden kann. Das Spiel hatte wieder mal einen besonderen Rahmen, die Stierwascher präsentierten eine sehenswerte Choreographie über die gesamte Tribüne.

 

Die bärenstarke Austria ging schon in der 5. Minute in Führung, Vujic bediente Nico Mayer und dieser setzte einen super Schuss zum 1:0 ins Netz. In der 21. Minute traf es unser Top-Scorer selbst, per Elfmeter stellte er auf 2:0. Elfmeterschießen kann doch jeder, so netzte er in kurz vor der Pause auch noch aus dem Spiel heraus. 3:0 der Pausenstand.

                                                                             

Nach Seitenwechsel hatte die Austria alles im Griff, Souveränität und Dominanz total. Einer hatte noch nicht genug, Spielmacher Nico Mayer schenkte Altach-Keeper Bischof noch gehörig ein. Zunächst in der 85. Minute nach schönem Zusammenspiel und als krönenden Schlusspunkt mit einem wunderschönen Weitschusstor in der 90. Minute.

 

So gestaltet man ein Heimspiel und so schieß man sich für’s bevorstehende Derby ein. Nach dem Derby in einer Woche in Kleßheim geht’s in die Winterpause. Am 19. März erwarten wir dann in Maxglan beim nächsten Heimspiel einen starken Gegner, den FC Kufstein.

 

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 14. Runde

SV Austria Salzburg – FC Hard   3:0 (1:0)

Maxglan, 23. Oktober 2010 – 16:00 Uhr ::: 700 Zuschauer (offiziell)

 

Eine Woche nach dem großen Westderby in Innsbruck mit Tausend Austrianern beim Auswärtsspiel, ging das Heimspiel gegen den FC Hard leider in der Kategorie „Routine und Alltag“ unter, die 700 Zuschauer bedeuten Minusrekord.

 

Die Austria ist gegen die blau gekleideten Vorarlberger noch mal in den weißen Trikots vom Westderby in Innsbruck aufgelaufen, es wäre doch gelacht, nicht auch in diesen Trikots gewinnen zu können. In der 12. Minute gelang Vujic nach Zuspiel von Mayer der Führungstreffer, im Stile eines Topstürmers ließ er im Abschluss nichts anbrennen und zog genau im richtigen Moment ab. Je näher des dem Pausenpfiff zuging, bettelte unsere Hintermannschaft aber um den Ausgleich. Hard vergab jedoch die größten Chancen und so blieb es beim 1:0 zur Pause. Nach Seitenwechsel sorgte Urbanek mit einem Traumtor in der 50. Minute bald für klare Verhältnisse. In der Folge vergaben die Austrianer viele weitere gute Chancen. Einzelne gefährliche Ansätze von Hard brachten auch nichts ein. Der Deckel war längst drauf, trotzdem gab’s noch eine Zugabe: Lukas Wührer traf in der 89. Minute noch, Endstand 3:0.

 

Über das bevorstehende Auswärtsspiel in einer Woche bei Union Innsbruck herrscht derweil noch Rätselraten, ob und wie die Partie stattfindet entscheidet sich erst in der kommenden Woche.

 

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 13. Runde

FC Wacker Innsbruck II – SV Austria Salzburg   3:1 (1:1)

Tivoli, 17. Oktober 2010 – 16:00 Uhr ::: 2.000 Zuschauer (offiziell)

 

 

Seit der Bekanntgabe des Spielplans im Sommer ist dieses Wochenende wohl eines der ganz heiß ersehnten in dieser Saison für jeden Violetten. Die Salzburger Austria gastiert beim Erzfeind im Westen, das Tivoli-Stadion sieht nach mehr als 5 Jahren wieder ein „echtes“ Westderby. Schwarz-Grün gegen Violett-Weiß gab’s zuletzt in der Bundesliga und im Jahr 2003 im ÖFB-Cup sogar noch mit den umgekehrten Vorzeichen wie heute. Denn damals war Austria Salzburg als Bundesligist Gast am Tivoli, setzte sich damals gegen Regionalligist Wacker durch. Inzwischen sind die Innsbrucker wieder dort, wo sie – bei aller Rivalität – hingehören und das violette Salzburg ist seit 2006 auf dem steinigen, aber auf dem besten Weg dorthin.

 

Eigentlich im Sinne der Fans verlegten die Tiroler das Spiel auf Sonntagnachmittag, damit auch die am Samstag zum Rapid-Auswärtsspiel mitgereisten Wacker-Fans dieses Westderby sehen können. Das Polizeiaufgebot ist ohnehin da und übertrifft in dessen Zahl jedes übliche Bundesliga-Niveau, für Sicherheit sollte also in jedem Fall gesorgt sein – sollte man meinen. Ein Dutzend Busse rollten aus Salzburg ins Inntal. Bei der Ankunft in Innsbruck erwartete uns Schwerverbrecher schon die Polizei auf der Autobahn und begleitete die Busse über eine spezielle Route vor das Tivoli-Stadion. Man fühlte sich übersicher, selbstverständlich ist es zum Kopfschütteln, legen wir es mal positiv aus: Man konnte sich fühlen wie auf Präsidentschaftsbesuch inmitten dieser Polizei-Eskorte.

 

2.000 Zuschauer waren es dann im Tivoli-Stadion, etwa die Hälfte davon wollten Violett (diesmal allerdings in weißen Trikots) siegen sehen. Am Fuße der bereits mit Schnee angezuckerten Nordkette entwickelte sich ein intensives Spiel mit dem ersten Höhepunkt nach einer Viertelstunde. Marko Vujic brachte einen schönen Angriff der Salzburger zum Abschluss und drückte zum 0:1 ein. Die Fans im randvollen Gästeblock hinter dem Tor waren aus dem Häuschen, wussten sie doch noch nicht, dass es der letzte eigene Torjubel des kühlen Nachmittags bleiben sollte. Auf der Gegenseite gelang noch vor der Pause der Ausgleich nach einem Freistoß. Nach Seitenwechsel entschied ein provokanter Türke aufseiten der Hausherren das Westderby, Ildiz brachte die Tiroler mit einem schönen Schuss in der 51. Minute in Führung und machte mit einem Elfer-Tor in der 65. Minute dann alles klar. Beim Torjubel versuchte er, die angefressenen Gästefans mit einzubinden – eine schlechte Idee nicht nur in Istanbul. Es blieb beim 3:1 für die extra für dieses Match mit zahlreichen Profis gespickten Innsbrucker, das Ergebnis sollte aber leider nur eine Randnotiz bleiben.

 

Tatsächlich erinnerte der Nachmittag in Innsbruck nicht an einen Kindergeburtstag. Provokationen von beiden Seiten, der Innsbrucker Torhüter spießte nach Spielende vor der jubelnden Nordtribüne etwa ein Schwein, gab es und eine kleine Gruppe, die nach dem Spiel aus dem Gästesektor völlig ungehindert über die Haupttribüne fast bis zur Nordtribüne vorstoßen konnte. Rundherum kleinere Konflikte, passiert ist freilich nichts Gröberes. Die Tage und Wochen nach dem Westderby nutzten die Medien zu einer einseitigen Hetzjagd gegen Austria Salzburg, von den nicht minder bösen Tirolern war kaum die Rede. Leider wurde das Spiel verloren – die Lust, Tirol bzw. Innsbruck in die Suppe zu spucken ist ungebrochen.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 11. Runde

SV Austria Salzburg – TSV Neumarkt   2:2 (1:1)

Maxglan, 2. Oktober 2010 – 16:00 Uhr ::: 1.200 Zuschauer (offiziell)

 

Das nächste Salzburger Derby steht an, wieder ein Heimspiel. Gegner Neumarkt musste im Sommer bereits unliebsame Erfahrung mit der verstärkten Austria-Mannschaft machen, verlor die Vorrunde zum ÖFB-Cup in Maxglan durch zwei späte Tore mit 2:0. Die aktuelle Formkurve der heutigen Gäste zeigt allerdings steil nach oben und so ist man im violetten Lager gewarnt.

 

Spätestens als Neumarkt nach 10 Minuten nach einem schönen Angriff per Kopfball das 0:1 gelang, war jedem klar, welch harte Nuss das werden würde. Durch eine messerscharfe Freistoßflanke auf den Kopf von Urbanek gelang diesem der Ausgleich zum 1:1-Pausenstand. In der zweiten Halbzeit sah man eine total feldüberlegene Austria, die voll auf Sieg spielte aber sich nur zaghaft Chancen erarbeitete. 10 Minuten vor dem Ende war es dann ein perfekter Freistoß von Marko Vujic, der die verdiente 2:1-Führung brachte. Es sah dann ganz danach aus, dass die Violetten es sicher über die Zeit bringen würden – bis zur Nachspielzeit: Da war für einen Moment Abwehrspieler Milic im Strafraum schlecht postiert, seine Attacke bewertete Schiedsrichter Jäger als Foul und entschied auf Elfmeter. Kreuzer verwandelte diesen sicher zum 2:2-Endstand. Der Elfer war natürlich umstritten, vermutlich billig aber keine Fehlentscheidung. Die Austrianer haderten dennoch zurecht mit dem Unparteiischen. Der dem Elfer-Foul vorangegangene Freistoß Neumarks auf Höhe Mittellinie war schnell abgespielt und das meilenweit vom Tatort des Fouls entfernt und wurde so vom Schiri toleriert. Ganz entgegen seiner sonst so kleinlichen Linie. Zweierlei Maß also, wie übrigens auch bei den Karten. Neumarkt konnte das Spiel zerstören wo es nur möglich war, ohne Gelbe Karte – fürs einmalige Reklamieren bzw. fordern der Gelben Karte sah sie unser Vujic aber prompt.

 

Am Ende also ziemlich blöd gelaufen, ein Remis mit dem klaren Fazit: Zwei verlorene Punkte. Drei Wochen nach der Tabellenführung finden wir uns jetzt im Niemandsland der Tabelle. Jetzt stehen zwei Auswärtsspiele mit berechtigter Hoffnung auf gute Punkteausbeute an – zunächst gastiert die Austria in Höchst, bevor es in zwei Wochen zum Westderby nach Innsbruck geht, wo gegen Wacker viel Brisanz im Spiel sein wird.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 10. Runde

WSG Wattens – SV Austria Salzburg   2:1 (0:1)

Alpenstadion, 25. September 2010 – 18:30 Uhr ::: 1.200 Zuschauer (offiziell)

 

Nun also doch. Nach wochenlangem Rufmord durch die Presse im Auftrag der WSG Wattens fand am Montag die entscheidende Sitzung der Regionalliga-Kommission mit Vertretern der betroffenen Vereine und aller drei Landesverbände im noblen Innsbrucker Hilton-Hotel statt. Spät aber doch erfassten es doch auch die Tiroler, dass man bei Erfüllung des Sicherheitskonzeptes nichts zu befürchten hat und zähneknirschend kippten die Wattener doch noch deren einstimmigen Vorstandsbeschluss, das Spiel gegen unsere Austria auf keinen Fall im Alpenstadion stattfinden zu lassen. Die drei Punkte werden also jetzt doch im Hochsicherheitstrakt Alpenstadion ausgespielt, auch in der Hoffnung, dass sich der krankste Teil des Innsbrucker Anhangs zur selben Zeit am frühen Samstagabend bei deren Heimspiel im Tivoli befindet.

 

Die Fans der Austria zeigten sich von der Schokoladenseite, arbeiteten die letzten Wochen mit viel Ironie auf indem sie Brainstorming betrieben haben und Schlagworte des Verbrechens auf Plakate schrieben und das Tiroler Volk darüber belehrten, dass das alles eigentlich nur deren Ansicht unseres Vereins und dessen Fans ist. Kein zusätzlicher Cent außer dem Eintrittsgeld sollten die Wattener einnehmen, die Fanclubs riefen zum Gastro-Boykott auf. Der wurde großteils auch durchgesetzt, durstige Ausnahmen bestätigen die Regel. Zum Glück traf die Wattener dieser Einnahmen-Ausfall offenbar überraschend, so wurden die Eintrittspreise von den üblichen 7 EUR überraschend nicht angehoben, Damen hatten sogar freien Eintritt.

 

Die Hausherren waren die bessere Mannschaft, vorne brandgefährlich. Doch die besten Chancen wurden liegen gelassen. Unsere Mannschaft machte es besser in Sachen Effizienz: Urbanek köpfelte eine Maßflanke zum 0:1 kurz vor der Pause ins Netz und stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Gleich nach Seitenwechsel hätte Bernd Winkler für die Vorentscheidung sorgen können, leider schob er den Ball knapp am Tor vorbei. Dann entdeckte leider auch Wattens die Effizienz: Ein Eckball führte zum Ausgleich, wenig später legten sie auch noch das 2:1 nach. Dann zeigte unsere Mannschaft aber wieder große Moral und übernahm das Kommando. Einige gefährliche Konter wurden unbeschadet überstanden und vorne war man bis zur letzten Sekunde am Drücker, noch den Ausgleich zu erzielen. Letztlich blieb es beim 2:1, man kann der Chance von Winkler auf das 2:0 nachtrauern.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 9. Runde

SV Austria Salzburg – USK Anif   1:1 (1:0)

Maxglan, 18. September 2010 – 17:00 Uhr ::: 1.400 Zuschauer (offiziell)

 

Nachdem auf die Eroberung der Tabellenführung im letzten Heimspiel gleich eine große Portion Ernüchterung durch eine 2:5-Niederlage aus Dornbirn mitgenommen wurde, dürfte es angesichts der bevorstehenden Gegner nicht leichter werden und es wird herausragende Leistungen brauchen, wenn mal auch nach den nächsten Wochen an der Spitze mitmischen will.

 

Im Heimspiel gegen Anif standen sich demnach die beiden aktuell besten Salzburger Amateurteams gegenüber, wobei der heutige Gegner seine Seele ja bereits dem „Teufel“ verkauft hat – man kooperiert mit dem Getränkekonzern aus Fuschl am See, der 2005 Auslöser dafür war, dass wir uns jetzt in dieser neuen Ära befinden. Dementsprechend hochkarätig ist auch der Kader, es wird bestimmt eines der schwierigsten Heimspiele dieser Saison.

 

Doch wie schon im Spiel gegen den „Teufel“ selbst, kämpfe sich unsere Mannschaft ganz verbissen ins Spiel und hatte auch nicht das Handicap, in Rückstand zu geraten. Vielmehr haderte man zunächst noch etwas mit dem Schiedsrichter, viele Zuschauer haben einen Elfmeter für die Austria gesehen, der Schiedsrichter war nicht darunter. Doch der wichtige Führungstreffer gelang dann doch: Marko Vujic zog durch seinen Ballbesitz viele Anifer auf sich, genau im richtigen Moment spielte er auf den freistehenden Nico Mayer ab, welcher den Ball am Torhüter vorbei zur verdienten Führung in die Maschen knallte. Nach Seitenwechsel kam Anif allmählich besser ins Spiel. Eine Großchance wurde noch ausgelassen, der nächste Fehler wurde dann eiskalt mit dem Ausgleich bestraft. Die Austria antwortete mit großer Moral und zeigte in der Schlussphase noch mal vollen Siegeswillen. Der Ball wollte nicht mehr ins gegnerische Tor, letztendlich konnte bzw. musste man aber auch mit dem Remis recht gut leben, zumal die Gäste kurz vor Schluss noch die größte Chance des Spiels ungenutzt gelassen haben.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 7. Runde

SV Austria Salzburg – SV Seekirchen   5:0 (2:0)

Maxglan, 8. September 2010 – 18:00 Uhr ::: 1.100 Zuschauer (offiziell)

 

Das Heimspiel gegen Seekirchen versteht sich als Nachtragsspiel der vorgezogenen Runde – das gibt’s nicht alle Tage. Hier ist alles einfacher, hier wird chronologisch nummeriert und so wird dieses Heimspiel ganz einfach als 7. Runde geführt.

 

Die Seekirchener um ihren sportlichen Leiter und Ex-Austrianer Toni Feldinger schätzte man eigentlich recht stark ein, auch nach ihrem verkorksten Saisonstart. Immerhin haben sie Leute wie Markus Scharrer oder auch den bei der Austria glücklosen Stani Vasily in ihren Reihen und sind in den letzten Jahren zur gefestigten Westliga-Mannschaft geworden.

 

In Maxglan merkte man dann aber auch sehr bald, dass bei den Jungs vom Wallersee momentan der Wurm drinnen ist. Reifeltshammer gelang der frühe Führungstreffer und ein Borozni-Freistoß fand wenig später durch Mithilfe des Tormanns auch den Weg über die Linie. 2:0 nach nur 13 Spielminuten. Wieder nur wenig später fiel eigentlich das 3:0 durch Vujic, doch der schwache Gishammer wollte mal wieder mehr sehen als das herkömmliche menschliche Auge und entschied auf Foul am Torwart – man muss es einfach gesehen haben um zu wissen, wie dieser Mann Fehlentscheidungen wie am Fließband produziert. Doch die Austria war diesmal einfach zu stark, als dass dieser Gishammer entscheidend Einfluss nehmen hätte können. In der 2. Halbzeit war’s mit der Ausnahme eines Stangenschusses von Scharrer nur Einbahnstraßenfußball auf das Tor der Gäste. Der die ganze Saison schon bärenstarke Abwehrspieler und Assist-König Gabriel Kreuzwirth krönte seine starke Leistung diesmal mit einem eigenen Tor, dann traf noch Federer zum 4:0. Tja, und mit einem 5:0 könnte sich die Austria gar eine tolle Momentaufnahme holen, die Tabellenführung nämlich. Ausgerechnet einem, der es ob Verletzung zuletzt schwer hatte, gelang in der 90. Minute dieser Befreiungsschlag: Bernd Winkler schloss seinen 20-Minuten-Einsatz mit dem Tor zum 5:0 und der Tabellenführung ab.

 

Ein tolles Spiel der Austria, das war’s dann mit den englischen Wochen. Ein wichtiger Sieg in Anbetracht der schwierigen Aufgaben, die jetzt anstehen: Am Samstag geht’s nach Dornbirn, dann empfangen wir im Heimspiel den USK Anif. Die Tabellenführung tut deshalb sehr gut, nach Verlustpunkten ist Wattens noch vorne, doch die scheinen nicht in der Lage zu sein, ihr Heimspiel gegen uns abwickeln zu können und schenken uns vielleicht 3 Punkte. Naja ;-)

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 6. Runde

SV Austria Salzburg – Reichenau   4:0 (0:0)

Maxglan, 4. September 2010 – 17:00 Uhr ::: 1.200 Zuschauer (offiziell)

 

Keine Probleme bereitete Reichenau am Samstag der in allen Belangen überlegenen Austria. Körperlich und konditionell waren die Gäste unterlegen, vielleicht steckte ihnen auch ihr Match unter der Woche noch in den Beinen. Nachdem die Innsbrucker noch ein schmeichelhaftes 0:0 mit in die Pause nehmen konnten, löste Vujic per Elfmeter in der 2. Halbzeit bald den Torreigen aus. Mit dem 2:0 machte der starke Nico Mayer alles klar, zum Drüberstreuen traf Vujic noch einmal und der zuletzt formschwache Neubauer fixierte den 4:0-Endstand.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 5. Runde

SC Bregenz – SV Austria Salzburg   5:1 (1:0)

Bodenseestadion, 28. August 2010 – 17:00 Uhr ::: 1.400 Zuschauer (offiziell)

 

 

Die ersten beiden Heim- und Auswärtsspiele in der Regionalliga West verliefen für Austria Salzburg überaus erfreulich, 8 Punkte aus diesem schwierigen Auftaktprogramm kann man getrost als gelungenen Saisonstart bezeichnen. Jetzt braucht es dieses Auswärtsspiel beim SC Bregenz in der 5. Runde wohl schon dazu, die Träumer vom nächsten Aufstieg auf den Boden der Realität zu holen.

 

Wo, wenn nicht in Bregenz könnte Austria Salzburg baden gehen – und damit hat der schöne Bodensee mal gar nichts zu tun. An diesem Samstag stellten unsere Kicker eine weitere, wenn auch unliebsame, Verbindung zur Austria-Ära vor 2005 her. Bei den Bregenzern wurde auch in Bundesliga-Zeiten oft genug verloren, die Höhe war oft die Selbe – 1:5. So war’s auch diesmal, es schließt sich ein Teufelskreis könnte man sagen, schöne Grüße noch mal an Axel Lawaree & Co. ;-)

 

Ein sehr gut gefüllter Gästesektor überzeugte eher mit Quantität als mit Qualität, an den großartigen Support vom Altach-Match konnte der Austria-Anhang beim zweiten Gastspiel im Ländle bei weitem nicht anschließen. Leider gelang auch der Mannschaft kaum etwas an diesem Nachmittag. Eine einschläfernde erste halbe Stunde endete mit dem Führungstreffer der Bregenzer aus einem Konter. Nach Seitenwechsel wurden erst Hirsch, dann Nico Mayer ausgeschlossen und den Gastgebern gelang das abseitsverdächtige 2:0. Vujic konnte zwar wenig später den Anschlusstreffer erzielen, woraufhin die Bregenzer aber erst richtig loslegten. Beim 3:1 waren die Hausherren einfach schneller und spielten konzentriert fertig, das 4:1 war ein gekonnter Heber und auch beim 5:1 vermochte unsere Abwehr die Vorarlberger Angreifer nicht ernsthaft zu bedrängen.

 

Nach dem guten Start jetzt doch eine herbe Klatsche bei Bregenz, das war gar nichts. Weiter geht’s mit zwei Heimspielen gegen Seekirchen und Reichenau, Nährboden für Spitzenreiter-Träume könnte bald wieder vorhanden sein.

 

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 4. Runde

SV Austria Salzburg – TSV St. Johann   3:1 (3:1)

Maxglan, 21. August 2010 – 17:00 Uhr ::: 1.250 Zuschauer (offiziell)

 

Das Heimspiel gegen St. Johann sehen viele Beobachter als richtungsweisendes Spiel für diese Saison. Es geht gegen eine gestandene, erfahrene Westliga-Truppe mit einen sehr starken Angriff um Erwin Keil & Co., gegen die man noch im Sommer 2009 im Landescup keine Chance hatte und in Maxglan mit 1:3 verloren hat. Andere Vorzeichen hat das heutige Match allemal, die Austria hat sich schließlich ordentlich verstärkt. Dennoch ist man sich des harten Stücks Arbeit bewusst, dass nötig sein wird, um St. Johann ohne Punkte heimschicken zu können.

 

Gleich in der 2. Minute wurde klar, dass die Pongauer sehr gefährlich sind, aus einem Eckball gingen die Gäste früh in Führung. Die Anfangsphase gehörte klar St. Johann, ein sehr aufmerksamer Stefan Huber im Tor und das nötige Glück verhinderten einen größeren Rückstand. Doch bald kam die Austria immer besser ins Spiel und nahm das Heft in die Hand an diesem heißen Nachmittag in Maxglan. Vujic setzte sich an der Strafraumgrenze durch, Körpertäuschung, platzierter Schuss – Ausgleich, 1:1. Dann krönte Peter Urbanek seine starke Leistung gleich doppelt: Erst ein Vorstoß über links, sein scharfer Schuss prallte von der Latte zwar zurück ins Spielfeld, doch der Drall war noch in der Kugel in beförderte das Leder von selbst zurück ins Tor – ein kurioser Führungstreffer. Wenig später war es erneut Urbanek, diesmal mit einem energischen Vorstoß über rechts, er feuerte seinen Schuss genau im richtigen Moment ab und der war wieder drin, 3:1 – zugleich der Pausenstand.

 

Nach Seitenwechsel verwaltete die Austria geschickt den Vorsprung, es blieb beim 3:1. Eine sehr überzeugende Leistung, die viel Mut für die nächsten Spiele machen sollte. Einziger Wehrmutstropfen: Der heutige Mann des Spiels, Peter Urbanek, wird die nächsten beiden Spiele aus beruflichen Gründen fehlen.

 

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 3. Runde

FC Kufstein – SV Austria Salzburg   0:0 (0:0)

Grenzlandstadion, 17. August 2010 – 19:30 Uhr ::: 900 Zuschauer (offiziell)

 

Knapp 500 Austrianer machten sich an diesem Dienstagabend auf den Weg zur Perle Tirols, nach Kufstein. Die Partie wäre fürs vergangene Wochenende angesetzt gewesen, wegen der ÖFB-Cup-Teilnahme beider Klubs musste um wenige Tage verschoben werden. Während wir Austria Lustenau kaum Paroli bieten konnten, gelang Kufstein der Einzug in die 2. Runde. Auch im Westliga-Match gegen uns ist Liga-Krösus FC Kufstein der klare Favorit, die Tiroler wollen hoch in die zweithöchste Spielklasse und haben für die ehrgeizigen Ziele etwa auch einen Unterrainer von Wacker Innsbruck geholt. Wenig Mitleid von unserer Seite gibt’s für die Tiroler was die Sicherheitskosten betrifft. Die Behörde hat den Veranstaltern ein mehr als 8.000 EUR teures Polizeiaufgebot für dieses Spiel verordnet, um sich gegen befürchtete 400 gewaltbereite Leute des Austria-Anhangs zu schützen. Der Präsident der Kufsteiner jammert jetzt über die Überreaktion der Behörde, die solche Kosten verursacht. Wir finden, genau so gehört es ihnen auch – im Sommer versorgten sämtliche Tiroler Klubs die lokale Presse mit vollkommen unangemessener Panikmache rund um ihr Heimspiel gegen Austria Salzburg, jetzt kommt die Abrechnung dafür. Übrigens: Vorkommnisse gab’s keine ;-)

 

Im Grenzlandstation am Fuße der Burg Kufstein bekamen die 900 Zuschauer ein temporeiches Match zu sehen, das die Hausherren bald an sich gerissen hatten, speziell gegen Ende der 1. Halbzeit drückten die Tiroler auf die Führung. Die gefährlichste Aktion der Austria gab’s bereits in der Anfangsphase, als Vujic völlig alleine auf den Kufsteiner Torhüter zulaufend nach einem sehr fragwürdigen vermeintlichen Abseits zurückgepfiffen wurde. Nach Seitenwechsel verpuffte der Kufsteiner Angriffswirbel fast gänzlich, vielmehr wurde jetzt auch die Austria gefährlich und war mit einem Lattentreffer der Führung sogar näher. Vereinzelt kamen die Tiroler nur noch zu Aktionen, diese waren aber gefährlich genug um die vielen Violetten kräftig zittern zu lassen.

 

Am Ende steht ein gerechtes 0:0, die Austria hat sich leidenschaftlich hineingekämpft in dieses Spiel und den Punkt vollkommen verdient. Das es auf jeden Fall ein gewonnener und nicht zwei verlorene Punkte sind, sollte klar sein – in Kufstein werden wohl die wenigsten Mannschaften einen Heimsieg verhindern können.

 

 

ÖFB-Cup – 2010 / 11 – 1. Hauptrunde

SV Austria Salzburg – SC Austria Lustenau   0:3 (0:3)

Maxglan, 14. August 2010 – 17:00 Uhr ::: 1.050 Zuschauer (offiziell)

 

Nach dem Sieg in der Vorrunde zum ÖFB-Cup über Neumarkt, freut sich Austria Salzburg auf die erste Hauptrunde. Das Los bescherte ein Heimspiel gegen Austria Lustenau, eigentlich recht attraktiv möchte man meinen. Erstaunlich niedrig blieb dennoch die Zuschauerzahl, eine Woche nach dem Hit gegen die Vorstädter schafften es diesmal trotz Gästefans nur insgesamt knapp über Tausend Zuschauer nach Maxglan.

 

Zu gerne hätte man den Abwesenden erzählt, was sie nicht versäumt haben. Doch leider gibt’s da nicht viel zu erzählen. Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, die Violetten spielten recht mutig mit und man stellte nicht gleich einen Klassenunterschied fest. Dann kam’s aber knüppeldick mit einem etwas unglücklichen 0:1, dem 0:2 aus einer Ecke und als Draufgabe das 0:3 unter Mithilfe des Torwarts. Die Lustenauer zeigten sich professionell und abgeklärt, deshalb kehrte auch schon zur Pause die Ernüchterung ein. Nach Seitenwechsel bäumten sich die Hausherren noch mal auf, der Anschlusstreffer wollte aber nicht gelingen, auch nicht ein Ehrentreffer. Vielmehr müssen wir froh sein, nicht noch deutlicher unter die Räder gekommen zu sein, denn gegen Ende des Spiels boten sich den Lustenauern noch einige gute Chancen, die sie allerdings nicht mehr so effizient nutzten wie vor Seitenwechsel. Höhepunkt war dann noch ein vergebener Elfmeter von Karatay, der wegrutschte und den Ball über die Querlatte setzte.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 2. Runde

SV Austria Salzburg – RB Juniors   2:1 (2:1)

Maxglan, 7. August 2010 – 18:30 Uhr ::: 1.800 Zuschauer (offiziell)

 

Nachdem man vor einer Woche beim Auftakt in Altach gleich in der Tabelle anschreiben konnte, sieht sich das violett-weiße Salzburg in der Westliga diese Woche mit dem ersten größeren Brocken konfrontiert. Ausgerechnet gegen die Juniors der ungeliebten Dosenfirma geht es, die sich vor fünf Jahren vor den Toren unserer Stadt ansässig gemacht hat und bei ihrem Einstieg ins Fußball-Business unsere Austria für kurze Zeit eliminiert hat. Die Vorgeschichte ist also klipp und klar, es wird das Spiel Tradition gegen Kommerz. Die 2.000er-Marke hätte locker übertroffen werden können, doch bei 1.800 Zuschauern ist die Kapazität heute ausgeschöpft – so wollen es die Auflagen des Magistrats. Dementsprechend war die Anlage gefüllt bis zum letzten Platz, der Anblick des randvollen Sektor B war herrlich. Die Stimmung war wie erwartet vom Feinsten. Dieses Prädikat kann man übrigens auch der Gastro bei der Austria geben, für EUR 3,50 bekommt man jetzt wieder frische und warme Schnitzelsemmerl in bester Qualität.

 

Bereits in der 2. Minute gingen die Vorstädter durch einen verlängerten Freistoß in Führung. Die kalte Dusche steckten unsere Burschen allerdings hervorragend weg: In der 12. Minute verwertete Marko Vujic eine präzise, flache Hereingabe von Urbanek zum Ausgleich. In der 20. Minute sprang ihm ein Ball nach einem Freistoß von Borozni im Strafraum vor die Füße, den er in Knipsermanier zum 2:1 über die Linie drückte. In der Folge waren die Dosen durchaus aktiv und auch gefährlich, Höhepunkt vor dem Pausenpfiff ein Lattenschuss von Meilinger. Die zweite Halbzeit war durchwegs eine Zitterpartie. Die Austrianer kämpfen hervorragend, lieferten vollen Einsatz ab und stemmten sich leidenschaftlich gegen den Ausgleich. Die größten Chancen vergaben die RB Juniors allesamt, wobei auch die Austria vereinzelt Torgefahr aufblitzen ließ, auch hier streifte noch ein Schuss die Querlatte. Es blieb beim 2:1, glücklich oder verdient – in jedem Fall ein Zittersieg und ein Sieg der größeren Leidenschaft, Willensstärke, Einsatz und Liebe zum Fußball. Die absolute Genugtuung für jeden Austrianer und eine weitere wunderschöne Abrundung des jüngsten Kapitels der violetten Geschichte, jener nach 2005.

 

Auch nüchtern betrachtet stehen wir nach dieser zweiten Westliga-Runde sensationell da. Als bester Salzburger Westligaklub nämlich, trotz des schwierigen Auftaktprogramms. Das Medieninteresse um dieses Match war enorm, neben dem ORF gab sich auch Pay-TV-Sender Sky ein Stelldichein mit einem guten Bericht am Sonntagabend. Auch das Durchblättern der Printmedien an den Tagen darauf war eine Freude. Das nächste Spiel am feschen Austria-Platz (neuer violetter Anstrich), neuerdings vermarkteter Name der Heimstätte „myPhone Austria Stadion“, hat es ebenfalls in sich. In der 1. Hauptrunde des ÖFB-Cup empfangen wir am Samstag den SC Austria Lustenau. Man rechnet sich durchaus Chancen aus gegen die Profis aus dem Ländle, die sich momentan in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs aufhalten.

 

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SFV Landescup – 2010 / 11 – 2. Runde

SV Austria Salzburg – FC Hallein 04   1:1 (0:0)

Maxglan, 3. August 2010 – 18:30 Uhr ::: 400 Zuschauer (offiziell)

 

Die Austria bestreitet die reizvolle Aufgabe Westliga, dazu diskutiert heute jeder über das ÖFB-Cup-Los Austria Lustenau, da gerät der Salzburger Landescup beinahe zur Nebensache. Emich setzt auf Rotation und lässt eine Stammkräfte schonen, viele junge Reservespieler kamen gegen Hallein zum Zug. Der Held des Spiels sollte aber einer werden, der seine Fußballschuhe langsam aber sicher an den Nagel hängen wird. Co-Trainer Heli Rottensteiner zeigte es noch mal allen, brachte kurz vor Schluss die Austria in Führung. Doch in der kurzen Zeit die noch verblieb, gelang Hallein noch der Ausgleich, was gleich das Elfmeterschießen zur Folge hatte. Auch diesem Elferschießen drückte Publikumsliebling Heli Rottensteiner seinen Stempel auf, er versenkte den entscheidenden letzten Elfer im Netz und bringt die Austria in die 3. Runde des Landescups. Gegner wird auswärts der FC Puch sein.

 

Regionalliga West – 2010 / 11 – 1. Runde

SC Rheindorf Altach II – SV Austria Salzburg   2:2 (1:1)

Schnabelholz, 31. Juli 2010 – 18:00 Uhr ::: 800 Zuschauer (offiziell)

 

 

Etliche Busse rollten aus der Mozartstadt ins Ländle, zum Meisterschafts-Auftakt in der Regionalliga West machte sich die Austria-Familie zu Hunderten auf den Weg nach Altach. Perfektes Wetter hätte eigentlich auch das Kommen vieler Einheimischer begünstigt, unter den 800 Zusehern waren wir dann aber deutlich in Überzahl – Heimspiel in Altach! Sportlich ist die Ausgangslage sehr spannend, nicht zuletzt weil wir selbst nicht genau wissen, wo unsere Mannschaft steht. Einige Ausfälle durch Verletzungen und Sperren müssen die Violetten heute gleich kompensieren was die Sache nicht einfacher machen dürfte. Dennoch wäre es enorm wichtig, gleich auf dem Punktekonto anzuschreiben, denn mit den RB Juniors in einer Woche in Maxglan und dem nächsten Aufwärtsspiel in Kufstein stehen alles andere als Jausengegner ins Haus. Nachdem im „Käfig“ Gästesektor noch Bananen von den Fans der Lustenauer Austria vom Vorarlberg-Derby aus der Vorwoche zu finden waren, gab’s von den mitgereisten Austria-Fans eine tolle Choreographie mit dem Motto-Transparent „Auftaktsieg“.

 

Die Austria begann gut, war anfangs optisch überlegen und kam vereinzelt zu guten Chancen. Die Altacher konnten zunächst eher über Standards für etwas Gefahr sorgen. Das Führungstor gelang der Austria, als der starke Vujic in der 21. Minute eine schöne Hereingabe nur noch über die Linie drücken musste. Postwendend kam der Ausgleich, wie könnte es anders sein durch einen per Kopf verlängerten Freistoß. In der Folge verlief das Match ausgeglichen, die gefährlicheren Aktionen hatte von nun an bis zum Pausenpfiff Altach. Nach Seitenwechsel ging es nur noch in eine Richtung, die Austria war klar spielbestimmend und stets brandgefährlich. Während die Altacher gar nichts mehr zustande brachten, gab’s rollende Angriffe der Violetten. Eine Eckenserie, wo ein Corner gefährlicher als der andere kam, brachte leider nichts zählbares ein. Zunächst rettete ein Altacher auf der Linie, dann half den Vorarlbergern auch noch die Stange. Der massive Druck der Austria brachte auch die Überzahl, ein gelb-schwarzer musste nach einer Stunde mit gelb-rot vom Platz. Die bärenstarken Austrianer drängten weiter auf das Führungstor, erneut scheiterte man am Aluminium, diesmal wurde die Querlatte getroffen. Aus heiterstem Himmel gelang Altach in der 89. Minute die vollkommen unverdiente 2:1-Führung. Den Torhüter der Vorarlberger brachte dieser Treffer dermaßen in Wallung, dass er provokant in Richtung Austria-Block lief um zu jubeln – bei professioneller Regelauslegung ist das eine Rote Karte. Zur großen Genugtuung aller Austrianer kassierte dieser Depp in der 93. Minute noch den hochverdienten Ausgleich, Oliver Schmidt rettete den Punkt. Man spricht hier übrigens von einem klaren Tormannfehler, der Schlussmann der Altacher verabsäumte es, herauszulaufen. Köstlich, wie sich der peinliche Typ dann lautstark „Eiergoalie“ anhören musste. In dieser hektischen Schlussphase zerstörte sich der Schiri eine sonst einwandfreie Leistung, weil er zweierlei Maß anwendete. Zunächst wird ihm vom Assistenten angezeigt, was er ohnehin selbst sehen musste – die Entgleisung von Altach-Keeper Bischof, sie blieb ohne Folgen. Beim violett-weißen Torjubel machte er sich just jene beiden Spieler unserer Austria für die aus, die übertrieben haben und schickte beide mit gelb-rot vom Platz. Ein skandalöses Bewerten von Sachen, die auf das Spiel ohnehin keinen Einfluss haben, die jedoch die selbe Konsequenz nach sich ziehen, wie schwere Fouls mit Attacken auf die Gesundheit der Spieler. Diese dürfte aber solchen Selbstdarstellern wie dem „Un“parteiischen gestern ohnehin einerlei sein. Man kann leben mit dem Punkt, ein weinendes Auge gibt’s aber schon – der Auswärtssieg wäre absolut drin gewesen. Die akustischen Highlights aus der Kurve: Ein simples „Soizbuag“, wie es früher einmal war – dass es sich um das echte Salzburg, um die Austria handelt, zeigen ja ohnehin unsere Farben. Und: Besser denn je, lauter denn je, gefühlvoller denn je und länger denn je – „Wir san Soizbuaga, kana mog uns, scheißegal“. Die Visitenkarte der Salzburger Austria ist schon mal perfekt hinterlassen in Vorarlberg, solch einen Gästeblock hat man im Schnabelholz bestimmt noch nicht oft erlebt.

 

Der größere Skandal spielte sich nach dem Spielende ab, als die Polizei den Sektor völlig unverständlich lange nicht öffnen wollte – es lag überhaupt kein Konfliktpotenzial in der Luft. Nur ganz wenige wurden aus dem Sektor gelassen, auf Diskussionen ließen sich die präpotenten Beamten auch nicht ein. Vielmehr auf Pfefferspray, der wie wild angewendet wurde aus dem Nichts. Ein Fan wurde nach dem Pfefferspray-Einsatz sogar am Boden ein Stück weggezerrt, nachgetreten, liegengelassen von mehreren Beamten. Der Polizeieinsatz war einfach nur skandalös. Über die Organisation der Altacher rund um den Gästebereich kann man auch keine lobenden Worte finden, eine kleine Gastroecke, die man nur als Minibar bezeichnen kann und für die vielen Fans ganze 3 Dixiklos – dankeschön! Ein versöhnlicher Ausklang des Fußball-Abends war nur wenigen gegönnt, die sich wie ich nach Spielende noch in Violett auf die Gegenseite des Stadions begeben konnten. Dort gab’s Gastfreundschaft, gute Diskussionen über das Match und eine leckere Bratwurst – man fragt sich, warum 100 Meter gegenüber die Menschlichkeit ausgeknipst wird.

 

Top und Flop am 1. Spieltag

Austria-Mannschaft

Schiedsrichter

Top-Leistung, viel Torgefahr, leider nur 2:2

Ein Tiroler, der mit zweierlei Maß gemessen hat

Mitgereiste Fans der Austria

Altach-Torwart

Was für eine Stimmung im Gäste-Käfig

Unfaire Gesten zum Austria-Anhang

Wetter

Polizei, Organisation und Medienecho

Wieder ein malerisch schöner Liga-Auftakt

Pfefferspray, Willkür, ... zerstörten das Fußballfest

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 26. Runde

SV Austria Salzburg – SG ASK / PSV Salzburg   5:0 (4:0)

Maxglan, 12. Juni 2010 – 15:30 Uhr ::: 1.566 Zuschauer (offiziell)

 

 

Mitte Mai hat es Austria Salzburg verabsäumt, mit einem Sieg beim SAK den Hallwang-Umfaller auszunutzen und die vehementesten Skeptiker in Sachen Meisterschaft zu beruhigen. Dass der kühle Nachmittag im Nonntal aber zum absoluten Tiefpunkt der Spielzeit 2009/10 wurde, dafür zeichnet weder das Ergebnis noch das unwürdige Wetter verantwortlich. Entbehrliche Szenen spielten sich nach Schlusspfiff ab, einige Leute suchten den Konflikt mit dem SAK-Anhang und nicht zuletzt auch mit Austria-Verantwortlichen. Nie waren die Kritiker von Trainer Emich so stark am Wort wie jetzt, das verkorkste Frühjahr schien jetzt auch das große Ziel Aufstieg zu gefährden. Mit dem Verpassen der Meisterschaft hätte man vor Saisonbeginn leben können, doch nach dem sehr überzeugenden Herbst und dem entsprechenden Punktepolster sind die Fans bereits voll darauf eingestellt, das Thema Unterhaus im Juni abhaken zu können.

Heute Samstag schreiben wir das lange erwartete Datum, den 12. Juni 2010. Alles ist wie gewohnt in der letzten Runde. Auch in der vierten Saison nach der Neugründung beschert uns der Spielplan zum Abschluss ein Heimspiel, wieder ist ein Zelt aufgebaut und der Verkaufsschlager im Fanshop sind die Meister-T-Shirts. Eine konzentrierte Leistung beim 2:0-Heimsieg gegen Puch und ein verdienter 2:1-Auswärtssieg in Hallein machten die Feierstimmung möglich, Hallwangs neuerliche Heimniederlage fixierte letztlich alles sodass in der letzten Runde niemand mehr rechnerische Varianten durchdenken oder gar zittern muss.

 

Nichts trübte an diesem Tag die Feierstimmung. Trainer Emich hat aus dem Vorjahr gelernt und diesmal alles nach dem Geschmack der Fans gemacht indem er alle Spieler aufstellte, die sich heute von der Austria verabschieden. Wie intensiv die Abschiede der verdienten Spieler ausgefallen sind, allen voran jene von Mario Schleindl und Kapitän Ivan Pecaranin, zeigte sich daran, dass die planmäßige Anstoßzeit 15:30 Uhr eine halbe Stunde verfehlt wurde. Kurz nach 16:00 Uhr ging’s erst los. Die angesprochenen Spieler sind Männer von Stunde Null, sie haben 2006 in der tiefsten Spielklasse ihre Knochen dafür hingehalten, dass die Austria nie untergeht und verdienen totalen Respekt. Ebenso wie Thomas Karl, uns Violetten als „Keiler“ bekannt, der nach vier erfolgreichen Jahren im Vorstand einen Strich drunter macht. Mario Schleindl erreichte im Kampf gegen die Tränen ein glückliches Unentschieden, während Ivan Pecaranin am Feld noch ein i-Tüpfchen auf seine Austria-Zeit setzte.

 

Die Spielgemeinschaft des ASK mit dem PSV spiele dem violetten Festtag ins Konzept und gliederte sich hingabevoll in die Festgesellschaft ein, ein dankbarer Gegner zum Abschluss. Bernd Winkler eröffnete den Torreigen. Dann wunderten sich alle, warum ein Elfmeter von Neubauer geschossen wurde. Für Winkler ging es noch um die Torjägerkrone, für Schleindl und Pecaranin um das Sahnehäubchen zum Abschied. Egal, Lubo Neubauer verwandelte sicher und wenig später traf er aus dem Spiel heraus erneut – sehenswerter Doppelpack. Das Tor des Tages war das 4:0 noch vor der Pause, ein Abschiedsgeschenk von Kapitän Ivan Pecaranin für sich und die Fans – ein absolutes Traumtor, einfach abgezogen und der Tausendguldenschuss senkte sich genau unter die Querlatte. Es gibt Tage, an denen einfach alles gelingt. Da passte es kurz vor Schluss einfach noch dazu, dass ein weiterer Elfmeter für die Austria gepfiffen wurde. Diesmal schnappte sich Bernd Winkler den Ball, knallte ihn in die Maschen und holte sich mit seinem 23. Saisontor noch die Torjägerkrone. Konnte man sich diesen Bernd Winkler vor der Saison noch kaum als Stürmer vorstellen, so ist unsere Nummer 7 mittlerweile von da vorne nicht mehr wegzudenken. Die Zweifel begann er bereits im ersten Landesliga-Match zu beseitigen, als er nach 1:0-Rückstand zur Pause in Eugendorf mit seinem Hattrick in der 2. Halbzeit das Spiel völlig drehte und eine wunderschöne Sommernacht mit einem tollen Einstand in violett krönte. Mario Schleindl, Mario Lenz, Mersudin Jukic und Bernd Winkler – 4 Jahre Salzburger Unterhaus, 4 Meistertitel bzw. Aufstiege, 4 Torschützenkönige in violett-weiß. 5:0 war der Endstand, wieder ein Kantersieg vor eigenem Publikum zum Saisonabschluss – man gewöhnt sich so schön daran. Diesmal war es zugleich der höchste Saisonsieg und im Kalenderjahr 2010 auch der einzige Sieg ohne Zittern und mit wirklich klarem Ergebnis.

 

Die Stimmung war sensationell, das magische Extra kam mit dem Gewitter mitte der 2. Halbzeit. Plötzlich schüttete es aus allen Kübeln worauf der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen musste. Die violetten Meisterkicker hielten die Stimmung auf den Rängen am Siedepunkt, versteckten sich nicht vor dem Regen und tanzten auf dem Spielfeld der Fortsetzung des Spiels entgegen. Im Fanblock war Oberkörper frei angesagt – mit einer selten hohen Beteiligung. Nach dem Schlusspfiff füllte sich das Meisterzelt, wo die Spieler (auch die 1B wurde wieder Meister, spielt kommende Saison in der 1. Klasse Nord) geehrt wurden und Bürgermeister Heinz Schaden unserem Verein erneut gratulierte. Um 22 Uhr wurde dann strikt dicht gemacht – Sperrstunde. Das war die erfolgreiche Landesliga-Saison 2009/10, im Sommer geht’s dann in die neue Saison – die Regionalliga West 2010/11. Neben hochkarätigen Salzburger Derbys gegen Seekirchen, Neumarkt, Anif, St. Johann und natürlich den RB-Juniors warten auch die 2. Mannschaften von Altach und Wacker Innsbruck auf die Austria, ebenso weitere attraktive Gegner wie Bregenz, Wattens oder Kufstein.

 

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Außerordentliche Mitgliederversammlung am 3. Juni 2010, Salzburg Lehen

 

Nach den Vorfällen um das Spiel beim SAK verhängte die Austria 15 Hausverbote. Darüber hinaus wurde wegen des Rücktritts zweier Vorstandsmitglieder, darunter auch Obmann Blaikner, diese außerordentliche Mitgliederversammlung notwendig. Für die meisten unerwartet stellten sich als Kandidaten wirklich vielversprechende, bedeutende Herren zur Wahl. Bei den Mitgliedern machte sich Optimismus breit und die neuen Kandidaten wurden wohlwollend in den Vorstand gewählt. Der neue Obmann ist jetzt Walter Windischbauer, ein Mann mit guten Kontakten – kurioserweise beim Fußballverband als Vorsitzender im Strafenausschuss tätig, welcher sich ja nicht unlängst mit unserem Verein befassen musste. In seinem Team sind weitere neue Köpfe, darunter mit Herrn Böhm ein Privatrechtsexperte, Christkindlmarkt-Chef Wolfgang Haider als Draht zur Wirtschaft, ebenso wie Christian Schiefauer (Sponsor mit der Rechnungsnummer 1, war bei Neugründung erster Sponsor) und mit Hans Gegenhuber sitzt auch eine Austria-Legende im Beirat. Der 10-köpfige Vorstand soll der Austria eine stabilere und breitere Basis bieten.

 

 

1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 23. Runde

SAK 1914 – SV Austria Salzburg   2:1 (1:0)

Nonntal, 15. Mai 2010 – 17:00 Uhr ::: 1.500 Zuschauer (offiziell)

 

Immer spürbarer schlägt es sich jetzt auch in der Tabelle nieder, dass bei Austria Salzburg seit geraumer Zeit der Wurm drinnen ist. Vorige Woche halbierte sich der Vorsprung auf Hallwang, jetzt sind es noch 2 Punkte. Von Hallwanger Seite wird angesichts dessen bereits mit den üblichen Psychotricks gearbeitet, so haben sie ihr Heimspiel in dieser Runde bereits am Donnerstag ausgetragen um kurzzeitig die Austria vom Platz an der Sonne zu verdrängen und den Druck der Violetten beim Stadtderby zu maximieren. Dieses Vorhaben ist ihnen zum Glück in die Hose gegangen, Strasswalchen siegte zu Christi Himmelfahrt überraschend auswärts mit 2:1.

 

So hatte die Austria diesen Samstag quazi schon Matchball zum Aufstieg in die Westliga, mit einem Sieg stünde ein 5-Punkte-Polster mit besserem Torverhältnis bei noch 3 ausstehenden Runden – darunter 2 Heimspiele – zu Buche. Ein eindrucksvoller Marsch der violetten Fanclubs sollte aber das einzig positive an diesem sehr kühlen Mai-Machmittag bleiben. Nachdem die Austria das frühe Führungstor wieder einmal verabsäumte, machte es der SAK um Oldie Larionows – 1:0 für die Blau-Gelben. Spätestens jetzt war die totale Verunsicherung in der Austria-Mannschaft. Die nervöse Hintermannschaft hatte unglaubliches Glück, dass nicht kurz nach dem 1:0 der Rückstand auf 2:0 angewachsen ist, ein herrlicher Freistoß traf die Unterkante der Querlatte, wenig später rettete die Stange bei einer Großchance der Nonntaler. Auch nach Seitenwechsel kam die Austria einfach nicht in die Gänge, bald wurde Stürmerhoffnung Vasily ins Spiel genommen. Nun die Knackpunkte des Spiels: Erst verschießt Bernd Winkler einen Elfmeter. Dann netzt Cavic durch eine Einzelaktion, wobei die Freude nur kurz wehrte: Denn postwendend stellte Larionows die SAK-Führung wieder her, 2:1. Dann gab’s erneut Elfmeter für die Austria – der gefoulte Vasily schoss selbst und wieder konnte der SAK-Keeper parieren. Damit war die Geschichte des Spiels geschrieben, zwei Elfmeter binnen ca. einer Viertelstunde zu verschießen spielt es nicht – es blieb beim 2:1. Jetzt muss die Austria also mit 2 Punkten Vorsprung über die letzen 3 Runden kommen. Das Restprogramm lässt kaum was befürchten, allein die Formkurve der letzten Wochen und Monate macht große Sorgen.

 

Leider spuckten einige unverbesserliche Leute dem Image der Austria-Fans in die Suppe, es kam zu Tumulten nach dem Spiel. Die SAK-Anhänger, die nie provoziert hatten, bekamen die Dummheit dieser Chaoten ebenso zu spüren wie unser eigener Sportdirektor. Der Verein kündigte noch am Sonntag darauf ein hartes Vorgehen an.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 21. Runde

Maria Alm – SV Austria Salzburg   0:1 (0:1)

Maria Alm, 2. Mai 2010 – 17:00 Uhr ::: 1.450 Zuschauer (offiziell)

 

Wie schon gewohnt veranstaltet Maria Alm die Heimspiele Sonntags, so auch diesmal. Eine für den Sonntagstermin beträchtliche Kulisse von 1.450 Zuschauern machte viel Lust auf Landesliga-Fußball. Die Austria ist auf eine schwierige Aufgabe eingestellt, denn anders als im Herbst ist Maria Alm jetzt in der Liga angekommen und sammelt fleißig Punkte – besonders eindrucksvoll vor einer Woche beim 4:0 über Zell am See.

 

Die Austria gab ihren vielen mitgereisten Fans von Beginn an ein gutes Gefühl für diese Partie, zeigte sich engagiert, kämpferisch und absolut dominant. Bald wurden auch gute Chancen herausgespielt, es war eine Frage der Zeit, wann das Führungstor fallen würde. Bevor es soweit war, stand noch zweimal die Stange im Weg, besonders ein sehr starker Nico Mayer hätte sich dabei sein Tor redlich verdient. Abwehrspieler Mario Milic war es dann, der seine erneut tolle Leistung mit einem Tor krönte, ein herrlicher Weitschuss aus der 2. Reihe schlug endlich im Netz ein. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein spielte die Austria weiter gut, verabsäumte es aber, das zweite Tor nachzulegen und je länger das Spiel bei diesem knappen Spielstand dauerte, umso nervöser wurde unsere Mannschaft. Mitte der 2. Halbzeit hielt Trappl einen Elfmeter fest, nicht auszudenken, wie verzweifelt man dann für die erneute Führung anrennen hätte müssen. Weitere zwei Lattentreffer der Austria hielten die Partie spannend, es kam in der Schlussphase noch zur einen oder anderen brenzligen Situation. Es passierte aber nichts mehr und so blieb es bei einem Zittersieg, der aber vollkommen verdient war.

 

Die Maria Almer waren ein freundlicher Gastgeber und guter Veranstalter, allein die komisch motivierten Einlasskontrollen waren lächerlich. Man wurde abgegriffen wie am Flughafen, wobei man dann vor der Tribüne faustgroße Steine vorfand. Sie flogen übrigens nicht auf’s Spielfeld, Austria-Fans sind wohl doch keine Verbrecher.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 20. Runde

SV Austria Salzburg – FC Pinzgau Saalfelden   2:1 (2:0)

Maxglan, 24. April 2010 – 16:00 Uhr ::: 1.450 Zuschauer (offiziell)

 

Seit dem 12. September 2009 ist dieses Wochenende heiß ersehnt. Nach der 0:2-Niederlage in Saalfelden gibt es offene Rechnungen. Erstens muss der Mannschaft bewiesen werden, wie viel da noch fehlt zur Stärke der Austria. Klar war der 2:0-Sieg der Pinzgauer im Herbst nicht unverdient, er kam über eine Defensivtaktik mit erfolgreichen Nadelstichen nach vorne und der nötigen Portion Glück in der Abwehr in einzelnen Situationen zustande. Ein Bündel von Dingen, die in einem Spiel mal aufgehen können – über kurz oder lang geht es natürlich nur mit hochwertigem Angriffsspiel auf Platz 1. Die Pinzgauer Lokalpresse, für die jeder Punktgewinn gegen die Austria natürlich mit einer „sensationellen Leistung“ verbunden werden würde, gilt es mundtot zu halten. Und da ist dann auch noch ein gewisser Lukas Rottenspacher, Sohn ......... seines Trainers Hannes Rottenspacher, der ihm noch nicht lernen konnte, wie man vor einer guten Kulisse Tore professionell feiern kann.

 

Besagter L.R. agierte an diesem Samstag auffällig zentral, dass er der Buhmann der Runde war, dürfte er dennoch vernommen haben. Die Austria machte einen großen Schritt aus dem Formtief, spielte eine sehr gute erste Halbzeit und krönte diese mit 2 Toren von Bernd Winkler. Besonders sehenswert war das 2:0 nach einem sensationellen Freistoßtrick. Was kam von den Pinzgauern? Nichts. Wenig anders präsentierten sich die beiden Mannschaften in der 2. Halbzeit, doch während die Austria das dritte Tor knapp verpasste, senkte sich der Ball nach einem Missgeschick in nach einem Abschlag noch zum 2:1 was die Angelegenheit noch mal spannend machte. Sonderlich zittern musste man nicht, wenn doch dann unbegründet evt. halt ob des knappen Spielstands. Die Gäste brachten nichts mehr zustande, es blieb beim hochverdienten Sieg der Austria. Falls irgendein Saalfeldner noch mit Westliga-Hoffnungen angereist ist, wurden sie ihm hier eingezogen. Hallwang siegt noch, der Vorsprung beträgt weiterhin 4 Punkte.

 

Man weiß ja nicht, ob man bei einer Wahnsinnsportion Dummheit eher lachen oder weinen soll, angesichts des positiven Ausgangs nennen wir es halt Lachnummer des Spieltags. Jaja, der Schiedsrichter. Aber nicht weil er das Spiel nicht im Griff gehabt hätte oder krasse Fehlentscheidungen getroffen hätte. Der Mann war diesmal gänzlich gestört. Genau gesagt hatte er etwas gegen das schöne Transparent, dass wir Lukas Rottenspacher gemalt haben. Er meinte, es durch seine Intervention entfernen lassen zu können, sonst würde er gegen uns pfeifen. Der gute Mann kann seinen Kompetenzbereich scheinbar nicht eingrenzen, ein absoluter Versager der sich von jedem vernünftigen Fußballverband disqualifizieren würde – der SFV und generell das Schiri-Wesen in Österreich hat scheinbar keine Alternativen zu solchen Kasperln.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 19. Runde

FC Zell am See – SV Austria Salzburg   0:2 (0:1)

Seespitz-Stadion, 17. April 2010 – 16:00 Uhr ::: 1.100 Zuschauer (offiziell)

 

Herrliches Wetter am Samstagnachmittag am Ufer des Zellersees, blauer Himmel und ein spannendes Landesliga-Match. Die Zeller, sonst ja alles andere als hohe Zuseherzahlen gewohnt, machten das „Fußballfest“ allerdings weitgehend dadurch zunichte, indem man einen arroganten und hirnlosen Sicherheitsdienst anstellte. Gastfreundschaft sieht anders aus, als über den Platzsprecher „unsere Freunde aus Salzburg“ zu begrüßen und auf der anderen Seite über den Ordnerdienst einer Mutter mit Kinderwagen Schikanen am Einlass zu legen, der Kinderwagen könnte ja auf’s Spielfeld fliegen – man weiß ja nie bei den bösen Violetten. Das zum Event stilisierte Landesliga-Match erfreute sich passend dazu auch über einen eingeflogenen Matchball. Das Dosenimperium als Ideengeber für das Entfremden eines Fußballspiels und Zeller als folgsame Lehrbuben dessen, doch auch wegen des Spiels kam einem beinahe das K..... . Die Formkurve zeigt auch eine Woche nach der Piesendorf-Pleite kaum nach oben, vor dem Führungtreffer hatte man in mehreren Situationen Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Wenn schon die Form nicht zurückkam, so kam wenigstens das Glück wieder – denn auch in der 2. Halbzeit, als man zwischenzeitlich in Unterzahl spielte (kurz vor Schluss wurde auch ein Zeller ausgeschlossen), hätte Zell am See durchaus ausgleichen können. Erst als Lubo Neubauer in der Nachspielzeit per Elfmeter das 0:2 erzielte (Doppelpack, auch das 0:1 machte der Bayer) war alles klar. Ein mühsamer Sieg, der uns den 4-Punkte-Vorsprung erhält und uns einen Schritt weiter in Richtung Westliga bringt.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 18. Runde

SV Austria Salzburg – Piesendorf   0:1 (0:1)

Maxglan, 10. April 2010 – 16:00 Uhr ::: 1.100 Zuschauer (offiziell)

 

„Alles für Stadt, Land und Verein“ hieß es auf einem Transparent der Fans bei einer kleinen Choreographie zu Spielbeginn. Alles für den Verein sollten die 11 Violetten auf dem Platz geben, sei die Vorgabe auch erfüllt worden – aber gelungen ist ihnen in dieser Woche leider gar nichts. Die Druckphase zu Beginn verflachte bald, immer mehr kamen die krassen Außenseiter aus Piesendorf zu Chancen. Zunächst hatte man noch Glück, als den Gästen ein Treffer wegen Abseits aberkannt wurde, doch kurz vor der Pause klappte es mit der Führung für Piesendorf. Nach Seitenwechsel plätscherte die Partie dahin, die Austria fand kein Rezept gegen die Piesendorfer. Erst mit der Einwechslung von Schleindl kam noch mal etwas Schwung ins Angriffsspiel, besagter Schleindl traf kurz nach seiner Einwechslung mit dem Kopf die Querlatte. Mit einem herrlichen Schuss traf auch Taboga wenig später nur die Innenseite des Aluminiums – der Ball wollte einfach nicht hinein. Unterm Strich reichte es diesmal also nicht mal zu einem Unentschieden im Heimspiel gegen den krassen Außenseite aus dem Pinzgau, den man in der Hinrunde auswärts noch mit 5:1 besiegen konnte. Der Wurm ist drin, die Kritik einiger an Trainer Emich nimmt zu – Konkurrent Hallwang nutzte den Violetten Ausrutscher mit einem Sieg in Zell am See. Einen solchen Auswärtssieg in der Hauptstadt des Pinzgaus braucht die Austria nächste Woche jetzt unbedingt auch, um nicht weiter an Boden zu verlieren. Dieser Punkteverlust war jedenfalls nicht eingeplant.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 17. Runde

USV Hallwang – SV Austria Salzburg   1:1 (1:1)

Hallwang, 3. April 2010 – 12:00 Uhr ::: 1.500 Zuschauer (offiziell)

 

Am Osterwochenende stand es echtes Spitzenspiel dieser Landesliga-Saison auf dem Programm. „High Noon“ hieß es dazu in Hallwang, das Spiel wurde auf 12:00 Uhr Mittags angesetzt an diesem wunderschönen Samstag. Um 10 Minuten verspätete sich der Anstoß, als es soweit war, legte die Austria dann kräftig los. Bereits in der 3. Minute verwertete Bernd Winkler die erste Chance zum 0:1. Nach etwa einer Viertelstunde war man die Führung wieder los und wiewohl sich die Austria-Abwehr gewisse Vorwürfe zum Gegentreffer gefallen lassen muss, aber man wird den Eindruck nicht los, dass der eigentliche Torschütze Schiedsrichter Gishammer war. Seine sonst so kleinliche und strikte Linie setzte er kurzerhand außer Kraft. So konnte ein Freistoß, der nahe der Seitenlinie ausgeführt werden sollte, plötzlich aus viel zentralerer Position getreten werden – außerdem kam der Hallwanger Freistoßschütze dem noch rollenden Ball beim Anlauf kaum nach, eigentlich müsste das runde Leder ja ruhen bei Ausführung einer Standardsituation. Da passt es einfach gar nicht dazu, dass ausgerechnet Herr Gishammer hier mal beide Augen zudrückt. Wie auch immer, die hohe Flanke führte zum Ausgleich. Daraufhin plätscherte das Spiel bis weit in die 2. Halbzeit hinein dahin, ehe die Austria doch eine gewisse Schluss-Offensive startete. Leider führen einige gute Chancen gegen Ende des Spiels nicht mehr zum vollen Erfolg und es blieb beim 1:1. Komisch eigentlich, dass Hallwang kaum Offensivbemühungen unternahm, eher drehte man beim Unentschieden an der Uhr – das bei einem in der Vorwoche auf 7 Punkte angewachsenen Rückstand in der Tabelle und den großen Worten, man wolle die Austria ärgern. Soviel dazu, es war dann ob der Heimniederlage von Saalfelden gegen Eugendorf ein gewonnener Punkt.

 

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1. Landesliga Salzburg – 2009 / 10 – 16. Runde

SV Austria Salzburg – Straßwalchen   2:0 (1:0)

Maxglan, 27. März 2010 – 15:00 Uhr ::: 1.300 Zuschauer (offiziell)

 

Fünf Punkte Vorsprung auf zwei Verfolger, die ihre Saisonziele bereits abgeschwächt haben – man wolle die Austria noch möglichst lange ärgern – so gehen die Violetten in die 11 Frühjahrsrunden 2010. Die Westliga ist fest im Visier von Fans und Verein, da bleibt dem Trainer kaum noch Spielraum zu Understatement. Emich kann es dennoch und verwies in den Interviews vor dem Spiel auf den zähen Frühjahrsauftakt vor einem Jahr, wo in der 2. Landesliga daheim gegen Thalgau statt einem erhofften Schützenfest nur ein glücklicher 2:1-Zittersieg herauskam. Nachdem man das Auswärtsspiel gegen Strasswalchen im Herbst aber schon klar mit 5:1 gewinnen konnte, hatten die wenigsten Fans Befürchtungen, dass es auch diesmal wieder eine Zitterpartie werden könnte nach der langen Winterpause.

 

Wir unbelehrbaren Optimisten: 1.300 Zuschauer in Maxglan sahen eine feldüberlegene Austria – das war’s dann aber schon. Der Zug zum Tor war kaum vorhanden, die großen Chancen und somit die Tore fehlten. Für die Zuschauer war es schwere Kost, für gute Laune in der Halbzeit sorgte erst in der Nachspielzeit der 1. Hälfte Bernd Winkler: Bezeichnend, dass er seinen schwachen Elfmeter erst mit dem Nachschuss ins Netz stochern konnte – 1:0 zur Pause.

Wer auf Besserung in den zweiten 45 Minuten gehofft hat, wurde enttäuscht. War das Spiel vor Seitenwechsel noch ein leichtes Schlafmittel, so wurde es dann phasenweise zur Vollnarkose. Auf eine gewisse Restspannung in den letzten 10 Minuten ob des knappen Spielstandes und sich häufender gefährlicher Momente der Gäste hätten wir dann besser auch gleich verzichten können. Kapitän Neubauer konnte mit seinem Tor zum 2:0 tief in der Nachspielzeit nur noch erlösen, jedoch nicht mehr entschädigen für ein unansehnliches Match zum Frühjahrsauftakt.

Über kurz oder lang interessiert uns aber ohnehin nur noch die Auswirkung dieses Nachmittags auf die Tabelle, die bleibt weiterhin unsere liebste Liste. Hallwang verlor übrigens schon eine Woche vor dem Schlagerspiel gegen uns Austrianer den Anschluss, spielte daheim nur 1:1 gegen Schlusslicht Henndorf. Mit einem Auswärtssieg am Karsamstag beim direkten Duell würden wir sie schon mit fetten 10 Punkten auf Distanz halten was in dann noch 9 ausstehenden Runden kaum aufzuholen sein würde. Saalfelden bleibt einstweilen noch dran, gewann in Hallein mit 3:1 – die Pinzgauer müssen sich aber den 24. April rot im Kalender anstreichen, wenn sie auswärts in Maxglan eine heiße Austria erwartet.

 

Noch ein Absatz zur Novelle im Pyrotechnikgesetz: Bengalische Feuer und Co. gehören zu Austria Salzburg wie Fekter in die Politiker-Pension. In Maxglan gehen die stimmungsvollen Lichter auch 2010 nicht aus, davon konnte man sich bereits diesen Samstag überzeugen. Pyrotechnik ist kein Verbrechen!

 

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Stier-Hallenturnier am 5./6. Jänner 2010

 

 

Stark präsentierte sich die Austria beim Hallen-Highlight dieses Winters. Nachdem die Vorrunden-Gruppe zwar überstanden, aber nicht gewonnen wurde, mussten die Violetten am Dreikönigstag schon am frühen Vormittag antreten. Diese Zwischenrunde wurde erfolgreich absolviert und so wurde es dann am späten Nachmittag spannend, als es der Entscheidung zuging. Gewonnen hat man den Titel leider wieder nicht, das Scheitern im Halbfinale gegen Landesliga-Konkurrent Hallwang hätte unglücklicher nicht verlaufen können: Wirklich in der letzten Sekunde vor der Schluss-Sirene hat der Ball die Linie zum 1:1-Ausgleich überschritten. Vorangegangen ist übrigens ein fragwürdiger Feldverweis gegen die Austria wenige Sekunden vorher. In der Golden-Goal-Verlängerung dauerte es dann wieder nur wenige Sekunden, bis Hallwang der entscheidende Treffer gelang. Hallwang gewann dann später auch das Finale gegen den SAK, der im Halbfinale nach Penaltyschießen die Jungbullen ausschalten konnte. So bescherte uns das Spiel um Platz 3 das Spiel gegen die Dosen, recht uninteressant war das Ganze – die Luft war draußen. Die letzten Tropfen Bier verschüttete einer während dieses Spiels auf das Spielfeld. Die nicht weiter dramatische Sache fand bei all der tollen Stimmung, die die Austria-Fans dem Turnier in den beiden Tagen beschert haben, zu einem faden Beigeschmack im Blätterwald. Der Veranstalter hätte sich besser etwas Gedanken darüber gedacht, was die Austria dem Turnier eigentlich bringt, anstallt eine Lappalie über alles zu stellen. Nicht wenige würden einen Rückzieher der Austria vom Stier im nächsten Jahr deswegen begrüßen.

 

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SA, 19. März 2011 – 15:30 Uhr, Maxglan

 

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